RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#26 von Jürgen , 30.01.2021 17:10

Moin in die Runde,

die Praxis bringt Erleuchtungen ...

Ich habe eine kehrschleife mit einem Lenz LK100 aufgebaut, einen Weichendecoder für die Weiche und drei Rückmeldepaare für die Blöcke installiert. Der Anschluss mit RocRail funktioniert. Ein paar Loks waren provisorisch schnell eingerichtet. das sieht in RR dann so aus:



Die Schleife links von den Blöcken "links" und "rechts" haben keine Überwachung und Die Blöcke zum Anhalten befinden sich direkt an allen Seiten der Weiche. Damit ist ein automatisierter Betrieb mit zwei Loks möglich. Etwas tricky ist der Einsatz des LK100. Er ist etwas langsam und die Einstellerei mit dem Poti ist auch etwas mühsam (Kurzschlussmelder). Für Loks mit großem Stromhunger muss das Modul relativ unempfindlich sein. Mit Loks, die wenig Strom verbrauchen ist es umgekehrt. Ob ich da alle unter einen Hut bekomme, weiß ich nicht. neuere Module sind da sicher besser aufgestellt. Außerdemist es etwas langssam, so dass Loks manchmal kurz zucken. Lenz hat ja jetzt das LK200 im Programm, dass rein elektronisch und damit auch viel schneller ist und keine Einstellunge mehr benötigt. Ander Fabrikate gibt es ja auch hierzu.

Das hat mich dazu gebracht, auf meiner Anlage nur dort Blöcke zu installieren, wo das Halten von Zügen erforderlich ist. Die Zwischenräume sind ja in der Überwachung auch ohne dass man exakt weiß, wo sich der Zug befindet. Die Züge zeigen sich im nächsten Halteabschnitt und erst dann wird die Fahrstraße frei gegeben. Das macht die Sache einfacher. Sinnvoll ist auch, die Polarität nicht von elektronischen Bausteinen detektieren zu lassen, sondern sie fix mit Weichenstellungen zu verbinden, falls das möglich ist.

Zuerst muss fest gelegt werden, wie die Stromversorgung aussehen soll. Bahnhöfe komplett die südliche Schiene schwarz und die nördliche rot (Weichenfelder sind dann sehr einfach) oder in Fahrtrichtung links rot und rechts schwarz (Wendeschleifen sind kein Problem mehr). Nach einigem Nachdenken lag eine brauchbatre Lösung vor mir. Maulbronn-West wird nach der ersten Methode verdrahtet. Damit ist der ganze Bahnhof problemlos und auch die Strecke nach Maulbronn macht keine Probleme. Für den Schattenbahnhof mache ich es umgekehrt. Da wären die Wendeschleifen problematisch, da hier mehrere Blockabschnitte in virtuellen Blöcken zusammen gefasst werden, damit ich die großen Längen effektiv nutzen kann. Jetzt habe ich genau 5 Stellen, an denen es zu Kurzschlüssen kommen kann: im SBF die Kreuzung links (hier wird die Stromversorgung durch die Weichen gesteuert), Die Zufahrt zum Dampf-BW (auch hier sollte eine Steuerung durch die Weichen möglich sein. Das BW gehört zum Verbindungsgleis) und das mittlere Abstellgleis für den TEE (hier ist eine Steuerung über die Weiche trivial). Und dann noch eine Auf- bzw. Abfahrt. Hier kommen wahrscheinlich Kehrschleifenschaltungen zu Einsatz. Aber ich nehme neuere, schnellere Bausteine.

Was ich mir jetzt noch überlegen muss, ist die Überwachung der Lokabstellgleise in den jeweiligen BWs. Aber das hindert mich nicht am Bauen, denn ich kann die Gleise für Melder vorbereiten. Das Dampf-BW wäre kein Problem, aber die beiden anderen, da hier mehrere Loks hintereinander abgestellt werden können. Bei einem Lokwechsel ohne Überwachung müsste ich jedes Mal von Hand die Loks eintragen. Ich glaube nicht, dass das parallel zum Automatikbetrieb funktioniert.

Den Ausgebufften unter Euch ist das ja alles bekannt, aber vielleicht haben andere Anfänger etwas davon. Die Sache ist je nach Gleisführung etwas komplex und es macht mMn Sinn, sich vorher darüber Gedanken zu machen und zu formulieren.

Das war's für heute. Bis demnächst
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#27 von Frank1969 , 01.11.2021 13:04

Hallo Jürgen,

gibt es was Neues bei Dir aus Maulbronn zu berichten?

Viele Grüße
Frank


Die Werrabahn - Bahnhof Grimmenthal:
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#28 von Jürgen , 08.12.2021 15:45

Hi Frank,

danke für dein Interesse. Wie im Maulbronn-Fred schon berichtet, braucht es noch etwas Zeit, bis ich wieder den Moba-Bau aktiv in Angriff nehmen kann. Ich habe mir beim Hausbau eine Menge zugemutet. Moba-Aktivitäten werdenaber kommen und ich werde berichten ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#29 von BlueCat , 01.07.2022 23:01

Hallo Jürgen,

bin jetzt erst auf diesen Thread gestoßen, kannte bisher nur Dein anderes Maulbronn ...

