RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#1 von Knolli , 09.01.2021 22:17

Hallo und willkommen in Knolli´s kleiner (Modellbahn-)Werkstatt!

Wer ist Knolli?
Knolli heißt Matthias, lebt in einem Vorort von Wien, ist 20 Jahre alt und betreibt das Modellbahnhobby seit ca.15 Jahren. Ich habe eine Lehre zum Elektro-Anlagen-und Betriebstechniker bei den ÖBB abgeschlossen und möchte mich zum Lokführer weiterbilden.
Seit Beginn an wird auf der Heimanlage digital gefahren, dadurch hat sich ein besonderes Interesse in Sachen Digitalbetrieb, Decoder und Sound ergeben. Meine Hauptdecoder sind von ZIMO, es finden sich vereinzelt auch ESU´s.

Was wird hier geboten?
Hier findet ihr diverse Umbauten von verschiedensten Fahrzeugen aller Hersteller. Haupthema ist das Digitalisieren und Besounden von Lokomotiven. Auch kleinere Superungsarbeiten fallen hier immer wieder hinein. Ich achte immer auf eine hohe Qualität der Umbauten. Ich mag es in Lokomotiven sehr aufgeräumt und ohne viel Drahtgewirr. Außerdem bin ich sehr faul . Meine Umbauten sind daher meistens frei von fräsen oder sonstiger Bearbeitung und Veränderung am Fahrzeug, wenn dies möglich ist.


Inhaltsverzeichnis

1.ÖBB 2045 von Roco - Soundumbau
2.Kleinbahn 178 mit neuer Stromabnahme
3.Lima 2067 mit LED-Beleuchtung und Schlusslicht


Viele Grüße
Matthias

"Digital? Was ist das? Kann man das Essen oder braucht man dafür einen Experten?"


 
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#2 von mikusch , 10.01.2021 07:29

Ersteinmal " Herzlich Willkommen Knolli"

Sehr feiner Umbau

und

bin auf weitere Umbauten gespannt

Grüsse

Michael

PS Der Zimo Neuling


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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#3 von maybreeze , 10.01.2021 09:34

Servus Matthias und willkommen hier!

Ich denke, die vielen "außerösterreichischen" Mitglieder hier im Forum werden jetzt von Deiner Erfahrung profitieren können.

Zwar nicht funktionsfähig, aber immerhin im Museum Heizhaus Strasshof erhalten:




Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#4 von Knolli , 10.01.2021 10:22

Servus Klaus!

Danke für deine Bilder!

Letztere Maschine auf den Bildern ist die 2045.20. Die hab ich als altes Roco-Modell zu Hause und sie wird auch bald vertont. Natürlich ungedämpft


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#5 von maybreeze , 10.01.2021 12:08

Habe schnell mal meine 2045er zur Parade antreten lassen:



Die braune 2045.08 - die hat ja als Modell die "Besonderheit", dass die Entfernung der Abgashutzen etwas schwieriger ist - offenbar wurden die Dinger in den noch leicht feuchten Lack des Gehäuses eingepresst und somit "festgeklebt". Man muss vorsichtig mit einem Skalpell zu Wege gehen. In ihr werkelt ein Lenz 1025. Ich hab' seinerzeit von der Händlerin meines Vertrauens zwei Ersatzhutzen auf Roco-Kosten bekommen.

Die rote, abgasschalldämpferlose (was für ein Wort!) 2045.11 mit einem Lenz silver mini digitalisiert.

Die grüne 2045.20 aus dem Jubiläumsset anlässlich 150 Jahre Eisenbahn, mit einem eingelöteten Lenz Standard+

Die rote 2045.16 mit den Schalldämpfern, da ist auch ein Lenz Standard+ drinnen

Der Silver mini hat bequem Platz gefunden, bei den anderen musste der "Deckel" weggelassen werden. Der Normal-Mobaner kommt sicher damit aus, Bastel-Gurus wie Du möchten es natürlich feiner haben.

