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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#1 von Jürgen , 12.11.2020 15:35

Hallo liebe Moba-Freunde,

wie ja viele von Euch wissen, baue ich derzeit an dem kleinen Bahnhof Maulbronn, früher auch Maulbronn-Stadt genannt. Dieser Bahnhof wurde 1914 als Stichstrecke abzweigend von der s.g. "Westbahn" der K.W.St.E. gebaut. Da meine Wünsche noch darüber hinaus gehen und ich jetzt die räumliche Möglichkeit habe, geht es darum, eine Erweiterung vorzusehen. Dabei sollte wieder eine (nahezu) maßstäbliche Umsetzung erfolgen, bei der aber der Charakter einer Paradestrecke im Vordergrund steht. Die Idee ist hierbei, dass es zeitlich an Maulbronn anschließt, aber auch die Möglichkeit bietet epochenübergreifend einen größeren Zeitraum abzubilden. In logischer Folge fällt mir als erstes der Bahnhof Maulbronn-West ein, auf den es nun hinaus laufen wird. Das ist ein Bahnhof "im Wald", bei dem die Gebäude keine wesentlichen Änderungen erfahren haben, so dass der Betrieb sowohl in den 1920er Jahren als auch Anfang der 1950er Jahre spielen kann. Dazwischen liegen Fahrzeugtechnisch eine Menge Veränderungen. Ich nehme mir dann noch die Freiheit, kleine zeitliche "Ausrutscher" zu erlauben, auch wenn ich weiß, dass sich die Schienenlage in der Zwischenzeit verändert hat. So werden dann auch der Orientexpress vor 1914 und die TEEs der Nachkriegszeit zu sehen sein.

Der Bahnhof kann leicht verkürzt und in den Radien gerinfügig angepasste verwendet werden. An der Südseite begrenzt ein Tunnel den sichtbaren Bereich, im Norden dient eine Straßenüberführung zum Verstecken der Einfahrt in den Untergrund. Der Bahnhof selber hat in Keillage ein paar Nebengebäude und eine Bahnhofswirtschaft. Das war's. Der Rest ist Natur mit ein paar eingestreuten Szenen. Jahreszeitlich denke ich gerade daran, den farbenfrohen Herbst zu zeigen. Da meine beiden Maulbronns räumlich getrennt sind, ist eine jahreszeitliche Trennung möglich. Ein kleines Extra-Bonbon Clou am Rande ist der Schubbetrieb, der zwischen Bretten und Maulbronn-West bedient wurde.

Da jeder Modellbau mit einem Plan anfängt, fängt mein Strang zu dem neuen Teil auch bei mir mit einem Plan an. Ich habe ihn bereits im Fred über die Vorüberlegungen gepostet ("Schwarzwaldmotive"), aber da diese nun abgeschlossen sind, habe ich einen neuen Faden aufgelegt, der die künftige Entwicklungen in meiner dritten hier vorgestellten Anlage beinhaltet.

Hier ist der Plan in seiner Übersicht:



Oben ist der im wesentlichen sichtbare Teil von Maulbronn-West im Zustand bis in die frühen 1950er Jahre. Unten der Schattenbahnhof, der ca. 20 cm tiefer angelegt wird. Das Dampf-BW ist fiktiv, soll aber durchgestaltet werden, zumal sich darüber kein Deckel befindet. Auch die Einfahrt in den SBF ist bis zur Überführung der darüber liegenden Strecke durchgestaltet. Die Abstellgruppe besteht aus 3 jeweils knapp 12 m langen Gleisen, die im Automatikbetrieb gesichert sind. Vorgesehen sind Aufstellblöcke, wie sie in Rocrail verwendet werden. Die Nutzlänge liegt noch nicht fest, wird aber ca. 1,15 bis 1,61 m betragen. Damit ist eine möglichst optimale Ausnutzung bei unterschiedlichen Zuglängen mögich. Der SBF kann aus beiden Richtungen von Maulbronn-West angefahren werden. Deshalb hat er auch den Namen Bretten- (in nördlicher Richtung) Mühlacker (in südlicher Richtung) erhalten. Abstellmöglichkeiten ist für alle Loktypen gegeben, so dass eine Entnahme von Fahrzeugen mit dem "Finger-Kran" weitgehend begrenzt ist. Dazu kommen auch Abstellmöglichkeiten für einen Bau- und einen Hilfszug. Die Weichen konzentrieren sich an zwei Stellen, so dass die Elektrik konzentriert werden kann. Die Einfahrt in den SBF bleibt sichtbar, die Abstellgruppe ist hinter der Brücke verdeckt. Letztere wird abnehmbar werden. Hier ist die Idee, den Bietigheimer Viadukt (https://www.google.com/search?source=uni...iw=1760&bih=860) maßstäblich zu bauen. Er hat eine ähnliche Länge wie mein Rosental-Viadukt. Über die Baumethode mache ich mir noch Gedanken.

Die gesamte Anlage hat eine Länge von 9,15m und eine Breite von ca. 1,3 m in den Wendeln. Minimalradius ist R4 (Roco Line) im verdeckten Bereich und R9 im sichtbaren (BW, Einfahrt Schattenbahnhof) und R20 im Bahnhof. Die maximale Steigung wird bei einem R4 ca. 2,5% betragen. Das ist derzeit noch die Achillesferse, da ich nicht weiß, ob die Loks das bei Zuglängen von 9 maßstäblichen D-Zugwagen (evtl. bis 15) bzw. Güterzügen bis ca. 4,5 m schaffen. Hier kommt es auf einen Versuch an. Weiterhin versuche ich, die Ablage in Modulen zu bauen, so dass sie transportabel ist. Aber da bin ich mir nicht sicher, da auf 2 Ebenen eine Menge Fallstricke lauern.

Als erstes steht also der Schattenbahnhof an, der auch als Versuchsstrecke für die PC-Steuerung dient. Hier unten will ich (möglichst) keine Unfälle. Durch eine simple Kehrschleife kann ich das bequem und ausgiebig testen. Dann stehen die Wendeln an. Aber auch "Maulbronn" wird noch weiter gebaut und noch vielen großen und kleinen Dinge am Haus und im Garten und die "Sommerhobbys und und und ...

Wer jetzt denkt, mir könnte langweilig werden, ist nicht zu retten

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#2 von KaBeEs246 , 12.11.2020 16:53

Hallo Jürgen,

nimm mich mit auf die Zeitreise! Und wenn es sich nur langsam entwickelt, um so besser. Muss ich nicht so viel lesen.

Gruß von Ruuhr und Nette nach Maulbronn
Hans


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#3 von SCPro , 12.11.2020 17:10

Hi Jürgen,

bin dabei und freue mich 'drauf!

