An Aus


RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#1 von Sotor , 06.03.2021 18:02

Hallo Stummi-Gemeinde,

seit meiner Kindheit bin ich vom Moba-Virus infiziert. In den letzten Jahren beschränkten sich meine Aktivitäten wegen mangelnder Zeit und fehlendem Platz nur auf "Planspielchen" und dem Schmökern hier im Forum. Durch Corona bedingte Freizeit habe ich nun unseren Dachboden nutzbar machen können und meine Mädels haben mir sogar einen Hobbyraum zugebilligt.
Zugegeben, 3,50m x 3,00m lassen keine riesigen Projekte in H0 zu, aber das ist auch nicht mein Ansatz. Durch die räumlichen Maßgaben konnte ich fast alle meiner bisherigen Pläne in der Schublade lassen - es musste also etwas vollkommen Neues her.
Also habe ich die letzten Wochen geplant, getüftelt, verworfen und zwar in gefühlter Endlosschleife. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich möchte hier meinen Planungsstand mal zur Diskussion stellen, um von den Planungsexperten Meinungen, Tipps und Hinweise zu bekommen. Vielleicht ist das ja auch alles großer Mist, was ich da zusammen geschustert habe.

Aber nun zum Kern:

DR, Anfang der 1970er Jahre
Zweigleisige Hauptstrecke (elektrifiziert) als Hundeknochen
Abzweigende Nebenbahn führt über einen Spitzkehrenbahnhof (rechter Anlagenschenkel) zum Endbahnhof (linker Anlagenschenkel)
2 Schattenbahnhöfe auf einer Ebene

Aber seht selbst:

sichtbarer Bereich:


Schattenbahnhof:


Viele Grüße aus Sachsen
Torsten


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#2 von Taigatrommel , 06.03.2021 20:47

Hallo, Torsten,

erstmal ein Willkommen von mir.
Ich finde den Plan erstmal richtig gelungen. Habe mir zwar noch keine genaue Übersicht über die betrieblichen Abläufe gemacht, werde dies aber noch machen.

Vielleicht gibst Du noch ein paar Details preis. Hierfür gibt es eine entsprechende Vorlage. Darin werden ein paar Daten zu dem Vorhaben abgefragt. Mich würde z.B. die Nenngröße interessieren.

Grüße

Peter


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#3 von BernhardB ( gelöscht ) , 06.03.2021 21:58

Hallo Torsten,

das Konzept gefällt mir sehr gut.

Meine Anmerkungen:
Der Kopfbahnhof und vor allem der Endbahnhof liegen recht weit hinten, schlecht zugänglich. In den Bahnhöfen ist Eingreifen von Hand öfter nötig, zum Beispiel zum Entkuppeln, und man will den Rangierbetrieb auch gern aus der Nähe erleben, also ungünstig meiner Meinung nach.
Und es genügt vielleicht ein Schattenbahnhof im Ringschluß, mit langen Gleisen, dann kannst du auch gerichteten Verkehr darstellen (wie Kohle von links nach rechts, leere Kohlezüge von rechts nach links). Dadurch könnte auch der Hauptbahnteil in einer Ebene liegen und die Anlage schlanker werden.

Grüße,
Bernhard


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#4 von Sotor , 06.03.2021 22:19

Danke Peter.

Dann mal noch ein paar mehr Informationen:

1. Titel

Über die Spitzkehre auf den Dachboden

2. Spurweite & Gleissystem

H0 , Tillig Elite

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Gerade nicht zur Hand

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)

U-Form

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum

3,40m x 3m Fläche ; linker Anlagenschenkel nur 2,70m lang

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn

Modellbahn

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn

Haupt- und Nebenbahn

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)

R3 / R2

4.4 Maximale Steigung

2,7%

4.5 Maximale Zugslänge

Hauptbahn 1,80m , Nebenbahn 1,20m

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)

min. 0,80m max. 1,20m

4.7 Eingriffslücken / Servicegang

3 Eingriffsöffnungen (herausnehmbar) geplant

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene

0,80 m (höher lässt die Dachschräge nicht zu)

