ich hoffe ich trete niemandem jetzt auf die Füsse will aber aus reiner Neugierde (bin noch Anfänger) wissen, ob und wenn ja welche Unterschiede die Lok´s und Waggon´s der verschiedenen Hersteller haben.
Was ich bis jetzt so gelesen habe war, das Brawa wohl nicht sehr robust sein soll. Märklin baut wohl robust? Auf verschiedenen Foto´s ist mir allerdings aufgefallen, dass die gleichen Modelle bei Trix, Fleischmann und Roco anders, vielleicht sogar irgendwie eine Spur detaillierter aussehen. Stimmt das oder unterliege ich da einem Trugschluss? Wie sieht es mit der Qualität und der Detailverliebtheit und der Detailtreue Eurer Meinung nach bei den einzelnen Herstellern aus? Gibt es da überhaupt zu pauschalisierende Allgemeinheiten?
Gruss Dirk
Beste Grüße, Dirk
Märklin, Wechselstrom, C-Gleise, 1x CS2/2xMS, In Arbeit: Anlage 3,20mx4,00m, Epoche III. Tipps und Vorschläge sind jederzeit herzlich willkommen!
So grundsätzlich kann man deine Frage heutzutage nicht mehr beantworten. Die einzelnen Hersteller haben zwar noch Präferenzen die z. T. divergieren, z. B. Metall oder Kunstoff als Werkstoff, befahrbarer Mindestradius versus Längenmaßstab, hohe Detaillierung versus (kindgerechtes) Spielmodell, usw.
Mittlerweile gibt es aber von allen Herstellern - selbst von Märklin - hoch detaillierte Modelle als auch Modelle zum Spielen.
Am besten du setzt erst gar keine Markenbrille auf, sondern schaust dir das entsprechende Modell unvoreingenommen an. Wenn es dir gefällt, nimm es mit, anderfalls laß es im Laden liegen.
Bei Fragen bzgl. Fahreigenschaften oder evtl. anderen bekannten Problemen, frag einfach hier nach, "da wird dich geholfen".
#4 von
Karlheinz Hornung
(
gelöscht
)
, 07.01.2008 20:36
Hallo,
grundsätzlich sind Märklin Loks robuster und die Modelle anderer Hersteller sind besser detailliert. Das ist aber kein Unvermögen sondern die jeweilige Philosophie des Herstellers.
Zitat von DupkGibt es da überhaupt zu pauschalisierende Allgemeinheiten?
Pauschal kann man da nichts aussagen.
Früher war Märklin stolz auf seine Loks mit spielgerechtem Aufbau und Stirnradgetriebe ohne Selbsthemmung.
Bei den neuen Modellen hat man sich von beidem verabschiedet (siehe die Diskussion über den Fehler im Katalog: abgebildet ist eine Bügelfalte mit abgebrochener Frontschürze ...).
Ansonsten muss man natürlich auch berücksichtigen, wann ein Modell entwickelt wurde und in welcher Preisklasse es angeboten wird.
Märklin holt auf: bei der Detaillierung, bei der Anzahl der Zurüstteile, bei der Schwierigkeit der Lokwartung, ...
Zitat von DupkGibt es da überhaupt zu pauschalisierende Allgemeinheiten?
Pauschal kann man da nichts aussagen.
Sehe ich genauso.
Alle Hersteller haben gute, aber auch schlechte Modelle im Programm. Alle haben gut detaillierte, aber auch "Gußprügel" dabei. Manche Loks sind bei den Herstellern jeweils aus Metall, andere aus Kunststoff.
Eine genaue Pauschalaussage zu einzelnen Herstellern zu treffen, scheint mir unmöglich. Einzelne Modelle zu beurteilen, ist da schon um einiges einfacher (und aussagekräftiger).
ZitatAm besten du setzt erst gar keine Markenbrille auf, sondern schaust dir das entsprechende Modell unvoreingenommen an. Wenn es dir gefällt, nimm es mit, anderfalls laß es im Laden liegen.
Etwas provokativ könnte man hinzufügen, dass wir mittlerweile so tief gesunken sind, dass es nicht mehr ausreicht, die Modelle der verschiedenen Hersteller zu vergleichen, sondern dazu noch mehrere Exemplare derselben pro Hersteller und zwar optisch und auf dem Testgleis des Händlers.