Ich weiß, du bist Zimo-Fan - mir reichen die "Standard"-Funktionen eines Lenz, die Loks fahren für meine Anforderungen gut, zusätzliche Funktionen brauche ich nicht.

Bei der Digitalisierung älterer Modelle ohne schnittstelle wichtig: Motorisolierung beachten (Durchgangsprüfung billiger als Decoder himmeln)

Zum Sonntag gibt es zwei Bonusfotos

Ziemlich viel Betrieb in St. Christian.



Und als Hoffnungsfoto für Ostern (in drei Monaten am 4. April) und vergrößerter Bewegungsfreiheit - die Hasen wollen rechtzeitig geliefert sein!


Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#6 von Knolli , 10.01.2021 18:37

Zitat


Der Silver mini hat bequem Platz gefunden, bei den anderen musste der "Deckel" weggelassen werden. Der Normal-Mobaner kommt sicher damit aus, Bastel-Gurus wie Du möchten es natürlich feiner haben.

Ich weiß, du bist Zimo-Fan - mir reichen die "Standard"-Funktionen eines Lenz, die Loks fahren für meine Anforderungen gut, zusätzliche Funktionen brauche ich nicht.

Bei der Digitalisierung älterer Modelle ohne schnittstelle wichtig: Motorisolierung beachten (Durchgangsprüfung billiger als Decoder himmeln)




Der Deckel muss bei z.B. einem MX630 oder MX600 nicht weggelassen werden.m Das rührt daher dass die Decoder nicht den vollen Platz den die Norm hergibt ausnutzen. Schmale Decoder haben in der Dachrundung besser Platz. Das ist gar kein Bastelaufwand, sondern nur die Wahl des rechtigen Decoders

Wichtig sind mir die Möglichkeiten, Für jede Lok den passenden Decoder wird nicht nur von Zimo sondern auch von mir gelebt. Sonst hätten einige Kleinbahndinosaurier keine Zukunft gehabt, mit einem anderen Decoder.

Irgenwann hab ich eine 2045 ohne Schnittstelle umgebaut, leider gibt´s keine Fotos davon..... ops: ops:


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#7 von schaerra , 10.01.2021 19:38

Hallo Mathias,

vielen Dank für die Vorstellung des 2045er Umbaues.

Wie ist das mit den Kabeln welche vom Decoder zur Schnittstelle gehen. Da ist doch die Einbuchtung der Verschraubung - der Vorbauten im Weg.
Oder ist das bei der neueren Variante geändert worden.

Ich habe gerade einen Umbau auf Dreileiter Digital bei der 2045.20 gemacht.
Der Sounddecoder fehlt noch, aber sie fährt schon mal mit einem Lopi V5.
Bei der Soundauswahl für den ESU Decoder wird es schwierig werden, den ESU ist bei Österreichischen Sounds nicht unbedingt Up to Date.
Da muß ich mal bei Leosound nachsehen ob der was hat.






freundliche Grüsse
Helmut Fritz

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#8 von Knolli , 10.01.2021 20:11

Zitat von schaerra im Beitrag Knolli´s kleine Werkstatt

Hallo Mathias,

vielen Dank für die Vorstellung des 2045er Umbaues.

Wie ist das mit den Kabeln welche vom Decoder zur Schnittstelle gehen. Da ist doch die Einbuchtung der Verschraubung - der Vorbauten im Weg.
Oder ist das bei der neueren Variante geändert worden.

Ich habe gerade einen Umbau auf Dreileiter Digital bei der 2045.20 gemacht.
Der Sounddecoder fehlt noch, aber sie fährt schon mal mit einem Lopi V5.
Bei der Soundauswahl für den ESU Decoder wird es schwierig werden, den ESU ist bei Österreichischen Sounds nicht unbedingt Up to Date.
Da muß ich mal bei Leosound nachsehen ob der was hat.




Vielen Dank!

Bei der neuen Variante wurde das gändert um eben für diese Drähte Platz zu schaffen. Am zweiten Foto kann man das sehr gut erkennen, es ist nur der Steg in der Mitte für´s Halten der Vorbauten zuständig.