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard

2 Schattenbahnhöfe auf Ebene 0
Einfahrt vom linken Anlagenschenkel für Wende- und Pendelzüge
Einfahrt vom rechtenAnlagenschenkel für Wendezüge

4.10 Oberleitung ja / nein

Ja, auf der Hauptbahn

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital

digital

5.2 Steuern analog oder digital

digital

5.3 PC-Steuerung

geplant

6. Motive
6.1 Epoche

Übergang Epoche III zu IV DR

6.2 Bahnhofstyp(en)

Spitzkehrenbahnhof
Endbahnhof

6.3 Landschaft

Mittelgebirge

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)

ländliche Szenerie

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)

je ein Kleinst-Bw in beiden Bahnhöfen

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge

Überwiegend umgebaute und digitalisierte PIKO-Fahrzeuge aus DDR Produktion

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)

siehe Eingangsbeitrag

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt

überwiegend Einzelspieler

7.4 Budget

noch nicht definiert

7.5 Zeitplan

langfristig


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#5 von Rüdiger von S , 07.03.2021 01:54

Zitat
Durch die räumlichen Maßgaben konnte ich fast alle meiner bisherigen Pläne in der Schublade lassen - es musste also etwas vollkommen Neues her.


Vielleicht solltest du zunächst ausführen, was du ungeachtet der Platzproblematik eigentlich am liebsten darstellen würdest. Viele Themen lassen sich besser komprimieren, als es zunächst den Anschein hat.

Da hier offensichtlich der Spielspass gegenüber der Vorbildtreue im Vordergrund stehen soll ist generell wichtig, dass du dir darüber im Klaren bist, mit welchen konkreten Handlungen du dich später auf der Anlage beschäftigen möchtest. Ohne ein eindeutiges Spielspasskonzept sind Planungen ziemlich sinnfrei.

Am vorgestellten Plan fallen mir grundsätzlich folgende Problematiken auf:

  • Ohne Zugbildungsmöglichkeit im Endbahnhof stellt der Spitzkehrenbahnhof effektiv eine Themenverdoppelung dar.
  • Die Zugänglichkeit beider Bahnhöfe ist suboptimal.
  • Besonders bei Gebirgsanlagen sollte zwischen Gleisen und Hintergrundkulisse immer ausreichend Platz für Landschaftsgestaltung sein.
  • Die Schattenbahnhöfe sollten auf verschiedenen Ebenen angeordnet sein.
  • Bei einer Anlage dieser Grösse würde ich keinesfalls eine Hauptstrecke mit sichtbaren engen Radien planen.


Ansonsten sehe ich einige Dinge, die man so machen kann, aber nicht muss, wie z.B. die Schutzweiche am Abzweig. Ohne die der Planung zugrunde liegenden Hintergründe zu kennen hat es wenig Sinn, hierüber etwas zu sagen.


Herzliche Grüsse
Rüdiger


 
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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#6 von Sotor , 07.03.2021 10:42

Danke für alle bisherigen Kommentare, auf welche ich gern näher eingehen will.

Prinzipiell beruht die Planung auf einem versuchten Spagat. Einerseits bin ich schon immer großer Fan vom Nebenbahnbetrieb point-to-point, wobei gerade der Reiz eine Spitzkehre darzustellen enorm war. Die Steckenführung der Nebenbahn sollte möglichst nicht zu kurz ausfallen. Andererseits umfasst mein Fahrzeugpark einige Modelle, die auf der Nebenbahn nichts zu suchen haben (z.B. BR01,BR03,...). Für diesen Fahrzeugbestand wollte ich eine entsprechende Paradestrecke darstellen, wo diese sich entsprechend austoben können.

Die vorgestellte Lösung stellt sicherlich einen großen Kompromis dar, dass ist mir bewusst. Auch das die Lage der Bahnhöfe suboptimal ist. Ich habe allerdings keine bessere Lösung gefunden, ohne das ich dabei andere, größere Kompromisse hätte eingehen müssen. Klar soll der Spielspass Priorität haben, dabei soll das Gesamtbild aber auch nicht komplett an der Realität vorbei gehen.

