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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#26 von Blech_Maxe , 11.02.2021 20:43

So, mit dem Beitrag für das Spur 1 Material hat es doch etwas länger gedauert. Auch wenn man es in wenigen Minuten gelesen hat, das Erstellen der Beiträge dauert doch ziemlich lange. Etwas Recherche ist ja jeweils auch notwendig.

Um es gleich vorweg zu sagen, der Einstieg in Spur 1 erfordert im Regelfall etwas Geduld. Neue Startpackungen gibt es eigentlich nicht mehr. Warum schreibe ich "eigentlich"? Es gab ja 2019 nochmal ein Startset mit einer V100 und zwei Wagen, leider ohne Weiche und extrem wenig Gleisen. Noch dazu wurde das Gehäuse der V100.20 genommen und eine V100.10er-Nummer drauf gepackt. Obwohl die Märklin V100 nicht die schlechteste Konstruktion ist, finde ich das Gesamtpaket nicht gut.

Ich würde nach folgenden Sets Ausschau halten:
55028 T3, mit 3 Güterwagen, MS2, Gleisoval mit Weiche, Abstellgleis und Prellbock, https://www.maerklin.de/de/produkte/deta...ticle/55028/18/
55032 BR80, mit 4 Güterwagen, Trafo (Lok hat aber einen Decoder) Gleisoval mit Weiche, Abstellgleis und Prellbock, https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/55032
55035 BR80 mit Sound, mit 3 Güterwagen, MS2, Gleisoval mit Weiche, Abstellgleis und Prellbock, https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/55035
55036 BR91 mit Sound und Telex-Kupplung, mit 3 Güterwagen, MS1, Gleisoval mit Weiche, Abstellgleis und Prellbock, https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/55036

Da die Packungen schon einen Teil der benötigten Gleise mitbringen (Ersparnis ggü. Kalkulation € 96,--) und die restlichen 15 Gleisbögen für rund € 75,-- verkauft werden können, dürfen statt € 430 schon € 596,-- in Anrechnung gebracht werden. 55028 und 55036 sind für den Preis nicht oft zu bekommen, aber mit etwas Glück auch schon mal deutlich günstiger. Ich habe für eine komplette 55028 € 320 inkl. Versand bezahlt. Einziger Mangel: Eine Leiter der T3 war abgebrochen.Die T3 und die BR91 bestehen größtenteils aus Metall und fühlen sich allein dadurch schon richtig wertig an.

Die wahrscheinlichste Lösung ist vermutlich jedoch die 55032, diese ist immer wieder unter € 500,-- zu bekommen, ich habe habe € 450,-- bezahlt, musste die BR80 jedoch instand setzen. Die Märklin BR80 wird gern belächelt, sie ist halt ein relativ einfach gehaltenes Plastikmodell. Mit der neueren Variante (die in 55032 und 55035 enthalten ist) bekommt man ein gut laufendes Modell zum Rangieren. Voraussetzung ist es jedoch (zumindest bei der 55032) den Märklin-Decoder gegen was moderneres auszutauschen. In meinem Fall ein einfacher ESU-Lokpilot V4, beim Rangieren zeigt meine MS2 gerade mal 300mA Stromverbrauch an. So modernisiert macht die BR80 schon Spaß.
Vorteil der 55032: Der Shell-Tankwagen wird für unser Projekt nicht benötigt und sollte im Verkauf genug für eine MS2 erlösen. Damit würde sogar noch etwas Geld für einen Lokpilot V5 und einen weiteren Wagen übrig bleiben.

Der ganz andere Weg wäre der Einstieg mit einem Maxi-Set. Maxi ist eigentlich eine Tin-Plate-Bahn mit ganz eigenem Charme, kein "Profi"-Modell, auch wenn die Übergänge zum Profi-Programm später mit den Maxi-Modellen der V60, E44 und S3/6 fließend waren. Obwohl vergleichsweise einfach gehalten, verstömen diese Modelle einen ganz eigenen Charme und waren für nicht wenige "Einser" der Einstig.
Häufig angeboten wird das Set 5440: Blech-T3, ein Länderbahn-Personenwagen und ein Niederbordwagen mit Trafo und kleinem Gleisoval. Im Moment werden meist rund € 200,-- dafür aufgerufen, der Preis ist ok, aber auch hier lassen sich noch ein paar Euros sparen.
https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/5440

Etwas näher dran am Vorbild ist man mit Sets wie der Bayerischen Bimmelbahn 54107. Dies ist ein reines Zugset ohne Gleise. Die Lok ist relativ nah an einer bayerischen DVI, enthalten sind zudem noch zwei bayerische Lokalbahnwagen, die in den Proportionen recht gut gelungen sind. Ich habe meines mit einem abgebrochenen Puffer für knapp € 180,-- erworben.

