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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#1 von Willy , 27.12.2020 10:11

Guten Morgen,

ich weiß nicht ob ein ähnlicher Beitrag schon besteht und ob ich in der richtigen Spalte bin aber ich möchte es doch mal kund tun und fragen ob es nur bei mir so ist.
Die alten Märklin Lok fahren zugkräftig über die Anlage und erfreuen mich durch zuverlässigen Betrieb, die "neuen" Lok stehen im Regal und sehen gut, oder sagen wir, besser aus.
Wobei alt bei mir schon sehr alt ist und neu eigentlich auch schon alt, richtig neu habe ich gar nicht, weil nach den gemachten Erfahrungen ewig nicht gekauft.
Mal als Beispiele, die Baureihe 01, die 74, die V200/221, es sind noch mehr "Neue" die nur selten auf die Gleise dürfen und dann auch nur bis ich mich genug geärgert habe und sie wieder zum Standmodell mache.

Natürlich bin ich in den Augen moderner Modellbahner eher ein Spielbahner und Bastler der sich mit den optisch kaum akzeptablen Modellen und der altertümlichen, (analogen) Technik aus seiner Kindheit befasst, darum richtet sich meine Frage auch an Leute die ähnlich denken, (altes Zeug) und ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Aufklärung darüber wie toll die digitale Welt ist mit all ihren Geräuschen, Funktionen und Möglichkeiten brauche ich aber nicht.
(Bin übrigens bei Kraftfahrzeugen ebenso)

Dass die Bilder auch ganz alte Lok im Regal zeigen lieg daran, dass ich mehrere eines Typs habe.

Mit ganz alt meine ich diese hier. (Fährt prima)


Die Lima geht nur mit Vorspann, darum habe ich mit Fremdfabrikaten gar nichts mehr am Hut, die Märklin 221, (fährt so naja) soll zeigen was wohl auch schon alt, für mich aber modern ist.


Bei den beiden Lok ebenso, die ist alt, (fährt gut)


Diese Lok für mich relativ jung, (läuft eher naja).


Eine ganz neue Lok zu kaufen traue ich mich gar nicht mehr, sind mir auch viel zu teuer geworden, Modellbahner wie mich hat Märklin auch nicht mehr auf dem Schirm.

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#2 von PhilippJ_YD , 27.12.2020 10:31

Darf man fragen, welche Probleme die moderneren Maschinen verursachen?


Gruß, Philipp


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#3 von X2000 , 27.12.2020 10:44

Guten Morgen,

jeder kann doch sein Hobby so betreiben wie er möchte. Nur bei einem Punkt möchte ich widersprechen. Märklin ist zu teuer geworden. Stimmt, dass es teuer ist. Aber es war immer teuer. Vor 60 Jahren genauso wie heute. Damals bekamst du zu Weihnachten oder zu anderen Anlässen ein Modell geschenkt. Bei wem reichte denn das Taschengeld für ein Triebfahrzeug? Die erste selbst erworbene Lok war bei mir die 3075 für 39,-€. Und die fährt heute noch, wenn auch digital aufgerüstet.

Nein, man muß nicht auf digitalen Betrieb umsteigen. Analog geht auch. Wenn du aber nur einmal die Vorzüge der Mehrzugsteuerung genossen hast, dann bist du infiziert- gerade als sog. Spielbahner; das ist überhaupt nicht abwertend gemeint! Funktioniert auch sehr gut mit alten M Gleisen.

Natürlich sind die alten Modelle robuster. Aber der Ruf nach immer besserer Detaillierung hat es dahin getrieben, wo wir gerade sind. Das Rad der Entwicklung dreht keiner zurück. Ich mag die Stirnradgetriebe auch lieber als die Wegwerfmotoren in den sog. preiswerten Modellen.

Fahrtechnisch gab es früher auch Krücken, genau wie heute. Wenn ich an meine erste AC E16 von Roco denke, wird mir heute noch schlecht. Die Märklin E18 war auch alles andere als lauftechnisch schön.

Also genieße die alten Modelle. Auch da kann man beim Nachkaufen arm werden.


Gruß

Martin


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#4 von Willy , 27.12.2020 10:53

Die "modernen Lok" ziehen schlechter, sind langsamer, (muss öfter nachregeln) als die alten Modelle und finden Unterbrechungen in der Stromversorgung, wo die alten nicht einmal zucken.

Mit teuer meine ich dass die billigste Lok, die mir gefällt, 399€ kostet und die ist für mich zu teuer weil die viele Dinge besitzt die ich einfach nicht brauche. Mir würde ein einfaches Modell im Stil der alten Zeit genügen aber darum bin ich halt nicht mehr als Kunde im Gespräch bei Märklin.

Es soll auch kein Jammern sein, es interessiert mich einfach nur wie andere mit jungen Modellen auf alten Gleisen klar kommen.


Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#5 von Firefly87 , 27.12.2020 11:30

Wechsel vllt mal das Gleis
Alte Modelle fahren auch analog um einiges besser auf modernem C oder K Gleis. Das M Gleis ist halt auch schon mindestens 20 Jahre alt....da sammelt sich Flugrost...es verbiegt...


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#6 von HD-Mainz-MoBa , 27.12.2020 11:33

Hallo Willy,
im Berufsleben habe ich mich so oft über Computer und Zubehör geärgert, dass ich das bei der Modellbahn nicht mehr brauche. Da gilt: auf Schiene setzen >> Strom drauf >> läuft! Meine letzten neuen Loks, die ich mir angeschafft habe sind eine Roco BR 01.10, ein Liliput ET 11 und eine Fleischmann E19.
Die Roco 01.10 hat 6 Achsen angetrieben und zieht recht gut, der ET 11 ist schon mal stehen geblieben weil der Decoder lose war, läuft aber wieder und die E19 läuft und zieht auch recht gut. Auf meiner "Testanlage" mit 5%-Steigungen werden 5 moderne Schnellzugwagen (30,3cm) anstandslos auch von der ÖBB 1045 und der E44.5, beide Roco, auch in der Steigung angefahren. Aktuelle Loks von Märklin sind mir zu "funktionsüberladen" und zu teuer! Eventuelle weitere Wunschmodelle finde ich auf MoBa-Börsen (zur Zeit nicht wegen Corona) oder DC-Analog; da kommt dann evtl ein Schleifer drunter und ein Einfachdecoder oder FRU rein und läuft, meist sogar ohne Spurweitenanpassung! Schleifer nur bei Dampf- und Diesel-Loks, die E-Loks haben ja oben schon einen (oder zwei) Schleifer. Bis jetzt sind so über 60 Triebfahrzeuge zusammen gekommen, die ja erst mal alle bewegt werden wollen.
Auch das Argument der weniger Kabel bei Digital zieht nicht wirklich; ob ich 2 Kabel zu einem Besetztmelder ziehe oder eine Schaltleitung zu einer Relaissteuerung und ein Kabel mit Strom zu dem Gleisabschnitt sind und bleiben 2 Kabel!
Es ist zwar interessant bei einem MoBa-Stammtisch diese Geräusche der Loks zu hören und auch die Fahreigenschaften zu sehen, aber bei mir stellt sich da kein "HabenWill" ein.
Das "Steht im Regal" in Deiner Überschrift ist dann bei mir ein "Steht im BW" aber nicht für bestimmte Loks, sondern eher abwechselnd für Alle mal.
Upps, schon wieder so viel geschrieben.
Gruß
Hans-Dieter


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#7 von X2000 , 27.12.2020 11:45

Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

Die "modernen Lok" ziehen schlechter, sind langsamer, (muss öfter nachregeln) als die alten Modelle und finden Unterbrechungen in der Stromversorgung, wo die alten nicht einmal zucken.



Gruß
Willy



Das ist schlicht falsch. Die lastgeregelten Loks legen ein Fahrverhalten an den Tag, von dem man früher nur träumen konnte. Klar, muß man bei analogen Betrieb auch nachregeln. Funktionsüberladen sind die Modelle keineswegs. Was ausser Panto und Telex gibt es da in Großserie? Den Krach zähle ich nicht als Funktion- eher als Abfallprodukt, der sich nicht vermeiden läßt.

Solange die Haftreifen nicht glatt sind, was auch ab Werk vorkommt (bei Märklin Ludmilla und BR24/74), ziehen die Loks richtig was weg. Die Stromabnahme muß funktionieren. Also reinige deine Gleise, auch C Gleis oxidiert nach längerer Lagerzeit an den Pukos, M Gleis ohnehin. Ist dies erledigt, fahren sie alle perfekt. Wenn nicht, dann einmal die Stromübertragung vom Schleifer bzw. die der Masse überprüfen. Auch bei Loks aus den 70zigern ist da gern etwas oxidiert zwischen Laufgestell und Rahmen.


Gruß

Martin


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#8 von Dreispur , 27.12.2020 12:34

Hallo Willy !

Zuerst mal Frohe Weihnacht und gesund bleiben .

