RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N

#51 von Rudi , 25.10.2021 05:40

Hallo Jörg

Mit dem Wagenrad unter dem Storchennest ist eine brillante Idee.
Pumpe und Gepäckkarre sehen auch gut aus.

Gruß Rudi


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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Bauernhof

#52 von jli69 , 27.10.2021 19:05

Hallo zusammen,

heute zeige ich euch, wie der Bauernhof entstanden ist. Alle Gebäude entstammen dem Sortiment von Modellbahn Union:


Der Zusammenbau macht keine Probleme. Einziger Wermutstropfen sind die fehlenden Dachrinnen und Fallrohre. Leider gibt es von Auhagen nur Fallrohre und keine Dachrinnen. Wie man zierliche Dachrinnen in N selbst herstellen kann, habe ich noch nicht für mich herausgefunden. Ideen sind willkommen!

Das Wohnhaus besitzt von Hause aus kein Sockelmauerwerk. Es einfach so auf den Boden zu setzen, war mir zu simpel, und eine kleine Treppe sollte es an der Haustür schon geben. Also habe ich aus Kunststoff einen einfachen Sockel mit Treppen gebaut und steingrau gestrichen. Damit ich an dem Ensemble auf der Werkbank arbeiten konnte, habe ich eine Grundplatte aus Kunststoff entsprechend dem auf der Anlage zur Verfügung stehenden Platz zurechtgeschnitten.

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Ausgehend vom Wohnhaus wurden die anderen Gebäude aufgeklebt. Die Standorte ergeben sich durch die Abmessungen des Mauerteile. Die Scheune habe ich ca. 1mm über der Grundplatte positioniert. Das ist nötig, damit die Torflügel später nicht im Belag des Hofes versinken.

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Der Farbton der Mauerwerksnachbildung hat mir nicht gefallen. Es gab auch leichte Farbabweichungen zwischen den Gebäuden und Mauern. Die Gelegenheit, um mit Pigmenten zu experimentieren! Mit den Pigmenten von Noch habe ich das Mauerwerk schön matt in ziegelrot eingefärbt. Zum Vergleich: Die Giebelwand des Stallgebäudes und der rechte Mauerabschnitt sind bereits "gepudert".

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Ausblühungen entstanden mit Weiß und Ocker, Moosansätze in Grün. Da die Pappe eine relativ rauhe Oberfläche hat, haften die Pigmente (zu) gut.

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Bevor der Hof "gepflastert" wird, haben das Feldbahngleis, der Schweineauslauf und der Misthaufen ihren Platz gefunden. Die Pflasterung entstand aus rundem Schotter und Sand. Damit die Giebelwand der Scheune nicht so eintönig wirkt, habe ich einen Maueranker von FKS aufgeklebt.

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Nachdem das Ensemble soweit fertiggestellt war, wurde es auf die Anlage geklebt und in die Landschaft integriert (Sand als Basis, Grasmatten). Hinter der Mauer sollte ein kleiner Bauerngarten mit Rosenrankgitter, Bohnenstangen und Gänsegehege entstehen. Rankgitter und Bohnenstangen habe ich aus Messingdraht gefertigt. Der Zaun um den Gänseauslauf entstand aus einem 0,5 mm starkem Lindenholzbrettchen. Dies wurde mit einem Cutter in feine Streifen geschnitten, die zu einem Zaun verklebt wurden. Es macht sich gut, diese Teile mittels Krepp auf einer Unterlage zu fixieren.

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Zu Schluss musste ich noch für etwas Leben sorgen. So tummeln sich jetzt Schweine, Hühner, Gänse und eine Katze auf dem Hof. Einige Hühner fanden offensichtlich ein paar besonders leckere Körner am Bahndamm. Während die Alt-Bäuerin die Gänse füttert, ist die Jung-Bäuerin mit der Wäsche beschäftigt. Die Figuren stammen von Preiser und wurden selbst angemalt. Ein Obstbaum verdeckt die modernen, hofseitigen Fenster des Bauernhauses.

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Der Hof präsentiert sich aktuell noch etwas unfertig. Hier gibt es noch ein bisschen was zu tun.

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Viele Grüße
Jörg

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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Bauernhof

#53 von LaNgsambahNer , 27.10.2021 19:18

Moin Jörg,

als Regenrinnen eignet sich http://www.hassler-profile.li/index.php/...nel-und-anderes
oder Halbrundprofile 1mm von Evergreen (Art.Nr. 500240), je nachdem wie fein Du basteln möchtest.