ESU ist für mich immer die zweite Wahl, eben wegen der Verfügbarkeit von Sounds und anderen Feinheiten die mir die ESU´s nicht bieten können.
Sound gibt es derzeit nur von Alexander Mayer auf Zimo. LeoSoundLab hat keinen und wird in nächster Zeit auch keinen machen, weil es kein Vorbild gibt
Ich wohne nicht weit weg und bin immer wieder mal im der Werkstatt von LeoSoundLab. Die haben den Sound übrigens super gefunden


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#9 von schaerra , 10.01.2021 21:09

Hallo Matthias,

vielen Dank für die Info.
Das habe ich schon befürchtet. Für Zimo Decoder habe ich keinen Programmer, weshalb ich diese bisher nicht verwende.
Das es derzeit keine echte fahrfähige 2045er gibt ist natürlich schade. In Ampflwang ist man zwar drann, aber das kann noch dauern.

Es geht doch um den Sound des SGP Motors; S12a, welcher 2x in der 2045er ist.
Dieser Motor war doch auch in Triebwagen und in Rangierloks der ÖBB eingebaut.
Die ÖBB 2067 oder der ÖBB 5046 hat diesen gleichen SGP Motor. Kann man dann das Soundfile nicht aus einem 2067er oder 5046er Sound herstellen.
Abgesehen davon, dass die genannten Triebfahrzeuge einen Dieselhydraulischen- anstatt einem Dieselelktrischen- Antrieb haben. Aber es geht ja zunächst mal nur um den Motor.
Das Summen der Elektromotoren sollte dann kein Problem sein.


freundliche Grüsse
Helmut Fritz

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#10 von Knolli , 10.01.2021 21:37

Für Zimo-Decoder braucht man nicht zwingend einen Programmer, außer man möchte Sounds aufspielen und das etwas aufwendigere Schweizer Mapping programmieren (auch das geht ohne Programmer, dauert etwas, aber möglich )

Das aktuelle Soundprojekt ist ja auch aus zwei 2095ern entstanden. Wenn die Aufnahmen gut sind muss nicht viel geändert werden.

Ich habe bis vor zwei Jahren keinen MXULF gehabt, auch keinen ESU LokProgrammer.
Deswegen auch der Wechsel zu Zimo: Keine unnötig Aufwendigen Programmierungen. Allein das Functionmapping ist bei ESU ohne Programmer nicht zu programmieren...
Ich schweife ab, sooooorry.

Vielleicht macht LeoSoundLab ein Spezialprojekt auf Kundenwunsch


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#11 von schaerra , 11.01.2021 10:23

Hallo Matthias,

Zitat

Für Zimo-Decoder braucht man nicht zwingend einen Programmer,



Ja - da hast Du sicher Recht. Ich könnte den Zimo gleich mit Sound bestellen. Adresse und andere Grundeinstellungen bringe ich auch so eingestellt.
Ich möchte auch keine Wertung abgeben - welcher Decoder besser ist. ESU und Zimo sind da sicher auf Augenhöhe.
Ich habe zwei Gründe für ESU:
Zum einen arbeite ich schon seit beginn der Firma ESU mit deren Decodern und habe deshalb damit die meiste Erfahrung.
Zum anderen ist natürlich auch ein Programmer vorhanden und ich wechsel die Decoder auch mal von Lok zu Lok. Dann ist es natürlich auch von Vorteil wenn man die Sounds auch schnell austauschen kann.

Bei der 2045er könnte ich ja mal eine Ausnahme machen. Ich müsste dann denn Zimo MX658N18 verwenden. Er hat die Maße 25x10,5x4 und ist damit 4mm länger als der ESU. Da muß ich mal nachmessen ob der in die eingefräste Nische reinpasst.

