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Vollmer Kalkwerk 5725 (01.05.2022)

#1 von 5kuppler , 15.11.2020 12:52

Hallo Stummis,
ein altes Kalkwerk (Vollmer-Bausatz Nr. 5725) wartet bei mir auf den Zusammenbau. Ein interessanter Bausatz, der wohl einen Kalkofen (und kein Kalkwerk) darstellt. Ein (oder das) Vorbild stand im Pegnitztal (siehe https://www.riedfritz.de/eisenbahnen/im-pegnitztal/). Ich möchte den Kalkofen betriebsbereit darstellen und nicht als "Lost place". Nur gibt die Bauanleitung zu den Betriebsabläufen nichts her.
Nachdem Vollmer im gleichen Jahr einen Öltank herausgebracht hat, könnte die Befeuerung des Kalkofens über (böses Schwer-)Öl erfolgt sein. So ein Öltank ist auch auf dem Gelände des Kalkwerks im Pegnitztal zu finden
Aber wie kam der Kalkstein bzw. Dolomit in den Ofen ? Ich gehe nicht davon aus, dass das Gestein von Arbeitern sackweise über Leitern hoch in den Kalkofen transportiert wurde. Leider konnte ich bis heute keine weiteren Informationen zu den Betriebsabläufen dieses Kalkofens erhalten - weder vom Hersteller des Bausatzes, noch vom Kalkwerk selbst oder vom Interessenverband der Deutschen Kalkindustrie. Kann ein Stummi weiterhelfen ?

Grüsse und Dank im Voraus
Peter


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zuletzt bearbeitet 02.05.2022 | Top

RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#2 von Stefan Walter , 15.11.2020 13:20

Hallo Peter,

Kalk wird "chargenweise" gebrannt, nicht im kontinuierlichen Betrieb wie z.B. beim Hochofen. Heute erfolgt das aber fast ausschließlich in Drehrohröfen.

Hier ist das Prinzip kurz und knapp erklärt: https://de.wikipedia.org/wiki/Kalkofen

Bei Kalköfen alter Bauart wird oben der gebrochene Kalkstein eingefüllt und nach dem Brennvorgang unten der gebrannte Kalk entleert. Ein kontinuierlicher Betrieb ist schon deshalb nicht möglich, da gebrannter Kalk (Calciumoxid) ein Schmelzpunkt von über 2500 °C hat und, im Gegensatz zum Roheisen oder anderer Gebrauchsmetalle, fest bleibt.

Zum Beschicken würde ich einen Schrägaufzug, ein Becherwerk oder einen Kran mit einem Kübel, der sich nach unten öffnen lässt, vorsehen.
Da Kalkstein ein "Naturprodukt" ist, kommt es nicht 100% rein vor. Dolomit besteht aus gemeinsam vorliegendem Calcium- und Magnesiumcarbonat, so dass der gebrannte Kalk neben Calciumoxid auch immer Magnesiumoxid enthält.

viele Grüße
Stefan Walter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#3 von 5kuppler , 16.11.2020 08:18

Hallo Stefan,
danke für die schnelle Antwort.
Ein Becherwerk (musste erstmal nachschauen, was das ist) kann ohne größere Umbauten nicht realisiert werden. Auch ein Kran scheidet aus, da der Vollmer-Bausatz über ein ausladendes Dach verfügt. Bleibt also ein Schrägaufzug. Ich glaube mich erinnern zu können, dass anlässlich der Präsentation des Bausatzes so etwas Ähnliches in einem Schaustück dargestellt war.

Das Bild auf der Verpackung (siehe Bild) ist bezüglich der Materialbelieferung wenig hilfreich.

Man erkennt aber, dass der Vollmer-Bausatz über zwei - ich nenne die mal so - Brennschächte verfügt. Unterhalb der obersten Plattform findet sich in jedem Brennschacht eine halbrunde Öffnung. Da gehe ich davon aus, dass hier das Gestein eingefüllt wurde. Da zwei Brennschächte vorhanden sind, braucht es zwei Schrägaufzüge. Über die mache ich mir später Gedanken, denn der Bausatz wird angegangen.

Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#4 von Barmer Bergbahn , 16.11.2020 11:43

Hallo Peter,

zwar wird deine Frage nicht direkt beantwortet, aber immerhin wird in folgendem Link das Thema Gleisanschluss "Kalkwerk" sehr umfangreich betrachtet: http://www.w35905567.homepage.t-online.d...chluss-Kalkwerk

Eine Idee wäre ggf. noch eine Recherche zum Bahnhof Crottendorf. Dort gab es bis in die späten 80er ebenfalls eine kleinere Kalkverladung.
http://www.dampf-ade.de/eisenbahn-bilder...onth/vse_06.jpg

Vielleicht dazu noch der folgende Link als erstes "Anfüttern" ... http://www.unbekannter-bergbau.de/inhalt...Crottendorf.htm

Ansonsten halte uns mal auf dem Laufenden. Ich finde die Sache spannend, vor allem weil du dir weitergehende Gedanken machst.


Liebe Grüße
Christian



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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#5 von Atlanta , 17.11.2020 08:56

Moin Peter,

zum Thema Kalköfen bin ich eher zufällig über eine Beschreibung gestolpert die ich dir nicht vorenthalten möchte, allerdings ist sie in altdeutscher Druckschrift geschrieben und stammte aus dem Jahr 1856 also schon etwas länger her.

Veröffentlicht wurde dieser Bericht über die "Fink Kalköfen" im Jahr 1856 im "Organ" des Vereins Deutscher Eisenbahn Verwaltungen in technischer Beziehung zu den Fortschritten des Eisenbahnwesens, die Maßangaben sind in hessischen Fuß, in wie weit diese aber von dem englischen Fuß abweichend sind kann ich nicht sagen.
















LG Ingo

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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#6 von 5kuppler , 17.11.2020 13:31

Hallo Stummis,
erstmal Danke fürs Interesse und spezieller Dank an Christian, Stefan und Ingo. Die Informationen, die ich bis jetzt habe, bestätigen, dass ich ein vorbildgerechtes und komplettes Kalkwerk nicht abbilden kann (ist auch eine Platzfrage). Nichtsdestotrotz mache ich erstmal am Thema "Kalkwerk" weiter. Ob daraus ein Diorama oder eine kleine H0-Anlage wird, ist noch offen. Vielleicht landet das Ganze auch im Schrank oder in der Bucht.
Das Kalkwerk bzw. der Kalkofen, Vollmer-Bausatz 5725, ist zwischenzeitlich gebaut. Er präsentiert sich auf den folgenden Bildern sozusagen im Neubauzustand. Fast alle Bauteile wurden mit Farbe behandelt.







Mit Pulverfarbe will ich noch Verschmutzungen durch Betrieb (weißgrauer Staub) und Witterungseinflüsse nachholen und das Ganze dann mit matten Klarlack fixieren. Davor (sprich Pulverfarbe) habe ich etwas Bammel ...
Beim Vorbild handelt es sich "nur" um einen Kalkofen, also kein Kalkwerk im eigentlichen Sinn. Dieser Kalkofen wird mit Diesel bzw. Schweröl als Brennmaterial beheizt, zur Präsentation des Bausatzes wurde (so meine Erinnerung) auch ein entsprechender Tank von Vollmer angeboten.
Anstelle des Vollmer Modells will ich den Kalkofen mit Brennstoff aus einem vorhandenen kleinen Hochtank von Kibri versorgen. Das alte, etwas gammelige Modell wurde deshalb "aufgepeppt": Eine neue Aufstiegsleiter anstelle des alten, kaputten Treppenaufstiegs und eine Farbbehandlung, um Reste von Selbstklebe-Etiketten und Abdrücke von Kleber-Fingern zu kaschieren:



In Realität benötigt ein Kalkofen 1 Teil Koks (bei Schweröl etwas weniger) auf 9 Teile Kalkgestein. Wie der Brennofen mit Kalkgestein befüllt wird, darüber habe ich keine konkreten Informationen. Aufgrund der Beiträge hier im Forum habe ich beschlossen, dass das Kalkgestein über ein Förderband (anstelle eines Schrägaufzugs) in den Brennraum gelangt.
Parallel zum Vollmer-Bausatz wurde auch der andere Teil des Kalkwerks, der Walthers Bausatz "Glacier Gravel" fertig. In diesem Schotterwerk soll das Kalkgestein aufgearbeitet werden, ein Teil wird direkt verschickt, ein Teil geht (übers Förderband) zur Weiterveredlung in den Kalkofen.
Auch beim Schotterwerk fand eine Farbbehandlung statt. Leider hat die Farbe (Testors Resedagrün matt) nur noch für diesen Bausatz gereicht, Nachschub ist derzeit nicht lieferbar. Deshalb wurde bei Kalkofen und Hochtank das Grün eines anderen Herstellers verwendet. Auch beim Schotterwerk soll mit Pulverfarbe nachgearbeitet werden. Zusätzlich wurde der Bausatz "europäisiert", sprich Fenster und Türen eingesetzt (die Teile stammen aus der Bastelkiste).





Hinweis zum Schotterwerk "Glacier Gravel": Die beiden Durchfahrten haben eine Durchfahrtshöhe, die nur für Gleise ohne Bettung ausreicht. Für Märklin C- oder M-Gleis braucht das Gebäude ein höheres Fundament (oder in der Durchfahrt wird K-Gleis verbaut).
Im Walthers Bausatz "Glacier Gravel" waren 3 graue Förderbänder (Conveyors) mit jeweils 17 cm Länge und 1,5 cm Breite enthalten. Die habe ich zu einem Förderband von etwa 51 cm Gesamtlänge zusammengesetzt und farblich behandelt. Mein Plan ist, mit diesem Förderband die Befüllung des Kalkofens mit Gestein darzustellen. Leider sind die Förderbänder recht einfach gehalten (siehe Bilder), zur realistischeren Darstellung sollte mir noch etwas einfallen.





Das ganze Ensemble könnte dann irgendwie so aussehen:





Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#7 von 5kuppler , 02.12.2020 21:39

Hallo Stummis
ein paar Ergänzungen zu meinen letzten Post:
Die Model Master-Farben wurden (nach Testors) wegen mangelnder Nachfrage aus dem Lieferprogramm genommen.
Als Ersatz für das Resedagrün nehme ich nun das dickflüssigere Humbrol 120. Die Teile - mit Ausnahme des Hochtanks -, die bislang mit einem anderen Grün als das Resedagrün von Testors bemalt sind, wurden nochmal in der Humbrol-Farbe überstrichen. Nun ist Alles farblich angepasst.

Das Förderband bzw. die Förderbrücke aus dem Walthers-Bausatz wird aufgepeppt. Nur, und da muss ich die Stummi-Leser im Unterforum enttäuschen: Ich bin kein Super-Modellbauer ! Mir genügt es, wenn ein Modell plausibel erscheint. Als Vorbild nehme ich ein Förderband aus dem Braunkohletagebau in Steinberg am See (siehe Wikipedia-Artikel zu "Förderband"). Auf Funktionen werde ich genauso verzichten, wie auf Einhaltung der Vorgaben von DIN 15207 oder der VDI-Richtlinie 2341.
Damit entferne ich mich aber vom Anspruch einer "vorbildgerechten Modellbahn". Diese Distanz erleichtert aber ungemein, eine kleine (Rangier-)Anlage um das Kalkwerk herum zu planen (und zu bauen).
Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#8 von RobertM , 03.12.2020 22:14

Hallo Peter,
freue mich schon auf dein neues Bauprojekt!
Hast du denn schon mit den Pulverfarben experimentiert? Solange du sie nicht fixiert hast, brauchst du keinen Bammel zu haben. Du kannst alles wieder mit Wasser abpinseln oder abwaschen.

