Spur N "Granitz" - kleine Baufortschritte und -pausen, (zu) dichte Seemoosaussaat

#1 von berlina , 01.09.2021 23:59

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Tach zusammen,
als neues Mitglied aus Berlin (Dominik heißt er - hier der Link zur Vorstellung) möchte ich nun meine persönlichen Laufversuche vorstellen.
Es handelt sich dabei um den Bahnhof des Mittelzentrums Granitz (Cottbus), das sich in einem Paralleluniversum an der Bahnstrecke Berlin-Görlitz befindet. Um genau zu sein am km 85,6. Ja, genau! In dieser Welt existiert Lübbenau nicht und der Spreewald rutscht etwas nach Norden. Die Stadt Granitz hat dafür noch ein bisschen mehr industrielles Flair. Namenstechnisch hat es btw nichts mit dem Forst auf Rügen zu tun.
Das ganze findet im Gästezimmer unserer Berliner 3-Zimmer Wohnung Platz. Ganz grob: Es stehen gut 4m² Wand bei einer Tiefe von 1m zur Verfügung sowie perspektivisch auch ein L-Schenkel mit knapp 1,50m Länge für z.B. einen Fiddle Yard.
In unserer Wohnung kann immer wieder mal eine Bombe einschlagen und allgemein ist gerade dieser dritte Raum von uns sehr "volatil". Nach jahrelanger Fehlnutzung des Zimmers habe ich es nun zurückerobert. In diesem Zuge habe ich mich auch gleich von meinem dort noch schlummernden Kicker getrennt, der im Altbau einfach viel zu laut und daher nicht mit Spaß bespielbar war. Gleichzeitig ist mit Stand heute aber noch nicht die komplette Raumordnung für die Zukunft fixiert. Aus diesem Grund rangiert die Ausführung aktuell noch zwischen zwei Varianten. Das wird zu späterem Zeitpunkt noch mal erläutert.

Was Euch ansonsten erwarten kann: Viel Epoche V (+/-) auf Gebiet der ex-DR, Fokus erste Hälfte der 90er, hoffentlich mit Abdeckung und Einflüssen der 80er und späten 2000er.
Bahnanlagen und Ort sollen nicht mehr ganz fit sein, hier und dort mitunter marode. Meine Erinnerungen an die Wende sind bedingt durch mein Alter (1984er) begrenzt. Einige Eindrücke konnte ich aber mitnehmen und vermischt mit kursierendem Videomaterial aus den sehr frühen 90ern kommt dann irgendetwas in meinem Kopf raus, was womöglich nicht historisch exakt ist, aber meiner Vorstellung entspricht. Nicht zuletzt wandere ich gern durch Brandenburg und sehe in den stillgelegten Anlagen - egal ob Bahn, Industrie, Militär - viel Charme, der ebenfalls mit ins Modell einfließen soll.
Das Resultat muss also eine gerade noch so funktionierende Infrastruktur mit deutlichen Abnutzungsspuren sein. In diesem Sinne ist es oberste Pflicht eines jeden Begleiters des Projekts einzugreifen, wenn es zu romantisch wird. (Trotzdem: ein paar im Allgemeinen als schön kategorisierbare Perspektiven über die Landschaft sind erlaubt.)

Bevor es dann wirklich losgeht: Die ersten Planungen habe ich glaube ich Ende 2018 noch als nahezu Oval gemacht (Bild 1; einige verrückte Rampen bitte ignorieren!). Der Gleisplan hat sich Anfang 2020 massiv umgekrempelt, weil ich zum einen dann selbst mehr auf vernünftige Betriebskonzepte gehen wollte und zum anderen viel Foren gestöbert habe... und inspiriert wurde.


Eine Zwischenstufe war dann die abgeknickte Acht (Bild 2). Inzwischen bin ich eigentlich aus diversen Gründen bei einer Art Hundeknochen... s. dann unten beim Abschnitt "Gleisplan".
Der gesamte Wandel wurde 2020 gut dokumentiert und daher auch kommentiert, muss nur mal an die aktuelle Version angepasst werden. Vielleicht dazu später noch mal ein Ausflug.

Mein oberster Berater in puncto Planung ist mein Bruder, der ebenfalls zeitweilig MoBa-aktiv ist, wenngleich mit noch mal sehr viel weniger Platz. Zum aktuellen Konzept gibt es sicherlich von den Erfahrenen hier viel Kritik. Grundsätzlich gilt: Ich höre mir jede Kritik an und kann auch immer gut damit umgehen. Allerdings werde ich sicherlich auch immer wieder mal klar sagen, dass bestimmte Dinge nicht zur Debatte stehen (auch wenn die Argumente dafür noch so gut sind). Insbesondere gilt das für die nachfolgend noch aufgelisteten Schwachpunkte, die ich bereits selbst erkannt habe.
Allgemein ist dies hier ein Vorhaben, mit der mein eigener Anspruch regelmäßig weiter wächst. Trotzdem bleibt es zunächst ein großes Versuchsfeld, auf dem ich selbst gerade technisch lernen möchte (und muss!). Diese Anlage wird zum Schluss nicht perfekt sein, sondern mir hoffentlich viele Erkenntnisse gebracht haben.
An vieles wage ich mich aktuell zum ersten mal ran. Ich selbst bezeichne mich als notorischen Dilettanten. Das wird man auch immer wieder mal erkennen. Und ab und zu mal scheitern ist für mich voll okay. Trotz allem: Scheut Euch nicht davor, hier Euren Senf (wir in Berlin sprechen das eigentlich "Semf" aus) abzugeben, den ich in den meisten Fällen wertschätzen werde, aber wie gesagt nicht in jedem Fall umsetze. Man kann auch sagen: ich lasse mich von Foren ungern steuern, aber liebe die Inspiration durch Euch! Und dafür bedanke ich mich auch gleich mal im Voraus.


1. Titel
Granitz (Cottbus/Lausitz)

2. Spurweite & Gleissystem
Spur N
Gleis: Arnold (Sichtbereich), Fleischmann Flex ohne Bettung (verdeckte Bereiche)
Ich kenne die Nachteile vom Arnoldgleis sehr gut und sie sind immens. Ein teilweiser Wechsel zu Peco Code 55 (Holz) ist nicht ausgeschlossen, steht aber aktuell nicht im Fokus. Dazu gern ein anderes mal noch mehr Details von mir.

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Der Raum misst 5.5 m * 2.5 m.
Davon stehen mir großzügige ca. 5 m² zur Verfügung, vor allem an einer Wand.
Skizze s. links. Die orangene Variante ist die, die wahrscheinlich umgesetzt wird. Der später noch abgebildete Gleisplan zeigt noch die schwarze Variante.

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Ungeklärt ist momentan, ob an der Fensterseite eine Erweiterung zum F oder nur zum L erfolgt.
In letztem Fall würde die Anlage auf Türseite noch etwas weitergehen. Dort begrenzt aktuell ein Gepäckschrank, der früher einmal ein Rattenkäfig (Selbstbau) war. Diese Variante ist in meinem Herzen nicht erste Wahl, hätte aber den Vorteil, die Nebenbahn problemlos im Off verschwinden zu lassen. Dazu später mehr.

3.3 Anlagengröße oder verfügbare Fläche im Raum
Anlage ca. 5 m²
Langer Schenkel 4.0 m
Tiefe 1.0 m
Die Schenkel (egal ob L oder F) würden bis zur rechten Raumwand anschlagen, d.h. Segmente von bis zu 1.5 m Länge darstellen. Dies allerdings bei einer Tiefe von je ca. 0.6 m.

3.4 Bauform
- formell imo Segmente
- ... allerdings nicht in Rahmenbauweise, sondern vorwiegend Platte
Die Rahmenbauweise habe ich verstanden und traue sie mir auch zu. Für das vorliegende Projekt habe ich sie dennoch nicht gewählt, was ich zu gegebener Zeit mit schlechten Argumenten unterfüttern werde ;).
Für künftige Projekte mit konstanteren Randbedingungen zur Planung würde ich aber die Rahmenbauweise anstreben.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Ich würde inzwischen sagen Modellbahn.
Ob mein Betriebskonzept ultrarealistisch ist, ist die eine Frage, aber dort habe ich schon viele Gedanken reingesteckt. Dargestellt werden soll der
- meist durchziehende Personenfernverkehr
- Regionalverkehr (hier auch in Funktion eines Trennungsbahnhofs)
- Güterverkehr: sowohl allgemeine Zugbildung als auch Kohle-Ganzzüge
- während der Planung ist mein Interesse an der Zugbildung fast schon in den Fokus gerückt, es soll einen Ablaufberg mit kleiner Richtungsgruppe geben (ob der dann sinnvoll funktioniert mit Spur N, muss man sehen... vieles spricht dagegen)
Die Anlage wird nicht von einem Kind oder Fremden ohne Unterstützung bespielbar sein. Fernprojekt ist tatsächlich auch die Simulation eines regen Analogbetriebs in Modellzeit durch drei Personen (inkl. Wahrnehmung definierter Rollen als Fdl, Weichenwärter, Lokführer) inkl. Meldungen zwischen den Stellwerksbereichen.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
- 2-gleisige Hauptstrecke (Schattenbhf - Granitz Hbf - Fiddleyard)
- Abzweig einer (eingleisigen) Nebenbahn (Granitz Hbf - Rattendorf)
- Industrieanschluss
- eine zweite Nebenbahn ist noch angedacht, wird aber wahrscheinlich im weiteren Bau und aufgrund der Raumsituation gestrichen. Ggf. Abzweig noch als stillgelegt ins Diorama.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Plan war von Anfang an, R1 und R2 aus dem Sichtbereich zu verbannen.
- eigentlich überall R3 (400 mm) und R4 im Sichtbereich
- sehr kurze Schwenke sowie ein kurzer Teil der Nebenbahn vereinzelt R2 -> alles nur, wo nicht anders realisierbar
- Schattenebene: aktuell bis runter zu R1, hier wird aber noch mal viel umgestaltet

4.4 Maximale Steigung
Sichtbereich: fast flach (bedingt durch Region)
Rampen/Wendel: bei dem Thema blitzt aktuell mein Nerv auf... später mal mehr dazu

4.5 Maximale Zuglänge
Lastenheft Bahnsteige:
- Fernbahn: 5 Schnellzugwagen + Lok
- Regionalbahn: 3 Schnellzugwagen + Lok
- Güterverkehr: 1.0 m
- Hausbahnsteig voraussichtlich 1.1 m für einige Paradezüge

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Hauptsegment: 1.0 m ...
... wobei im hinteren Teil nur noch Industrienebenbahn (eingleisig). Ein Bergungskonzept wird ausdrücklich eingeplant.
Schenkelsegmente: 0.6 m
Schattenebene: zugänglich, auch in Tiefe

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
s. 4.6

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
ca. 1.1 m

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
- Westausfahrt -> Schattenbahnhof "Schattenwalde" mit aktuell 5 Abstellgleisen sowie geplanter Kehrschleife. Später erweiterbar.
- Ostausfahrt -> Kehrschleife geplant (Ende 2021), langfristig Fiddle Yard (1-2 Jahre)

4.10 Oberleitung ja / nein
Hauptstrecke: Masten von Sommerfeldt geplant, teils Beton, teils Stahlfachwerk; kein Draht!
Nebenstrecke: keine Oberleitung

4.11 Signale
Es werden fast ausschließlich Lichtsignale eingesetzt, natürlich HL. Fabrikat Michalsky. Die sind auch schon fast alle gefertigt worden (riskante Investition, bevor der Gleiskörper voll funktioniert).

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
- prinzipiell analog
- ich prüfe, ob ich den kompletten Rangierbereich umschaltbar für analog/digital gestalte
- digital fahren ist ein seeeehr langfristiges Projekt (Familienfuhrpark zu 95 % analog, ich bin ein sehr schlechter Löter, die anderen auch)

5.2 Steuern analog oder digital
- analog
- sobald ich vernünftig löten kann: über PC

5.3 PC-Steuerung
Da ich beruflich viel mit Simulation und dabei auch programmieren zu tun habe, war es eigentlich noch vorm eigentlichen Wiedereinstieg mein Ziel, die analoge Anlage meines Vaters durch eigene Software + etwas Elektronik steuerbar zu machen.
Das bleibt auch für Granitz noch mein Ziel.
Die Konzepte dafür sind mehr oder weniger in der Tasche, nur das Löten ist das/mein Problem.
Außerdem ist die Automatisierung auch aus sonstigen Gründen nachrangig.
Meine Code-Infrastruktur ist in wesentlichen Punkten aber bereits vorhanden (wahlweise PC/Smartphone -> Raspberry Pi o.ä. -> Hardware).
Dies ist auch ein wesentlicher Grund, weshalb digital trotz seiner unbestrittenen Vorzüge für mich nicht zwingend ist - die Bastelei der eigenen Steuerung war halt ursprünglich einer der Hauptanreize, überhaupt wieder mit MoBa anzufangen.


6. Motive
Zunächst sei gesagt: Der Bahnhof ist samt der kleinen Richtungsgruppe (nachfolgend "Rangiersegment" genannt) das zentrale Element der Anlage! Eine Paradestrecke auf freier Strecke wird erst viel später kommen.

6.1 Epoche
Gemessen an der Zeitskala bei Wikipedia:
- Fokus: Epoche V a-b
- Ausflüge nach IV c, Motive aus V c

6.2 Bahnhofstyp(en)
- Trennungsbahnhof
- kleiner Zugbildungsbahnhof

6.3 Landschaft
- typische Süd-Ost-Brandenburger Wald-Wiesen Landschaft (mehr Wald); etwas trocken
- Geländererhebungen nur sehr dezent
- ein bisschen "Hintergleishalde"


6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Im rückwärtigen Bereich des Bahnhofs befinden sich Ansätze der ostdeutschen Stadt Granitz.
Man soll sehen, dass es der Stadt und dem Bahnhof schon mal besser ging.
Nordöstlich vom Empfangsgebäude befindet sich eine kleine Fabrik, zu der auch ein Gleisanschluss von der sich ausfädelnden, lokalen Industriestrecke befindet.
Der Rangierbetrieb findet auf der Südseite des Bahnhofs statt (Anlagenvorderkante).
Das Segment mit Richtungsgruppe und der umfahrenden Nebenstrecke wird entweder im Südosten oder im Westen sein... dies hängt noch von der sonstigen Raumplanung ab.


6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
- Kleinst-Bw mit Tankstelle und Lokschuppen auf dem Richtungsgruppensegment
- ggf. werden noch Fragmente eines nicht mehr genutzten, größeren Bws abgebildet -> noch unklar

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
- bis auf zwei Loks sind alle analog
- leider ist auch überall der Großteil KEIN DR Material, weshalb ich hier und da noch mal langfristig nachsteuern werde
- Nachfolgend die wichtigsten Loks, die auf den Plan treten werden:
-- ex-DB: 112, 120, 151, 211, 217, (401)
-- ex-DR: 112, 110, 155
-- die 112er meinen in beiden Fällen orientrote aus der 243er Reihe; hier werde ich sicherlich noch 1-2 weitere in der Original DR-Lackierung anschaffen
- Personenwagen, das wichtigste:
-- IR in Produktfarben
-- IC in Produktfarben (... eigentlich von meinem Bruder, muss aber häufig vorbekommen)
-- DoSto verkehrsrot 7 Waggons
-- DoSto dunkelgrün 4-teilig von Piko (... wird wegen der Optik wohl seltener aufgestellt)
-- vereinzelt Eilzugmaterial DB Epoche IV zum Aufstocken des IR/Bildung eines zweiten IR
- G-Wagen, das wichtigste:
-- ca. 10 Selbstentlader für Kohle/Erz in verschiedenen Typen
-- 4 Rungenwagen Rohrladung (... spricht für ne entsprechende lokale Fabrik)
-- 6 olle Hochbordwagen mit Kohleladung
-- einige unbeladene Rungen- und Hochbordwagen, Schiebewandwagen und Containerwagen; reicht für etwas seriöse Zugbildung
Ferner ist noch viel Kleinzeug aus Epoche 2, eine handvoll knallbunter Kesselwagen, Bierwagen, S-Bahn Viertelzug etc. vorhanden, die eher für... "Museumsfahrten", aber nicht den Regelbetrieb in Frage kommen.
Auf der "Wunschliste" oben stehen: Ludmilla, Ferkeltaxe, 2* 243 in DR-Lackierung, DoSto mintgrün, Halberstädter Schnellzugwagen
Für Epoche V+VI kann mein Bruder noch einiges beisteuern, der hoffentlich ab und zu mit seinen Zügen besuchen wird.


7.2 Vorhandener Gleisplan
- hier kommt eine Variante, nämlich die im F-Format, die aber wahrscheinlich nicht mehr genau so realisiert wird:

- das wahrschenlichere L-Format hätte dann den Ablaufberg am Gleis VIII und das Rangiersegment wäre ganz im Westen, wo im angefügten PDF die "Nebenstrecke Schattenwalde/Kohleabbau" ist
- die Strecke zum Kohleabbau würde damit dann entfallen, aber als Stummel (oder für später mal) genau dort verbleiben, wo aktuell im PDF der Abzweig zum Rangiersegment ist
- die Schattenebene ist im PDF nur stilisiert
- ignorieren: die Wendeschleife und Bhf Schönblick; das ist eine nette Option (hier nur stilisiert), die aber wegen Platzbedarf sehr unwahrscheinlich ist; stattdessen wird dort der FiddleYard direkt vorm Fensterbrett sein oder alternativ nach einer Kehre an der rechts-unteren Raumecke eine Ebene niedriger die Wand zurückgeführt... alles noch unklar und aktuell unwichtig
- der Gleisplan erhält bereits viele Überlegungen zu Signalen etc., so wie es meinem Verständnis nach sein müsste; hierüber lasse ich mich sehr gern auch belehren, falls ich es übertrieben habe, allerdings ist das vielleicht etwas für in einem halben Jahr rum, wenn ich noch mal auf das Thema zurück komme ;)

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Sowohl für den geübten Dominik als auch für 1-2 Mitspieler, dann aber mit richtigen Aufgabenbereichen, Zugmeldung, Zeitdruck usw.

7.4 Budget
Für weiteren Ausbau ist zwar prinzipiell genug vorhanden, insbesondere für landschaftliche Ausgestaltung, aber es gibt einige Investitionsstopps:
- Rollmaterial: Riegel weitestgehend vorgeschoben (... bis Anlage weit genug entwickelt ist); ich kaufe tendenziell auch eher gebraucht
- Thema Arnold: Umstieg Peco-Flexgleise wäre ok, aber die Investition für die Weichen (+ Aktuatorik) möchte ich aktuell ausdrücklich nicht tätigen
- dafür (ich bin bescheuert) z.T. nennenswerte Vorleistungen/-ausgaben getätigt. Z.B. quasi alle HL-Signale aus dem Haus Michalsky inkl. Sonderanfertigung Abdrücksignal; sowie ausreichend Kömo-Schotter.

7.5 Zeitplan
- berufliche nähere Zukunft tatsächlich etwas offen
- daher aktuell drei klare Zwischenziele für Ende Winter 21/22:
- Konfiguration zu betriebsfähiger Anlage in Gleiswüstenstadium (+ Zusammenbau wesentlicher Gebäude "von Stange")
- kontinuierliche Ausgestaltung Rangiersegment mit Abschluss Herbst 21
- alle Studien zum Ablaufberg inkl. hoffentlich provisorischem Betrieb
- Außerdem sollte ich bis ca. Ostern 22 entschieden haben, ob Arnold im Boden bleibt oder nicht (weil dann auch mal schottern nötig wird)
- Wenn bis Weihnachten 22 der Bahnhof inkl. Gestaltung annähernd fertig wäre, wäre das echt klasse. Die Stadt etc. kann später folgen.

8. Anhänge
- der besagte Gleisplan


Ende der Woche geht es erst mal für zwei Wochen in den Urlaub. Bis dahin schaffe ich es vielleicht noch, das Konzept vom Bahnhof näher zu erläutern ODER (wahrscheinlicher) schon mal Bilder vom Rangiersegment zu zeigen. Das ist schon in Ausgestaltung und die Arbeit daran bereitet mir viel Freude.
Vom Bahnhofsbereich und letztendlich den Hauptsegmenten werde ich sicherlich in ein paar Wochen mal etwas inkl. Bilder posten... insbesondere das, womit ich schon schön gegen die Wand gefahren bin.
Ich hoffe, dass ich nicht bereits jetzt schon alle mit der ausufernden Eröffnungsrede langweile... sagt ruhig Bescheid, wenn es too much ist. Dann halte ich es künftig kürzer.
Ganz unten folgt noch zum einschlafen die Hintergrundgeschichte der Stadt Granitz, wie ich sie Frühling 2020 mal für ein paar Interessierte aus meinem Umfeld aufgeschrieben habe.

Vorerst allerbesten Gruß an alle
Dominik


Geschichtlicher Abriss der Stadt Granitz
Granitz war sicherlich niemals der Nabel der Welt. Im Freistaat Preußen eine Kleinstadt, wurde es irgendwann mit dem repräsentativen Bahnhofsgebäude ausgestattet. Es siedelte sich etwas Industrie an - Werkzeugmachereien, Produktion von Gebrauchsgegenständen. Die Kohlegebiete in der Lausitz sind nicht weit entfernt. Damit knackte es auch irgendwann die Einwohnerzahl, um als echte Stadt bezeichnet zu werden. Wie groß diese Zahl ist, soll hier nicht diskutiert werden.

Im Zweiten Weltkrieg hat die Stadt natürlich etwas Schaden abbekommen, wurde aber bei weitem nicht in Schutt und Asche zerlegt. Warum auch? Der Sozialismus hat seinen persönlichen Stempel aufgeprägt. Aus diesem Grund gehört die Platte in das Straßenbild, egal ob man es mag oder nicht. Das alte Bahnhofsgebäude hat sich als Zeitzeuge erhalten.

Schlecht ging es zu DDR Zeiten aber beileibe nicht. Insbesondere die Verkehrslage an der Haupstrecke zwischen Berlin und Dresden Görlitz gelegen war gut und ist bis heute ein Grund, weshalb die Stadt nicht völlig aufgegeben wurde. Die Güterverkehrsanlagen am Granitzer Hauptbahnhof (heute einfach: Granitz) wurden nicht nur von den ansässigen Betrieben genutzt, sondern dienten auch als Umschlagplatz für den überregionalen Stückgutverkehr. Regionaler Pendelverkehr war und ist etabliert. Bis Mitte der 90er waren auch viele tägliche Fernverkehrsverbindungen in den IR und (seltener) IC Netzen gelistet. Der ICE hat hier natürlich keinen Regelhalt, sondern fährt üblicherweise nur durch. Der Autor hofft seit jeher auf einen Halt des Berlin-Warschau-Expresses (dort ist seine Frau geboren), weiß aber, dass dieser Umweg unnötig und somit unwirtschaftlich wäre.

Viele der stadtansässigen Betriebe wurden von der Treuhand einfach nur abgewickelt. Dies geht seit den 90ern mit dem industriellen und somit auch erwerbsmäßigen Niedergang der Stadt und ihrer Bürger einher. in den späten 2000ern hat sich die Stadt ebenso wie andere Städte Brandenburgs etwas gefangen. Trotzdem haftet inzwischen ein Verfall der Bahninfrastruktur und natürlich auch gesellschaftlicher Liegenschaften und Wohnquartieren an.

{Es folgte nun noch die Auflistung der vom Bahnhof abzweigenden Nebenstrecken -> nicht up2date!}


dominik aus berliN
Baupause bis Mitte Juli >> Granitz & Winnihausen
Zeitzeugen gesucht >> Berlin-Görlitzer Bahn in den 90ern


 
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zuletzt bearbeitet 25.06.2022 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#2 von hubedi , 02.09.2021 02:07

Hallo Dominik,

vielen Dank für die wirklich ausführliche Darstellung Deiner Planungen. Du hast Dir ja offensichtlich seit einiger Zeit Gedanken gemacht und detailliert dargelegt, wohin die Reise gehen soll.

Nun ich fühle mich im Augenblick hin- und hergerissen, ob ich meine Gedanken zu einem bereits so weit fortgeschrittenen und ausgefeilten Plan äußern soll. Da Du nun gerade etwas von mir lesen kannst, habe ich mich offensichtlich entschlossen: ... Deine Anmerkung "aber (ich) liebe die Inspiration durch Euch!" motiviert mich dann doch, wie Du es so schön gesagt hast, meinen "Semf" hinzuzufügen. Es liegt mir wirklich fern, Dich steuern zu wollen. Ich bin auch kein großer Planer. Da hat es hier ganz andere Koryphäen, die Dich sicher noch besser unterstützen können.

