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Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#1 von berlina , 01.09.2021 23:59

Tach zusammen,
als neues Mitglied aus Berlin (Dominik heißt er - Link zur Vorstellung s. Signatur) möchte ich nun meine persönlichen Laufversuche vorstellen.
Es handelt sich dabei um den Bahnhof des Mittelzentrums Granitz (Cottbus), das sich in einem Paralleluniversum an der Bahnstrecke Berlin-Görlitz befindet. Um genau zu sein am km 85,6. Ja, genau! In dieser Welt existiert Lübbenau nicht und der Spreewald rutscht etwas nach Norden. Die Stadt Granitz hat dafür noch ein bisschen mehr industrielles Flair. Namenstechnisch hat es btw nichts mit dem Forst auf Rügen zu tun.
Das ganze findet im Gästezimmer unserer Berliner 3-Zimmer Wohnung Platz. Ganz grob: Es stehen gut 4m² Wand bei einer Tiefe von 1m zur Verfügung sowie perspektivisch auch ein L-Schenkel mit knapp 1,50m Länge für z.B. einen Fiddle Yard.
In unserer Wohnung kann immer wieder mal eine Bombe einschlagen und allgemein ist gerade dieser dritte Raum von uns sehr "volatil". Nach jahrelanger Fehlnutzung des Zimmers habe ich es nun zurückerobert. In diesem Zuge habe ich mich auch gleich von meinem dort noch schlummernden Kicker getrennt, der im Altbau einfach viel zu laut und daher nicht mit Spaß bespielbar war. Gleichzeitig ist mit Stand heute aber noch nicht die komplette Raumordnung für die Zukunft fixiert. Aus diesem Grund rangiert die Ausführung aktuell noch zwischen zwei Varianten. Das wird zu späterem Zeitpunkt noch mal erläutert.

Was Euch ansonsten erwarten kann: Viel Epoche V (+/-) auf Gebiet der ex-DR, Fokus erste Hälfte der 90er, hoffentlich mit Abdeckung und Einflüssen der 80er und späten 2000er.
Bahnanlagen und Ort sollen nicht mehr ganz fit sein, hier und dort mitunter marode. Meine Erinnerungen an die Wende sind bedingt durch mein Alter (1984er) begrenzt. Einige Eindrücke konnte ich aber mitnehmen und vermischt mit kursierendem Videomaterial aus den sehr frühen 90ern kommt dann irgendetwas in meinem Kopf raus, was womöglich nicht historisch exakt ist, aber meiner Vorstellung entspricht. Nicht zuletzt wandere ich gern durch Brandenburg und sehe in den stillgelegten Anlagen - egal ob Bahn, Industrie, Militär - viel Charme, der ebenfalls mit ins Modell einfließen soll.
Das Resultat muss also eine gerade noch so funktionierende Infrastruktur mit deutlichen Abnutzungsspuren sein. In diesem Sinne ist es oberste Pflicht eines jeden Begleiters des Projekts einzugreifen, wenn es zu romantisch wird. (Trotzdem: ein paar im Allgemeinen als schön kategorisierbare Perspektiven über die Landschaft sind erlaubt.)

Bild entfernt (keine Rechte)Bevor es dann wirklich losgeht: Die ersten Planungen habe ich glaube ich Ende 2018 noch als nahezu Oval gemacht (Bild 1; einige verrückte Rampen bitte ignorieren!). Der Gleisplan hat sich Anfang 2020 massiv umgekrempelt, weil ich zum einen dann selbst mehr auf vernünftige Betriebskonzepte gehen wollte und zum anderen viel Foren gestöbert habe... und inspiriert wurde.

Eine Zwischenstufe war dann die abgeknickte Acht (Bild 2). Inzwischen bin ich eigentlich aus diversen Gründen bei einer Art Hundeknochen... s. dann unten beim Abschnitt "Gleisplan".
Der gesamte Wandel wurde 2020 gut dokumentiert und daher auch kommentiert, muss nur mal an die aktuelle Version angepasst werden. Vielleicht dazu später noch mal ein Ausflug.Bild entfernt (keine Rechte)

Mein oberster Berater in puncto Planung ist mein Bruder, der ebenfalls zeitweilig MoBa-aktiv ist, wenngleich mit noch mal sehr viel weniger Platz. Zum aktuellen Konzept gibt es sicherlich von den Erfahrenen hier viel Kritik. Grundsätzlich gilt: Ich höre mir jede Kritik an und kann auch immer gut damit umgehen. Allerdings werde ich sicherlich auch immer wieder mal klar sagen, dass bestimmte Dinge nicht zur Debatte stehen (auch wenn die Argumente dafür noch so gut sind). Insbesondere gilt das für die nachfolgend noch aufgelisteten Schwachpunkte, die ich bereits selbst erkannt habe.
Allgemein ist dies hier ein Vorhaben, mit der mein eigener Anspruch regelmäßig weiter wächst. Trotzdem bleibt es zunächst ein großes Versuchsfeld, auf dem ich selbst gerade technisch lernen möchte (und muss!). Diese Anlage wird zum Schluss nicht perfekt sein, sondern mir hoffentlich viele Erkenntnisse gebracht haben.
An vieles wage ich mich aktuell zum ersten mal ran. Ich selbst bezeichne mich als notorischen Dilettanten. Das wird man auch immer wieder mal erkennen. Und ab und zu mal scheitern ist für mich voll okay. Trotz allem: Scheut Euch nicht davor, hier Euren Senf (wir in Berlin sprechen das eigentlich "Semf" aus) abzugeben, den ich in den meisten Fällen wertschätzen werde, aber wie gesagt nicht in jedem Fall umsetze. Man kann auch sagen: ich lasse mich von Foren ungern steuern, aber liebe die Inspiration durch Euch! Und dafür bedanke ich mich auch gleich mal im Voraus.


1. Titel
Granitz (Cottbus/Lausitz)

2. Spurweite & Gleissystem
Spur N
Gleis: Arnold (Sichtbereich), Fleischmann Flex ohne Bettung (verdeckte Bereiche)
Ich kenne die Nachteile vom Arnoldgleis sehr gut und sie sind immens. Ein teilweiser Wechsel zu Peco Code 55 (Holz) ist nicht ausgeschlossen, steht aber aktuell nicht im Fokus. Dazu gern ein anderes mal noch mehr Details von mir.

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
Bild entfernt (keine Rechte)Der Raum misst 5.5 m * 2.5 m.
Davon stehen mir großzügige ca. 5 m² zur Verfügung, vor allem an einer Wand.
Skizze s. links. Die orangene Variante ist die, die wahrscheinlich umgesetzt wird. Der später noch abgebildete Gleisplan zeigt noch die schwarze Variante.

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Ungeklärt ist momentan, ob an der Fensterseite eine Erweiterung zum F oder nur zum L erfolgt.
In letztem Fall würde die Anlage auf Türseite noch etwas weitergehen. Dort begrenzt aktuell ein Gepäckschrank, der früher einmal ein Rattenkäfig (Selbstbau) war. Diese Variante ist in meinem Herzen nicht erste Wahl, hätte aber den Vorteil, die Nebenbahn problemlos im Off verschwinden zu lassen. Dazu später mehr.

3.3 Anlagengröße oder verfügbare Fläche im Raum
Anlage ca. 5 m²
Langer Schenkel 4.0 m
Tiefe 1.0 m
Die Schenkel (egal ob L oder F) würden bis zur rechten Raumwand anschlagen, d.h. Segmente von bis zu 1.5 m Länge darstellen. Dies allerdings bei einer Tiefe von je ca. 0.6 m.

3.4 Bauform
- formell imo Segmente
- ... allerdings nicht in Rahmenbauweise, sondern vorwiegend Platte
Die Rahmenbauweise habe ich verstanden und traue sie mir auch zu. Für das vorliegende Projekt habe ich sie dennoch nicht gewählt, was ich zu gegebener Zeit mit schlechten Argumenten unterfüttern werde ;).
Für künftige Projekte mit konstanteren Randbedingungen zur Planung würde ich aber die Rahmenbauweise anstreben.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Ich würde inzwischen sagen Modellbahn.
Ob mein Betriebskonzept ultrarealistisch ist, ist die eine Frage, aber dort habe ich schon viele Gedanken reingesteckt. Dargestellt werden soll der
- meist durchziehende Personenfernverkehr
- Regionalverkehr (hier auch in Funktion eines Trennungsbahnhofs)
- Güterverkehr: sowohl allgemeine Zugbildung als auch Kohle-Ganzzüge
- während der Planung ist mein Interesse an der Zugbildung fast schon in den Fokus gerückt, es soll einen Ablaufberg mit kleiner Richtungsgruppe geben (ob der dann sinnvoll funktioniert mit Spur N, muss man sehen... vieles spricht dagegen)
Die Anlage wird nicht von einem Kind oder Fremden ohne Unterstützung bespielbar sein. Fernprojekt ist tatsächlich auch die Simulation eines regen Analogbetriebs in Modellzeit durch drei Personen (inkl. Wahrnehmung definierter Rollen als Fdl, Weichenwärter, Lokführer) inkl. Meldungen zwischen den Stellwerksbereichen.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
- 2-gleisige Hauptstrecke (Schattenbhf - Granitz Hbf - Fiddleyard)
- Abzweig einer (eingleisigen) Nebenbahn (Granitz Hbf - Rattendorf)
- Industrieanschluss
- eine zweite Nebenbahn ist noch angedacht, wird aber wahrscheinlich im weiteren Bau und aufgrund der Raumsituation gestrichen. Ggf. Abzweig noch als stillgelegt ins Diorama.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Plan war von Anfang an, R1 und R2 aus dem Sichtbereich zu verbannen.
- eigentlich überall R3 (400 mm) und R4 im Sichtbereich
- sehr kurze Schwenke sowie ein kurzer Teil der Nebenbahn vereinzelt R2 -> alles nur, wo nicht anders realisierbar
- Schattenebene: aktuell bis runter zu R1, hier wird aber noch mal viel umgestaltet