Gröt ut.... tadaaaa.... Schöningen 🥳
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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Bauernhof

#54 von Rudi , 28.10.2021 18:48

Hallo Jörg

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.
0berzeugnde Baukunst

Gruß Rudi


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Bauernhof

#55 von jli69 , 28.10.2021 20:51

Besten Dank!
Heute ist das Motiv mit dem Feldbahnwagen fertig geworden.

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Viele Grüße
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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Feldbahn

#56 von jli69 , 08.11.2021 19:15

Hallo zusammen,

mein letzter Beitrag endete mit Bildern des fertiggestellten Feldbahnwagens. Grund genug, heute den Gleisbau zu beschreiben.

Kurz zur Geschichte: Mit Pferden betriebene Feldbahnen waren ausgangs des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit auf den großen Gütern. Mit ihnen gelang es, Feldfrüchte in großen Mengen vom Feld zum Gut, zur (Zucker-)Fabrik oder zur Eisenbahn zu bringen. Von spezialisierten Herstellern kamen Loren und Gleissysteme. Die Gleisanlagen waren zu einem Teil fest aufgebaut und zum anderen Teil "fliegend" verlegt, um temporär eingerichtete Ladestellen zu erreichen. Da man eine solche mit Pferden betriebene Feldbahn nur selten auf Anlagen sieht, ist dieses Motiv nicht alltäglich. Zur Erinnerung: Ich wollte auf dieser Anlage ja auch experimentieren.

Da kam das Feldbahnmaterial von Modellbahn Union (s. hier) gerade recht. Die Gleise sind aus 2 mm starkem Holz gelasert, die Fahrzeuge kommen aus dem 3D-Drucker.

Das "Hauptgleis" liegt am Rand des Straßenplanums. Die Lage der Weiche musste exakt bestimmt werden, weil um das Gehöft herum kaum Platzreservern zur Verfügung standen, ums dies im Bedarfsfall verschieben zu können.

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Dummerweise habe ich das Gleis verlegt, bevor ich die Schranken eingebaut habe. Dies führte später zu "Tiefbauarbeiten". Dazu in einem späteren Beitrag mehr. Da die Gleise im Bereich der Straße auf der Kunststoffplatte verklebt worden sind, haben sie sich beim Aufbringen der Straßendecke nicht allzu stark verzogen.

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Ich entschied mich, nur eines der vorgefertigten gebogenen Gleisstücke in der Zufahrt auf das Gehöft zu verwenden. Alle anderen Gleisbögen habe ich aus kurzen geraden Stücken zusammengesetzt. So entstanden feldbahntypische Polygonzüge.Wie auf den Bildern zu erkennen ist, führen die Gleisjoche infolge der Feuchtigkeitseinwirkung durch den Leim ein Eigenleben. Ich habe versucht, dies durch einen satten Klarlackauftrag zu minimieren, jedoch mit mäßigem Erfolg.

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Die Wölbung bildete sich später etwas zurück, ist jedoch nicht ganz verschwunden. Ergebnis dieses Experimentes: Bei der nächsten Feldbahn gibt es keine Gleise aus Holz.

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Der Streckenverlauf mit der Zufahrt zum Gehöft.

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Die Feldbahn endet an der Ladestraße. Für etwaige Erweiterungen liegen ein paar Joche an der Seite bereit. Die Fahrspuren entstanden aus einem Auftrag aus Pigmenten.

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Von der letzten Verladeaktion sind ein paar Loren stehengeblieben. Achtung: Die Loren sind sehr empfindlich. Das Tragegestell für die Kippmulde knackt sehr leicht weg, wenn man nicht achtsam ist.

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Für den Feldbahnwagen waren 3 Versuche erforderlich, bis er mir gefallen hat. Der erste Versuch war ein reiner Selbstbau des Wagenkastens, dessen Proportionen überhaupt nicht gestimmt haben - und den ich hier nicht zeige. Für den zweiten Versuch habe ich das Oberteil eines Kastenwages von Preiser auf eine Grundplatte geklebt. Die Proportionen stimmten wieder nicht! Dann blieb das Ganze ein paar Tage liegen, bis ich die Idee hatte, das Kastenwagenoberteil von unten in der Höhe zu kürzen. Damit konnte ich leben!

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Ein Rahmen und Seitenwandstützen komplettieren den Wagen.

