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Kurzübersicht:
Mit der Anlage Granitz baue ich in Spur N eine analoge Heimanlage, in der der Trennungsbahnhof des fiktiven Mittelzentrums Granitz (Lausitz) im Fokus steht.
Der Fahrbetrieb soll sich stark an Lübbenau in den 90er Jahren orientieren (Strecke Berlin-Cottbus sowie Lübbenau-Senftenberg): viel Nahverkehr und Interregio ergänzt um Kohleganzzüge von den südlich gelegenen Tagebauen.
Der Gleisplan ist an die Situation in Lübbenau angelehnt, es ist aber keine exakte Nachbildung von Lübbenau geplant (weder Bahnhof, noch städtische Bebauung).
Für die (recht trockene) Recherche zur Orientierung am Vorbild siehe auch diesen Thread.
Tach zusammen,
als neues Mitglied aus Berlin (Dominik heißt er - hier der Link zur Vorstellung) möchte ich nun meine persönlichen Laufversuche vorstellen.
Es handelt sich dabei um den Bahnhof des Mittelzentrums Granitz (Cottbus), das sich in einem Paralleluniversum an der Bahnstrecke Berlin-Görlitz befindet. Um genau zu sein am km 85,6. Ja, genau! In dieser Welt existiert Lübbenau nicht und der Spreewald rutscht etwas nach Norden. Die Stadt Granitz hat dafür noch ein bisschen mehr industrielles Flair. Namenstechnisch hat es btw nichts mit dem Forst auf Rügen zu tun.
Das ganze findet im Gästezimmer unserer Berliner 3-Zimmer Wohnung Platz. Ganz grob: Es stehen gut 4m² Wand bei einer Tiefe von 1m zur Verfügung sowie perspektivisch auch ein L-Schenkel mit knapp 1,50m Länge für z.B. einen Fiddle Yard.
In unserer Wohnung kann immer wieder mal eine Bombe einschlagen und allgemein ist gerade dieser dritte Raum von uns sehr "volatil". Nach jahrelanger Fehlnutzung des Zimmers habe ich es nun zurückerobert. In diesem Zuge habe ich mich auch gleich von meinem dort noch schlummernden Kicker getrennt, der im Altbau einfach viel zu laut und daher nicht mit Spaß bespielbar war. Gleichzeitig ist mit Stand heute aber noch nicht die komplette Raumordnung für die Zukunft fixiert. Aus diesem Grund rangiert die Ausführung aktuell noch zwischen zwei Varianten. Das wird zu späterem Zeitpunkt noch mal erläutert.
Was Euch ansonsten erwarten kann: Viel Epoche V (+/-) auf Gebiet der ex-DR, Fokus erste Hälfte der 90er, hoffentlich mit Abdeckung und Einflüssen der 80er und späten 2000er.
Bahnanlagen und Ort sollen nicht mehr ganz fit sein, hier und dort mitunter marode. Meine Erinnerungen an die Wende sind bedingt durch mein Alter (1984er) begrenzt. Einige Eindrücke konnte ich aber mitnehmen und vermischt mit kursierendem Videomaterial aus den sehr frühen 90ern kommt dann irgendetwas in meinem Kopf raus, was womöglich nicht historisch exakt ist, aber meiner Vorstellung entspricht. Nicht zuletzt wandere ich gern durch Brandenburg und sehe in den stillgelegten Anlagen - egal ob Bahn, Industrie, Militär - viel Charme, der ebenfalls mit ins Modell einfließen soll.
Das Resultat muss also eine gerade noch so funktionierende Infrastruktur mit deutlichen Abnutzungsspuren sein. In diesem Sinne ist es oberste Pflicht eines jeden Begleiters des Projekts einzugreifen, wenn es zu romantisch wird. (Trotzdem: ein paar im Allgemeinen als schön kategorisierbare Perspektiven über die Landschaft sind erlaubt.)