Was Zugbildungsmöglichkeiten im Endbahnhof betrifft, muss ich diesbezüglich komplette Ahnungslosigkeit gestehen. ops:
Die kleinste Radien der Hauptstrecke im sichtbaren Bereich betragen knapp 600 mm. Das erschien mir ausreichend, zumal fast alle Kurveninnenseiten zum Betrachter zeigen. Oder liege ich da komplett falsch?
Die beiden Schattenbahnhöfe wollte ich auf eine Ebene bringen um die Anzahl der Ebenen gering zu halten und dafür den Abstand der Ebenen zueinander größer wählen zu können. Durch die Schrägen bin ich halt in der Bauhöhe nach oben eingeschränkt, da ich sonst Tiefe verlieren würde.

Alles in allem zeigen mir eure Kommentar jedoch, dass ich zumindest einige Punkte nochmal überdenken sollte. Aber das ist ja der Sinn, wenn man sich Meinungen einholt.


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#7 von ET 65 , 07.03.2021 10:46

Hallo Torsten,

auch von mir ein herzlichen Willkommen im Planungsforum.


Zitat
...3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Gerade nicht zur Hand

Diese Skizze solltest Du auf jeden Fall noch nachliefern, denn beim Dachboden besteht immer die Frage nach der
- Kniestockhöhe?
- Dachschräge?
- Höhe, ab der man aufrecht stehen kann?


Zitat
... 4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)

min. 0,80m max. 1,20m

4.7 Eingriffslücken / Servicegang

3 Eingriffsöffnungen (herausnehmbar) geplant ...

Lies Dir bitte zu diesen Punkten mal meine Hinweise zur Zugänglichkeit durch. Gibt's in dem Raum noch irgendwelche Objekte, die zugänglich bleiben müssen (Fenster, Heizung, Kamin, Stromzähler, etc.)?


Zitat
... 4.10 Oberleitung ja / nein

Ja, auf der Hauptbahn ...

Dann bitte daran denken, dass alternativ

  • im verdeckten Bereich ebenfalls Fahrleitung (Tunnelfahrleitung) installiert wird, wenn mit gehobenen Pantographen gefahren wird.
  • im verdeckten Bereich ausreichend Platz ist, dass der Pantograph nirgends hängenbleibt.
  • der Pantograph in einer bestimmten Höhe festgesetzt wird.

Will sagen, die Durchfahrtshöhe muss dann etwas größer werden (habe ich auch in obigem Link).

Zum Plan:
"Spitzkehre" ist immer ein sehr interessantes Anlagenthema, das Platz in der Höhe benötigt (sonst macht das keinen Sinn). Da die Angaben zum Raum fehlen, kann ich auch nichts zur Erreichbarkeit der außen liegenden Bahnhöfe sagen, ob es da mit den Gebäuden Kollision mit der Dachschräge gibt?

Beide Bahnhöfe erscheinen mir logisch.

Bin mal gespannt, wie Du die hintereinander sichtbare "Gleisansammlung" auf dem linken Schenkel optisch kaschiert bekommst, ohne dass da eine Stützwand verwendet wird?

Gruß, Heinz


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#8 von Sotor , 07.03.2021 11:37

Hier mal noch der Grundriss des Raums:



Die Raumbreite von 300cm ist auf 80cm Höhe gemessen. Durch die Dachschräge verliere ich je 10cm Höhe 16cm Breite (8cm je Schenkel).
Weitere Einschränkungen gibt es nicht, lediglich die Dachfenster in 130cm Höhe begrenzen die Bauhöhe nach oben.


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#9 von ET 65 , 07.03.2021 12:48

Hallo Torsten,

danke für den Grundriss auf 80 cm Höhe.

Zitat
... Durch die Dachschräge verliere ich je 10cm Höhe 16cm Breite (8cm je Schenkel).

Entschuldige, wenn ich da ein bisschen begriffsstutzig bin: Auf 90 cm Höhe über dem Fußboden sind dann 8 cm Breite der Anlage auf einem Schenkel weg? Also anstatt 100 cm sind dann nur noch 92 cm vorhanden? Du musst berücksichtigen, dass die Aufbauten an der Dachschräge nicht bis 100 cm gehen können, sondern bei 10 cm Höhe nur bis 92 cm (und stoßen dann an der Dachschträge an).
Wie hoch liegt der Endbahnhof über der 80 cm Ebene? Hat der noch Platz unter der Dachschräge?


