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RE: Fuchsbau im Wellnesskeller - H0-Anlage 6.4 x 3.2 Meter, Epoche VI(I)

#1 von xha1 , 20.04.2021 21:27

Hallo zusammen,

seit mehr als einem Jahr lese ich hier im Forum mit und bin begeistert von den vielen tollen Projekten, Tipps und Ideen. Jetzt ist es Zeit auch mein Projekt vorzustellen. Der Beitrag soll einerseits meine Planung bzw. den später Anlagenbau dokumentieren und andererseits ein Aufruf sein ein paar Denkanstöße bzw. Ideen zu sammeln.

Doch der Reihe nach…

Nachdem mein Vater bereits mit Modelleisenbahnen groß geworden ist, ist das Modellbahnfieber bereits in jungen Jahren auf mich übergegangen. Damals bin ich mit Märklin H0 groß geworden. Danach kamen knapp 20 Jahre modellbahnfreie Zeit, obwohl mir immer einmal wieder die Idee einer Modellbahn in den Sinn gekommen ist. Dann kam Corona…

Perfekte Zeit um sich wieder mit dem Thema Modelleisenbahn auseinander zusetzen. Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte im Keller einen Wellnessraum eingerichtet, allerdings haben wir diesen nie genutzt. Von daher konnte ich meine Frau davon überzeugen, dass der Raum doch anderweitig genutzt werden sollte. Das Projekt „Fuchsbau im Wellnesskeller“ war geboren. Anfang letzten Jahres habe ich mir dann ein paar Märklin Startersets besorgt und mit meinem großen Sohn (damals 2 Jahre) angefangen auf dem Fliesenboden zu spielen. Schnell war klar wir brauchen für die erste Anlage etwas Platz. Wir haben uns dann mehre BPS Rahmen von modellplan besorgt und eine L-Spieleanlage mit 4x1,6x1,2m aufgebaut. Nachdem ich zunächst versucht hatte die Badewanne zu überbauen, haben wir mittlerweile die Badewanne demontiert und die Anlage steht auf 45mm Aluprofilen. Soviel zur Vorgeschichte.

Hier ein Foto wie der Raum vorher ausgesehen hat:


Kommen wir zum eigentlichen Plan. Die Abmessungen des Kellerraums sind 6,4 x 3,2 m (nutzbar sollten ca. 6,3x3,1m sein). Bautechnisch gibt es mehrere Einschränkungen. Neben der Tür und dem Fenster (Unterkante ca. 1,25 m) ist im Raum noch eine Dusche eingebaut. Während die freistehende Badewanne zerstörungsfrei demontiert werden konnte, soll die Duschwanne sowie die hintere Wand der Dusche erhalten bleiben. Das seitliche Glaselement der Dusche will ich noch ausbauen und einlagern. Ich hoffe meine Frau liest nicht mit, sie kennt den Plan noch nicht im Detail. Die Duschwanne soll dann von der Anlage überbaut werden, sodass nur noch dem Kenner auffällt, dass es sich einst um einen Wellnesskeller gehandelt hat.

Hier eine Skizze der Raumabmessungen:


Mein Hauptaugenmerkt bei der Anlage liegt auf der Technik, weniger auf der Eisenbahn. Meine Liebe zum Landschaftsbau sehe ich noch entgegen. Wahrscheinlich mit der gleichen romantischen Vorstellung die mein jüngster Sohn hat wenn er an Modelleisenbahnen denkt... Mit dem Bau der Anlage möchte ich meine handwerklichen Fertigkeiten weiter ausbauen bzw. in manchen Bereichen mir neue Fertigkeiten erlernen. Ich bin nicht ungeschickt, allerdings manchmal noch ein wenig zu ungenau. Als Unterkonstruktion verwende ich Aluprofile (einigen auch Als Boschprofil bekannt). Sicher überdimensioniert, aber dafür stabil und erinnert mich an mein Studium. Die erste Profile habe ich mir im Internet in den richtigen Abmessungen bestellt. Den Holzrahmen für die Anlage habe ich vor selbst zu bauen (Werkzeug ist vorhanden, Erfahrung nicht). Damit die Anlage prinzipiell transportfähig ist, soll diese aus mehreren Modulen bestehen.