Bevor es dann wirklich losgeht: Die ersten Planungen habe ich glaube ich Ende 2018 noch als nahezu Oval gemacht (Bild 1; einige verrückte Rampen bitte ignorieren!). Der Gleisplan hat sich Anfang 2020 massiv umgekrempelt, weil ich zum einen dann selbst mehr auf vernünftige Betriebskonzepte gehen wollte und zum anderen viel Foren gestöbert habe... und inspiriert wurde.
Eine Zwischenstufe war dann die abgeknickte Acht (Bild 2). Inzwischen bin ich eigentlich aus diversen Gründen bei einer Art Hundeknochen... s. dann unten beim Abschnitt "Gleisplan".
Der gesamte Wandel wurde 2020 gut dokumentiert und daher auch kommentiert, muss nur mal an die aktuelle Version angepasst werden. Vielleicht dazu später noch mal ein Ausflug.
Mein oberster Berater in puncto Planung ist mein Bruder, der ebenfalls zeitweilig MoBa-aktiv ist, wenngleich mit noch mal sehr viel weniger Platz. Zum aktuellen Konzept gibt es sicherlich von den Erfahrenen hier viel Kritik. Grundsätzlich gilt: Ich höre mir jede Kritik an und kann auch immer gut damit umgehen. Allerdings werde ich sicherlich auch immer wieder mal klar sagen, dass bestimmte Dinge nicht zur Debatte stehen (auch wenn die Argumente dafür noch so gut sind). Insbesondere gilt das für die nachfolgend noch aufgelisteten Schwachpunkte, die ich bereits selbst erkannt habe.
Allgemein ist dies hier ein Vorhaben, mit der mein eigener Anspruch regelmäßig weiter wächst. Trotzdem bleibt es zunächst ein großes Versuchsfeld, auf dem ich selbst gerade technisch lernen möchte (und muss!). Diese Anlage wird zum Schluss nicht perfekt sein, sondern mir hoffentlich viele Erkenntnisse gebracht haben.
An vieles wage ich mich aktuell zum ersten mal ran. Ich selbst bezeichne mich als notorischen Dilettanten. Das wird man auch immer wieder mal erkennen. Und ab und zu mal scheitern ist für mich voll okay. Trotz allem: Scheut Euch nicht davor, hier Euren Senf (wir in Berlin sprechen das eigentlich "Semf" aus) abzugeben, den ich in den meisten Fällen wertschätzen werde, aber wie gesagt nicht in jedem Fall umsetze. Man kann auch sagen: ich lasse mich von Foren ungern steuern, aber liebe die Inspiration durch Euch! Und dafür bedanke ich mich auch gleich mal im Voraus.
1. Titel
Granitz (Cottbus/Lausitz)
2. Spurweite & Gleissystem
Spur N
Gleis: Arnold (Sichtbereich), Fleischmann Flex ohne Bettung (verdeckte Bereiche)
Ich kenne die Nachteile vom Arnoldgleis sehr gut und sie sind immens. Ein teilweiser Wechsel zu Peco Code 55 (Holz) ist nicht ausgeschlossen, steht aber aktuell nicht im Fokus. Dazu gern ein anderes mal noch mehr Details von mir.
3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
Der Raum misst 5.5 m * 2.5 m.
Davon stehen mir großzügige ca. 5 m² zur Verfügung, vor allem an einer Wand.
Skizze s. links. Die orangene Variante ist die, die wahrscheinlich umgesetzt wird. Der später noch abgebildete Gleisplan zeigt noch die schwarze Variante.
3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Ungeklärt ist momentan, ob an der Fensterseite eine Erweiterung zum F oder nur zum L erfolgt.
In letztem Fall würde die Anlage auf Türseite noch etwas weitergehen. Dort begrenzt aktuell ein Gepäckschrank, der früher einmal ein Rattenkäfig (Selbstbau) war. Diese Variante ist in meinem Herzen nicht erste Wahl, hätte aber den Vorteil, die Nebenbahn problemlos im Off verschwinden zu lassen. Dazu später mehr.
3.3 Anlagengröße oder verfügbare Fläche im Raum
Anlage ca. 5 m²
Langer Schenkel 4.0 m
Tiefe 1.0 m
Die Schenkel (egal ob L oder F) würden bis zur rechten Raumwand anschlagen, d.h. Segmente von bis zu 1.5 m Länge darstellen. Dies allerdings bei einer Tiefe von je ca. 0.6 m.