Zitat
Weitere Einschränkungen gibt es nicht, lediglich die Dachfenster in 130cm Höhe begrenzen die Bauhöhe nach oben.

Sind diese bei aufgebauter Anlage noch zugänglich?

Kannst Du im Raum aufrecht stehen? Könnte ja sein, dass der Giebel oben geschlossen ist und nicht spitz ausläuft.

Gruß, Heinz


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#10 von Sotor , 07.03.2021 13:07

Hallo Heinz,

deine Rechnung ist soweit richtig.

Der Endbahnhof und damit der höchste Punkt der Anlage liegt auf der 80cm-Höhe. Die geplanten Hochbauten passen (zumindest laut Planung) höhentechnisch.
Ich kann in der Raummitte, also im gesamten "nichtbeplanten" Raum normal stehen und die Dachfenster sind selbst bei max. Anlagentiefe von 120cm gut erreichbar.

VG
Torsten


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#11 von E-Lok-Muffel , 07.03.2021 13:56

Hallo Torsten,

Willkommen im Stummiforum und Gratulation zum Plan
Der verspricht viele Spielmöglichkeiten….


Ich weiß jetzt nicht, wie ernst Du die Prämisse:

Zitat

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn

Modellbahn

nimmst, manche von uns nehmen sie bierernst , wenn Du den Modellbahn-Begriff nicht nur auf Gleisführung und Radien anwendest, sondern auch auf den Betrieb, hätte ich einige kritische Anmerkungen, da sie den Betrieb auf der Nebenbahn vorbildgerecht einschränken:
Prinzipiell handelt es sich bei Deiner NB um zwei hintereinander geschaltete Endbahnhöfe. Es fahren auf dieser Strecke also nur Züge, die in einem der beiden Bahnhöfe benötigt werden, ergo wenig Passagierverkehr und Bedienung der Anschließer, Nichts sonst. Es stellt sich jetzt die Frage, welche Attraktion eine so komplizierte und aufwändig zu betreibende (Spitzkehrenverkehr mit Umspannen der Lok nur für einen weiteren Endbahnhof) Stichstrecke rechtfertigen könnte? Mir fallen da im Moment nur zwei Dinge ein:

    Tourismus; und weil wir im Mittelgebirge sind, wahrscheinlich Wintersport (z.B. Oberhof oder Brockenbahn).

    Bergbau von nationalem Interesse, also seltene Erden oder Uran


Das alleine würde jedoch auch nicht die ausgedehnten Gleisanlagen rechtfertigen, also muss da noch mehr hin, was aber auch mehr Betrieb ermöglicht (unterschiedliche Wagen): Holz-Abtransport, Kohle-Lieferungen, Stückgut (z.B. Holzschnitzereien in Handarbeit), Chemie für die Erzverarbeitung (hab ich keine Ahnung von, ich weiß nur, dass beim Goldwaschen giftiges Quecksilber zum Einsatz kommt), Baumaschinen und -Material etc…


Eine weitere Anmerkung betrifft wie meine Vorredner die Eingriffstiefe im SBF. Es wäre sinnvoll, den violetten SBF mithilfe einer Wendel tiefer zu legen, ggfs. nur ca. 10 cm (=1 Wendelumdrehung) damit Du einen stufenartigen SBF erhältst, somit passen ggfs. auch mal die Schultern und der Kopf hinein, wenn Du an die hinterste Weiche an der Wand ran musst…


Gruß
uLi


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#12 von Rüdiger von S , 07.03.2021 19:59

Zitat

Klar soll der Spielspass Priorität haben, dabei soll das Gesamtbild aber auch nicht komplett an der Realität vorbei gehen.


Das Problem ist, dass Spielspass sich nicht irgendwie allgemein ergibt, sondern von Modellbahner zu Modellbahner unterschiedlich begründet ist. Wenn die Anlage langfristig für dich interessant sein soll ist es daher ratsam, ein persönliches Spielspasskonzept auszuarbeiten und dieses der eigentlichen Anlagenplanung zugrunde zu legen.