Kann man mit dem Zimo eigentlich auch mittels einer Funktionstaste bremsen :
Also sprich - wenn man den Fahrregler auf 0 stellt, dann läuft die Lok wie im Leerlauf aus und man betätigt mit einer F-Taste die Bremse.


freundliche Grüsse
Helmut Fritz

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#12 von Knolli , 11.01.2021 12:12

Zitat

Bei der 2045er könnte ich ja mal eine Ausnahme machen. Ich müsste dann denn Zimo MX658N18 verwenden. Er hat die Maße 25x10,5x4 und ist damit 4mm länger als der ESU. Da muß ich mal nachmessen ob der in die eingefräste Nische reinpasst.

Kann man mit dem Zimo eigentlich auch mittels einer Funktionstaste bremsen :
Also sprich - wenn man den Fahrregler auf 0 stellt, dann läuft die Lok wie im Leerlauf aus und man betätigt mit einer F-Taste die Bremse.



Der MX659N18 ist kleiner, den bringst du sicher unter
(20x9,5x4) lxbxh

Die Bremstaste bei Zimo kann man folgendermaßen einstellen:

In der CV309 wird die Taste festgelegt (F1,F2, usw.) In der CV349 legt man die Bremszeit für die Bremstaste fest. Sie ist von der Wirkung her genau gleich wie die der CV4.

Um die Bremstaste wirken zu lassen muss die CV4 auf den höchsten Wert eingestellt werden.


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#13 von Knolli , 12.01.2021 19:43

*Beitrag für das Inhaltsverzeichnis verschoben*

Hallo an alle!

Kurze Vorinfo zu meiner Person:
Matthias, 20 Jahre alt, seit 15 Jahren Modellbahner aus Österreich und begeisterter Digitalfahrer.

Wie der Threadtitel sagt, möchte ich hier meine Umbauten von Lokomotiven und Waggons zeigen.
Vorwiegend beschäftige ich mich mit der nachträglichen Digitalisierung von älterem Rollmaterial, dem Soundeinbau, dem Konfigurieren von Decodern und ein wenig auch mit supern von Fahrzeugen.
Mein bevorzugte Marke von Decodern ist Zimo. Wenn es die Gegebenheiten nicht anders zulassen wähle ich selten aber doch auch einen ESU. (Ausschließlich im Soundbereich)
Mein Ziel ist es beste Soundqualität in jeder Lok zu liefern. Der erste Beitrag beschäftigt sich genau damit. Auch die Motoreinstellungen sind eines der Gebiete mit denen ich mich beschäftige. (Dazu wird es gesondert noch Input geben)

Nun ran ans Werk:
Die Roco 2045 ist ein sehr schönes Modell, leider gibt es kein betriebsfähiges Vorbild mehr. Der Sound wurde daher von einer Maschine mit dem selben Motor (SGP S12a) aufgenommen. Der Umbau richtet sich an die Modelle mit Schnittstelle nach NEM652 (die achtpolige ) Es können mit etwas mehr Aufwand auch die älteren Modelle ohne Schnittstelle umgebaut werden.

Was wurde nun in der Lok verbaut?

+Ein Zimo MX648R mit Soundprojekt von Alexander Mayer (Coded von der Zimo Sounddatabase)
+Ein Lausprecher mit den Maßen 11x15x7mm (lxbxh)

Zuerst wird mal die Schraube gesucht:


Man findet sie unter dem Auspuff der Vorbauten.


Hat man nun beide Vorbauten abgeschraubt und das Führerhaus abgenommen sieht das ganze so aus:


Nachdem die vier Drähte die zu den Drehgestellen führen abgelötet worden sind und die Platine abgeschraubt wurde, hat man freien Blick auf das Lokgewicht:


Einer der wesentlichen Teile des Umbaus, ist das Verstecken des Lautsprechers. Ich habe schon einige Umabuten gesehen bei denen der Führerstand mit Lautsprecher und Kondensator ausgefüllt wurde. Das finde ich persönich sehr unschön. Deswegen wurde eine Ausnehmung in Deckel und Führerstandseinrichtung geschnitten, leider habe ich vergessen die Maße abzunehmen....
Sie sind auf jeden Fall so gewählt, dass der Lautsprecher mit wenig Spielraum hineinpasst. Daher ist der Ausschnitt ca. 11mm breit.