Eine komplette Übersicht aller Maxi-Modelle findet sich hier:
http://www.robkruijt.net/Maxi/pages/MAXImain.htm

Natürlich kann man die Loks mit dem Analog-Trafo fahren, aber sie haben auch einen einfachen Delt-Decoder an Bord. Dieser ist per se zwar nicht so gut zum rangieren geeignet, macht er doch aus den Loks eher "Rennsemmeln". Es gibt aber einen kleinen Trick diese zu drosseln: Die Delta-Einheit 6607 wird nicht am Festspannungsausgang des Trafos angeschlossen, sondern am Fahrspannungsausgang. Dieser darf dann aber MAXIMAL 2/3 aufgedreht sein, mit dem Handregler 6608 ergibt sich eine ganz brauchbare Steuerung, zumal die Anschlusskabel mit den RJ45-Steckern durch Standardkabel aus dem Telefonzubehör ersetzt werden können. Im Garten nutze ich diese mit 6m Länge, das gibt schon gut Reichweite.

Am besten ist natürlich auch hier der Austausch gegen einen anderen Decoder, hier finden sich reichlich Hinweise zum Thema: http://www.robkruijt.net/Maxi/pages/Motor.htm

Auch in diesem Falle würde ich für die Steuerung eine MS2 empfehlen, diese ist günstig zu bekommen und kann natürlich auch die alten Märklin-Digitalformate, was bei der Anschaffung weiterer gebrauchter Loks wichtig ist.

Damit kommen wir auch zum Thema Ausbauperspektiven. Am günstigsten ist natürlich das Maxi-Material zur Erweiterung. Güterwagen gibt es ab ca. € 30,-- geschlossen ab ca. € 60,--, Kesselwagen meist teuerer. Der Maxi-Lokalbahnwagen ist in vielen Varianten meist ab € 35,-- zu bekommen. Die flaschengrünen bzw. chromoxydgrünen DB-Wagen sind seltener meist ab € 50,-- aufwärts zu bekommen. Loks gibt es in vielen Versionen meist ab € 80,-- aufwärts.

Im Profi-Segment gibt es zwar auch einiges an Neuware, aber auch hier lohnt es, nach Gebrauchtware Ausschau zu halten. Eine Donnerbüchse gibt es von Hübner gebracht ab € 200,--, Güterwagen aus Startpackungen zwischen € 50,-- (z.B. X05) und € 80,--, Kesselwagen auch hier deutlich teurer, selten unter € 120,-- zu finden. Bei den Loks geht es mit der BR 80 und der HEnschel Diesellok aus den ältesten Startpackungen, fahrbereit für unter € 100,--, hier fehlt mir aber jegliche eigene Erfahrung bzgl. digitalisierung. Die zweite Ausführung der BR80, die keine sichtbaren Antriebszahnräder mehr hat, gibt es ab ca. € 150,--. Die T3 mit Sound sowie die BR91 mit Sound gehen ab ca. € 400,-- los, im selben Preisbereich gibt es die Märklin V60. Die V100, die für obige Anlage allerdings schon recht groß ist, gibt es mit Sound um € 350,--.

Wichtig ist: Gut informieren, welche Modelle man in welcher Ausführung kaufen möchte, die Marktplätze gut beobachten und dann zuschlagen, wenn der Preis günstig ist. Bei Ebay gibt es extrem viele Sofortkauf-Angebote mit echten Mondpreisen, im Zweifellsfall immer erstmal die Autionspreise beobachten.

So, dass soll es mal für die Spur 1 gewesen sein.

Viele Grüße

Dirk


 
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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#27 von guido , 13.02.2021 20:16

Hallo Dirk,

also wirklich, das ist bestens beschrieben und absolut nachvollziehbar preislich eingeschätzt.
Und tatsächlich bin auch ich so in die Spur 1 eingestiegen (Maxi-Startset und dann Profi-1-Material mit kleinen Mängeln für billiges Geld gekauft, zuletzt dann ein bisschen mehr für besseres Material investiert). Und auch meine gerade letzthin neueste Anschaffung ist so eine Hübner-Donnerbüchse für - rate mal - genau: 200 EUR gewesen!