Zitat
Die kleinste Radien der Hauptstrecke im sichtbaren Bereich betragen knapp 600 mm. Das erschien mir ausreichend, zumal fast alle Kurveninnenseiten zum Betrachter zeigen. Oder liege ich da komplett falsch?


Den von der Innenseite betrachteten Bogen im Anlagenmittelteil sehe ich nicht als Problem, sondern die Kehre am linken Anlagenende.


Herzliche Grüsse
Rüdiger


 
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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#13 von Sotor , 08.03.2021 19:26

Erstmal vielen Dank für die bisherigen Anregungen und Hinweise, welche nochmal ganz andere Perspektiven in meine Planung einbringen.

Prinzipiell möchte ich am Grundkonzept der zweigleisigen Hauptbahn ohne sichtbarem Bahnhof und der Nebenbahn mit Spitzkehrenbahnhof festhalten.

Die Ausführungen von uLi haben mich jedoch über die Sinnhaftigkeit des zweiten Endbahnhofs nachdenken lassen. Beim Betrieb nehme ich die Prämisse "Modellbahn" zwar nicht unbedingt "bierernst", aber es sollte zumindest der Sinn ersichtlich sein, warum ein bestimmter Waggon von A nach B fahren soll.

Zusammengefasst gehe ich erst noch einmal folgende Punkte an, die angesprochen wurden:

- mögliche Alternativen zum Endbahnhof auf dem linken Anlagenschenkel
- mögliche besser Zugänglichkeit/Lage des Spitzkehrenbahnhofs
- Überdenken des Schattenbahnhofkonzeptes
- Maximierung der Radien im sichtbaren Bereich
- alternative Lage des Nebenbahnabzweigs

Ich glaube, da hab ich erstmal wieder gut zu tun.
Ideen und Anregungen sind immer gern gesehen.

Gruß
Torsten


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#14 von BernhardB ( gelöscht ) , 09.03.2021 09:46

Hallo Uli,

Zitat
Es fahren auf dieser Strecke also nur Züge, die in einem der beiden Bahnhöfe benötigt werden, ergo wenig Passagierverkehr und Bedienung der Anschließer, Nichts sonst.


Das gilt wohl für jede der vielen Neben-Stichbahnen, die es gab. Fast jeder Anlagenplan hier hat eine solche Nebenbahn, auf der beim Vorbild wenig Betrieb wäre. Warum ist das ausgerechnet für diese Anlage ein Problem?

Übrigens sind der bescheidene Reiseverkehr nach Fahrplan und der Güterverkehr mit Bedienung der Ladestellen für einen Einzelspieler schon recht viel zu tun.

Zitat
Es stellt sich jetzt die Frage, welche Attraktion eine so komplizierte und aufwändig zu betreibende (Spitzkehrenverkehr mit Umspannen der Lok nur für einen weiteren Endbahnhof) Stichstrecke rechtfertigen könnte?


Die Frage könnte am besten das Vorbild beantworten, das in der Zeit des Eisenbahnbaus sehr viele solcher Stichbahnen gebaut hat, manche auch mit Spitzkehrenbahnhöfen, wenn die Topografie oder andere Umstände das nahelegten. Natürlich hat man die Spitzkehren möglichst vermieden, aber es gab sie, und für die Modellbahn sind sie betrieblich reizvoll.

Lange Zeit war die Eisenbahn auf dem Land die einzige Möglichkeit des Güterverkehrs, deswegen hatten auch kleine Bahnhöfe ausgedehnte Ladestraßen, Rampen und oft auch Anschließer.

Zitat
Das alleine würde jedoch auch nicht die ausgedehnten Gleisanlagen rechtfertigen, also muss da noch mehr hin, was aber auch mehr Betrieb ermöglicht (unterschiedliche Wagen): Holz-Abtransport, Kohle-Lieferungen, Stückgut (z.B. Holzschnitzereien in Handarbeit), Chemie für die Erzverarbeitung (hab ich keine Ahnung von, ich weiß nur, dass beim Goldwaschen giftiges Quecksilber zum Einsatz kommt), Baumaschinen und -Material etc…


Das ist richtig, am besten macht man sich als erstes Gedanken, wie die Wirtschaft der Region aussieht, welche Güter angeliefert oder versendet werden, in ungefähr welcher Menge. Für den Betrieb verwendet man dann idealerweise ein Frachtkartensystem oder etwas ähnliches. Das spricht aber nicht gegen den Gleisplan, der mir gerade für diese Zwecke sehr gut geeignet scheint.

