Hallo, ich suche einen elektrischen Taster für die Weichenstellung. Ich möchte bei meinen Weichen für die Märklin Antriebe bei Wechselstrombetrieb bleiben, sie aber nicht mehr analog stellen. Mir schwebt ein Relais vor, dass auf Anschubsen durch den Decoder mal den einen Ausgang tastet und mal den anderen, sich zwischendurch aber wieder auf Null stellt.
Die Decoder selbst geben ja schon so einen Impuls, aber eben nur mit Gleichstrom.
Bisher habe ich einen 4fach Relais Decoder von decoderwerk ausprobiert, der preiswert ist und einwandfrei funktioniert. Seine Wechsler Relais sind aber für Signale und ähnliche Verbraucher gedacht, die Dauerstrom brauchen. Sie lassen sich auch auf 1 Sek. Impuls programmieren, das funktioniert aber nicht für Weichenantriebe. Ich habe zwar herausgefunden, wie man ihn trotzdem überlistet, aber dann verbraucht jeder Antrieb zwei Ausgänge. Das kann nicht Sinn der Sache sein.
Was ich suche, ist also ein Relais, das funktioniert wie ein analoges Stellpult, nur, dass die Finger durch einen Decoderimpuls ersetzt werden. Gibt es so was - und wenn ja, wie nennt sich das?
Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Wenn ich dich richtig verstehe, benötigst du nur ein Relais, das einen Impuls weitergibt. Da bietet sich doch das stinknormale Arbeitsstromrelais für unter einem Euro an, das im Normalfall "aus" ist und im Arbeitsfall vom Gleichstromimpuls des Decoders angezogen wird und einen Stromkreis schließt, der nur solange Wechselstrom durchläßt, wie der Decoderimpuls dauert. Logischerweise benötigst du für eine Weiche zwei dieser Relais - aber du hast ja auch zwei verschiedene Decoderimpulse ("gerade" und "abzweigend"). Zweckmäßigerweise plazierst du diese Relais in der Nähe der Weiche zwischen Decoder und Weiche. Zu den Relais oder Relaisgruppen bei mehreren Weichen benötigst du dann noch zwei Leitungen für den Wechselstrom. Für mein Gefühl ganz normale Elektrik, die den Decodern nachgeschaltet ist.
Fazit: Der Decoderimpuls betätigt nicht die beiden Antriebe der Weiche selbst, sondern die zugeordneten Relais. Solche Relais ziehen 20 bis 50 mA. Solche Dinger etwa
Hallo, ja, genau so etwas meine ich. Noch schöner wäre es natürlich, wenn es ein Doppelrelais mit dieser Funktion gäbe (mal der eine - mal der andere Ausgang), aber auch ohne diesen Komfort ließe sich mein Wunsch erfüllen. Unter welchem Namen finde ich so ein Relais? Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Diese Relais - meist mit 12 Volt Gleichstrom zu betreiben - findest Du z.B. bei Conrad. Als Beispiel auf die Schnelle * Conrad # 629482-VQ Maluska 4011 für 1,10 €, ab 10 Stück 0.98 € - Schaltstrom nominell 12 V, praktisch 9 - 30 V - geschalteter Strom 7 - 10 A. bei etwas Suchen findet man auch preiswertere - und muss ja nicht Conrad sein, andere Anbieter haben so etwas natürlich auch.
Diese Relais heißen im Volksmund "Arbeitsstromrelais" - ob das auch der elektrotechnische Fachbegriff ist, weiß ich nicht.
Hallo und vielen Dank für die Hinweise, Die eleganteste Lösung scheint wohl wirklich der Lenz LS150 zu sein - gleich ordentlich im Gehäuse und anschlussfertig. Ich bin sehr in Versuchung, aber er ist auch mehr als die Hälfte teurer als die Bastellösung. Allerdings brauche ich nicht Dutzende davon.
Zitat Wenn´s dann doch die Selbstbaulösung sein soll, wäre so ein Relais das richtige? https://www.reichelt.de/at/de/miniatur-l...tct=pos_5&nbc=1 Ich muss eher dezentral bauen. Mehr als 4 bis 6 Anschlüsse an einer Stelle machen den Vorteil gegenüber einer analog Lösung zunichte.
Zumeist schalten diese Relais mindestens einen Wechsler (bei "aus" Kontakt A beschaltet, bei "ein" Kontakt B beschaltet) - aber für den beschriebenen Zweck langt auch einfach nur ein "Schließer" (nur bei "ein" Kontakt). Meist sind die "Schließer"-Relais aber auch nicht billiger - oft wird aus Kostengründen einfach nur die Wechsler-Version angeboten, um nicht verschiedene Modelle zu produzieren. Dann bleibt ein Kontakt eben frei.