Grüße
Robert


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#9 von 5kuppler , 04.12.2020 15:42

Hallo Robert, hallo Stummis,
nein, mit Pulverfarben habe ich noch nichts angefangen. Ich muss mir erst klarwerden, ob ich temporärer "Teppich-Kalkwerker" bin oder ob das Kalkwerk ein dauerhaftes Umfeld erhält.
Aber erst wird das Walthers-Förderband (bzw. Förderbrücke) aufgehübscht. Meine Vorlage steht vor dem Museum in Steinberg am See
(https://de.wikipedia.org/wiki/Oberpf%C3%...C3%BCst_BBI.jpg).
Zur Imitation der Tragrollen auf dem Obertrum habe ich beidseitig Gleisnägel auf die Förderbrücke geklebt. Die Nägel liegen mit dem Kopf auf dem erhöhten Rand der Förderbrücke, die Nagelstifte bilden dadurch eine leicht V-förmige Kuhle. In dieser Kuhle liegt später der Fördergurt für die Lastfahrt.



Auf den Bildern sind die Gleisnägel schon aufgeklebt. Die Nägel wurden mittig der Förderbrücke außerdem mit Weißleim fixiert. Das erleichtert später die Befestigung des Fördergurts. Vorher werde ich die Seitenteile des Fördergerüsts nochmal mit (Rostschutz-)Farbe übersprühen - damit verschwinden auch die hellen Stellen, wo Plastikkleber an den Nagelköpfen die Farbe abgelöst hat.



Als Fördergurt ist mattschwarzes Isolier- bzw. Klebeband vorgesehen, der kurze Streifen graues Isolierband liegt nur zur Probe. Ob ich im Untertrum die Leerfahrt des Fördergurts darstelle, muss ich noch sehen.

Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#10 von 5kuppler , 05.12.2020 11:41

Hallo Stummis,
heute Vormittag wurde schwarzes Isolierband gekauft. Das schwarze Isolierband (und kein graues) wird zur Imitation des Fördergurts benötigt. Zwei Streifen davon, passend abgelängt, wurden mit der Kleberseite aufeinander geklebt. Das macht den Streifen etwas dicker, das Material bleibt aber trotzdem so geschmeidig, dass sich die Tragrollen (= Nagelstifte) auf dem Obertrum noch abzeichnen. Anschließend wurde der Streifen mit Kraftkleber aufgeklebt.



Weil es doch recht einfach und schnell ging, habe ich im Untertrum einen Streifen Isolierband zur Imitation der Leerfahrt des Fördergurts eingezogen (nicht geklebt). Auf den folgenden Bildern lässt sich der Fördergurt vielleicht besser erkennen (was einerseits bedeutet, eigentlich könnte man auf dieses Detail verzichten und andererseits, dass ich ein schlechter Fotograf bin):





Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#11 von RobertM , 09.12.2020 17:46

Hallo Peter,
das Förderband sieht richtig gut aus! Da hast du ja aus nichts ein richtig gutes Förderband gemacht
Grüße
Robert


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#12 von 5kuppler , 19.12.2020 22:07

Hallo Stummis,
auf alle meine Anfragen zum Original-Kalkofen habe ich bislang keine Resonanz erhalten (außer von der Fa. Viessmann, die mitgeteilt haben, dass sie keine Ahnung haben).
War das Teil einfach nur zu unbedeutend, dass es niemand interessiert hat ? Oder will niemand weiterhelfen, weil etwas zu verbergen ist ? Keine Ahnung.
Deshalb ist fürs Frühjahr ein Ausflug ins Pegnitztal geplant. Vielleicht bringt er Erkenntnisse. Auf alle Fälle will ich von dort eine Tüte voll Dolomitsteinchen mitbringen - als Material für Förderband und Halden.
Nach wie vor überlege ich, wie sich das Kalkwerk in eine kleine (Rangier-)anlage integrieren lässt. Wobei "klein" maximal die Abmessungen eines Türblatts hat (also 180 x 90 cm). Eine grössere Anlage wäre natürlich einfacher...
Aber kleine Anlagen halte ich einfach für reizvoller. Falls ein Stummi einen Anlagenvorschlag dazu hat, im Unterforum "Anlagenplanung" werde ich einen neuen Faden "Kalkwerk mit Märklin und/oder H0e" spinnen.
Damit endet erstmal der Faden zur vorbildgerechten Modellbahn.
Grüsse
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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#13 von 5kuppler , 10.04.2021 22:11

Hallo Stummis,
ich mache mal weiter unter "Anlagenplanung".
Grüsse
Peter


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Stand am 10.04.2021)

#14 von Torquemaster , 13.04.2021 21:35

Hallo,

zwar keine Kalkbrennerei im industriellen Maßstab, aber ich denke, der Ablauf und die Funktion werden hier sehr schön deutlich dargestellt:

kleinbäuerliche Kalkbrennerei Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=t0RCcJfC27s

und hier noch Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=9mHJ1IlmUGA

Vielleicht hilfts ja ein bisschen weiter ...