4.4 Maximale Steigung
Sichtbereich: fast flach (bedingt durch Region)
Rampen/Wendel: bei dem Thema blitzt aktuell mein Nerv auf... später mal mehr dazu

4.5 Maximale Zuglänge
Lastenheft Bahnsteige:
- Fernbahn: 5 Schnellzugwagen + Lok
- Regionalbahn: 3 Schnellzugwagen + Lok
- Güterverkehr: 1.0 m
- Hausbahnsteig voraussichtlich 1.1 m für einige Paradezüge

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Hauptsegment: 1.0 m ...
... wobei im hinteren Teil nur noch Industrienebenbahn (eingleisig). Ein Bergungskonzept wird ausdrücklich eingeplant.
Schenkelsegmente: 0.6 m
Schattenebene: zugänglich, auch in Tiefe

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
s. 4.6

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
ca. 1.1 m

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
- Westausfahrt -> Schattenbahnhof "Schattenwalde" mit aktuell 5 Abstellgleisen sowie geplanter Kehrschleife. Später erweiterbar.
- Ostausfahrt -> Kehrschleife geplant (Ende 2021), langfristig Fiddle Yard (1-2 Jahre)

4.10 Oberleitung ja / nein
Hauptstrecke: Masten von Sommerfeldt geplant, teils Beton, teils Stahlfachwerk; kein Draht!
Nebenstrecke: keine Oberleitung

4.11 Signale
Es werden fast ausschließlich Lichtsignale eingesetzt, natürlich HL. Fabrikat Michalsky. Die sind auch schon fast alle gefertigt worden (riskante Investition, bevor der Gleiskörper voll funktioniert).

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
- prinzipiell analog
- ich prüfe, ob ich den kompletten Rangierbereich umschaltbar für analog/digital gestalte
- digital fahren ist ein seeeehr langfristiges Projekt (Familienfuhrpark zu 95 % analog, ich bin ein sehr schlechter Löter, die anderen auch)

5.2 Steuern analog oder digital
- analog
- sobald ich vernünftig löten kann: über PC

5.3 PC-Steuerung
Da ich beruflich viel mit Simulation und dabei auch programmieren zu tun habe, war es eigentlich noch vorm eigentlichen Wiedereinstieg mein Ziel, die analoge Anlage meines Vaters durch eigene Software + etwas Elektronik steuerbar zu machen.
Das bleibt auch für Granitz noch mein Ziel.
Die Konzepte dafür sind mehr oder weniger in der Tasche, nur das Löten ist das/mein Problem.
Außerdem ist die Automatisierung auch aus sonstigen Gründen nachrangig.
Meine Code-Infrastruktur ist in wesentlichen Punkten aber bereits vorhanden (wahlweise PC/Smartphone -> Raspberry Pi o.ä. -> Hardware).
Dies ist auch ein wesentlicher Grund, weshalb digital trotz seiner unbestrittenen Vorzüge für mich nicht zwingend ist - die Bastelei der eigenen Steuerung war halt ursprünglich einer der Hauptanreize, überhaupt wieder mit MoBa anzufangen.


6. Motive
Zunächst sei gesagt: Der Bahnhof ist samt der kleinen Richtungsgruppe (nachfolgend "Rangiersegment" genannt) das zentrale Element der Anlage! Eine Paradestrecke auf freier Strecke wird erst viel später kommen.

6.1 Epoche
Gemessen an der Zeitskala bei Wikipedia:
- Fokus: Epoche V a-b
- Ausflüge nach IV c, Motive aus V c

6.2 Bahnhofstyp(en)
- Trennungsbahnhof
- kleiner Zugbildungsbahnhof

6.3 Landschaft
- typische Süd-Ost-Brandenburger Wald-Wiesen Landschaft (mehr Wald); etwas trocken
- Geländererhebungen nur sehr dezent
- ein bisschen "Hintergleishalde"


6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Im rückwärtigen Bereich des Bahnhofs befinden sich Ansätze der ostdeutschen Stadt Granitz.
Man soll sehen, dass es der Stadt und dem Bahnhof schon mal besser ging.
Nordöstlich vom Empfangsgebäude befindet sich eine kleine Fabrik, zu der auch ein Gleisanschluss von der sich ausfädelnden, lokalen Industriestrecke befindet.
Der Rangierbetrieb findet auf der Südseite des Bahnhofs statt (Anlagenvorderkante).
Das Segment mit Richtungsgruppe und der umfahrenden Nebenstrecke wird entweder im Südosten oder im Westen sein... dies hängt noch von der sonstigen Raumplanung ab.


6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
- Kleinst-Bw mit Tankstelle und Lokschuppen auf dem Richtungsgruppensegment
- ggf. werden noch Fragmente eines nicht mehr genutzten, größeren Bws abgebildet -> noch unklar

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
- bis auf zwei Loks sind alle analog
- leider ist auch überall der Großteil KEIN DR Material, weshalb ich hier und da noch mal langfristig nachsteuern werde
- Nachfolgend die wichtigsten Loks, die auf den Plan treten werden:
-- ex-DB: 112, 120, 151, 211, 217, (401)
-- ex-DR: 112, 110, 155
-- die 112er meinen in beiden Fällen orientrote aus der 243er Reihe; hier werde ich sicherlich noch 1-2 weitere in der Original DR-Lackierung anschaffen
- Personenwagen, das wichtigste:
-- IR in Produktfarben
-- IC in Produktfarben (... eigentlich von meinem Bruder, muss aber häufig vorbekommen)
-- DoSto verkehrsrot 7 Waggons
-- DoSto dunkelgrün 4-teilig von Piko (... wird wegen der Optik wohl seltener aufgestellt)
-- vereinzelt Eilzugmaterial DB Epoche IV zum Aufstocken des IR/Bildung eines zweiten IR
- G-Wagen, das wichtigste:
-- ca. 10 Selbstentlader für Kohle/Erz in verschiedenen Typen
-- 4 Rungenwagen Rohrladung (... spricht für ne entsprechende lokale Fabrik)
-- 6 olle Hochbordwagen mit Kohleladung
-- einige unbeladene Rungen- und Hochbordwagen, Schiebewandwagen und Containerwagen; reicht für etwas seriöse Zugbildung
Ferner ist noch viel Kleinzeug aus Epoche 2, eine handvoll knallbunter Kesselwagen, Bierwagen, S-Bahn Viertelzug etc. vorhanden, die eher für... "Museumsfahrten", aber nicht den Regelbetrieb in Frage kommen.
Auf der "Wunschliste" oben stehen: Ludmilla, Ferkeltaxe, 2* 243 in DR-Lackierung, DoSto mintgrün, Halberstädter Schnellzugwagen
Für Epoche V+VI kann mein Bruder noch einiges beisteuern, der hoffentlich ab und zu mit seinen Zügen besuchen wird.


7.2 Vorhandener Gleisplan
- hier kommt eine Variante, nämlich die im F-Format, die aber wahrscheinlich nicht mehr genau so realisiert wird:
Bild entfernt (keine Rechte)
- das wahrschenlichere L-Format hätte dann den Ablaufberg am Gleis VIII und das Rangiersegment wäre ganz im Westen, wo im angefügten PDF die "Nebenstrecke Schattenwalde/Kohleabbau" ist
- die Strecke zum Kohleabbau würde damit dann entfallen, aber als Stummel (oder für später mal) genau dort verbleiben, wo aktuell im PDF der Abzweig zum Rangiersegment ist
- die Schattenebene ist im PDF nur stilisiert
- ignorieren: die Wendeschleife und Bhf Schönblick; das ist eine nette Option (hier nur stilisiert), die aber wegen Platzbedarf sehr unwahrscheinlich ist; stattdessen wird dort der FiddleYard direkt vorm Fensterbrett sein oder alternativ nach einer Kehre an der rechts-unteren Raumecke eine Ebene niedriger die Wand zurückgeführt... alles noch unklar und aktuell unwichtig
- der Gleisplan erhält bereits viele Überlegungen zu Signalen etc., so wie es meinem Verständnis nach sein müsste; hierüber lasse ich mich sehr gern auch belehren, falls ich es übertrieben habe, allerdings ist das vielleicht etwas für in einem halben Jahr rum, wenn ich noch mal auf das Thema zurück komme ;)

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Sowohl für den geübten Dominik als auch für 1-2 Mitspieler, dann aber mit richtigen Aufgabenbereichen, Zugmeldung, Zeitdruck usw.

