Kürzlich habe ich den o.g. ESU Lokprogrammer gebraucht erstanden, Funktion laut Verkäufer einwandfrei. Dennoch schaffe ich es nicht, einen Decoder mit dem Gerät zu programmieren. In der aktuellen Version der Software (5.1.0) werden sämtliche Decoder unabhängig vom tatsächlichen Typ als "LokSound 5" identifiziert, in der Folge schlägt dann die Programmierung fehl ("Decoderdaten konnten nicht geschrieben werden"). Nun frage ich mich, ob der Programmer defekt ist, ob ich irgendetwas falsch gemacht habe, oder ob das Problem in irgendeiner Weise bekannt ist.
Folgendes habe ich bereits - erfolglos - probiert:
Ich habe den Programmer sowohl mittels dem originalen USB-Serial-Adapter, als auch an einem klassischen physischen COM-Port angeschlossen. Die grundsätzliche Kommunikation funktioniert, so kann z.B. die Fahrpultfunktion verwendet werden, um Fahrstufen und Funktionen auszulösen. Die Identifikation des Decoders und seine Programmierung funktionieren jedoch nicht.
Die Programmierung wurde mit a) dem ESU 53900 Prüfstand, b) eingebaut in einer Lok mittels Programmiergleis, sowie c) direkt mittels einer 21MTC-Trägerplatine versucht - ohne Unterschied.
An Decodern wurden mehrere LokPilot 4, sowie ein fabrikneuer, noch versiegelter LokPilot 5 verwendet. Alle Decoder wurden in der Software als "LokSound 5" identifiziert und ließen sich nicht programmieren.
CV 7 wurde stets als 255, CV 8 als 151 angezeigt. Weitere Decoderinformationen wurden nicht angezeigt.
Für die Stromversorgung wurde das originale Steckernetzteil, sowie ein Labornetzteil verwendet, ohne Ergebnis.
Die Gleisausgänge wurden probehalber vertauscht, ohne Ergebnis.
Die ältere Softwareversion 4.7.2 habe ich ebenfalls ausprobiert, ohne Ergebnis.
Das ganze wurde auf zwei verschiedenen Rechnern ausprobiert, um rechnerseitige Ursachen ausschließen zu können.
Die Identifikation des Programmers gibt folgende Werte zurück:
Mittlerweile bin ich mit meinem Latein am Ende angelangt. Daher die Frage: Kennt jemand das geschilderte Problem und eine Lösung, oder muss ich davon ausgehen, dass der Programmer defekt ist?
für den nativen COM-Port braucht man ja keinen extra Treiber, und der USB-COM-Port wurde automatisch erkannt.
Die grundsätzliche Kommunikation über die serielle Schnittstelle scheint ja zu funktionieren, sonst ließe sich z.B. die Programmerversion nicht auslesen und der Fahrpultbetrieb nicht benutzen.
einen Treiber braucht man nur, wenn man einen USB/Seriell Konverter benutzt. Schwarzabgleich hat ja geschrieben, dass es auch an einer seriellen Schnittstelle nicht funktioniert. Ich tippe eher auf die Verbindung Programmer/Prüfstand bzw. Programmiergleis. Häufige Ursache sind lockere Drähte an der grünen Schraubklemme.
danke für den Abgleich der Programmer-Versionsdaten
Die erweiterten Decoderinformationen liefern lediglich:
1 2 3 4 5
LokSound 5 CV7 : 255 CV8 : 151
Ausprobiert mit einem LokPilot 4 und einem neuen LokPilot 5.
Lese ich hingegen die CV 288 und 287 manuell über den Tab "CV lesen/schreiben" aus (Index CV 31=0, CV32=255), so erhalte ich beim LokPilot 4 "4.10" und beim LokPilot 5 "5.2".
Den FTDI-Treiber von der Webseite habe ich zuvor ebenfalls installiert - allerdings denke ich nicht, dass es damit zu tun hat, da wie gesagt auch ein nativer serieller Port getestet wurde, und der Treiber lediglich für den USB2Serial-Adapter zuständig ist. Wie erwartet hat sich durch die Installation des Treibers nichts geändert.
Verkabelung habe ich wie gesagt in zahlreichen Varianten inkl. Programmiergleis durchprobiert, ohne Ergebnis.
Wenn der Programmer von Windows richtig erkannt wurde, wird er auch im Gerätemanager mit Com erkannt. Ist dort alles okay? dann braucht man keinen weiteren Treiber
Software ist aktuell? Am besten direkt von ESU runterladen Template Pack geladen?
Gruß Götz
Lenz DCC Version 3.6, Lenz USB/Ethernet-Interface, Traincontroller Gold, Railcom mit Lenz LRC120 und Tams RCA-24/RCD-1 Rollmaterial: Roco, Fleischmann, Lima, Piko
Zitat Die grundsätzliche Kommunikation funktioniert, so kann z.B. die Fahrpultfunktion verwendet werden, um Fahrstufen und Funktionen auszulösen.
ZitatLese ich hingegen die CV 288 und 287 manuell über den Tab "CV lesen/schreiben" aus (Index CV 31=0, CV32=255), so erhalte ich beim LokPilot 4 "4.10" und beim LokPilot 5 "5.2".
Das Auslesen einzelner CV und das Ansteuern der Lok funktionieren also. Problem ist das Identifizieren des Decoders, sowie die eigentliche Programmierung - diese funktionieren nicht.
CVs einzeln auslesen/schreiben funktioniert per DCC Der Virtuelle Führerstand funktioniert per DCC bzw. MM Zum Auslesen und Programmieren des Decoders wird ein ESU-eigenes (deutlich schnelleres) Protokoll verwendet. Dieses Protokoll ist nicht so fehlertolerant wie DCC oder MM.
Die Verbindung zwischen PC und Programmer scheint i.O. zu sein. Sonst würdest Du keine Programmer Info bekommen. Also bleibt - auf die Gefahr mich zu wiederholen - nur die Verbindung zwischen Programmer und Decoder. Vielleicht ist es ja tatsächlich im Programmer selbst. Aber ohne Augenschein wäre alles Weitere jetzt nur Kaffeesatzleserei.
Du könntest mal folgendes probieren : Lokprogrammer über „ EXTRAS „ Decoder -Firmware aktualisieren.
Du schreibst, hast auch eine ältere Version probiert ( 4.7.2 )
Eine frühere Version funktioniert nur, wenn auch die FW vom Decoder passt. Also hier zuerst die FW vom Decoder anpassen. Bei jeder neuen Version der Lokprogr. SW wird auch die FW im Decoder aktualisiert. Sieht man , wenn man neue Daten in den Decoder schreibt. Ein Decoder mit neuester FW funktioniert nicht mit einer älteren Lokprogr. Version.
das Thema gab es schon mal im ESU-Forum. Damals war der LokProgrammer zu alt. Damit die neuen Decoder bearbeitet werden können, muss die Platine durch ESU getauscht werden. Kosten dafür muss man bei ESU erfragen. Schätze mal zwischen 40 bis 50EUR. http://www.esu.eu/forum/forenuebersicht/...hrieben_werden/
Gruß Markus
Gruß Markus
seit 1975 (Weihnachten) Nenngröße H0 (NEM 010), seit 1995 Zweischienenbetrieb 1-2 (NEM 620/621), seit 2002 reiner DCC-Betrieb