Ich denke, dass nicht-überwachte (NÜ) Abschnitte bei Rocrail nicht möglich sind, da dann die Software den Zug 'verliert'.
Wenn der Zug aus einem NÜ-Abschnitt wieder in einen überwachten Abschnitt kommt, wird er als Geisterzug deklariert.
Ich hatte anfangs auch die Idee, um Überwachungsabschnitte zu sparen, ging nicht.

Grund ist, dass die Logik ausschließlich auf Blöcken basiert und immer eine Übergabe erfolgen muss.
Der zu Grunde liegende Gleisplan ist reine Optik für den Bediener.

Auch die Übergabe aus manuell betriebenen Bereichen der Anlage in die Automatik ist daher etwas tricky.
Probier es mal im Kleinen aus, bevor Du in die große Planung gehst.

Evtl. klapppt es mit BiDi/RailCom, das nutze ich nicht.

gruß
ralf


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#30 von Jürgen , 12.01.2023 16:37

Moin in die Runde,

es gibt Lebenszeichen von mir, auch wen nder Hausbau noch nicht abgeschlossen ist ...

Ich habe mein Konzept noch einmal überarbeitet und erste Baumaßnahmen haben bereits stattgefunden. Bilder von Letzteren zeige ich später, wenn das Ganze etwas Kontur gewonnen hat. Es ist schon etwas speziell ...

Doch zunächst zum Gleisplan: M-West wurde um 180 Grad gedreht. Das hat den Vorteil, dass die steigenden Gleise in der Wendel außen liegen und somit weniger Steigung aufweisen. Diese wird einen Wert von ca. 2,2 bis 2,3 % bei einem Radius von 60,4 cm haben. Das sollte auch für längere Züge reichen. Meine Planung sieht derzeit nur ebenenfreie Kreuzungen vor. Das macht die Sicherung deutlich einfacher. Den Schattenbahnhof habe ich je nach Richtung auf 3 bzw. 4 Gleise mit Längen um 5 bis 6 m vor, die in verschiedene Abschnitte unterteilt werden. Eigentlich wollte ich mehr haben, aber ich verzichte aus verschiedenen Gründen darauf. Zum einen ist damit der Raum unter der Anlage noch als Stauraum zu verwenden und andererseits ist die Raumnutzung als Gästezimmer, Homeoffice für mich und meine Frau sowie als Übungsraum zum Tanzen noch geeignet. Ich denke, das ist ok, da bis hie alles soweit läuft, werden noch (hoffentlich) viele Jahre vergehen.

Der Abzweig nach Maulbronn-Stadt liegt jetzt an der Vorderkante und somit kann hier noch bequem an der Vorderkante rangiert werden. Die lange Paradestrecke wird ein längeres Viadukt, das wie Maulbronn-Stadt auch transportabel für Ausstellungen werden soll. Maulbronn-Stadt wird etwa zur Hälfe als Doppeldeck über Maulbronn-West schweben. Die Verbindung zwischen den beiden Bahnhöfen wickelt sich fast einmal um den ganzen Raum und hat somit in eta Vorbildlänge (ca 2,3 km entspricht 27 m in H0). Diese Strecke wird mit ca. 20 cm Tiefe nur relativ schmal und wie das Vorbild ohne größere Highlights werden. Doch dazu komme ich auch später.

Hier ist der Plan von Maulbronn-West. Die Strecken in rot gehören zum Schattenbahnhof Bretten und in grün zum Schattenbahnhof Mühlacker. beide liegen unter dem Bahnhof Maulbronn-West. Das Enztalviadukt kommt als schmales befahrbares Diorama vor und etwas tiefer als Maulbronn-West. Es kommt voraussichtlich auf Rollen, so dass der Stauraum und die Schattenbahnhöfe dahinter bei Bedarf den Zugriff erlauben.



Das Prinzip ist klassisch einfach: Es ist ein zusammengelegter Hundeknochen mit Schattenbahnhöfen an beiden Enden. Eine Paradebahnhof und die Paradestrecke über den Viadukt erlauben einen schönen Blick auf lange Zugkombinationen. dargestellt werden Züge der Epochen I Ende bis IIIa. Mit etwas Augenzwinkern geht auch IIIb bis IV, aber dann muss man darüber hinwegsehen, dass der Bahnhofkopf am linken Ende umgebaut und die Strecke elektrifiziert wurde. Links schließt ein realer Tunnel den sichtbaren Bereich ab und am rechten Ende dient eine vorhandene Brücke als Abschluss. Vmax dürfte etwa 100 bis 120 km/h sein. Die Nebenstrecke wird mit 40 km/h bedient. Evtl. darf der TEE auch mal etwas schneller fahren ...

So das war es in aller Kürze. Wenn es Neues gibt, melde ich mich.

Viele Grüße
Jürgen
An der Anlage kann man an der linken Seite umgehen und den hinteren Teil, der unter einer Schräge liegt, begehen. Es ist hoch genug, um auf einem Rollhocker sich dahinter ohne Mühe zu bewegen.