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Die Drehgestelle stammen von den Holztransportern von Modellbahn Union, das Pferd kommt aus dem Preiser-Gespann.

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Nach der Farbgebung wurde das Gespann aus den Komponenten Pferd (mit Zügel und Zugriemen) und Wagen auf der Anlage zusammengesetzt und eine kleine Szene mit einem entgegenkommenden Radfahrer (Preiser) arrangiert.

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Viele Grüße
Jörg

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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Feldbahn

#57 von CrusaderX , 09.11.2021 16:18

Hallo Jörg,

vielen Dank für die ausführlichen Berichte! Und Glückwunsch zu dieser wunderbaren kleinen Anlage!

Ich plane selbst gerade eine Kleinstanlage in Spur N mit fast identischen Maßen. Und ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich den Gleisplan angepasst habe, obwohl das Grundkonzept gleich geblieben ist. Das ist ganz ähnlich wie bei dir. Ein Oval, ein zweigleisiger Bahnhof im Bogen und ein paar Stumpfgleise. Es ist daher super interessant zu sehen wie du das umgesetzt hast. Beachtlich was es auf so kleiner Fläche doch alles zu entdecken gibt. Und in welcher Qualität... Klasse! Schön, dass du dich durch die Probleme mit den Feldbahngleisen nicht hast entmutigen lassen. Die ist so etwas wie Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

Absolut inspirierend.

Grüße
Simon


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Feldbahn

#58 von Rudi , 09.11.2021 22:47

Hallo Jörg

Wieder toll beschrieben.
Ich hatte für meine Ausstellungsanlage die Feldbahngleise von Busch genommen. Sind aus Kunststoff und verziehen sich nicht. Und mit ein wenig Farbe kommen die trotzdem gut rüber.

Auf jeden Fall hast du großartige Leistung vollbracht. Chapeau.

Gruß Rudi


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Feldbahn

#59 von jli69 , 10.11.2021 09:15

Hallo Simon, hallo Rudi,

danke für eure positiven Rückmeldungen!

@CrusaderX : Das klingt spannend. Vielleicht lässt du uns irgendwann an den Ergebnissen deiner Planung teilhaben? Meine Gleisplanung dauerte mehrere Wochen. Während einer langfristigen Krankheit hatte ich also genug Zeit... Irgendwann kam der Punkt, an dem ein neuer Gleisplan dem letzten Favoriten wieder sehr ähnlich wurde. Wenn man soweit ist, hat man das Optimum gefunden.

@Rudi : Danke für den Tipp mit den Busch-Gleisen. entweder gab es die Ende 2020 noch nicht. Oder ich hatte sie nicht auf dem Schirm...


Viele Grüße
Jörg

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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N

#60 von jli69 , 17.11.2021 18:43

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen habe ich einen O-Wagen gealtert. Trotz der Winzigkeit des Wagens hat sich der Prozess über fast eine Woche hingezogen. Nach einem recht befriedigendem Versuch an einem alten Arnold-O-Wagen sollte es diesmal den Omk von Fleischmann treffen.

Statt einer ausführlichen Beschreibung sei auf diesen Kanal verwiesen: Sebb ́s 1zu87. In Spur N lässt sich nicht alles umsetzen, aber die Tipps sind allemal von großem Wert. Letztlich zählt das Ergebnis und jeder muss selbst zu einer seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechenden Vorgehensweise finden.

Ich habe den Fehler gemacht, bei zu niedrigen Außentemperaturen eine Schicht matten Klarlack aus der Spraydose als Grundierung aufzutragen. Das gab weiße Schlieren, die sich zum Teil nur mühsam korrigieren ließen. Vielleicht noch ein paar Worte zu den verwendeten Materialien. Benutzt werden ausschließlich Farben von vallejo. Pigmente kamen nicht zum Einsatz. Wichtig sind gute Pinsel! Ich brauchte hier Flachpinsel in den Größen 0 und 2 sowie Rundpinsel der Größen 0, 0/2 und 0/5. Zum Abwischen von Farbe eignen sich sich im Gegensatz zu den in den Videos benutzten Wattestäbchen besser Kosmetikschwämmchen.

Trotz des Verzichts auf eine Airbrush ist ein schönes Ergebnis entstanden, das mir Mut macht, mich an weiteren Wagen zu versuchen. Die Wirkung auf der Anlage ist jedenfalls sehr schön. Leider lässt sich das hier nicht so rüberbringen.