Der Gleisplan sieht ja schonmal vielversprechend aus

PS: Werde dann auch bald mal etwas von meiner Anlage vorstellen, wie versprochen... ops:


Gruß, Sandro
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#4 von Jürgen , 12.11.2020 18:32

Hallo Ihr Beiden,

Ihr habt Euch Euren Platz in der 1. Klasse reserviert...

Ich habe eine kleine Stellprobe gemacht, ob die Weichenstraße auf eine Standard-Sperrholzplatte (1,60 x 0,60 m² passt. Sieht gut aus:



Somit sind hier mit einer Ausnahme, die sowieso auf ein anderes Brett kommt, alle Weichen des linken SBF-Kopfes auf einem Brett. Eine kleine Erweiterung ist im Bereich der E-Loks erforderlich und einfach möglich. Alle Weichen sind sehr gut zugänglich, da auf der oberen Ebene hier kein Brett ist bzw. ein Brett ohne Technik leicht herausnehmbar gemacht werden kann. Die E-Lok-Standplätze habe ich etwas erweitert.

Die drei rechten Anschlüsse führen in das Dampf-BW. Die vier linken gehen kreuzungsfrei auf Strecke, je 2 für die linke und die rechte BHFs-Einfahrt Maulbronn-West. Das Gleis mit dem Kranwagen steht für das Hilfs- oder Bauzug-Gleis.

Von der anderen Seite sieht das so aus:



Die dre linken Gleise führen in einem langen Bogen auf die drei rechten Gleisstutzen und bilden den langen Schattenbahnhof. DAs mittlere Gleis führt in die Abstellgruppe für Triebwagen und Dieselloks.

Für mich ist es ein großer Vorteil, dass nahezu alle Weichen des Untergrunds an einer Stelle konzentriert werden. Alle Weichendecoder finden hier ihren Platz. Die Verdrahtung wird stark vereinfacht.

Eine Frage an Euch: Ich habe für diesen Bereich Rocoline-Weichen mit Bettung und Bettungsantrieben vorgesehen. Welche praktischen Erfahrungen habt Ihr mit diesen Antrieben, vor allem bez. der Haltbarkeit gemacht ?

So das war's für heute.
Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#5 von SCPro , 12.11.2020 18:53

Hallo Jürgen,

mußte mich - ob des ganzen modernen "Geraffels" - erstmal orientieren; ne, sieht jut aus. Bzgl. des Roco-Weichenantriebs kann ich nichts beitragen, da ich nach Trix-Express nur Conrad und Tillig (motorisch, I. und II. Gehäuseform) im Einsatz hatte und habe, dabei ist mir noch niemals ein Antrieb kaputt gegangen oder anderweitig ausgefallen.

Wie stark ist das Sperrholz/Multiplex geplant? Hier hatte ich bei meiner vorigen Anlage zu Anfang einige Probleme mit Verwindungen, da ich das Material nicht stark genug gewählt hatte.

Den "Weichen-Teil" willst Du wahrscheinlich ja eh' von vorne nach hinten klappbar bauen, wg. Anschluß und Wartung? Würde ich auch empfehlen.

Da Du/ihr ja jetzt "angekommen" seid, brauchts natürlich keine Module; dennoch würde ich zumindest Teile der Anlage von Anfang an - später kaum mehr möglich - herausnehmbar planen, z.B. um diese später - in wahrscheinlich gar nicht all zu langer Zeit - z.B. vom Staub zu befreien. Ist aber, wie Du schon richtig sagst, ein erheblicher Mehraufwand.

Wie auch immer Du dich entscheidest, viel Spaß beim Neustart und gutes Gelingen!!


Gruß, Sandro
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#6 von Der Dampfer , 12.11.2020 19:06

Hallo Jürgen werter Eisenbahn Epochen Springer

Nun ist es also endlich soweit .Das Haus ist fertig und wurde nur aus einem Grunde so groß gebaut ,dass man eine 9 Meter Anlage hinein bekommt
Da ja bisher erst zwei Kollegen geschrieben haben ,werde ich wohl mit meiner dritten Wortmeldung noch einen Platz im 1. Klasse Coupe bekommen, hoffe ich.
Du hast dir ganz schön was vorgenommen.
Die Beschreibung deines Bauvorhabens liest sich nicht so ganz einfach.
Man muss schon zweimal durchstöbern um alles zu begreifen.
Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass hier eine sehr interessante Anlage entstehen wird ,die betrieblich und epochenmäßig viele schöne Schmankerl zeigen dürfte.
Bin mal gespannt wie du die Sache an gehst. Ich bleibe auf jeden Fall dabei und hoffe auch dass hin und wieder natürlich etwas Schweinkram dabei ist, sonst wäre es ja langweilig .Dann können auch Epoche 1 Züge von Maulbronn nach Maulbronn West fahren und begegnen da einem schweren Erzzug mit zwei E140ern.
Na wenn da mal kein Wurmloch und Zeit Experimente mit am Start sind
Beste Grüße ,viel Glück für den Start und gerne bis später sagt Willi


Durch dieses Wurmloch gelangen Sie nach Neustadt am Wald in den 1950ern

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#7 von Jürgen , 12.11.2020 21:12

Hi Sandro,

ich will mit Sperrkolz bauen und bei einer Breite von 60 bis max 80 cm gehe ich mit Unterstützungen und Rahmen von 9 mm aus. Du hast Recht, ich bräuchte sie nicht modular zu bauen, aber es ist ersten bequemer mit einzelnen Modulen zu arbeiten und ich will mir die Möglichkeit offen halten, transportabel zu bleiben. Die einzelnen Module können aber auf Dauer fest mit der Tragkonstruktion verschraubt werden, damit auch mögliche Verwerfungen minimiert werden. Das Raumklima ist jedenfalls dank einer sehr guten Heizung mit Belüftungssystem sehr konstant. Alles beste Voraussetzungen.

@Willi: Du hast immer einen Platz in der Fürstenloge bei mir. Die muss ich aber erst noch bauen. Aber ich habe ja bereits einen königlichen Salonwagen. Seine Hoheit König Wilhelm II. von Württemberg (nicht zu verwechseln mit dem Kaiser Wilhelm II oder dem dem Dampfwilhelm ;- hat bei mir bereits Quartier bezogen (https://www.google.com/search?source=uni...iw=1760&bih=860). Du siehst, für Dich nur die beste Gesellschaft.

Du hast es erfasst, ich habe das Haus um die Anlage herum gebaut. Aber wenn Du glaubst, es sei fertig irrst Du. Es bleiben noch Dinge übrig. ICh habe das "Projekt Haus" in einen "Prozess Haus" umgewandelt. Das nimmt mir den Druck und ich kann auch einmal etwas anderes machen. Es stimmt, es sind ein paar Spezialitäten vorgesehen. Ich denke, die untere Etage besteht aus einem "3D-Rahmen", der auf den Ikea-Regalen aufliegt. Der Schattenbahnhof wird dort hinein gelegt und die Teile untereinander verschraubt. Der Rahmen umfasst aber auch die Tragkonstruktion der oberen Etage (deswegen 3D), in die dann dort die Module oder besser gesagt Segmente, eingelegt werden. Somit ist die Anlage ohne Zwängung in seinem Traggerüst.