Vorweg, ich bin ein Freund großzügiger, eleganter Gleisentwicklungen, die ein Thema oder eine Szenerie möglichst über die verfügbare Länge oder Fläche ausbreiten. Dafür verzichte ich lieber auf die eine oder andere Betriebs- und Ladestelle bzw. Fahrmöglichkeit.
Diese Überlegung fußt auf zwei Grundannahmen: Wenn man die Anlage selbst mit dem Regler in der Hand steuern möchte, kann man nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen und Betriebsvorgängen überschauen. Wozu braucht man dann diese Fülle? In diesem Zusammenhang sehe ich die nächste Vorgabe. Auf den zur Verfügung stehenden Flächen können wir von wenigen Ausnahmen abgesehen die wahren Größenverhältnisse des Vorbildes nicht einmal ansatzweise nachstellen. Je mehr Material auf einer Anlage zu finden ist, desto stärker wirkt sich m.E. dieser Zwang zur Stauchung optisch aus. Lange Rede kurzer Sinn ... ich würde so ein Drittel der Anschlussstellen streichen.

Dann scheint mir der Anlagenplan optisch in zwei Teile zu zerfallen. Den großen Trennungsbahnhof auf dem linken Schenkel und dem kleinen Bahnhof auf dem rechten L-Ansatz. Es sieht fast so aus, als könnte man die gedankliche Evolution bei der Planung oder eine Art historischer Anlagengenese erkennen. Der linke Hauptteil erinnert an ein ehemaliges, klassisches Gleisoval und dann bot eine glückliche Fügung die Möglichkeit, die Nebenbahn zu ergänzen. Diese Trennung in zwei Bereiche hebt die Platznot m.E. erst so richtig hervor und der Plan wirkt nicht wie aus einem Guss.. Die Gleisentwicklung des linken Bahnhofskopfes finde ich zudem optisch ziemlich zerrissenen und ... pardon ... wenig elegant.

Mein spontaner Gedanke war ein großer Bogen über das gesamte L. Mal so als Grundidee... ich hätte wahrscheinlich eine einspurige Hauptsrecke gewählt, die von links hinten diagonal nach rechts vorn auf den L-Schenkel führt. Gut, es mag auch zweispurig gehen. In dieser Diagonale liegt im großzügigem Bogen der Bahnhof. Am rechten Schenkel könnte man dann die Nebenbahn auskoppeln. Dafür hätte ich auch eine nicht so alltägliche Idee. Die Nebenstrecke führt zur vorderen Anlagenkante, wo noch ein kleiner Haltepunkt oder ein Ausweichgleis liegen könnte.
Die beiden eng zusammenliegenden Bahnhöfe könnte man klassisch über eine Höhenstaffelung optisch trennen. Interessant wäre vielleicht auch ein Flusstal zwischen den beiden Betriebsstellen.

Wie auch immer, das ist natürlich noch ziemlich unausgegohren. Eine L-Anlage ist ein Klassiker. Da finden sich bestimmt fertig ausgearbeitete Pläne ... vielleicht sogar für Arnold Gleismaterial.

Ich habe vor Jahren selbst mit Arnold gebaut und konnte so meine Erfahrungen sammeln. Dir sind ja wie Du gesagt hast die Besonderheiten dieses Systems bekannt. Da will ich keine Eulen nach Athen tragen. Aber eine Anmerkung erlaube ich mir noch. Du solltest bei Deiner Planung auf DKW verzichten. Sie waren bei mir jedenfalls ein ständiges Ärgernis. Ursprünglich wollte ich in meinem jetzigen Anlagenprojekt einige meiner gebogenen Arnold-Weichen unter der Oberfläche einsetzen. Aber ich lasse sie dann doch lieber in der Schublade ...

Ich schaue auf alle Fälle weiter zu, wie sich Dein Projekt entwickelt.

LG
Hubert


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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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zuletzt bearbeitet 02.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#3 von Frank K , 02.09.2021 16:32

Servus, Dominik,

zunächst auch erst einmal meinerseits ein Herzliches hier bei den Stummis.

Als ich den Titel Deines Trööts das erste Mal sah, bin ich kurz stutzig geworden. Granitz – das klingt doch sehr ähnlich wie mein Grainitz, nur ein kleines „i“ macht den Unterschied. Auch zeitlich und geografisch liegen Deine Pläne und meine Anlage gar nicht so weit auseinander.

In Sachen Gleisplan mag ich den Vorschlag von Hubert unterstützen – den Bahnhof diagonal – vielleicht mit einem leichten Bogen - über die Anlage zu bauen. Dann hast Du genug Platz für die Weichenfelder, kannst sogar mit schlanken Weichen arbeiten. Auf der Seite des L-Schenkels kannst Du dann auch die Nebenstrecke ausfädeln. Und in N hast Du genug Platz, dass das Ganze nicht überladen wirken muss.

Interessant wird es sowohl von der Landschaftsgestaltung und betrieblich. Die 1990er sind ja die Zeit des Niedergangs und beginnenden Neuaufbaus im deutschen Osten. Betrieblich heißt das: Mut zum Kurzzug: Ellok mit zwei Dostos, Personenzüge mit EINEM Halberstädter, Silberling oder Schnellzugwagen, Güterzüge, die auch nicht viel länger sind, selbst wenn eine Ljudmilla vorne dran hängt. Für solche Zugbildungen findest Du jede Menge Vorbildfotos. Später darf’s dann wieder länger und auch bunter werden, Rotlinge und Mintlinge neben Wagen in den alten DR- und DB-Farben. Da sind der farblichen Vielfalt keine Grenzen mehr gesetzt.

Landschaftgestalterisch sind die 1990er durchaus eine Herausforderung – Niedergang neben Neuaufbau. Heißt, dass was in Grainitz (mit i nach dem a) die Ruß-Patina noch zusammenhält, beginnt in Granitz (ohne i nach dem a) zu Ruinen zusammenzufallen. Und erste zarte bunte Kleckse westlicher Neubauten und Sanierungen. Also Mut zur Ruine und industriellen Geisterlandschaften, auch wenn es den Betrachter erst einmal verstört. Raum auch für Skurriles sozusagen. Dafür wünsche ich Dir schon mal jetzt viele gute Ideen und eine ruhige Hand bei der Umsetzung. Dein Thema ist auf jeden Fall hochgradig spannend und nicht nur wegen der Ähnlichkeit der Anlagennamen kommst Du gleich erst mal unter meine Beobachtung.

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173

Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


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zuletzt bearbeitet 02.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#4 von berlina , 03.09.2021 02:48

Hallo, Ihr beiden,
und natürlich auch potenzielle Neu-Besucher,

ich danke Euch vielmals für die netten und kritischen Worte. Die Kommentare bieten sich auch gleich dafür an, das Psychogramm über mich etwas zu vervollständigen ;).
Ihr habt mich durchaus zum nachdenken gebracht, auch wenn ich selbst noch nicht weiß, ob ich den Gleisplan so fundamental ändern werde (... denn die Vorschläge sind alles zusammen genommen schon fundamental). An der Stelle kann ich allerdings auch gleich sagen, welche Ideen für mich sofort abgelehnt sind : 1) Keine Ableitungen aus Gleisplansammlungen, die Planung macht sehr viel Spaß, auch wenn sie nicht optimal ist. 2) Kein Fluss - die Stadt lebt vom (sich stetig absenkenden) Grundwasser und es gibt dort Tümpel. 2) Die eingleisige Hauptstrecke. Ich weiß, das war nur eine Randnotiz. Tatsache ist: Einmal/jetzt möchte ich eine zweigleisige bauen, später wahrscheinlich nie wieder.
Bevor ich gleich auf Eure Anregungen eingehe, noch ein kurzes Wort an Frank @Frank K zu Granitz... Grainitz, ja was denn nun? ;) Tatsächlich hatte ich Deinen Anlagenthread auch schon gesehen und dachte, ohoh, jetzt werde ich als Trittbrettfahrer gebrandmarkt. Ja, das Thema gibt viel her und gerade die Freiheit, die Züge mal kurz, mal lang zu machen, ist einer von vielen Aspekten. Ich hatte auch hin und wieder überlegt, ob ich Teile der Anlage (z.B. Gebäude, Bahnsteige, vielleicht auch mal halbe Segmente) austauschbar gestalte, so dass man z.B. "vor Wende" und "2000er: stillgelegt" darstellen kann. Vielleicht sogar noch das früher 20. Jahrhundert. Also eine historisch modulierte Anlage. Den Gedanken finde ich auch immer noch spannend. Da er viel Aufwand bedeuten würde, ist er aber auf unbekannt zurückgestellt.

Nun zur Sache mit dem Gleisplan:

1. Aaalso (meine Interpretation) gerade die Tatsache, dass Hubert @hubedi trotz der weit fortgeschrittenen Gedanken doch zum Änderungsvorschlag gegangen ist, heißt ja: das Bahnhof gerade an der Kante lang führen und viele verästeln ist Mist! In Deiner Einschätzung hattest Du recht. Es ist eine Genese und beim Blick auf die eine erste, grobe, noch pure Ovalidee von mir sieht man, dass gerade der Bahnhof in der Grundidee bis heute erhalten geblieben ist. Tatsächlich hat mir dieses Konzept sehr gut gefallen und daran hat sich auch nichts geändert. Gleichzeitig habe natürlich auch ich inzwischen verstanden, dass weniger oft mehr ist. Zumindest gilt das für die Nebenstrecken, von denen ja schon eine wegrationalisiert wurde und die zweite (im Plan "nach Schattenwalde") ja sehr wahrscheinlich auch keine Zukunft hat. Da kommt dann aber auch das eine zum anderen: Wenn nur noch eine eingleisige Nebenstrecke + der Industrieanschluss übrig bleibt, dann gibt es keinen Bedarf mehr für fünf Personenzuggleise (an drei Bahnsteigen). Das stellt dann mein Basisdesign vom Bhf in Frage, was ich nie antasten wollte. Aber dazu komme ich gleich noch mal zurück.

2. Vielleicht ein Wort zum streng parallel zur Kante geführten Bahnhof: Da habe ich mir schon gedacht, dass das hier nicht auf Gegenliebe stößt. Der Trend ist irgendwie schief reinlegen und dann noch mit leichter Kurvenlage. Ich verstehe auch, dass das fast alle lieben. Ich selbst finde es auch gut, aber für mich ist es kein Muss. Dazu eine Analogie: Ab und zu muss ich mal ganz nicht-bahnbrechende Ergebnisse auf Arbeit veröffentlichen und bin dann immer der Typ, der seine Bilder lieber schwarz-weiß und abstrakt hält, während die KollegInnen alles bunt machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich persönlich ist so eine Diagonal- und/oder Kurvenlage nicht das Maß, weshalb eine Änderung nur in Frage kommt, wenn sich daraus andere, mir wichtigere Vorteile ergeben. Auch dazu komme ich gleich wieder zurück ;).

3. Jetzt noch mal das Wort zu diesem furchtbaren Gleissystem. Mit dem Arnold-System bin ich groß geworden und es war daher noch relativ viel aus Familienbeständen vorhanden. Dazu kam noch Material, das mein Bruder mal aus der Bucht geholt hat, weshalb ich einen schon ziemlich guten Grundstock für das Vorhaben hatte und nicht mehr sooo viel nachinvestieren musste. Trotz allem ist das System ein ziemlicher pain. Mit der Optik kann ich eigentlich leben, das weitestgehende Steckprinzip schränkt ein, aber kann ich auch mit leben (vor Flex hatte ich bis vor ein paar Monaten auch noch erheblichen Respekt), aber die diversen Probleme mit der Leitfähigkeit sind schon anstrengend. Deshalb weiß ich, dass es sinnvoller wäre, einfach zu wechseln. Da ich mich für Finescale etc. noch lange nicht berufen fühle, wäre es halt Peco 55. Es gibt zwei Gründe, weshalb ich den Schritt trotz mehrmaligen Überlegens für diese Anlage nicht gehen wollte: 1) Das Geld (ein eher akutes Problem); 2) dass damit auch der Gleisplan angepasst werden muss.
Wie schon im Eröffnungsbeitrag gesagt, habe ich die Entscheidung für den Hauptteil der Anlage noch nicht abschließend getroffen. Zusätzliche Aspekte: In der Schattenebene ist inzwischen weitestgehend Roco von Fleischmann verbaut - hier war ich schon von den puren Laufeigenschaften gegenüber Arnold positiv erschüttert (= pro Peco). Aber wie ambitioniert bin ich zum Schluss tatsächlich für dieses, erste Projekt, auch wenn es mich ein paar Jahre begleiten wird. Reicht dann vielleicht doch das Arnoldgleis?

4. Noch ein Punkt unabhängig vom Gleissystem: Der Bau ist ja schon recht weit fortgeschritten, aber meine Rampen in die Schattenebene an der Westausfahrt sind ganz schlimm geworden. Das hat sich mir erst beim live-Test mit langen Zügen gezeigt (davor gab es einen Testträger, bei dem war es unauffällig... achja). Das ist ein Thema für sich. Aber hier bedarf es in jedem Fall noch mal einer Überarbeitung (... welche aber eigentlich total unabhängig vom Bahnhof läuft).

Und damit führen sich die Fäden jetzt eigentlich zusammen: Die Frage, ob der Bahnhof eine Chance auf Umgestaltung hat, steht und fällt mit der finalen Entscheidung für/gegen Peco.
Falls es nun doch Peco wird, würde ich über folgende Punkte nachdenken:

  • Den Personenbahnhof ggf. verkleinern (ggf. nur noch ein viertes Gleis, das auch nur noch einseitig mit der Hauptstrecke verbunden ist; wenn überhaupt ein viertes Gleis...).
  • Mit neuem Plan Diagonal- sowie am Westende z.T. Kurvenlage ist möglich. Allerdings würde ich die Diagonale eher von rechts unten nach links oben ziehen. Anders gesagt: Die aktuelle Ostausfahrt der Hauptstrecke werde ich eher nicht überdenken.
  • Eine rechts oben nach links unten Variante (so hattet Ihr es vorgeschlagen) würde ich noch mal überdenken, aber gefällt mir auf Anhieb nicht so sehr. Da spielt auch mit rein, dass wegen der unvollendeten Raumplanung nicht klar ist, ob der L-Schenkel permanent steht, wie breit er ist etc. Die Kurve zur rechts oberen Zimmerecke (wie aktuell) lässt alle Möglichkeiten offen. Die Kurve dort hinten in den L-Schenkel hinein wird ohnehin von einem leichten Hügel verdeckt sein, weshalb eine optische Trennung zum FiddleYard oder was auch immer da noch kommt besteht.
    Klar, man kann jetzt zurecht sagen: "Junge, bei Dir ist weder das Gleissystem, noch die Raumlage geklärt. Warum fängst Du überhaupt an zu bauen?" Darauf wäre die Antwort insb. bzgl. Raum sehr einfach: Ich will nicht erst in fünf Jahren anfangen. Drum versuche ich auch von Anfang an einiges flexibel zu planen (s. Rangiersegment, für das zwei Optionen zur Positionierung bestehen).
  • Eine Idee, die ich schon länger hatte, ist, dass ich vielleicht auf der Westseite die Hauptstrecke zur Eingleisigkeit überführe (so wie es ja in Lübbenau auch der Fall ist, auch wenn Lübbenau selbst kein direktes Vorbild darstellt). Die Idee macht für mich natürlich auch nur Sinn, wenn dann auch die Bahnsteige reduziert werden...


Äh ja, also ich hoffe, dass Ihr schon mal mitnehmen könnt: Eure Beiträge haben durchaus noch mal meine Synapsen angeregt.
Keine Ahnung, ob und was ich daraus mache. Da ich ab morgen erst mal zwei Wochen im Urlaub am Ostseestrand gammel, werde ich vielleicht auch Zeit hinfinden, über die Schlüsselfrage "Peco?" nachzudenken. Eigentlich spüre ich es ja schon seit einem halben Jahr: Der Wechsel ist die logische Variante.
Na mal gucken

Eine Sache habe ich aber nicht mit 100% Sicherheit verstanden @hubedi . Du erwähntest ja die Zweiteilung des Plans und führtest den rechten Bahnhof ins Feld. Um sicher zu gehen: Meinst Du den Bereich mit der Richtungsgruppe oder meinst Du das, was ganz rechts als "Bhf Schönblick" gekennzeichnet ist? Letzteres ist nur mal eine Idee gewesen. Hier wird wahrscheinlich nur FiddleYard + Schleife hinkommen. Falls Du doch den Bereich ganz rechts unten meinst: Richtungsgruppe gehört natürlich zum Hauptbahnhof... etwas ausgelagert. Und der hypothetische Bahnhof Rattendorf wäre eine Idee, um die Nebenstrecke optisch klar getrennt irgendwo enden zu lassen. Hierfür nehme ich mir - falls bekannt - "Manuela's Modellbahn" von diesem großen Videoportal als Vorbild. Sie schafft es mit einem ziemlich kleinen U aus eigentlich nur 6 Kameraeinstellungen 2 Kleinstadtbahnhöfe, 2 freie Strecken und 1 Haltepunkt zu realisieren. D.h. bei der Option "Rattendorf" wäre es eher ein Minisegment, das auch nur durch das Durchbrechen des Horizonts erreicht würde.



So und nun zum Schluss, weil ich es ja schon beim letzten mal meinte: Das schöne finde ich an dem Hobby, dass man auch einfach mit anderen Dingen weitermachen kann. Nachdem ich jetzt schon locker drei Monate das Gleiswendelproblem ignoriere, habe ich vor ein paar Anfänge bei der Dioramaerstellung gemacht, um micht mit den Techniken vertraut zu machen. Das Rangiersegment eignet sich hierfür ganz gut:
Bodengestaltung allgemein, Grundierung, Schottern, Begrünung, Tümpel, Pfützen, Bäume (dank an das Tutorial der Gleiswüste @wolferl65 ... auch wenn hier noch viel von mir nachgesteuert werden muss... vor allem die Stammdicke), rostiger Zaun, dilletantischer Schlagbaum. Das alles ist trotzdem noch work in progress. Es fehlt insbesondere noch deutlich mehr längeres Gras, ein paar Büsche und Bodendecker, Lücken sind ohnehin noch vorhanden (auch im Schotter), Beleuchtung (wenn mal endlich die Pilzleuchten von Brawa wieder verfügbar sind).
Auch wichtig wird es für mich sein, sich mal dem Thema Gebäudealterung anzunehmen. Wahrscheinlich passiert das sogar als erstes nach dem Urlaub. Habe schon Angst.
Der ganze Kram ist umfassend für jede Stufe per Fotos dokumentiert. Weiß aber nicht, ob es irgendjemandem nützt, dass ich davon etwas posten. Hier nur ein paar Auszüge... bis auf das erste (bevor die Nebenstreckentrasse gelegt wurde) eigentlich der mehr oder weniger letzte Stand.

Besten Dank noch mal und Ihr seht: Ich freue mich über Eure Kommentare, aber fühlt Euch nicht zu so langen Texten wie ich sie schreibe genötigt ;).
Bis die Tage/nach dem Urlaub,
Dominik




Stand vor Legung des Trassenbretts für die Nebenstrecke. Eigentlich fand ich es so schon schön großzügig (die "Weite") und habe mich nach Einbau der Trasse dann erst mal wochenlang geärgert.





Bahnübergang Forstweg vor ein paar Wochen. Das Gleis hier vorne würde quasi nach Rattendorf gehen.

Mini-BW/Lokeinsatzstelle für Diesel, das wird später hoffentlich ziemlich abgeranzt aussehen. Mit dem Betonplattenversuch war ich persönlich eigentlich ganz zufrieden, nur beim Schritt, wo das Raster in den Rigips gezogen wurde, musste ich unerwartet weg , weshalb es schnell gehen wurde und nun etwas im Comic-Style krumm eingeritzt ist.





Jo, bisschen kitschig, aber (mit mehr Buschwerk) kann das schon mal so in Brandenburg aussehen. Wie gesagt: die nächsten Bäume müssen anders proportioniert werden; man lernt dazu. Achja, die Trassenmauer ist natürlich hier eine schlechte Wahl. Da kommt später mal was sinnvolleres vor: entweder eine richtig hässliche Spundwand oder Schwellenverschlag.

Das gleiche noch mal von weiter weg, inzwischen mit Pfeiftafel; rechts Tümpel/Wasserreservoir.





EDIT: Nach und nach (Stand Juni 2022) organisiere ich die Galerie um. Es ist möglich, dass ich dabei die Aktualisierung des ein oder anderen Links zum Großformat übersehe. So etwas - falls störend - gern via PN und ich mache ein Update.


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#5 von hubedi , 03.09.2021 10:51

Hallo Dominik,

zunächst zu Deiner Frage ... ich meinte eine optische Trennlienie zwischen dem horizontalen Anlagenteil mit dem großen Bahnhof und den rechten nach oben laufenden Ausfahrten und dem senkrechten Rechteck des L, der den kleinen Bahnhof Schönblick und die Richtungsgruppe beherbergt. Die beiden Rechtecke hängen m.E. optisch nicht zusammen. Nur am oberen Rand verläuft die Nebenbahn - von Dir offenbar mit dickem Stift nachgezeichnet - über diese Trennung hinweg.

Ich hatte bei meinen Überlegungen allerdings noch nicht auf dem Schirm, wie weit der Bau bereits vorangeschritten ist. Ein Umbau käme zu diesem Zeitpunkt einem Teilabriss nahe. Das habe ich nicht bedacht.

Mein Vorschlag, eine eingleisige Hauptbahn zu bauen, beruhte auf der Idee, kostspielige Weichen zu sparen. Ich denke, die Anzahl der Bahnsteiggleise müsste nicht reduziert werden. Ich würde Dir in diesem Zusamnenhang vielleicht die Lektüre der Miba-Spezial Nr 74 "Eingleisige Hauptbahnen" empfehlen. Aber gut, wenn eine zweigleisige Strecke eine Setzung ist, hat sich meine Idee sowieso erledigt. Da bliebe nur noch die von Dir erwähnte einspurige Weiterführung auf einer Seite. Das würde m.E. interessante Betriebssituationen durch den Engpass ergeben ... wie auch immer.

Beim Arnold-System sollte man m.E. die schlechtere Leitfähigkeit durch das Profil aus Edelstahl berücksichtigen. Ich habe seinerzeit auch mit Flexgleisen gearbeitet und jeden Schienenverbinder über angelötete Litzen mit der Fahrspannung verbunden. Das Löten der Profile selbst ist mir auch bei den Schienen aus der letzten Produktionsserie nie richtig gelungen. Aber über die hohe Anzahl an Einspeisepunkten konnte ich auf der Strecke einen sicheren Betrieb ermöglichen. Das Problem bei mir waren die Weichen und hier speziell die Kontakte der Weichenzungen. Hier blieben die Fuhren trotz aufwendiger Pflege oft stehen. Die bereits erwähnten DKW habe ich alle von meiner Anlage verbannt.

Der parallele Streckenverlauf im Bereich der Bahnhöfe lässt die Bahn immer etwas streng aussehen. Dynamischer wird es, wenn die Anlagenkante nicht so gerade und rechteckig verläuft. Den Übergang zwischen den beide Schenkeln könnte man vielleicht ausrunden oder als Polygon ausführen. Vielleicht kann man den Anlagenrand noch leicht abschrägen oder Aus- bzw. Einbuchtungen vorsehen. Das würde die Anlage sicher dynamischer erscheinen lassen. Aber das kann ich von hier aus schlecht beurteilen, ohne den Raum in Augenschein genommen zu haben.

LG
Hubert


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#6 von berlina , 03.09.2021 23:23

Hallo noch mal,
bevor es dann wirklich in den Urlaub geht, schiebe ich ein paar Fotos und Erläuterungen zum Ist-Zustand nach. Es gab ja ein paar Missverständnisse.