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Viele Grüße
Jörg

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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schranken

#61 von jli69 , 20.11.2021 19:16

Hallo zusammen,
heute beschreibe ich den Zusammenbau der Schranken und deren Einbau in die Anlage.
Während man mit Fahrzeugen nach preußischem Vorbild in N wenigstens auf dem Gebrauchtmarkt noch einigermaßen gut bedient wird, stellt sich die Lage bei Gebäuden schon schlechter und bei Zubehör wie Schranken und Signalen desolat dar. Je weiter wir uns von den Epochen 1 und 2 entfernen, desto dünner wird das Angebot an Formneuheiten werden. Und so rechne ich nicht ernsthaft damit, dass ein Hersteller preußische Schranken, Signale oder Wasserkräne in N rausbringen wird. Ich will aber nicht klagen, habe ich mich doch erst 2020 dazu entschlossen, eine Anlage in Epoche 1 in N zu bauen.
Zurück zu den Schranken. So blieb die Wahl zwischen Eigenbau oder Kompromiss. Ich entschied mich für den Kompromiss. Einerseits um ohne großen Zeitverzug beim Anlagenbau voranzukommen, andererseits um zu sehen, wie FKS die feinen Reichsbahnschranken konstruiert hat.
Bevor ich mit dem Zusammenbau begonnen habe, wurde die Bauanleitung intensiv studiert. Weitere Infos fanden sich hier:
https://modellweltmueller.wordpress.com/2017/08/24/filigrane-schranke/

Mir diesem Vorwissen war die Montage kein Problem. Mit viel Geduld gelingt es auch, die winzigen Gegengewichte samt Spanndraht zu bauen. An der Passgenauigkeit des FKS-Bausatzes gibt es nichts zu kritisieren! Es waren keine Korrekturen erforderlich. Wie ich schon in einem anderen Beitrag habe anklingen lassen, bin ich nicht sonderlich erfolgreich darin, Metall zu kleben. Ich löte lieber.
Zuerst werden die Lagerböcke und Gruben gefaltet und später verlötet.

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Als nächste Baugruppe entstehen die Schrankenbäume.

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Die Schrankenbäume werden in den Lagerbock eingefädelt. Vom Gegengewicht wird ein Spanndraht bis zur Öse am vorderen Drittel des Schrankenbaumes gezogen.

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Ich wollte sehen, ob es mir gelingt, die Schranken mit einem Servo-Antrieb auszurüsten. Ihr erinnert euch: Experiment! Dabei war es mir sehr wichtig, dass die Schrankenbäume in geöffneter Stellung annähernd senkrecht stehen. Das heißt, sie würden nicht durch ihr Eigengewicht in die waagerechte Lage gelangen können. Deshalb muss der Schrankenbaum mittels eines Federstahldrahtes aus der senkrechten Endlage gedrückt werden. Ein Winkelhebel sorgt dafür, dass ein weiterer Federstahldraht senkrecht durch die Anlagengrundplatte geführt wird. Diese Konstruktion wird sich später im Bereich der 3 cm starken Styrodurplatte befinden und nicht mehr zugänglich sein. Deshalb habe ich die ganze Mimik in einer Baugruppe zusammengefasst und ausgiebig getestet.

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Zumindest unter Laborbedingungen klappt es mit der senkrechten Lage des Schrankenbaumes. Die Bevor ich die Schranken auf den Messingwinkel aufgelötet habe, wurden sie in Brünierbeize gebadet.

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Um ganz sicher zu gehen, habe ich auch einen Servo angeschlossen. Das Ergebnis war etwas ernüchternd. Da sich ein Servo immer schrittweise bewegt, wird dieses Zucken auch auf die Schrankenbäume übertragen. Auch ein späterer Austausch der Billig-Servos gegen ESU-Servos und ESU-Dekoder brachte keinen Erfolg. Nicht jedes Experiment muss erfolgreich sein…

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Die Schranken sind einbaufertig. Farbgebung freihand nach historischer Vorlage (http://images.zeno.org/Kunstwerke/I/big/78s186a.jpg) mit Pinsel und vallejo-Farben.

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Da ich die Straße bereits gebaut hatte, waren für den Einbau der Schranke lokale Abriss- und Schachtarbeiten auszuführen.

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Die Schranken wurden eingesetzt und ausgerichtet.

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Blick auf die Servo-Antriebe.