Zusammengesetzt sieht das Ganze so aus:


Als nächstes muss die Platine auf der Seite gekürzt werden, an der der Lautsprecher sitzt. Das sind ca. 5mm in der Länge. Ganz wichtig :
Aufpassen, dass man nicht die Flexprint zerschneidet. (so wie ich beim ersten Umbau)


Es geht ans Einpassen! Bevor alles final verbaut wird mache ich mit den "neuen" Bauteilen immer eine Passprobe. Lausprecher sitzt, also kann es weitergehen. Fixiert wurde er mit einem Stück Spiegelklebeband. (Das dicke doppelseitige Klebeband)


Nun zum Decoder: Der MX648 hat einen braunen Draht extra (FA2; Aux2) der grundsätzlich nicht benötigt wird. Daher hab ich ihn mit etwas Reserve und Klebeband am Decoder fixiert.


Die Drähte werden passend, mit etwas Reserve, gekürzt und am Lautsprecher angelötet.


Die Führerstandseinrichtung wird aufgesetzt.


Nun darf auch wieder die Platine eingebaut werden. Die Drähte zu den Drehgestellen dürfen auch wieder angelötet werden.


Jetzt geht´s ans Verstauen des Decoders. Dieser hat unterm Führerhausdach genügend Platz und kann problemlos verstaut werden.


Wenn dann das Führerhaus wieder auf seinem Platz ist, werden noch die Drähte passend verstaut. Wenn alles passt können nun auch die Vorbauten wieder drauf und die Lok ist einsatzbereit.


Wie sich das dann in der ungefiltereten Version anhört (ohne Schalldämpfer) könnt ihr euch hier anhören:
https://www.youtube.com/watch?v=_6kCmn-BUww

Das war´s von mir für´s erste, es kommt mehr, viiiiiel mehr.


Viele Grüße
Matthias

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zuletzt bearbeitet 12.06.2021 | Top

RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#14 von Knolli , 12.01.2021 20:00

Um in Zukunft die Übersicht auf die Beiträge in der Werkstatt zu erhalten, wurde ein Inhaltsverzeichnis mit Einleitung erstellt, der ursprüngliche Beitrag wurde verschoben.

Im meinem alten Forum waren es immerhin fast 50 Hauptbeiträge.


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#15 von Vorarlberg-Express , 12.01.2021 21:22

Hallo Matthias,
Herzlich hier im Forum!
Wir kennen uns vom Nachbarforum - bin gespannt auf deine Umbauten.
Viele Grüße

Gerhard




Mit Toni aus Müselbach unterwegs in meiner kleinen H0/H0e - Welt

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#16 von Knolli , 16.01.2021 22:21

Hallo an alle!

Etwas länger her ist der Umbau meiner ersten Kleinbahnlok (nicht meiner allerersten Lok!!).

Da sie im Digitalbetrieb immer etwas schlecht fuhr habe ich mich entschieden neue Stromabnehmer zu bauen. Die einfachste Geschichte war, eine Lochstreifenplatine zurechtzuschneiden die zwischen die Räder passt.


Das Endeergebnis nach ein paar gebogenen Blechstreifen mehr sieht dann so aus:


Die Lok kommt trotzdem über alles drüber, auch wenn die Platine etwas auf den Unterboden aufträgt.


Wichtig war, dass die Lösung unkompliziert ist und der Arbeitsaufwand gering bleibt. Die selbe Lok habe ich auch von Brawa, also eigentlcih eine sehr gute Alternative. Es hängt an der Kleinbahn aber doch ein emotionaler Wert.


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#17 von 1042er , 16.01.2021 22:55

Hallollooo Knoliiiiiiiii!!

du auch hier?............freuuuuuuut mich bsonders


ich mache mir die Miniwelt, wie sie MIR gefällt


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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#18 von Knolli , 16.01.2021 23:56

Zitat

Hallollooo Knoliiiiiiiii!!

du auch hier?............freuuuuuuut mich bsonders



Jaaaaaa!! Jetzt auch hier!


Viele Grüße
Matthias

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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#19 von wgump , 29.03.2021 21:56

Hallo!