Deine Bescheidenheit möchte ich auch haben . Bin von analog ins digitale sanft getrifftet . Allerdings mit Kleinbahn Wien angefangen . Dann zu Roco . Muß dir recht geben das manche Fahrzeuge von den 80er Jahren besser waren als die gut Detailierten Jetzigen Lok . Habe viele digital nachgerüstet weil mich die ewige Stromkreisschaltungen bei analog störte um einige Lok auf der Anlage zufahren .
Zu den Schienen von Kleinbahn und Roco großer und guter Unterschied . Die Weiche selbst stabil und fiel nicht auseinander .Der Antrieb super . Die letzten Geo Line Schienen waren o Kraus .
Die alten 2,5 Schienen von Roco haben alles rollen lassen Hohe Spurkränze usw. ... Muß mal die neuen Roco Line mit Bettung probieren . Die ersten mit weicher Bettung hatten ein Schienenverschmtzungs potential .
Radikal mit Schleifpapier 1000 behandelt dann sorgfällltigst mit Wundbenzin gereinigt . Alle Räder von Kunststoff auf Metalräder getauscht und ebenfals gebaded und gereinigt . Sodann war es wieder super mit von wegen alt .
Digital zu fahren macht Sinn wenn viele Züge auf der Anlage stehen . So manche Lok hat auch mit Standartdecoder guten und bessere Fahrkultur ..
Kaufe heute noch Sammlerstücke aus diesen Jahren .
Neu macht nicht immer glücklich . Wenn ich drann denke die Kleinbahnmotoren hatten einen Elektrosmok das man glaubte alles raucht ab . Gefunkelt und Lärm gemacht .
Ja die Nostalgie ist immer und überall bei mir zufinden .
Freut mich das du mt Deinen Sachen zufrieden bist .


mfG ANTON

Roco DigiSet+MMaus Rocomotin, IB 650 2.0 / IB 60500 ESU+CT-Programmer, IB+HV Prog.. http://www.henningvoosen.de/ Schalt/RMGB Dec Viessman , LDT,Roco,Lenz,LISSY,Lopi:Lenz,Tran+Sound/ESU+Sound/ Orig. Lok+Sound.anal.Trafo z.Test.WDP 7.0 u.9.2 / 2015


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#9 von Willy , 27.12.2020 13:09

Habe die Zitate alle gekürzt wieder gegeben.

Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal


Ja die Nostalgie ist immer und überall bei mir zufinden .
Freut mich das du mt Deinen Sachen zufrieden bist .



Mit den alten Sachen bin ich zufrieden mit den neueren eher nicht.

Nostalgie mag ich sehr, selbst telefonieren tu ich mit einem Wählscheibengerät (W48 Elfenbein) wann immer ich an meinem Schreibtisch sitze und weiß dass ich nicht in Automaten lande die mir sagen, "dann drücken sie die Eins".


Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

Hallo Willy,
im Berufsleben habe ich mich so oft über Computer und Zubehör geärgert, dass ich das bei der Modellbahn nicht mehr brauche. Da gilt: auf Schiene setzen >> Strom drauf >> läuft! Meine letzten neuen Loks, die ich mir angeschafft habe sind eine Roco BR 01.10, ein Liliput ET 11 und eine Fleischmann E19.
Das "Steht im Regal" in Deiner Überschrift ist dann bei mir ein "Steht im BW" aber nicht für bestimmte Loks, sondern eher abwechselnd für Alle mal.
Upps, schon wieder so viel geschrieben.
Gruß
Hans-Dieter



Mit dem Berufsleben ist es bei mir ähnlich, als Fernmelder habe ich vom W28 Telefon bis zu meiner Rente 2016 alles in den Fingern gehabt und freue mich über simple Technik.
Ein BW habe ich leider noch nicht, würde auch nicht so groß dass alles rein passt.

Zitat von X2000 im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

Die "modernen Lok" ziehen schlechter, sind langsamer, (muss öfter nachregeln) als die alten Modelle und finden Unterbrechungen in der Stromversorgung, wo die alten nicht einmal zucken.



Gruß
Willy



Das ist schlicht falsch.



Schlicht falsch ist nur dass ich nicht geschrieben habe, "Meine modernen Lok ziehen schlechter, sind langsamer, (muss öfter nachregeln) als die alten Modelle und finden Unterbrechungen in der Stromversorgung, wo die alten nicht einmal zucken".
Du kannst nicht beurteilen ob es bei meinen Fahrzeugen falsch ist oder nicht.

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#10 von SAH , 27.12.2020 13:14