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Bevor die Straße wieder hergestellt werden kann, müssen die Schranken getestet und die Endlagen der Servos konfiguriert werden.

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Zum Abschluss wurde die Straße wieder modelliert. Als wäre nichts gewesen…

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Um noch einmal auf den Kompromiss Reichsbahnschranke zurückzukommen: Viel wichtiger als kleine Details ist eine stimmige Farbgebung. Mit einigem Abstand zu diesen Arbeiten sehe ich heute vor allem einen Bahnübergang mit Schranken. Dass die Schrankenbauart nicht epochengerecht ist, fällt bei der Kleinheit des Maßstabes erst auf den zweiten Blick auf.


Viele Grüße
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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schranken

#62 von Rudi , 21.11.2021 09:14

Hallo Jörg

Vielen Dank für deine ausführliche Schilderung deiner Vorgehensweise. Hattest dir ja wieder viel Arbeit gemacht. Aber, wie kann es anders sein, hat es sich gelohnt.
Mit Epoche I bist du natürlich schon als Exot unterwegs. Da gibt es nicht viel zum kaufen, auspacken und hinstellen. Aber zum Glück weißt du dir sehr gut zu helfen.

Ruckeln deine Schranken beim Auf und Ab immer noch? Wäre irgendwie schade, nachdem du so ein Aufwand betrieben hast.

Ich selbst habe in meiner Ausstellungsanlage 'Königssee' insgesamt vier Schranken Bäume von FKS verbaut. Jeweils zwei gegenüberstehen.
Meine sind aber mit Gitterbehänge und somit unbeweglich. Auch habe ich meine Schranken geklebt und nicht gelötet wie du.
Daher kann ich den Aufwand deiner Arbeit sehr gut nachvollziehen und durchleben, den du getrieben hattest.

Auf jeden Fall ist es ein Hingucker und bin immer erfreut, wenn du deine Arbeitsweise und Ergebnisse hier präsentierst.

Gruß Rudi


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schranken

#63 von jli69 , 21.11.2021 18:05

Hallo Rudi,

danke für Deine Antwort.

Zitat
Ruckeln deine Schranken beim Auf und Ab immer noch? Wäre irgendwie schade, nachdem du so ein Aufwand betrieben hast.



Ja, das tun sie leider immer noch. Ich hatte erst einen Digikejs-Servodekoder DR4024 in Kombination mit Billig-Servos (amazon) verbaut. Das ist die gleiche Technik wie bei den Weichenantrieben. Getreu der Erkenntnis "Wer billig kauft, kauft zweimal!" habe ich dann einen ESU SwitchPilot 3 Servo mit ESU-Servos eingebaut. Das Ruckeln wurde weniger, ließ sich aber nicht elimieren.

Offensichtlich macht es einen großen Unterschied, ob ein Objekt eine vertiakle oder eine horizontale Bewegung macht. Das Rucken ist beim Torantrieb und beim Wasserkran nicht so ausgeprägt. Sobald passendes Filmmaterial zur Verfügung steht, plane ich auch, das eine oder andere Video zu veröffentichen. Dann werde ich diesen Zustand zeigen.

Im Moment reizt es mich eher, Wagen zu altern. Bei Oberlichtwagen stört mich, dass die Seitenflächen der Oberlichtaufbauten nicht in Wagenkastenfarbe lackiert sind. Hier ist mal ein Zwischenstand für einen ersten Korrekturversuch.

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Zum Vergleich

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Viele Grüße
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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Feldbahn

#64 von Saryk , 22.11.2021 02:01

Zitat von jli69 im Beitrag #56







Moin,
Das schaut echt cool aus. Und war ne ganz schöne fummelei, wenn ich mir die restlichen Bilder anschaue

grüße,
Sarah


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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N

#65 von jli69 , 01.12.2021 16:40

Hallo zusammen,

eigentlich war am letzten Wochenende der Besuch der Ausstellung des AK Modelleisenbahn Dessau geplant. Mein Bruder wollte dort seine fertiggestellte Spur-Z-Anlage „Arkansas & Western“ der Öffentlichkeit präsentieren. Leider musste die Ausstellung auf Grund der aktuellen Rahmenbedingungen abgesagt werden. Da wir beide doch Lust auf eine Ausstellung verspürten, haben wir kurzerhand unsere eigene Familienausstellung organisiert. Während die Väter jeweils ihre Anlagen präsentierten, beschäftigten sich die drei Söhne ausgiebig mit ihrer Klemmbausteineisenbahn (Nein, es gibt nicht nur LEGO®!).