Man könnte noch die Möglichkeit anfügen, ältere analoge Märklin-Loks günstig zu kaufen (z.B. die V 100 oder die Henschel-Diesellok) und z.B. mit einem billig erhältlichen alten Delta-Decoder zu digitalisieren. Solche alten Loks gibt es oft wirklich günstig bei Gebrauchthändlern. Auch Ebay- und Zeitungs-Kleinanzeigen sind wertvolle Quellen. Auf Auktionen bei Ebay würde ich mich dagegen nur bedingt einlassen, die aufgerufenen Preise sind oft viel zu hoch (wenn ich Interessierten diesen Rat noch anfügen darf).

Auch kann man das in den Maxi-Startsets enthaltene 600er-Kurvenmaterial noch für die Teppichbahn des eigenen Nachwuchses vorhalten
So spart man hier schon für die Zukunft und die von Dir gelisteten Synergieeffekte bei der Beschaffung ließen sich noch fortführen. So ein Trafo kann auch noch zur Beleuchtung der Anlage, von Puppenhäusern, zur Versorgung ansonsten batteriebetriebener LED-Spielereien benutzt werden usw....

Jedenfalls ein schönes Plädoyer dafür, dass die Spur 1, auch wenn es dort Loks gibt, die Tausende kosten, auch für Ottonormalbahner zum Einstieg erschwinglich sein kann!

Viele Grüße,
Guido


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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#28 von Blech_Maxe , 15.02.2021 12:26

Hallo Guido,

kurzer Nachtrag zum Thema Ebay: Es stimmt, es wird vieles zu Mondpreisen eingestellt. Interessant ist es aber, die echten Auktionen ab € 1,-- zu beobachten, da lässt sich über die Zeit ein schöner Trend ablesen, was ein Modell wirklich wert ist.

Abseits davon gibt es viele Angebote, die auf den sprichwörtlichen einen Dummen warten, der morgens immer aufsteht...
Da werden dann Loks tlw. zum doppelten Neupreis angeboten obwohl sie anderweitig wesentlich günstiger zu bekommen sind und die drehen dann gefühlt jahrelang ihre Runden. Ganz heißer Kandidat:
https://www.ebay.de/itm/Marklin-1-5530-D...C0AAOSwxOJe42Kw

Vor allem wenn man mit dem günstigsten Angebot vergleicht, dass auch schon wieder ein paar Wochen eingestellt ist:
https://www.ebay.de/itm/Marklin-5530-Dop...q0AAOSwVRZfitG7

In Auktionen geht dieses Modell dann aber auch eher für rund € 100,-- weniger weg. Deswegen: Ebay ja, aber eben immer sehr gut vergleichen. Kleinanzeigenportale nutze ich auch gern. Bei allzu günstigen Angeboten empfiehlt es sich eine Suche mit der verwendeten Anzeigeüberschrift zu machen. Häufig versuchen Betrüger ihr Glück mit geklauten Bilder und Texten abgelaufener Ebay-Auktionen. Bei Ebay-Kleinanzeigen und Quoka gibt es regelmäßig solche Angebote, die Marktplatzbetreiber reagieren meist nur sehr langsam, nach Meldung bleiben die Angebote meist noch einen Tag online.

Um mich vor so etwas zu schützen lasse ich mir bei höherpreisigen Angeboten immer ein extra Bild machen, auf dem sowohl der Artikel als auch die Kommunikation mit dem Käufer auf einem Tablet/Monitor zu sehen sind. Das hat bis jetzt immer gut funktioniert.

Viele Grüße

Dirk


 
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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#29 von Blech_Maxe , 22.02.2021 16:30

So, auch wenn ich hier ein bisschen einsam im Thread bin, möchte ich das Thema doch gern vorantreiben. Nachdem sich die Beschaffung des für den Kreuzungsbau benötigten Materials (für Spur 1) doch als etwas schwieriger herausgestellt hat (Teile nicht passend, nicht lieferbar, keine Antwort), habe ich nochmal am Gleisplan gebastelt und bin zu diesen beiden Alternativen gekommen:



Kernidee war es, die Umfahrung nach oben zu verlegen, was durch den Verzicht auf die Kreuzung möglich ist. Dort können zwar nur kurze Wagen abgestellt werden, aber ich hätte noch die Option, die Fabrikeinfahrt (1) etwas weiter nach links zu verlegen und dann zum Rangieren auch mal einen Wagen im Anschlußgleis (2) vorübergehend abzustellen. An das Rampengleis des Halbrelief-Güterschuppens (3) passt dann nur noch ein Wagen, das wäre die Kröte, die zu schlucken ist. Das Empfangsgebäude (4) würde an der gleichen Stelle verbleiben, die angedeutete Lokbehandlung (5) ebenfalls.