Die Anlage soll digital gesteuert und weitgehend automatisiert betrieben werden. Allerdings soll es auch die Möglichkeit geben auf der Anlage frei zu fahren und zu spielen. Zur Steuerung dient aktuell eine Märklin CS3 mit Märklin s88, m83 und m84 Decodern. Zur Einhaltung der Sicherheits-Vorgaben habe ich auf der Spielanlage bereits Trenntransformatoren (Breve-Tufvassons PFS250/230/230V) im Einsatz. Jedes Modul soll elektrisch getrennt sein. Kopfzerbrechen macht mir noch die EMV-Vorschrift, die eine Universalversorgungseinheit für die Decoder fordert. Unabhängig von den Mehrkosten verkompliziert das die elektrische Planung. Bei den Farben der Leitungen orientiere ich mich an NEM 605. Die Anlage inkl. Rahmen und Elektrik plane ich mit WinTrack. Die vorhandenen Märklin H0 C-Gleise der jetzigen Pilotanlage möchte ich später im Bereich des Schattenbahnhofs verwenden, im sichtbaren Bereich sollen K-Gleise zum Einsatz kommen. Kopfzerbrechen machen mir noch die Modulübergänge. Aktuell habe ich je zwei nicht befestigte C-Gleise die ausgebaut werden können. An einem sauberen Modulübergang mit aufgetrennten Gleisen arbeite ich noch. Allerdings ist es eine Herausforderung die minimalen Höhenunterschiede der Module in den Griff zu bekommen. Die Module werden aktuell mit Modellverschraubungen verbunden.

Mein groben Wünsche für die Anlage sind: ein Durchgangsbahnhof an dem 1,8 bzw. 2,1 m lange Züge halten können. Fünf bis sieben Gleise könnten diesen als Hauptmotiv in Szene setzen. Die Gleise sollen nach Möglichkeit in alle Richtungen befahren werden können. Eine Weichenvorfeld mit Hosenträger könnte ebenfalls Platz finden. Unter der Anlage soll ein oder zwei Schattenbahnhöfe Platz finden, sodass ein Automatikbetrieb den Bahnhof mit Leben erweckt. Über die Anlage soll eine zweigleisige elektrifizierte Hauptstrecke führen. Signale sollen möglichst dem echtem Betrieb nahekommen. Gut wäre wenn es einen zweiten kleinen Kopfbahnhof (zwei bis drei Gleise) gibt, sodass im Idealfall alle Züge etwas „herumreisen“ können. Wenn noch ein Güterbahnhof mit Ablaufberg Platz findet ist die Gleiswüste perfekt.

Um meine vielen Ideen auf der Anlage unterzubringen habe ich aktuell die Idee eine Sem-Multideck-Anlage aufzubauen. Auf der Schattenbahnhofsebene könnte ggf. ein weiteres Motiv (ländlicher Durchgangsbahnhof, S-Bahnhof, etc.) Platz finden.
Bei meiner bisherigen Planung habe ich mich einerseits am Großstadtbahnhof von Südbahnler und an der Jägersburg von cs67 orientiert. Die erste Anlage hat ebenfalls ein Semi-Multideck Konzept und passt thematisch in meine Vorstellung. Die zweite Anlage inspiriert mich in Sachen technische Umsetzung.

Ein erstes Grobkonzept sieht eine An-der-Wand-Entlang-Anlage mit einer Tiefe von 1,2 Metern vor. An jeder Raumseite könnte ein Thema platziert sein. An den beiden Enden neben der Tür könnten Gleiswendel zum Schattenbahnhof führen. Bei ca. 36 cm Höhenabstand könnte ggf. ein Multideck-Bereich mit 40 cm Tiefe entstehen. Der Schattenbahnhof könnte mit 40 cm tiefe entlang der Wand entstehen, sodass zwischen sichtbarem Vorderbereich der untersten Ebene und dem Schattenbahnhof, getrennt durch eine Wand eine Revisionszugang zum Schattenbahnhof entsteht. Der Durchgangsbahnhof könnte sich geschwungen entlang der langen Seite der Anlage ziehen und in ein Weichenvorfeld im Bereich der Gleisanlagen übergehen. Auf der gegenüberliegenden Raumseite des Durchgangsbahnhofs könnte der Kopfbahnhof entstehen. Eine Nebenstrecke könnte dann von dort bzw. vom Gleiswendel darunter entlang der Wand als eine Art Paradestrecke führen. Hinter dem Durchgangsbahnhof auf einer Ebene höher könnte diese Strecke eine Einfahr-/Ausfahrgruppe bzw. Ziehgleis einschließen und sich vor dem Abrollberg wieder trennen und in das Gleiswendel übergehen. Wenn mir das gelingt hätte ich alle Ideen untergebracht und noch eine 10 – 12 m lange sichtbare Paradestrecke. Sollte sich das nicht realisieren lassen bliebe auch eine Paradestecke im unteren Bereich. Ich hoffe nicht, dass am Ende der Planung nur ein Durchgangsbahnhof übrig bleibt, aber ein Versuch alles unter einen Hut zu bringen ist es wert…