Moin Willy,

wie immer gibt es auf allen Seiten Licht und Schatten. Die optischen Eigenschaften werden dezentral und kontrovers-subjektiv debattiert. Elektromechanische Eigenschaften oft auf die Belange des Vorbilds bezogen (was an sich nicht schlecht ist!), doch leider bleiben die modelltypischen Eigenschaften, weil nicht bekannt, oft unberücksichtigt.
Auf diesem Gebiet habe ich mich ein wenig beschäftigt und kann daher eine Hand voll Ergebnisse vorweisen. Hier im Forum habe ich eine Auswahl unter Übersicht Loktests zur Verfügung gestellt.
Am Beispiel der BR 01.10 möchte ich das kurz erläutern:
In dieser Vergleichfahrt werden z.Zt. 4 verschiedene Ausführungen der BR 012 vorgestellt. Drei analoge und eine digitale Variante. Auf die Konstruktion wird oft nicht geachtet, wohl weil dazu eine komplette Demontage gehört. Wie sehr das Ergebnisse beeinträchtigt: 3310.1 vs. 3310.2b.
Welchen Einfluss der Motor hat: 3310.2a vs. 3310.2b. Wie stark sich die Eigenschaften positiv ändern können 3310.2a vs. 3710.1. Insbesondere die reinen Testergebnisse sprechen für sich. Auch das kleine Spielzeug der "interaktiven Zuganzeigers", welcher die modellbezogenen Eigenschaften berücksichtigt, vermitteln schon einen ersten Eindruck was alles an das Modell gehängt werden kann (sogar mit Einstellung der Steigung).
Die Bewertungen am Ende des Beitrags basieren auf einem dokumentierten Verteilungssystem von Punkten mit 20 einzelnen Prüfpunkten. Da in Auseinandersetzungen (anders kann ich die meisten Beiträge vor allem zu Neuheiten nicht nennen) nicht abstufen, sondern eher schwarz-weiß Klekserei (das als Malerei zu bezeichnen ist m.M.n. eine Beleidigung der Malerzunft) betreiben, indem Fehler gleich welcher Art als absolute Todsünde betrachtet werden, habe ich mich davon abgewandt. Daher baute ich mein eigenes System auf und wende es an. Bei der 01.10 ist es gut gegangen, d.h. zugunsten der 3710. Allerdings fehlen noch ein paar: 3610.1 und die ganzen 011: 3390, 3690 und 3790. Wobei diese mit den 012 Getriebetechnisch identisch sind.
Nicht ganz so gut verliefen die Bewertungen bei der BR 50/52 für die neueren Ausgaben.

Viel Spass bedenfalls beim Stöbern!
Noch eine Anmerkung: die angegebenen Wertungen geben nicht wieder, welche Modelle mir besonders gut gefallen!

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#11 von Willy , 27.12.2020 13:31

Hallo Stephan-Alexander,

danke für den Link, die "Testberichte" werde ich mir nachher mal durchlesen, bin gespannt.

Dass es immer auch auf die Anlage ankommt ist natürlich auch klar, meine habe ich so gebaut wie ich es von früher kannte, die "Testmaschinen" waren meist kleine Dreiachser und die 41, wo die klar kamen, hatten auch die anderen alten Lok keine Probleme

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#12 von katzenjogi , 27.12.2020 14:56

Hallo Willi,

so wie Du mache ich es auch, wenn auch Digital bzw. mit DELTA Decodern. Die neuen Loks stehen in der Vitrine, die 3003 (BR 24), 3029 (KLVM), 3032 (BR 81), 3095 (BR 74) und 3098 (BR 3 fahren bzw. fuhren auf der Anlage. Zur Zeit liegt die brach und wird wohl verkauft.

War aber auch aus ähnlichen Gründen wie bei Dir: Die alten Modelle sind einfach robuster (hatte einen Kater mit ausgeprägtem Spieltrieb) und auch die Wartung ist ungemein unkomplizierter, wenn die Loks sich den Motortyp teilen bzw. nicht jede Lok ihren individuellen Antrieb hat.

Und ein wenig Nostalgie ist auch dabei. Denn auch wenn die Loks mit der CS1 und zwei MS1 gesteuert werden (bzw. wurden), so sind die Fahrverhalten doch ähnlich, wie man es früher bei den analogen Exemplaren gewohnt war (und wie ich es lieben gelernt habe).

Ein bisschen ist es heutzutage ja meckern auf hohen Niveau, wenn man sich über fehlende Langsamfahreigenschaften aufregt oder wenn das Modell ruckelt, weil ein andere Teilnehmer im Stromnetz auftaucht. Das hat uns früher nicht die Bohne interessiert.

Weihnachtliche Grüße

Jürgen


 
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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#13 von Willy , 27.12.2020 15:30

Klar Jürgen,

zu einem sehr großen Teil ist auch Nostalgie mit dabei, dieselben Blechwagen rattern über dieselben Weichen wie sie es schon vor 60 Jahren taten als mein Vater die Anlage aufgebaut hatte.

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#14 von KaBeEs246 , 30.12.2020 11:51

Hallo Willy,

meine Erfahrung, nachdem ich jeden Tag im Dezember fast alle alten analogen Märklin-Loks im Rahmen meines Adventskalenders habe fahren lassen.

Kontaktprobleme
Auf sauberen Schienen fahren neue und alte Loks ohne Aussetzer. Extrembeispiel gefällig: der Glaskasten rund um die Anlage ohne jedes Problem ohne jegliche Vorbereitung.
Auf verschmutzten Schienen fahren Loks mit der alten Kupplung und angehängten alten Wagen besser, weil über die Kupplung eine zusätzliche Masseverbindung hergestellt wird.