Soweit die Grundidee, alles weitere wird man sehen. Es ist noch nicht alles bis zuende gedacht. Was den Betrieb betrifft, habe ich nicht vor, die Zeiten durch ein Wurmloch aufeinander prallen zu lassen (hier ist alles Wurmlochfrei ...). Darüber hinaus habe ich keine zwei E 40, nur eine, dafür aber eine E 94 und noch besser zwei 44er und eine 43er. Der Erzzug (18 OOtz 42 ) steht kurz davor beladen zu werden. Er ist für den Erztransport von Duisburg nach Linz gedacht. Keine Ahnung, ob es den gab, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit dafür. Ich werde berichten.

Bleibt noch der "Schweinkram". In "Maulbronn" habe ich die Idee verfolgt, typische Zeitszenen in das Modell einzuarbeiten. Ich möchte ähnliches auch in Maulbronn-West weiter führen. Diu hast mich gerade auf die erste Idee hierfür gebracht. Ich werde einen Schweinehirt mit einer kleinen Rotte in den Eichenwald schicken und wehe er lässt die Schweine nicht in Ruhe ...!

So genug geplappert. Unten wartet ein Gläschen Wein darauf, näher betrachtet zu werden. Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#8 von Miraculus , 14.11.2020 22:13

Hallo Jürgen,

jetzt war ich zu spät noch im anderen Thread zu antworten ops: . Ich geb's zu, ich hab einige Zeit gebraucht, um hinter dein Konzept im Schattenbahnhof zu steigen.
Das ist ja ein Mordsprojekt, Respekt mein Herr, das

Sodele, nun meine Gedanken dazu:

1. Der bisherige Bahnhof Maulbronn um 1920 schließt sich links an die Anlage an, so richtig? Hast Du da echt noch soviel Platz in deinem Raum, weil der ist ja jetzt auch nicht gerade klein.
2. Zu dem Anschluss hast Du im Plan Kulisse eingetragen. Wie soll die aussehen? So wie die Gleise liegen könnte das etwas eng werden, oder nicht?
3. Da ich ja die Örtlichkeit kenne, wie wär's mit folgendem Vorschlag? Du weitest den Raum zwischen der Stichstrecke und der Hauptstrecke ein klein wenig auf, um etwas Geländetopografie, so eine Art Wall, dazwischen platzieren zu können. Die Stichstrecke legst Du dann in eine Kuhle, so wie in der Realität auch, welche mit allerlei Bäumen und Sträuchern bewachsen ist. Wenn da dann ein Schienenbus, oder kleine Dampflok so zwischen den Bäumen dahinhuscht hat das was, finde ich.
4. Oder Du setzt die Zufahrtsstraße zwischen die beiden Strecken, genau so, wie es heute ausschaut.
5. Dann könntest Du im Bereich des EG Maulbronn-West auch schön den Bahnübergang einbauen, so wie er heute noch existiert, über welchen der Weg in den Wald/Forst führt. Hier mal ein aktuelles Bild von meinem letzten Spaziergang dort. Passend zur Epoche in schwarz-weiß



Mittig im Bild führt die Straßenzufahrt in Richtung der L 1132 und B 35-Auffahrt. Bei den Gebäuden rechts im Bild führt der Bahnübergang in den Wald, wie angesprochen.
6. Das mit der Brücke hört sich interessant an. Aber wie lang wird die denn? Es ist auf den unbemaßten Bildern etwas schwer abzuschätzen, aber ich denke, 3 Meter sind da nix, oder? Wird die dann nicht zu schwer, wenn sie herausnehmbar sein soll?
7. Das Dampf-BW gefällt mir so und an dieser Stelle gar nicht. Sieht aus wie ein etwas ungewollter Appendix. Sorry für die harschen Worte, aber Du hast's so gewollt.
8. Wäre es platzmäßig nicht machbar, dies in der oberen Ebene in nördlicher Richtung Bretten anzubinden, so wie es im Original vermutlich auch war? Im Bereich der eingezeichneten Kulisse zweigt ja schon ein Gleis ab. Da könntest Du doch ein abnehmbares Modul mit dem Dampf-BW anschließen/einsetzen, welches zudem die Wendel verdeckt.
9. Der Lokschuppen könnte sich dann schön an die abschließende Straße, bzw. Verlängerung der dort geplanten Brücke anschmiegen.
10. Allerdings fällt mir da gerade die Eingriffstiefe auf, welche bei den Wendeln jetzt schon über einem Meter liegen dürfte. Da bräuchtest Du im Havariefall wirklich lange Arme.

Das waren nun meine Gedanken zu deinem Plan, der mir wirklich gut gefällt. Ich stelle mir da jetzt die Weitläufigkeit und beruhigende Wirkung des Waldes vor, welcher hinter den Gleisen beginnt.


LG


Peter

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#9 von Jürgen , 15.11.2020 17:31

Hi Peter,

danke für Dein Interesse. Schön, dass ich Dich ein wenig zum Nachdenken gebracht habe.

Zu Deinen Gedanken:

1. Maulbronn ist räumlich getrennt und liegt als Zunge im Raum z.T. vor der bestehenden Anlage. Die Zufahrt geht von Maulbronn-West bei mir vor dem Fenster, evtl. mit einer Schleife über dem Schreibtisch nach Maulbronn. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Hier ist ein Übersichtsbild.



Rechts unter der Schräge liegt Maulbronn-West, links ist Maulbronn. Die Ausfahrt aus Maulbronn_West in Richtung Maulbronn geht rechts hinter der Kulisse in den verdeckten Bereich, macht einen Viertelkreis und kommt vor dem Fenster heraus. Links daneben liegt ein weiteres Fenster. Vor den Fenster ist eine Rinne aus transparentem Acryl oder sehr schmale Module vorgesehen. Dort geht es nach einiger Strecke in eine halbe Kehre und nach Mailbronn. Streckenmäßig kann das insgesamt bis zu 20 m zwischen Ausfahrt West und Maulbronn werden. Das wäre fast die Originallänge. Aber das ist in der Priorität weit hinten. Derzeit kann der Stadtbahnhof mit dem FY betrieben werden, den Du auch von der Ausstellung kennst.