Hier eine Skizze wie die Aufteilung sein könnte:


Im Rahmen der Planung möchte ich in den nächsten Monaten (wahrscheinlich Jahren) eine umsetzungsreife Anlagenplanung entwickeln. In der Zwischenzeit dient meine Spielanlage weitere praktische Erfahrungen zu sammeln und erste Ideen technisch umzusetzen. Die eigentliche Umsetzung der Anlage wird sicher auch einige Jahre in Anspruch nehmen. 2030 ist sicher eine gute Zielmarke.
Hier nun noch ein paar Antworten zu den Standardfragen:

1. Titel
Fuchsbau im Wellnesskeller - H0-Anlage 6.4 x 3.2 Meter, Epoche VI(I)

2. Spurweite & Gleissystem
Spurweite: H0
Gleissystem: Märklin K-Gleis im sichtbaren Bereich. In den Schattenbahnhöfen plane ich vorhandene C-Gleise zu nutzen

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
Bei dem Raum handelt es sich um einen Kellerraum der vom Vorbesitzer als Wellness-Bereich gedacht war. 6,4m x 3,2 m
3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
An der Wand entlang bzw. eine Art "G"
3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
Möglichst groß. Der ganze Raum steht zur Verfügung, die Tür geht nach innen auf und begrenzt die Fläche.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Mein Fokus liegt auf Technik, die Liebe zur Landschaftsgestaltung muss sich noch ergeben.
4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Hauptbahn und Nebenbahn, ggf. mit Anlage-in-Anlage-Konzept / Multideck
4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Ich würde versuchen R2 und größer zu wählen
4.4 Maximale Steigung
Maximal 3 %?
4.5 Maximale Zugslänge
Auf der Hauptstrecke sollten 1,8 bzw. 2,1 m möglich sein.
4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Mehr als 1,2 m machen wahrscheinlich keinen Sinn
4.7 Eingriffslücken / Servicegang
Wenn nötig. Allerdings würde ich versuchen das über Segmente / Module / Klappmechanismen lösen wollen.
4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
ca. 1 m
4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Schattenbahnhof
4.10 Oberleitung ja / nein
ja (Hauptstrecke / Hauptbahnhof)

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
Digital, Märklin CS3, Automatisiert. Rangieren im Güterbereich ggf. manuell
5.2 Steuern analog oder digital
Digital
5.3 PC-Steuerung
Aktuell tendiere ich zu Win-Digipet

6. Motive
6.1 Epoche
Bis ich fertig bin gibt es sicher eine Epoche VII. Bis dahin plane ich mit VI bzw. V
6.2 Bahnhofstyp(en)
Durchgangsbahnhof auf der Hauptstrecke. Schön wäre ein Güterbahnhof mit Ablaufberg. Eventuell noch im unteren Bereich eine „U-Bahn“
6.3 Landschaft
Fiktive Stadt in Süddeutschland
6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Stadt, Gewerbe, Vorstadt
6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
Wahrscheinlich nicht

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
Nichts nennenswertes. Wird nach und nach neu beschafft.
7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
Nein, nur erste Spielerein
7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Bis die Anlage gebaut wird sind die Kinder sicher im Alter auch einmal spielen zu wollen. Aber hauptsächlich soll der Computer mit der Anlage spielen dürfen. Wer weiß evtl. eine Internetschnittstelle mit API zum fremdsteuern der Anlage. Hat die CS3 eine API? 😊
7.4 Budget
Irgendwo im fünfstelligen Bereich. Hoffentlich entwickelt sich meine Budgetplanung nicht wie beim BER…
7.5 Zeitplan
Aktuell teste ich einige Konzepte auf einer Pilotanlage. Die Grobplanung wird sicher einige Monate bzw. Jahre brauchen. Bis zur Fertigstellung vergeht wahrscheinlich ein Jahrzehnt…