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#31 von GSB , 22.01.2023 11:19

Guten Morgen Jürgen,

jetzt hab ich's endlich mal zu nem Gegenbesuch geschafft.

Die Region ist mir ja bekannt, deshalb ist es natürlich sehr interessant zu sehen wie du es gestaltest - auch wenn es vor meiner Zeit spielt.

Deinen anderen Thread muss ich mir auch noch in Ruhe anschauen, da brauch ich aber sicherlich deutlich mehr Zeit.

Gruß Matthias


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#32 von Jürgen , 14.07.2023 14:43

So, es hat lange gedauert, aber jetzt geht es weiter.

Moin in die Runde,

ob da noch jemand mitliest ? Keine Ahnung, es ist jedenfalls Zeit, über Neues zu berichten. Nach dem ich vor einiger Zeit mit der Kehrschleife experimentiert habe, bin ich jetzt mit deutlich klarerem Zel unterwegs. Weiter oben habe ich a den (nahezu) finalen Gleisplan dargestellt. Ich habe mich aber dazu entschlossen, den Schattenbahnhof auf zwei Ebenen à 4 Gleise zu verteilen. Ich verspreche mir davon eine einfacheren Zugriff im Bedarfsfall. Also in etwa werden die roten Gleise über den grünen liegen. Was mir aber noch keineswegs klar ist, wie ich die Steuerung des sequenziellen Zugriffs auf die Züge soft- und hardwareseitig realisieren kann. Also:

Wo kommen die Melder hin ?
Wie kann ich eine zuverlässige Rückmeldung realisieren, auch wenn die Züge ungleich lang sind oder wie bei Güterzügen selber keine elektrischen Verbraucher haben ?
...

Hier lauern sicher noch einige Fallstricke. Deshalb mache ich mache jetzt meine Gehversuche in der Digitalisierung. Dazu habe ich den Schattenbahnhof in realer größe fliegend aufgebaut und mit einer Rückführung über den geplanten Viadukt aufgebaut. Zur Zeit ist ein Gleis im SBF aktiv. Der erste Schritt ist die Kalibrierung einiger Loks. Nachdem mir das mit Rocrail gelungen ist, habe ich drei Blöcke auf der Testanlage eingerichtet und demnächst mache ich mit der Blocksteuerung und dann mit den Aufstellblocks weiter. Somit hätte ich dann bereits einen Prototyp für die Schattenbahnhofsteuerung. Damit wäre ich dann bereit, für den festen Aufbau des SBF.

Softwareseitig verwende ich Rocrail, mit dem ich auch weiter machen werde, da mir das Konzept gefällt. Es ist aber nicht ganz trivial. Da ich aber aus eigener Erfahrung weiß, wie Programmierer ticken, komme ich nach ein paar Versuchen damit klar.

Hardwareseitig habe ich eine Intellibox 1 in Betrieb. Das gute Stück hat leider nur die viel geschmähte serielle Schnittstelle, die bei vielen zu spontanen Resets neigen soll. Ich kann das bisher nicht bestätigen. Trotzdem will ich im Anlagenbetrieb damit ausschließlich die Rückmeldung machen, da ich noch viele Rückmeldebausteine von Uhlenbrock besitze. Das Fahren und das Stellen der Weichen soll dann mit einer Lenz LZV 100 durchgeführt, da mir hier die Regler gefallen, die ich auch schon im Ausstellungsbetrieb eingesetzt habe. Dazu habe ich sehr günstig das USB-Interface gebraucht geschossen. Mal sehen, ob das klappt.

Hier ein Blick auf einen Teil der Teststrecke. Die 151 steht gerade bereit, kallibriert zu werden. Mit den Zügen im Hintergrund teste ich das Verhalten langer Züge. Ein TEE mit 15 Wagen ist nicht ganz trivial. Er soll später zwar so nicht laufen, auch wenn es die Anlage optisch hergibt, aber wenn ich das hinbekomme, laufen 8 bis 12 Wagen sicher. Das ist meine maximale Zielgröße, die schon jetzt sicher funktioniert. Aber das ist ein anderer Test.



Noch ein Schmankerl zum Schluss. Diesen schöne bad. IVh mit 5 Schnellzugwagen der Epoche 1 (Liliput) ist mir regelrecht zugelaufen. Ein Kollege hat ihn mir für einen Spottpreis überlassen, da er als Ep. IV-Fahrer damit nichts anfangen kann. Er hat ihn selber aus einer Hobbyaufgabe geschenkt bekommen. Auch wenn ich die KWSTE-Strecke bediene, konnte ich hier nicht nein sagen. Die Modelle sind tadellos und die Lok bereits digitalisiert. Ich gebe zu, da werde ich schwach. Und mit meinen kleinsten Radien (Roco R5) kommt sie auch zurecht.



So das sind die neuesten Infos und jetzt mache ich mich dran, noch ein paar Loks einzumessen ...