zu 2. Die Kulisse wird ca. 10 cm vor der Wand installiert. Der Zug nach Maulbronn verlässt wie im Vorbild den Bahnhof, steigt etwas in der Strecke, biegt leicht nach links hinter die Kulisse. Die Kulisse hat hier einen Durchbruch, der durch Wald versteckt wird. Dann geht es hinter der Kulisse um die Ecke. Um die Zuggriffsmöglichkeit zu erhalten, denke ich daran, in diesem Teil die Kulisse abnehmbar zu machen. Die Strecke nach Bretten mit der Bahnhofszufahrt verläuft vor der Kulisse und verschwindet nach der Straßenbrücke hinter dem Aschberg.

zu 3. Die Idee ist gut und so ähnlich mache ich es mit der Kulisse. Das Problem ist die Strecke nach Bretten. Die müsste etwas weiter nach vorn was dann den Bhf Maulbronn weiter in den Raum schiebt. Das will ich aber nicht, da es mir dann im Raum zu eng wird.

zu 4. Die Zufahrtsstraße ist vorgesehen.

zu 5. so soll es werden. Die Häuser bilden dann den Abschluss mit Bäumen links und rechts. Kennst Du das Diorama von Siegfried Strobl ? Es wurde im EJ 03/2004 beschrieben. Ich habe leider kein eigenes Bild zur Hand. In diese Richtung wird es gehen, wobei er eine früheren Zustand zeigt.

zu 6. Die Brücke hat maßstäblich eine Länge von ca. 3,3 m. Wenn Du mein Modell Rosental kennst (viewtopic.php?f=64&t=83051&p=985230&hilit=rosental#p985230), kannst Du die Dimensionen erahnen. Bietigheim hat fast die gleiche Länge, ist aber höher. Dieser Part wird auch nur ca. 20 bis 30 cm breit. Dieses Diorama soll auf jeden Fall für Ausstellungen geeignet sein. Zuhause wird es in Form einer hängenden Schlucht gebaut( vor das Regal im Vordergrund rechts). Mein Vorteil ist der, dass ich den Schattenbahnhof vom Rosentalviadukt weiter verwenden kann. Unter der Brücke könnte ein historische Pferdemarkt aus der Epoche 1 gezeigt werden.

zu 7. bis 10. Das BW liegt eine Etage tiefer als West und ist räumlich getrennt. Die Idee ist hier eine Abstellmöglichkeit für Loks zu haben, ohne den sonst erforderlichen "Schubladenverkehr". Im Originat gab es in West kein BW, sondern nur eine Wendemöglichkeit für Schubloks. In meinen Plänen von 1948 gibt es nur ein Abstellgleis. Früher muss es einmal eine Drehscheibe gegeben haben. Das war wahrscheinlich eine eher kleine Scheibe, vielleicht sogar baugleich zur Scheibe in Bretten. So etwas habe ich vor, zu installieren, aber im Plan nicht gezeichnet. Hier käme vielleicht die kleine Scheibe von Fleischmann zum EInsatz, die motorisiert und aufgepeppt werden könnte. Wer hat schon Schubbetrieb in Epoche 1 ? Das geplante BW wird abnehmbar werden. Maulbronn kommt übrigens auf Rollen, so dass man gut an die Anlage West heran kommt.

Weitläufigkeit ist für mich das Entscheidende und die bekommt man mit der Maßstäblichkeit. West wird etwas kürzer als die maßstäbliche Umsetzung, aber ich denke, dass ist nicht tragisch. Aber ob die Anlage im Herbst wirklich beruhigend wirkt ? Rot-, Gelb und Grüntöne geben der Sache ziemlich viel Lebendigkeit. Mal sehen, so weit ist es noch lange nicht.

Viele Grüße und einen schönen Restsonntag.
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#10 von Frank1969 , 16.01.2021 09:32

Hallo Jürgen,

gefunden und abonniert!
Mir gefällt dein Projekt sehr gut und bei der Länge von 9m kam auch ein gewisser Neid auf Deine Planung verspricht einen interessanten Fahrbetrieb. Mit den Ivar sieht dein Unterbau auch sehr wohnlich aus und das Ikea die Schubladen aus dem Programm genommen hat, ist eine Sünde! Ich hoffe, sie auch bei Kleinanzeigen irgendwann für mein Büro zu ergattern. Das kann ich von meinem Sten nicht so ganz behaupten. Aber ich zumindest noch größtenteils das alte stabile!
Eine Sache würde ich an deiner Stelle noch überdenken, damit Dir nicht das gleiche passiert wie mir. Ich habe im Schattenbereich größtenteils Roco Line R5 und R6 verbaut. Allerdings bei der mittleren Wendel aus Platzgründen auch den R4 benutzt. Die „böse“ Überraschung kam mit meinem Neuzugang: eine württembergische K. Sie schafft den R4 nicht. Ich wußte es zwar vorher, dass es da Probleme geben könnte, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie ist nun leider gestorben. Auch der R5 macht etwas Probleme bei den Kolbenschutzrohren, aber da bin ich bereit, sie minimal zu verbiegen. Die württembergische K, welche ich von Lokhenry bekommen habe, ist ein Gedicht und sie passt gut in dein Konzept. Deshalb würde ich den Einsatz des R4 nochmal überdenken, falls sie irgendwann mal zu Weihnachten in dein BW überstellt wird.

Der Wolfgang „KPEV“ stellt Epoche 1 Stahlschwellenroste für Weichen her. Das Ganze klingt sehr interessant und er hat mir tolle Photos geschickt. Wäre das nichts für dich? Code 70 ließe sich dann mit NEM Radsätzen benutzen.

Ebenso wie bei dir, will ich durch Grimmenthal auch mal den TEE oder die V200 oder eine Epoche 2 BR05 fahren lassen. Ich habe mir deshalb schon ein Preiser-Filmteam gekauft, um die „altmodische“ Kleidung sinnvoll zu begründen

Viele Grüße
Frank


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#11 von Jürgen , 17.01.2021 13:12

Zitat

Eine Sache würde ich an deiner Stelle noch überdenken, damit Dir nicht das gleiche passiert wie mir. Ich habe im Schattenbereich größtenteils Roco Line R5 und R6 verbaut. Allerdings bei der mittleren Wendel aus Platzgründen auch den R4 benutzt. ....

Der Wolfgang „KPEV“ stellt Epoche 1 Stahlschwellenroste für Weichen her. Das Ganze klingt sehr interessant und er hat mir tolle Photos geschickt. Wäre das nichts für dich? Code 70 ließe sich dann mit NEM Radsätzen benutzen.



Hallo Frank,

vielen Dank für Deine Hinweise. Mein Problem ist, dass ich an den Enden relativ wenig Platz in der Breite habe und den R4 als Minimalradius verwenden möchte. Die K ist natürlich eine höchst interessante Lok, aber auch nicht ganz billig. Ich gehe davon aus, dass Du die von Trix hast. Es gibt ja noch die etwas betagtere von Rivarossi.