7.4 Budget
Für weiteren Ausbau ist zwar prinzipiell genug vorhanden, insbesondere für landschaftliche Ausgestaltung, aber es gibt einige Investitionsstopps:
- Rollmaterial: Riegel weitestgehend vorgeschoben (... bis Anlage weit genug entwickelt ist); ich kaufe tendenziell auch eher gebraucht
- Thema Arnold: Umstieg Peco-Flexgleise wäre ok, aber die Investition für die Weichen (+ Aktuatorik) möchte ich aktuell ausdrücklich nicht tätigen
- dafür (ich bin bescheuert) z.T. nennenswerte Vorleistungen/-ausgaben getätigt. Z.B. quasi alle HL-Signale aus dem Haus Michalsky inkl. Sonderanfertigung Abdrücksignal; sowie ausreichend Kömo-Schotter.

7.5 Zeitplan
- berufliche nähere Zukunft tatsächlich etwas offen
- daher aktuell drei klare Zwischenziele für Ende Winter 21/22:
- Konfiguration zu betriebsfähiger Anlage in Gleiswüstenstadium (+ Zusammenbau wesentlicher Gebäude "von Stange")
- kontinuierliche Ausgestaltung Rangiersegment mit Abschluss Herbst 21
- alle Studien zum Ablaufberg inkl. hoffentlich provisorischem Betrieb
- Außerdem sollte ich bis ca. Ostern 22 entschieden haben, ob Arnold im Boden bleibt oder nicht (weil dann auch mal schottern nötig wird)
- Wenn bis Weihnachten 22 der Bahnhof inkl. Gestaltung annähernd fertig wäre, wäre das echt klasse. Die Stadt etc. kann später folgen.

8. Anhänge
- der besagte Gleisplan


Ende der Woche geht es erst mal für zwei Wochen in den Urlaub. Bis dahin schaffe ich es vielleicht noch, das Konzept vom Bahnhof näher zu erläutern ODER (wahrscheinlicher) schon mal Bilder vom Rangiersegment zu zeigen. Das ist schon in Ausgestaltung und die Arbeit daran bereitet mir viel Freude.
Vom Bahnhofsbereich und letztendlich den Hauptsegmenten werde ich sicherlich in ein paar Wochen mal etwas inkl. Bilder posten... insbesondere das, womit ich schon schön gegen die Wand gefahren bin.
Ich hoffe, dass ich nicht bereits jetzt schon alle mit der ausufernden Eröffnungsrede langweile... sagt ruhig Bescheid, wenn es too much ist. Dann halte ich es künftig kürzer.
Ganz unten folgt noch zum einschlafen die Hintergrundgeschichte der Stadt Granitz, wie ich sie Frühling 2020 mal für ein paar Interessierte aus meinem Umfeld aufgeschrieben habe.

Vorerst allerbesten Gruß an alle
Dominik


Geschichtlicher Abriss der Stadt Granitz
Granitz war sicherlich niemals der Nabel der Welt. Im Freistaat Preußen eine Kleinstadt, wurde es irgendwann mit dem repräsentativen Bahnhofsgebäude ausgestattet. Es siedelte sich etwas Industrie an - Werkzeugmachereien, Produktion von Gebrauchsgegenständen. Die Kohlegebiete in der Lausitz sind nicht weit entfernt. Damit knackte es auch irgendwann die Einwohnerzahl, um als echte Stadt bezeichnet zu werden. Wie groß diese Zahl ist, soll hier nicht diskutiert werden.

Im Zweiten Weltkrieg hat die Stadt natürlich etwas Schaden abbekommen, wurde aber bei weitem nicht in Schutt und Asche zerlegt. Warum auch? Der Sozialismus hat seinen persönlichen Stempel aufgeprägt. Aus diesem Grund gehört die Platte in das Straßenbild, egal ob man es mag oder nicht. Das alte Bahnhofsgebäude hat sich als Zeitzeuge erhalten.

Schlecht ging es zu DDR Zeiten aber beileibe nicht. Insbesondere die Verkehrslage an der Haupstrecke zwischen Berlin und Dresden Görlitz gelegen war gut und ist bis heute ein Grund, weshalb die Stadt nicht völlig aufgegeben wurde. Die Güterverkehrsanlagen am Granitzer Hauptbahnhof (heute einfach: Granitz) wurden nicht nur von den ansässigen Betrieben genutzt, sondern dienten auch als Umschlagplatz für den überregionalen Stückgutverkehr. Regionaler Pendelverkehr war und ist etabliert. Bis Mitte der 90er waren auch viele tägliche Fernverkehrsverbindungen in den IR und (seltener) IC Netzen gelistet. Der ICE hat hier natürlich keinen Regelhalt, sondern fährt üblicherweise nur durch. Der Autor hofft seit jeher auf einen Halt des Berlin-Warschau-Expresses (dort ist seine Frau geboren), weiß aber, dass dieser Umweg unnötig und somit unwirtschaftlich wäre.

Viele der stadtansässigen Betriebe wurden von der Treuhand einfach nur abgewickelt. Dies geht seit den 90ern mit dem industriellen und somit auch erwerbsmäßigen Niedergang der Stadt und ihrer Bürger einher. in den späten 2000ern hat sich die Stadt ebenso wie andere Städte Brandenburgs etwas gefangen. Trotzdem haftet inzwischen ein Verfall der Bahninfrastruktur und natürlich auch gesellschaftlicher Liegenschaften und Wohnquartieren an.

{Es folgte nun noch die Auflistung der vom Bahnhof abzweigenden Nebenstrecken -> nicht up2date!}


domiNik aus berliN
Hier hat er sich vorgestellt >> Noch'n N-Berliner stellt sich vor


nordlicht83, Frank K und Schwellenzähler haben sich bedankt!
 
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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#2 von hubedi , 02.09.2021 02:07

Hallo Dominik,

vielen Dank für die wirklich ausführliche Darstellung Deiner Planungen. Du hast Dir ja offensichtlich seit einiger Zeit Gedanken gemacht und detailliert dargelegt, wohin die Reise gehen soll.

Nun ich fühle mich im Augenblick hin- und hergerissen, ob ich meine Gedanken zu einem bereits so weit fortgeschrittenen und ausgefeilten Plan äußern soll. Da Du nun gerade etwas von mir lesen kannst, habe ich mich offensichtlich entschlossen: ... Deine Anmerkung "aber (ich) liebe die Inspiration durch Euch!" motiviert mich dann doch, wie Du es so schön gesagt hast, meinen "Semf" hinzuzufügen. Es liegt mir wirklich fern, Dich steuern zu wollen. Ich bin auch kein großer Planer. Da hat es hier ganz andere Koryphäen, die Dich sicher noch besser unterstützen können.

Vorweg, ich bin ein Freund großzügiger, eleganter Gleisentwicklungen, die ein Thema oder eine Szenerie möglichst über die verfügbare Länge oder Fläche ausbreiten. Dafür verzichte ich lieber auf die eine oder andere Betriebs- und Ladestelle bzw. Fahrmöglichkeit.
Diese Überlegung fußt auf zwei Grundannahmen: Wenn man die Anlage selbst mit dem Regler in der Hand steuern möchte, kann man nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen und Betriebsvorgängen überschauen. Wozu braucht man dann diese Fülle? In diesem Zusammenhang sehe ich die nächste Vorgabe. Auf den zur Verfügung stehenden Flächen können wir von wenigen Ausnahmen abgesehen die wahren Größenverhältnisse des Vorbildes nicht einmal ansatzweise nachstellen. Je mehr Material auf einer Anlage zu finden ist, desto stärker wirkt sich m.E. dieser Zwang zur Stauchung optisch aus. Lange Rede kurzer Sinn ... ich würde so ein Drittel der Anschlussstellen streichen.

Dann scheint mir der Anlagenplan optisch in zwei Teile zu zerfallen. Den großen Trennungsbahnhof auf dem linken Schenkel und dem kleinen Bahnhof auf dem rechten L-Ansatz. Es sieht fast so aus, als könnte man die gedankliche Evolution bei der Planung oder eine Art historischer Anlagengenese erkennen. Der linke Hauptteil erinnert an ein ehemaliges, klassisches Gleisoval und dann bot eine glückliche Fügung die Möglichkeit, die Nebenbahn zu ergänzen. Diese Trennung in zwei Bereiche hebt die Platznot m.E. erst so richtig hervor und der Plan wirkt nicht wie aus einem Guss.. Die Gleisentwicklung des linken Bahnhofskopfes finde ich zudem optisch ziemlich zerrissenen und ... pardon ... wenig elegant.