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#33 von homo mibanicus , 14.07.2023 14:50

Sicher lese Ich mit


Viele Grüsse aus Holland,
Harry

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#34 von Der Dampfer , 14.07.2023 16:33

Hallo Jürgen

Der badische Zug ist ja ein richtiger Schnapper und bildhübsch ist er auch noch Allzeit gute Fahrt und viel Freude damit. Auf die weiteren Dinge die dann jetzt von Dir kommen werden wir mit Interesse schauen. Freue mich auf neue Eindrücke aus Maulbronn und Maulbronn-West.
Beste Grüße und gerne bis später....Willi


Durch dieses Wurmloch gelangen Sie nach Neustadt am Wald in den 1950ern

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#35 von Miraculus , 14.07.2023 18:25

Servus Jürgen,
auch ich bin noch dabei

Da hast Du aber ein wahrhaft schönes Schätzchen ergattert. Das auch.

Bezüglich Rückmelder würde ich dazu tendieren, die Blöcke so groß/lang zu gestalten, so dass dein kürzester Zug gut darin Platz findet und auch anhalten kann. Ein längerer Zug belegt dann halt zwei Blöcke.

Ich geh davon aus, dass Du im RR wie bei anderen Steuerprogrammen auch, sowohl die Blocklänge, als auch Zuglänge definieren musst, damit z.B. die Weg-/Zeitbetechnung gut funzt.

Wie oben bereits angemerkt, rückmeldelose Abschnitte werden wohl auch im RR nicht funktionieren. Für problemlosen Betrieb benötigst Du eine weitgehendst lückenlose Rückmeldeüberwachung.


Gruß


Peter

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West, Lebenszeichen

#36 von Jumbo-44 , 24.01.2024 13:41

Hallo Jürgen,

auch bin noch dabei :)

Bzgl. der Blocklängen hat rocrail so seine Eigenheiten. Nach meinem Verständnis ist die Belegung von 2 oder mehr Blöcken durch einen Zug, wie von Peter angeregt, nur durch sog. "kreuzende Blöcke" möglich. Das wiederum bedeutet aber zusätzlichen Konfigurationsaufwand ("Aufstellblöcke" im Schattenbahnhof sind ein Sonderfall mit einer eigenen Steuerungslogik).
Von daher empfehle ich Dir, die Blöcke nach dem längsten Zug zu bemessen.

LG,
Mark


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#37 von Jürgen , 06.05.2024 13:35

Hallo in die Runde,

auf Grunde der Aufgabe von abload habe ich beschlossen, die Historie meiner Freds in einer pdf-Datei zu sichern. Diese habe ich im Forum in Anhang abgelegt. Wie ich weiter verfahren werde, weiß ich noch nicht, aber es wird weiter gehen.

VIele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#38 von Jürgen , 13.01.2025 13:50

Moin,

habe lange nichts mehr geschrieben. Aber ich habe viel nachgedacht und ausprobiert. Nun ja, ich habe einfach zu viele Ideen und Wünsche, die ich partout nicht unter einen Hut bekomme. Maulbronn-West habe ich abgeschrieben, obwohl der Reiz, diesen Bahnhof mit Maulbronn zu kombinieren, sehr reizvoll war. Beide Anlagen kann ich nicht stationär kombinieren, auch wenn ich viel Platz habe. Maulbronn werde ich weiterführen, aber nur als temporäre Anlage, die auf Ausstellung geht. Maulbronn-West gibt mir zu wenig her, um den Bahnhof raumfüllend aufzubauen.

Ich habe mich in der Zwischenzeit intensiv mit den württembergischen Schwarzwaldbahnen beschäftigt. Da sind die Bahnhöfe in Weil der Stadt, Althengstett an der klassischen würtembergischen Schwarzwaldbahn, aber auch die Nagoldbahn mit Calw sowie Weißenstein (siehe auch Eidsenbahnfreunde Pforzheim)oder die Enztalbahn mit Wildbad. Ich habe mir von allen Bahnhöfen einen Gleisplan geholt und Entwürfe gemacht. Am Ende blieben von den Anforderungen übrig:

- Betrieb in mehreren Epochen
- landschaftliche Gestaltung mit sichtbarer Strecke
- möglichst vorbildnahe Umsetzung
- Paradestrecke für verschiedene Züge zu verschiedenen Epochen, die nicht direkt mit der Enztalbahn in Verbindung stehen.
- Mindestradius im sichtbaren Bereich um die 2 m (gilt auch für Weichen), im verdeckten Bereich 54,3 cm (Roco R5), Hintergrund ist meine württemb. K, die bei mir scheinbar damit klar kommt.
- max. Steigung: 2 bis 2,3 %
- Kehrschleife für 2gleisige Strecke
größte Länge 9,10 m, größte Tiefe ca. 2,20 m, das Mittelteil hat eine Tiefe von ca. 1,40 m

Was kam heraus ? Vieles ist möglich, aber kneifen tut es immer irgendwo. Im Augenblick favorisiere ich Wildbad, dessen ersten Entwurf ich hier vorstelle. Reizvoll ist hierbei die zu früheren Zeiten wohlbekannte Bäderstadt, die auch königliche Zuggattungen zu sehen bekam. Daneben gibt es schwarzwaldtypische Güter, wie z.B. Holz. Der Bahnhof besitzt ein kleines BW mit Drehscheibe, die ich etwas größer als im Original gewählt habe, damit ich auch große Lokomotiven drehen kann. Ebenfalls interessant ist ein "Hosenträger" ist ein , der auch eine DKW beinhaltet und etwas Gleisbau fordert.



