RE: Piko lok decoder einbau

#1 von Uwe69 , 22.11.2020 14:20

Hallo zusammen,

ich habe eine Piko Lok 51233 BR211029 ersteigert. Nun ist diese Lok AC analog und möchte diese digitalisieren und komme da nicht weiter, welchen Decoder ich einbauen kann. Laut Anleitung hat die Lok einen NEM623 ,empfohlenen Decoder wir von Piko angegeben Lenz LE100R und Uhlenbrock 751.
Auf dem NEM 8 poligen Stecker ist ein takamisawa ald24w-k Wechsler eingesteckt und nicht wie sonst eine Brücke.
Nun meine Frage:
- Kann ich auch einen Decoder NEM 652 einbauen ?
- Wird der 8 polige Umschalter einfach ausgebaut und der neue Dekoder eingebaut, oder muß ich da etwas beachten, da ja sonst da eine Brücke
eingebaut ist, das verwirrt mich ein bisschen
- Sollte ich den PIKO Digital-Decoder 8-polig NEM 652 nehmen für ca. 40€ oder schlagt Ihr einen anderen vor, der genau so gut oder besser ist, und der
Preis sollte nicht zu hoch sein.

Ich hoffe jemand kann mir helfen und hat schon Erfahrungen mit so einer Piko Lok gemacht!

Gruß Uwe


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RE: Piko lok decoder einbau

#2 von Bahnchef , 22.11.2020 15:56

Hallo Uwe,

Zitat
empfohlenen Decoder wir von Piko angegeben Lenz LE100R und Uhlenbrock 751.


bloß nicht! Das sind Steinzeitdecoder, mit den Du nicht klar kommen wirst. Die Dinger werden seit Jahren nicht mehr produziert.
Die Lok hat eine Gleichstrommotor, folglich ist ein Decoder mit 8pol. für DC-Motore zu nehmen.
Hersteller fast nach belieben, ESU, Zimo, Lenz, Kuehn, Tams.
Ich habe in meiner Piko 180, die ist ähnlich der 211 einen Lenz Standard drin.
Wenn Du gelegtlich mit AC unterwegs bist, dann sollte der Decoder den Umschaltimpuls vertragen und aushalten können.
MfG
Bahnchef


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RE: Piko lok decoder einbau

#3 von Railstefan , 24.11.2020 14:56

Hallo Uwe,

du verwirrst uns so ein wenig mit deinen Formulierungen bzgl der diversen NEM:
- NEM 652 ist die 8-polige Schnittstelle und kein Dekoder oder Bauteil
- NEM 623 gibt es nicht und ist daher vermutlich ein Tippfehler

Deine analoge Lok hat aktuell vermutlich einen analogen Umschalter verbaut. Den ziehst du aus der Schnittstelle raus und steckst einen Dekoder dort ein - fertig.
Wie bereits geschrieben: achte darauf, ob du weiterhin die Möglichkeit haben möchtest klassischen analogen AC-Betrieb nutzen zu können, denn das können nicht alle Dekoder.
Wenn du das nicht brauchst, kannst du jeden Dekoder für Gleichstrom-Motoren nehemen, der die nötige Leistung hat.

Viel Erfolg
Railstefan


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RE: Piko lok decoder einbau

#4 von Bahnchef , 24.11.2020 17:54

Zitat
Deine analoge Lok hat aktuell vermutlich einen analogen Umschalter verbaut. Den ziehst du aus der Schnittstelle raus und steckst einen Dekoder dort ein - fertig.


Hallo Uwe,
es könnte sein, dass Du hier mit Deiner Lok auf Granit stoßen wirst. Die Zeit, in der Piko elektronische FRU verbaut hat, ist lange vorbei.
War bei der Lok die Originalbeschreibung dabei?
Ich nehme mal Bezug auf die BR180. Der FRU schaltet die Drehrichtung des Gleichstrommotors um, damit rückwärts gefahren werden kann.
Mehr nicht. Damit auch das Licht umgeschaltet wird, wurde dies mit den Motoranschlüssen gekoppelt.
So wurde das in der "Vordigitalzeit" von Piko bei den AC Modellen z.T. geregelt.
Kommt da nun ein Decoder rein, müssen auf dem Stecker noch Brücken hergestellt werden, sonst ist kein Licht.
Und es wird nur bei Fahrt, also wenn sich der Motor dreht, auch leuchten.
Abhilfe schafft ein Umbau oder neue Platinen mit zeitgemäßen Layout zu orden.
Schaue Dir die Beschreibung zur Lok genau an. Wenn das hier nicht zutrifft, dann ist gut und ein Decoder Deiner Wahl
kann aufgesteckt werden.
MfG
Bahnchef


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RE: Piko lok decoder einbau

#5 von Häisbischer , 12.07.2022 16:59

Zuerst mal ein Hallo an alle Stummijaner - ich bin der Neue hier im Forum.
Hierher gekommen bin ich durch meine Suche nach der ominösen NEM 623, die von Piko in den Betriebsanleitungen diverser Loks und Triebwägen genannt wird.