Mein spontaner Gedanke war ein großer Bogen über das gesamte L. Mal so als Grundidee... ich hätte wahrscheinlich eine einspurige Hauptsrecke gewählt, die von links hinten diagonal nach rechts vorn auf den L-Schenkel führt. Gut, es mag auch zweispurig gehen. In dieser Diagonale liegt im großzügigem Bogen der Bahnhof. Am rechten Schenkel könnte man dann die Nebenbahn auskoppeln. Dafür hätte ich auch eine nicht so alltägliche Idee. Die Nebenstrecke führt zur vorderen Anlagenkante, wo noch ein kleiner Haltepunkt oder ein Ausweichgleis liegen könnte.
Die beiden eng zusammenliegenden Bahnhöfe könnte man klassisch über eine Höhenstaffelung optisch trennen. Interessant wäre vielleicht auch ein Flusstal zwischen den beiden Betriebsstellen.

Wie auch immer, das ist natürlich noch ziemlich unausgegohren. Eine L-Anlage ist ein Klassiker. Da finden sich bestimmt fertig ausgearbeitete Pläne ... vielleicht sogar für Arnold Gleismaterial.

Ich habe vor Jahren selbst mit Arnold gebaut und konnte so meine Erfahrungen sammeln. Dir sind ja wie Du gesagt hast die Besonderheiten dieses Systems bekannt. Da will ich keine Eulen nach Athen tragen. Aber eine Anmerkung erlaube ich mir noch. Du solltest bei Deiner Planung auf DKW verzichten. Sie waren bei mir jedenfalls ein ständiges Ärgernis. Ursprünglich wollte ich in meinem jetzigen Anlagenprojekt einige meiner gebogenen Arnold-Weichen unter der Oberfläche einsetzen. Aber ich lasse sie dann doch lieber in der Schublade ...

Ich schaue auf alle Fälle weiter zu, wie sich Dein Projekt entwickelt.

LG
Hubert


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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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zuletzt bearbeitet 02.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#3 von Frank K , 02.09.2021 16:32

Servus, Dominik,

zunächst auch erst einmal meinerseits ein Herzliches hier bei den Stummis.

Als ich den Titel Deines Trööts das erste Mal sah, bin ich kurz stutzig geworden. Granitz – das klingt doch sehr ähnlich wie mein Grainitz, nur ein kleines „i“ macht den Unterschied. Auch zeitlich und geografisch liegen Deine Pläne und meine Anlage gar nicht so weit auseinander.

In Sachen Gleisplan mag ich den Vorschlag von Hubert unterstützen – den Bahnhof diagonal – vielleicht mit einem leichten Bogen - über die Anlage zu bauen. Dann hast Du genug Platz für die Weichenfelder, kannst sogar mit schlanken Weichen arbeiten. Auf der Seite des L-Schenkels kannst Du dann auch die Nebenstrecke ausfädeln. Und in N hast Du genug Platz, dass das Ganze nicht überladen wirken muss.

Interessant wird es sowohl von der Landschaftsgestaltung und betrieblich. Die 1990er sind ja die Zeit des Niedergangs und beginnenden Neuaufbaus im deutschen Osten. Betrieblich heißt das: Mut zum Kurzzug: Ellok mit zwei Dostos, Personenzüge mit EINEM Halberstädter, Silberling oder Schnellzugwagen, Güterzüge, die auch nicht viel länger sind, selbst wenn eine Ljudmilla vorne dran hängt. Für solche Zugbildungen findest Du jede Menge Vorbildfotos. Später darf’s dann wieder länger und auch bunter werden, Rotlinge und Mintlinge neben Wagen in den alten DR- und DB-Farben. Da sind der farblichen Vielfalt keine Grenzen mehr gesetzt.

Landschaftgestalterisch sind die 1990er durchaus eine Herausforderung – Niedergang neben Neuaufbau. Heißt, dass was in Grainitz (mit i nach dem a) die Ruß-Patina noch zusammenhält, beginnt in Granitz (ohne i nach dem a) zu Ruinen zusammenzufallen. Und erste zarte bunte Kleckse westlicher Neubauten und Sanierungen. Also Mut zur Ruine und industriellen Geisterlandschaften, auch wenn es den Betrachter erst einmal verstört. Raum auch für Skurriles sozusagen. Dafür wünsche ich Dir schon mal jetzt viele gute Ideen und eine ruhige Hand bei der Umsetzung. Dein Thema ist auf jeden Fall hochgradig spannend und nicht nur wegen der Ähnlichkeit der Anlagennamen kommst Du gleich erst mal unter meine Beobachtung.

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173

Filmisches auch auf Youtube!


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zuletzt bearbeitet 02.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#4 von berlina , 03.09.2021 02:48

Hallo, Ihr beiden,
und natürlich auch potenzielle Neu-Besucher,

ich danke Euch vielmals für die netten und kritischen Worte. Die Kommentare bieten sich auch gleich dafür an, das Psychogramm über mich etwas zu vervollständigen ;).
Ihr habt mich durchaus zum nachdenken gebracht, auch wenn ich selbst noch nicht weiß, ob ich den Gleisplan so fundamental ändern werde (... denn die Vorschläge sind alles zusammen genommen schon fundamental). An der Stelle kann ich allerdings auch gleich sagen, welche Ideen für mich sofort abgelehnt sind : 1) Keine Ableitungen aus Gleisplansammlungen, die Planung macht sehr viel Spaß, auch wenn sie nicht optimal ist. 2) Kein Fluss - die Stadt lebt vom (sich stetig absenkenden) Grundwasser und es gibt dort Tümpel. 2) Die eingleisige Hauptstrecke. Ich weiß, das war nur eine Randnotiz. Tatsache ist: Einmal/jetzt möchte ich eine zweigleisige bauen, später wahrscheinlich nie wieder.
Bevor ich gleich auf Eure Anregungen eingehe, noch ein kurzes Wort an Frank @Frank K zu Granitz... Grainitz, ja was denn nun? ;) Tatsächlich hatte ich Deinen Anlagenthread auch schon gesehen und dachte, ohoh, jetzt werde ich als Trittbrettfahrer gebrandmarkt. Ja, das Thema gibt viel her und gerade die Freiheit, die Züge mal kurz, mal lang zu machen, ist einer von vielen Aspekten. Ich hatte auch hin und wieder überlegt, ob ich Teile der Anlage (z.B. Gebäude, Bahnsteige, vielleicht auch mal halbe Segmente) austauschbar gestalte, so dass man z.B. "vor Wende" und "2000er: stillgelegt" darstellen kann. Vielleicht sogar noch das früher 20. Jahrhundert. Also eine historisch modulierte Anlage. Den Gedanken finde ich auch immer noch spannend. Da er viel Aufwand bedeuten würde, ist er aber auf unbekannt zurückgestellt.

Nun zur Sache mit dem Gleisplan:

1. Aaalso (meine Interpretation) gerade die Tatsache, dass Hubert @hubedi trotz der weit fortgeschrittenen Gedanken doch zum Änderungsvorschlag gegangen ist, heißt ja: das Bahnhof gerade an der Kante lang führen und viele verästeln ist Mist! In Deiner Einschätzung hattest Du recht. Es ist eine Genese und beim Blick auf die eine erste, grobe, noch pure Ovalidee von mir sieht man, dass gerade der Bahnhof in der Grundidee bis heute erhalten geblieben ist. Tatsächlich hat mir dieses Konzept sehr gut gefallen und daran hat sich auch nichts geändert. Gleichzeitig habe natürlich auch ich inzwischen verstanden, dass weniger oft mehr ist. Zumindest gilt das für die Nebenstrecken, von denen ja schon eine wegrationalisiert wurde und die zweite (im Plan "nach Schattenwalde") ja sehr wahrscheinlich auch keine Zukunft hat. Da kommt dann aber auch das eine zum anderen: Wenn nur noch eine eingleisige Nebenstrecke + der Industrieanschluss übrig bleibt, dann gibt es keinen Bedarf mehr für fünf Personenzuggleise (an drei Bahnsteigen). Das stellt dann mein Basisdesign vom Bhf in Frage, was ich nie antasten wollte. Aber dazu komme ich gleich noch mal zurück.