Meine Anlage „Sonnenwalde“ ist übrigens für die Ausstellung des MEC Pirna 2023 in Dresden vorgemerkt. Hoffen wir auf Normalität…

Überblick über das "Ausstellungsgelände"
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Sonnenwalde - Spur N
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Arkansas & Western Spur Z (Der Werdegang wird im US-Modellbahnforum mit viel mehr Bildern ausführlich beschrieben.)
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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N

#66 von Rudi , 02.12.2021 17:13

Hallo Jörg
Schöne Ausstellung hattet ihr da. Und das in verschiedenen Spurweiten. Da habt ihr aus der Not eine Tugend gemacht. Sehr gut.

Hoffen wir für die Zukunft einfach mal das Beste. Mal schauen, wie es sich bei mir entwickelt. Eine Ausstellung ist für 2022 fest geplant und bei der zweiten bin ich mir noch nicht sicher.
Mal schauen.

Gruß Rudi


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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schrankenposten 1

#67 von jli69 , 09.12.2021 17:42

Hallo zusammen,
nun wird es Zeit, über den Bau des Schrankenpostens zu berichten. Hier wollte ich folgende Details unbedingt darstellen:

  • Wärterhaus (Auhagen)
  • Abort
  • Läutewerk (im Bausatz des Wärterhauses enthalten)
  • Schrankenkurbel
  • Schwengelpumpe
  • Ruhebank (Ndetail)
  • Wärterscheiben (A-, E-, Haltscheibe)

Basis für den Abortanbau war ein Kern aus Balsaholz. Dieser wurde mit passenden Holzleisten beklebt. Die Dachpappenachbildung entstand aus einer Lage eines Papiertaschentuches.
Für die Schrankenkurbel kamen Kunststoffteile und Draht aus der Bastelkiste zum Einsatz. Die Pumpe besteht aus Resten von Dachrinnen und Draht.

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Fertig zum Einbau:

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Bei den Wärterscheiben hatte ich das große Glück, in der Sammlung meines Vaters die passenden Originale zu finden. Ich kann mich auch noch an den aufgegebenen Schrankenposten erinnern, an dem wir die Scheiben von Jahrzehnten „sichergestellt“ haben.

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Meine Idee war es, die Originale zu fotografieren und, entsprechend verkleinert ausgedruckt, an ein Stück Draht zu kleben. Das hat funktioniert! Beim Ausschneiden leistete eine Lochzange gute Dienste. Weil nicht jeder Versuch mit der Lochzange auch zu einem befriedigenden Ergebnis – sprich eines zentrischen Ausrichtung von Lochzange und Scheibenausdruck - führt, ist es ratsam, genug Ausdrucke zur Verfügung zu haben.

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Alles in allem ist das keine große Wissenschaft. Dank der kleinen Baugröße reicht es, sich auf den richtigen Eindruck zu fokussieren. Kleine Details sieht man schon aus wenigen Zentimetern Entfernung nicht mehr.


Viele Grüße
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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schrankenposten 1

#68 von Waldbart , 12.12.2021 15:28

Hallo Jörg!

Ich bin ja immer wieder fasziniert, was in diesem Maßstab so alles geht. Besonders die Integration der Feldbahnszene spricht mir aus dem Herzen.
Ich selber war auch vor einiger Zeit mit einem ähnlichen Feldbahnwagen beschäftigt, allerdings ein paar Nummern größer (G) für die Gartenbahn. Aber so eine komplette Szene damit...das hat schon was.
Auch sonst ist, wie bereits erwähnt, die Atmosphäre einer solchen preußischen Kleinbahn sehr gut getroffen. Da wirken die kleinen Details, wie z.B. das Wärterhäuschen viel mit drauf ein.
Glückwunsch dazu.

Einen schönen 3. Advent noch,
Tobias.


Meine Gartenbahnanlage: Waldbahn Horska Dolina
H0-Kleinanlage (wiederentdeckt): Kirchberg
p.s.: Auch eingetragen bei: gartenbahnen-in-deutschland.de


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schrankenposten 1

#69 von Rudi , 19.12.2021 07:56

Hallo Jörg

Wieder hast du bewiesen, dass kleine aber auch wichtige Details, nicht teuer seien müssen. Kreativität ist hier gefragt und die hast du hier sehr gut an den Tag gelegt.
Und wenn man das Glück hat und Original Wärterscheiben ablichten und verkleinern kann, dann sollte man es auch machen. Realistischer geht es dann ja kaum noch.