Nachregeln
Da sind Loks moderner Fertigung klar im Vorteil. Digital geregelte Loks fahren auch 10 m vom Einspeisungspunkt entfernt, bergauf und bergab, mit und ohne Last mit konstanter Geschwindigkeit. Analog gesteuerte Loks werden dagegen immer langsamer, je weiter sie sich vom Einspeisepunkt entfernen. Uraltmodelle mit hohem Stromverbrauch leiden wegen des höheren Spannungsabfalls an den Schienenverbindern am meisten.

Zugkraft
Bei der Zugkraft kann ich über neuere Loks nicht klagen. Aber die Tenderkurzkupplung ist häufig nicht für große Anhängelasten ausgelegt. Nach einer Kurve wird der leichte Tender aus den Schienen gedrückt, weil die Kupplungsfeder die ausgelenkte und dabei gelängte Kupplung nicht zum Tender hin zurückziehen kann. Neuere Wagen sind daher aufgrund des Fehlens eines Ballastgewichtes viel leichter konstruiert und rollen wegen der verbesserten Achslagerung leichter.

Wartung
Einige Loks des Märklinprogramms, die vermutlich ursprünglich nicht bei Märklin konstruiert worden sind, lassen sich nur mit größter Vorsicht zerlegen und zusammenbauen.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans


Meine Anlage Nettetal (Breyell): https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=155988
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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#15 von Schwedenzug , 03.01.2021 11:23

Moin,

Meine sammlung startete komplett Analog vor vielen Jahren, langsam ist es teilweise Digital geworden. Wir haben eine der erste Digital Control 80 überhaupt gekauft als sie in Schweden lieferbar war und selber dekoder eingebaut. (1984 irgendwann?) Ab der punkt ging die entwicklung schnell...

Heute habe ich alle meine Analoge loks immer noch, und die anlage ist 2-system und kann von Digital zu Analog umgeschaltet werden. Ehrlich mal, es ist befriedigend manchmal die alten Schätze zu fahren. Hochdrehen, losfahren. Elektronik-problem hat mann eher selten. Ich bin sicher das in 30 jahren oder so fahren meine analoge Loks immer noch, aber hoffentlich noch die digitale auch. Aber ich gebe auch zu: Für software-updates, computer-probleme, netzwerke etc habe ich in meine freizeit NIX übrig. Es muss sich in grenzen halten. Aber die vorteile der eine Digitale anlage bietet möchte ich auch haben. Wenn ich eine moderne Diesel-lok digital fahre mit originalsound ist es natürlich ein hammer! Also, ich brauche beide welten und meine anlage bleibt "2-system".

Ein notiz zu der 012 Märklin mit 5-achs tender: Habe ich auch, und fuhr auch immer mässig, lebte in den schatten irgendwo in eine BW. Vor 2 jahren habe ich meine lok auseinander genommen, gebadet, gereinigt und vorsichtig geschmiert wieder. Eine fast neue Lok habe ich bekommen und sie fährt super! So ist es oft - auch die alten analogen schätze brauchen service und underhalt. Aus heutiger sicht ist die Märklin 012 natürlich auch "alt" - wenn natürlich viel neuer als der Metall-01. Ich kann also nur eine komplette reinigung mit schmierung empfehlen! Es ist sicher bisschen verharzt die alte öl und die Masseverbindung mässig wegen schmutz und so was. Einige neuere MÄrklin-loks sind bestimmt mehr empfindlich für solche probleme, keine frage.

/Martin, analog und digital-bahner der beide welten geniesst.


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Ich bin nicht der Martin aus "Märklin of Sweden"!


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#16 von Sepp , 03.01.2021 13:32

Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal



Heute habe ich alle meine Analoge loks immer noch, und die anlage ist 2-system und kann von Digital zu Analog umgeschaltet werden.




Hallo Martin,
ich habe auch eine 2 Leiter DC Anlage welche ich von analog auf digital umstellen kann, hierzu würde mich mal interessieren wie Du das genau gemacht hast?
Meine Lösung sieht so aus das ich 2 Kabel umstecken muß.


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#17 von Schwedenzug , 03.01.2021 14:10

Hallo!

Gerne, Hier:



Es ist also für 4x system, Märklin Analog (Blaue trafos, 5 mal), Märklin Digital (CS2), DC analog (fleischmann trafo und hausbau) und DC Digital (Roco Z21).
(Likström: Gleichstrom)

4x verschiedene einspeisungen dann. Und ausgänge 4x sektionen DC und 5 sektionen Märklin.
Voraussetzung: Beim einschalten "Digital" muss alle analoge loks auf stromlose sektionen isoliert sein. Das ist eigentlich alles.... Funktioniert seit vielen vielen Jahren. Sogar der liebe Herr Von Ortloff hat es inspektiert und als intressant gefunden bei seiner besuch. (Schweden Tour zu verschieden Moba-anlagen vor etwa 7-8 jahren)

Ja, es ist eine alte Kuchen-box aus der Küche.