Wie kompakt diese Relais positioniert sein können, liegt natürlich an der örtlichen Lage deiner Weichendekoder. Wenn da z.B. 6, 7 oder 8 Weichen auf einem Haufen istalliert sind, ist so ein Relaisboard mit 16 Relais schon übersichtlicher als Einzelrelais und die Verdrahtung ist einfacher. An die Relais musst du ja sonst noch irgendwie die Kabel anlöten.
Zitat Ihr vergesst dabei aber , das das Relais solange angezogen bleibt wie der Schaltdecoder Spannung rausgibt. Gruss Guido
Der Decoder gibt - wie Hajo schrieb - einen Gleispannungsimpuls von einer Sekunde ab. Logischerweise ist das Relais dann auch nur diese Sekunde aktiv und leitet nur diese Zeit den Wechselstrom zur Weichenmimik. Wenn der Decoder der Weichenstellung dient, warum sollte er Dauerstrom abgeben?
Zitat Wenn´s dann doch die Selbstbaulösung sein soll, wäre so ein Relais das richtige? https://www.reichelt.de/at/de/miniatur-l...tct=pos_5&nbc=1 Ich muss eher dezentral bauen. Mehr als 4 bis 6 Anschlüsse an einer Stelle machen den Vorteil gegenüber einer analog Lösung zunichte.
Zumeist schalten diese Relais mindestens einen Wechsler (bei "aus" Kontakt A beschaltet, bei "ein" Kontakt B beschaltet) - aber für den beschriebenen Zweck langt auch einfach nur ein "Öffner" (nur bei "ein" Kontakt). Meist sind die "Öffner"-Relais aber auch nicht billiger - oft wird aus Kostengründen einfach nur die Wechsler-Version angeboten, um nicht verschiedene Modelle zu produzieren. Dann bleibt ein Kontakt eben frei.
Wie kompakt diese Relais positioniert sein können, liegt natürlich an der örtlichen Lage deiner Weichendekoder. Wenn da z.B. 6, 7 oder 8 Weichen auf einem Haufen istalliert sind, ist so ein Relaisboard mit 16 Relais schon übersichtlicher als Einzelrelais und die Verdrahtung ist einfacher. An die Relais musst du ja sonst noch irgendwie die Kabel anlöten.
Hallo,
ich denke du vertust dich da, er braucht einen Schließer, (Spannung an der Spule des Relais schließt den Kontakt) nicht öffner.
Ich denke immer noch , das hier aneinander vorbei geredet wird . So wie Ich das lese möchte Hajo mit dem Decoder ein Relais betreiben , das z.B beim ersten Impuls den Ausgang A beschaltet und wieder auf 0 fällt , beim nächsten Impuls Ausgang B beschaltet und wieder auf 0 fällt usw.
Hallo, in etwa ja - ich möchte, dass das getan wird, was ein Weichendecoder normalerweise tut, nur dass er das nicht direkt machen soll, sondern (wegen Wechselstrom für die Antriebe) auf Umwegen über das Relais. Wenn das mit einem Relais pro Adresse geht, ist es mir recht, aber wenn es nur mit zwei Relais pro Antrieb geht, kann ich damit auch leben.
Wenn ich allerdings lese, dass es mit dem blanken Relais allein nicht getan ist, sehe ich schon, dass ich an die Grenzen meiner Selbstbaufähigkeiten kommen werde. Da fange ich doch wieder an, zum Lenz LS150 zu schielen.
Deswegen noch einmal meine Frage: weiß jemand, ob der LS150 DCC und MM2 versteht? (Ich schalte mit Märklin CU 6021+ Keyboard und programmiere mit der MS2.) Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Das wird auch nicht mit Kleinteilen getan sein . Diese Sorte Relais gibt es . Jedoch exorbitant teuer und sehr selten zu finden . Dann gehört noch ne kleine Menge an diskreten Bauteilen verbaut . Dies wird jedoch für den Laien sowas von unrentabel . Da kaufst besser nen Weichendecoder .
Zitat Ich denke immer noch , das hier aneinander vorbei geredet wird . So wie Ich das lese möchte Hajo mit dem Decoder ein Relais betreiben , das z.B beim ersten Impuls den Ausgang A beschaltet und wieder auf 0 fällt , beim nächsten Impuls Ausgang B beschaltet und wieder auf 0 fällt usw. (...)
Das mag ja sein, dass Hajo sich so ausgedrückt hat - aber solche Spezialrelais (wenn es sie denn genau so gibt) sind nicht billig und auch nicht notwendig. Was ist denn der Output des Weichendecoders: Gleichstromimpuls 1 für Stellung gerade auf Pin X und Gleichstromimpuls 2 für Stellung gebogen auf Pin Y. Es wird also an den Weichendecoder statt der Weichenantriebsspulen einfach 2 Relais angeschlossen - das allereinfachste Ding. Nur, dass dann die Weichenantriebsspulen Wechselstrom bekommen statt Gleichstrom. Immer noch gilt Ockhams Rasiermesser: Die einfachste Lösung ist immer die Beste.