Raum und Segmente

Bild entfernt (keine Rechte) Das ist noch mal ein Teil des Raumes. Zu sehen sind die Hauptsegmente (West, Zentral, Ost) aufgebart. Westen=vorne bzw. Ost=Fenster. Man sieht, dass das Westsegment nicht rangeschoben ist und noch Platz für ein schmales, weiteres Segment verbleibt. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, z.B. die Nebenstrecke "Schattenwalde" mit kleinem Fiddle-Yard im Gleisplan aus dem Eröffnungsbeitrag einfach wegzuschwenken. Der Platz wird so oder so verwendet werden, da die Abfahrt in die Schattenebene aktuell nicht richtig funktioniert (dazu gleich noch mal mehr Bilder).
Noch mal zur Erinnerung: Keine offene Rahmenbauweise! Habe ich sehr bewusst gewählt. Die Konstruktion ist natürlich dadurch etwas klobiger und schwerer (ohne dabei stabiler zu sein). Das passt aber so. Ein anderes Szenario würde ich in fernerer Zukunft mit der Rahmenbauweise angehen (die ist ausdrücklich kein Hexenwerk für mich). Wahrscheinlich auch bereits die noch verbleibenden Segmente.
Fun fact: Das Zentralsegment ist meine recycelte Kinderplatte, aber nun um Schattenebenen-Unterbau erweitert.

Bild entfernt (keine Rechte) Der Vollständigkeit halber auch jetzt schon mal: Ein Blick unter das Zentralsegment, um den Zugang zur Schattenebene (in ihrer Tiefe) zu zeigen. Kann so wie hier zum Abstellen von Zeug genutzt werden. Jetzt während der Bauarbeiten sowie später bei Betrieb natürlich freigeräumt. Erinnerung: Oberfläche Anlage liegt bei 1,1m, d.h. man muss hier unter dem Tragebalken bei ca. 85cm unten durch. Ich muss mir da mit meinen Jahren noch nicht die Gedanken machen und muss sogar sagen: Mit Schemel darunter sitzen und arbeiten gut sehr gut.

Bild entfernt (keine Rechte) Hier ein erster Blick auf die Situation an der Ostausfahrt mit vorgelegten Gleisen, die hinten auch in der Luft hängen.

Bild entfernt (keine Rechte) Und hier sieht man als Ergänzung den Platz, der noch übrig bleibt, um in den dünnen L-Schenkel für den FiddleYard zu schwenken, der dann rechts vorm Fenster wäre. Aber wie schon gesagt: Wie dieser L-Schenkel gestaltet wird, ist z.Zt. gar nicht so entscheidend. Für den Beginn werde ich hier in die Ecke wohl nur eine temporäre Kehrschleife bauen. Übrigens: etwa zwischen Glühbirne und Lampenknick wäre zur optischen Trennung ein Hügel. Das Segment dafür wird nicht so wie die Hauptsegmente 1m tief sein, sondern nur ca. 75cm.








Wie weit ist der Bau tatsächlich

Bild entfernt (keine Rechte) Der Vorteil der Plattenbauweise ist nun, dass die Möglichkeit tatsächlich noch besteht, ohne nennenswerte Verluste den Gleisplan anzupassen... wenn ich das denn tatsächlich möchte. Dazu hier zu sehen: Es liegt eine dünne Pseudo-Bettung (dabei ging es mir nicht um Geräusche, sondern nur eine Basis für eine kleine Absetzung vom Boden. Die Gleise sind darauf z.Zt. vernagelt und daher auch recht einfach wieder zu entfernen. Gründe fürs Nageln waren: Primär wegen der Frage, ob doch Wechsel zu Peco. Sekundär: Ich traue diesen ganzen mimosigen Gleisverbindern nicht. Kleine Lageänderung und der Saft leitet nicht mehr über -.-

Zwischenfazit: Es ist noch möglich, etwas am Gleisplan zu deichseln. Dies gilt für die Hauptsegmente. Das Rangiersegment, von dem ich im letzten Beitrag Fotos gezeigt habe, hingegen ist bereits in der Ausgestaltung (auch endgültig mit Arnoldgleis, aber ein Systemwechsel wäre für mich total egal), kann aber an zwei verschiedenen Orten angeflanscht werden. Für die Hauptsegmente gibt es schon sehr fortgeschrittene Ideen für die Ausgestaltung, es ist aber noch keine einzige Grasfaser geflogen.





Unabhängig von allem zu überarbeiten: Rampe nach Schattenebene

Bild entfernt (keine Rechte) Zur Rampe: Die beginnt im Westsegment mit dieser "Ohrmuschel". Das Segment wird in das Zentralsegment eingeschoben. Man sieht den Vorsprung, der dann in die Schattenebene des Zentralsegments reinragt. Im allerersten Versuch ging die Rampe ausschließlich über diesen Vorsprung in eine weitere Runde. Hier ist aber meine gewählte Bauweise etwas umständlich gewesen und es gab einiges an (Entgleisungs)problemen.

Bild entfernt (keine Rechte) Ich habe mich - nicht allein deshalb - dazu entschieden, das ganze anders zu machen. Das hier ist noch eine Skizze, die damals schnell für Diskussionszwecke gekleckst wurde. Banal: Die immer noch zweigleisige Strecke geht am hinteren Rand des Zentralsegments auf eine gerade Rampe. Am Innengleis habe ich, wie hier schon angedeutet, eine Weiche in "den alten Wendel" gelassen, über den ich dann direkt die Wendeschleife für den Schattenbhf implementieren wollte. Ganz wichtig: Für mich persönlich ist eine Wendeschleife Unsinn. Das ist nur etwas, was ich bei Besuch (insb. Kindern) schalte.
Der Sinn, weshalb ich zweigleisig im Untergrund weitergehe - das ist an für sich nur pain, ist der Platz doch begrenzt (-> kleine Radien) - ist die Kapazität. Dadurch kann man den Bahnhof einfach mehr bombardieren, wenn man zu mehreren fährt.

Bild entfernt (keine Rechte) Nicht sonderlich spektakulär, nur für's Protokoll: Der Beginn der "langen" Rampe (lang ist relativ). Natürlich unverbaut. Ab dem Gefälle in der "Ohrmuschel" fahre ich auf Roco vertrieben durch Fleischmann. Der alte Wendel (perspektivisch also Kehrschleifenfunktion für Schattenbhf) ist Arnold geblieben, da ich keinen Bock hatte, da noch mal ernsthaft ranzugehen. Über diesen Wendel muss nicht weiter geredet werden, denn wenn er nicht funktioniert, mache ich im Untergrund die Kehrschleife ganz anders.
Was man aber auf dem Foto auch sieht ist die Weiche rechts. Es war stupides Wunschdenken, dass die einzig bei mir verfügbare Roco-Weiche für diese brisante Stelle verwendet werden könnte. Es handelt sich um eine R1-Weiche aus einer Startpackung. Funktioniert wirklich richtig gar nicht mit 6-achsigen Loks. Das ist der erste Grund, weshalb das ganze noch mal angefasst werden muss.

Bild entfernt (keine Rechte) Die Rampe verbaut. Sooo, der Thread-Titel soll ja auch Programm sein. Ich mache mir durchaus immer einige Gedanken vor der Umsetzung, aber wähle auch mal gern sehr simple Wege. Jetzt mag man denken, dass das alles komisch und fragil etc. aussieht. Tatsächlich stehe ich hier aber voll hinter. Die Segmente können alle ziemlich fix auseinander genommen werden und es gibt eine klare ToDo-Liste dafür (zusammenfügen natürlich genauso). Auch wenn kein Umzug ansteht, war mir das wichtig, weil ich weiß: Wenn ich baue, dann muss man das vielleicht noch einige male fitten. Die Rampe hängt nun also an drei Stellen mit Gewindestange an der Platte (Oberfläche). Gegen Torsion dienen zwei Paare à nach unten ausgerichteter Stangen. Eines ist zu sehen. Das funktioniert gut.
Ups... Durchfahrthöhe ganz schön knapp. Aber geht schon. Wird perspektivisch eh noch mal unkritischer.
Das zweite Problem mit der Rampe ist nun natürlich auch die... Steigung. Ich hatte mal im Vorfeld mit einem Testträger Versuche gemacht, die alle ganz vielversprechend waren. Mit drei DoStos haben die Loks fantastische Steigungen überwunden. Deshalb dachte ich, dass es hier keine Probleme geben wird. Den Wert habe ich gar nicht mehr im Kopf, aber lasst ihn mal bei etwas über 5% liegen und oben in der Ohrmuschel noch mal ein Punkt mehr. Ich habe vorher viel Foren gelesen und wusste, dass davon abgeraten wird. Wie gesagt: Der Test hat mir gesagt: Sooo lange Züge fahre ich gar nicht, dass das nicht zum Schluss klappt.
Leider kommen dann einige Loks mit 4 Waggons eben doch nicht mehr hoch. Und ich gebe zu: Es war ein dummer Denkfehler von mir, dass man das Verhalten irgendwie linearisieren könnte. Pustekuchen. Tatsächlich machen die gerade Rampe noch die Hälfte mit 5 Waggons mit, steigen dann aber in der Ohrmuschel aus. Da kommen dann die Radien dazu.
Zwischenfazit: Umbau notwendig. Ich werde daher zwischen Zentral- und Westsegment sehr wahrscheinlich ein Segment zwischensetzen. Dieses mal werde ich auch viel mehr probieren. Ist jetzt auch sehr viel einfacher zu testen, denn ich muss ja zunächst nur Bretter zwischenhängen.
In diesem Zusammenhang könnte es imo sogar sinnvoll sein, den Bahnhof nach Westen hin in eine Kurve zur Wand hin zu legen (oder halt die komplett diagonale Variante), da ich dann noch mal gut einen halben Meter bekomme (Einstieg in die Rampe dann nicht C-förmig, sondern schleifenförmig). Mal gucken, wann ich Lust habe, mich an dieses Problem zu setzen. Erst im Herbst wohl.

Bild entfernt (keine Rechte) Erster Schattenbhf, nicht weiter spektakulär. Die hinteren Gleise wären in der Tiefe unter der Anlage noch verlängert. Das rechte Gleis zweigt theoretisch in Richtung alten Wendel (Kehrschleife) ab und könnte noch auf wandseitig gelegene Abstellgleise verteilen.

Bild entfernt (keine Rechte) Auch der Schattenbhf ist ziemlich fix ein-/auszubauen. Die Schnittstellen zur Rampe z.B. sind trivial. Der Kabelsalat (da bin ich nicht so ordentlich) ist mittlerweile mehr oder weniger an der Decke fixiert. Achja, bei der Gelegenheit: Die Weichen sind schon alle (analog) angeschlossen.

Bild entfernt (keine Rechte) Der Absturzschutz besteht einfach nur aus eingefärbten Kartonstreifen, die (eigentlich nicht so wie rechts zu sehen) mit diesen Spreizklammern für gelochte Seiten fixiert sind. Geht schnell abzunehmen. Ich bin übrigens der Meinung, dass man die Schattenebene nicht komplett grau lassen sollte. Das ist in meinen Augen immer noch nutzbare Fläche, auch wenn man da nicht ins Detail gehen muss. Vielleicht gibt es ja mal ne Kamerafahrt - mein erster, schneller Kamerawagenbau hat leider eine etwas zu große Kamera - und dann sieht das im Vorbeifahren doch vielleicht sogar fast wie auf einer Strecke durch den Wald in der Dämmerung aus!?
Achja ganz wichtig, einen Absturzschutz werde ich ab sofort immer zuerst einbauen. Es gab bei Tests schon Schäden, die sogar auf Video festgehalten sind. Zum Glück alles dilletantisch reparabel.

Bild entfernt (keine Rechte) Blick von oben/Westen von der Ohrmuschel in die Rampe. Rechts die Weiche des Todes, die dann mit dem nächsten Versuch ersetzt wird.












Noch ein paar Worte zum Betriebskonzept

Bild entfernt (keine Rechte) Dieses Bild eigentlich nur, um etwas klarer zu machen, was das Betriebskonzept ist:

  • Gleis 1 = Hausbahnsteig, variabel nutzbar (dort, wo die Zeitungen liegen).
  • Fernbahn auf Gleis 2/3 (dort ist der bunt zusammengewürfelte IR mit 120 auf Gl. 2).
  • Gleis 4/5 Regio mit i.d.R. nur drei Waggons (oder kürzer), hier aktuell auf Gl. 4. Da der Platz nach Westen heraus ja begrenzt ist und die Strecke nach aktueller Planung noch zweigleisig weitergeht, ist hier auch die DKW. Es muss keine DKW sein! Der einzige Vorteil ist, dass bei meiner analogen Fahrweise (die bestromten Blöcke sind bei mir sehr speziell) Gleis IV und V unabhängig voneinander von Westen her kommend befahren werden können. Ich habe tatsächlich schon eine 15° Kreuzung für den nächsten Umbau dort eingeplant. So ist es analog auf der Ostseite schon von Anfang an gelöst. Effektiv sind es damit nur noch drei DKW, die bislang keine Probleme bereitet haben. Aber ich sollte ja auch schlauer werden: Was ich mache, ist alles noch Test und kein richtiger Betrieb...
    Die Regios können von beiden Seiten kommend sehr komfortabel hier enden. Von Gl. 4 lässt sich nach Westen zurückfahren über die DKW. Nach Osten raus gibt es für beide Gleise freie Wahl bei der Einfahrt. Wenn man sich meinen Gleisplan gaaaanz oben anschaut: Dort geht nach SW und SO ja jeweils eine Nebenstrecke ab. Aktuell können die Regios daher auch von Nebenstrecken kommend in beide Richtungen der Hauptstrecke einfädeln. Das lässt sehr viele Optionen offen und rechtfertigt damit vielleicht das Grundkonzept vom Bahnhof. Kopfmachen ist jeweils über das andere Gleis oder ein freies Abstellgleis (z.B. bei der 151) möglich.
  • Noch mal zum Stichwort Genese: Am Anfang war mir der Personenverkehr noch sehr viel wichtiger. Inzwischen habe ich eine Leidenschaft für Zugbildung entwickelt. Die Idee eines Ablaufbergs ist erst später gekommen und mit ihr dann auch das Rangiersegment. Wenn es um die Frage geht: Was von beidem ist wichtiger? Dann bin ich jetzt beim G-Zug. Der wurde in dem Bhf-Konzept anfangs nur wenig berücksichtigt. Hier gibt es nun an der Plattenkante die Gleise 6-8 (Gl. 8 hier nicht ausgelegt... ist später auf einem schmalen, angeflanschten Brett). Das ganze reicht aus, weil es ja gerade das Rangiersegment "mit mehr" noch gibt.


Das Betriebskonzept geht noch viel mehr ins Detail, aber das ist an dieser Stelle glaube ich dann tatsächlich noch nicht wichtig.

Und weil ich bisher nur die erste Variante gezeigt hatte, lade ich jetzt mal eine Darstellung der sehr viel wahrscheinlicheren Alternative hoch:

Bild entfernt (keine Rechte)

Hier ist nun also das Rangiersegment nicht mehr rechts unten, sondern links, also an das Westsegment angeflanscht. Zur Erinnerung: Der nutzbare Platz im Raum wird durch einen Schrank für Großutensil begrenzt (der ehemalige Käfig). Dieser müsste für diese Variante etwas verschoben werden... prinzipiell machbar. Rein theoretisch kann dort dann auch die eingleisige Nebenstrecke, die über das Rangiersegment führt, optisch getrennt eines Tages enden. Allerdings ist das aktuell nicht so wichtig.
Mein bisheriges Konzept ist in dieser Skizze noch mal durch ein paar Infos analog zur Auflistung erläutert.
Die Möglichkeit, den Bahnhof diagonal oder in einer Kurve zu führen, ist hier nicht enthalten, da sie von mir nie wirklich gewünscht war. Aber s. oben, unter gewissen Randbedingungen würde ich dem noch mal eine Chance geben.



Zusammenfassung & Fazit:

  • Sowohl die räumlichen Randbedingungen als auch der Ist-Zustand der Anlage konnte ich Euch jetzt hoffentlich vervollständigen.
  • Die Änderung des Gleisplans vom eigentlich Bhf ist ohne relevante Verluste möglich. Nicht zuletzt auch durch die primitive Plattenbauweise.
  • Ich persönlich sehe wie zuvor erläutert keine dringende Notwendigkeit (für mich), den Plan zu ändern, aber wurde noch mal zum Nachdenken gebracht. Die Entscheidung hängt aber konkret davon ab
    a) ob ich zu Peco Code 55 wechsel
    b) oder ob nur ein Redesign meine Probleme mit der Überführung in die Schattenebene lösen.
  • Die Bauarbeiten für die Rampe setze ich mal grob für Ende Oktober an.
  • Wie schnell ich die Entscheidung Arnold/Peco fälle, weiß ich aktuell gar nicht. Kann Ende September sein, aber auch erst zu Weihnachten. Dieses Jahr wirds noch.



Für den Fall, dass es eine Gleisplanmodifikation wird, beziehe ich Euch sehr gern dabei mit ein. Der Ball liegt jetzt aber zwangsläufig mal bei mir, die letzten beiden Punkte zu lösen.
Ich freue mich natürlich auch in der Zwischenzeit über Anregungen (und es gibt ja auch das Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein"), aber wenigstens die nächsten zwei Wochen bin ich im read-only Modus in Euren Threads unterwegs ;).

Allerbesten Gruß aus B und bis bald
Dominik


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#7 von hubedi , 04.09.2021 01:58

Hallo Dominik,

vielen Dank für die Bilder und die ausführliche Erläuterung des aktuellen Standes. Da lag meine letzte Vermutung gar nicht mal so daneben ... es wäre ein ziemlicher Umbau notwendig, um den Streckenverlauf grundsätzlich zu ändern.
Auf der anderen Seite machst Du Dir beim Bau eine Menge Arbeit und wenn es dann hinterher doch nicht gefällt, ist der Ärger über verpasste Chancen bestimmt nicht kleiner als der Umbauaufwand. Also rate ich zu einem gepflegten Nachdenken im Urlaub.

Hm ... zwei Sachen sind mir in Deinem Bericht allerdings aufgefallen, die Dir offenbar selbst nicht geheuer erscheinen. Da ist zunächst einmal die wahrlich sportliche Steigung. Du sprichst von über 5% mit einem weiteren Bonuspunkt ausgerechnet in der Kurve. Das sind ja zusammen ... warte mal ... ich wills ohne Taschenrechner probieren ... 5% ... noch einer im Sinn ... macht ziemlich genau 6%!
Boh, hoffentlich hast Du ausschließlich Zugmaschinen eingekauft, die bereits bei einer olympischen Kraftsportart mindestens eine Medaille gewonnen haben ... nee, besser gleich Goldmedaillen. Bei meiner Anlage sind es gerade mal 1,5 bis maximal 2%. Die Mark Michingen ist offenbar nur was für die Weicheier- und Loserloks, oder so.

Das musst Du ändern. Damit wirst Du im Betrieb keine Freude erleben.

Die 24°-Weichen im Untergrund halte ich ebenfalls für ein Tabu. Und weil wir schon dabei sind: Der Radius R1 sollte modellgesetzlich verboten werden. Allenfalls in Sonderfällen wie einer Hutkrämpenanlage dürfte er nach strenger Prüfung durch den Modell-TÜV und unter Auflagen bei volljährigen Modellbahnern zum Einsatz kommen. In diesem Modellbahnzimmer muss dann zwingend ein Warnhinwris angebracht werden, der auf die betrieblichen Folgen und den Haftungsausschluss bei gesundheitlichen Konsequenzen für den Betreiber der Anlage hinweist ...

Viel Spaß im Urlaub und LG
Hubert


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zuletzt bearbeitet 04.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#8 von Schwellenzähler , 04.09.2021 08:11

Moin Dominik,

als eingefleischter N-Bahner stelle ich zuerst mal schnellstens den Fuß in die Tür Zugegebenerweise hat mich der Titel deiner Anlage "angefixt", verfolge ich doch im seid Langem eine TT-Anlage mit fast gleichem Namen.

Bezüglich der von dir verwendeten ARNOLD-Gleise kann ich persönlich nix negatives sagen, habe ich doch bis 2001 ebenfalls eine recht große Anlage ( 310 x 110 cm ) mit diesem System in Betrieb gehabt, welche leider durch einen Unfall (Brand) ein jähes Ende nahm. Ich hatte nie wirklich Kontaktprobleme, und auch mit den DKW ging es recht passabel. Allerdings war die Anlage analog betrieben, und bekannterweise fallen dort Kontaktschwierigkeiten etwas seltener auf, als im doch recht empfindlichen Digitalbetrieb.
Nun schreibst du, das du es in Erwägung ziehst,auf das PECO Code 55-System umzusteigen.
Hierzu kann ich dich nur ermutigen! Nicht nur das die Gleise optisch ein Quantensprung sind, auch die Betriebssicherheit der Weichen ist hervorragend, und Rangiermanöver mit kleinen Loks machen nun richtig Spaß!
Ich werde nach den guten Erfahrungen auf meinem Nebenbahnanbau noch dieses Jahr damit beginnen, meine Hauptanlage ebenfalls mit PECO komplett neu aufzubauen, denn die z.Zt. verwendeten Fleischmann-Weichenkrücken verderben trotz sorgfältiger Verlegung jeglichen Spaß am Fahren

So, nun wünsche ich dir noch einen schönen Urlaub,

Gruß

Carsten


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zuletzt bearbeitet 04.09.2021 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#9 von berlina , 13.12.2021 21:58

Hallo zusammen,

zunächst ein großes Sorry dafür, dass ich nach meiner Threaderöffnung satte drei Monate verstreichen lassen habe.
Nein, das sollte keine Eintagsfliege sein, sondern es geht durchaus weiter.
Leider gab und gibt es an beruflicher und privater Front momentan sehr viel zu klären.
So war nach gut eineinhalb Monaten zwar wieder etwas Zeit und Lust zum Weiterbauen zurückgekehrt, aber der Wille zur Mitteilung über den Fortschritt hat total gefehlt.
In Zukunft kommt mal wieder öfter etwas, wenngleich ich noch nicht weiß, ob es regelmäßig im engeren Sinne sein wird.

Heute möchte ich einen Überblick über die Entscheidungen und Tätigkeiten seit Ende Oktober geben. Details werden, wo nötig, gesondert nachgereicht. Trotzdem schon mal ein dickes Sorry, weil der Post nun sehr laaaang(weilig?) geworden ist.
Darum hier eine Agenda:

  • 1. Die offenen Fragen - und eine Vorgeschichte
  • 2. Issue 1: Wechsel auf Peco55?
  • 3. Issue 2: Umbau der Rampe?
  • 4. Rangiersegment nun angeflanscht + provisorische Kehrschleifen -> Betrieb möglich!
  • 5. Strom Weichen und Fahrbereiche
  • 6. Preview
  • 7. Fazit und nächste Schritte


Ich werde versuchen, mich nicht zu sehr zu verlieren, ... na mal gucken.


1. Die Vorgeschichte: Spontaner Betriebstag im Oktober

Nach meinen ersten Beiträgen Anfang September fuhr ich in den Urlaub. Mit im Gepäck waren - neben viel Off-Topic-Kram - die offenen Fragen:
a) Wechsel ich auf Peco Code 55, um die Probleme mit den Arnoldgleisen zu beheben (insb. Kontaktprobleme)?
b) Und was mache ich mit der Rampe, an der im Frühsommer einige Züge hingenblieben?
c) Und werde ich dementsprechend den Gleisplan noch mal ändern?

Unverhofft bekam ich Mitte Oktober Besuch von einem guten Freund und wie es der Zufall so will ebenfalls MoBa-begeisterten Freund aus Westdeutschland. Der wollte unbedingt den Stand von Granitz begutachten.
Da er schon vormittags auf der Matte stand und bis open end Zeit hatte, ist das ganze in einer allerersten Betriebsorgie geendet.
Dazu wurde mit Kartonunterlagen schnell eine Wendeschleife an der bisher im Nichts endenden Ostausfahrt improvisiert, um überhaupt vernünftig in den Güterbereich des Bahnhofs manövrieren zu können.
Zur Erinnerung: Die Westausfahrt führte bereits über die fragliche Rampe in den Schattenbahnhof.

Nach einiger Zeit haben wir festgestellt, dass die eingesetzten Loks immer agiler werden. Der Betrieb hat die Gleise mal grundgereinigt und manch eine Lok wahrscheinlich auch mal wieder etwas eingefahren.
Trotzdem gab es einiges an Entkupplungsproblemen auf der Rampe. Insgesamt waren dann eher kurze Züge im Einsatz, mit denen die Probleme sich in Grenzen hielten.

Am nächsten Tag wagte ich mich selbst noch mal ran und schickte einen (für Granitz-Maße!) langen Zug die Rampe hoch: konkret eine Roco BR 112 mit sieben DoStos.
Verblüffenderweise lief das ohne weitere Probleme. Wiederholungen bestätigten die Beobachtungen.
Insgesamt war bis hierhin also die Erkenntnis: Könnte ja doch alles (erstmal?) gehen.