In rot sind die nicht sichtbaren Teile abgebildet (Höhe 0). Sie zeigen den Schattenbahnhof mit 12 Gleisen (6 in jede Richtung), die Kehrschleife und den Bogen zur Einfahrt nach Wildbad Höhe ca. 20 cm). Die dunklen Gleise sind die sichtbar und lehnen sich so stark wie möglich an das Vorbild an. Der Vorbildgleisplan ist in relativ schlechter Ausführung, damit das Bild nicht zu groß wird. Folgen wir dem ausfahrenden Zug in Richtung Westen. Nachdem er die Abstellgleise passiert hat, durchfährt er die schöne waldreiche Gegend des Schwarzwaldes und verschwindet in einem Tunnel (Vorbild wird noch gesucht), um gleich danach auf die absteigende Trasse, eine Brücke über die Hauptstrecke bis zur Einmündung (Höhe ca. 6 cm) in dieselben zu fahren. Hier besteht die Möglichkeit in Richtung Schattenbahnhof Ost oder (falls gewünscht, aber wenig wahrscheinlich) wieder nach Wildbad zu fahren. Züge aus Schattenbahnhof Ost können wahlweise nach Wildbad oder SBF-West fahren. Züge aus Richtung SBF-West fahren entweder nach SBH Ost oder über die Kehrschleife nach Wildbad. So bestehen ausreichende Fahrmöglichkeiten, um einen interessanten Betrieb zu machen oder einfach nur den Zügen zuzuschauen.

Die Anlage wird in Segmenten gebaut, damit ich sie zum Bau und ggfs. Wartung herausnehmen kann. Dabei habe ich vor, sie in zwei Reihen hintereinander aufzubauen, damit auch Wildbad als Modularrangement auf Reisen gehen kann. Die Schnittstelle an der Ausfahrt wird wahrscheinlich in Minimax-Ausführung erfolgen. Eine Fremo-Variante wäre auch denkbar, denke aber, dass die Anforderungen durch Fremo mit meinen Code 83-Gleisen nicht ausreichen werden. Interessant wäre es allemal, aber ich habe schon zuviel Gleismaterial...

Das sind derzeit noch Überlegungen und ein Feinschliff ist noch nötig. Jetzt dürft Ihr kritisieren, was das Zeug hält. Es ist ausdrücklich gewünscht. Wenn es zu einer finalen Entscheidung gekommen ist, mache ich einen neuen Fred auf.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#39 von K.Wagner , 13.01.2025 19:19

Hallo Jürgen,

ich bin gespannt auf Deine Interpretation von (Bad) Wildbad. Was mich an dem Bahnhof immer gereizt hat - seitdem ich einen Artikel darüber im Fleischmann Kurier glaube ich - kann aber auch EM gewesen sein) war die Drehscheibe am Abschluß. Leider habe ich, als wir hierher gezogen sind, schon nur noch Relikte der ursprünglichen Gleisanlagen gesehen - naja, und mit dem S-Bahn Bau wurde dann ja noch einiges entsorgt. Aber dafür kann man immer noch nach Wildbad fahren.

Am 6.1. war ich wieder in Weißenstein und habe mich an der Anlage der Pforzheimer erfreut. Lediglich - nach Bad Wildbad fuhr kein Zug....aber der Rangierverkehr in Weißentein war wieder erste Sahne! Wobei ich imer noch nicht hinter die dessen Logik gestiegen bin .
Und dann da mein Vorschlag: Wie wäre es mit dem Tunnelportal von Weißenstein? Du kannst auch einen geplanten 2-gleisigen Ausbau unterstellen, der dann - wie bei der Nagoldtalbahn - nicht erfolgt ist.


Gruß Klaus


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#40 von Jürgen , 14.01.2025 09:32

Hallo Klaus,
E
danke für Deine Antwoert. Ich war am 5. mit einen Moba-Kollegen aus dem Forum in Weißenstein. Auch da war die Logik nicht ganz klar. Aber da "nur" die Züge zur Ansicht fuhren, wundert mich das nicht.

Alle Entwürfe, die ich gemacht habe, haben etwas gemeinsam. Sie erlauben einen Betrieb nach Vorbild mit entsprechenden Mannövern. Ich habe das schon seit langem im Auge, aber erst nachdem mir bei einem Fremo-Treffen in Leonberg ein Regler in die Hand gedrückt wurde, hat es mich so richtig gepackt. Es kommt mir nicht darauf an, einen großen Bahnhof zu haben, der mich sowieso überfordert, sondern kleinere Stationen, die mit Freude betrieben werden. Da können zwischen Ankunft und Abfahrt eines Zuges schnell eine intensive Viertel- oder halbe Stunde liegen. Aber Dir muss ich das ja nicht erzählen ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#41 von K.Wagner , 14.01.2025 09:49

Hallo Jürgen,

wenn Du im badisch-württembergischen Vorbildbereich bleiben willst ist Bad Wildbad sicher (nach meinem Kenntnisstand) die optimale Lösung.