Wie der Decoder dann betrieben wird, ist eine andere Frage. Wenn Hajo nur einen Taster für eine Weiche haben will, die der Decoder dann abwechselnd nach Tastendruck gerade - gebogen - gerade usw. stellt, so ist das ein Problem der Decoderansteuerung und hat mit den Relais für Wechselstrom statt Gleichstrom für die Weichenantriebe nichts zu tun. Dann sucht er sich besser einen Decodertyp, der für diese Ansteuerung ausgelegt ist und Wechselstromimpulse abgibt. Welcher Decodertyp dies sein kann - dafür gibt es hier ja 100 Experten.
Hallo, bitte keinen Streit wegen meiner etwas schrägen Wünsche - das wäre die Sache dann auch wieder nicht wert. Der Lenz Decoder fällt wegen seiner Einsprachigkeit leider aus. Bis ich mir die Tams Zentrale, die auch auf meiner Wunschliste steht, leisten kann, vergeht noch einige Zeit. Wer weiß, was für eine verrückte Idee mir bis dahin kommt.
Vielleicht muss ich mich von der Wechselsstromversorgung der Antriebe doch verabschieden. Dann wäre alles leichter. Aber wie lange halten dann die Antriebe? Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Hallo HJ, warum willst Du Deine Weichen nicht mit Gleichstrom betreiben? Bei einer älteren Anlage habe ich mal Weichen über Diodenkaskaden gesteuert und das ging dann ja auch mit Gleichstrom! Es hat manuell zwar nur bei 2 Weichen gleichzeitig funktioniert, weil der Trafo nicht mehr hergab, aber es hat gut funktioniert bei 4 Schatten-Bf Gleisen mit je einem Taster pro Gleis (bei 3 Weichen) und bei der digitalen Steuerung heute kann man die Weichen ja nacheinander stellen im 200 Millisekunden Abstand! Die modernen Weichenantriebe benötigen wohl auch weniger Strom als die alten Doppelspulenantriebe. Soviel von mir dazu! Gruß Hans-Dieter
Zitat Vielleicht solltest du mal alles lesen * Gruss Guido
Hm - was veranlasst dich zu dieser Herablassung? Dann gib mal dein Expertenwissen preis - so wie in Beitrag # 9.
@ Hajo: Ich schätze, Du suchst eine preiswerte und einfache Lösung. Dann ist etwas Bastelkram dabei. Aber auch das ist keine Hexenwerk. Ich schätze, du hast Lötkolben und Kleinbohrer (Proxon oder Artverwandtes). Conrad an der Wandsbeker Zollstraße in Hamburg wäre wohl die nächste Adresse. Einfach ein paar Platinen und Relais besorgen. Notfalls noch simple 1 A Dioden. Für Relais braucht man Platinen nicht zu ätzen, weil Grobmotorik genügt - einfach mit dem Kleinschleifer die Kupferflächen der Einzelleiter trennen (geht in der Regel mit geraden Schnitten). Man kann auch ganz auf Kupferplatinen verzichten und in 1 mm Plasticplatte Löcher für die Relaisbeinchen bohren und von unten anlöten (siehe meinen thread, Seite 5 ganz unten). Ganz notfalls geht das auch mit stabilen Karton.
Wenn du dazu keine Lust hast oder dir das nicht zutraust (was ich kaum glaube), dann bleibt natürlich der Digitalweichendecoder, der direkt Wechselstromimpulse abgibt. Oder - wie Hans-Dieter schrieb - du bleibst bei Gleichstrom für die Weichenantriebe.
Die Schaltung ist ganz einfach, genaugenommen braucht man noch nicht mal eine Platine, man kann die kabel auch direkt anlöten
Anstelle der 1N4007 geht natürlich auch eine 1N4148 oder sowas. Das brauchst Du pro weiche 2 mal also eines für jede Richtung, bzw 3 mal bei einer 3 Wege Weiche
Passt aber nur wenn, 1. der Decoder einen Impuls raus gibt und nicht Dauerspannung. 2. Die 12V aus dem Decoder sind korrekt? Sonst ein anderes Relais zb 5V 3. Die Weiche auf Masse gelegt wird zum Schalten, wie beim M-Gleis von Märklin (Ansonsten stimmen meine Bezeichnungen am Relais nicht.
@ Hajo, ich hab dich doch richtig verstanden, Du möchtest eine AC Weiche mit DC schalten? Mehr nicht?