Grüße,
Bernhard


BernhardB

RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#15 von Taigatrommel , 09.03.2021 20:43

Hallo Torsten,

ich selbst sehe auch eine zweigleisige Hauptbahn ohne sichtbaren Bahnhof als reizvoll an. Ich selbst habe dies bei mir auch verwirklicht und finde es schön, wenn auch mal lange Züge mit vielen Personen- oder Güterwagen in angemessener Geschwindigkeit fahren können.

Daneben muss ich Auch Bernhard Recht geben. Der Gleisplan ist von der Idee nicht schlecht.

Als Typ gebe ich Dir noch mit, dass Du natürlich nach der Erreichbarkeit schauen solltest.

Grüße Peter


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#16 von Sotor , 10.03.2021 15:47

Hallo mal wieder,

ausgehend von euren berechtigten Anregungen habe ich mir nochmal einige Gedanken zu meinem Plan und dem dahinterstehenden Konzept gemacht. Ein paar Ideen sind mir tatsächlich gekommen, welche ich mit euch teilen möchte.

Nach Abwägen von Plus und Minus habe ich beschlossen das Gerüst des Konzeptes so zu belassen, d.h. zweigleisige Hauptbahn (ohne Bahnhof) mit abzweigender Nebenbahn, welche über einen Spitzkehrenbahnhof in einem Endbahnhof endet.
Um die Schlüssigkeit dieses Ansatzes zu unterstreichen möchte ich am oberen Ende des Enbahnhofs eine ehemalige (teilweise rückgebaute) Weiterführung der Strecke andeuten. Das ist ja beim Original in der Zeit des Epochenwechsels von III zu IV schon keine Seltenheit gewesen.
Am Endbahnhof sollen neben dem geringen Passagierverkehr vorwiegend Holz und Holzabfälle verladen und befördert werden. Ich überlege auch, ob noch ein Landhandel mit den entsprechenden Gütern hier unterzubringen ist.
Am Spitzkehrenbahnhof soll dazu passend ein Sägewerk und eine kleine Papiermühle entstehen.
Ich gebe zu, dass sind nicht unbedingt außergewöhnliche Ansätze, aber ich habe persönlich einen gewissen Bezug zu Holz und finde es deshalb passend.

Beim Versuch die Lage / Zugängigkeit des Endbahnhofs zu verbessern bin ich bislang gescheitert. Endweder die Radien werden dann zu klein, die Steigung passt nicht mehr, oder ich müsste dafür andere Einschränkungen in Kauf nehmen.

Mehr Erfolg hatte ich beim Verlagern des Spitzkehrenbahnhofs. Dadurch, dass ich die Hauptbahn nach hinter verschoben habe wurden gleich zwei Probleme gelöst. Zum einen ist der Bahnhof jetzt problemlos erreichbar und zum anderen konnte ich die Radien der Hauptstrecke nochmals erhöhen. Einzies Minus dabei ist, dass ich ca. 70cm sichtbare Strecke verliere. Da aber noch 5m über bleiben, ist das akzeptabel.

Auch der Abzweig zur Nebenbahn hat jetzt einen neuen Platz gefunden. Die alte Lage kurz vor der Kehre hatte mir eh nicht so richtig gefallen. Die im Plan eingebaute EKW soll beim Bau durch zwei einfache Weichen ersetzt werden. Die benötigten individuellen Radien ließen sich aber im Planungsprogramm nicht darstellen. Als positiver Nebeneffekt konnten auch die Radien der Kehre auf dem linken Schenkel nochmal leicht vergrößert werden (innen knapp 500mm).

An der Zugängigkeit der Schattenbahnhöfe arbeite ich noch.