2. Vielleicht ein Wort zum streng parallel zur Kante geführten Bahnhof: Da habe ich mir schon gedacht, dass das hier nicht auf Gegenliebe stößt. Der Trend ist irgendwie schief reinlegen und dann noch mit leichter Kurvenlage. Ich verstehe auch, dass das fast alle lieben. Ich selbst finde es auch gut, aber für mich ist es kein Muss. Dazu eine Analogie: Ab und zu muss ich mal ganz nicht-bahnbrechende Ergebnisse auf Arbeit veröffentlichen und bin dann immer der Typ, der seine Bilder lieber schwarz-weiß und abstrakt hält, während die KollegInnen alles bunt machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich persönlich ist so eine Diagonal- und/oder Kurvenlage nicht das Maß, weshalb eine Änderung nur in Frage kommt, wenn sich daraus andere, mir wichtigere Vorteile ergeben. Auch dazu komme ich gleich wieder zurück ;).

3. Jetzt noch mal das Wort zu diesem furchtbaren Gleissystem. Mit dem Arnold-System bin ich groß geworden und es war daher noch relativ viel aus Familienbeständen vorhanden. Dazu kam noch Material, das mein Bruder mal aus der Bucht geholt hat, weshalb ich einen schon ziemlich guten Grundstock für das Vorhaben hatte und nicht mehr sooo viel nachinvestieren musste. Trotz allem ist das System ein ziemlicher pain. Mit der Optik kann ich eigentlich leben, das weitestgehende Steckprinzip schränkt ein, aber kann ich auch mit leben (vor Flex hatte ich bis vor ein paar Monaten auch noch erheblichen Respekt), aber die diversen Probleme mit der Leitfähigkeit sind schon anstrengend. Deshalb weiß ich, dass es sinnvoller wäre, einfach zu wechseln. Da ich mich für Finescale etc. noch lange nicht berufen fühle, wäre es halt Peco 55. Es gibt zwei Gründe, weshalb ich den Schritt trotz mehrmaligen Überlegens für diese Anlage nicht gehen wollte: 1) Das Geld (ein eher akutes Problem); 2) dass damit auch der Gleisplan angepasst werden muss.
Wie schon im Eröffnungsbeitrag gesagt, habe ich die Entscheidung für den Hauptteil der Anlage noch nicht abschließend getroffen. Zusätzliche Aspekte: In der Schattenebene ist inzwischen weitestgehend Roco von Fleischmann verbaut - hier war ich schon von den puren Laufeigenschaften gegenüber Arnold positiv erschüttert (= pro Peco). Aber wie ambitioniert bin ich zum Schluss tatsächlich für dieses, erste Projekt, auch wenn es mich ein paar Jahre begleiten wird. Reicht dann vielleicht doch das Arnoldgleis?

4. Noch ein Punkt unabhängig vom Gleissystem: Der Bau ist ja schon recht weit fortgeschritten, aber meine Rampen in die Schattenebene an der Westausfahrt sind ganz schlimm geworden. Das hat sich mir erst beim live-Test mit langen Zügen gezeigt (davor gab es einen Testträger, bei dem war es unauffällig... achja). Das ist ein Thema für sich. Aber hier bedarf es in jedem Fall noch mal einer Überarbeitung (... welche aber eigentlich total unabhängig vom Bahnhof läuft).

Und damit führen sich die Fäden jetzt eigentlich zusammen: Die Frage, ob der Bahnhof eine Chance auf Umgestaltung hat, steht und fällt mit der finalen Entscheidung für/gegen Peco.
Falls es nun doch Peco wird, würde ich über folgende Punkte nachdenken:

  • Den Personenbahnhof ggf. verkleinern (ggf. nur noch ein viertes Gleis, das auch nur noch einseitig mit der Hauptstrecke verbunden ist; wenn überhaupt ein viertes Gleis...).
  • Mit neuem Plan Diagonal- sowie am Westende z.T. Kurvenlage ist möglich. Allerdings würde ich die Diagonale eher von rechts unten nach links oben ziehen. Anders gesagt: Die aktuelle Ostausfahrt der Hauptstrecke werde ich eher nicht überdenken.
  • Eine rechts oben nach links unten Variante (so hattet Ihr es vorgeschlagen) würde ich noch mal überdenken, aber gefällt mir auf Anhieb nicht so sehr. Da spielt auch mit rein, dass wegen der unvollendeten Raumplanung nicht klar ist, ob der L-Schenkel permanent steht, wie breit er ist etc. Die Kurve zur rechts oberen Zimmerecke (wie aktuell) lässt alle Möglichkeiten offen. Die Kurve dort hinten in den L-Schenkel hinein wird ohnehin von einem leichten Hügel verdeckt sein, weshalb eine optische Trennung zum FiddleYard oder was auch immer da noch kommt besteht.
    Klar, man kann jetzt zurecht sagen: "Junge, bei Dir ist weder das Gleissystem, noch die Raumlage geklärt. Warum fängst Du überhaupt an zu bauen?" Darauf wäre die Antwort insb. bzgl. Raum sehr einfach: Ich will nicht erst in fünf Jahren anfangen. Drum versuche ich auch von Anfang an einiges flexibel zu planen (s. Rangiersegment, für das zwei Optionen zur Positionierung bestehen).
  • Eine Idee, die ich schon länger hatte, ist, dass ich vielleicht auf der Westseite die Hauptstrecke zur Eingleisigkeit überführe (so wie es ja in Lübbenau auch der Fall ist, auch wenn Lübbenau selbst kein direktes Vorbild darstellt). Die Idee macht für mich natürlich auch nur Sinn, wenn dann auch die Bahnsteige reduziert werden...


Äh ja, also ich hoffe, dass Ihr schon mal mitnehmen könnt: Eure Beiträge haben durchaus noch mal meine Synapsen angeregt.
Keine Ahnung, ob und was ich daraus mache. Da ich ab morgen erst mal zwei Wochen im Urlaub am Ostseestrand gammel, werde ich vielleicht auch Zeit hinfinden, über die Schlüsselfrage "Peco?" nachzudenken. Eigentlich spüre ich es ja schon seit einem halben Jahr: Der Wechsel ist die logische Variante.
Na mal gucken

Eine Sache habe ich aber nicht mit 100% Sicherheit verstanden @hubedi . Du erwähntest ja die Zweiteilung des Plans und führtest den rechten Bahnhof ins Feld. Um sicher zu gehen: Meinst Du den Bereich mit der Richtungsgruppe oder meinst Du das, was ganz rechts als "Bhf Schönblick" gekennzeichnet ist? Letzteres ist nur mal eine Idee gewesen. Hier wird wahrscheinlich nur FiddleYard + Schleife hinkommen. Falls Du doch den Bereich ganz rechts unten meinst: Richtungsgruppe gehört natürlich zum Hauptbahnhof... etwas ausgelagert. Und der hypothetische Bahnhof Rattendorf wäre eine Idee, um die Nebenstrecke optisch klar getrennt irgendwo enden zu lassen. Hierfür nehme ich mir - falls bekannt - "Manuela's Modellbahn" von diesem großen Videoportal als Vorbild. Sie schafft es mit einem ziemlich kleinen U aus eigentlich nur 6 Kameraeinstellungen 2 Kleinstadtbahnhöfe, 2 freie Strecken und 1 Haltepunkt zu realisieren. D.h. bei der Option "Rattendorf" wäre es eher ein Minisegment, das auch nur durch das Durchbrechen des Horizonts erreicht würde.



So und nun zum Schluss, weil ich es ja schon beim letzten mal meinte: Das schöne finde ich an dem Hobby, dass man auch einfach mit anderen Dingen weitermachen kann. Nachdem ich jetzt schon locker drei Monate das Gleiswendelproblem ignoriere, habe ich vor ein paar Anfänge bei der Dioramaerstellung gemacht, um micht mit den Techniken vertraut zu machen. Das Rangiersegment eignet sich hierfür ganz gut:
Bodengestaltung allgemein, Grundierung, Schottern, Begrünung, Tümpel, Pfützen, Bäume (dank an das Tutorial der Gleiswüste @wolferl65 ... auch wenn hier noch viel von mir nachgesteuert werden muss... vor allem die Stammdicke), rostiger Zaun, dilletantischer Schlagbaum. Das alles ist trotzdem noch work in progress. Es fehlt insbesondere noch deutlich mehr längeres Gras, ein paar Büsche und Bodendecker, Lücken sind ohnehin noch vorhanden (auch im Schotter), Beleuchtung (wenn mal endlich die Pilzleuchten von Brawa wieder verfügbar sind).
Auch wichtig wird es für mich sein, sich mal dem Thema Gebäudealterung anzunehmen. Wahrscheinlich passiert das sogar als erstes nach dem Urlaub. Habe schon Angst.
Der ganze Kram ist umfassend für jede Stufe per Fotos dokumentiert. Weiß aber nicht, ob es irgendjemandem nützt, dass ich davon etwas posten. Hier nur ein paar Auszüge... bis auf das erste (bevor die Nebenstreckentrasse gelegt wurde) eigentlich der mehr oder weniger letzte Stand.