Gruß Klaus


 
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#42 von Enztalbahner , 14.01.2025 20:22

Hallo Jürgen,

ein neues Jahr, ein neuer Plan, das Jahr fängt gut an!

Zitat von Jürgen im Beitrag #38
Im Augenblick favorisiere ich Wildbad, dessen ersten Entwurf ich hier vorstelle.


insbesondere da du den Endbahnhof der auch von mir gewählten Enztalbahn ins Visier genommen hast.

Wildbad ist wahrlich ein schöner und abwechslungsreicher Bahnhof. Ich hatte ihn auch schon ins Auge gefasst, leider bietet meine kleine Hütte eindeutig zu wenig Platz für eine glaubhafte Umsetzung

Wie ich es sehe, konntest du aber den Vorbildgleisplan nahezu vollständig und mit wenigen Modifikationen umsetzen. Platz dafür hast du ja

Zitat von Jürgen im Beitrag #38
Ebenfalls interessant ist ein "Hosenträger" ist ein , der auch eine DKW beinhaltet und etwas Gleisbau fordert.


Da sind sehenswerte Details wie der Hosenträger mit der DKW, an die sich eine weitere DKW anschließt. Auch die Lage der Drehscheibe am Ende des Bahnhofs, welche Anschluss an den zwei-gleisigen großzügig dimensionierten Durchfahrlokschuppen bietet. Weiter das Gleisfeld für die Sammelung der Güterwagen und die Aufteilung der Güterbehandlung links und rechts des Hauptweges.

Und natürlich die Gebäude, allen voran das imposante EG, schließlich sollten ja auch Könginnen und Könige beeindruckt werden. Und das mit der rauschenden Enz im Hintergrund!

Zitat von Jürgen im Beitrag #38
Die Anlage wird in Segmenten gebaut, damit ich sie zum Bau und ggfs. Wartung herausnehmen kann. Dabei habe ich vor, sie in zwei Reihen hintereinander aufzubauen, damit auch Wildbad als Modularrangement auf Reisen gehen kann.


Ich bin gespannt, ob dir dies gelingt. Hat doch eine 6,3° Weiche allein eine Länge von 470 mm. Selbst auf Basis von kurzen Weichen mit einem Radius von 1450 mm sind es noch stattliche 340 mm. Da hat die Hosenträger-Kreuzweichen-Anordnung sicherlich eine Länge von weit mehr als 1 m.

Zitat von Jürgen im Beitrag #38
durchfährt er die schöne waldreiche Gegend des Schwarzwaldes und verschwindet in einem Tunnel (Vorbild wird noch gesucht)


Hier bietet das reizvolle Enztal leider kein passendes Vorbild, es gibt ja nur den einen Tunnel in Neuenbürg und dieser will mit seiner Stadtnähe nicht so recht in einen rauschenden Wald passen. Aber künstlerische Freiheiten sind ja jederzeit erlaubt

Viele Grüße vom Enztalbahner
Rainer


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#43 von djue6867 , 16.01.2025 12:48

Hallo Jürgen,

dan sach ich mal to the Club of (Bad) Wildbader and Enztalbahner endlich mal ein Thema wo ich mitreden kann

Ich kann von meiner Anlage nur sagen: Wildbad bietet wirklich eine Menge schöner Betriebsmöglichkeiten. Vorbildlich ist dabei allerdings für jemanden, der es ganz genau nimmt etwas schwierig, weil die Enztalbahn ja leider schon nach dem 1. WK im Prinzip nur noch Nebenbahncharakter hatte und Wildbad kein besonderes Frachtaufkommen; da muss man halt ein bisschen was drehen

Drei Punkte:
1. Zu den Betreibsmöglichkeiten: Was ich auf meiner Anlage gemerkt habe ist, dass Wildbad sehr ökonomisch ausgelegt ist: Alle Ladestellen und Anschließer lassen sich aus einer Richtung bedienen. Das macht es für die Bahn natürlich schön einfach und wirtschaftlich, für die Umsetzzung des Betriebes auf der Moba fehlen aber für das Salz in der Suppe ein, zwei Ladestellen/Anschließer, die von der anderen Richtung her zu bedienen sind.
2. Der Hosenträger sieht zwar schön aus, ich würde ihn aber eher weglassen: Gleis 1 am EG ist durchgehendes Hauptgleis und dazu passt m.E. nicht so recht, dass ein (königlicher) Zug durch einen Hosenträger rumpelt; da hätte ich als König mein Veto eingelegt! Wildbad hat an der Stelle ja zwei Ladegleise: Einmal dirket neben Gleis 1 das Gleis am Güterschuppen und dann daneben noch ein Gleis an einer Rampe.
3. Ein "richitges" BW hatte Wildbad ja nie, nach meinem Wissen nicht einmal einen Kohlebansen , aber eine Lokstation kann man da schon gut draus machen und bei mir hat Wildbad ja sogar noch eine Ortslok bekommen (eine württemb. T3 von Brawa)


Beste Grüße
Dirk


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#44 von djue6867 , 16.01.2025 12:54

... einen habe ich noch:

Würde sich für die "Paradestrecke" nicht anbieten die Situation bei Brötzingen, wo sich Enztalbahn und Nagoldtalbahn trennen, darzustellen? Dann wäre Dein SBH Pforzheim und Calw. (Die Königskurve bekommst Du wahrscheinlich aus Platzgründen nicht unter, oder?)