3.4 Bauform
- formell imo Segmente
- ... allerdings nicht in Rahmenbauweise, sondern vorwiegend Platte
Die Rahmenbauweise habe ich verstanden und traue sie mir auch zu. Für das vorliegende Projekt habe ich sie dennoch nicht gewählt, was ich zu gegebener Zeit mit schlechten Argumenten unterfüttern werde ;).
Für künftige Projekte mit konstanteren Randbedingungen zur Planung würde ich aber die Rahmenbauweise anstreben.
4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Ich würde inzwischen sagen Modellbahn.
Ob mein Betriebskonzept ultrarealistisch ist, ist die eine Frage, aber dort habe ich schon viele Gedanken reingesteckt. Dargestellt werden soll der
- meist durchziehende Personenfernverkehr
- Regionalverkehr (hier auch in Funktion eines Trennungsbahnhofs)
- Güterverkehr: sowohl allgemeine Zugbildung als auch Kohle-Ganzzüge
- während der Planung ist mein Interesse an der Zugbildung fast schon in den Fokus gerückt, es soll einen Ablaufberg mit kleiner Richtungsgruppe geben (ob der dann sinnvoll funktioniert mit Spur N, muss man sehen... vieles spricht dagegen)
Die Anlage wird nicht von einem Kind oder Fremden ohne Unterstützung bespielbar sein. Fernprojekt ist tatsächlich auch die Simulation eines regen Analogbetriebs in Modellzeit durch drei Personen (inkl. Wahrnehmung definierter Rollen als Fdl, Weichenwärter, Lokführer) inkl. Meldungen zwischen den Stellwerksbereichen.
4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
- 2-gleisige Hauptstrecke (Schattenbhf - Granitz Hbf - Fiddleyard)
- Abzweig einer (eingleisigen) Nebenbahn (Granitz Hbf - Rattendorf)
- Industrieanschluss
- eine zweite Nebenbahn ist noch angedacht, wird aber wahrscheinlich im weiteren Bau und aufgrund der Raumsituation gestrichen. Ggf. Abzweig noch als stillgelegt ins Diorama.
4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Plan war von Anfang an, R1 und R2 aus dem Sichtbereich zu verbannen.
- eigentlich überall R3 (400 mm) und R4 im Sichtbereich
- sehr kurze Schwenke sowie ein kurzer Teil der Nebenbahn vereinzelt R2 -> alles nur, wo nicht anders realisierbar
- Schattenebene: aktuell bis runter zu R1, hier wird aber noch mal viel umgestaltet
4.4 Maximale Steigung
Sichtbereich: fast flach (bedingt durch Region)
Rampen/Wendel: bei dem Thema blitzt aktuell mein Nerv auf... später mal mehr dazu
4.5 Maximale Zuglänge
Lastenheft Bahnsteige:
- Fernbahn: 5 Schnellzugwagen + Lok
- Regionalbahn: 3 Schnellzugwagen + Lok
- Güterverkehr: 1.0 m
- Hausbahnsteig voraussichtlich 1.1 m für einige Paradezüge
4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Hauptsegment: 1.0 m ...
... wobei im hinteren Teil nur noch Industrienebenbahn (eingleisig). Ein Bergungskonzept wird ausdrücklich eingeplant.
Schenkelsegmente: 0.6 m
Schattenebene: zugänglich, auch in Tiefe
4.7 Eingriffslücken / Servicegang
s. 4.6
4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
ca. 1.1 m
4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
- Westausfahrt -> Schattenbahnhof "Schattenwalde" mit aktuell 5 Abstellgleisen sowie geplanter Kehrschleife. Später erweiterbar.
- Ostausfahrt -> Kehrschleife geplant (Ende 2021), langfristig Fiddle Yard (1-2 Jahre)
4.10 Oberleitung ja / nein
Hauptstrecke: Masten von Sommerfeldt geplant, teils Beton, teils Stahlfachwerk; kein Draht!