Warum nicht einfach alles digitalisieren? Hier muss mann der Umfang meine sammlung im Gedacht haben. Würde viel zeit und Geld verlangen und ich möchte gerne meine Analoge Schätze grösstens im original-zustand haben!
Im plan gibt jezt eine grössere ausbau der Anlage, teilwise eine neubau aber das system wird behalten, grossteils. Eventuellt nicht auf alle sektionen aber trotzdem. Ich habe viele ältere DC loks auch analog wo eine digitalisierung zu aufwändig ist.

Eigentlich pass das alles zu Thema ein bisschen, weil es geht um lösungen das "gute alte" zu behalten, aber trotzdem das neue Technic im betrieb zu haben ohne alle die Vorteile zu verpassen.

/Martin aus Schweden.


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Ich bin nicht der Martin aus "Märklin of Sweden"!


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#18 von Robur , 13.01.2021 11:53

Servus,

nach etlichen Jahren der Ausflüge in die Welt des DCC, des Sounds, der Spuren 0 und 1, der H0 2L-Modelle, bin ich doch wieder zurück in die analogen Märklin H0 Kindheitstage. Und da ich noch einige Modelle aus diesen 70er und 80er Jahren auf dem Dachboden gelagert hatte, mir ein sehr großes Konvolut alter (ungebrauchter) K-Gleise der 21er und 22er Serien in die Hände fiel, bau ich mir nun meine H0 Classic line. Digital darf da auch mal fahren, dazu hab ich einen Umschalter gebastelt, der mir erlaubt, einzelne Abschnitte oder alles digital zu fahren. Diverse Angebote auf dem Gebrauchtsektor haben mein Bw gut gefüllt und die passenden Wagen kamen ebenso aus diversen Kleinanzeigen oder von Händlern, die ganze Anlagen oder Sammlungen aufkaufen.
Interessant war, daß die alten Schätzchen vom Dachboden (z.B. 3038, 3039, 3081, 3165 etc.) nur ein wenig Reinigung verlangten und nach dem Schmieren mit Fallers Teflonöl wieder über die Gleise flitzen. Und das Reinigen der Antriebe ist in wenigen Minuten erledigt. Da muß keine Platine entfernt oder ein Elektronikstudium absolviert sein. Vier Schrauben, Ballistol, Zewa und schon ist der Schmodder entfernt.

So macht das Eisenbahnspielen richtig Spaß. Gelber Taster gedrückt, Trafo aufgedreht und los gehts.

Ich kann jeden verstehen, der sich über die Gußklumpen und den "Sound" der alten Antriebe freut.

Die älteren Deltaloks der Reihen 34xx sind übrigens auch noch im Einsatz und bisher hatte ich nur einen Ausfall. Aber nach 30 Jahren darf das auch mal sein.

Viel Spaß


Viele Grüße

Michael

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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#19 von Willy , 13.01.2021 13:07

Moin,

sollte ich doch noch ein richtiger Modellbahner werden, probiere ich auch mal eine digitale Lok auf der Anlage laufen zu lassen, kann sogar sein dass ich schon eine habe die dafür geeignet ist, bin aber nicht sicher.
Im Augenblick ist es ein reines Winter/Schlechtwetter Hobby und immer noch im Aufbau, darum möchte ich mir keine neue Baustelle eröffnen.

Die neueren Modelle lasse ich jetzt aber öfter allein laufen, vielleicht ist ja doch eine Einlaufzeit erforderlich damit sie geschmeidig über die Gleise rollen.

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#20 von Lordpeter , 21.01.2021 00:34

Hallo Willy,

das ist auch eine Frage des Standpunkts. Leider waren gerade in den 1990er und 2000ern die sogenannten Modellbahner besonders laut (danach hab ich mich damit nicht mehr so sehr beschäftigt). Da wurde gerne die Funktion der Optik und der Detaillierung untergeordnet. Vieles hängt damit direkt aber auch und indirekt zusammen:

Der gute alte Dreipoler war als Motor zwar bärenstark, hatte aber ein hohes Haltemoment. Auf den alten blauen Trafos mit Skala 0-250 fuhren viele Lokomotiven erst beim Erreichen von 100 überhaupt los, und das los"fahren" war bis 150 oft eher ein von-Pol-zu-Pol springen. Langsamfahrt oder vorsichtiges Rangieren war praktisch unmöglich. Vernünftiges Regeln gab es oft erst ab 150 und damit nur noch die Wahl zwischen schnell, sehr schnell und viel zu schnell. Zudem waren viele Loks per se viel zu schnell im Sinne eines Modellbahners, mit Höchstgeschwindigkeiten umgerechnet über 300 km/h selbst für Rangierlokomotiven. Mit dem Digitalsystem wurde das noch absurder: man konnte zwar besser regeln, aber der Motor konnte das nicht umsetzen.