Schöne Beschreibung, Danke!
Hast Du in die 2045 den MX645R oder den MX648R eingebaut?
Hat der MX645R auch unter dem Dach Platz?

(In der Beschreibung #13 steht 645, unter dem Bild dann 648)

Danke,
Lg Wolfgang


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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#20 von El Lobo ( gelöscht ) , 30.03.2021 09:51

Hallo Matthias!

super dass hier ein weiterer Digitalisierungsthread für Umbauten/Verfeinerungen auch von ÖBB Loks gezeigt wird!

Der Umbau der 2045 gefällt mir sehr gut!

LG

Wolfgang


El Lobo

RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#21 von Knolli , 01.04.2021 19:18

Hallo an alle!

Seit längerem lagen bei mir schon vier 2067er von Lima zum Digitalisieren herum. Das Lastenheft beinhaltet unteranderem eine neue Beleuchtung mit schaltbarem Schlusslicht. Ursprünglich ist nur eine Glühlampe vorne vorhanden.

Nun kam aber das lange Nachdenken:

Wie machen ohne dass die halbe Lok ausgeleuchtet wird?

Auf diese Frage fand ich vor kurzem die Antwort als ich eine 1245 von Roco zerlgt habe um die LED´s zu tauschen. Zwischen Platine und Führerstandseinrichtung ist eine mossgummiartige Einlage die die Lichtstreuung verhindern soll.

Das war die zündende Idee!!

Schnurstracks zum PC gesetzt und zu suchen begonnen, auf Amazon wurde ich dann fündig. (Kein lokales Unternehmen hatte sowas ähnliches lagernd!!) Als ich das Packerl erhalten habe ging es sofort zum Prototypbau. Wie nun das ganze im Detail aussieht zeige ich euch in der folgenden Beschreibung:

Man nehme eine 2067 von Lima.....


...und nehme das Gehäuse ab.


Zum Vorschein kommen ein Motor, ein Bleigewicht, eine Glühbirne und ein bisschen in Kunststoff verpacktes Kupfer - Auch Litzendraht genannt
Als nächstes sind die Lampeneinsätze zu entfernen:


Die sind bei allen Loks schon fast herausgefallen, es sollte daher keine großen Probleme geben!
Dann werden alle 6 Linsen abgetrennt und wieder in die Löcher für die Strinlampen eingesetzt:


Wenn das alles erledigt ist geht es an die Platinenproduktion:


Das sind mal die "Rohlinge" - ganz gewöhnliche Lochrasterstreifen die man beim Conrad kaufen kann.
Sie werden nun so "präperiert", dass sie dann auch richtig funktionieren.
Als erstes bekommen die untersten und äußersten Punkte der Platine eine Verbindung. (In diesem Fall mit einem Draht).
Dieser darf vorne nicht überstehen, da sich an diesem Platz auch die roten Led´s befinden werden.
Als nächstes werden die Streifen senkrecht getrennt (Ich hoffe man erkennt es) um die LED´s dann auch extra schalten zu können
Wenn dann alles erledigt geht´s ans bestücken. Ich habe LED´s der SMD-Bauform 0603 gewählt. Da hat man dann noch etwas Spielraum für Lötfehler.


Das Abdichten der Platine geht mit dieser Methode viel leichter als sonst.
Die kleinen Moosgummis von 3M haben 40x40mm und sind 1,5mm dick. Es lassen sich vier solcher Lichtmasken daraus zuschneiden.




Passend zugeschnitten und mit einer Lochzange Löcher gestanzt schaut das dann so aus:
(Schutzfolie schon einseitig abgezogen)



Das ganze wird nun zusammengeklebt:




Man sieht hier nun beide Platinen. Die vordere (unten) hat Aussparungen, weil sie sonst beim Lüfter ansteht.
Fertig eingebaut schaut das dann so aus:



Jetzt kann dann auch der Decoder eingebaut werden.
Ich habe einen MX600 von Zimo verwendet. Der Vorteil liegt in der sehr flachen Bauhöhe von nur 2,5mm, die es erlaubt beim Gewicht nicht unnötig viel herauszufräsen.
Zuerst wird mal der ganze Unrat (Glühbirne, Drähte, Spulen) entfernt:


Der Motorkondensator kann glücklicherweise beibehalten werden, er hat 22nF laut Aufschrift (223)
Das Bleigewicht bekommt eine Vertiefung mit 1mm um für alles Platz zu schaffen.


