An Aus


RE: Schlussleuchten an englischen Zügen

#1 von birk , 05.02.2021 21:28

Hallo!

Meine Frau und meine beiden Töchter tolerieren mein Männer-Hobby nicht nur, sondern unterstützen es sogar ein wenig. Als kleines Dankeschön an meine drei Harry-Potter-begeisterten Damen habe ich die Sammlung um einen Märklin Hogwarts-Express (Art. 29550) aus der Bucht ergänzt.

Den eingebauten Uralt-Decoder möchte ich durch einen Sounddecoder ersetzen (siehe auch hier: viewtopic.php?f=5&t=189210&p=2237094#p2237094)
Der Decoder ist sehr gut zugänglich im Tender untergebracht. Noch zusätzlich schnell 2 LEDs als Schlussleuchten einzubauen, wäre ganz ein Kinderspiel.
Auch die Wagen möchte ich noch mit Innenbeleuchtung ausstatten, und als Beiwerk evtl. auch mit Schlusslicht.

Aber erstmal frage ich hier lieber nach:

Weiß jemand, wie die Vorschriften für die Zugschlussbeleuchtung in England lautet?

Danke für Hilfe
BirK


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RE: Schlussleuchten an englischen Zügen

#2 von Atlanta , 06.02.2021 07:44

Moin Kollege,

bei den Briten gibt es ein Signalling Rule Book in dem die Vorschriften von Tail Lamps beschrieben sind, allerdings gibt es wegen der verschiedenen Bahngesellschaften dort kein einheitliches Regelwerk, sondern es gibt geringfügige regionale Unterschiede.

Im Wesentlichen hat eine Laterne nach hinten rotes Licht abzustrahlen, welche so anzubringen ist, daß sie sich etwas links von der gedachten Mitte des letzten Wagens positioniert ist.

Bei Güterwagen mit gefährlichen Gütern soll sich seit 1969 eine rot blinkende Laterne am Zugschluß befinden aber auch an Lokomotiven bei Fahrt mit Steuerwagen voran (gabs auch mit Dampftriebwagen oder Dampflokomotiven für den Wendezugverkehr).

Für die unterschiedlichen Zugarten bei Personenzügen und bei Güterzügen mit besonderen Ladungen gibt es aber überdies für die Frontbeleuchtung noch besondere Vorschriften und bis zu 10 verschiedene Lampenpositionen, der nach vorne weiß abstrahlenden Laternen.

Nahezu jede der verschiedenen Bahngesellschaften hat hierbei von einander abweichende Regelungen getroffen, teils historisch begründet und teils durch die British Railway versucht zu vereinfachen aber dennoch gibt es regionale Unterschiede.


Locomotive Head Codes ab 1850


Head Codes ab 1923

Die LMS = London Midland Scotland Railway hatte auch die Caledonian Railways (Schottischen Eisenbahnen) betrieben, fühlte sich aber bei Länderübergreifenden Fahrten von Schottland nach England oder zurück, nicht an die überarbeiteten Head Codes gebunden und benutzte noch die älteren und etwas weniger umfangreicheren Head Codes für Lokomotiv Laternen.

Zum britischen Signalsystem muß man wissen, daß auf den Stellwerken Züge mit Bell Codes = Glockenschlägen vorangekündigt wurden, es wurde eine Abfolge unterschiedlich vieler Glockenschläge von Stellwerk zu Stellwerk per Blockapparatur vorgemeldet und mußte dementsprechend auch quittiert werden.
Die unterschiedlichen Zugarten hatren in den Bahnstationen auch ihre unterschiedlichen Halte- oder Wartegleise, falls Kreuzungen oder Überholungen stattfinden sollten.

Jede der unterschiedlichen Bahngesellschaften hatte ihre eigenen Variationen in Locomotive Head Codes, Bell Codes und beim allgemeinen Signalsystem in der Beschaffenheit und Bauart der Signale.

Obgleich vieles unter der British Railways zusamnengafaßt wurde gibt es nach wie vor noch viele regionale Unterschiede auch beim verwendeten Stromsystem oder den Wagenkupplungen.


LG Ingo

Genießen Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen...Die Bahn!
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RE: Schlussleuchten an englischen Zügen

#3 von hmmueller , 06.02.2021 10:57

Ingo schreibt wie üblich viel über die Frage hinaus - aber passt alles ... Hier die entsprechenden Regeln aus dem Rule Book der British Railways in der ab 1962 gültigen Fassung:





Ein "fully fitted freight train" ist einer mit durchgehender Bremse, also ohne Handbremsung.


H.M.


 
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Zugschlusslaternen
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