Hallo Modellbahner Ich habe diverse ältere Fleischmann Lokomotiven ohne Schnittstelle umgebaut auf Digital .... ( 6 Pol. Schnittstelle und nur Fahrt Vorwärts / Rückwärts und Fahrlicht Vorwärts und Rückwärts im Wechsel etc ..)
Nun meine Frage die Lokomotiven laufen alle ohne Probleme ..... Aber ...... Ich hätte sie gerne noch ein bischen perfektioniert, für ein schöneres Fahrbild Lineare Beschleunigung und sachtere übergänge beim Beschleunigen der Fahrstufen etc ...
Ich habe z.b. eine Fleischmann H0 BR 218 er die Beim Beschleunigen ab bestimmten Geschwindigkeiten einen plötzlichen Beschleunigungs Ruck macht ( und auch beim Bremsen ! ) Nun habe ich mir den neuen ESU Lokprogrammer gekauft und möchte damit diese "fehlerchen" ausschalten ...
Jetzt zum eigentlichen ..... Hat jemand Einstellwerte für den ESU Lokprogrammer für Fleischmann Lokomotiven mit alten Rundmotoren ? die dieses Rucken entschärfen oder sogar ganz abstellen können ??? Bei der Standart Einstellung "Fleischmann Rundmotoren" ist diese Phänomen leider noch stärker geworden ....
Vielleicht kann mir jemand Weiterhelfen was und wo ich im LPR Programm ändern muss oder gänzlich abschalten soll ??? Ich fahre mit Fleischmann Z21 Digital Zentrale
um das Fahrverhalten von Loks mit einem ESU-LPV4 oder V5 besser einzustellen, benötigt man eigentlich kein Lokprogrammer. Dazu solltest du dir in der BDA das Kap.11 komplett durchlesen und versuchen die Punkte schritt für schritt abzuarbeiten.
Bei Fleischmann-Rundmotoren gehen ich wie folgt vor (mechanischer Lauf i.O.; elektrische Störrelemente am Motor entfernt):
1. Höchstgeschwindigkeit mit CV5 einstellen 2. Automatisches einmessen (dazu CV54 = 0 setzen); anschließend die Lok auf einer geraden, mindestens 2m langen und leicht ansteigenden Strecke auf deinem Hauptgleis stellen (sollte es so eine Stelle auf deiner Anlage nicht geben, kann man auch mit ein paar geraden Schienen so eine Strecke aufbauen) 3. dann Funktionstaste F1 drücken (Lok fährt automatisch los (richtige Fahrtrichtung beachten) und ermittelt passende CV-Werte für den Motor) 4. diese Werte kannst du dir nun mit dem Lokprogrammer auslesen und abspeichern 5. prüfen ob Lok in Fahrstufe 1 gut fährt, ggf. CV51 und CV52 nach BDA einstellen 6. bei schwierigen Fällen die Anfangsspannung CV2 etwas höher einstellen und ggf. CV56 etwas reduzieren 7. bei Ruckeln/Sprünge beim Anhalten der Lok mit CV 55 "spielen" 8. sollte die Lok zu schnell (oder zu langsam fahren) CV53 reduzieren (oder erhöhen) 9. bei sonstigem Ruckeln in höheren Fahrstufen mit CV54 (ggf. muss CV55 nochmals verändert werden) (evtl. Punkt 5 bis 9 wiederholen) (10. bei Dampfloks mit einen LS4 oder 5 die Dampfschläge mit CV57 und CV58 nach BDA synchronisieren)
Beim LPV5 gibt es noch CV116-119 zur EMK-Einstellung. Dazu aber bitte BDA genau durchlesen und Standardwerte nur dann verändern, wenn Punkt 1-9 kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht hat.
Wenn alles passen sollte, würde ich mir die CV-Werte nochmals mit dem Lokprogrammer aus dem Decoder auslesen und abspeichern.
Gruß Markus
seit 1975 (Weihnachten) Nenngröße H0 (NEM 010), seit 1995 Zweischienenbetrieb 1-2 (NEM 620/621), seit 2002 reiner DCC-Betrieb
Hallo Modellbahner Vielen Dank für die "Vorschläge"
Ich werde die Tage wenn es meine Zeit zulässt angehen
Decoder ist ein ESU LP 4 Analog läuft die Lok sehr gut !
Ps. Den Lokprogrammer habe ich mir auch für die Neuen Loks gekauft, da ich gerne Funktionen auf meine Persönlichen Bedürfnisse einfacher anpassen kann als mit der Multimaus die ich an der Modellbahn benutze.
Dafür habe ich mir ein Decoder Prüf und Programmierstand gebaut ....
In der Vergangenheit habe ich den LoPi v4 standardmäßig zur Ansteuerung der GFN-Rund- und auch der Walzenmotoren verwendet. Allerdings habe ich die Motoransteuerung stets individuell, D.h. ohne automatische Einmessung, programmiert.
Ausgangspunkt ist, die Hg über CV 53 (Spannung) zu begrenzen, nicht über CV 5. Davon ausgehend erstmal CV 54/55 einstellen, bis das Modell bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten sauber läuft. Bei manchen Modellen hilft es auch, die Lastregelung über CV 56 im oberen Bereich zurückzunehmen. Für den Kriechgang mit CV 51/52 optimieren. Erfahrungsgemäß liegen die Werte hier niedriger als bei CV 54/55. Und - probieren, probieren probieren. Pauschale Werte schreibe ich hier nicht, diese sind zu sehr von Untersetzung des jeweiligen Modells und Serienstreuung abhängig.
Das gilt für LoPi 3, 4 und 5. Eine noch etwas bessere Ansteuerung ist mit Zimo- Decodern möglich.