Leider habe ich von den Zwischenschritten keine Fotos gemacht...
Ich habe zusätzlich noch Microstecker (3polig RM 1.27) eingebaut.
Eine kleine Platine mit 5 Streifen dient noch als Verteiler.


Eine Gesamtansicht der Lok. Die Stecker für die hintere Platine werden nebem dem Motor geführt - es ist genügend Platz vorhanden.


FERTIG!!!!
Das Ergebnis sieht nun so aus:









Als Vorschlag für die Programmierung hab ich folgenden:

F0: Licht richtungsabhängig
F1: Rangierlicht Weiß/Weiß
F2: Schlusslicht richtungsabhängig Weiß/Rot

Dafür sind die CV´s wie folgt zu setzen.

CV35 = 3
CV36 = 12
CV127 = 2
CV128 = 1

Zusätzlich kann man noch das langsame Auf- und Abdimmen einstellen:

CV125 = 88
CV126 = 88
CV127 = 90
CV128 = 89


Viele Grüße
Matthias

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Michael BrocKmann hat sich bedankt!
 
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#22 von maybreeze , 01.04.2021 19:38

Servus Matthias,

ich denke, ein paar Nachbauer würden sich ein detailliertes Bild (Macro) der Lichtplatinen wünschen. Sonst - wie immer- saubere Arbeit.

Die 2067 als "Dreibein"-Rangierhobel ist langsam unterwegs - ein Stützkondensator wäre wohl dann auch noch sinnvoll, zumal häufig über Weichen unterwegs.

Das 3M Produkt ist wie das dickere Doppelklebeband, das man gelegentlich bei einem Diskonter bekommt.


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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#23 von Knolli , 01.04.2021 22:20

Zitat

Servus Matthias,

ich denke, ein paar Nachbauer würden sich ein detailliertes Bild (Macro) der Lichtplatinen wünschen. Sonst - wie immer- saubere Arbeit.

Die 2067 als "Dreibein"-Rangierhobel ist langsam unterwegs - ein Stützkondensator wäre wohl dann auch noch sinnvoll, zumal häufig über Weichen unterwegs.

Das 3M Produkt ist wie das dickere Doppelklebeband, das man gelegentlich bei einem Diskonter bekommt.



Wenn sich wieder eine Lok anbietet kann ich das produzieren - ich denke aber dass die Detailaufnahme für's erste voll ausreicht.

Der Stützelko ist optional, die vier von mir umgebauten fahren besser als erwartet.

Das doppelseitige Klebeband ist genau die falsche Alternative, da weiß und zu dünn.


Viele Grüße
Matthias

"Digital? Was ist das? Kann man das Essen oder braucht man dafür einen Experten?"


 
Knolli
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#24 von Transalpin , 02.04.2021 12:46

Toller Umbau!
LG,

Bahram


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Anlagenplanung Modulbahnhof Epoche V-VI


Knolli hat sich bedankt!
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RE: Knolli´s kleine Werkstatt

#25 von Cknop , 16.04.2021 14:02

[Was wurde nun in der Lok verbaut?

+Ein Zimo MX645R mit Soundprojekt von Alexander Mayer (Coded von der Zimo Sounddatabase)
+Ein Lausprecher mit den Maßen 11x15x7mm (lxbxh) ]

Hallo Knolli,

Interessant wäre es zwei Lautsprecher einzubauen. Für jede Anlage einen.
Und dann getrennt die Motoren starten.
Leider habe ich dazu noch keine Lösung.

Lg
Christian


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Umbau Märklin 37011 auf DC
nurmal so nebenbei, einen Jaguar2 verladen

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