2. Issue #1: Peco55?

Seit dem kleinen Fahrtag bis heute reicht die Gleisreinigung prinzipiell für einen vernünftigen Fahrbetrieb aus. Starke Langsamfahrt kann die Ausnahme bilden, allerdings sind hier auch große Unterschiede zwischen den Loks vorhanden. (Erinnerung: Fuhrpark ist fast durchgängig gebraucht.)
Die relevanten Loks kommen außerdem im Regelfall auch mit 6 Waggons - mehr Kapazität ist im Hbf mit Ausnahme von Gl.1 leider nicht vorhanden - die Rampe hoch.

Insgesamt sehe ich daher aus technischer Sicht keine Notwendigkeit für einen Wechsel des Gleissystems.
Aus ästhetischer Sicht bleibt Code 55 (oder natürlich gar 45) reizvoll. Das reicht für mich aber für dieses Projekt nicht aus, alles zu wechseln.
Die Kostenfrage ist dabei nicht ganz unbedeutend, aber zum Schluss nicht entscheidend.
Viel wichtiger ist tatsächlich, dass ich nicht wieder von vorne beginnen möchte, sondern schon bald einen Zustand erreicht haben möchte, der zum Fahren taugt.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass ich in den nächsten Jahren so viele großzügige Zeitfenster für den Bau habe wie in der jüngeren Vergangenheit.
Und selbst wenn... rausreißen kann man immer - unglaublich viel verliere ich nicht, wenn ich mich doch noch mal umentscheiden sollte (was ich aktuell nicht glaube).

Da das Gleissystem nicht gewechselt wird, bleibt auch der Gleisplan erhalten. Die Vorschläge, den Bahnhof schräg oder in eine Kurve zu legen, hatte ich beherzigt, lege sie aber ad acta.
Ehrlich: Ich bleibe auch mit der parallelen Ausrichtung zur Anlagenkante zufrieden (auch aus schon früher genannten Gründen). Trotzdem noch mal vielen Dank für Euren Input!




3. Issue #2: Neubau der Rampe

Auch wenn die Bergfahrten momentan alle - zumindest was das Leistungsvermögen der Loks betrifft - ganz gut laufen, bleiben Probleme.
Es gibt zum einen spontane Entgleisungen und zum anderen Entkupplungen. Das geschieht beides eigentlich immer an den gleichen Stellen. Das Entkuppeln lässt sich darüber hinaus auch ziemlich eindeutig auf bestimmte Wagen zurückführen (zähe Drehgestellte u.a.).
Ich gehe davon aus, dass eine mildere Gleisführung im Sinne vom Zusammenspiel zwischen Steigung und Kurvenradien hier helfen wird.
Das heißt also: die Rampe, insbesondere der kurvige Teil, sollte überarbeitet werden.

Dieses Problem wird zu einem bisher unbestimmten Zeitpunkt noch mal angegangen.
Ob das ganze früher oder später passiert, hängt vom Leidensdruck beim Betrieb in den nächsten Monaten ab.

Die Lösung wird sich wahrscheinlich darauf beschränken, die Westausfahrt vom Bahnhof einen Tick großzügiger zu gestalten (wir reden hier von 20...30cm mehr Ausdehnung nach Westen), dabei auch schon sachte ins Gefälle zu überführen und insgesamt die Steigung in der Kurve am oberen Rampenbeginn zu reduzieren.
Nach Möglichkeit wird hier auch noch im Radius nachgebessert. Die R1-Weiche im Innenkreis, die ich in vorigem Post schon mal erwähnt hatte, wird dann entfernt - der Abzweig ist mittlerweile eh obsolet. Auch wenn die Weiche den 6-achsigen Loks inzwischen keine Probleme mehr macht, schmeißt gerade sie auch gern mal den ein oder anderen Wagen raus.

Insgesamt wird diese Umgestaltung dann hoffentlich auch einen Tick vom Oval-Eindruck der Anlage wegnehmen, da das ganze dann nicht mehr so gedrungen wirkt.
Auch wenn sich an der Grundgeometrie nichts ändert. Aber mal gucken, was das für den Eindruck bedeutet.



4. Rangiersegment & Kehrschleifen

In den ersten Posts hatte ich schon Fotos vom Rangiersegment gezeigt (bereits in Ausgestaltung).
Ich wusste damals noch nicht, wo es final stehen wird. Es gab deshalb zwei Varianten des Gleisplans.
Aus mehreren guten Gründen habe ich mich dazu entschieden, dass es nicht die erste Variante wird (Anlage hätte dann eine Art F-Form).
Stattdessen kommt das Rangiersegment nun links neben die Westausfahrt - die Anlage bleibt somit ein L, wobei der L-Schenkel in Relation zur Gesamtlänge eher ein Stummel ist.

Das ist sowohl von der Optik her als auch für den Betrieb ein bisschen schade, aber die Zimmerplanung war hier das wichtigste Argument.
in der F-Konfiguration wäre es schon nervig gewesen, überhaupt ans Fenster zu kommen (entweder durchzwängen oder kriechen...). Das Gästebett hätte verschoben werden müssen, ob das überhaupt passen würde, ist bis heute nicht klar... mit dem einfachen L bin ich auf der richtigen Seite und plane nun sicher für die nächsten Jahre ;)

Hier ist nun der aktuelle Gleisplan (kleinere Ungenauigkeiten im Gleisverlauf sind wegen des Tools enthalten + Industrieanschluss noch nicht fix):

Bild entfernt (keine Rechte)

Auch wenn sich jetzt fast alles nur die Wand entlang abspielt, gibt es einen entscheidenden Vorteil:
Die über das Rangiersegment führende, eingleisige Nebenstrecke kann eines Tages im Gepäckschrank enden (ehemaliger Rattenkäfig, Selbstbau aus Holz).
Hier steht mit von 60cm*80cm zwar nicht sooo viel Fläche zur Verfügung, aber es wird reichen, um einen Kohlezug zu verstecken und einen sehr kleinen Bahnhof für kurze RBs (max 2 Waggons) darzustellen.

Ein Provisorium möchte ich gern schon im Frühling 2022 erstellen (quasi als Mini-FiddleYard).
Finale Trasse und Ausgestaltung ist aber niedrige Priorität und für "in ein paar Jahren" gedacht... bleiben wir halt mal realistisch ;)


Weiterhin wurde im Schattenbahnhof eine Kehrschleife eingebaut.

Die Kehrschleife oben rechts, d.h. an der Ostausfahrt, wurde vorläufig auf ein neues Segment genagelt, das später mal die eigentliche Trasse der Hauptstrecke fortführt.
Diese Kehrschleife ist im Gleisplan nicht zu sehen, aber auf nachfolgenden Fotos enthalten.
Dort ist außerdem auch schon die Kurve der finalen Trasse in Vorbereitung.
Dies alles ist nur eine Übergangslösung, denn eigentlich möchte ich relativ früh im neuen Jahr dann ein abklappbares FiddleYard-Segment vor das Fensterbrett setzen.

Hinweis: Eigentlich brauche ich persönlich die Kehrschleifen nicht... die gibt es ja in der Realität i.d.R. auch nicht.
Sie macht aber gerade für den Betrieb mit Gästen, insb. umsichtigen Neffen und Nichten durchaus Sinn, denn dann kann man einfach mal ohne viel Aufwand etwas im Kreis rauschen lassen.

Bild entfernt (keine Rechte)

Das zusammengeflickte Foto zeigt den Ist-Zustand sowie eingezeichnet die weitere Planung. (Nicht explizit eingezeichnet ist die kurze Fortsetzung links in den Käfigschrank hinein.)

Trotz allem möchte ich im frühen 2022 gern an Stelle der östlichen Wendeschleife die eigentliche Trasse bis zum Kurvenende haben.
Fernziel ist es, dass sich dem dann eine Paradestrecke in Modul-Bauweise anschließt - das ist dann direkt vor dem Fensterbrett.
Dahinter sollen dann die Gleis zusammengeführt, über einen Wendel in die -1 Ebene geführt und wieder am Fensterbrett zurück in einen FiddleYard geführt werden.
Dieses Gesamtpaket ist aber ferne Zukunft. Stattdessen soll der FiddleYard zunächst als abklappbares Segment an das Kurvenende der Trasse gesetzt werden (dann gegenüber der Zeichnung 180° gedreht).




5. Strom für Weichen // Trafobereiche

Nachdem mein Kumpel da war, habe ich die Notwendigkeit gesehen, so schnell wie möglich die Weichenantriebe anzuschließen.
Zur Erinnerung: Es handelt sich um Oberflurantriebe, die Schaltung ist analog.
Hier das vorläufige "Pult"... ich weiß, das ist wahrscheinlich das lächerlichste, was hier seit langem gesehen wurde, aber es ist erst mal funktional, dient als Arbeitsnachweis und soll das Konzept noch mal unterstützen.


Bild entfernt (keine Rechte)

Der Anlagenbetrieb läuft über drei Trafos.
Die ersten beiden Trafos versorgen jeweils die Regelgleise der zweigleisigen Hauptstrecke sowie ein weiteres Gleis im Hbf.
Jeder Trafo steuert zudem einen FiddleYard (Schattenbhf bzw. künftiger FiddleYard am Fensterbrett).
Die Weichen im Hbf-Bereich werden über die untere Schaltpultzeile auf dem Brett (Foto rechts oben) bedient. Dabei teilt es sich auch logisch in West- und Ostausfahrt auf.
Die beiden Schaltpulte darüber dienen dazu, den Fahrstrom in bestimmten Bestromungsblöcken abzuschalten.
Sinn und Unsinn dahinter ist, dass ich das alles später mal mit einer eigenen PC-Software steuern möchte (aber analog). Ich erwähnte so etwas bereits in vorigen Posts...

Das kleine Breadboard ganz rechts ist für die Weichen im Schattenbahnhof. Es kann abgenommen werden.
Insgesamt ist nämlich der Gedanke, dass "Mitspieler" bestimmte Aufgaben übernehmen können und sich damit auch räumlich etwas separieren können.
So kann sich z.B. der Fahrdienstleiter vom Hbf mit den vier Schaltpulten um den Personenverkehr bzw. die Ein-/Ausfahrtsgleise von Granitz Hbf kümmern.
Ein zweiter Spieler kann die Schattenbahnhöfe übernehmen.

Der dritte Mitspieler könnte hingegen alles managen, was im groben zum Rangierbetrieb gehört: dieser läuft über Trafo 3, inkl. der eingleisigen Nebenstrecke nach Westen raus.
Das lange Breadboard links steuert die Stromblöcke des Rangier-/Nebenstreckenbereichs sowie die Weichen, die noch direkt im Bahnhofsbereich liegen (bisher nur eine angeschlossen).
Das kleine Breadboard steuert die Weichen vom Rangiersegment, d.h. die Weichen in die Richtungsgruppe hinein. Man erinnere sich, ich habe das schwachsinnige Ziel, einen Ablaufberg zu integrieren.
Dafür hängt dieses kleine Breadboard an recht langen Drähten, so dass sich der Verantwortliche ziemlich frei bewegen kann.

Hier noch mal der Versorgungsbereich der Trafos zusammengefasst:
  • Trafo 1 = Hauptstrecke Richtung: Ostausfahrt (SB) -> Granitz (GR) -> Schattenbhf (SJ) ; versorgt auch den eigentlichen Schattenbahnhof, mit Ausnahme des Kehrschleifenblocks SJ4
  • Trafo 2 = Hauptstrecke Richtung: SJ -> Granitz -> SB ; versorgt den Kehrschleifenblock SJ4 + perspektivisch den FiddleYard im Osten
  • Trafo 3 = Kompletter Güter-/Rangierbereich + Nebenstrecke Rattendorf (über Rangiersegment) + Industrieanschluss
  • Demzufolge kann unabhängig auf der Hauptstrecke in beide Richtungen Betrieb stattfinden und zusätzlich Rangierbewegungen. Die Anlage ist dann mit drei Leuten bedienbar. Oder für den Geübten Einzelkämpfer auch so ;)



6. Preview: Was sonst schon in Mache ist

Sooo, ich merke gerade, dass dieser Post sich mächtig aufbläht.
Von daher nur ein paar Stichpunkte zu dem, was aktuell sonst noch in Mache ist.
Dazu folgt dann bald mehr.
  • 1) Thema Ablaufberg. Der Ablaufbetrieb kann ganz grundsätzlich funktionieren.
    Natürlich sind es keine gemächlichen Rollgeschwindigkeiten wie beim Vorbild.
    Aber man kann es - glaube ich - auch in Spur N in etwa so wie auf einigen größeren H0-Anlagen bei YouTube justieren.
    Das wichtige ist imo gar nicht der Berg selbst, sondern die Ausrichtung des kompletten Weichenfeldes/der Richtungsgruppe dahinter.
    Dazu zeige ich in Kürze, was ich mir dazu letzten Winter gedacht und auch schon gebaut hatte. Ich bin optimistisch, dass ich es eines Tages relativ vernünftig eingestellt bekomme. Und falls nicht, dann ist es halt nur zum angucken.
  • 2) Bahnsteige... irgendwann werde ich sie wohl mal gießen.
    Vorerst gilt aber auch hier: Ich möchte etwas erstes parat haben, weshalb es zunächst nur Bahnsteigplatten von Auhagen sind, die von mir ein äußerst dilettantisches Washing bekommen.
    Das etwas lästige ist, dass beide Inselbahnsteige schmaler als das Standard-Kaufmaß sind. In diesem Sinne knipse, pfeile, schneide ich das aktuell noch zurecht.
    Gleiches gilt auch für die Bahnsteigdächer. Mal gucken, wie das zum Schluss dann aussieht... wie gesagt, eine spätere Selbstbaulösung ist möglich, erstmal gehe ich aber diesen Weg.
    Bitte behaltet immer den Thread-Titel im Hinterkopf...
  • 3) Schottern... habe ich begonnen, da davor wenig vom drumherum wirklich machbar ist.
    Ich benutze dabei Koemo-Schotter in der groben Spur N Körnung. Varianten DD und R20, unterschiedlich für die verschiedenen Abschnitte der Anlage gemischt.
    Gründe etc. liefer ich mal gesondert nach, wird hier sonst zu viel.
  • 4) Fahrpläne: Während einiger Tage Erkältungskrankheit habe ich mich dem Thema Betriebsszenario noch mal insofern gewidmet, als dass ich - soweit möglich - echte Fahrpläne von Lübbenau aus verschiedenen Jahren recherchiert habe.
    Dies dient dazu, in Zukunft sowohl sehr stark an die Realität angelehnten Betrieb als auch einen "fundierten", fiktiven Betrieb zu simulieren.
    Das Thema ist so speziell, dass ich es in einem geeigneteren Subforum in separatem Thread behandeln werde; EDIT: Wurmloch dorthin.

    Zur Erinnerung: Meine Stadt Granitz ersetzt Lübbenau im Paralleluniversum, was aber ausdrücklich nicht heißt, dass es die Gegebenheiten von Lübbenau tatsächlich abbildet. Es gibt nur einige Ähnlichkeiten, was die Bahnstrecken drumherum betrifft. Also ist es nur ein sehr, sehr vages Vorbild.






7. Fazit und nächste Schritte

Okay, dann nur noch eine wirklich kurze Zusammenfassung...
  • 1. Arnoldgleis bleibt, Rampe wird in mittlerer Zukunft ausgebessert
  • 2. Schlussfolgerung daraus ist auch: Der Gleisplan ist fixiert.
    = Keine Umarbeitung zu den im September hier erhaltenen Vorschlägen. Für mich ist das absolut okay, ich hoffe, dass auch alle geehrten LeserInnen das später ausgestaltet annehmen werden ;)
  • 3. Die bereits vorhandenen Segmente stehen nun so beisammen, dass ein vorläufiger Betrieb möglich ist.
  • 4. Steuerung ist zumindest theoretisch soweit, dass man auch mit 1-2 Gästen an die Anlage kann. Die Verantwortungsbereiche wären in diesem Fall für jede Person klar definierbar.
  • 5. Weitere Posts zu den laufenden Bauarbeiten sowie ein separater Thread zum Thema Betrieb in/um Granitz sind in Vorbereitung. Letzterer wird auch einige Hilfegesuche an alt eingesessene Brandenburger enthalten ;). EDIT: Hier geht's zum Thread.


... und die für mich vorrangigen, nächsten Schritte:
  • Fertigbau der Bahnsteige in Version 1.0
  • Fertigschottern Hauptsegmente
  • FiddleYard-Segment vorbereiten und abklappbar anflanschen




Euch allen, die Ihr soweit mitgelesen habt, danke ich Euch sehr herzlich!
Allerbesten Gruß und falls man sich nicht mehr davor hört eine geruhsame verbleibende Adventszeit!
Dominik


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#10 von Frank K , 16.12.2021 11:11

Servus, Dominik,

danke Dir für Deinen sehr ausführlichen Beitrag. Das Ganze lässt sich schon mal sehr vielversprechend an. Ein paar Anmerkungen habe ich dennoch:

Linke Einfahrt der Hauptstrecke. Versuche mal, ob Du eine da bessere, heißt wirklich parallele Gleisführung hinbekommst. Ansonsten musst Du Dir eine Begründung einfallen lassen, warum sich der Gleisabstand wieder aufweitet.

Kehrschleifen: Vergiss bitte nicht bei der Planung, dass Du einen Abschnitt für die Umschaltung der Polarität brauchst. Der sollte im Digitalbetrieb Zuglänge haben. Im Analogbetreib reicht eine Loklänge aus, wenn die Wagen unbeleuchtet bleiben.

Ablaufberg: An sich eine interessante Idee, aber im Praxisbetrieb einer eher nur unvollkommen realisierbar. Schwere Wagen rollen zu schnell und leichtere bleiben in den Abzweigungen der Weichen bzw. in Kurven stehen. Würde ich daher eher weglassen.

Weichenantriebe: Wenn Du genug Platz hast zwischen Ebene 0 und 1 (> 15 cm), solltest Du vielleicht über Unterflurantriebe nachdenken.

Genug erst mal zum Hirnen!

Grüße aus Grainitz (dem mit 2 x i)!

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173

Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#11 von derOlli , 29.12.2021 14:53

Hallo Dominik,

jetzt habe ich dich auch hier entdeckt nachdem ich dir in der Mitgliedergallerie geschrieben hatte.
Die Anfänge sehen schon mal interessant aus. Bin mal auf deinen FiddleYard gespannt. Oder habe ich den auf den Fotos übersehen?


Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
viewtopic.php?f=64&t=110273


 
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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#12 von berlina , 08.01.2022 18:38

Liebe Leute,

während ich mich seit Dezember nur sporadisch um zwei der angekündigten Schritte kümmere (weiterschottern, Bahnsteige Version 1 bauen), erwarte ich gerade auch noch eine Flexgleislieferung, um die Industriestammstrecke nebst einigen verdeckten Abstellungen an der Wand zu bauen.
Allerdings möchte ich nun auch mal etwas Bautagebuch nachholen. Seit gestern sichte ich Fotos aus den letzten gut eineinhalb Jahren und tatsächlich ist ja schon sehr viel passiert. Das wird dann also in den kommenden Posts mal dokumentiert. Die Frequenz wird dabei deutlich höher sein.
Es wird viel zu lachen geben, viel zum Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen. Viel kurioses, aber auch einiges, was zum Schluss zumindest mir dann doch sehr gefallen hat, nachdem erst mal im wahrsten Sinne des Wortes Gras drüber gewachsen ist.
Ja, ich bin von der Pi-mal-Daumen Fraktion oder positiver ausgedrückt: Ich folge auch gern mal meinem Instinkt. Und wie schon mal gesagt: Einige Dinge sind mir einfach nicht so wichtig

Bevor es dann aber (wahrscheinlich noch heute) mit dem Bautagebuch weitergeht, möchte ich mich noch insbesondere an zwei Stummis richten:

@derOlli: Vielen Dank für Deinen Besuch! Es freut mich sehr, dass Du hierher gefunden hast, zumal Dein Ausgangspunkt offensichtlich mein auch schon nicht mehr ganz frischer Vorstellungsthread war.
Bei Dir gucke ich auch immer wieder mal sporadisch rein, nur verhalte ich mich meistens sehr passiv... das wird auch noch eine Weile so bleiben. Insbesondere ist es auch immer schön, auf aktive Leute aus der Umgebung (d.h. hier also Berlin) zu identifizieren. Auch wenn es eigentlich egal ist, wer wo sitzt... man weiß ja nie, ob man sich irgendwann mal auf einer lokalen Messe oder so über den Weg läuft
Der angesprochene FiddleYard ist noch nicht im Bau, daher auch noch nicht auf den Bildern. Er wird aber wohl nicht so spektakulär werden und tatsächlich auch nur die Gleisharfe am östlichen Ende der Anlage bilden. Allerdings möchte ich ihn schon noch im ersten Quartal anschließen, denn sonst geht der Betrieb nur über die schnöde (und nicht ultimativ zuverlässige) temporäre Wendeschleife.

@Frank K: Danke Dir abermals für den Input. Ich hatte Deine Antwort natürlich direkt gelesen, wollte aber mit meinen Gedanken dazu bis zur nächsten günstigen Gelegenheit warten. Also:

  • Linke Einfahrt, parallele Gleisführung: Ich musste tatsächlich etwas überlegen, was Du meinst, weil ich Euch entscheidende Informationen im Plan vorenthalten habe. Du meinst wahrscheinlich die Divergenz der Gleis links oben, dort, wo die Kurve wieder nach rechts schwenkt (quasi an der Wand): Diese Kurve ist verdeckt, weshalb das eigentlich klargehen sollte .
    Unabhängig davon wird die Westausfahrt (Hauptstrecke) ja früher oder später noch mal umgestaltet, weil der halbe Wendel ja so unzuverlässig ist. Zu gegebener Zeit komme ich dann noch mal zurück und beziehe Euch in die Umkonstruktion der Westausfahrt mit ein. Das kann aber locker noch ein halbes... oder ganzes Jahr dauern...
  • Kehrschleifen: Grundsätzlich fahre ich ja analog. Ich habe eine z21-Start, mit der ich mal rumprobiert habe. Mittelfristig werde ich aber nicht auf digital umstellen. Der Einwand ist trotzdem berechtigt, denn im Horizont von 10 Jahren schließe ich das nicht aus...
    Was den Analogbetrieb betrifft, so ist natürlich ein Abschnitt eingeplant, so habe ich es in der Schattenebene aktuell so gelöst: Der Schattenbahnhof selbst wird nur von einem der Trafos gesteuert. Einzige Ausnahme ist ein (relativ kurzer) Abschnitt in seiner Wendeschleife. Dort wird von einem anderen Trafo bestromt (... der sonst noch andere Aufgaben hat). Das passt in jedem Fall alles sehr gut soweit. Wenn man einigermaßen wach ist, kann der Zug somit sogar nahtlos durchfahren (man muss halt den "Haupttrafo" während Befahrung des Abschnitts umstellen).
    Vorerst belasse ich es im Schattenbhf bei diesem "kurzen" Abschnitt. Der Schattenbhf ist allgemein sehr leicht zu demontieren, so dass man bei Bedarf auch ohne allzu großen Aufwand noch mal nachjustieren kann.
    Im noch zu bauenden FiddleYard auf der anderen Seite werde ich es von vornherein mit einer Zuglänge lösen.
  • Ablaufberg: Ich stimme Dir zu 100% zu, dass das unvollkommen realisierbar ist. Aber ich fand, dass er rein muss. Entweder funktioniert er -hinreichend-, dann ist das ein nettes Feature, oder er funktioniert überhaupt gar nicht, dann ist es halt für die Optik. Und ich lasse ihn verwaisen. Die Möglichkeit habe ich in Epoche V ja immer xD.
    Ich habe ja schon einige Tests gemacht und so mehr oder weniger kann man das hinkriegen. Klar, die Rollgeschwindigkeit ist nicht realitätsnah. Aber es geht schon so, dass nicht alle Waggons hinten in den Prellbock krachen. Das Wichtigste hast Du ja auch gesagt: Rollmaterial ist sehr untershiedlich. Ich habe das auch schon gemerkt und muss deshalb zum einen gucken, dass ich u.U. Waggons von ihrer Laufgüte her bevorzugt in bestimmte Gleise laufen lass oder ans Gleisende. Zudem ist es ratsam, früher oder später zu versuchen, die Masse der Waggons aufeinander abzustimmen. Im Fremo ist das, so wie ich es verstanden habe, ja auch üblich, von daher wäre das eine gute Übung für mich.
  • Weichenantriebe unterflur: Ja, ich weiß, das würde sehr viel reißen, gerade wenn man mehr in Richtung Modellbahn orientiert ist. Im Hauptbahnhof, d.h. Zentralsegment, steht mir tatsächlich nur begrenzt Platz zur Verfügung. Der Schattenbhf liegt ca. 14cm tief (müsste ich noch mal messen). Das reicht zum Reingreifen aus, ist aber auch nicht ultimativ komfortabel. Allerdings kann ich unten quasi reinkriechen und von der anderen Seite auch ran... von daher ist das Kellergeschoss-Design schon recht gut überlegt worden.
    Problematisch ist allerdings, dass oben diverse Weichen und Stromblöcke (dank meinem etwas kuriosen Bestromungskonzept) liegen. Weil analog, ist das ein Kabelwirrwarr, das ich schon so nicht gut in den Griff bekomme. Wenn der Schattenbhf mal wieder demontiert werden muss, werde ich das alles noch mal neusortieren. Platz für die Antriebe wird dort aber nicht wirklich sein. Irgendwann kommen ja auch noch die Signale... es ist wirklich sehr beengt.
    Zur Verfügung stehen mir die (passenden) Arnoldantriebe, die man auch umdrehen kann - Arnold nannte das dann früher quasi unterflur, was aber Unsinn ist. Man spart sich vielleicht 1mm nach oben raus. Erstmal werde ich mit Oberflurantrieben leben. Unter Umständen mache ich irgendwann mal in den nicht so dicht besiedelten Bereichen (d.h. außerhalb des Bahnsteigbereichs) eine Umrüstung. Aber vorerst habe ich mich damit abgefunden, dass die Antriebe sichtbar sind.
    Um es aber zu unterstreichen: Ich bin da voll bei dir: Unterflur ist sehr viel schöner!


