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Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#1 von Rangierlokfahrer , 26.07.2021 16:10

Moin,

Ich hab da mal eine Frage.
Ich bin gerade wieder mit mir selbst an der ewigen Digital/ Analog Diskussion am kämpfen. Wenn ich Analog fahre und schalte kann ich ganz easy beim überfahren eines Kontrollkontaktes den Zug Stoppen (Spannung vom Gleis nehmen) um einen Notstopp zu initieren.
Digital geht das ja nur, wenn die Anlage auch in Abschnitte unterteilt ist und ich dann da einfach die Einspeisung wegnehme. Ist das gut/schlecht für Steuerung und Decoder?
Gibts da auch eine Möglichkeit für solche "notstopps" beim überfahren diverser Sicherheitskontakte, wenn die Anlage nicht in Abstände unterteilt ist?
Ich meine das geht so nur mit einer Computersteuerung?

VG Dominic


 
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RE: Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#2 von 12345 , 26.07.2021 16:37

Durch das Abschalten der Spannung, was prinzipiell möglich ist, stoppen die Züge recht abrupt, da der Auslauf rein mechanisch erfolgt.
Für sog. Bremsstrecken benötigt man nicht zwangsläufig eine Computersteuerung.
Es gibt verschiedene Bremsverfahren z.B DCC-Bremsgenerator, ABC Bremsen (Lenz), DC Bremsen (Märklin), HLU (Zimo).
Beschreibung der Systeme


Gruß
Alexander

Anlage:
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RE: Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#3 von BR180 , 26.07.2021 16:48

Zitat von Rangierlokfahrer im Beitrag #1
Moin,

Ich hab da mal eine Frage.
Ich bin gerade wieder mit mir selbst an der ewigen Digital/ Analog Diskussion am kämpfen. Wenn ich Analog fahre und schalte kann ich ganz easy beim überfahren eines Kontrollkontaktes den Zug Stoppen (Spannung vom Gleis nehmen) um einen Notstopp zu initieren.
Digital geht das ja nur, wenn die Anlage auch in Abschnitte unterteilt ist und ich dann da einfach die Einspeisung wegnehme. Ist das gut/schlecht für Steuerung und Decoder?
Gibts da auch eine Möglichkeit für solche "notstopps" beim überfahren diverser Sicherheitskontakte, wenn die Anlage nicht in Abstände unterteilt ist?
Ich meine das geht so nur mit einer Computersteuerung?

VG Dominic

Meine Antwort wird nur ein bißchen helfen, aber Notstopp heißt - Alles ist Stromlos, also jedenfalls bei digital betriebenen anlagen ohne Computer.
Einer Digitallok einfach den Strom entziehen wiederspricht doch dem Digitalsystem. Dann geht doch auch kein Licht, noch schlimmer wird es bei Soundloks.
Ich sag mal so, Du mußt da völlig umdenken, eine Digitalanlage steht stets und ständig immer unter Strom.
Wozu brauchst Du diese von Dir genannten Sicherheitskontakte? Wenn alles digital betrieben wird (das ist sehr viel Aufwand) Rückmeldungen und so, dann halten deine Loks vor roten Signalen und es gibt keine Flankenfahrten oder Frontalzusammenstöße.
Sehe gerade , da war einer schneller mit einer Antwort.


Gruß Maurice

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RE: Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#4 von Rangierlokfahrer , 26.07.2021 21:09

Moin,
danke für eure Antworten.
Wozu ich das brauche, ganz einfach. Ich will prinzipiell keine Automatik haben. Ich will die Lokomotiven selbst steuern und wenn ein Signal auf Rot steht auch selbst davor runterregeln und anhalten. Oder eine Weiche selbst schalten. Wenn aber die Lok der Weiche oder dem Signal zu nahe kommt, ohne dass der Block davor (oder weichenstellung,etc) zurückmeldet, dass die Lok da auch hin darf, muss sie zwangsläufig gestoppt werden um Schäden zu vermeiden.
Quasi als Sicherung gegen menschliches Versagen.
Analog einfach, abrupte Notbremse durch Spannung wegschalten.
Ist ja wirklich nur der Sicherheit halber, bzw in Verbindung mit einem Summer oder Alarm, dass man weiß da ist etwas falsch.
Dass die Züge nicht orbildgerecht abgebremst werden oder dann Licht etc ausgeht ist mir da schon klar.
Wusste nur nicht ob sowas ggfs problematisch beim Digitalsystem ist, wenn da man einfach es ausschaltet.

VG Dominic


 
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RE: Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#5 von Rapp , 27.07.2021 13:19

Hallo Dominik,

ich habe Ihren Beitrag und die Fragestellung eher zufällig gesehen.

Für Lokdecoder der "Digital plus" Digitalsteuerung (und nur für diese kann ich hier sprechen) ist es kein Problem, wenn man -aus welchem Grunde auch immer- die Spannung am Gleis einfach ausschaltet. Der Decoder wird dadurch in keinem Fall irgendwie geschädigt.

Sie können also aus Sicherheitsaspekten im Notfall die Gleisspannung einfach ausschalten. Natürlich wird der Halt abrupt erfolgen, aber im Notfall ist dies eine akzeptable Situation.

Bei einem Lenz-System werden die Informationen für die Lokdecoder kontinuierlich gesendet, beim Wiedereinschalten der Spannung erhält der Decoder also seine Informationen wieder, der Zug wird mit der im Decoder eingestellten Anfahrverzögerung beschleunigen.

Viele Grüße,
Peter Rapp,
Lenz Elektronik GmbH


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RE: Digital stoppen bei Analoger Fahrwegsicherung

#6 von BR180 , 27.07.2021 15:40

Zitat von Rangierlokfahrer im Beitrag #4
Moin,
danke für eure Antworten.
Wozu ich das brauche, ganz einfach. Ich will prinzipiell keine Automatik haben. Ich will die Lokomotiven selbst steuern und wenn ein Signal auf Rot steht auch selbst davor runterregeln und anhalten. Oder eine Weiche selbst schalten. Wenn aber die Lok der Weiche oder dem Signal zu nahe kommt, ohne dass der Block davor (oder weichenstellung,etc) zurückmeldet, dass die Lok da auch hin darf, muss sie zwangsläufig gestoppt werden um Schäden zu vermeiden.
Quasi als Sicherung gegen menschliches Versagen.
Analog einfach, abrupte Notbremse durch Spannung wegschalten.
Ist ja wirklich nur der Sicherheit halber, bzw in Verbindung mit einem Summer oder Alarm, dass man weiß da ist etwas falsch.
Dass die Züge nicht orbildgerecht abgebremst werden oder dann Licht etc ausgeht ist mir da schon klar.
Wusste nur nicht ob sowas ggfs problematisch beim Digitalsystem ist, wenn da man einfach es ausschaltet.

VG Dominic

Na das geht für ca 2€ pro Weiche, einfach ein Bistabiles Relais mit der Weiche mitschalten und darüber den Gleisabschnitt vor der Weiche mit Strom versorgen.
PS. Ich fahr auch nur von Hand, fahren Digital, schalten Analog, aber über sowas hab ich nie nachgedacht.


Gruß Maurice

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