Mit der Vorbildtreue und dem Digitalsystem kamen dann auch die Änderungen am Motor:
Geringere (vorbildgerechtere) Geschwindigkeiten statt Rennsemmeln: eine Köf II fährt maximal 30 km/h. So etwas war mit dem Dreipoler nicht mehr machbar. Die bessere Regelung im niedrigen Spannungsbereich (geringeres Haltemoment) erkauft man sich aber durch geringere Zugkraft. Da die Getriebe aber gegeben waren (zumindest bei Varianten), wurden die Lokomotiven zwar besser regelbar, aber auch langsamer und weniger zugstark.

Ein weiteres Thema: Die alten "Gußklumpen" sind sehr schwer und haben daher einen höheren Anpressdruck auf den Schienen, was wiederum zu besserem Vortrieb beiträgt.

Außerdem hat sich der Anlagenbau weiterentwickelt - oder zumindest der Anspruch: Steigungen á la Noch-Fertiggelände (von 0 auf +10cm innerhalb von 1m sind ebenfalls nicht mehr en vogue. Alte Märklin-Loks konnten das - neue nicht mehr.

Insofern ist alles eine Frage dessen was man möchte - und da gehen die Meinungen leider auseinander.

Beste Grüße
Lordpeter


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#21 von SAH , 21.01.2021 06:35

Moin Lordpeter,

zu Deiner Beschreibung der Fahreigenschaften möchte ich ein paar Annerkungen machen:
Anfahrspannung -- diese ist bei DCM-Modellen (DCM= Trommelkollektor) deutlich höher als bei FCM-Modellen (FCM =Scheibenkollektor). Kann jedoch durch sorgfältige Wartung gesenkt werden. Auf einem 6173-Trafo ist es mir gelungen, die Trafoeinstellung von 110 bis 130 zum Anfahren auf 30 bis 50 zu senken. Mittel zur Lösung: Ölen der Läuferwellenlager und betriebswarmes Getriebe (Einfahrzeit 30 min pro Fahrtrichtung.

Langsamfahrt -- wenn die Modelle fahren, ist es möglich, die Geschwindigkeit bis auf ca. 20 km/h zu drosseln; in Einzelfällen sogar bis 10 km/h und darunter. Bei meinem Trafo muss ich dafür den "analogen Rangiergang" nutzen, weil rot-braun mit ca. 8V anfängt. Neuere Trafos fangen mit 4-5V an, da ist dies nicht unbedingt nötig.

Überhöhtes Tempo -- zu dem Zeitpunkt (80er und 90er Jahre) haben die meisten Nutzer die Märklineigene Dokumentation nicht mehr auf dem Schirm und in Folge dessen nur die unsachgemäße Polemik bzw. Fehlinformation zu Hand, die von "außen", also von Nichtkennern verbreitet wurde (und teilweise auch heute noch): vmax bei Fahrregler max.
Tatsache ist: v_Vorbild bei Trafomittelstellung im Lokleerlauf (=12V), was darüber ist, ist Reserve für schwere Züge und große Steigungen. Das ist notwendig aufgrund der starken Reduktion der Geschwindigkeit durch Belastung bei den damals genutzten Reihenschlussmotoren. Ausnahmen sind die "Spielmodelle" mit verdoppeltem Tempo, wie z.B. BR89, BR 80, 81, E63, V60 usw. Tempo 300 und mehr kann ich mit dem 6173-Trafo nur Ausnahmsweise erreichen, die maximalspannung dieses Trafo ist 13,5V unter Nennbedingungen.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#22 von Willy , 21.01.2021 12:05

Guten Morgen,

die Basis meiner Anlage ist alt, Blechschienen teilweise aus meiner Kindheit, also um 1960 und früher. Ohne die Kisten voller alter Schienen und Fahrzeuge hätte ich den Raum in dem die Bahn steht, anders genutzt, großes Fenster rein, Kamin und einen kleinen Balkon zum Garten raus.

Da die Brocken aber vorhanden waren habe ich sie halt verwendet, dazu das alte Rollmaterial. Dieses läuft prima, sicherlich muss ich die Fahrzeuge, wenn ich nicht ständig nachregeln will, aufeinander abstimmen weil sie alle ihre eigenen Geschwindigkeiten laufen, da kann es sein dass eine V60 schneller ist als eine V200, dies war früher halt so und stellt kein großes Problem dar wenn ich diese Fahrzeuge entsprechend kombiniere.
Manche fahren gut langsam, mache fordern eine gewisse Grundgeschwindigkeit aber Rangierfahrten mache ich nicht, sondern habe variable Zugzusammenstellungen die dann so wie ich sie per Taster aktiviere, ihre Runde drehen.

Den großen Betrieb naturgetreu nachstellen möchte ich nicht, sondern die Züge so betrachten wie sie dann fahren.
Die aktuellen Lok mit ihren vielen Funktionen passen da nicht wirklich nicht rein, auch mit den Steigungen, wie ich sie noch aus meiner Jugend kenne und ausgeführt habe, kommen sie nicht klar.