Jetzt gibt's noch ein WIP Foto-Zusammenschnitt aus dem Dezember... ich musste die mintgrünen DoStos von Kühne kaufen und finde sie ganz fantastisch!


OK, dann geht es also wahrscheinlich direkt mit dem Tagebuch weiter.
Es werden die Tage viele Posts hintereinander folgen mit ebenso (trotz Vorsortierung) vielen Bildern.
Grobe Reihenfolge wird wahrscheinlich sein:
  1. Unterbau der Hauptsegmente (gruselig)
  2. Agamemnon-Rampe Version 1 (die Abfahrt im Westen)
  3. Rangiersegment Grundbau
  4. Gras-, Standgewässer- und Schotterversuche
  5. Hochzeit: Die Segmente ziehen ins eigentliche Zimmer um
  6. Agamemnon-Rampe Version 2 (aktuell; besser, aber noch immer nicht gut)
  7. Schattenwalde (Schattenbhf über Westausfahrt)
  8. Baumbauversuche
  9. Rangiersegment: Grundbegrünung und Trasse der Nebenbahn


Nicht vergessen: Das sind alles Dinge aus der Vergangenheit - wird also mehr ein Rückblick.


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zuletzt bearbeitet 23.06.2022 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#13 von berlina , 08.01.2022 21:40

Sooo, liebe Stummis,

heute dürft Ihr Euch von sauberverarbeiteten, blanken und formschönen Rahmen und Spanten verabschieden. Es geht los mit meinem rückblickenden Bautagebuch!
Normalerweise würde dem jetzt noch die Entstehung des Gleisplans vorangehen. Das wäre aber schon ein wochenfüllendes Werk und wurde stark verknappt bei Beginn des Threads mal abgerissen. So macht der Anfang - wie soll es dann auch anders sein - mein Unterbau!


Was zu Beginn da war & Requirements

Bild entfernt (keine Rechte)
Es begann mit der alten Kinderplatte, 1.5*1.0 m². Die Plattenstärke ist 12 mm. Sie lagerte zwei Jahrzehnte bei meinem Vater im Keller und als dann klar war "Wir machen jetzt zu Hause Platz für das Projekt" kam sie in unsere 3-Zimmer Wohnung.
Eine Spanplatte mit einem Leistenrahmen und einer weiteren Leiste als Querverbinder:

Es muss erwähnt werden, dass es mir bei allen Segmenten extrem wichtig war, dass ich sie relativ schnell voneinander trennen (und wieder zusammenbauen) kann. Schnell bedeutet, dass es pro Segmentgrenze deutlich unter einer Stunde dauern soll und möglichst auch ohne Hilfe weiterer Personen. Dies hat tatsächlich auch gut funktioniert, ich habe schon diverse Male trennen müssen und es fügt sich auch immer zusammen. Auch wenn ein paar Stellen natürlich knifflig sind.
Ein wesentlicher Grund dafür war, dass der Gleisplan zwar weitestgehend bekannt, aber noch keineswegs gesichert war. Vor allem war nicht wirklich klar, wie die Segmente im Zimmer zu Schluss stehen können.
Ein Umzug steht zwar vorerst nicht an, könnte aber in ein paar Jahren durchaus erfolgen. Auch das (inkl. Transport mit Mietwagen) war daher für mich eine erweiterte Randbedingung.


Das Zentralsegment - hier steht der Großteil vom Personenbahnhof drauf

Das alte Setup wurde abgerissen und - wo überhaupt möglich - alles von Staub, Flusen und Kleingetierresten befreit.
Zum damaligen Zeitpunkt stand der heutige Gleisplan schon im groben fest. Die alter Platte sollte das Zentralsegment in einem "Segmentriegel" werden, der die Stadt Granitz und natürlich vor allem den Bahnhof beherbergt.
Btw, ich bin schon jemand, der gern recycelt: So war es mir auch wichtig, das, was schon da ist, nach Möglichkeit wiederzuverwenden. Außerdem finde ich es sehr schön, meine Kinderplatte in nun völlig anderer Gestalt noch bei mir zu haben.

Von Anfang an war geplant, dass eine Schattenebene mit Abstellmöglichkeiten benötigt wird. Außerdem ist die Platte natürlich nur hinreichend stabil gewesen. Also habe ich in den Ecken je einen (relativ) massiven Fuß von 18 cm Länge fixiert und darunter einen dünnen Leistenrahmen verschraubt. Hauptfunktion des Leistenrahmens ist allerdings die Aufnahme der Bretter für die Schattenebene.
Das ganze ist nachfolgend abgebildet. Mir ist durchaus bewusst, dass das jetzt noch nicht ultimativ stabilitätsfördernd ist. Der Leistenrahmen hat allerdings noch zwei Querverbinder bekommen (dazu später mehr). Er ist nicht dafür geeignet, dass man das Segment daran hochhebt. Einen Tick mehr Steife bekommt die Oberfläche allerdings schon dadurch. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch mal gestehen, dass ich Ingenieur bin, allerdings im Alltag überhaupt gar nichts mit Konstruktion und Mechanik (geschweige denn Elektrik) zu tun habe... ich bin in meinem Job ein absoluter Nerd und das Thema ist ein ganz anderes .

Bild entfernt (keine Rechte)

Ahh, das ist schon gar nicht mal so schön geworden. Man beachte diese abstehenden Leisten, wo man vielleicht mal hängen bleiben kann. Ist mir allerdings noch nie passiert und auch sonst niemand im Haushalt (... "andere" haben dafür schon halb freihägende Weichen abgerissen). Naja. Hand aufs Herz: Dass das nicht so doll aussieht, ist mir persönlich total egal. Ich weiß, dass das hier für manche sicher ein No-Go ist, aber damit kann ich gut leben. Ich gucke lieber oben rauf .
So, da kann man jetzt aber relativ einfach Bretter für die Schattenebene reinschieben. Wie schon angedeutet, auf einem der nachfolgenden Bilder auch erkennbar, ist es nicht nur der rechteckige Leistenrahmen, sondern es gibt an der vorderen Seite noch einen langen Längsverbinder sowie an beiden Seiten (links/rechts) einen zusätzlichen Querverbinder. Hier kommt nun ein Spanplattenabschnitt, der später mal den Schattenbhf "Schattenwalde" beherbergen wird. (Ja, ich weiß, Span ist grundsätzlich nicht optimal, was ich auch schon gemerkt habe... xD).
Das sah dann so aus. Das letzte Bild zeigt auch einen viel zu voreilig zusammengenagelten, temporären Schattenbhf, den ich bis Ende Sommer 2020 mit der Oberfläche verbunden haben wollte. Wir befinden uns aber gerade noch im Mai 2020. Allererste Leisten wurden im März 2020 verschraubt.
Btw: Die heutige, tatsächliche Differenz zwischen den Plattenoberflächen des Schattenbhf und oberirdischen Hbf beträgt 15.5 cm.


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Die Wohnsituation ganz im Zeichen der MoBa

Als Ort der Anlage war unser drittes Zimmer, das Gästezimmer bestimmt. Das war lange Zeit noch nicht so weit. Die Zentralplatte war daher im Wohnzimmer aufgebahrt - zwischen Couch und Fernseher. Ich bin selbst gerade überrascht, wo ich mir die Zeitstempel angucke, denn diese Situation hat über 10 Monate angehalten.
Auch drei Zimmer zu zweit werden dann schnell eng. Wir hatten ohnehin 2020 (unabhängig von Corona) einige Umstände von extern aufgedrückt bekommen. Meine Frau musste da nun durch, hat es aber überlebt. Nachfolgend einmal die Sicht von meinem Couchplatz aus auf den Fernser, gefolgt vom Standardplatz meiner Frau. Dass allermöglicher Baukrempel auf der Platte von mir zwischengelagert wurde, hat es nicht gemütlicher gemacht. Habe mir ne Weile überlegt, ob ich das überhaupt zeigen sollte... naja, irgendwann haben wir das ja überwunden . Ach und wer sich fragt... der traurig dreinschauenden Palme geht es blendend. Auch sie hat inzwischen einen neuen Platz gefunden, nah an der MoBa.

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Das Westsegment

Bei den anderen Segmenten wurde nichts recycelt. Hier hätte ich die Rahmenbauweise wählen können. Ich habe mich aus relativ einfachen Gründen dagegen entschieden:
Primär war es noch alles andere als Gewiss, ob der Gleisplan so bleiben kann. Ich wollte insbesondere an der Oberfläche alle Optionen offen halten und daher eine vollflächige Platte haben.
Sekundärer Grund ist: Granitz soll eigentlich in der Ebene liegen; Brandenburg ist zwar manchmal wellig, aber vorwiegend flach. Es gab daher keinen dringenden Grund, sich für Spante zu entscheiden.
Klar, Rahmenbauweise schließt eine Fläche nicht aus. Aber wozu das ganze. Die Vorteile haben für mich nicht überwogen. Ein bisschen kommt noch dazu, dass ich durch's Elternhaus mit den Spanplatten gebrandmarkt war... das habe ich inzwischen abgelegt. Aber wenn einmal gekauft, wird's auch verwendet.
Das Westsegment sollte einen Wendel beherbergen. Ich war mir trotz viel Anlesen's nicht ganz klar darüber, wie genau der in meiner Situation aussehen müsste. Es war auch absehbar, dass es 1) ein Oval wird, aber 2) auch nicht regelmäßig. Deshalb habe ich einfach mal drauf losgebaut. Eigentlich ist das Westsegment das hässlichste, was nun rumsteht. Es ist extrem plump, viel schwerer, als es sein müsste und hat zum Schluss trotzdem nicht die gewünschte Flexibilität gebracht. Sobald die aktuelle Rampe umgebaut wird, wird es wohl erheblich verschlankt werden (... aber nicht ersetzt). Schaut her: Spanplatte oben, Spanplatte unten; oben mit Leistenrahmen unterstützt, verbunden über zwei relativ massive Vertikalbalken. Ekelhaft!

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Die Abmaße sind 0.45*1.00 m² bei eine Plattenstärke von 9mm.
Dieses Segment wurde ebenfalls noch im Wohnzimmer aufgebaut (... die Konstruktion selbst war ja kein großer Akt). Es wurde aber auch schon recht früh mit dem Hauptsegment verbunden.
Ziel war es von Anfang an, dass alle Riegelsegmente von zwei Balken getragen werden (vorne sowie hinten, d.h. wandseitig). Die Verbindung der Riegelsegmente erfolgt daher einzig und allein durch je zwei Schlossschrauben. Sehr trivial, hier zu sehen für die Verbindung zwischen Zentral- und Westsegment mit Blick von der Westseite her:


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Beim ersten Bild sieht man im Hintergrund, dass das Zentralsegment die ganze Zeit auf umgedrehten Holzhockern aufgebahrt war.
Beim zweiten Bild ist schon die erste Plankorrektur erkennbar: An der ursprünglichen Schnittstelle (die rechte der beiden Schrauben) sollte... musste der Wendel z.T. "unter" das Zentralsegment geschwenkt werden (... Radien). Daher mussten die Leisten - sowohl vom West- als auch vom Rahmen des Zentralsegments (!) ein Portal bekommen, sprich aufgesägt werden. Eigentlich ein ziemlicher statischer Fail! Naja, dazu später. Hier also dann die neue Verbindungsposition.
Das Spiel, was sich durch die Schlossschraubenverbindung ergibt, ist absolut akzeptabel für meine Zwecke. Ich weiß bis heute noch nicht 100%ig, wie ich die Übergänge zwischen den Segmenten kaschiere, habe einige grobe Ideen. Vielleicht lasse ich die Spalte auch einfach so wie sie sind... ist halt so. Das werden wir später noch sehen. Andererseits ist es imo (=in meinen Augen) auch nicht so schlimm, wenn ich das Gelände dort später nahtlos schließe. Im Fall einer Demontage für Umzug o.ä. muss die Narbe dann halt irgendwann geflickt werden... vielleicht hat jemand ja eine Idee, wie man es am nachhaltigsten macht.
Hier wird das ganze zusammengeschoben. Die rein Montage im Sinne von Verbinden dauert (alleine) unter 5 Minuten. Schwierig wird es dann nur mit den Gleisen, die auf dem Interface liegen (hier nicht die exakte, finale Version abgebildet).

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Das Ostsegment

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Über das Ostsegment ist eigentlich nicht so viel zu sagen. Es wurde zwar auch noch im Wohnzimmer zusammengezimmert, aber dort nur einmal kurzzeitig für einen Test angeschlossen. Die Wohnzimmerkonfiguration hat einfach nicht den Platz hergegeben.
Es hat die Maße 0.70*1.00 m² und die Oberfläche ist ebenfalls eine vollflächige Spanplatte, wiederum 9 mm. Die Oberplatte ist wieder mit einem Leistenrahmen stabilisiert. In den Ecken ist es, analog zum Zentralsegment, mit jeweils einem relativ massiven Vertikalbalken mit der Unterseite verbunden. Die Unterseite selbst besteht an den langen Seiten beiderseits aus je einem breiten Brett für die ebene Auflage. An den kurzen Seiten ist das ganze vorne und hinten mit je einer Latte verbunden.
Im Ostsegment war nie geplant, das Level der Schattenebene zu nutzen. Von daher handelt es sich hier also einfach nur um einen Auflagerahmen. Das ganze ist in Frontalsicht (70 cm Seitenlänge) in aktuellem Zustand:

Die Verbindung mit dem Zentralsegment ist auch wieder mit Schlossschrauben hergestellt. Da es "unten hohl" ist, ist die Montage denkbar einfach und schnell.
An der Oberfläche ist das mit den Gleisen wieder so eine Sache. Hier liegt u.a. eine 15° Kreuzung. Mit etwas Geduld ging aber auch das bisher immer ohne Hilfe.

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Das Eckensegment

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... ist erst viel später gemacht worden, auch nur provisorisch fertig und soll jetzt nicht die große Rolle spielen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass der Riegel über das Ostsegment hinaus noch erweitert werden sollte, und zwar mit einem nahezu quadratischen Segment, auf dem die Hauptstrecke einen Bogen zur Fensterwand macht. Der heutige Abstand zur Fensterwand ist 75 cm bzw. zu den Heizungsrohren 69 cm. Hier die Lücke:








Ja! Und das war es dann auch schon mit der Präsentation der drei hässlichen Entlein.
Es geht in Kürze weiter mit der ersten Version der Rampe in die Schattenebene.
Achso, und wer sich fragt, wie der Segmentriegel jetzt in der Höhe gelagert wird... das kommt später.

Besten Gruß, Dominik


dominik aus berliN
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derOlli, Frank K, hubedi und Schwellenzähler haben sich bedankt!
 
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zuletzt bearbeitet 08.01.2022 | Top

RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#14 von berlina , 09.01.2022 21:18

Hallihallo,

wie angekündigt, geht es direkt weiter mit dem retrospektiven Bautagebuch.
Eigentlich wäre jetzt zuerst die Rampenproblematik gekommen. Allerdings dachte ich mir, dass ich an diesem Sonntag noch etwas Zeit habe, auch mal größer auszuholen. So geht es im Folgenden insbesondere um das Rangiersegment und die schrittweise Hochzeit der Segmente in unserem dritten Zimmer (finaler Standort innerhalb dieser Wohnung).
Außerdem möchte ich auch nicht den Eindruck erwecken, durch tägliches veröffentlichen von "altem Kram" den Thread pushen zu wollen, deshalb packe ich so viel wie möglich hier rein.

Zu Beginn, damit auch ohne Rampen-Baubericht das allerwichtigste bekannt ist, nur ein ganz kurzer Ausflug zurück zum Westsegment.


Kurze Komplettierung: Rampenbeginn Westsegment

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Die Bauform des Westsegments (=oberhässliches Entlein) wurde im vorgestellten Post beschrieben. Das Segment trägt einen Teil der 2-gleisigen Rampe, die hinab in den Schattenbhf führt. Das Gefälle beginnt dabei nach heutigem Stand etwa nach 45° Abzweig in Richtung oben/Wand, wenn man vom Bahnhof links auf das Westsegment rauffährt. Der Radius ist im Sichtbereich bei R4 bzw. stellenweise im Innengleis bei R3 - Arnold-Nomenklatur (=43cm bzw. 40cm). Da wandseitig dann nicht mehr viel Platz übrig bleibt, geht der Radius auf ca. R2 (stellenweise R1) runter. Das wird aber wie gesagt in einem gesonderten Post noch mal ins Visier genommen.
Wichtig für den Moment ist, dass das Westsegment aktuell den kurvigen Rampenbeginn enthält, der dann außerhalb des Sichtbereichs auf kleine Radien geht. Dieser Teil der Rampe trägt daher den Namen Ohrmuschel.

Das Stichwort Sichtbereich addressiert auch noch mal den Einwurf von @Frank K: Auf dem nebenstehenden Bild seht Ihr das Westsegment in Nachbarschaft zum Zentralsegment. Das Bild stammt ist von 06/2020 und daher nicht aktuell - weder an der unteren Kante beim Nebenbahnabzweig, noch im weiteren Verlauf der Rampe. Die Ohrmuschel selbst ist inzwischen etwas modifiziert. Aktuell ist die Einfahrt noch nicht künstlich überdacht worden. Es ist aber angedacht, in irgendeiner Form einen Tunnel anzuflanschen (sehr dezent, weil Brandenburg). Orange eingekreist sind die divergierenden Gleise, die Frank meinem Verständnis nach moniert hatte - wie hier zu sehen: final nicht mehr im Sichtbereich.
Gut. Alles andere samt Scheitern, lessons learnt und wiederum Scheitern dann ein anderes Mal. Jetzt geht's zum eigentlichen Thema für heute weiter.





Planung des Rangiersegments

Thematisch schließen wir nun geschmeidig an den letzten Post an und gucken nun zuerst auf den Bau des Rangiersegments. Baubeginn war ziemlich genau vor einem Jahr, also 01/2021.
Warum ein Rangiersegment? Irgendwie war ich über die vorangegangenen Feiertage auf einen unbeschreiblichen Güterzug-Trip gekommen, wo Granitz vorher schwerpunktmäßig für den Personenverkehr mit nur wenig Güterbewegung geplant war. Das Thema Rangieren wollte ich jetzt sogar in den Mittelpunkt setzen. Und: Ein Ablaufberg sollte her!

Natürlich hatte ich mir parallel auch schon Ablaufberge auf Modellbahnen im Internet angeschaut. Einige gute in H0 sind ja dabei. Was Spur N betrifft, so war ich ziemlich ernüchtert: Bergabschießende Waggons, die im Prellbock zerschellen. Und die Warnungen im 1zu160 Forum: "Nicht machen! Funktioniert niemals!"
Nunja, ich halte mich jetzt nicht für den Messias, der es als einer der ersten glaubhaft darstellen wird. Und ich habe ja auch schon wiederholt geschrieben: Wirklich realitätsnah wird das nicht funktionieren. Aber warum nicht trotzdem probieren und das beste, was mit meinem Pfusch geht, rausziehen?
Zudem finde ich die allgemein verbreitete Skepsis gegenüber Ablaufbergen auch sehr schade. Funktion ist das eine, Darstellung das andere. Auch wenn heute kaum noch lebendig, haben sie doch Jahrzehnte lang ihren Zweck erfüllt. Von daher: Wenn die Funktion total scheitert, bleibt's als Waise in der Landschaft erhalten. Das würde doch auch meinem Vorhaben gerecht werden.

Das Rangiersegment sollte die Richtungsgruppe für den Ablaufbetrieb beherbergen - hier aufgrund des Platzmangel ausgeführt mit Stumpfgleisen. Die Einfahrts- und Ausfahrts"gruppen" bleiben auf dem Zentralsegment.
Zudem habe ich von Anfang an auch geplant, wenigstens eines der Richtungsgruppengleise auch für eine alternative Personenzugabstellung einzuplanen - also für Zugbereitstellungen (Regios, ggf. auch IR). Und, weil nirgends vorhanden und bis heute nicht ernsthaft in groß geplant, ein Mini-Bw. Eher der Lokschuppen für die lokal ansässige Rangierlok.
Daraus ergeben sich die Anforderungen für das Segment:

  1. Gleisharfe für Richtungsgruppe + kurzes Gleis zum Lokschuppen
  2. Konstruktive Unterstützung des Ablaufbetriebs, z.B. durch moderate Neigung des gesamten Segments; besser: flexibel einstellbar
  3. Ansonsten im Prinzip "flach" wie der Rest der Anlage



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Ich habe hier nun wenigstens schon mal den Schritt weg vom Span gemacht und bin auf Sperrholz umgestiegen. Allerdings nicht High-End: Pappel 8 mm und vierlagig (kein Multiplex).
Wiederum konnte ich wegen "flach" auf Spanten getrost verzichten. Tatsächlich ist auch der größte Teil des Segmentbretts mit Gleisen verbaut.
Rahmenbauweise entfiel hier aus besonderem Grund: Für die zweite Anforderung flexible Höhenjustierung hatte ich mir etwas überlegt, was mit Rahmen nicht möglich wäre.

Das Foto zeigt nun, wie ich mir das ganze in etwa in Verbindung mit den übrigen Segmenten vorgestellt habe. Tatsächlich hat sich da zum Stand heute gar nicht soooo viel geändert. Zwischenzeitlich war ja mal geplant, das Rangiersegment ans andere Ende, also auf die Ostseite zu bringen. Hier sieht man auch die erste Konfiguration mit noch stark abspreizendem Lokschuppen-Gleis (ganz rechts auf dem Brett).
Vielleicht sei noch kurz angemerkt, dass oberhalb der Richtungsgruppe noch eine verwaiste eingleisige Nebenstrecke verlaufen sollte. Diese ist hier nicht zu sehen, kommt aber später wieder rein - denn die wurde inzwischen sogar auf "lebendig" gesetzt.
Nachfolgend auch noch ein Bild von der großen Frage, wie man das verbindet, wenn das Rangiersegment dann so schräg steht. Geplant war ein kurzes Verbindungsstück... tatsächlich hat sich das nach anderen Planungen zum Schluss sogar wieder in ähnlicher Form reingemogelt.
Zu sehen ist auch das Gleis vom Ablaufberg, das am vorderen Anlagenrand liegt (vorne ist in der Sicht oben). Bitte beachten - dies ist jetzt alles die erste Konfiguration gewesen, heute sieht es einen Tick anders aus.

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Das abspreizende Gleis zum Mini-Bw hat zu viel Platz gekostet und zum Schluss hat es mir auch nicht mehr ganz so gut gefallen. Darum habe ich es doch quasi-parallel zur Richtungsgruppe verlegt. Man sieht hinten den nicht zusammengebauten Lokschuppen als Denkstütze sowie eine Tankstelle für den Diesel, die es von MU gab und die ich in ihrem hässlichen Design für angemessen hielt. Inzwischen habe ich sie bei einem undurchdachten Weathering-Versuch stark entstellt und ihre Zukunft ist ungewiss.
Die Eingangsweiche auf der Ecke der Platte lebt natürlich gefährlich. Sie wurde auch schon mal von jemand anders beim vorbeigehen abgerissen oO ... und dementsprechend ersetzt. Inzwischen ist sie ja im Segmentverbund fixiert.