Nebenstrecke: keine Oberleitung
4.11 Signale
Es werden fast ausschließlich Lichtsignale eingesetzt, natürlich HL. Fabrikat Michalsky. Die sind auch schon fast alle gefertigt worden (riskante Investition, bevor der Gleiskörper voll funktioniert).
5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
- prinzipiell analog
- ich prüfe, ob ich den kompletten Rangierbereich umschaltbar für analog/digital gestalte
- digital fahren ist ein seeeehr langfristiges Projekt (Familienfuhrpark zu 95 % analog, ich bin ein sehr schlechter Löter, die anderen auch)
5.2 Steuern analog oder digital
- analog
- sobald ich vernünftig löten kann: über PC
5.3 PC-Steuerung
Da ich beruflich viel mit Simulation und dabei auch programmieren zu tun habe, war es eigentlich noch vorm eigentlichen Wiedereinstieg mein Ziel, die analoge Anlage meines Vaters durch eigene Software + etwas Elektronik steuerbar zu machen.
Das bleibt auch für Granitz noch mein Ziel.
Die Konzepte dafür sind mehr oder weniger in der Tasche, nur das Löten ist das/mein Problem.
Außerdem ist die Automatisierung auch aus sonstigen Gründen nachrangig.
Meine Code-Infrastruktur ist in wesentlichen Punkten aber bereits vorhanden (wahlweise PC/Smartphone -> Raspberry Pi o.ä. -> Hardware).
Dies ist auch ein wesentlicher Grund, weshalb digital trotz seiner unbestrittenen Vorzüge für mich nicht zwingend ist - die Bastelei der eigenen Steuerung war halt ursprünglich einer der Hauptanreize, überhaupt wieder mit MoBa anzufangen.
6. Motive
Zunächst sei gesagt: Der Bahnhof ist samt der kleinen Richtungsgruppe (nachfolgend "Rangiersegment" genannt) das zentrale Element der Anlage! Eine Paradestrecke auf freier Strecke wird erst viel später kommen.
6.1 Epoche
Gemessen an der Zeitskala bei Wikipedia:
- Fokus: Epoche V a-b
- Ausflüge nach IV c, Motive aus V c
6.2 Bahnhofstyp(en)
- Trennungsbahnhof
- kleiner Zugbildungsbahnhof
6.3 Landschaft
- typische Süd-Ost-Brandenburger Wald-Wiesen Landschaft (mehr Wald); etwas trocken
- Geländererhebungen nur sehr dezent
- ein bisschen "Hintergleishalde"
6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Im rückwärtigen Bereich des Bahnhofs befinden sich Ansätze der ostdeutschen Stadt Granitz.
Man soll sehen, dass es der Stadt und dem Bahnhof schon mal besser ging.
Nordöstlich vom Empfangsgebäude befindet sich eine kleine Fabrik, zu der auch ein Gleisanschluss von der sich ausfädelnden, lokalen Industriestrecke befindet.
Der Rangierbetrieb findet auf der Südseite des Bahnhofs statt (Anlagenvorderkante).
Das Segment mit Richtungsgruppe und der umfahrenden Nebenstrecke wird entweder im Südosten oder im Westen sein... dies hängt noch von der sonstigen Raumplanung ab.