Als Alternative hätte ich noch diese Variante:


Hierbei wäre dann ggf. ein zusätzliches Ladegleis (für einen kurzen Wagen wie X05) möglich und die Lokbehandlung durch Sägefahrt zu erreichen, auch wenn ein (kurzer) Wagen an der fiktiven Rampe rechts unten stünde. Gleichzeitig hätte ich hier jeweils noch eine Weiche in jeder Richtung in Reserve, falls sich irgendwann eine verabschieden sollte.

Obwohl ich eigentlich gar nicht in diese Richtung bauen wollte, wird damit der Vorschlag von Rob nochmal aufgegriffen, der "Timewaster 5:40" bei C. Arendt sieht meinem zweiten Entwurf verdammt ähnlich:
https://www.carendt.com/micro-layout-des...esaver-designs/

Für Spur 1 wäre dann dieser Beitrag aus meiner Sicht abgeschlossen, sobald die Baumärkte wieder öffnen, werde ich auch einen Thread zum Bau aufmachen.

Für G bin ich noch einen Beitrag zum Rollmaterial schuldig, würde mich aber auch über Anregungen und Erfahrungen aus der G-Gemeinde freuen.

Viele Grüße

Dirk


 
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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#30 von Blech_Maxe , 24.02.2021 15:20

So, um diesen Thread langsam aber sicher zum Ende zu bringen, sollen noch Vorschläge für G-Rollmaterial folgen. Nachdem ca. € 520,-- für das Gleismaterial und ca. € 120,-- für den Unterbau kalkuliert wurden, bleiben also noch rund € 360,-- übrig.
Da ich mehr in Spur 0 und 1 zuhause bin, musste ich hier also etwas länger recherchieren. Mein Eindruck ist, dass man hier zunächst nur die Möglichkeit hat, mit analogem Rollmaterial zu beginnen, dass dann zu einem späteren Zeitpunkt (wenn wieder etwas angespart wurde) digitalisiert werden kann.
G bietet andererseits aber auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Möglichkeiten beim Rollmaterial:
1. Spur IIm (also Meterspur in 1:22,5)
2. Playmobil, was natürlich sehr spielzeughaft ist aber auch eine tolle Eigenbaubasis darstellen kann
3. "Regelspur" auf 45mm Spurweite im Zwischenmaßstab von ca. 1:29 (z.B. Piko)
4. Regelspur in 1:32, d.h. alles im Spur 1-Teil genannte Rollmaterial wird auch auf diesem Anlagenvorschlag laufen (bei größeren Loks können aber Anpassungen nötig sein, da bei Spur 1 der Mindestradius üblicherweise 1020mm beträgt).

Am einfachsten scheint mir daher der Start mit gebrauchtem LGB-Material in 1:22,5. Da hier ohnehin nur kurze Loks laufen sollten, habe ich zwei Favoriten für die Lokomotiven:
1. Die Spremberg-Lok, auch "kleine Dicke" genannt, die es in ordentlichem, fahrbereiten Zustand ohne Gehäuseschäden immer wieder um € 100,-- gibt
2. Den Klassiker "Stainz" (hier stimmen die Proportionen nur bedingt, weil das Vorbild ja keine Meterspur ist), diese wird in ordentlichem, fahrbereiten Zustand ohne Gehäuseschäden meist ab € 80,-- aufwärts angeboten.