Macht aber nichts, inzwischen habe ich mich damit abgefunden dass ich eine aussterbende Art bin. Wenn ich mir doch mal eine Lok dazu kaufe, dann eine alte Maschine. Ich finde es sogar irritierend wenn beim Umschalten der Fahrtrichtung keine Rückmeldung von der Lok kommt, kein aufleuchten der Lampen, kein knurren des Umschalters.

Geht mir bei vielen anderen Dingen, bei Autos zum Beispiel, ebenso. Mein Auto muss in erster Linie fahren, damit spielen und fast 500 Seiten BA lesen will ich einfach nicht. Den Wagen meiner Frau, 2017 gekauft, fahre ich nur im Notfall, in meinem EZ 1999, fühle ich mich sehr viel wohler.

Gruß
Willy


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#23 von Lordpeter , 21.01.2021 12:41

Hallo Herr Hayn,

Danke, man lernt immer wieder etwas dazu! Zumindest das mit der Mittelstellung des Trafos war mir jetzt neu. Was leider die Regelung noch schwieriger macht, denn Einfahrzeiten von 30 Minuten je Fahrtrichtung(!) ist für einen Betrieb "mal zwischendurch" für die meisten sicher einfach zu viel. Außerdem ist die Dokumentation an dieser Stelle auch irgendwie unlogisch - vmax bei Fahrregler max ist für "normale" Menschen das, was sie erwarten würden. Da hätte man die Skala besser anders aufgeteilt.

Nicht vergessen sollte man aber auch, dass digital heutzutage für Märklin den Normalfall und Standard darstellt. Die Fahrfunktion muss im Digitalbetrieb stimmen, analog ist da dann eher zweitrangig. Das ist aber bei fast allen Produkten heutzutage so.

Gruß
Lordpeter


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#24 von Lordpeter , 21.01.2021 12:59

Hallo Willy,

also sagen wir mal so: ich kann Sie gut verstehen, auch wenn Sie mir sicher ein paar Jährchen voraus sind. In meiner Kindheit war es mir auch egal, ob die V60 den Schnellzug auf der Strecke überholt. Da hat man sich als Kind gefreut, dass die kleine Lok besser ist als die Große...

Allerdings freue ich mich auch über feiner detaillierte Loks und Wagen und freue mich mittlerweile besonders über das Rangieren. Trotzdem sieht meine Anlagenplanung vor, dass eine Strecke auch analog betrieben werden kann - Auslauf für die alten Schätzchen.

Alles hat halt seine Vor- und Nachteile.

Gruß
Lordpeter


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RE: Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

#25 von SAH , 21.01.2021 13:13

Moin Lordpeter,

Zitat von im Beitrag Meine Märklin, alt fährt, neu steht im Regal

Hallo Herr Hayn,

Danke, man lernt immer wieder etwas dazu! Zumindest das mit der Mittelstellung des Trafos war mir jetzt neu. Was leider die Regelung noch schwieriger macht, denn Einfahrzeiten von 30 Minuten je Fahrtrichtung(!) ist für einen Betrieb "mal zwischendurch" für die meisten sicher einfach zu viel. Außerdem ist die Dokumentation an dieser Stelle auch irgendwie unlogisch - vmax bei Fahrregler max ist für "normale" Menschen das, was sie erwarten würden. Da hätte man die Skala besser anders aufgeteilt.

Nicht vergessen sollte man aber auch, dass digital heutzutage für Märklin den Normalfall und Standard darstellt. Die Fahrfunktion muss im Digitalbetrieb stimmen, analog ist da dann eher zweitrangig. Das ist aber bei fast allen Produkten heutzutage so.



Nutzerverhalten ist halt nicht dokumentiert, und Auspacken Loslegen ist weit verbreitet. Ist auch völlig legitim. Wer allerdings nach Regeln agieren will, muss sich dementsprechend informieren. Genau dafür waren die Broschüren da wie "Die Märklinbahn und ihr großes Vorbild" oder die vielen Monographien bei den Zeitschriften und Journalen. In Folge dessen sind die Inhalte der Broschüre für diejenigen, die sich am betrieblichen (nicht optischen!) Vorbild orientieren möchten.

Zum Langsamfahren ein paar Beispiele:
BR 01 als HR800 N (von 194 mit ca. 10 km/h:
[youtu-be]https://youtu.be/DzI_BwwqqCk[/youtu-be]

BR 80 als TM800 (von 1954) mit LRA+, Zimo MX634 und Originalmotor bei ca. 6,5 km/h (FS 1/14 Tams EC)
[youtu-be]https://youtu.be/sog7csvEK28[/youtu-be]

BR 96 (SNCB) als 3101 von 1979 mit SFCM, HAMO und mLD im Rangiergang bei ca. 3,8 km/h (FS1/14 Tams EC)
[youtu-be]https://youtu.be/FzH8VzCvEfg[/youtu-be]

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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