6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
- Kleinst-Bw mit Tankstelle und Lokschuppen auf dem Richtungsgruppensegment
- ggf. werden noch Fragmente eines nicht mehr genutzten, größeren Bws abgebildet -> noch unklar
7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
- bis auf zwei Loks sind alle analog
- leider ist auch überall der Großteil KEIN DR Material, weshalb ich hier und da noch mal langfristig nachsteuern werde
- Nachfolgend die wichtigsten Loks, die auf den Plan treten werden:
-- ex-DB: 112, 120, 151, 211, 217, (401)
-- ex-DR: 112, 110, 155
-- die 112er meinen in beiden Fällen orientrote aus der 243er Reihe; hier werde ich sicherlich noch 1-2 weitere in der Original DR-Lackierung anschaffen
- Personenwagen, das wichtigste:
-- IR in Produktfarben
-- IC in Produktfarben (... eigentlich von meinem Bruder, muss aber häufig vorbekommen)
-- DoSto verkehrsrot 7 Waggons
-- DoSto dunkelgrün 4-teilig von Piko (... wird wegen der Optik wohl seltener aufgestellt)
-- vereinzelt Eilzugmaterial DB Epoche IV zum Aufstocken des IR/Bildung eines zweiten IR
- G-Wagen, das wichtigste:
-- ca. 10 Selbstentlader für Kohle/Erz in verschiedenen Typen
-- 4 Rungenwagen Rohrladung (... spricht für ne entsprechende lokale Fabrik)
-- 6 olle Hochbordwagen mit Kohleladung
-- einige unbeladene Rungen- und Hochbordwagen, Schiebewandwagen und Containerwagen; reicht für etwas seriöse Zugbildung
Ferner ist noch viel Kleinzeug aus Epoche 2, eine handvoll knallbunter Kesselwagen, Bierwagen, S-Bahn Viertelzug etc. vorhanden, die eher für... "Museumsfahrten", aber nicht den Regelbetrieb in Frage kommen.
Auf der "Wunschliste" oben stehen: Ludmilla, Ferkeltaxe, 2* 243 in DR-Lackierung, DoSto mintgrün, Halberstädter Schnellzugwagen
Für Epoche V+VI kann mein Bruder noch einiges beisteuern, der hoffentlich ab und zu mit seinen Zügen besuchen wird.
7.2 Vorhandener Gleisplan
- hier kommt eine Variante, nämlich die im F-Format, die aber wahrscheinlich nicht mehr genau so realisiert wird:
- das wahrschenlichere L-Format hätte dann den Ablaufberg am Gleis VIII und das Rangiersegment wäre ganz im Westen, wo im angefügten PDF die "Nebenstrecke Schattenwalde/Kohleabbau" ist
- die Strecke zum Kohleabbau würde damit dann entfallen, aber als Stummel (oder für später mal) genau dort verbleiben, wo aktuell im PDF der Abzweig zum Rangiersegment ist
- die Schattenebene ist im PDF nur stilisiert
- ignorieren: die Wendeschleife und Bhf Schönblick; das ist eine nette Option (hier nur stilisiert), die aber wegen Platzbedarf sehr unwahrscheinlich ist; stattdessen wird dort der FiddleYard direkt vorm Fensterbrett sein oder alternativ nach einer Kehre an der rechts-unteren Raumecke eine Ebene niedriger die Wand zurückgeführt... alles noch unklar und aktuell unwichtig
- der Gleisplan erhält bereits viele Überlegungen zu Signalen etc., so wie es meinem Verständnis nach sein müsste; hierüber lasse ich mich sehr gern auch belehren, falls ich es übertrieben habe, allerdings ist das vielleicht etwas für in einem halben Jahr rum, wenn ich noch mal auf das Thema zurück komme ;)
7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Sowohl für den geübten Dominik als auch für 1-2 Mitspieler, dann aber mit richtigen Aufgabenbereichen, Zugmeldung, Zeitdruck usw.
7.4 Budget
Für weiteren Ausbau ist zwar prinzipiell genug vorhanden, insbesondere für landschaftliche Ausgestaltung, aber es gibt einige Investitionsstopps:
- Rollmaterial: Riegel weitestgehend vorgeschoben (... bis Anlage weit genug entwickelt ist); ich kaufe tendenziell auch eher gebraucht
- Thema Arnold: Umstieg Peco-Flexgleise wäre ok, aber die Investition für die Weichen (+ Aktuatorik) möchte ich aktuell ausdrücklich nicht tätigen
- dafür (ich bin bescheuert) z.T. nennenswerte Vorleistungen/-ausgaben getätigt. Z.B. quasi alle HL-Signale aus dem Haus Michalsky inkl. Sonderanfertigung Abdrücksignal; sowie ausreichend Kömo-Schotter.