Sicher eine wirkunksvolle Strategie zur Stärkung des Fachhandels seitens der Hersteller.
jeder Hersteller hat da seine Topmodelle und auch Nieten. Aus Sicht der 60er Jahre war Märklin für damalige Verhätnisse schon sehr gut detailliert, schwächelte dagegen ab Mitte der 70er, und holte erst allmählich seit Ende der 80er Jahre auf. Siehe Würtembergische C! Antriebstechnisch hatten es da jüngere Hersteller, z.B. Roco wesentlich einfacher, da sie auf keinerlei Tradition Rücksicht nehmen mussten. Auch vom Maßstab her gab es zeitweise große Unterschiede. Da baute früher Trix in teilweise 1:90, GFN in 1:85, bei Märklin waren schon mal einige Loks einige Millimeter kürzer. Auch im Digitalbereich wurschtelte fast jeder Hersteller mit seinem eigenen System herum. Heute gibt es im wesentlichen die Unterschiede zwischen AC und DC, mfx und DCC. Der Detailierungsgrad ist ob Metall oder Kunststoff auch nicht mehr prägend, sondern Ansichtsache. Fakt: Es gibt im Grunde heute keine schlechte Modellbahn, sondern es ist vielmehr reine Geschmackssache welchen Vorzug man welchem Hersteller gibt
Einem guten Modell sieht man nicht an, aus welchem Material das Gehäuse gemacht wurde. Außer, man kuschelt damit, dann könnte es auffallen. Aber ein normaler Modellbahner reibt sich ja keine Lokomotive durchs Gesicht. Insofern ist das völlig schnuppe.
Grüße, Peter
Bei campact.de per E-Mail abstimmen: 49-Euro-Ticket retten! ... das haben Stand 25.08.2023 um 20:45 Uhr schon 115.000 Menschen getan.
Und Aktionen bei campact.de wirken, siehe Wikipedia, da wird darüber berichtet.
Also kann man da Pauschal zu Qualität/Detailgenauigkeit nichts zu sagen! Danke für die Info.
Was mir noch aufgefallen ist bei zwei Märklin BR220, Jahrgänge weiss ich leider nicht, gibt es unterschiedliche Grössen (fast einen Zentimeter) und ein leicht anderes Aussehen. Zum Beispiel die Kühlöffnungen (Anordnung) oder der Schriftzug DB. Gab es da unterschiedliche Maßstäbe bei HO von ein und dem selben Hersteller? Die Bestell-Nummern sind identisch, glaube ich (#3021). Vielleicht bekomme ich mal ein paar Fotos zustande.
Gruss Dirk
Beste Grüße, Dirk
Märklin, Wechselstrom, C-Gleise, 1x CS2/2xMS, In Arbeit: Anlage 3,20mx4,00m, Epoche III. Tipps und Vorschläge sind jederzeit herzlich willkommen!
Hallo Dirk, wenn Du keinen Wert auf 'Alles aus Metall' oder 'Nur Kunststoff ist richtig detailliert' legst, wirst Du bei allen Herstellern gut bedient. Ich habe Loks und Waggons von verschiedenen Herstellern und bin mit allen zufrieden, wobei es bei ALLEN Herstellen Probleme/Fehler geben kann!
Du meinst da wahrscheinlich die - tatsächlich - unterschiedlichen Baureihen V 200 und V 200.1? Diese sind, wie beim Vorbild, unterschiedlich lang und haben auch unterschiedliche Dächer, Seitenwände etc.! Auch tragen die Epoche 3-Loks ( V 200, V 200 1xx) teilw. den Schriftzug 'Deutsche Bundesbahn' an der Seite, während bei den Epoche 4-Loks (220, 221) eben der 'DB-Keks' vorhanden ist. Absolut vorbildgerecht! Und in allen Ausführungen übrigens eine sehr schöne Lok.
#15 von
UlrichRöcher
(
gelöscht
)
, 08.01.2008 10:54
Hallo Dirk,
vielleicht noch einen Tip am Rande und unter der Voraussetzung, dass Du Märklinfahrer bist: Ich habe mich hier mal darüber geäußert, wie man DC-Wagen auf Märklingleisen fahren kann - hilft Dir als Anfänger vielleicht weiter.