Besten Dank noch mal und Ihr seht: Ich freue mich über Eure Kommentare, aber fühlt Euch nicht zu so langen Texten wie ich sie schreibe genötigt ;).
Bis die Tage/nach dem Urlaub,
Dominik

Bild entfernt (keine Rechte)
Stand vor Legung des Trassenbretts für die Nebenstrecke. Eigentlich fand ich es so schon schön großzügig (die "Weite") und habe mich nach Einbau der Trasse dann erst mal wochenlang geärgert.
Bild entfernt (keine Rechte)
Bahnübergang Forstweg vor ein paar Wochen. Das Gleis hier vorne würde quasi nach Rattendorf gehen.
Bild entfernt (keine Rechte)
Mini-BW, das wird später hoffentlich ziemlich abgeranzt aussehen. Mit dem Betonplattenversuch war ich persönlich eigentlich ganz zufrieden, nur beim Schritt, wo das Raster in den Rigips gezogen wurde, musste ich unerwartet weg , weshalb es schnell gehen wurde und nun etwas im Comic-Style krumm eingeritzt ist.
Bild entfernt (keine Rechte)
Jo, bisschen kitschig, aber (mit mehr Buschwerk) kann das schon mal so in Brandenburg aussehen. Wie gesagt: die nächsten Bäume müssen anders proportioniert werden; man lernt dazu. Achja, die Trassenmauer ist natürlich hier eine schlechte Wahl. Da kommt später mal was sinnvolleres vor: entweder eine richtig hässliche Spundwand oder Schwellenverschlag.
Bild entfernt (keine Rechte) Das gleiche noch mal von weiter weg, inzwischen mit Pfeiftafel; rechts Tümpel/Wasserreservoir.


EDIT: Das mit dem Galerielink unten sollte nicht sein... habe noch nicht alle Funktionen richtig im Griff.


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#5 von hubedi , 03.09.2021 10:51

Hallo Dominik,

zunächst zu Deiner Frage ... ich meinte eine optische Trennlienie zwischen dem horizontalen Anlagenteil mit dem großen Bahnhof und den rechten nach oben laufenden Ausfahrten und dem senkrechten Rechteck des L, der den kleinen Bahnhof Schönblick und die Richtungsgruppe beherbergt. Die beiden Rechtecke hängen m.E. optisch nicht zusammen. Nur am oberen Rand verläuft die Nebenbahn - von Dir offenbar mit dickem Stift nachgezeichnet - über diese Trennung hinweg.

Ich hatte bei meinen Überlegungen allerdings noch nicht auf dem Schirm, wie weit der Bau bereits vorangeschritten ist. Ein Umbau käme zu diesem Zeitpunkt einem Teilabriss nahe. Das habe ich nicht bedacht.

Mein Vorschlag, eine eingleisige Hauptbahn zu bauen, beruhte auf der Idee, kostspielige Weichen zu sparen. Ich denke, die Anzahl der Bahnsteiggleise müsste nicht reduziert werden. Ich würde Dir in diesem Zusamnenhang vielleicht die Lektüre der Miba-Spezial Nr 74 "Eingleisige Hauptbahnen" empfehlen. Aber gut, wenn eine zweigleisige Strecke eine Setzung ist, hat sich meine Idee sowieso erledigt. Da bliebe nur noch die von Dir erwähnte einspurige Weiterführung auf einer Seite. Das würde m.E. interessante Betriebssituationen durch den Engpass ergeben ... wie auch immer.

Beim Arnold-System sollte man m.E. die schlechtere Leitfähigkeit durch das Profil aus Edelstahl berücksichtigen. Ich habe seinerzeit auch mit Flexgleisen gearbeitet und jeden Schienenverbinder über angelötete Litzen mit der Fahrspannung verbunden. Das Löten der Profile selbst ist mir auch bei den Schienen aus der letzten Produktionsserie nie richtig gelungen. Aber über die hohe Anzahl an Einspeisepunkten konnte ich auf der Strecke einen sicheren Betrieb ermöglichen. Das Problem bei mir waren die Weichen und hier speziell die Kontakte der Weichenzungen. Hier blieben die Fuhren trotz aufwendiger Pflege oft stehen. Die bereits erwähnten DKW habe ich alle von meiner Anlage verbannt.

Der parallele Streckenverlauf im Bereich der Bahnhöfe lässt die Bahn immer etwas streng aussehen. Dynamischer wird es, wenn die Anlagenkante nicht so gerade und rechteckig verläuft. Den Übergang zwischen den beide Schenkeln könnte man vielleicht ausrunden oder als Polygon ausführen. Vielleicht kann man den Anlagenrand noch leicht abschrägen oder Aus- bzw. Einbuchtungen vorsehen. Das würde die Anlage sicher dynamischer erscheinen lassen. Aber das kann ich von hier aus schlecht beurteilen, ohne den Raum in Augenschein genommen zu haben.

LG
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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#6 von berlina , 03.09.2021 23:23

Hallo noch mal,
bevor es dann wirklich in den Urlaub geht, schiebe ich ein paar Fotos und Erläuterungen zum Ist-Zustand nach. Es gab ja ein paar Missverständnisse.



Raum und Segmente

Bild entfernt (keine Rechte) Das ist noch mal ein Teil des Raumes. Zu sehen sind die Hauptsegmente (West, Zentral, Ost) aufgebart. Westen=vorne bzw. Ost=Fenster. Man sieht, dass das Westsegment nicht rangeschoben ist und noch Platz für ein schmales, weiteres Segment verbleibt. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, z.B. die Nebenstrecke "Schattenwalde" mit kleinem Fiddle-Yard im Gleisplan aus dem Eröffnungsbeitrag einfach wegzuschwenken. Der Platz wird so oder so verwendet werden, da die Abfahrt in die Schattenebene aktuell nicht richtig funktioniert (dazu gleich noch mal mehr Bilder).
Noch mal zur Erinnerung: Keine offene Rahmenbauweise! Habe ich sehr bewusst gewählt. Die Konstruktion ist natürlich dadurch etwas klobiger und schwerer (ohne dabei stabiler zu sein). Das passt aber so. Ein anderes Szenario würde ich in fernerer Zukunft mit der Rahmenbauweise angehen (die ist ausdrücklich kein Hexenwerk für mich). Wahrscheinlich auch bereits die noch verbleibenden Segmente.
Fun fact: Das Zentralsegment ist meine recycelte Kinderplatte, aber nun um Schattenebenen-Unterbau erweitert.

Bild entfernt (keine Rechte) Der Vollständigkeit halber auch jetzt schon mal: Ein Blick unter das Zentralsegment, um den Zugang zur Schattenebene (in ihrer Tiefe) zu zeigen. Kann so wie hier zum Abstellen von Zeug genutzt werden. Jetzt während der Bauarbeiten sowie später bei Betrieb natürlich freigeräumt. Erinnerung: Oberfläche Anlage liegt bei 1,1m, d.h. man muss hier unter dem Tragebalken bei ca. 85cm unten durch. Ich muss mir da mit meinen Jahren noch nicht die Gedanken machen und muss sogar sagen: Mit Schemel darunter sitzen und arbeiten gut sehr gut.

Bild entfernt (keine Rechte) Hier ein erster Blick auf die Situation an der Ostausfahrt mit vorgelegten Gleisen, die hinten auch in der Luft hängen.

Bild entfernt (keine Rechte) Und hier sieht man als Ergänzung den Platz, der noch übrig bleibt, um in den dünnen L-Schenkel für den FiddleYard zu schwenken, der dann rechts vorm Fenster wäre. Aber wie schon gesagt: Wie dieser L-Schenkel gestaltet wird, ist z.Zt. gar nicht so entscheidend. Für den Beginn werde ich hier in die Ecke wohl nur eine temporäre Kehrschleife bauen. Übrigens: etwa zwischen Glühbirne und Lampenknick wäre zur optischen Trennung ein Hügel. Das Segment dafür wird nicht so wie die Hauptsegmente 1m tief sein, sondern nur ca. 75cm.








Wie weit ist der Bau tatsächlich

Bild entfernt (keine Rechte) Der Vorteil der Plattenbauweise ist nun, dass die Möglichkeit tatsächlich noch besteht, ohne nennenswerte Verluste den Gleisplan anzupassen... wenn ich das denn tatsächlich möchte. Dazu hier zu sehen: Es liegt eine dünne Pseudo-Bettung (dabei ging es mir nicht um Geräusche, sondern nur eine Basis für eine kleine Absetzung vom Boden. Die Gleise sind darauf z.Zt. vernagelt und daher auch recht einfach wieder zu entfernen. Gründe fürs Nageln waren: Primär wegen der Frage, ob doch Wechsel zu Peco. Sekundär: Ich traue diesen ganzen mimosigen Gleisverbindern nicht. Kleine Lageänderung und der Saft leitet nicht mehr über -.-

Zwischenfazit: Es ist noch möglich, etwas am Gleisplan zu deichseln. Dies gilt für die Hauptsegmente. Das Rangiersegment, von dem ich im letzten Beitrag Fotos gezeigt habe, hingegen ist bereits in der Ausgestaltung (auch endgültig mit Arnoldgleis, aber ein Systemwechsel wäre für mich total egal), kann aber an zwei verschiedenen Orten angeflanscht werden. Für die Hauptsegmente gibt es schon sehr fortgeschrittene Ideen für die Ausgestaltung, es ist aber noch keine einzige Grasfaser geflogen.