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#45 von Jürgen , 16.01.2025 18:21

Hallo Rainer,

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #42
Ich bin gespannt, ob dir dies gelingt. Hat doch eine 6,3° Weiche allein eine Länge von 470 mm. Selbst auf Basis von kurzen Weichen mit einem Radius von 1450 mm sind es noch stattliche 340 mm. Da hat die Hosenträger-Kreuzweichen-Anordnung sicherlich eine Länge von weit mehr als 1 m.



Ich habe genügend RocoLine-Material und so komme ich in Abhängigkeit des Gleisabstands mit entsprechender Kürzung der Weichen auf ca. 90 cm-1 m Länge bei einem Radius von ca. 2m. Ich freue mich auf die Anpassungen. Wie es genau aussehen wird, ist noch nicht geplant. Ich habe nur diesen Vorentwurf.

Hallo Dirk,

Zitat von djue6867 im Beitrag #43
für die Umsetzzung des Betriebes auf der Moba fehlen aber für das Salz in der Suppe ein, zwei Ladestellen/Anschließer, die von der anderen Richtung her zu bedienen sind.


Ich denke, mir reichen die Betriebsmöglichkeiten. So wenig ist das gar nicht, vor allem, wenn man die Längenausdehnungen im Auge hat. Und dann funkt ja immer wieder ein Schnellzug dazwischen oder irgendeine königliche Hoheit will auch an den Bahnsteig. König Wilhelm II von Württemberg wird bei mir auch in persona auf der Anlage weilen. Zwischen Schattenbahnhof (ost) und Wildbad liegen ca. 15 m Strecke, aus "West" sind es noch einmal gut 10 m mehr. Das bei Geschwindigkiten van ca. 40 bis 60 km/h. Dann das Umsetzen im Bahnhof und ein paar Rangiermanöver. Und dann wieder zurück. Das lässt wenig Langeweile aufkommen.

Was den Hosenträger betrifft, denke ich, dass der zu Zeiten vor dem ersten Weltkrieg vorhanden war. Aber ich bin mir da nicht ganz sicher. Jedenfalls habe ich Pläne davon. Diese sind aus der Zeit um 1843 zu stammen, also aus der Planungsphase. Andere Pläne bestätigen das. Also kommt er rein. Hoheit war mehr repräsentativ unterwegs, hatte also nur bedingt etwas zu sagen ... Einen Lokschuppen gab es schon. Es war ein zweiständiger Rechteckschuppen mit beiderseitigem Anschluss für bis zu 4 Tenderloks. Davon gibt es sogar Fotos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keinen Kohlevorrat gab, da die Loks z.T. ja auch über Nacht im Ruhefeuer gehalten werden mussten. Auf einem Plan, der allerdings nicht umgesetzt wurde, war eine mögliche Kohlenlagerung engezeichnet. Aber vielleicht ist das eine Fehlinterpretation. Wenn Du mehr weißt, bin ich interessiert.

Brötzingen habe ich mir in einer schwachen Stunde auch einmal angeschaut. Ebenfalls sehr reizvoll, vor allem mit der Königskurve. Aber da fehlt mir der Platz und einen zusätzlicher Bahnhof würde mein Layout überfrachten. Reduce to the max. Hätte ich nicht so viel Material, wäre alles noch einfacher. Deshalb die Paradestrecke, die für die "großen" Züge, auch in späteren Epochen reserviert ist. Daran habe ich einfach meinen Spaß ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#46 von Ferrovia , 17.01.2025 09:16

Hallo Jürgen,

Bad Wildbad und die Enztalbahn scheinen ja ein beliebtes Thema zu sein. Ich finde deine Vorbildauswahl auch ganz klasse. Da lässt sich gut was machen.

Was ich mir noch nicht ganz vorstellen kann, sind die Höhenverhältnisse. Von welcher Seite kommt man denn an die Anlage heran? Für mich sieht es so, dass das auf der Längsseite von Bad Wildbad ist. Aber auf welche Höhe kommt dann die Paradestrecke? Oder kannst Du von beiden Längsseiten heran?

Beste Grüße aus dem Albtal
Lars


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#47 von K.Wagner , 17.01.2025 11:38

Zum Thema Ladestellen....

Ich wollte auch viel Rangieren - Güterzüge bis 10 Achsen kann ich auf meiner Anlage unterbringen, wenn die Lok nicht zu lang ist.
Aber mit dem Zeitaufwand beim Zerlegen des Güterzuges und Zustellen der Wagen an die Ladestellen habe ich mich grottenmäßig verschätzt. Es ist ein Fulltime-Job. Und ich habe nur (!) Güterschuppen, Baywa, Kohlenhandel und Freiladegleis. Und dann noch die Übergabe (max. 3 Wagen) nach Weissenohe...
Man ist selbst bei deutlich eingekürzten Gleislängen wie bei mir eine Stunde beschäftigt. Wobei ich es mir dahingehend einfach mache, daß es einen Zug gibt, der die Wagen von Bad Hersbruck nach Nürnberg bringt - bei Einfahrt in den Schattenbahnhof wird dann der Zug nach Bad Hersbruck gestartet. Sonst wäre der Bahnhof "zu".