Zitat von DidiHallo Dirk, wenn Du keinen Wert auf 'Alles aus Metall' oder 'Nur Kunststoff ist richtig detailliert' legst, wirst Du bei allen Herstellern gut bedient. Ich habe Loks und Waggons von verschiedenen Herstellern und bin mit allen zufrieden, wobei es bei ALLEN Herstellen Probleme/Fehler geben kann!
Du meinst da wahrscheinlich die - tatsächlich - unterschiedlichen Baureihen V 200 und V 200.1? Diese sind, wie beim Vorbild, unterschiedlich lang und haben auch unterschiedliche Dächer, Seitenwände etc.! Auch tragen die Epoche 3-Loks ( V 200, V 200 1xx) teilw. den Schriftzug 'Deutsche Bundesbahn' an der Seite, während bei den Epoche 4-Loks (220, 221) eben der 'DB-Keks' vorhanden ist. Absolut vorbildgerecht! Und in allen Ausführungen übrigens eine sehr schöne Lok.
Viele Grüße Dietmar
Hallo Dietmar,
ich habe die beiden Loks jetzt nicht hier, aber den neuen Kärklin-Katalog. Da ist mir das gleiche auch schon aufgefallen. Ich hatte auch schon die Vermutung, dass es zwei unterschiedliche Modelle sind. Genaueres weiss ich erst heute abend.
Gruss Dirk
Beste Grüße, Dirk
Märklin, Wechselstrom, C-Gleise, 1x CS2/2xMS, In Arbeit: Anlage 3,20mx4,00m, Epoche III. Tipps und Vorschläge sind jederzeit herzlich willkommen!
Zitat von DidiAuch tragen die Epoche 3-Loks ( V 200, V 200 1xx) teilw. den Schriftzug 'Deutsche Bundesbahn' an der Seite, während bei den Epoche 4-Loks (220, 221) eben der 'DB-Keks' vorhanden ist. Absolut vorbildgerecht! Und in allen Ausführungen übrigens eine sehr schöne Lok.
Viele Grüße Dietmar
Hallo Dietmar,
jetzt bin ich aber baff. Ich war bisher der Meinung, dass der Schriftzug "Deutsche Bundesbahn" den V200.0 vorbehalten blieb. Die V200.1 kam meines Wissens erst 1965 zur Auslieferung, da gab es seit knapp 10 Jahren den DB-Keks (findet sich hier im Forum eine Abhandlung). Das muss aber natürlich nicht bedeuten, dass die V200.1 nicht auch mit Schriftzug kam. Ich kannte das bisher halt nicht.
Jetzt hast Du mich schon neugierig gemacht. Bin mal gespannt auf unsere V200-Spezialisten.
#18 von
Roter Hirsch
(
gelöscht
)
, 08.01.2008 11:23
Zitat von Michael Bausch jetzt bin ich aber baff. Ich war bisher der Meinung, dass der Schriftzug "Deutsche Bundesbahn" den V200.0 vorbehalten blieb. Die V200.1 kam meines Wissens erst 1965 zur Auslieferung, da gab es seit knapp 10 Jahren den DB-Keks (findet sich hier im Forum eine Abhandlung). Das muss aber natürlich nicht bedeuten, dass die V200.1 nicht auch mit Schriftzug kam. Ich kannte das bisher halt nicht.
pauschalisieren kann man bei diesen Thema wirklich nicht. Jeder Hersteller hat Licht und Schattenseiten.
Bei der Detaillierung liegt in der Grosserie Brawa,Roco und Liliput vorn, wie Du selber gelesen hast, hat das im Anlagenbetrieb aber Nachteile.
Fleischmann bietet bei den Dampflokomotiven den mit besten Kompromiss zwichen Modellgetaltung und Fahrkunst, dementsrechend aber auch die hohe Preisgestaltung.
Roco ist preiswert geworden, detailfein......aber hat für mich persönlich keine überzeugende Kaufargumente.
Kato gilt als Spezialist für Triebzüge, auch fahrtechnisch überzeugend.
Märklin -Trix bietet Metallbauweise der Gehäuse an..... gilt als etwas robuster, jedoch liegen die Preise auch entsprechend hoch.
Für mein dafür halten solltest Du Dir die Modelle im Laden ansehen, kaufen was gefällt und nicht unbedingt auf die Marke achten. Schon bald wirst Du die Vor und Nachteile der Firmen kennen lernen und dementsprechend wird sich dein Fuhrpark entwickeln.