Ich habe in den Jahren so viel Zeug angehäuft, dass ich mir eigentlich keine neue Lok kaufen wollte. Bei der K könnte ich schwach werden, aber nich für 400+ € ... Ich denke noch einmal darüber nach, obwohl die Planung schon steht.

Ich fahre mit Rocoline und möchte dabei bleiben. Meinen Bahnhof habe ich ja auch schon mit Holzschwellen gebaut und daran werde ich nichts mehr ändern. Auch habe ich schon einiges an Gleismaterial gesammel, so dass ich hier auch nichts mehr ändern will. Hast Du eine Idee, ab wann bei der k.W.St.E. Holzschwellen verwendet wurden ? Die Stichstrecke nach Maulbronn waren bis zum Schluss Stahlschwellen eingebaut.

Aber ich sehe nicht die Frage, wlche Schwellen verbaut wurden, im Vordergrund. Das ist schon sehr speziell. Mir geht es viel mehr um die Darstellung der zeittypischen Gegebenheiten. Da habe ich noch eine Menge Ideen ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#12 von Frank1969 , 17.01.2021 14:19

Hallo Jürgen,

Zitat


Ich habe in den Jahren so viel Zeug angehäuft, dass ich mir eigentlich keine neue Lok kaufen wollte. Bei der K könnte ich schwach werden, aber nich für 400+ € ... Ich denke noch einmal darüber nach, obwohl die Planung schon steht.




das waren auch meine Worte...aber bei manchen werde ich doch schwach Insgesamt habe ich auch mehr als genug Loks. Lediglich meinen Bestand an Wagen will ich noch aufstocken. Aber das hat Zeit. Es übrigens die K von Märklin/Trix mit extra eingebauten Sound von Lokhenry. Der Mann ist in diesem Bereich ein Genie im Bereich Lokumbauten! Es ist jedesmal toll seine umgebauten Modelle bei ihm auf dem Dachboden zu sehen.

Soviel ich weiß hat man in Preußen damals in Epoche 1 sehr viele Stahlschwellen verbaut. Auch um die heimische Stahlindustrie anzukurbeln. Hast du den Württemberg Report vom Eisenbahn Journal? Dort ist ein Photo von ca.1900 vom Bahnhof Feuerbach. Beim Bahnhof werden zum Zeitpunkt der Aufnahme die Bahnsteiggleise erneuert und auf den Bahnsteigen liegen viele Holzschwellen gestapelt. Ob die Holzschwellen alt oder neu sind ist für dich eigentlich egal. Das Bild zeigt, dass Holzschwellen verwendet wurden! Die Schwellen auf dem sind so dermaßen krumm und schief...das ist unglaublich Ich muss beim Anfasen meiner Holzschwellen keine Sorgfalt walten lassen
Auf einigen anderen Bildern kann ich eindeutig Holz- und Stahlschwellen erkennen. Es wurde also beides zeitgleich verwendet.
Ansonsten kann ich dir auch rechtefreie über den Eisenbahnbau aus dieser Zeit schicken. Schreib mir Interesse einfach eine Email.

Viele Grüße
Frank


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#13 von Barbara13 , 17.01.2021 18:59

Hallo Jürgen,

der Gleisplan ist klasse.Tolle Bahnsteiglänge. Nur das Dampf-BW im Schattenbahnhof habe ich nicht so recht verstanden ... was hat es damit auf sich? Nur um Loks abzustellen ist die Sache doch etwas aufwendig, oder?


Viele Grüße

Michael

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#14 von Jürgen , 18.01.2021 12:17

Hallo Michael,

für den Gleisplan und die Bahnsteiglänge bin ich nicht verantwortlich, das macht das Vorbild ... Im Ernst, ich bemühe mich um Maßstäblichkeit, auch was Längen und Breiten betrifft. Etwas musste ich im nördlichen Gleisvorfeld verdichten und die Radien etwas vergrößern (SIC), aber der Rest soll weitgehend vorbildgetreu sein.

Als ich vor ca. 25 bis 30 Jahren die ersten Ausstellungen besucht habe, war ich fasziniert über die Längen, die die Modulanlagen der Verein aufstellen konnten. damals habe ich beschlossen, möglichst maßstäblich zu arbeiten. Erstes Ergebnis war Anfang der 200er Jahre der Rosentalviadukt meiner Heimat, Damals war man noch weit entfernt, Lasercut oder 3D-Drucker einzusetzen. Mir war es auch immer wichtig, das bastlerische in den Vordergrund zu stellen. viewtopic.php?p=885394#p885394

Maulbronn ist bis auf ein paar kleine Anpassungen maßstäblich Und so soll es auch in Maulbronn-West werden. Ich brauche Dir ja nichts über die Wirkung von maßstäblichen Fahrzeugen mit maßstäblicher Geschwindigeit in maßstäblicher Landschaft zu erzählen. Das finde ich Klasse.

Das Dampf-BW ist, wie auch die Abstellmöglichkeiten von Diesel und E-Fahrzeugen, fiktional und gehört zum SBF. Ich möchte das Rollmaterial später so wenig wie möglich anfassen. Aber gerade das Dampf-BW möchte ich wegen des Reizes auch durchgestalten. Das passt auch, da es eine "Etage" tiefer ohne Überbau sichtbar bleibt oder leicht abnehmbar sein wird. So kann ich den Fahrzeugwechel "unter Tage" bewältigen. Für ein Vorbild-BW ist aber nicht genug Platz. Der Aufwand schreckt mich nicht, da es wahrscheinlich meine letzte Anlage sein wird. Da darf der Bau ruhig lange dauern, der Weg ist das Ziel ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#15 von K.Wagner , 18.01.2021 12:31

Hallo Jürgen,

bin gerade erst über den neuen Thread gestolpert (vom Alten irgendiwe her...). Das wird sicher ein tolles Stück - und es liegt sicher auch ein tolles Stück Arbeit vor Dir. Viel Erfolg.
Und vielleicht treffen wir uns in Maulbronn - West, wenn Du eine Ortsbegehung machst. Ist ja eine meiner Zwischenstationen auf dem Heimweg von der Arbeit - wenn ich die "Südroute" via Maulbronn einschlage (kommt immer auf den Wind an ). Auf der Nordroute "kontrolliere" ich immer, wieviele Wagen in Gochsheim zugestellt wurden - bei Refratechnik. Regel sind 21 4-achser....und ab und an kann man der AVG beim Rangieren zuschaun.

Wenn Du einen persönlichen Wunsch von mir erfüllen kannst: Im Hintergrund über der Wendel (links im Gleisplan) den Maulbronner Weinberg anlegen. Und rechts könntest Du die Anlage doch im alten Maulbronner Tunnel verschwinden lassen .
...jaja - ich weiß ....Ratschläge kommen immer von Leuten, die sie nicht umsetzen müssen


Gruß Klaus


 
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#16 von Gerstelfluh , 18.01.2021 14:02

Hallo Jürgen!