Gruß Klaus


 
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#48 von Jürgen , 17.01.2025 12:03

Genau das meine ich. Es gab einmal eine Karikatur des "Homo Mibanicus", in der die Entwicklungsstufen eines Mobahners beschrieben wurde.



(Dies ist eine japanische Version, also von rechts nach links zu lesen ...)

Ich befinde mich eindeutig auf dem Weg zur letzten Stufe. Und wie man es älteren Leuten nachsagt, sie seien zufriedener, gilt das für mich in Moba-Fragen auch. Vielleicht muss man das einfach hinnehmen, dass die eigenen Wünsche sich mit der Zeit verändern. Der Schritt geht von der Quantität zur Qualität. Das "Weniger" ist nicht schlechter, nur anders ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#49 von K.Wagner , 17.01.2025 16:22

Noch ein Nachsatz OOT zu Brötzingen: Den Bahnhof haben die Eisenbahnfreunde Pforzheim ja nachgebaut. Der Besuch der Anlage ist allen, die im näheren Umkreis wohnen zu empfehlen. Die Eisenbahntage kommen erst wieder Heilig Drei König 👑 nächstes Jahr, aber an manchen Sonntag ist die Anlage in Betrieb zu besichtigen.
2.3.25...


Gruß Klaus


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#50 von Enztalbahner , 17.01.2025 18:10

Hallo zusammen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #45

Ich habe genügend RocoLine-Material und so komme ich in Abhängigkeit des Gleisabstands mit entsprechender Kürzung der Weichen auf ca. 90 cm-1 m Länge bei einem Radius von ca. 2m.


Hallo Jürgen, hätte ich mir ja eigentlich denken können, dass du Roco verwendest. Steht ja in deinem Profil. Man wäre im Vorteil, wenn man lesen könnte.

Zitat von Jürgen im Beitrag #45
Was den Hosenträger betrifft, denke ich, dass der zu Zeiten vor dem ersten Weltkrieg vorhanden war. Aber ich bin mir da nicht ganz sicher. Jedenfalls habe ich Pläne davon. Diese sind aus der Zeit um 1843 zu stammen, also aus der Planungsphase. Andere Pläne bestätigen das. Also kommt er rein.

Auf den Hosenträger würde ich auch nicht verzichten, der macht was her. Irgendwo hatte ich einen Plan von 1908 gesehen, da war der schon drin. Ob dies allerdings der Realität entsprach, vermag ich nicht zu sagen.

Zitat von djue6867 im Beitrag #43
Wildbad bietet wirklich eine Menge schöner Betriebsmöglichkeiten. Vorbildlich ist dabei allerdings für jemanden, der es ganz genau nimmt etwas schwierig, weil die Enztalbahn ja leider schon nach dem 1. WK im Prinzip nur noch Nebenbahncharakter hatte und Wildbad kein besonderes Frachtaufkommen; da muss man halt ein bisschen was drehen :

Hallo Dirk, auf den Bildern von 1967 ist im Enztal einiges los, siehe Leo-Bw. Selbst auf Zwischenstationen wie Neuenbürg oder Höfen sind immer diverse Güterwagen zu sehen. Und Bilder von Güterwagen des "Haus zu Haus" sind auch zu finden.

Zitat von djue6867 im Beitrag #43
Ein "richitges" BW hatte Wildbad ja nie, nach meinem Wissen nicht einmal einen Kohlebansen , aber eine Lokstation kann man da schon gut draus machen und bei mir hat Wildbad ja sogar noch eine Ortslok bekommen (eine württemb. T3 von Brawa)

Irgendwo hatte ich ein Bild aus den 60ger / 70ger gesehen, da krauchte eine Köf II in Wildbad rum. Ob die dort stationiert war, dafür habe ich keinen Beweis gefunden.
Auf einigen Plänen ist eine Entschlackungsgrube eingezeichnet. Da sollte es mich wundern, wenn es nicht wenigsten ein kleines Kohlelager gab. Aber ein Bild dazu habe ich trotz intensiver Suche auch nicht gefunden.

Zitat von K.Wagner im Beitrag #49
Noch ein Nachsatz OOT zu Brötzingen: Den Bahnhof haben die Eisenbahnfreunde Pforzheim ja nachgebaut. Der Besuch der Anlage ist allen, die im näheren Umkreis wohnen zu empfehlen.

Hallo Klaus, naja, Nachbau ist etwas übertrieben. Der zugegeben schöne mock-up stand schon vor 25 Jahren so auf der Anlage. Seit dem hat sich wenig getan, zumindest nicht zum besseren. Hat mich wirklich enttäuscht! Aber insgesamt ist die Anlage sehenswert, da stimme ich voll zu.

Viele Grüße
Rainer


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Enztalbahn mit MiniMax – ein Fiddle-Yard für die Enztalbahn

Gebäudebau
Gebäude für die Enztalbahn – Formhauptsignale


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