Unabhängig von allem zu überarbeiten: Rampe nach Schattenebene

Bild entfernt (keine Rechte) Zur Rampe: Die beginnt im Westsegment mit dieser "Ohrmuschel". Das Segment wird in das Zentralsegment eingeschoben. Man sieht den Vorsprung, der dann in die Schattenebene des Zentralsegments reinragt. Im allerersten Versuch ging die Rampe ausschließlich über diesen Vorsprung in eine weitere Runde. Hier ist aber meine gewählte Bauweise etwas umständlich gewesen und es gab einiges an (Entgleisungs)problemen.

Bild entfernt (keine Rechte) Ich habe mich - nicht allein deshalb - dazu entschieden, das ganze anders zu machen. Das hier ist noch eine Skizze, die damals schnell für Diskussionszwecke gekleckst wurde. Banal: Die immer noch zweigleisige Strecke geht am hinteren Rand des Zentralsegments auf eine gerade Rampe. Am Innengleis habe ich, wie hier schon angedeutet, eine Weiche in "den alten Wendel" gelassen, über den ich dann direkt die Wendeschleife für den Schattenbhf implementieren wollte. Ganz wichtig: Für mich persönlich ist eine Wendeschleife Unsinn. Das ist nur etwas, was ich bei Besuch (insb. Kindern) schalte.
Der Sinn, weshalb ich zweigleisig im Untergrund weitergehe - das ist an für sich nur pain, ist der Platz doch begrenzt (-> kleine Radien) - ist die Kapazität. Dadurch kann man den Bahnhof einfach mehr bombardieren, wenn man zu mehreren fährt.

Bild entfernt (keine Rechte) Nicht sonderlich spektakulär, nur für's Protokoll: Der Beginn der "langen" Rampe (lang ist relativ). Natürlich unverbaut. Ab dem Gefälle in der "Ohrmuschel" fahre ich auf Roco vertrieben durch Fleischmann. Der alte Wendel (perspektivisch also Kehrschleifenfunktion für Schattenbhf) ist Arnold geblieben, da ich keinen Bock hatte, da noch mal ernsthaft ranzugehen. Über diesen Wendel muss nicht weiter geredet werden, denn wenn er nicht funktioniert, mache ich im Untergrund die Kehrschleife ganz anders.
Was man aber auf dem Foto auch sieht ist die Weiche rechts. Es war stupides Wunschdenken, dass die einzig bei mir verfügbare Roco-Weiche für diese brisante Stelle verwendet werden könnte. Es handelt sich um eine R1-Weiche aus einer Startpackung. Funktioniert wirklich richtig gar nicht mit 6-achsigen Loks. Das ist der erste Grund, weshalb das ganze noch mal angefasst werden muss.

Bild entfernt (keine Rechte) Die Rampe verbaut. Sooo, der Thread-Titel soll ja auch Programm sein. Ich mache mir durchaus immer einige Gedanken vor der Umsetzung, aber wähle auch mal gern sehr simple Wege. Jetzt mag man denken, dass das alles komisch und fragil etc. aussieht. Tatsächlich stehe ich hier aber voll hinter. Die Segmente können alle ziemlich fix auseinander genommen werden und es gibt eine klare ToDo-Liste dafür (zusammenfügen natürlich genauso). Auch wenn kein Umzug ansteht, war mir das wichtig, weil ich weiß: Wenn ich baue, dann muss man das vielleicht noch einige male fitten. Die Rampe hängt nun also an drei Stellen mit Gewindestange an der Platte (Oberfläche). Gegen Torsion dienen zwei Paare à nach unten ausgerichteter Stangen. Eines ist zu sehen. Das funktioniert gut.
Ups... Durchfahrthöhe ganz schön knapp. Aber geht schon. Wird perspektivisch eh noch mal unkritischer.
Das zweite Problem mit der Rampe ist nun natürlich auch die... Steigung. Ich hatte mal im Vorfeld mit einem Testträger Versuche gemacht, die alle ganz vielversprechend waren. Mit drei DoStos haben die Loks fantastische Steigungen überwunden. Deshalb dachte ich, dass es hier keine Probleme geben wird. Den Wert habe ich gar nicht mehr im Kopf, aber lasst ihn mal bei etwas über 5% liegen und oben in der Ohrmuschel noch mal ein Punkt mehr. Ich habe vorher viel Foren gelesen und wusste, dass davon abgeraten wird. Wie gesagt: Der Test hat mir gesagt: Sooo lange Züge fahre ich gar nicht, dass das nicht zum Schluss klappt.
Leider kommen dann einige Loks mit 4 Waggons eben doch nicht mehr hoch. Und ich gebe zu: Es war ein dummer Denkfehler von mir, dass man das Verhalten irgendwie linearisieren könnte. Pustekuchen. Tatsächlich machen die gerade Rampe noch die Hälfte mit 5 Waggons mit, steigen dann aber in der Ohrmuschel aus. Da kommen dann die Radien dazu.
Zwischenfazit: Umbau notwendig. Ich werde daher zwischen Zentral- und Westsegment sehr wahrscheinlich ein Segment zwischensetzen. Dieses mal werde ich auch viel mehr probieren. Ist jetzt auch sehr viel einfacher zu testen, denn ich muss ja zunächst nur Bretter zwischenhängen.
In diesem Zusammenhang könnte es imo sogar sinnvoll sein, den Bahnhof nach Westen hin in eine Kurve zur Wand hin zu legen (oder halt die komplett diagonale Variante), da ich dann noch mal gut einen halben Meter bekomme (Einstieg in die Rampe dann nicht C-förmig, sondern schleifenförmig). Mal gucken, wann ich Lust habe, mich an dieses Problem zu setzen. Erst im Herbst wohl.

Bild entfernt (keine Rechte) Erster Schattenbhf, nicht weiter spektakulär. Die hinteren Gleise wären in der Tiefe unter der Anlage noch verlängert. Das rechte Gleis zweigt theoretisch in Richtung alten Wendel (Kehrschleife) ab und könnte noch auf wandseitig gelegene Abstellgleise verteilen.

Bild entfernt (keine Rechte) Auch der Schattenbhf ist ziemlich fix ein-/auszubauen. Die Schnittstellen zur Rampe z.B. sind trivial. Der Kabelsalat (da bin ich nicht so ordentlich) ist mittlerweile mehr oder weniger an der Decke fixiert. Achja, bei der Gelegenheit: Die Weichen sind schon alle (analog) angeschlossen.

Bild entfernt (keine Rechte) Der Absturzschutz besteht einfach nur aus eingefärbten Kartonstreifen, die (eigentlich nicht so wie rechts zu sehen) mit diesen Spreizklammern für gelochte Seiten fixiert sind. Geht schnell abzunehmen. Ich bin übrigens der Meinung, dass man die Schattenebene nicht komplett grau lassen sollte. Das ist in meinen Augen immer noch nutzbare Fläche, auch wenn man da nicht ins Detail gehen muss. Vielleicht gibt es ja mal ne Kamerafahrt - mein erster, schneller Kamerawagenbau hat leider eine etwas zu große Kamera - und dann sieht das im Vorbeifahren doch vielleicht sogar fast wie auf einer Strecke durch den Wald in der Dämmerung aus!?
Achja ganz wichtig, einen Absturzschutz werde ich ab sofort immer zuerst einbauen. Es gab bei Tests schon Schäden, die sogar auf Video festgehalten sind. Zum Glück alles dilletantisch reparabel.

Bild entfernt (keine Rechte) Blick von oben/Westen von der Ohrmuschel in die Rampe. Rechts die Weiche des Todes, die dann mit dem nächsten Versuch ersetzt wird.