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Grundbau des Rangiersegments

Der Bau ist relativ fix erklärt:

1) Die Platte ist aufgesetzt... eher abgefedert auf einem simplen, massiven Rahmen aus Kantholz.

2) Die Platte selbst wurde an zwei Ecken abgeschnitten, da sie ja schräg steht und sowohl hinten an der Wand als auch vorne nahezu parallel zu den drei Hauptsegmenten abschließen soll.
Außerdem sind schon 6 Löcher zu sehen. Dort kommen dann im Anschluss Schlossschrauben (alternativ auch Gewindestangen) durch. Die Schrauben sind M6.

3) Das ganze wird dann schon mal zur Probe auf den Rahmen gesteckt. So in etwa wird es zum Schluss aussehen.
Sinn dahinter ist, dass die Schrauben die Platte an den verschiedenen Positionen mit unterschiedlichen Abständen zum Rahmen halten können. Das dient dem Zweck, die Platte nicht nur als ganzes, sondern sowohl in die... nennen wir es mal x- als auch y-Richtung (x: horizontal; y: vertikal im Bild) variabel in der Höhe zu verstellen, um den abrollenden Waggons noch etwas lokal-individuelles Gefälle zur Verfügung zu stellen.
  • Den ersten großen Vorteil sah ich darin, dass man vor allem etwas vom Design des eigentlichen Ablaufbergs entkoppelt ist.
  • Zudem macht ein einfaches Gefälle in Richtung Wand nicht so viel Sinn, denn im worst case krachen die Waggons dann in den Prellbock. Durch die in y-Richtung 3 verfügbaren Stützstellen kann man aber z.B. im Eingangsbereich noch Gefälle haben, hinten die Platte aber komplett eben halten.
    Im Endeffekt läuft es aber auf eine Feinjustage vor Ort raus.
  • Anfänglich war mein Gedanke, dass das Gefälle dennoch hoch ist, so dass also am vorderen Rand die Schrauben recht hoch halten, hinten dafür relativ nah am Rahmen verschraubt ist - zum Schluss war eigentlich das Gegenteil der Fall, wie man noch sehen wird!
  • Es sei angemerkt, dass zudem noch höhenverstellbare Füße eingeplant wurden - ein zusätzlicher Segen im Nachhinein!
  • Eine lesson learnt, die ich dem viel später mal kommenden Thema "Ablaufberg im Speziellen" vorweg nehme: Ich hätte in der Mitte noch ein paar Stützstellen in y-Richtung einplanen sollen.


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Die Schlossschrauben, die ich gewählt habe, waren zum Schluss von der Länge her gerade ausreichend. Es bieten sich eigentlich mehr Gewindestangen mit analoger Funktion an, die im Zweifel lieber länger gestaltet werden sollten.
Von der Oberfläche werden die Schrauben durch die Bohrung von Platte und darunter liegendem Rahmen gesteckt. Der Schraubenkopf ist in meinem Fall zum Schluss tatsächlich in die Korkoberflächen eingebettet oder sogar in einigen Fällen direkt übergipst worden. (Besser ist natürlich, ihm eine Kavität zu lassen.)
Grundsätzlich sollen die Schrauben plattenseitig aber nie mehr verstellt werden. Die Justierung erfolgt am Rahmen. Es bietet sich an, am Rahmen dafür entsprechend auszufräsen - auch, damit man Unterlegscheiben zwischen Holz und Mutter bekommt. Da ich damals noch kein geeignetes Werkzeug hatte (geschweige denn eine ordentliche Fräsmaschine ), war das eine ziemlich krampfige Mischung aus Bohren, Sägen, Feilen, Sägen, Feilen usw. Später wurde es glatt gefeilt, was hier auf dem Foto nicht zu sehen ist.



Achtung! Zwischen Rahmen und Platte befinden sich natürlich jeweils eine weitere Unterlegscheibe und Mutter an der Plattenunterseite sowie an der Rahmenoberseite. Die Mutter an der Platte wird absolut fest gezurrt, so dass sich der von der Landschaft bedeckte Schraubenkopf hoffentlich niemals kritisch in Bewegung setzt. (Aber selbst wenn er das tut... so schlimm kann es eigentlich nicht sein.)
Ab sofort wird die Höhe an den einzelnen Stützstellen nur noch über die Muttern am Rahmen verändert.
M6 hatte ich für die Schlossschrauben gewählt, weil dies eine ausreichend robuste Dicke darstellt, um die Platte zu halten, selbst dann, wenn irgendjemand sich mal unbefugt abstützt. Bei M5 war ich bei der Schraubenanzahl etwas skeptisch und ich hatte echt keine Lust, nach Jaaahren so eine Schraubenrechnung zu wiederholen.

Mal nebenbei... für die Lackierung der Segmente, zumindest im Sichtbereich, habe ich mich für Ziegelrot entschieden... war gerade da, ich fand's persönlich ganz schick und meine Frau konnte sich damit auch anfreunden, weil sie die Farbe in ihrer alten Wohnung irgendwo verwendet hatte. Es ist immer wichtig, durch diese kleinen Dinge die andere Fraktion bei Laune zu halten xD.
Mit einer losen Spanplatte und der ungefähren Gleiskonfiguration habe ich dann noch mal einige vorläufige Ablauftests gemacht. Dazu gibt es Videos, die lasse ich aber beiseite. Wichtig ist, dass ich das Gefühl hatte, dass das irgendwie tatsächlich nach meiner Vorstellung funktionieren könnte mit Feintuning.

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Last but not least - die Segmentbeine. Die wurden erst in 04/2021 zurecht gesägt und mit schraubbaren Füßen versehen. Der andere Segmentbau war bereits in der ersten Januarhälfte abgeschlossen. Die Bein sind prinzipiell unspektakulär. Es hat sich bei der Länge herausgestellt, dass ich mich ein bisschen verschätzt hatte. Einige der Füße sind heute fast bis zu ihrem Limit rausgeschraubt (mit Unterlegplatten kann man's ja aber umgehen). Die Beine sind fest im Rahmen verschraubt und bringen das Segment auf eine Höhe, die leicht unter den Hauptsegmenten liegt (letztere sind bei 1.1 m).








Die ersten Gelände-Versuche am Rangiersegment

Früher bei unserer Familienanlage war alles nur Gleiswüste, bestenfalls mit einigen unvollendeten Sperrholz- oder Styroporbergen. Begrünung o.ä. fand nicht statt, weil sich niemand rangetraut hatte, die Eltern auch dafür nachvollziehbarerweise nicht Zeit in Hülle und Fülle hatten und wir auch alle zu diesem Zeitpunkt entweder zu feige oder minderbegabt waren . Ich musste mich jetzt also mal rantrauen - und war auch richtig heiß drauf.
In Foren etwas rumgelesen, vor allem bei 1zu160, kam ich bei der Konturierung zu dem Entschluss, dass ich die Variante Stützelemente - Fliegengitter - Gips probieren werde. Während der dritten Covid-Welle (glaube ich, so richtig kann ich das nicht mehr abzählen)... also auf jeden Fall ebenfalls noch 01/2021, habe ich den Click-and-Collect Service vom Baumarkt in meiner Nähe richtig zu schätzen gelernt. Im Gegensatz zum Platzhirschen in diesem Segment hat das ohne Zusatzkosten und extrem reibungsfrei funktioniert. In jedem Fall habe ich erstmal ne Grundausstattung besorgt, um einen Konturierungs- und Grundierungstest zu machen:

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Plan war es, dass hinter dem Lokschuppen am Segmentrand ein begrünter Erdwall als Begrenzung des Betriebsareals hinkommt. Dafür habe ich den ersten Test gemacht und mir die Ecke "hinten-links" vom Rangiersegment ausgesucht.
Die Wälle - sowohl der erste Test, als auch der eigentliche Wall und die Wasserbassin-Begrenzung - habe ich mit verschiedenen Schaumstoffteilen gestützt (diverses Verpackungsmaterial). Wie gleich im Bild zu sehen, war das beim Testwall noch schnödes Verpackungs-Füllmaterial. Später dann voluminöse Schaumstoffabschnitte von Monitorlieferungen etc. Extra was kaufen wollte ich nicht (s. letzter Post). Im Übrigen versuche ich inzwischen auch, die Verwendung von Schaumstoff zu vermeiden, um den ecological footprint der Anlage wenigstens etwas zu reduzieren. Eines Tages wird's ja eh mal auf dem Sperrmüll landen und da möchte ich nicht, dass da mehr Schrottmaterial als zwingend erforderlich Jahrhunderte vor sich hingammelt. Klar - insgesamt ist so ein Anlagenrest immer eine Katastrophe (bei mir ja auch durch das Fliegengitter schon igitt). Aber: reduzieren schadet nicht. Zurück zum Thema.

Also, der Testwall aus einem schaumartigen Stützvolumen, überspannt mit Fliegengitter, festgetackert und dabei einigermaßen abgespannt. Rüber kam der "Modellier"-Rigips vom hiesigen Baumarkt, mit dem ich bisher recht zufrieden bin.
Nebenan habe ich ein paar Flächen angemalt - oder halt auch nicht . Hier ging es um Begrünung. Die Meinung in den Foren war gespalten: "Mach es am besten braun. Oder doch grün? Wenn es eher Heidelandschaft ist, dann ocker!" (... der Brandenburger Boden spricht für ocker...)
Der Gips wurde dann nach austrocknen erst noch mit etwas Tiefengrund bestrichen und dann später ebenfalls bemalt.



Dann kam das erste Gras rüber. Für's kleben habe ich eines der bekannten Leim-Wasser(-Spüli) Gemische genommen, konkret das vom Bimm bei YouTube. Mit dem fahre ich bis heute eigentlich ganz gut (Danke!). Das Mischungsverhältnis ist dabei 1 Portion Leim (hier: Ponal Express) und 2 Portionen Wasser. Ein Minitropfen Spüli (anfangs war es noch viel zu viel). Allerdings streiche ich inzwischen manchmal auch direkt Leim auf und verdünne ihn on-the-fly (und lasse das Spüli weg).
Die ersten Beleimungen fanden mit keiner Pipette statt, sondern mit so einer... Ballonpumpe...
Das erste Gras war aus einer Probierpackung von Busch. Ich habe es von einem bekannten Spur N-only shop geordert. Umso größer war die Entscheidung, als ich die bereits kleinste Faser gestreut hatte. Mein Bruder hat bei den ersten Bildern nur gelacht. Ein MoBa-angetaner Ex-Kollege titulierte es als Schnittlauch. Und ja! Recht hatten Sie!



Hier ist jetzt auch der Punkt, wo für mich das Rumpfuschen sein Ende hat. Die Landschaft soll geil aussehen. Es war also klar, dass etwas anderes her muss.
Trotz allem glaube ich, dass ich inzwischen eine prima Verwendung für den Rest dieser Schrottfasern gefunden habe. Das wird man später noch sehen. Und zwar eignet sich das ganze imo ganz gut als Unterbegrasung für einen sehr lockeren, ggf. mit Geäst versehenen und überwachsten/übermoosten Waldboden. Wenn man das ganze mit Begrünungsstoppeln nochmal überzieht, hat es in jedem Fall eine interessante Struktur.

Und bevor jetzt die ersten Tipps kommen, welche Produkt ich für die Begrünung verwenden sollte - bitte etwas Geduld, ich bin ja die letzten Monate deutlich weitergekommen .



Kork und Gleise

Zurück zum "eigentlichen" Segmentausbau. Ich hatte mal eine Korkmatte besorgt, wobei es mir gar nicht so sehr um die Schallreduzierung, sondern vielmehr um eine einfache Variante zur Bettung ging. (Inzwischen hat das Thema Akustik bei mir mehr Relevanz bekommen, wenngleich es zum Schluss keine Flüsteranlage sein wird.)
Für das Rangiersegment habe ich die Korkmatte auch etwas unkonventionell verwendet. Meine Idee war ursprünglich, dass ich nicht nur allein mit den Schlossschrauben die Höhe justiere, sondern bereits mit der Oberflächenkontur einen Hauch von Gefälle in die Richtungsgruppe gebe. Daher habe ich auch hierfür den Kork geklebt: Im ersten Viertel (am Eingang des Segments) zwei Schichten, etwa in der Hälfte um die Mitte herum eine Schicht und hinten dann gar nichts (... weil Sperrholz: Lok drauf = laut!!!). Ich würde dieses Vorgehen nicht nochmal so wählen, aber gut.
Den Übergang von der Doppel- zur Einfachschicht habe ich mit der oberen Matte überlappt, um nicht alternativ Kork abfeilen zu müssen... bei diesem Produkt waren die Schneide- und vor allem Feil-Eigenschaften sehr enttäuschend.



Die Gleise der Richtungsgruppe sind genagelt! Ich finde das auch nicht besonders schön, aber hier kommt wieder das Arnold-Gleis und im speziellen die Schienenverbinder ins Spiel, die nicht sehr tolerant sind.
Leider sieht das bei den Hauptsegmenten weitestegehend ähnlich aus. Hier überlege ich, ob ich außerhalb vom Bahnhof nur kleben werde. Bei der inzwischen auf dem Rangiersegment liegenden Nebenstreckentrasse ist dies schon weitestgehend gemacht, allerdings habe ich dort durch den Einsatz von Flexgleisen auch weniger Verbinder. Naja, dazu ein andermal mehr.
Das Nageln der Gleise ist aber natürlich auch eine zusätzliche Schallbrücke. Mir ging hier, insbesondere mit meiner damaligen Erfahrung, Betriebssicherheit aber vor Optik.



Initiale Verkabelung

Die (analoge) Verkabelung für Gleisstrom und Weichen ist bei diesem Segment relativ trivial. Und auch recht schnell gemacht gewesen - abgesehen davon, dass die meisten Weichen ihre Kabelführung direkt im Zwischenraum von Platte und Rahmen haben.

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Die einzelnen Weichen sind mit Bananenstecker am vorderen Segmentrand durch ein Loch gesteckt. Die Bestromung soll insgesamt schnell demontierbar sein, wenn das Segment weggeschoben werden muss. Das kann tatsächlich selten, aber doch hin und wieder mal passieren.
Die Art und Weise, wie die Stecker durcheinander baumeln, geht gar nicht. Es gab schon mal schöne Berührungen von Steckern untereinander, wo der Weichenantrieb dann auch nicht wusste, was er machen soll und heiß gelaufen ist. Das wird in Kürze etwas sicherer gemacht.
Die Steuerung der Weichen (natürlich auch analog) erfolgt über ein eigenes, kurzes Breadboard. Das liegt eigentlich ganz okay in der Hand und durch die großzügige Kabelbaumlänge kann man damit auch an einem beliebigen Ort vor dem Rangier-, West- und Zentralsegment stehen. So hat man später also auch den Ablaufberg bestens im Blick, dessen Entkupplungsgleis ebenfalls über das Breadboard bedienbar ist (Taster). Auf der ungenutzten Fläche des Breadboards ist inzwischen auch eine kleine Skizze aufgeklebt, was man womit bedient.

Alles rund ums Thema Gleisstrom kommt viel später mal.



Zurück zum Gelände: Gips-Kontur

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Kommen wir zurück zur Geländererstellung. Hier erst mal ein damals editiertes Foto, wie ich mir das im groben vorgestellt habe. Sorry für die schlechte Qualität - ich hatte es vom Monitor abfotografiert.
  • Im linken und speziell im links unteren Bereich sollten Betonplatten hin: Ein Arbeitsplatz vor der Tankstelle und ein Weg nach ganz hinten durch, am Lokschuppen vorbei, bis ans Ende des Geländes. Hinter dem Lokschuppen noch ein kleiner Arbeitsplatz.
  • Hellgrün ist der das Areal nach Westen begrenzende Wall.
  • Rechts ist ein blauer Kreis. Dies sollte ein Tümpel. Später konkret ein Tümpel oder Wasserbassin neben einem Wasserturm. So auch im Grunde genommen realisiert mit leicht korrigierter Position. Zwischenzeitlich wäre der Tümpel fast ans vordere Ende, also neben den großen Arbeitsplatz gewandert, aber das hatte mir dann doch nicht gefallen. (Dafür gab es sogar einen Versuchsträger, der zur weiteren Planung hin- und hergestellt wurde).
  • Was man nun erstmalig auch sieht ist der sehr grobe Verlauf der Nebenstreckentrasse - die schwarze Linie rechts. Das Betriebsareal wird demnach hinten raus durch die Trasse begrenzt. Dort sollte optimalerweise auch ein unbeschrankter Bahnübergang mit anschließendem Forstweg auf der anderen Seite hin. Im großen und ganzen auch so realisiert.




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Auf vorigen Fotos war schon zu sehen, dass ich die Korkmatten mit Bodenfarbe belegt hatte. Sollte man das machen? Vielleicht nicht, da der Kork dadurch ja trocken (und spröder) wird. Zum Schluss war das bei diesem Segment dann ohnehin ein überflüssiger Schritt, denn - weitestgehend - habe ich das ganze übergipst, um dem Boden mehr Kontur zu geben.
Zwischen den Gleisen geht das aber nicht so gut. Zumindest stelle ich mich da blöd an. Das bedeutet dann natürlich (trotz Abdeckung): viel reinigen danach!

Auf jeden Fall ging es jetzt erst mal mit Oberflächenbestreichung - etwas random - los.

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Der Wall hinter dem Lokschuppen wurde mit Schaumstoff-Abschnitten als Stützvolumen gemacht. Die wollten nicht so zuverlässig kleben bleiben, deshalb habe ich sie noch standsgemäß für mich sporadisch festgenagelt . Danach halt wie üblich Fliegengitter rüber und gegipst. Ich bin mit dem Resultat zufrieden.

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Zwischendurch kam ich auf die unsagbar schlechte Idee, den Gips, den ich nicht schon beim Auftragen geglättet habe, mit dem Dremel zu schleifen. Das allerbeste war natürlich, dabei nichtdie Schienen abzudecken (Gleisantriebe hingegen immer!). Ich dachte, das wird schon einfach zu reinigen sein! So einfach war das nicht. Hat lange gedauert!!

Im weiteren Verlauf bin ich dann dazu übergegangen, das alles mit dem... wie heißt das Werkzeug eigentlich... "Pieker" zu entfernen, was mich am Gips stört. Das geht ganz gut. Große Teile kann man aufgrund der Spröde rausbrechen, anderes durch rüber-rubbeln mehlig machen und dann absaugen.

So! Und jetzt wird es wirklich, endlich bunt!
Zuerst gibt es noch zwei Probeaufstellungen mit gekauften Kiefern von Heki (ok... aber eigentlich doch nicht. Selbstbau!) sowie dem besagten Versuchsträger vom Teich. Der wird in einem späteren Post noch mal vorgestellt.
Viele Elemente sind jetzt hier schon sichtbar, auch ein Tank für die Tankstelle, der nun auf der linken Seite stehen bleibt. Aber es fehlt auch noch sehr vieles (Wasserturm, 1 Gleis Oberleitung, Wartezeichen, Beleuchtung... davon ist nur der Wasserturm bislang wirklich vorhanden).



Und schließlich ist die Oberfläche fertig gegipst (bis auf einige Gleiszwischenräume, bei denen ich beim Kork geblieben bin). Und danach natürlich auch mit Grundfarbe präpariert. Ich finde schon allein den eingefärbten Zustand immer sehr schön.
Btw: Mir ist insgesamt aufgefallen, dass die Grundfarbe häufig gar nicht soooo entscheidend ist. Klar, sie scheint hin und wieder mal durch. Natürlich auch gerade dort, wo kahle Flecken sind. Aber für den groben Eindruck von 1m Entfernung macht das kaum einen Unterschied... meine Meinung.







Der Tümpel

Für die Standgewässer (allerdings inzwischen auch für andere Dinge) richte ich mich nach der @Martin T (marklinofsweden -> thx!) Methode. Ich wende sie aber nicht exakt an...
Also erstmal habe ich den Bereich des Tümpels etwas eingerahmt, wiedermal mit etwas Stützstruktur, Fliegengitter, Gips. Eingepinselt.
Dann habe ich die Klopapiermethode benutzt: einige Schichten, es waren so 4-5, mit Leimwasser und Pinsel angedrückt und Wellen reingemacht. Wichtig: Es sollten gar keine großen Wellen sein, eher ein Hauch von Wellenfront, wie sie von z.B. einem Schwimmer verursacht wird. Zum Schluss ist diese Wellenstruktur eigentlich auch mehr eine Gewässerbodenkontur geworden.



Den Gewässergrund habe ich mit vier Farben grundiert, z.T. untereinander gemischt, aber z.T. auch mit "reinen" Tupfern und dann Nass-in-Nass (so heißt es glaube ich) bearbeitet. Zwischen einigen Schritten immer mal trocknen lassen.
Ziel war es, einen schön veralgten Tümpel zu bekommen. Nichts, wodrin man baden möchte.



Dann wurde das ganze lackiert, in ziemlich vielen Schichten... mindestens acht, eher zwölf. In diesem Fall hat das Wasser dadurch auch an echter "Dicke"/Tiefe gewonnen. Meine Erfahrung ist: besser dünn, dafür häufiger. Bei dicken Schichten bleiben gern mal Blasen übrig (hier auch in Maßen passiert) und es kann auch zu einer Trübung kommen. Selbiges passiert auch mit Terpentinersatz... dazu kommt noch mal was, wenn es um den Testträger geht. Ich finde nämlich, dass Terpentin auf Lack ganz gut einen (milchigen) Eis-Effekt hinbekommt.
Der Lack wurde gepinselt. Ich habe einen Klarlack in der Stufe (einfach) glänzend genommen und bin damit zufrieden. Manche empfehlen ja Hochglanz.
Im Bild ist:
  1. eine Lackschicht frisch drauf
  2. getrocknet, Zwischenstand, links sieht man glaube ich auch etwas Blase
  3. das ganze milchig (im Testträger war der Effekt durch die Grundierung anders); warum ich hier überhaupt Terpentinersatz raufgemacht habe, weiß ich heute leider nicht mehr. Man kann es aber reparieren, nämlich mit (wasser)verdünntem Lack. Glück gehabt.
  4. Nun habe ich versucht, noch etwas Pflanzenreste oder Algen reinzubekommen. Das sind normale, feine Begrünungsflocken von WoodlandScenics, die ich sonst als Grundrasen verwende. Wahrscheinlich Farbton mittelgrün.
  5. ... das ganze eingeleimt. Ziemlich sicher ist, dass ich manchmal auch noch stark verdünnte Farbschichten zwischen die oberen Lackschichten gepinselt habe. Das geht ganz gut und zieht noch mal etwas andere Farbe rein. Eignet sich also imo auch zum korrigieren.
  6. Das sollte schon der finale Zustand sein.




Ich selbst bin ziemlich zufrieden gewesen. Vielleicht wird der Tümpel nicht der Geschmack von jedermann sein, gerade weil er so giftig grün daherkommt. Ich habe es aber uuungefääähr so gewollt in diesem Fall.

Vielleicht um noch mal einen Zeitstempel zwischen zu schieben: Wir befinden uns Mitte 02/2021. Das alles in diesem Post ist ziemlich komprimiert gemacht worden.


Teaser: Wartezeichen, Strahler und Oberleitung

Die Richtungsgruppe wird nur drei Wartezeichen bekommen, die auch schon auf Vorrat von Herrn Michalsky 02/2021 geliefert wurden. Dafür habe ich schon mal Aufstellungstests gemacht - der erste Versuch zu weit vorne, weil die Züge touchieren konnten. Der zweite passt. Das macht für mein persönliches Empfinden schon gleich etwas mehr her. Bis es aber tatsächlich aufgestellt wird, werden wohl noch ein paar Monate vergehen.



Die Beleuchtung des Segments wird vorwiegend mit Pilzleuchten sein. Ich hätte aber auch gern so eine "Flutlichtstrahlerbatterie" gehabt, wie man sie häufig auf alten Industrieanlagen in den neuen Bundesländern antrifft. So etwas gibt es in N natürlich nicht zu kaufen und Selbstbau liegt für mich in extrem ferner Zukunft. Vorerst muss ein einfacher Flutlichtstrahler vorhalten... ja, nicht so stilecht, aber Strahler muss sein. Der beleuchtet dann die Weichen der Richtungsgruppeneinfahrt.