7.5 Zeitplan
- berufliche nähere Zukunft tatsächlich etwas offen
- daher aktuell drei klare Zwischenziele für Ende Winter 21/22:
- Konfiguration zu betriebsfähiger Anlage in Gleiswüstenstadium (+ Zusammenbau wesentlicher Gebäude "von Stange")
- kontinuierliche Ausgestaltung Rangiersegment mit Abschluss Herbst 21
- alle Studien zum Ablaufberg inkl. hoffentlich provisorischem Betrieb
- Außerdem sollte ich bis ca. Ostern 22 entschieden haben, ob Arnold im Boden bleibt oder nicht (weil dann auch mal schottern nötig wird)
- Wenn bis Weihnachten 22 der Bahnhof inkl. Gestaltung annähernd fertig wäre, wäre das echt klasse. Die Stadt etc. kann später folgen.
8. Anhänge
- der besagte Gleisplan
Ende der Woche geht es erst mal für zwei Wochen in den Urlaub. Bis dahin schaffe ich es vielleicht noch, das Konzept vom Bahnhof näher zu erläutern ODER (wahrscheinlicher) schon mal Bilder vom Rangiersegment zu zeigen. Das ist schon in Ausgestaltung und die Arbeit daran bereitet mir viel Freude.
Vom Bahnhofsbereich und letztendlich den Hauptsegmenten werde ich sicherlich in ein paar Wochen mal etwas inkl. Bilder posten... insbesondere das, womit ich schon schön gegen die Wand gefahren bin.
Ich hoffe, dass ich nicht bereits jetzt schon alle mit der ausufernden Eröffnungsrede langweile... sagt ruhig Bescheid, wenn es too much ist. Dann halte ich es künftig kürzer.
Ganz unten folgt noch zum einschlafen die Hintergrundgeschichte der Stadt Granitz, wie ich sie Frühling 2020 mal für ein paar Interessierte aus meinem Umfeld aufgeschrieben habe.
Vorerst allerbesten Gruß an alle
Dominik
Geschichtlicher Abriss der Stadt Granitz
Granitz war sicherlich niemals der Nabel der Welt. Im Freistaat Preußen eine Kleinstadt, wurde es irgendwann mit dem repräsentativen Bahnhofsgebäude ausgestattet. Es siedelte sich etwas Industrie an - Werkzeugmachereien, Produktion von Gebrauchsgegenständen. Die Kohlegebiete in der Lausitz sind nicht weit entfernt. Damit knackte es auch irgendwann die Einwohnerzahl, um als echte Stadt bezeichnet zu werden. Wie groß diese Zahl ist, soll hier nicht diskutiert werden.
Im Zweiten Weltkrieg hat die Stadt natürlich etwas Schaden abbekommen, wurde aber bei weitem nicht in Schutt und Asche zerlegt. Warum auch? Der Sozialismus hat seinen persönlichen Stempel aufgeprägt. Aus diesem Grund gehört die Platte in das Straßenbild, egal ob man es mag oder nicht. Das alte Bahnhofsgebäude hat sich als Zeitzeuge erhalten.
Schlecht ging es zu DDR Zeiten aber beileibe nicht. Insbesondere die Verkehrslage an der Haupstrecke zwischen Berlin und Dresden Görlitz gelegen war gut und ist bis heute ein Grund, weshalb die Stadt nicht völlig aufgegeben wurde. Die Güterverkehrsanlagen am Granitzer Hauptbahnhof (heute einfach: Granitz) wurden nicht nur von den ansässigen Betrieben genutzt, sondern dienten auch als Umschlagplatz für den überregionalen Stückgutverkehr. Regionaler Pendelverkehr war und ist etabliert. Bis Mitte der 90er waren auch viele tägliche Fernverkehrsverbindungen in den IR und (seltener) IC Netzen gelistet. Der ICE hat hier natürlich keinen Regelhalt, sondern fährt üblicherweise nur durch. Der Autor hofft seit jeher auf einen Halt des Berlin-Warschau-Expresses (dort ist seine Frau geboren), weiß aber, dass dieser Umweg unnötig und somit unwirtschaftlich wäre.