Natürlich braucht es auch ein paar Wagen, gemäß Betriebsmodell sollte (mindestens) ein Personenwagen und 3 Güterwagen vorhanden sein.
Da ich persönlich es nicht so "Quietschebunt" mag, schlage ich für den Personenwagen etwas in der Art des LGB 3020 (Spreewald-Wagen) vor, den es für knapp € 100,-- gibt. Einfachere Personenwagen gibt es aber teils auch schon für weniger als € 50,--.
Ergänzen könnte man das ganze um die X05 Niederbordwagen-Variante LGB 4010 oder den LGB 4023 mit Bremserbühne, hier würde ich um € 30,-- ansetzen, gleiches gilt für Hochbordwagen (z.B. LGB 4021), ebenfalls ab € 30,-- zu haben. Gedeckte Güterwagen gibt es ab ca. € 40,-- in diversen Varianten.
Damit ist zumindest schon mal deutlich, dass der Einstieg mit Lok, Personenwagen und 3 Güterwagen ab ca. € 230,-- machbar ist. Das restliche Gudget könnte dann für die anstehende Digitalisierung eingeplant werden.
Wer mit dem durch den Zwischenmaßstab von 1:29 etwas schmalspurigen Aussehen der "Regelspur"-Modelle leben kann, der sollte auf jeden Fall einen Blick Richtung Piko werfen.
Das Piko-Startset 37120 ist derzeit für knapp € 320,-- inkl. Versand zu haben:
https://www.besserepreise.com/index.php?...portal=94511215
Hier gibt es eine analoge BR80 mit Soundmodul, einem Hochborg und einem geschlossenen Güterwagen und Fahrtregler. Der Verkauf der Gleise bringt vermutlich nochmal € 30,-- bis € 35,--. Damit blieben bei Einhaltung der € 1000,-- Obergrenze nur noch Luft für einen gebrauchten Piko-Wagen oder die Möglichkeit, einen einfachen Personenwagen oder zwei einfache Güterwagen aus dem LGB-Gebrauchtmarkt zu nehmen. Nicht ganz ideal, aber dennoch eine Möglichkeit mit neuem Rollmaterial zu beginnen. Ggf. kann es auch eine Option sein, mit dem einfachsten Piko-Startset mit zwei Schüttgutwagen (ohne Sound) zu beginnen. Da diese nicht so gut zum Anlagenkonzept passen, wäre hier natürlich der Verkauf von Wagen plus Schienenkreis angesagt, andererseits ist das Set schon für knapp € 235,-- inkl. Versand zu bekommen:
https://www.besserepreise.com/modelleise...cttgutwagen.htm
Diese zweite Variante ist natürlich etwas schwieriger bei absoluter Budgettreue umzusetzen, aber aufgrund der absehbar geringen Überschreitung vielleicht doch eine Option.
So, dies zunächst zu meinen Einschätzungen. Auch hier würde ich mich über etwas Feedback freuen.

Viele Grüße

Dirk


 
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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#31 von Rolf , 25.02.2021 20:40

Hallo Dirk,

da Du explizit darum bittest, hier meine Gedanken zu Spur G.

Bei den Loks käme in meinen Augen auch die Feldbahnlok (LGB'chen oder Variante) in Frage. Diese gibt es gebraucht so ab etwa 200,- Dafür sind die Feldbahnwagen aber teilweise sehr günstig zu haben, so dass man das Preislimit von 360 Euro wahrscheinlich gerade noch so einhalten kann.

Aber bei einer Feldbahn sind ja auch sehr enge Radien vorbildgerecht. Hier könnte man also eigentlich Geld beim Gleismaterial sparen, indem man R1-Weichen verwendet. Damit sollte es dann ohne Probleme möglich sein, das Preislimit einzuhalten.

Und jetzt kommt noch ein Gedanke: Nicht nur Feldbahnen, sondern auch Stadtbahnen hatten teilweise sehr enge Radien. In Plettenberg gingen die Radien bis zu 15m herunter. Nun sind LGB R1 umgerechnet aufs Original 13,5m, also nur etwa 10% weniger. Wäre es dann nicht auch bei einer Spremberg-Lok vorbildgerecht möglich, R1-Weichen einzusetzen? Die würden doch sowohl beim Platzbedarf wie auch finanziell Vorteile bieten.
Und diese Vorteile könnte man gerade bei der Spremberg-Lok auch gut gebrauchen: Für 100 Euro findet man meiner Erfahrung nach nämlich eigentlich nur die Einfach-Version ohne Steuerung. Die Version mit nachgebildeter Heusingersteuerung liegt eher bei 200,-

Schließlich noch ein maßstabsunabhängiger Gedanke: Was spricht eigentlich gegen den Selbstbau einer Segmentdrehscheibe? In den großen Maßstäben müsste das doch umsetzbar sein. Es sollte kostbare Länge sparen, aber auch die Kosten von 1 bis 2 Weichen.
Allerdings müsste man dafür wahrscheinlich den Gleisplan etwas abändern.