Im Rangierbereich wird eigentlich keine Oberleitung benötigt. Das Gleis neben dem Lokschuppen - es handelt sich um das, was variabel auch zur Personenzugabstellung genutzt werden kann - wird aber elektrifiziert. Ebenso ist das für das Mini-Bw-Gleis bis kurz vorm Lokschuppen geplant.
Die Idee ist, dass für die Personenzüge zum einen natürlich auch E-Loks abgestellt werden sollen. Zum anderen kann man dieses Gleis auch optional für einen (für diese Anlage) "mittellangen" G-Zug verwenden, der bereits zusammengestellt ist und von einer E-Lok, z.B. BR 155 abgeholt wird.
Der Bereich bis zur Dieseltankstelle soll auch optional als Lokwartegleis genutzt werden (auch für E-Loks). Falls das im Zusammenhang mit der Tankstelle eine Todsünde ist, so darf jetzt Einspruch erhoben werden!
Auf dem Foto ist nun das elektrifizierte Abstellgleis zu sehen, das ich einfach mal für einen allerersten Eindruck mit meinen Arnold-Oberleitungsmasten aus Kindertagen versehen hatte. Geht natürlich gar nicht!

Bild entfernt (keine Rechte)

Stattdessen habe ich schon mal eine Probeorder mit Sommerfeldt-Masten gemacht, die ganz ok sind... gerade weil das Preisleistungsverhältnis angenehm ist. Tendenziell werde ich mehr Betonmasten verwenden. Dazu aber viel später mal mehr.



Schottern der Richtungsgruppe

Bild entfernt (keine Rechte)

Und zum Schluss gibt's noch eine Preview auf die weitestgehend geschotterte Richtungsgruppe. Verwendet wurde Koemo-Schotter, mit dem ich recht zufrieden bin... weniger allerdings mit dem von Haus gelieferten Kleber. Dem kompletten Thema widme ich mich aber die nächsten Tage oder Wochen dediziert.
Zeitstempel... Ende 02/2021








Die Hochzeit

Der Umzug der Segmente und deren Hochzeit in unserem dritten Zimmer... diesen Punkt möchte ich gern noch mit aufnehmen, um dann das komplette Thema "Unterbau" abgehakt zu haben.
Hierzu machen wir auch keinen großen Zeitsprung, sondern das kam kurz nachdem die heute vorgestellten "alten" Arbeiten am Rangiersegment abgeschlossen waren. Nämlich am 28. Februar 2021.



Das erste Bild zeigt recht anschaulich das simple Aufbahrungskonzept, mit der die Oberfläche der Hauptsegmente 1.1 m über dem Boden liegt und für jemanden wie mich eine beinahe perfekte Arbeitshöhe bietet.
Die drei Hautsegmente werden von zwei Expeditregalen (2x2) getragen, die mal irgendwo übriggeblieben sind. Sehr praktisch, denn die Regale selbst kann ich gut als Stauraum für den MoBa-Kram verwenden. Die Regale sind für diesen Zweck hinreichend stabil. Ihrer Grundkonstruktion traue ich sehr, nur das Material (auch nur irgendein Pressholzgemisch) könnte vertrauenswürdiger sein. Aber soweit keine Probleme!
Die Regale sind mit einem Malerfließ abgedeckt, weil meine Frau die Regale ggf. eines Tages weiternutzen möchte (... WANN SOLL DAS BITTE SEIN??? ).
Auf dem Fließ liegt je Regal ein hinreichend massiver Balken. Auf diesen Balken sind 3.5 m lange, noch massivere Balken (lose!) gelagert. (Immer dran denken beim Rechteck: die längere Seite als Höhe nutzen wegen Flächenträgheitsmoment -> Biegewiderstand .) Auf diesen liegen nun die miteinander über Schlossschrauben verbundenen Module auf.
Ja, die Lagerung ist lose, was bei der Masse aber unkritisch ist. Es ist nur sehr schwer möglich, da ungewollt etwas zu verschieben. Die oberen, langen Balken haben ja noch so 2...3 cm, da passiert so schnell nichts. Das Ding ist sicher.
Die Krafteinleitung in die Regale erfolgt an den Verbindungsstellen der Module. Die freitragende Länge ist am Ostsegment (70 cm breit) i.O., gerade auch, weil es nicht so schwer ist. Das aktuell schwerere Westsegment hat dafür die wesentlich geringere Breite.
Sollte mir mal total langweilig sein, dann werde ich die freien Enden noch mal abstützen, aber das ist eigentlich total unnötig.



Dieses Bild demonstriert noch mal die Zimmerbreite (leicht über 2.5 m). Viel Platz ist da nicht, weil das Tagesbett nicht weg kommt. Irgendwo muss man sich ja aber auch hinsetzen können.
Hinten sieht man auf einer Kommode (die dort natürlich nicht mehr den Weg versperrt) das Rangiersegment temporär aufgelegt. Der Masterplan wäre gewesen, das Rangiersegment um 90° gedreht an der Wand zu haben, also orthogonal zum Durchgang. Dann mit einem kurzen, wegklappbaren Verbindungsstück. Den Plan habe ich aus mehreren Gründen fallen gelassen - insbesondere aber, weil das mit dem Durchgang nach hinten zu stressig geworden wäre. Das Bett hätte wahrscheinlich auch nicht weit genug vom Fenster weg verschoben werden können.

Bild entfernt (keine Rechte)

Und nachdem irgendwann um den 10. März 2021 rum die Segmente alle vorerst verschraubt waren und provisorischer Strom raufgelegt wurde, gab es, endlich, zum ersten Mal in Granitz einige Pendelzüge zwischen der West- und Ostausfahrt.



Ein Meilenstein war erreicht!

Und damit möchte ich den heutigen, sehr langen Ausflug beenden.
Und natürlich geht es auch sehr bald weiter.

Vielen Dank allerseits für's Interesse und habt einen guten Start in die neue Woche!
Dominik


PS: Ich sehe, dass die Endformatierung meiner Posts und vor allem Darstellung der Bilder noch recht stümperhaft ist. Werde wohl noch mal ins Spielwiesen-Subforum müssen... und justiere das dann später.


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#15 von berlina , 11.01.2022 03:00

Zitat von Frank K im Beitrag #10

Weichenantriebe: Wenn Du genug Platz hast zwischen Ebene 0 und 1 (> 15 cm), solltest Du vielleicht über Unterflurantriebe nachdenken.



Für Servos oder dergleichen bleibe ich zwar dabei: zu dichte Belegung der Elektrik.
Aber was die Arnold-Antriebe betrifft, so löscht meine vorige Stellungnahme. Der umgedrehte Antrieb schließt auf ca. 1/3 Schwellenhöhe ab. Nicht perfekt, aber somit kann man noch eine dezente Schotterschicht auftragen. Direkter gesagt: Es ist sehr wahrscheinlich doch ein Business Case und wird morgen an einer der Weichen mal konkret realisiert.
Heißt nur, dass ich ein bisschen fräsen muss, aber da ich inzwischen geeignetes Werkzeug habe, ist das fix und vor allem anständig machbar.
Meine Skepsis zuvor begründete sich auf einer Weiche mit umgedrehtem, vernieteten Antrieb anderer Bauart (ggf Minitrix) aus einem alten Konvolut. Und die hatte mich bzgl "Oberflurgewinn" nicht vom Hocker gerissen. Aber bei N ist 1mm Unterschied halt schon viel wert.
Danke für's nochmal anstoßen & dann hoffen wa mal, dass es überall wunschgemäß klappt.
Gute Nacht, Dominik

EDIT, 13h später: Wie erwartet, ist es keinesweges perfekt, aber man kann den Gewinn erahnen... (links). Leichte Bedeckung möglich, wird damit wesentlich besser aussehen.
Bild entfernt (keine Rechte)


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#16 von derOlli , 11.01.2022 17:58

Hallo Dominik,

vor dem Einschottern solltest du die Antriebe aber gut abkleben. Ich hatte schon schlechte Erfahrungen mit umgedrehten Fleischmann Antrieben gemacht. Nicht das dir da Schotterkleber rein läuft.


Gruß von Olli


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#17 von Frank K , 11.01.2022 18:38

Servus, Dominik,

habe Deine ausführlichen Berichte mit Interesse gelesen. Danke dafür!

Zu den Weichenantrieben: Wenn Du Dich für eine rostbraune (alte) Schotterung entscheidest, kannst Du die Dinger auch rostbraiún anmalen. Das nimmt ihnen schon mal optisch etwas den Schrecken. Hatte ich bei Grainitz I so gemacht, wo auch Oberflurantriebe zum Einsatz kamen,

Wenn Du mit Schotter und Weißleim an die Dinger gehst, bitte extremste Vorsicht Nicht nur Weißleim am falschen Ort kann die Antriebe killen (siehe Hinweis vom Olli), auch Schotterkörner sind nicht weniger gefährlich. Also klebe wirklich gut und dicht ab, sonst .

Danke auch für das dicke Lob in Deiner Signatur!

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173

Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilettant probiert rum

#18 von berlina , 11.01.2022 18:44

Hallo Olli,
danke für den Hinweis. Ich werde wahrscheinlich ohnehin eine dünne Papierfläche (potenziell 3-lagiges Klopapier, vielleicht auch "richtiges" Papier) rüberziehen, um es von oben "versiegelt" zu wissen und eine Haftung für das zu haben, was auch immer raufkommt.

Bild entfernt (keine Rechte)
In dem Zusammenhang stellt sich mir aber noch zwei Fragen, bei denen ich gern auf Euren Erfahrungsschatz zurückgreifen möchte.
Ich habe bereits mit Fräsen begonnen und möchte es gern bei Nuten belassen. D.h. ich möchte es vermeiden, komplett durch die Platten zu fräsen. Hauptgrund ist, dass es mir vor allem bei meiner Westausfahrt zu perforiert wäre, ich bin da mit der Lochdichte und dem Span etwas misstrauisch. Daraus ergeben sich dann die Fragen:


  1. Der Schiebemechanismus vom Antrieb kann ja gern mal in sich selbst hängen bleiben und muss dann gerichtet werden. Dieses Problem wird hoffentlich in der umgedrehten Position reduziert, da ja auch weniger Staub reinkommt (so meine Theorie). Allerdings weiß man ja nie. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich zumindest eine Bohrung unterhalb des Schiebers nötig, um im Ernstfall - wie auch immer - von unten ranszukommen. Oder ist es dringend zu empfehlen, doch auf kompletter Antriebslänge freizufräsen, um ihn bergen zu können?
  2. Thema Wärmeabfuhr: Im Normalbetrieb ist das imo unbedenklich. Wenn ein Antrieb mal kurzzeitig streikt, wird er natürlich schnell warm, d.h. er sollte ggf. etwas länger nicht bedient werden, wie wenn er an der frischen Luft wäre. Seht Ihr das bedeutend kritischer?


So, und da kam jetzt gerade noch eine Antwort von Frank rein. Auch danke dafür ;). Jaja, das mit der Signatur lasse ich jetzt mal, bis draußen wieder alles blüht, damit es da keine falschen Assoziationen gibt und Deine Besucher auch nicht immer "Granitz" (ohne i nach a ) schreiben. Mir ist das schon richtig unangenehm oO

Die Tage wird es an dieser Stelle noch weitergehen, sowohl was aktuelle Baumaßnahmen betrifft, als auch die weitere Aufarbeitung der Vergangenheit .

Soweit besten Gruß & Danke für all die Tipps
Dominik


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#19 von derOlli , 11.01.2022 19:50

Hallo Dominik,

ich habe mir noch mal das Bild mit der Weiche angeschaut. Beim rechtem Antrieb kann man den Stellhebel erkennen.
Ich würde also an der Stelle ein entsprechend großes Loch durch die Trasse bohren, um die Möglichkeit zu haben die Weiche von unten von Hand zu stellen. (wie du ja geschrieben hast)
Mehr würde ich aber nicht freifräsen. Zum Abkleben der Antriebe würde ich kein Papier nehmen. Die Gefahr das der Kleber durchsuppt ist zu groß. Empfehlen würde ich dir dünne Kunstoffhüllen mit denen man auch DIN A4 Blätter abheften kann.


Gruß von Olli


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RE: Spur N "Granitz" - ein Dilletant probiert rum

#20 von hubedi , 13.01.2022 12:01

Hallo Dominik,

Hm ... Deine Fragen stoßen ein grundsätzliches Problem beim Anlagenbau an. Ich denke, es ist ein ziemliches Risiko, einen Weichenantrieb so einzubauen, dass er nicht geborgen oder ausgetauscht werden kann. Die Erfahrung lehrt, ein Antrieb geht immer genau da kaputt, wo Du nicht dran kannst. Umgekehrt gilt, wenn Du die Mechanik prinzipiell austauschen kannst, hält sie ewig ...

Die alten Arnold Spulenantriebe verhalten sich nicht anders als die Pendants anderer Hersteller. Die Endabschaltung ist ein ewiger Hort des Ärgernisses. Bei Arnold sind es einfache Pins, zwischen denen ein Federdraht beim Umschalten hin- und herspringt. Die Kontaksicherheit ist auf die Dauer durch Oxydationen oder gar Verzunderungen nicht mehr gegeben. Wenn die Anlage mal ein paar Wochen steht oder eine Weiche selten betätigt werden muss, ist es besonders unangenehm. Ein häufiges Umschalten reinigt die Kontakte zu einem gewissen Grad. Ein Allheilmittel ist das nicht. Das Stummiforum ist voll von solchen Berichten und aus meiner Arnoldzeit könnte ich auch ein paar Geschichten ergänzen. Die Gefahr der Überhitzung bzw. des Durchbrennens der Spulen findet ihre Ursache u.a. auch in nicht korrekt arbeitenden Endabschaltungen. Wird nur ein kurzer Stromstoß zugeführt, der gerade zum sicheren Umschalten reicht, passiert auch bei häufiger Betätigung eigentlich nichts.

Konkret: Ich würde die Fräsungen tatsächlich komplett durch die Platte ausführen. Die Aussparung müsste hinten so groß augeführt sein, dass sich der Antrieb von unten abnehmen bzw. anstecken lässt. Dann kannst Du die Antriebe von unten erreichen bzw. im Fehlerfall reparieren oder tauschen. Das Loch würde ich oben abdecken, um gefahrlos Schottern zu können. Wenn es stabil werden soll, könntest Du Dir dazu z.B. dünnes Birkensperrholz in 1mm Stärke beschaffen. Das Material wird gern beim Flugmodellbau eingesetzt oder als Platte zum Laserschneiden angeboten. Es ginge alternativ und kostengünstiger auch mit Pappe, die zuvor z.B. mit flüssigem Sekundenkleber oder Klarlack auf Lösemittelbasis gehärtet und gegen Wasser unempfindlich gemacht wurde. Sperrholz würde ich natürlich auch vor dem Aufkleben des Schotters gegen Feuchtigkeit vorbehandeln. Kunststoffe würde ich hier entgegen Ollis Vorschlag nicht nehmen, da der Schotter später schlechter zu verkleben wäre.

Von unten könntest Du auch eine Platte über das Loch schrauben. Hier darf es natürlich gern dickeres Material sein ... z.B. 4 mm Pappelsperrholz aus dem Baumarkt. Hier geht aber auch z.B. ein Rest Kunststoff. In diese Abdeckung kannst Du ein Loch Bohren, um den Betätigungshebel des Antriebs zu erreichen. Ich würde mir ein passendes Messigrohr besorgen, welches Du als Verlängerung auf das Hebelchen am Abtrieb stecken kannst, um nicht jedes Mal vor einem Umschalten von Hand die untere Abdeckung abnehmen zu müssen. Vielleicht lohnt es sich, eine Unterstützung aus Schaumstoff auf die untere Abdeckung zu kleben. Sie sollte gerade so dick sein, damit sich der Antrieb unten abstützen kann und nicht frei in der Luft hängt.

Ich persönlich würde mich nicht auf die mechanische Endabschaltung der Antriebe verlassen. Im Gegenteil ... ich würde sie in einem kleinen Umbau überbrücken und damit die Schwachstelle beseitigen. Das setzt natürlich eine elektrische Impulsansteuerung voraus, die den Spulenstrom nur für die benötigten Millisekunden einschaltet. Entsprechende elektronische Schaltbausteine sind im Markt verfügbar oder können selbst gebastelt werden.

Ich persönlich bemühe mich nach Kräften, sofern meine Anlage keine Konstruktionen zu entwerfen, die ich nach dem Einbau nicht mehr erreichen kann. Dieser Grundsatz hat sich bewährt und ich persönlich würde eher auf einen Anlagenteil, Abstellmöglichkeiten oder was weiß ich verzichten, als diese Setzung zu verletzen.

LG
Hubert


Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


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RE: Spur N "Granitz" - mühsam ernährt sich der Dilettant

#21 von berlina , 02.04.2022 02:38

Liebe Leute,

mal ist zu wenig Zeit, dann die Lust, aber keine Muße da, dann wieder zu wenig Zeit... das hatte ich mir im ersten Quartal anders vorgestellt. Ja, tatsächlich, das Quartal ist schon um! Wenig hat sich auf der Baustelle bewegt...
So habe ich hier bestenfalls im Forum mal mitlesen können. Aber grundsätzlich: Granitz lebt noch. Steckt nur in seiner Entwicklung fest. Das ist dann aber auch getreu dem Motto der Stadt . Dennoch ein kurzer Bericht zu dem, was dann doch irgendwie geschehen ist. Ich habe auch Fragen im Gepäck...

Ursprünglich waren wir bei den Weichenantrieben, die ich umdrehen wollte (das sogenannte Arnold-unterflur). Mit Dremel (Fräsaufsatz) habe ich ziemlich viel rumgesaut. Abgeklebt war alles, hat natürlich nicht komplett geholfen, aber scheinbar hat fast alles überlebt. Ich habe einem noch in der Gegend rumhängenden Antrieb den Draht abgefräst... ein bisschen Extra-Blödheit muss halt sein. Ist ja auch nichts, was man nicht reparieren könnte. Die ganze Action fand allerdings zu Anfang am verbauten Gleis statt! Grund dafür war, dass insbesondere im Bahnhof ja schon geschottert ist. Ziemlich suboptimal. (Deutlich) einfacher war es nur auf dem Rangiersegment, weil ja dort eine doppelte Korkschicht flächig verlegt ist. Hier hat der Schnitt genügt.
Auf dem nachfolgenden Bild ist ein Beispiel zu sehen. Man gewinnt durch die gesamte Maßnahme, wie schon mal zuvor gezeigt, ein bisschen, das dann hoffentlich auch entscheidend sein wird! Gern hätte ich Euch schon mal einen "Deckel" präsentiert. Nur leider liegt ein Großteil meines Materialvorrats und meiner Werkzeuge seit zwei Monaten bei meinem Vater, wo ich immer wieder mal an der Ausgestaltung seines Doppelovals sitze. In jedem Fall habe ich für die Überdeckung einen recht klaren Plan, der dann auch eine Verkleisterung des Antriebs vermeidet. Ich möchte die Deckel auch problemlos abnehmbar halten... es bleibt abzuwarten, ob die Narben dann unauffällig genug sind.


Bild entfernt (keine Rechte)
Die Antriebe dann zuverlässig "einzuhängen", also so, dass sie tatsächlich auch mal schalten, ist der absolute pain! Das hatte @hubedi ja aber schon angekündigt. Inzwischen geht es peu à peu besser. Gerade für den dafür notwendigen Feinschliff (... z.T. auch im wahrsten Sinne des Wortes) habe ich gerade selten den Nerv. Ich glaube, dass inzwischen 2/3 der Antriebe funktionieren, zumindest nach Tests. Richtig angeschlossen ans Pult ist bislang noch wenig.
Es sei noch erwähnt, dass ich dann an der Westausfahrt doch noch so weit wie möglich die Gleise entfernt habe, um die Nuten für die Antriebe endlich vernünftig und großzügig ausfräsen zu können. Das ging dann auch ungefähr 10x so schnell, ohne ständig ein fragiles Gleis daneben zu haben. Auf dem Bild sind die nun alle wieder drinnen (Gleise sind dort noch nicht komplett nachgerichtet). Randnotiz: Den Antrieb von der rechten DKW entferne ich wahrscheinlich komplett, da ich sie nur in Ausnahmesituationen schalten werde. Die Ostausfahrt ist bislang noch unvollendet. Dafür brauche ich dann nochmal einen guten Tag...

Bereits kurz vor Weihnachten hatte ich in das Zentralsegment hinter den Standort des Empfangsgebäudes nachträglich ein Arbeitsloch eingebracht. Das ausgesägte Stück wird der Deckel bleiben, der an den langen Seiten ganz einfach auf neu angebrachten Versteifungsleisten aufliegt. Ich hatte früher mal bestimmte Vorstellungen, hinten an der Wand arbeiten zu können, die aber alle nur Flusen im Kopp waren. Mit dem Loch ist nun wirklich fast alles erreichbar. Nur ein Teil über der Westausfahrt nicht - aber da ich ja die Rampe zum Sbf nach Westen raus früher oder später eh noch mal neu baue, können die Geländearbeiten dann zwischengeschoben werden. Der "blinde Fleck" beherbergt keine Gleise, Havarien können also eh nicht stattfinden. Für alles andere wird auch mal ein Workaround funktionieren. Achja, zu dem Loch an sich... irgendwo hatte ich mal Mindestmaße gesehen sowie den Vergleich zu einem Kanalisationsschachtgitter. Das kann ich so nur noch mal als Empfehlung weitergeben. Ich hatte leider durch die bisherige Konstruktion nicht die Möglichkeit, mich an diese Maße zu halten (jetzt: 45*28cm²). Fazit: Ich passe als recht schlanker Kerl durch, komplett 180° drehen darin ist schon schwierig und in ein paar Jahren ist das ganze für mich womöglich nicht mehr nutzbar. Für den nächsten Unterbau weiß ich Bescheid. Bis dahin muss ich mich ranhalten, hinten alles fertig zu bekommen... einfach schneller als mein (aktuell noch moderates) Umfangswachstum...
Bild entfernt (keine Rechte)

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, an der Wandseite (in Verlängerung des Industrieanschlusses) noch zwei längere Abstellgleise unterzubringen. Konkret sind die in einem Tunnel, wobei Tunnel nur so zu verstehen ist, dass das ganze licht- und staubdicht verschlossen werden kann; Deckplatten abnehmbar. Ich habe es (vor allem im Moment, wo der Sbf nicht befahrbar ist) ganz gern, wenn ich jederzeit auch mal 1-2 Züge einsatzbereit, aber geschützt auf der Anlage zu haben. Die aktuelle "Tunnelkonstruktion" ist temporär und - typisch für mich - sehr hässlich. Sobald die Stadt gestaltet wird, wird er entweder abgerissen oder kaschiert. Vermutlich letzteres. Ggf. geschieht das dann auch mit nur zur Hälfte in die Tiefe ausgeführten Häusern. Ich bin der Meinung (/Hoffnung), dass ich durch kaschieren eines Tages meine ganzen Bausünden unter den Teppich kehren kann. Bis dahin fällt mir vielleicht auch noch ein Konzept ein, wie ich auch den Deckel entfernen kann, so dass man einen Teil der Abstellgruppe noch sieht. Dort könnten dann G-Waggons geparkt werden. Vielleicht sogar ein Hauch von Geländeeinschnitt (falls die Stadt etwas Steigung in Richtung Wand bekommt... eher fraglich, aber möglich).

So! Und dann kam gestern endlich mal eine Bestellung von vor fast einem Jahr rein (die bekannten Produktionsengpässe). Er handelt sich um etwas, was man am besten selber macht oder machen lässt - ich weiß - aber zumindest ich selbst bin da noch lange nicht so weit. Es handelt sich um nicht so günstige Pilzleuchten/Salatschüsseln (meine HL-Signale vom Herrn Michalsky haben nur die Hälfte mehr gekostet... also so richtig ausgeglichen ist das dann für mein Empfinden dann nicht unbedingt, aber egal). Aber ich wollte sie uuuunbedingt bald mal haben, denn das Rangiersegment ist ja so meine Experimentierfläche und am weitesten fortgeschritten. Mir ist es auch von Anfang an wichtig, die Beleuchtung schon unterzubringen. Jetzt zurück zum Produkt: Es ist okay. Aber ich denke auch nicht, dass das bereits das Ende der Fahnenstange ist. Das ganze muss denke ich ein bisschen gealtert etc. werden, denn das sieht ja alles doch wie abgeleckt aus.