Fuchsbau im Wellnesskeller: Planung


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RE: Fuchsbau im Wellnesskeller - H0-Anlage 6.4 x 3.2 Meter, Epoche VI(I)

#2 von A321 , 24.04.2021 14:02

Hallo (hier könnte dein Name stehen),
herzlich willkommen hier im Planungsforum!

Zitat
Aktuell teste ich einige Konzepte auf einer Pilotanlage. Die Grobplanung wird sicher einige Monate bzw. Jahre brauchen. Bis zur Fertigstellung vergeht wahrscheinlich ein Jahrzehnt…


Erstmal finde ich es sehr gut, dass du dir für ein so großes Projekt ausreichend Zeit nimmst und erstmal auf einer kleinen Anlage technische Abläufe, Verkabelung, etc. ausprobierst.
Nun aber zu deinem Plan (zugegeben, der große Planungsprofi bin ich auch nicht, da gibt es andere hier im Forum. Aber zu Beginn geht's ja auch erstmal um Ideen.)

Zitat
Mehr als 1,2 m machen wahrscheinlich keinen Sinn


Da die Anlage zu großen Teilen an der Wand stehen wird, würde ich dir empfehlen, die 1,2m sein zu lassen und auf maximal 70-80cm zu gehen. Auch wenn alles digital bzw. automatisch gesteuert wird, kann es Probleme geben. Wenn bspw. auf einem hinteren Gleis ein Zug umkippt oder komplett entgleist, wirst du Schwierigkeiten haben, dort hin zu gelangen. Selbiges gilt für die Reinigung, Ausgestaltung, etc. Teste aus, wie weit du bequem mit einem Arm greifen kannst.

Zitat
Durchgangsbahnhof auf der Hauptstrecke. Schön wäre ein Güterbahnhof mit Ablaufberg. Eventuell noch im unteren Bereich eine „U-Bahn“


Einen Durchgangsbahnhof als Betriebsmittelpunkt halte ich bei den großzügigen Raummaßen für sinnvoll, da sich dieser gut in dein Gesamtes Betriebskonzept mit Automatikbetrieb einpasst.

Zitat
Hauptbahn und Nebenbahn, ggf. mit Anlage-in-Anlage-Konzept / Multideck


Da du von einer fiktiven Stadt in Süddeutschland sprichst, wäre vielleicht eine S-Bahn anstatt einer direkt abzweigenden Nebenbahn etwas. Das ganze kann natürlich auch in Richtung einer S-Bahn bis ins Umland gehen.

Ich habe mal einen groben, schematischeren Plan aufgezeichnet, Maße habe ich weggelassen, denn noch ist es noch nicht so konkret.



Die Blaue Strecke wäre die Hauptstrecke,
Die Grüne Strecke die S-Bahn,
die gelbe Strecke die Zufahrt zum Güterbahnhof.

Auf der rechten Seite wäre in großes Überwerfungsbauwerk platziert, was optisch sicher einiges her macht.

Als Güterbahnhof wäre zum Beispiel ein Containerterminal denkbar, wie es Südbahner auch umgesetzt hat. Ein Ablaufberg könnte von den Dimensionen her etwas schwierig werden.
Am unteren Anlagenrand könnte man, in ausreichendem Abstand zum Hbf, eine S-Bahn Station einplanen.

Eigentlich wäre ein Gleiswendel links der Tür ebenfalls sinnvoll, jedoch würde das die Länge der mittleren Anlagenteils erheblich einschränken, womit der Güterbahnhof dann sehr klein ausfallen würde.

Von den Zuglängen her dürften deine Anforderungen erfüllt sein, über 2m lange Züge sind kein Problem.

Grüße, Paul


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RE: Fuchsbau im Wellnesskeller - H0-Anlage 6.4 x 3.2 Meter, Epoche VI(I)

#3 von BahnmoellerHH , 09.08.2021 13:11

Die Platten sind zu groß und es bleibt zu wenig Platz für die Menschen.


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