Noch ein paar Worte zum Betriebskonzept

Bild entfernt (keine Rechte) Dieses Bild eigentlich nur, um etwas klarer zu machen, was das Betriebskonzept ist:

  • Gleis 1 = Hausbahnsteig, variabel nutzbar (dort, wo die Zeitungen liegen).
  • Fernbahn auf Gleis 2/3 (dort ist der bunt zusammengewürfelte IR mit 120 auf Gl. 2).
  • Gleis 4/5 Regio mit i.d.R. nur drei Waggons (oder kürzer), hier aktuell auf Gl. 4. Da der Platz nach Westen heraus ja begrenzt ist und die Strecke nach aktueller Planung noch zweigleisig weitergeht, ist hier auch die DKW. Es muss keine DKW sein! Der einzige Vorteil ist, dass bei meiner analogen Fahrweise (die bestromten Blöcke sind bei mir sehr speziell) Gleis IV und V unabhängig voneinander von Westen her kommend befahren werden können. Ich habe tatsächlich schon eine 15° Kreuzung für den nächsten Umbau dort eingeplant. So ist es analog auf der Ostseite schon von Anfang an gelöst. Effektiv sind es damit nur noch drei DKW, die bislang keine Probleme bereitet haben. Aber ich sollte ja auch schlauer werden: Was ich mache, ist alles noch Test und kein richtiger Betrieb...
    Die Regios können von beiden Seiten kommend sehr komfortabel hier enden. Von Gl. 4 lässt sich nach Westen zurückfahren über die DKW. Nach Osten raus gibt es für beide Gleise freie Wahl bei der Einfahrt. Wenn man sich meinen Gleisplan gaaaanz oben anschaut: Dort geht nach SW und SO ja jeweils eine Nebenstrecke ab. Aktuell können die Regios daher auch von Nebenstrecken kommend in beide Richtungen der Hauptstrecke einfädeln. Das lässt sehr viele Optionen offen und rechtfertigt damit vielleicht das Grundkonzept vom Bahnhof. Kopfmachen ist jeweils über das andere Gleis oder ein freies Abstellgleis (z.B. bei der 151) möglich.
  • Noch mal zum Stichwort Genese: Am Anfang war mir der Personenverkehr noch sehr viel wichtiger. Inzwischen habe ich eine Leidenschaft für Zugbildung entwickelt. Die Idee eines Ablaufbergs ist erst später gekommen und mit ihr dann auch das Rangiersegment. Wenn es um die Frage geht: Was von beidem ist wichtiger? Dann bin ich jetzt beim G-Zug. Der wurde in dem Bhf-Konzept anfangs nur wenig berücksichtigt. Hier gibt es nun an der Plattenkante die Gleise 6-8 (Gl. 8 hier nicht ausgelegt... ist später auf einem schmalen, angeflanschten Brett). Das ganze reicht aus, weil es ja gerade das Rangiersegment "mit mehr" noch gibt.


Das Betriebskonzept geht noch viel mehr ins Detail, aber das ist an dieser Stelle glaube ich dann tatsächlich noch nicht wichtig.

Und weil ich bisher nur die erste Variante gezeigt hatte, lade ich jetzt mal eine Darstellung der sehr viel wahrscheinlicheren Alternative hoch:

Bild entfernt (keine Rechte)

Hier ist nun also das Rangiersegment nicht mehr rechts unten, sondern links, also an das Westsegment angeflanscht. Zur Erinnerung: Der nutzbare Platz im Raum wird durch einen Schrank für Großutensil begrenzt (der ehemalige Käfig). Dieser müsste für diese Variante etwas verschoben werden... prinzipiell machbar. Rein theoretisch kann dort dann auch die eingleisige Nebenstrecke, die über das Rangiersegment führt, optisch getrennt eines Tages enden. Allerdings ist das aktuell nicht so wichtig.
Mein bisheriges Konzept ist in dieser Skizze noch mal durch ein paar Infos analog zur Auflistung erläutert.
Die Möglichkeit, den Bahnhof diagonal oder in einer Kurve zu führen, ist hier nicht enthalten, da sie von mir nie wirklich gewünscht war. Aber s. oben, unter gewissen Randbedingungen würde ich dem noch mal eine Chance geben.



Zusammenfassung & Fazit:

  • Sowohl die räumlichen Randbedingungen als auch der Ist-Zustand der Anlage konnte ich Euch jetzt hoffentlich vervollständigen.
  • Die Änderung des Gleisplans vom eigentlich Bhf ist ohne relevante Verluste möglich. Nicht zuletzt auch durch die primitive Plattenbauweise.
  • Ich persönlich sehe wie zuvor erläutert keine dringende Notwendigkeit (für mich), den Plan zu ändern, aber wurde noch mal zum Nachdenken gebracht. Die Entscheidung hängt aber konkret davon ab
    a) ob ich zu Peco Code 55 wechsel
    b) oder ob nur ein Redesign meine Probleme mit der Überführung in die Schattenebene lösen.
  • Die Bauarbeiten für die Rampe setze ich mal grob für Ende Oktober an.
  • Wie schnell ich die Entscheidung Arnold/Peco fälle, weiß ich aktuell gar nicht. Kann Ende September sein, aber auch erst zu Weihnachten. Dieses Jahr wirds noch.



Für den Fall, dass es eine Gleisplanmodifikation wird, beziehe ich Euch sehr gern dabei mit ein. Der Ball liegt jetzt aber zwangsläufig mal bei mir, die letzten beiden Punkte zu lösen.
Ich freue mich natürlich auch in der Zwischenzeit über Anregungen (und es gibt ja auch das Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein"), aber wenigstens die nächsten zwei Wochen bin ich im read-only Modus in Euren Threads unterwegs ;).

Allerbesten Gruß aus B und bis bald
Dominik


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#7 von hubedi , 04.09.2021 01:58

Hallo Dominik,

vielen Dank für die Bilder und die ausführliche Erläuterung des aktuellen Standes. Da lag meine letzte Vermutung gar nicht mal so daneben ... es wäre ein ziemlicher Umbau notwendig, um den Streckenverlauf grundsätzlich zu ändern.
Auf der anderen Seite machst Du Dir beim Bau eine Menge Arbeit und wenn es dann hinterher doch nicht gefällt, ist der Ärger über verpasste Chancen bestimmt nicht kleiner als der Umbauaufwand. Also rate ich zu einem gepflegten Nachdenken im Urlaub.

Hm ... zwei Sachen sind mir in Deinem Bericht allerdings aufgefallen, die Dir offenbar selbst nicht geheuer erscheinen. Da ist zunächst einmal die wahrlich sportliche Steigung. Du sprichst von über 5% mit einem weiteren Bonuspunkt ausgerechnet in der Kurve. Das sind ja zusammen ... warte mal ... ich wills ohne Taschenrechner probieren ... 5% ... noch einer im Sinn ... macht ziemlich genau 6%!
Boh, hoffentlich hast Du ausschließlich Zugmaschinen eingekauft, die bereits bei einer olympischen Kraftsportart mindestens eine Medaille gewonnen haben ... nee, besser gleich Goldmedaillen. Bei meiner Anlage sind es gerade mal 1,5 bis maximal 2%. Die Mark Michingen ist offenbar nur was für die Weicheier- und Loserloks, oder so.

Das musst Du ändern. Damit wirst Du im Betrieb keine Freude erleben.

Die 24°-Weichen im Untergrund halte ich ebenfalls für ein Tabu. Und weil wir schon dabei sind: Der Radius R1 sollte modellgesetzlich verboten werden. Allenfalls in Sonderfällen wie einer Hutkrämpenanlage dürfte er nach strenger Prüfung durch den Modell-TÜV und unter Auflagen bei volljährigen Modellbahnern zum Einsatz kommen. In diesem Modellbahnzimmer muss dann zwingend ein Warnhinwris angebracht werden, der auf die betrieblichen Folgen und den Haftungsausschluss bei gesundheitlichen Konsequenzen für den Betreiber der Anlage hinweist ...

Viel Spaß im Urlaub und LG
Hubert


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#8 von Schwellenzähler , 04.09.2021 08:11

Moin Dominik,

als eingefleischter N-Bahner stelle ich zuerst mal schnellstens den Fuß in die Tür Zugegebenerweise hat mich der Titel deiner Anlage "angefixt", verfolge ich doch im seid Langem eine TT-Anlage mit fast gleichem Namen.

Bezüglich der von dir verwendeten ARNOLD-Gleise kann ich persönlich nix negatives sagen, habe ich doch bis 2001 ebenfalls eine recht große Anlage ( 310 x 110 cm ) mit diesem System in Betrieb gehabt, welche leider durch einen Unfall (Brand) ein jähes Ende nahm. Ich hatte nie wirklich Kontaktprobleme, und auch mit den DKW ging es recht passabel. Allerdings war die Anlage analog betrieben, und bekannterweise fallen dort Kontaktschwierigkeiten etwas seltener auf, als im doch recht empfindlichen Digitalbetrieb.
Nun schreibst du, das du es in Erwägung ziehst,auf das PECO Code 55-System umzusteigen.
Hierzu kann ich dich nur ermutigen! Nicht nur das die Gleise optisch ein Quantensprung sind, auch die Betriebssicherheit der Weichen ist hervorragend, und Rangiermanöver mit kleinen Loks machen nun richtig Spaß!
Ich werde nach den guten Erfahrungen auf meinem Nebenbahnanbau noch dieses Jahr damit beginnen, meine Hauptanlage ebenfalls mit PECO komplett neu aufzubauen, denn die z.Zt. verwendeten Fleischmann-Weichenkrücken verderben trotz sorgfältiger Verlegung jeglichen Spaß am Fahren

So, nun wünsche ich dir noch einen schönen Urlaub,

Gruß

Carsten


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