Ich habe dann eine Probeaufstellung mit schnellem Anschluss gemacht (Füße werden noch versenkt usw.), einfach mal um ein Feeling dafür zu bekommen, ob zum einen die von mir vorgesehen Positionen der Leuchten vernünftig wirken, und zum anderen natürlich, um die Beleuchtung an sich zu testen. Das habe ich zu drei verschiedenen Zeiten gemacht (nachmittags bei noch ausreichendem Licht, kurz vor Sonnenuntergang und bei eingetretener Dunkelheit und weitestgehend dunkler Wohnung). Die Fotos wurden nur mit dem Handy gemacht, von daher sind das nun alles andere als Meisterwerke. Eine vernünftige Kamera habe ich momentan nicht... wäre perspektivisch mal was für die Liste. Aber eilt alles nicht.

Die Fotos sind daher natürlich weit von dem entfernt, was ich live sehe. Die Einleuchtung ist erheblich fahler (imo positiv). Trotz allem ist mir beim Angucken der Bilder etwas wichtiges aufgefallen: Der fehlende Hintergrund, hier also vor allem die weiße Tapete vertreten, ist für den Gesamteindruck ein Problem. Die Wand reflektiert das Licht der Leuchten, für den Betrachter wird somit der Eindruck verfälscht, weil der Horizont ja dunkel und nicht fahlgelb ist... Also brauche ich bald mal einen Anlagenhintergrund. Hier schließt sich nun meine Frage an:
Wenn ich verschiedene Tageszeiten darstellen möchte, sagen wir früher Nachmittag (hellblauer Himmel), abends (z.B. blaue Stunde oder kurz davor) und Nacht (dunkleblau~schwarz), was sind die besten Optionen für eine hinreichend glaubhafte Darstellung. Insbesondere auch unter dem Aspekt, dass die Anlagenbeleuchtung den Hintergrund früher oder später bestrahlt?
Wenn es jetzt nur um Tageshelle und Abendlicht geht, beleuchtet man einfach den Hintergrund variabel - okay; dafür findet man Beispiele genug. Wie sieht es nun nachts aus? Man kann ja schlecht durch LEDs verdunkeln. Eine blaue (oder gar helle) Basisfarbe des Hintergrunds würde dann potenziell zu viel Licht von der Anlagenbeleuchtung reflektieren, der Himmel wäre also nicht nachtdunkel. Umgekehrt wird es auch schwer möglich sein, einen tiefblau bis hin zu schwarz vorgefärbten Hintergrund derart zu bestrahlen, dass er die Tageszeiten zufriedenstellend darstellt. Wie löst Ihr das (falls Ihr Euch diesem Problem stellt) oder habt Ihr dafür eine Lösung in der Hinterhand? Im Zweifel wird es dann wohl doch ein austauschbarer Hintergrund sein müssen (mindestens 1x dunkel, 1x hell).
Ich muss zugeben, dass ich zum Zeitpunkt an dem ich schreibe noch nicht all meine Möglichkeiten genutzt habe, das Internet zu befragen. Spontan habe ich nichts vielversprechendes wahrgenommen, auch nicht über die Forensuche. Falls ich was übersehen habe - mea culpa! Aber es könnte ja sein, dass jemand eine Idee parat hat, die er sehr gern teilt. In den nächsten Tagen gehe ich natürlich auch noch mal selbst auf die Suche... Und ich hoffe, dass ich nicht zu wirr erklärt habe, was ich meine - die Woche war ganz schön .

Das soll es dann erstmal wieder sein. Ich hoffe, dass das zweite Quartal etwas betriebsamer wird. Ansonsten bleibt's bei meiner Zaungastschaft in Euren Threads .

Besten Gruß & ein wunderbares Wochenende
Dominik



[kleiner EDIT, nach hubedi's Antwort]: Mir wabert da tatsächlich gerade noch eine Idee im Kopf rum, die ist aber entweder völlig bescheuert oder (sehr wahrscheinlich) viel zu teuer... vielleicht irgendetwas mit dem eigentlichen Hintergrund + Polarisationsschicht davor... ob dann von vorne oder hinten beleuchtet, ist noch mal ne separate Frage.


dominik aus berliN
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zuletzt bearbeitet 02.04.2022 | Top

RE: Spur N "Granitz" - mühsam ernährt sich der Dilettant

#22 von hubedi , 02.04.2022 10:46

Hallo Dominik,

oh je, mit der Hintergrundkulisse und speziell der Tag-Nacht Darstellung sprichst Du ein schwieriges Thema an. Ich habe mich einige Zeit damit beschäftigt und herumexperimentiert. Zum Schluss bin ich bei einem einfachen Hintergrund ohne Effekte geblieben. Der Reihe nach ...

Das Überstrahlen des Hintergrundbildes durch irgendwelche Straßen- oder sonstige Leuchten ist nur durch einen entsprechenden Abstand in Kombination mit einer Begrenzung des Abstrahlwinkels bzw. des Lichtkegels einigermaßen in den Griff zu kriegen. Schwieriger ist die Simulation der Tageszeiten auf der Kulisse selbst.

Der einfachste Fall ist m.E. ein einfacher Himmel ohne Landschaft. Hier könnte man zwischen Anlage und Kulisse eine Nut oder einen kleinen Abstand einplanen und in diese Vertiefung einen RGB-LED-Streifen versenken. Das Glühen des Horizonts beim Sonnenuntergang, in der blauen Stunde oder bei Nacht z.B. durch entfernte Städte ließe sich damit nachbilden. Das Restlicht von irgendwelchen Leuchtmitteln und Lampen auf der Anlage würde zudem überstrahlt. Ich würde den LED-Streifen schräg zur Kulisse hin neigen, damit möglichst nicht vor dem Horizont stehende Bäume, Gebäude oder sonstige Dekorationen zu glühen anfangen.

M.E kommt diese Methode allerdings an ihre Grenze, wenn eine Landschaft auf der Kulisse abgebildet wird. Wird auch sie von unten angestrahlt, sieht des Ergebnis ziemlich merkwürdig aus.

Es gibt professionelle Lösungen für den Tag-Nacht Effekt z.B. bei der Firma JoWi. Die Fa. Busch hatte vor Zeiten ein ähnliches Angebot. Davon ist allerdings auf ihrer FAQ-Seite nur diese Beschreibung des Prinzips übrig geblieben. Obwohl ich auf Ausstellungen beeinduckende Ergebnisse dieser Lichtkästen bewundern konnte, haben mich die zu erwartenden Kosten nachhaltig verschreckt. Außerdem baue ich keine Messeanlage mit geraden Wänden und rechtwinkligen Ecken. Eine individuell geplante Fertigkulisse für meinen Dachboden mit seinen Schrägen hätte meinen verfügbaren Basteletat weit überstiegen.

Mit einer weiteren, exotischen Methode will ich noch experimentieren. Einfache Deckenbeamer könnten einen Sternenhimmel auf die Kulisse projizieren. Ob das klappt ... k.A. ... aber es ist später den Versuch wert.

Zusammenfassend möchte ich anmerken, ohne Kompromisse wird es nicht gehen. Ich bin der Meinung, irgendwann stehen Aufwand und Ergebnis nicht mehr in einem gesunden Verhältnis. Das Herausquetschen des letzten Quäntchens erfordert meistens einen exponentiell ansteigenden Aufwand. Ob Du diesen Aufwand treiben möchtest bzw. kannst, musst Du selbst entscheiden.

LG
Hubert


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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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RE: Spur N "Granitz" - mühsam ernährt sich der Dilettant

#23 von Frank K , 12.04.2022 15:06

Servus, Dominik,

schwieriges Thema mit dem Hintergrund - zumal auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis mit betrachtet werden muss.

Man sieht solche tageszeitvariablen Hintergründe of auf Schauanlagen (MiWuLa, HPPs Traumwerk etc.) und da wird das Ganze über das Lichtspektrum der Beleuchtung gesteuert. Tiefe Nacht wird es da aber auch nicht, es bleibt ein blaues Hintergrundlicht.

Eine Sache solltest Du auch bedenken: Von welcher Seite betrachstest Du später Deine Anlage. Frontal kann der Hintergrund seine volle Wirkung entfalten. Späteststens aber, wenn Du im flachen Winkel drauf schaust, ist die Illusion irgendwann einmal dahin.

Schwierige Entscheidung, ich weiß - ich hoffe, Du wirst die für Dich richtige Wahl treffen.

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
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Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


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RE: Spur N "Granitz" - mühsam ernährt sich der Dilettant

#24 von berlina , 23.04.2022 20:35

Hallo, liebe Mit-Stummis,

und insbesondere zunächst ein großer Dank an Euch beide, @hubedi und @Frank K für Eure Meinungen zum Thema Horizont.
Ich habe mir fest vorgenommen, mich diesem Problem "noch in diesem Jahr" anzunehmen... die Zeit rennt ja schon wieder und wir haben fast das erste Drittel um. Bisher hatte ich noch keine Muße (oder Lust), meine vage Idee zur Umsetzung weiter zu skizzieren. Das Thema "tageshell+blaue Stunde+finstere Nacht" ist mir aber wichtig. Wenn ich es technisch nicht hinbekomme, ja dann muss ich halt den Horziont schnell austauschbar gestalten. Mal sehen.
Mein Hauptärgernis waren ja zunächst auch die effektiven Lichtkegel der Salatschüsseln. Dem habe ich mich auch noch nicht weiter angenommen. Bei Gelegenheit werde ich da mal weiter rumexperimentieren.

Fürs erste sind nun schon mal fünf Salatschüsseln an ihrem Ort und auch im Boden versenkt, nur noch nicht mit dem umgebenden Boden kaschiert. Das eilt auch nicht.
Um endlich mal ein schöööönes Hl-Signal im Einsatz zu haben, hat die Nebenstrecke von Rattendorf aus ihr Einfahrsignal nach Granitz bekommen. Der erste Schnappschuss bei Nacht (mäßige Qualität) hat gleich die ersten Pickel bei meinem Bruder hervorgerufen. "Das steht ja viel zu weit weg vom Gleis!"

Naja, einerseits musste ich ihm intuitiv recht geben (die Aufstellung war mal wieder sehr husch-husch gemacht), andererseits habe ich mich dann auf die Suche nach den Regeln dafür gemacht. Etwas endgültig verbindliches habe ich nicht gefunden, habe mich dann aber relativ nahe an den Richtwert für Nebenstrecken gehalten (2.2m von Gleismitte aus, hier und da in Foren gefunden). So gefällt es mir aber tatsächlich (zumal nun am Tag...) auch besser. Der Fuß ist inzwischen auch fürs erste eingefasst.

Ich habe schon einige Male erwähnt, dass ich bislang noch so meine Probleme beim Löten habe. Im Sommer werde ich mich diesem Defizit mal in aller Ruhe annehmen. Solange - mindestens - wird nur mit Pins gearbeitet. Hinsichtlich schnell mal abnehmen ist das ohnehin keine schlechte Variante und so teuer ists dann auch nicht. In diesem Fall sieht man den Anschluss vom Esig. Dazu habe ich ein Breadboard zerschnitten. Da bekommt man schon einige solcher Stationen raus... klar, es geht auch sinnvoller und günstiger... eines Tages mal. Für den Moment erfüllt es seinen Zweck. Ich dokumentiere hier ja auch gern, um Leuten, die ähnliche Probleme haben, eine mögliche Alternative zu zeigen. Bei den Anschlüssen vom Esig selbst handelt es sich um Stecker, die ich direkt mit den Lackdrähten verpresst habe. Laufen z.B. unter der Bezeichnung Adapterstifte.


Ansonsten habe ich endlich mal wieder den Großteil meines Werkzeugs sowie den Begraser von meinem Vater zurückgeholt. Dort widme ich mich ja der landschaftlichen Ausgestaltung (ab sofort in einem eigenen Thread besprochen). Nun wieder zurück in Granitz, habe ich auf dem Rangiersegment die Begrasung etwas weitergetrieben. Dabei habe ich vor allem 2mm Fasern von Woodland verwendet sowie ein paar Bodendecker und kleine Büsche platziert (vorwiegend eine Foliage von Noch, leicht ergänzt mit diversem Kram: 2mm Fasern, Belaubungsmaterial, verklebte Faserreste). Ich hangel mich da erst allmählich vor. Allerdings könnt Ihr mir gern jetzt oder später sagen, wie viel überhaupt gesund ist. Ich tendiere dazu, mit Buschwerk und Bodendeckern nur sehr sparsam weiterzuverfahren. Aktuell ist davon vorhanden, was am Tümpel sowie oberen Segmentrand auf nachfolgendem Bild zu sehen ist. Ich plane, die Menge in diesem Bildausschnitt in etwa zu verdoppeln, primär am linken Rand sowie noch zwischen den beiden Pfützen (falls man die als solche erkennt...). Das würde dann meiner Wahrnehmung von Natur entsprechen (wobei es situationsbedingt immer sowohl mehr als auch deutlich weniger sein kann...). Es stehen ja außerdem noch Bäume im Bildausschnitt, so dann nachfolgend auch noch zu sehen. Kleiner EDIT: Die Grasbüschel direkt oberhalb der Nebenbahntrasse sind nicht self-made, sondern gekauft. Traue ich mir aber ab sofort auch ohne zu.

Zum Teil sieht das Buschwerk noch etwas fusselig aus.
Die anderen beiden Bilder zeigen das ganze also mit den Bäumen, die ich letzten Sommer mal als Erstwerk gebastelt habe. Mit denen bin ich noch nicht so zufrieden, sie werden irgendwann mal getauscht, das hat aber sehr niedrige Priorität. Bei den Fotos bin ich mal einem Tipp gefolgt, den ich neulich bei YT im Kanal vom Mario (@Poisentalbahn) gesehen habe: Bei beiden Bildern handelt es sich um Serien, die dann mit einem Stackingtool zusammengefasst wurden. Der Sinn ist, verschiedene Bildbereiche zu fokussieren, so dass möglichst alles scharf ist. Hier mit Handy (S4) sowie einem stümperhaften Stativ (Tesafilmrollenhalter... unser eigentliches Stativ ist gerade nicht auffindbar^^) entstanden. Ich finde, dass die Technik selbst in diesem Setup schon ganz gute Ergebnisse liefert. Der Aufwand ist dabei recht überschaubar - Bilderserie schießen mit verschiedenem Fokus, ins Tool laden, exportieren. Die Rechenzeit dafür ist irrelevant.
(Kleiner Hinweis: Das erste Bild hat noch einen Farbfilter drauf, das zweite nicht.)


Achso, fast vergessen: Mein Begraser (Greenkeeper Jr.) schwächelte jüngst bei den 2mm-Fasern. Ich meine, dass er mit Heki-Fasern, die ebenfalls 2mm lang sind, schon mal sehr viel besser klar kam. Nun ist der Jr. natürlich auch nicht der mit dem größten Wumms, aber irritiert bin ich dennoch, so dass ich dem noch mal auf den Grund gehen muss.
Kleiner EDIT: Aus diesem Blickwinkel wird deutlich, dass hier noch gaaanz viel Gras und Buschwerk fehlt! Das soll innerhalb vom Mai dann weitestgehend abgeschlossen sein. Und die Trasse der Nebenbahn wird noch deutlich (mehr) überwuchert.

So. Und dann ist ja da noch ein Thema seit Jahreswechsel offen: Die Weichenantriebe umdrehen. Nunja, was soll ich sagen. Ich habe mich ja lange davor gedrückt. Beim letzten Post war ich glaube ich schon immerhin so weit, dass 2/3 der Antriebe prinzipiell positionerbar und mehr oder weniger verlässlich schaltbar waren. Ich habe mich dann an die Wieder-Verkabelung gemacht, die mir aber dieses mal ganz schön auf den Nerv gegangen ist.
Bild entfernt (keine Rechte)
Gestern dann habe ich die Arbeiten unterbrochen, nachdem ich bei einigen Tests einen Schalter weggeschmolzen habe. Das habe ich eigentlich auch nur zufällig gemerkt, als ich mich durch den Raum bewegt habe und es plötzlich sehr ungesund roch. Ich habe die Ursache noch nicht geklärt und daher auch noch nicht verstanden. An sich würde ich ja vermuten, dass der zugehörige Weichenantrieb nicht vernünftig endabgeschaltet hat - nicht immer surren sie dann wie irre rum, sondern machen es zuweilen stumm. Allerdings hätte ich dann gedacht, dass der Antrieb durchschmorrt und sich der Rest erledigt hat. Ob der Antrieb noch lebt - wie gesagt, habe ich noch gar nicht geprüft. Das kommt dann mal morgen. Insgesamt hat mich das Ereignis aber ziemlich frustriert, nicht wegen des Schadens (der ist insignifikant), sondern weil es mein Vertrauen in diese Antriebe noch weiter mindert. Ja, Hubert hatte schon mal geraten, an den Antrieben zu basteln, ich weiß.

Als letztes für heute kommt ein sehr wichtiger Punkt, zu dem Ihr gern Euren Semf abgeben dürft. Es geht um den Umbau der Westausfahrt bzw. Rampe in die Schattenebene!
Kurz noch mal zum Hintergrund: Die zweigleisige Rampe ist aktuell ein bisschen zu steil und jedes der beiden Gleise enthält auch je eine Stelle, die Entgleisungen hervorruft. Bei dem Innengleis ist es eine FM-R1-Weiche, die ersatzlos gestrichen wird; beim Außengleis ist es sehr wahrscheinlich ein Neigungsproblem der Waggons, da hier die Rampe einen leichten S-Schlag bei gleichzeitig vorhandener Steigung macht... Dieser Bereich ist nicht gut einsehbar und auch in der aktuellen Bauform natürlich genau der Abschnitt von ca. 10cm, der so gut wie gar nicht mehr mit der Hand erreichbar ist. Jaja...

Zitat von berlina im Beitrag #9
Das heißt also: die Rampe, insbesondere der kurvige Teil, sollte überarbeitet werden.

Jetzt habe ich gerade ein Zeitfenster, wo ich dafür einigermaßen Zeit und vor allem auch mal einen Hauch Lust darauf habe. Das Problem kam mir in der vergangenen Nacht hoch, so dass ich dann noch zur Unzeit rumgegeistert bin, um mir Gedanken zum Rahmen für das neue Rampen-Einstieg-Segment zu machen. Ich habe dazu die grobe Situation mit den Segmenten noch mal in einem recycelten Bild verdeutlicht: Die schwarz gerahmten Module sind Bestand, wobei sich der erste Teil der Rampe (als ca. 225° Wendel) im Westsgement befindet. Der restliche Teil der Rampe befindet sich unterm Hauptsegment und spielt hier keine weitere Rolle. Der Rampeneingang inkl. Kurve im Gefälle soll nun nicht allein auf dem Westsegment liegen, sondern auf dem hier rot eingefärbten Bereich - das nun also vorläufig als "Rampen-Einstieg-Segment" bezeichnet.
Der Rahmen dafür ist in Vorbereitung.

Bild entfernt (keine Rechte)
Nun geht es aber vielmehr darum, wie die Westausfahrt aus dem Bahnhof gestaltet wird. Der Bahnhof selbst wird nicht umgestellt, d.h. Optionen wie "in der Kurve"/"schräg" entfallen; er bleibt "parallel zum vorderen Anlagenrand".
Durch das neue Segment werden ca. 22cm Breite gewonnen, d.h. insgesamt schon mal 44cm mehr Strecke, die das Gefälle entschärfen kann. Ich werde außerdem das Westsegment so vorbereiten, dass es bereits früher eine seichte Neigung zulässt. Bevor das ganze endgültig fixiert wird, wird es von mir natürlich anständig getestet.
Zwei Optionen sehe ich nun für die Umgestaltung der Westausfahrt.
  1. Ähnlich wie bisher, halt nur verlängert. Das bedeutet, dass es zweigleisig auf der Hauptstrecke weitergeht.
    Bild entfernt (keine Rechte)
  2. Alternativ - so auch schon mal früher angedacht: Die von Osten kommende, zweigleisige Strecke reduziert sich nach Westen hinaus zur eingleisigen Strecke.
    Bild entfernt (keine Rechte)

Die zweite Variante ist natürlich eine kleine Philosophieänderung.
  • Als Nachteile sehe ich: Zum einen entfällt natürlich die Möglichkeit, dass Züge sich in der Westausfahrt begegnen, also zeitgleiche Ein- und Ausfahrt. Zum anderen macht es die analoge Bestromung (beide Gleise haben eigentlich ihren eigenen Trafo) ein bisschen unübersichtlicher, da hier kurzweilig zwischen zwei Trafos hin- und hergeschaltet werden muss, was technisch kein Thema ist, aber den Betrieb natürlich komplizierter macht. Insbesondere für potenzielle Gäste. Als drittes noch das banale Kinderargument: Ich wollte doch so gern eine durchgehend zweigleisige Hauptstrecke!
  • Als Vorteile sehe ich: Erstmal macht es den Bau des "Wendels" (Begriff ist etwas übertrieben) deutlich einfacher. Ich muss mich nur um ein Gleis kümmern. Das Innengleis, das ja zwangsläufig den kleineren Radius hat,entfällt. Die Situation, dass nun auf ein Gleis verjüngt wird, ist etwas interessanter/unkonventioneller - aber dennoch realistisch. Es sei hier noch mal daran erinnert, dass Granitz in dieser Fantasiewelt der Platzhalter für Lübbenau ist, wo im großen und ganzen genau diese Situation in Richtung Cottbus ja vorhanden ist. Der Nachteil der (dann nicht mehr) zeitgleichen Ein- und Ausfahrt von Zügen von Westen her wird dadurch gemildert, dass es ja glücklicherweise noch die (eingleisige) Nebenstrecke gibt, die da als Ersatz herhalten kann.

Es gibt noch einige Kleinigkeiten und die zweigleisige Variante ist nicht exakt dargestellt... ebenso wenig wieder die "hintere" 90° Kurve an der Wand, die langsam in der Verdeckung verschwindet. Das ist nur zur Verdeutlichung des Prinzips. In jedem Fall sind das jetzt erstmal die beiden Optionen. Von daher seid Ihr gefragt: Was findet Ihr spannender?

Das Votum hier im Forum wird natürlich nicht allein entscheiden, denn ich habe ja noch 2-3 interessierte Personen im privaten Umfeld, die da ebenfalls ihren Semf zu abgeben wollen. Aber ich bin sehr auf Euer Feedback zu diesen beiden Optionen gespannt. Meinen Favoriten (heute am 23.04.22 um 20:30 Uhr) nenne ich deshalb nicht.

Besten Gruß & allen noch ein schönes Wochenende
Dominik


EDIT: Ich habe noch mal ein paar konkretere Ideen zur Gestaltung der neuen Westausfahrt skizziert. Dabei gilt auch für die eingleisigen Konzepte: Da das zweite Gleis im Zweifel als Reparationsleistung abgewandert ist, bleibt der Damm selbst pseudo-zweigleisig. Die eingleisigen Konzepte schlagen dann nur vor, wie das ganze ausgestaltet werden kann. Ich habe zudem die grobe (!) Grenze eingezeichnet, ab der die Trasse verdeckt wird. Wie genau die Verdeckung stattfindet, tut hier aber erstmal nichts zur Sache und möge bitte komplett ignoriert werden. Gern könnt Ihr nun also in Verbindung mit einem Grundvotum (zwei- vs. eingleisig) Eure bevorzugte Variante für die Ausgestaltung gleich mit abgeben.

nochn EDIT zum allerletzten Bild: Bei allen Varianten 2 habe ich auf dem Bild vergessen, den "alten" Gleiswechsel zu entfernen, der von Gleis 2 nach 3. Denkt Euch dieses kurze Verbindungsstück bitte weg (der "nicht rot gestrichelte" Teil).


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zuletzt bearbeitet 27.04.2022 | Top

RE: Spur N "Granitz" - mühsam ernährt sich der Dilettant

#25 von Frank K , 26.04.2022 16:13

Servus, Dominik,

danke für Deinen ausführlichen Bericht. Der Abstand des Esigs vom Gles passt. In der Praxis sieht man eh oft eine gewisse Variantenbreite, mal stehen die Signale näher am Gleis, mal auch etwas weiter weg. Auch die Begrassung und die Abstellgruppe schauen auf den Fotos gut aus.

In Sachen Westausfahrt - ich bevorzuge klar die Eingleisigkeit. Ist betrieblich interessanter und gibt vielleicht auch den Anlass, einen Zug, von Osten kommend, einfach auch mal in Granitz enden zu lassen und die Lok umzusetzen. Je nach Gusto wäre es 2b, c oder d bei mir. Die Schutzweiche betrachte ich als erforderlich.

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
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