Ich beschreibe mal meine Lok, vermute aber, daß der Sachverhalt auch für alle anderen Fahrzeuge aus dieser Produktionszeit zutrifft.
Meine BR 82 003 von Piko habe ich digitalisiert - auch hier ist die NEM 623 in der BA genannt.
Da ich keine Schnittstelle bei einer Digitalisierung einfach benutze und den Decoder einstecke, habe ich erst mal die Verdrahtung von Lok und Schnittstelle überprüft und mit der BA verglichen.
Ergebnis:
Die Buchsenleiste ist nicht die normal benutze Ausführung für runde Steckerpins, sondern für qudratische Pins, wie sie bei Leiterplatten-Verbindern benutzt wird. Die Pins der NEM 652-Stecker haben starken Wackelkontakt, da zu dünn für diese Buchsen.
Die Kabelfarben stimmen weder mit der NEM 652-Schnittstelle noch mit der BA komplett überein (Motor- braun, Licht hinten grün und +Licht hinten violett). Weiterhin ist die +Spannung (blau nach NEM) sowohl korrekt auf Pin 7 der NEM 652-Schnittstelle, aber auch auf Pin 3 verdrahtet.
Dies bedeutet:
Falls ein Decoder mit mindestens AUX 1 eingebaut wird, gibt es bei Aktivierung von AUX 1 einen satten Kurzschluß.
Abhängig von Kurzschluß-Erkennung und -Abschaltzeit der Zentrale gibts dann möglicherweise Kleinholz.
Wie schon erwähnt, es gab nie eine NEM 623 - gegen einen Tippfehler seitens Piko spricht die Belegung der Schnittstellenbelegung.

Einen schönen Tag und viel Spaß an unsererem Hobby.
Ernst


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RE: Piko lok decoder einbau

#6 von Modelleisenbahnfan , 14.07.2022 13:27

Hallo,
diese NEM 623, die es angeblich nie gab, scheint es zumindest für kurze Zeit doch gegeben zu haben. Denn auch bei älteren Brawa - Modellen taucht diese Angabe "Schnittstelle nach NEM 623" auf, gerade gefunden z. B. in einem Angebot auf einer bekannten Auktionsplattform: klick mich

Irgendwas muss also doch dran sein...

Freundliche Grüße
Jürgen


Bahnchef hat sich bedankt!
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RE: Piko lok decoder einbau

#7 von Bahnchef , 14.07.2022 17:50

Zitat von Modelleisenbahnfan im Beitrag #6
Irgendwas muss also doch dran sein...

Ist es auch. Man kann aber nun stundenlang darüber philosophieren, wer oder was da hinter steckt.
In der Original-Lokbeschreibung meiner Piko 180 ist die DSS 623 auch vermerkt.
Wie ich damals in #5 schon geschrieben habe, dürfte das den FRU geschuldet sein. Uhlenbrock hat die Dinger ja auch an Brawa geliefert.
Bei mir musste ich die Decoderanschlüsse gemäß BA umlöten, um Licht in der Lok zu haben.

Und das Thema war vor vielen Jahren hier schon mal im Forum.
Stummi_2013 NEM 623
Stummi_2009 NEM 623
Und hier auch:
Beitrag 16 mit Bilder

LG
Bahnchef


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zuletzt bearbeitet 14.07.2022 | Top

RE: Piko lok decoder einbau

#8 von Stahlblauberlin , 14.07.2022 18:23

NEM 623 gab es nur als "Ausrutscher" bei Piko und Brawa, was das sollte weiss keiner so genau. Eventuell waren denen die eckigen Stifte sympatischer. Umlöten auf NEM 652 bzw. die Kabel des neuen Decoders an den alten Stecker löten. Dabei auf irgendwelche Brücken bezüglich Licht verzichten, vorhandene entfernen. Die Anordnung der Leitungen ist mit NEM652 identisch.
Bild entfernt (keine Rechte)
Weiß (Licht vorne) komt an PIN 5. Dabei auch die restliche Elektrik der Lok in Augenschein nehmen. Nach Norm sollte Licht vorne Weiß-Blau, Licht Hinten Gelb-Blau sein. Ist aber in der Anleitung des Decoders gut beschrieben.


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RE: Piko lok decoder einbau

#9 von digitalo , 15.07.2022 09:55

Moin

Also wenn ich so eine ominöse NEM623 in meinem Modell hätte ... dann flöge die im hohen Bogen raus. Eine Plux22 DigitalSchnittStelle (DSS) gibt es zB. von Tams, Uhlenbrock, D&H, Zimo ... und kostet nicht die Welt. Vorteil so ganz nebenbei ... alle AUX liegen mit in der DSS, kein "Gehampele" mehr mit fliegenden Leitungen, bzw. bei einem eventuell nötigen Austausch des Decoders ist dies ohne Lötarbeiten möglich.

Bis dahin


digitalo (Stephan) enjoy the day !

Zentrale: C1 FW 1.402, LoPro, MXULFA & D&H Programmer
Decoder: Zimo, D&H, ESU & UB, only DCC auf K-|:|
Loks von Brawa, RoFl, Märklin, Primex, Piko, Liliput & Rivarossi
JEDEM, WAS IHN ANTREIBT! Frei von ... mm/²/mfx/+


 
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