So sieht der sichtbare Bereich mit den Änderungen aus:


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#17 von PCvD , 10.03.2021 22:09

Hallo,

für die Arten deiner Güter und damit der streckentypischen Wagen gebe ich dir noch ein paar Ansätze, aus dem realen Beispiel des Kuckucksbähnels:

Wo Wald mit Holz ist, ist (zumindest in der süddeutschen Hälfte) auch meist ein Tal mit Wasser und dadurch Wasserkraft. Neben Sägewerken hat das auch Mühlen angezogen, für Getreide und für Schießpulver (letztere wegen ihrer Sprengkraft auch gezielt abseits in den Tälern). Ebenso die Textilverarbeitung.
Dann liegt es nur in deiner Fantasie, was aus diesen frühen Industrien sich bis in die 1960-80er Jahre gerettet hat und die Bahn im Warenein-/ausgang nutzte:
Eine Munitionsfabrik, eine Spinnerei, eine Bettfedernverarbeitung mit erweitertem Geschäftsfeld textile Auto-Innenverkleidungen, Feinpapierhersteller. Das waren im 20 Jahrhundert früher oder später noch Betriebe, die zwischen Lambrecht und Elmstein zu finden waren (und tlw. bis heute) und für andere Gutarten auf der Bahn als Holz gesorgt haben.


Gruß,

PCvD
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RE: Pfälzische Ludwigsbahn, zum Kuckuck!


 
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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#18 von BernhardB ( gelöscht ) , 11.03.2021 09:50

Der Plan ist so nochmal besser. Der Spitzkehrenbahnhof vorne und die Züge der Nebenbahn fahren ein Stück auf der Hauptstrecke, bevor sie abzweigen.

Beim Schattenbahnhof würde ich nach wie vor auf einen einfachen Ringschluß setzen, mit langen Gleisen, auf denen auch zwei Züge hintereinander stehen können. Wichtig ist ein Fiddlegleis zur Bildung und Auflösung der Nahgüterzüge von Hand. Nur so ist ein abwechslungsreicher Güterverkehr nach Transportbedarf spielbar.

Grüße,
Bernhard


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#19 von Joak , 11.03.2021 15:04

Hallo,

vielleicht sollte die Hauptstrecke über die beiden Zufahrten zum Spitzkehrenbahnhof gehen, denn sonst wird sie im Hintergrund von demselben doch erheblich verdeckt


Grüsse
Hauke

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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#20 von Sotor , 11.03.2021 22:03

@PCvD Vielen Dank für die ausführlichen Anregungen.

@Bernhard Danke. Am Untergrund tüftel ich noch.

@Joak Deine Idee ist prinzipiell sehr gut, aber ist mit vernünftigen Steigungen nicht umsetzbar.


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#21 von Joak , 12.03.2021 11:26

Zitat

@Joak Deine Idee ist prinzipiell sehr gut, aber ist mit vernünftigen Steigungen nicht umsetzbar.



Servus,

ich denke doch, wenn man die Steigungen, bzw. Gefälle, in der NB integriert und für die HB nur minimale Steigungen vorsieht.


Grüsse
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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#22 von Sotor , 12.03.2021 19:11

Moin Hauke,

ich habe nochmal etwas rumprobiert und muss sagen, dass die Hauptbahn als "Hochstecke" schon was her macht. Aber die Stecke liegt dann quasi in Ebene 2 und ich habe echt keine Ahnung, wie ich diese dann mit vernünftigen Steigungen/Gefällen auf Ebene 0 zurückführen soll. Wenn ich an beiden Kehren je eine Wendel platziere, verliere ich auf Ebene 1 je 120cm pro Schenkel.


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RE: MoBa-Neustart auf dem Dachboden

#23 von Joak , 18.03.2021 18:54

Hallo Torsten,

ja, du hast Recht. Es geht sich nicht aus. Ich habe einige Sachen ausprobiert, aber die HB kriegt die "Kurve" dann nicht. ops:


Grüsse
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#24 von Sotor , 20.03.2021 19:27

Zitat

Hallo Torsten,

ja, du hast Recht. Es geht sich nicht aus. Ich habe einige Sachen ausprobiert, aber die HB kriegt die "Kurve" dann nicht. ops:



Danke dir trotzdem. 😊


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BW an Bahnhof von kreunzenden Hauptstrecken in H0
Viel Stadt und Bahn auf wenig Platz - die erste Anlage!

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