Eine tolle Kombination der beiden Epochen und Anlagenteile. Ich freu mich drauf!

LG
Dominic


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#17 von Jürgen , 18.01.2021 14:39

Danke für Rückmeldungen ...

@Klaus: Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin, melde ich mich. Was die Gestaltung betrifft, kann ich Dir deinen Wunsch nicht erfüllen. Es ist bereits fest vorgesehen ... Ich möchte den Bereich zwischen der Straßenbrücke und dem Tunnel darstellen. Mal schauen, ob ich Infos finde, wie die Brücke früher aussah. Sollte Dir etwas bekannt sein, was für mich im Kontext mit den beiden Bahnhöfen interessant sein könnte, melde Dich bitte. Insbesondere die schon lange nicht mehr vorhandene Drehscheibe aus dem Schiebebetrieb. Der Weinberg wird die Wendel verdecken.

@Dominic: ich möchte eigentlich drei Epochen zeigen. Aber Anfang der 1950er Jahre wurde der Bahnhof umgebaut und elektrifiziert. Der Umbau ist natürlich nicht möglich, aber vielleicht bereite ich eine Elektrifizierung vor, die dann aufgesteckt werden kann. Was mir gefällt, ist die Entwicklung des Verkehrs, insbesondere des Schnellzugverkehrs. Vom alten Orient-Express vor dem 1. Weltkrieg bis zum TEE der 1970er Jahre. Es ist spannend, die Fahrzeuge nebeneinander zu sehen. Was vor über 100 Jahren Staunen ausgelöst hat, ist im Vergleich zu heutigen Fahrzeugen schon recht bescheiden. Aber das sind bisher nur Träume ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#18 von K.Wagner , 18.01.2021 21:44

Hallo Jürgen,

ich bin voll zufrieden....
Leider kann ich Dir mit Details kaum dienen, da ich ja "Zuagroaster" bin und erst seit gut 20 Jahren hier lebe. Das einzige, was ich mitbekommen habe, war der Ausbau des westlichen Überholgleises (Fahrtrichtung Mühlacker) und die Nutzung des Ladegleises nach den großen Stürmen (Lothar, Wibke). Das führte dazu, dass ich den Eaos meines Ältesten mit Stammholz beladen habe (Goldrutenstengel aus Maulbronn West, soweit ich mich erinnern kann).

Eine gute Quelle war damals Herr Pritzl, ein Niederbayer, der FDL in Mühlacker war und dann in Maulbronn gegenüber dem Kloster ein Modellbahngeschäft hatte. Er war bis zu seinem Ruhestand mein "Stammladen", erst danach bin ich zu Schmid und Bahnhöfle gewechselt.

Aber frage mal beim Modellbahnclub in Mühlacker nach, da sind noch einige "Bahnerer", die in der Historie der Strecke bewandert sind. Leider gibt es dieses Jahr keine Fahrtage


Gruß Klaus


 
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#19 von Jürgen , 25.01.2021 19:48

Hallo Freune des Modellbaus,

ich möchte mit Euch heute ein Thema diskutieren, dass aktuell bei mir ansteht. Hier ist nun der endgültige Gleisplan:



Oben seht Ihr den SBF und unten den weitgehend sichtbaren Teil der geplanten Anlage. Ich habe jetzt einen Teil des Unterbaus des Schattenbahnhofs fertig zum Belegen mit Gleisen. Um den Schattenbahnhof, und nur um diesen, soll es jetzt gehen. Er ist so aufgebaut, dass beide Seiten des Bahnhofs Maulbronn von einer Seite in den SBF führen. Die Kreuzung links sortiert die Gleise so, dass die beiden einfahrenden Äste unten und die ausfahrenden Äste oben liegen. Eine niveaufreie Trennung bekomme ich nicht hin. Die einfahrenden Äste können auf drei sehr lange Abstellgleise geführt werden, die im rechten Bereich als Wendeschleife ausgeführt sind. Dort liegen noch 5 weitere kurze Abstellgleise. Das Gleis in der Mitte ist für den VT 11.5 als Wendezug vorgesehen. Um Triebfahrzeuge vorzuhalten, ist ein Dampf-BW mit Drehscheibe, und zwei Abstellgruppen für Diesel und E-Loks vorgesehen.

Zur Diskussion: Ich möchte mit Rocrail die Steuerung und Sicherung des SBF durchführen. Händischer Eingriff ist beim Lokwechsel vorgesehen. Wie werden die Blockabschnitte sinnvol unterteilt und mit Rückmeldern versehen ?

- Die Die Abstellbereiche mit den Zügen ist ziemlich klar. Hier sind je Abschnitt zwei Melder (Enter/IN) vorgesehen. Längere Züge können mehrere Blöcke belegen.

- Der Wendezug bekommt auch zwei Melder.

Soweit kein Problem.

- In den Abstellgleisen für die Diesel und E-Loks passen mehrere Loks. Macht es Sinn hier ein oder mehrere Melder einzubauen, auch wenn kein automatischer Betrieb vorgesehen ist ? Ich kann aber auch mehrere Stellplätze definieren, aber bei Bedarf auch erst später anschließen. Aber aus meiner Sicht macht es Sinn, hier höchstens einen Melder je Stellplatz vorzusehen. Andere Vorschläge ?

- Durch die Kreuzung und den querenden Verkehr in das BW kann es wegen der Wendeschleifenproblematik zu Kurzschlüssen kommen. Dieser Bereich soll an beiden Enden doppelpolig isoliert und über ein Relais je nach Verkehrsrichtung mit Strom versorgt werden. Alternativ kann ein entsprechender Baustein zum Einsatz kommen. Dann müsste das BW mit einbezogen werden. Ist es richtig, diesen Bereich ohne einen Melder mit Strom zu versorgen ? Die Position des Zuganfangs wird aktuell gemeldet. Als Problem könnte sehe ich das Problem, dass sich langsame Züge noch in der Weichengruppe befinden, aber der rechner bereits eine neue Fahrstraße bildet und einem anderen Zug die Fahrtfreigabe gibt. Als Lösung sehe ich zwei Varianten: entwder kann die Weichengruppe erst frei gegeben werden, wenn der ausfahrende Zug den Enter-Bereich seines neuen Blocks erreicht hat oder die Weichengruppe bekommt doch Melder, die getrennt für jede Fahrrichtung ausgewiesen sein müssen, damit parallele Ein- und Ausfhrten möglich sind.

Das kann ich derzeit nicht überblicken. Im Augenblick geht es nur um die Trennstellen und nicht, wie das in Rocrail umzusetzen ist. Das kommt erst später.