Schlechte Modelle ob in Metallbauweise oder Kunststoff gibt es nicht mehr, nur wie von vielen anderen schon erwähnt hat jeder Hersteller auch nicht so tolle Modelle im Angebot.
Objektive Beurteilung wirst Du nie erhalten, da hier jeder im Forum auch so mancher Händler seine eigene Vorstellung von Perfektion vertritt.
#20 von
Berlin-Fan
(
gelöscht
)
, 08.01.2008 12:23
Zitat von Frank.M Bei der Detaillierung liegt in der Grosserie Brawa,Roco und Liliput vorn, wie Du selber gelesen hast, hat das im Anlagenbetrieb aber Nachteile.
Hallo Frank,
auch nicht immer, es kommt drauf an wann dieses Modell entwickelt und auf den Markt gebracht wurde. Wenn man Modelle die fast zur gleichen Zeit auf den Markt gebracht wurden, wie z.B. die 143/243, wird man nur sehr schwer die Unterschiede bei Märklin und Roco feststellen können. Da gibt es bei Roco dann mehr Details im Bereich der Pufferbohle, dafür hat Märklin die filligraneren Drehgestelle und einen besser nachgebildeten Hauptschalter Es ist heutzutage nur noch sehr schwer nenneswerte Unterschiede fest zustellen. Siehe auch der direkte Vergleich DR 65.10 von Brawa und Gützold. Auf den ersten Blick auch nicht zu unterscheiden
ZitatEs ist heutzutage nur noch sehr schwer nenneswerte Unterschiede fest zustellen. Siehe auch der direkte Vergleich DR 65 von Brawa und Gützold. Auf den ersten Blick auch nicht zu unterscheiden
Bei Roco -Märklin 143/243 kann ich Dir zustimmen. Wiederspruch erfolgt jedoch betreffs des Modelles BR 65 hier ist die Brawa hervorzuheben....vorallem schon weil Brawa ein Metall-Gestänge vorweisen kann und noch etwas Detailfeiner ist. Gützold arbeitet damals noch mit Plastik. Antriebstechnisch weist die Gützold wiederum einen Vorteil auf, welchen man nicht sieht aber spüren wird, weil das hintere Nachlaufdrehgestell mit angetrieben, eine höhere Zugkraft zur Verfügung stellt.
mein Eindruck ist, dass ROCO- Lokomotiven besonders gut in der Steigung sind. Was natürlich nicht dazu verleiten darf, sie zu überlasten. Außerdem finde ich ROCO- Loks sehr zuverlässig und wenig defektanfällig.
Zitat von Frank.M Gützold arbeitet damals noch mit Plastik.
Moin Frank,
machen die heute auch noch, aber nach afaik eigenem Patent: ein stabiler Metallkern wird von Kunststoff ummantelt, quasi "Mischbauweise" oder "Sandwich".
#24 von
Berlin-Fan
(
gelöscht
)
, 08.01.2008 22:06
Zitat von MattyHallo,
mein Eindruck ist, dass ROCO- Lokomotiven besonders gut in der Steigung sind. Was natürlich nicht dazu verleiten darf, sie zu überlasten. Außerdem finde ich ROCO- Loks sehr zuverlässig und wenig defektanfällig.
Lieber Gruß
Matty
Hallo Matty,
auch da gibt zumindest bei den Großserienherstellern wie Märklin, GFN und Roco keine nenneswerte Unterschiede. Das liest man immer wieder in Testberichten , z.B. Eisenbahn Magazin (EM). Auch Gützold und Piko erreichen da mittlerweile hervoragende Werte. Bei Brawa wiederum kommt es auf das Modell an, dafür bilden die oft Details nach die dem harten Modellbahnbetrieb nicht immer gewachsen sind, siehe auch den dazu passenden Thread.
Zitat von Didi Auch tragen die Epoche 3-Loks ( V 200, V 200 1xx) teilw. den Schriftzug 'Deutsche Bundesbahn' an der Seite, während bei den Epoche 4-Loks (220, 221) eben der 'DB-Keks' vorhanden ist. Absolut vorbildgerecht! Viele Grüße Dietmar
Hallo Dietmar,
ist zwar OT, aber um keine Gerüchte aufkommen zu lassen... eine V 200.1 mit dem Schriftzug "Deutsche Bundesbahn" hat es nicht gegeben... (in der Ep. 3). Nur zur Aufklärung...