Viele der stadtansässigen Betriebe wurden von der Treuhand einfach nur abgewickelt. Dies geht seit den 90ern mit dem industriellen und somit auch erwerbsmäßigen Niedergang der Stadt und ihrer Bürger einher. in den späten 2000ern hat sich die Stadt ebenso wie andere Städte Brandenburgs etwas gefangen. Trotzdem haftet inzwischen ein Verfall der Bahninfrastruktur und natürlich auch gesellschaftlicher Liegenschaften und Wohnquartieren an.
{Es folgte nun noch die Auflistung der vom Bahnhof abzweigenden Nebenstrecken -> nicht up2date!}


hier bei den Stummis. 



, weshalb es schnell gehen wurde und nun etwas im Comic-Style krumm eingeritzt ist.


Das ist noch mal ein Teil des Raumes. Zu sehen sind die Hauptsegmente (West, Zentral, Ost) aufgebart. Westen=vorne bzw. Ost=Fenster. Man sieht, dass das Westsegment nicht rangeschoben ist und noch Platz für ein schmales, weiteres Segment verbleibt. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, z.B. die Nebenstrecke "Schattenwalde" mit kleinem Fiddle-Yard im Gleisplan aus dem Eröffnungsbeitrag einfach wegzuschwenken. Der Platz wird so oder so verwendet werden, da die Abfahrt in die Schattenebene aktuell nicht richtig funktioniert (dazu gleich noch mal mehr Bilder).
Der Vollständigkeit halber auch jetzt schon mal: Ein Blick unter das Zentralsegment, um den Zugang zur Schattenebene (in ihrer Tiefe) zu zeigen. Kann so wie hier zum Abstellen von Zeug genutzt werden. Jetzt während der Bauarbeiten sowie später bei Betrieb natürlich freigeräumt. Erinnerung: Oberfläche Anlage liegt bei 1,1m, d.h. man muss hier unter dem Tragebalken bei ca. 85cm unten durch. Ich muss mir da mit meinen Jahren noch nicht die Gedanken machen und muss sogar sagen: Mit Schemel darunter sitzen und arbeiten gut sehr gut.
Hier ein erster Blick auf die Situation an der Ostausfahrt mit vorgelegten Gleisen, die hinten auch in der Luft hängen.
Und hier sieht man als Ergänzung den Platz, der noch übrig bleibt, um in den dünnen L-Schenkel für den FiddleYard zu schwenken, der dann rechts vorm Fenster wäre. Aber wie schon gesagt: Wie dieser L-Schenkel gestaltet wird, ist z.Zt. gar nicht so entscheidend. Für den Beginn werde ich hier in die Ecke wohl nur eine temporäre Kehrschleife bauen. Übrigens: etwa zwischen Glühbirne und Lampenknick wäre zur optischen Trennung ein Hügel. Das Segment dafür wird nicht so wie die Hauptsegmente 1m tief sein, sondern nur ca. 75cm.
Der Vorteil der Plattenbauweise ist nun, dass die Möglichkeit tatsächlich noch besteht, ohne nennenswerte Verluste den Gleisplan anzupassen... wenn ich das denn tatsächlich möchte. Dazu hier zu sehen: Es liegt eine dünne Pseudo-Bettung (dabei ging es mir nicht um Geräusche, sondern nur eine Basis für eine kleine Absetzung vom Boden. Die Gleise sind darauf z.Zt. vernagelt und daher auch recht einfach wieder zu entfernen. Gründe fürs Nageln waren: Primär wegen der Frage, ob doch Wechsel zu Peco. Sekundär: Ich traue diesen ganzen mimosigen Gleisverbindern nicht. Kleine Lageänderung und der Saft leitet nicht mehr über -.-
Zur Rampe: Die beginnt im Westsegment mit dieser "Ohrmuschel". Das Segment wird in das Zentralsegment eingeschoben. Man sieht den Vorsprung, der dann in die Schattenebene des Zentralsegments reinragt. Im allerersten Versuch ging die Rampe ausschließlich über diesen Vorsprung in eine weitere Runde. Hier ist aber meine gewählte Bauweise etwas umständlich gewesen und es gab einiges an (Entgleisungs)problemen.