Für Eure Bereitschaft, in meine Gedanken hineinzuarbeiten bedanke ich mich schon jetzt.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#20 von Miraculus , 25.01.2021 21:57

Hallo Jürgen,

aaaalso ich sach ma so: Reeespekt, ausgefeiltes Betriebskonzept, aber sehr kompliziert und unübersichtlich. Meine Gedanken dazu:

1. Es herrscht Rechtsverkehr?
2. Alle Züge fahren von der linken, westlichen Zufahrt in den Schattenbahnhof von der Wendel oder unteren Parade kommend ein?
3. Aufgeteilt wird der Verkehr an der Kreuzungsweiche (Nadelöhr) am Anfang des SBH auf die
4. 3 südlichen SBH-Gleise, oder kann jedes Gleis von beiden Richtungen befahren werden? Falls nein,
5. Dürfte zumindest auf dem äußersten Gleis Zweirichtungsverkehr stattfinden, um die Stummelabstellgleise anfahren und abfahren zu können, oder
6. Es herrscht Einrichtungsverkehr und Du musst Sägefahrten machen, wenn Du aus den Abstellgleisen heraus möchtest.
7. Empfinde ich dies im Betrieb dann doch als schwierig umzusetzen und zu überwachen, da Kreuzungs- und Gegenverkehr

Fragen, oder Vorschläge:

1. Wenn Du sowieso durch den Gleiswechsel und die Kreuzung ein Nadelöhr hast, wäre es möglich, dass Du z.B. die Wendel und Zufahrt der unteren Parade eher zusammenführst, um nur zweigleisig in den SBH einzufahren?
2. Stelle mir gerade vor, das oben, dort wo Wendel und Parade parallel aufeinandertreffen zu machen
3. Zufahrt zur Drehscheibe und BW könnte dann ganz links, aus der nun nur noch zweigleisige SBF-Zufahrt an der Westseite erfolgen, wenn Du
4. Die Abstellgleise des BW auf die Südseite verlegst (Hast Du vor auch eine Lokbehandlung darzustellen, oder lediglich die Drehscheibe?)

Und ja, ich weiß, ich komme spät mit meinen Gedanken

Wenn aber der Gleisplan jetzt fix ist, dann zu deinen Fragen,

- Ich denke das mit den zwei Melder pro Abschnitt die richtige Wahl ist, obwohl manche auch mit nur einem Melder problemlos zurecht kommen.
- Möchtest Du auch mit RailCom arbeiten, um den Standort der Loks abrufen zu können?
- Bei den Abstellgleise deiner Diesel- und E-Loks ist eine Belegtmeldung umso wichtiger, je schlechter Du dort reinschauen kannst. Dazu noch die Frage
-Wie ist das mit der Belegtmeldung im 2L-Bereich? Das funzt doch nur über Stromfühler oder optisch, oder? Beim Stromfühler muss doch hierzu ein minimaler Strom fließen. Wie ist das, wenn die Lok abgestellt und alle Verbraucher ausgeschaltet sind? Wie wird erkannt, dass das Gleis belegt ist? Im 3L-Bereich ist das ja mit dem Kontaktgleis recht einfach (also gut für mich Laien )
- Die Kehrschleifenproblematik betrifft dann ja das gesamte Weichenfeld rund um Zu-/Abfahrt SBH und BW, oder? Ich hab da echt Probleme mir vorzustellen, an welcher Stelle nun dies zu beachten ist. Und hier denke ich, wirst Du ohne zusätzliche Melder nicht auskommen. Genausowenig wie mit nem ordentlichen Blockstellenbetrieb, um sicherzugehen, dass das Weichenfeld frei ist.
-Deshalb komme ich nochmals auf meinen Vorschlag zurück, die Zufahrten zum SBH früher zusammenzuführen, um das zu entzerren. Allerdings, wie gesagt, mit der Kehrschleifenproblematik kenn ich mich nicht wirklich aus ops: ops:


Gruß


Peter

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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#21 von histor , 26.01.2021 01:40

Moin Jürgen,
langt Platz und Höhe, um die Kreuzung durch eine Überwerfung zu entschärfen?


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#22 von Jürgen , 27.01.2021 12:27

Moin und danke für Eure "Anteilnahme" ...

Zu Euren Fragen:

1. Es herrscht Rechtsverkehr?
Ja

2. Alle Züge fahren von der linken, westlichen Zufahrt in den Schattenbahnhof von der Wendel oder unteren Parade kommend ein?
Ja

3. Aufgeteilt wird der Verkehr an der Kreuzungsweiche (Nadelöhr) am Anfang des SBH auf die
Ja

4. 3 südlichen SBH-Gleise, oder kann jedes Gleis von beiden Richtungen befahren werden? Falls nein,
Die Abstellgleise werden im Richtungsverkehr befahren. Das ist kompliziert genug. Lediglich das mitttlere Gleis ist für den Wendezug.

5. Dürfte zumindest auf dem äußersten Gleis Zweirichtungsverkehr stattfinden, um die Stummelabstellgleise anfahren und abfahren zu können, oder
Hat sich somit erledigt.

6. Es herrscht Einrichtungsverkehr und Du musst Sägefahrten machen, wenn Du aus den Abstellgleisen heraus möchtest.
Die Abstellgleise sind nur für Diesel- und E-Loks vorgesehen. Die Züge verbleiben auf den Durchgangsgleisen. Ich möchte das Wagenmaterial so wenig wie möglich anfassen müssen.

7. Empfinde ich dies im Betrieb dann doch als schwierig umzusetzen und zu überwachen, da Kreuzungs- und Gegenverkehr

Die Idee ist folgende: einfahrende Zügen werden nach der Kreuzung auf der südlichen Zufahrt zusammen gefasst und auf die drei südlichen Abstellgleise geleitet. Nach einer Zeit kommen sie durch die Wendeschleife auf die drei nördlichen Ausfahrgleise und werden dort je nach Fahrrichtung auf das entsprechende Ausfahrgles geleitet. Somit kann jeder Zug in jede Richtung geleitet werden. Schematisch sieht das so aus



1. Wenn Du sowieso durch den Gleiswechsel und die Kreuzung ein Nadelöhr hast, wäre es möglich, dass Du z.B. die Wendel und Zufahrt der unteren Parade eher zusammenführst, um nur zweigleisig in den SBH einzufahren?
2. Stelle mir gerade vor, das oben, dort wo Wendel und Parade parallel aufeinandertreffen zu machen.

Diese Frage deckt sich auch mit der von histor. Ich denke, eine Entzerrung ist nicht möglich. Ich hätte das auch bevorzugt. Das Problem liegt darin begründet, dass alle vier Gleise, vom SBF kommend, parallel steigen müssen. D.h. am Ende des ersten Halbkreises liegen sie auf gleicher Höhe. Der Vorschlag von histor ist zwar prinzipiell richtig, klappt aber nicht, da etwas links der Mitte der Anlage eine statisch erforderliche Stütze im Weg liegt. Ich hatte das schon einmal gezeigt.