Was meinst Du dazu?

Viele Grüße
Rolf


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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#32 von Blech_Maxe , 26.02.2021 09:53

Hallo Rolf,

vieln Dank für Dein Feedback! Das finde ich in der Tat hilfreich!

Zu den Radien: Ich muss zugeben, dass ich auch schon darüber nachgedacht habe, ob ich das hier zu "eng" (oder eher nicht ) sehe. Für mich persönlich wären die ca. € 150,-- in die größeren Radien gut investiert, aber gerade wenn es in den von Dir angesprochenen Feldbahnbereich geht, wären 600mm sicher passend. Aus meiner Sicht wären 600mm Radien vor allem dann lohnend, wenn man gebrauchtes Material günstig vor Ort erwerben kann (sich also vom Zustand selbst ein Bild machen kann).

An Selbstbau ist bei den großen Spuren ja einiges möglich, deswegen habe ich mich ja auch für die Schiebebühne entschieden, eine Bauanleitung für eine Segmentdrehscheibe hätte ich jetzt nicht parat. Wobei man sich auch fragen muss, ob der Selbsbau dann wirklich billiger wird als eine Weiche, insbes. bei Verwendung von 600mm-Material (neu um € 35,--).

Was mich persönlich an Segmentdrehscheiben stört: Meist sind diese so geplant, dass nur eine Lok umsetzen kann. Zum Rangieren finde ich es jedoch schöner, wenn ich auch noch einen weiteren Wagen auf das Ausziehgleis bekomme. Ob es solche Konstellationen mit Rangieren von Wagen über eine längere Bühne im Vorbild gegeben hat, weiss ich nicht.

Vielen Dank auch für Deine Anmerkungen zum Rollmaterial. Von der Spremberg-Lok wusste ich nur, dass es auch noch eine modernisierte Ausführung mit Sound im Angebot gibt, die Unterschiede bei der Steuerung waren mir nicht bekannt, das LGBchen scheint auch eine schöne und günstige Variante zu sein.

Viele Grüße

Dirk


 
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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#33 von Rolf , 26.02.2021 20:57

Hallo Dirk!

Ob es beim Vorbild Segmentdrehscheiben gab, auf die eine Lok mit Wagen passte, weiß ich auch nicht. Aber ich habe mir gerade den Abschnitt "Segmentdrehscheibe" im Wikipedia-Artikel "Drehscheibe" (https://de.wikipedia.org/wiki/Drehscheibe) durchgelesen. Was da über Güterwagenbewegungen über Segmentdrehscheiben geschrieben wird, klingt in meinen Augen gerade für eine Kleinstanlage in großer Spur echt spannend. Eine Spillanlage oder ein Verschub mit Seil über Umlenkrollen wäre doch in I oder IIm machbar, oder?

Ein Video, wie das ganze beim Vorbild abläuft (dort allerdings mit einer "echten" Drehscheibe und nicht einer Segmentdrehscheibe) gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=dQ6esGWkOZI

Und wenn ich dann in der Wikipedia lese, dass Drehgestellwagen in mehreren Zügen gedreht wurden - also mehr kann sich ein rangierbegeisterter Modellbahner in großer Spur doch eigentlich gar nicht wünschen, oder?

Von daher würde ich die Segmentdrehscheibe nicht verwerfen. Insbesondere könnte sie dann interessant werden, wenn an einem Ende des zur Verfügung stehenden Raumes noch ein kleiner Schenkel rechtwinkling angesetzt werden kann - wenn es also um ein L geht.

Viele Grüße
Rolf


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RE: Große Spur gewünscht, aber wenig Geld und keinen Platz? Vorschlag für 0,1,G

#34 von Blech_Maxe , 01.03.2021 22:36

Hallo Rolf,

die Spillanlage in Neu-Isenburg kenne ich sogar "life", habe früher ganz in der Nähe gewohnt. In Spur 1 lässt sich so etwas tatsächlich umsetzen, im S1GF gibt es dazu ein paar tolle Links auf eine entsprechende Umsetzung:

https://www.s1gf.de/index.php?page=Threa...0067#post180067

Viele Grüße

Dirk


 
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