Ich habe mich - nicht allein deshalb - dazu entschieden, das ganze anders zu machen. Das hier ist noch eine Skizze, die damals schnell für Diskussionszwecke gekleckst wurde. Banal: Die immer noch zweigleisige Strecke geht am hinteren Rand des Zentralsegments auf eine gerade Rampe. Am Innengleis habe ich, wie hier schon angedeutet, eine Weiche in "den alten Wendel" gelassen, über den ich dann direkt die Wendeschleife für den Schattenbhf implementieren wollte. Ganz wichtig: Für mich persönlich ist eine Wendeschleife Unsinn. Das ist nur etwas, was ich bei Besuch (insb. Kindern) schalte.
Nicht sonderlich spektakulär, nur für's Protokoll: Der Beginn der "langen" Rampe (lang ist relativ). Natürlich unverbaut. Ab dem Gefälle in der "Ohrmuschel" fahre ich auf Roco vertrieben durch Fleischmann. Der alte Wendel (perspektivisch also Kehrschleifenfunktion für Schattenbhf) ist Arnold geblieben, da ich keinen Bock hatte, da noch mal ernsthaft ranzugehen. Über diesen Wendel muss nicht weiter geredet werden, denn wenn er nicht funktioniert, mache ich im Untergrund die Kehrschleife ganz anders.
Die Rampe verbaut. Sooo, der Thread-Titel soll ja auch Programm sein. Ich mache mir durchaus immer einige Gedanken vor der Umsetzung, aber wähle auch mal gern sehr simple Wege. Jetzt mag man denken, dass das alles komisch und fragil etc. aussieht. Tatsächlich stehe ich hier aber voll hinter. Die Segmente können alle ziemlich fix auseinander genommen werden und es gibt eine klare ToDo-Liste dafür (zusammenfügen natürlich genauso). Auch wenn kein Umzug ansteht, war mir das wichtig, weil ich weiß: Wenn ich baue, dann muss man das vielleicht noch einige male fitten. Die Rampe hängt nun also an drei Stellen mit Gewindestange an der Platte (Oberfläche). Gegen Torsion dienen zwei Paare à nach unten ausgerichteter Stangen. Eines ist zu sehen. Das funktioniert gut.
Erster Schattenbhf, nicht weiter spektakulär. Die hinteren Gleise wären in der Tiefe unter der Anlage noch verlängert. Das rechte Gleis zweigt theoretisch in Richtung alten Wendel (Kehrschleife) ab und könnte noch auf wandseitig gelegene Abstellgleise verteilen.
Auch der Schattenbhf ist ziemlich fix ein-/auszubauen. Die Schnittstellen zur Rampe z.B. sind trivial. Der Kabelsalat (da bin ich nicht so ordentlich) ist mittlerweile mehr oder weniger an der Decke fixiert. Achja, bei der Gelegenheit: Die Weichen sind schon alle (analog) angeschlossen.
Der Absturzschutz besteht einfach nur aus eingefärbten Kartonstreifen, die (eigentlich nicht so wie rechts zu sehen) mit diesen Spreizklammern für gelochte Seiten fixiert sind. Geht schnell abzunehmen. Ich bin übrigens der Meinung, dass man die Schattenebene nicht komplett grau lassen sollte. Das ist in meinen Augen immer noch nutzbare Fläche, auch wenn man da nicht ins Detail gehen muss. Vielleicht gibt es ja mal ne Kamerafahrt - mein erster, schneller Kamerawagenbau hat leider eine etwas zu große Kamera - und dann sieht das im Vorbeifahren doch vielleicht sogar fast wie auf einer Strecke durch den Wald in der Dämmerung aus!?
Blick von oben/Westen von der Ohrmuschel in die Rampe. Rechts die Weiche des Todes, die dann mit dem nächsten Versuch ersetzt wird.
Dieses Bild eigentlich nur, um etwas klarer zu machen, was das Betriebskonzept ist:
Zugegebenerweise hat mich der Titel deiner Anlage "angefixt", verfolge ich doch im seid Langem eine TT-Anlage mit fast gleichem Namen. 






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