Sebastian


5kuppler hat sich bedankt!
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Vollmer Kalkwerk 5725 (Neues zum 01.05.2022)

#15 von 5kuppler , 02.05.2022 09:44

Hallo Stummis,
zum Vollmer Kalkwerk # 5725 gibt es ein paar Neuigkeiten:
Das Vorbild des Vollmer/Viessmann Modells stand im Dolomitwerk Neuensorg bei Rupprechtstegen im Nürnberger Land (siehe https://www.riedfritz.de/eisenbahnen/im-pegnitztal/). Das Modell ist eigentlich nur ein Schachtofen, in dem Kalk bzw. Dolomit gebrannt wurde.
Leider fehlt beim Vollmer Modell eine Fördereinrichtung für das Gestein. Damit stellt sich mir die Frage, wie wird der Brennofen beschickt ?

In alten Vollmer-Prospekten findet sich ein Hinweis zur Beschickung: das Bild zeigt eine Gitterbrücke, die waagrecht von einem Felshang zum oberen Ende des Schachtofens führt (Hinweis: Diese Gitterkonstruktion ist im Bausatz nicht enthalten).
Auch das Original stand an einem steilen Hang. Es ist also nicht auszuschließen, dass der Schachtofen über eine Brücke vom Hang aus beschickt wurde.
Ein Bild (Postkarte), wohl aus der Zeit vor 1920, zeigt das damalige Kalk- und Dolomitwerk in Rupprechtstegen. Der Blickwinkel ist von Norden bzw. Rupprechtstegen, vorne links ist das Portal des Eisenbahn-Tunnels (Bahnstrecke Nürnberg-Cheb) zu erkennen. Man sieht mehrere gemauerte Brennöfen. Links davon ein Felshang, davon abgehend, führen mehrere Gitterbrücken zu diesen Brennöfen. Auf der vordersten Brücke stehen Lorenwagen einer Feldbahn.
Irgendwann wurden die alten, gemauerten Brennöfen abgerissen und durch eine Neukonstruktion ersetzt (vermutlich Typ "Vollmer 5725). Leider wurde der Schachtofen bereits in letzten Jahrtausend abgerissen. Ob dieser Schachtofen noch über Feldbahnloren beschickt wurde oder zur Beschickung bereits ein Förderband verwendet wurde, kann ich nicht sagen.
Jedenfalls besaß das Kalkwerk Rupprechtstegen früher eine eigene Feldbahn (laut Bahn-Express "mit abenteuerlicher Gleisführung"). Beide Loks wurden in den dreißiger Jahren neu beschafft und 1988 an ein Museum abgegeben.
Grüsse
Peter


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zuletzt bearbeitet 02.05.2022 | Top

RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Neues zum 01.05.2022)

#16 von Riedenburgfritz , 02.05.2022 10:46

Zitat
Auch das Original stand an einem steilen Hang. Es ist also nicht auszuschließen, dass der Schachtofen über eine Brücke vom Hang aus beschickt wurde.

So war es. Die Zufahrt zum Steinbruch hat eine starke Steigung. Der Kalkabbau liegt hinter dem Ofen und in Höhe der Einfüllöffnung. Dort konnte man sozusagen ebenerdig den Schachtofen befüllen. Vermutlich setzte man gegen Ende der Anlage Radlader zur Beschickung ein.


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RE: Vollmer Kalkwerk 5725 (Neues zum 01.05.2022)

#17 von Riedenburgfritz , 02.05.2022 11:07

Soeben entdeckt: Bitte beachten, der Link zu meinen Bildern lautet korrekt: [URL] https://www.riedfritz.de/eisenbahn/im-pegnitztal [/URL]


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