Darüber hinaus soll auf der langen Geraden am unteren Rand ein größeres Viadukt der Westbahn entstehen. Planungen hierzu laufen bereits, sind aber noch nicht spruchreif. Natürlich wäre eine niveaugleiche Zusammenführung an dieser Stelle möglich, aber bringt das wirklich etwas ? Zweigleisig würde der Engpass noch enger. Ggfs. wäre eine dreigleisige Streckenführung sinnvoll (eine Auffahrt, eine Abfahrt und eine kann sowohl als auch genutzt werden. Darüber werde ich nachdenken. So viel Flexibilität habe ich noch.

3. Zufahrt zur Drehscheibe und BW könnte dann ganz links, aus der nun nur noch zweigleisige SBF-Zufahrt an der Westseite erfolgen, wenn Du
4. Die Abstellgleise des BW auf die Südseite verlegst (Hast Du vor auch eine Lokbehandlung darzustellen, oder lediglich die Drehscheibe?)


Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig verstehe, aber südlich der Gleise habe ich keinen Platz mehr. Da ist "Ende Gelände" ... das BW, zumindest das Dampf-BW, wollte ich schon gestalten. Deshalb wird dieser Bereich auch nicht von der eigentlichen Anlage überbaut. Das verbessert Einsicht und Zugriff. Nur die Wendel nach oben wird mit dem Weinberg am Aschberg überbaut.

- Möchtest Du auch mit RailCom arbeiten, um den Standort der Loks abrufen zu können?


Nein, ich müsste mehr investieren als mir lieb ist ...

Dazu noch die Frage
-Wie ist das mit der Belegtmeldung im 2L-Bereich? Das funzt doch nur über Stromfühler oder optisch, oder? Beim Stromfühler muss doch hierzu ein minimaler Strom fließen. Wie ist das, wenn die Lok abgestellt und alle Verbraucher ausgeschaltet sind? Wie wird erkannt, dass das Gleis belegt ist? Im 3L-Bereich ist das ja mit dem Kontaktgleis recht einfach (also gut für mich Laien )

Hier fehlt mir noch die praktische Erfahrung. Aber ich gehe davon aus, dass der Widerstand der Decoder für eine Belegmeldung ausreicht.

- Die Kehrschleifenproblematik betrifft dann ja das gesamte Weichenfeld rund um Zu-/Abfahrt SBH und BW, oder? Ich hab da echt Probleme mir vorzustellen, an welcher Stelle nun dies zu beachten ist. Und hier denke ich, wirst Du ohne zusätzliche Melder nicht auskommen. Genausowenig wie mit nem ordentlichen Blockstellenbetrieb, um sicherzugehen, dass das Weichenfeld frei ist.

Genau, deshalb ja auch die Frage. In meinem Hirn ist ein dicker Knoten. Ich denke, ich werde das Thema ganz pragmatisch angehen und einen Testaufbau machen. Ich muss sowieso noch einige Grundlagen ausprobieren. Mal sehen, was geht. Dem Rechner habe ich die neueste Version von RocRail aufgespielt (Klasse, jetzt auch mit Stick-Installation) und die Zentrale (IB 1) kommunizieren schon miteinander und ich kann erste Loks steuern. Das ist ja schon einmal was. Jetzt geht es an die nächsten Schritte. Ich melde mich.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#23 von K.Wagner , 27.01.2021 17:54

Hallo Jürgen,

ich erinnere mich an die Anlagenbauberichte in der MIBA von R.K. Casanova - Rietlingen III (ca. 1999- 2003), der für die Einfahrt in seinen Schattenbahnhof auch Kreuzweichen vorsah. Er wollte die gesamten Gleise in einer Ebene haben und einen möglichst sicheren Fahrbetrieb. Vielleicht das als Mutmache - leider ist die Anlage nicht fertiggestellt worden. Ich habe die Artikel gerne gelesen und auch die eine oder andere Anregung für die Ausgestaltung meiner Anlage "abgezwackt".


Gruß Klaus


 
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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#24 von Jürgen , 28.01.2021 08:40

Danke Klaus für den Hinweis. Ich habe so langsam eine Lösung für das System, aber ich will das jetzt erst einmal praktisch überprüfen.

Punkt 1: Aufbau eines Gleisdreiecks mit Kehrschleifenmodul
Punkt 2: Installation von Belegmelder. Wie reagiert die Belegmeldung mit einem Kehrschleifenmodul ?

Aber wahrscheinlich werde ich gar nicht auf die Kehrschleifenmodule setzen, da die Polarität mit der Weichenstellung wechseln kann. Ich habe motorische Antriebe, die einen Kontakt haben, der aber auf 2 Kontakte aufgerüstet werden kann. Damit kann ich dann die Polatität schalten. Das ist auch nicht ganz trivial, wenn 2 oder drei Weichen gemeinsam bestimmen, welche Polarität anliegen soll.

Punkt 3: Klärung der Frage, inwieweit das Weichenfeld überwacht werden muss oder genügt die Einstellung von Fahrstraßen, um Kollisionen zu vermeiden. Üblicherweise werden Blöcke ja nicht über Weichen hinweg angelegt.

Es gäbe noch eine andere Variante. Ich könnte für den ganzen Schattenbahnhof in gleicher Weise die Anschlüsse anlegen. Also das südliche Gleis ein Pol, das nördliche Gleis der andere. Dann muss ich die Wendeschleifen mit wechselnder Polaritat versehen. Das ist aber auch nicht einfach. Um die langen Gleise gut belegen zu können, sind meine Blöcke dort recht kurz (ca. 1,15 m bis 1,30 m). Die längsten Züge können aber bis 5 m Länge haben. Das ist ziemlich tricky, wenn man nicht eine Unzahl an Kehrschleifenmodule einsetzen will. Aufrückende und einfahrende Züge sorgen evtl. für eine unübersichtliche Lage der Polaritäten. Aber auch hier tritt die Thematik mit der Rückmeldung auf. Analog wäre viel einfacher ... Aber das Tüfteln ist ja gerade das Reizvolle ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#25 von K.Wagner , 28.01.2021 08:59

Hallo Jürgen,

als Pukofahrer seit Kindheit (mit 2 Jahren durfte ich bei meinem Opa spielen, mit 3 Jahren bekam ich meine erste "Anlage" zu Weihnachten) habe ich diese Probleme nie gehabt - aber die schlanken Märklin DKWs habe ich mit zusätzlicher Stromversorgung in den Innenschienen und Zungen via Relais versorgt. Beruflich bedingt habe ich die "Angst" vor Relaisgräbern schon seit langem verloren. Da ich die RTS-Motoren als Weichentriebe habe, liegt die Versorgung auch dauernd an und ich komme mit monostabilen Relais aus - auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil beim Einschalten der Anlage.


Gruß Klaus


 
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