Gruß Rudi


Berchtesgadener Land ist das schönste Land der Welt.
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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Schrankenposten 2

#70 von jli69 , 20.12.2021 17:57

Hallo zusammen,

es wird Zeit, den Baubericht zum Schrankenposten abzuschließen. Nachdem alle Objekte für den Einbau vorbereitet worden sind, konnte auf der Anlage die Szenerie zusammengestellt werden. Mir war es wichtig, dass der Eindruck eines beschaulichen Schrankenpostens auf dem Lande entsteht. Meine Vorgehensweise wird sicher an Hand der Bilder nachvollziehbar.

Zunächst fanden das Postenhaus samt Abort und die Schrankenwinde ihren Platz. Letztere muss natürlich in einer Flucht mit den Schrankenantrieben liegen. Zu Schutz der Schranken vor unvorsichtigen Fuhrwerkslenkern wurden Prellsteine aufgestellt.

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Die Szenerie wurde begrünt. Entlang der Strecke stehen Telegrafenmasten von Auhagen. Nachtrag zum Teil 1: Das Läutewerk erhielt vor dem Einbau Isolatoren und eine Nachbildung der Triebwerksklappe. Sein Standort war so zu wählen, dass die (gedachte) Auslöseleitung direkt vom Telegrafenmast zum Läutewerk führt.

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Ansicht von oben. Seitlich des Abortes befindet sich die Pumpe.

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Auch ohne Figuren entsteht bereits der gewünschte Eindruck eines ländlichen Schrankenpostens.

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Die Begrünung wurde mit Flocken verfeinert. Obstbäume begrenzen das Motiv. Selbst angemalte Figuren beleben es.

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Hinter dem Postenhaus stehen die Wärterscheiben. Wahrscheinlich müssen sie mal geputzt werden.

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An der Pumpe müssen natürlich auch Wassereimer stehen! Ich habe ein paar Exemplare aus einem Stückchen Ms-Rohr und einem Drahtbügel zusammengelötet. Es gibt Ausführungen mit stehendem und liegendem Griff. Später entstand noch eine Gießkanne.

Bild entfernt (keine Rechte)

Leider habe ich kein besseres Bild vom endgültigen Zustand an der Pumpe. Dieses Foto entstand vor wenigen Minuten aus einer ungünstigen Perspektive, weil die Anlage gerade nicht passend stand.

Bild entfernt (keine Rechte)

Momentan habe ich nicht so recht Lust, mich den noch ausstehenden Detaillierungen der Anlage zu widmen. Deshalb nutze ich den Weihnachtsurlaub, um an einer P4.2 zu basteln. Neben ein paar optischen Verbesserungen soll sie einen Glockenankermotor erhalten und digitalisiert werden. Ist ja im weitesten Sinne auch Anlagenbau...

Vor Weihnachten werden ich keinen Beitrag mehr posten. Bleibt mir nur, mich für euer Interesse zu bedanken und euch einen fleißigen Weihnachtsmann und ein paar ruhige Tage im Kreise euer Liebsten zu wünschen!


Viele Grüße
Jörg

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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N

#71 von jli69 , 23.12.2021 18:54

Bild entfernt (keine Rechte)


Viele Grüße
Jörg

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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - P4.2 im Betrieb

#72 von jli69 , 09.01.2022 19:05

Hallo zusammen,

auf der Sonnwalder Strecke wurde eine P4.2 gsichtet!

Bild entfernt (keine Rechte)

Die Baubeschreibung findet ihr hier: P4.2 in N - DCC-Umbau und mehr


Viele Grüße
Jörg

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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - P4.2 im Betrieb

#73 von mosi62 , 09.01.2022 21:38

Hallo Jörg,
noch ein N-Bahner der den feinen Details frönt....... schön anzuschauen

Leider kann man ja nur als eingeloogter User die Bilder bewundern, sonst hättest du bestimmt schon mehr Fans
bin auch erst kürzlich drüber gestolpert.

Gruß Uwe


Meine bescheidenen Basteleien gibt es hier zu sehen:
https://www.mosi62.de/html/modellbahn.html


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RE: Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - P4.2 im Betrieb

#74 von jli69 , 09.01.2022 21:55

Hallo Uwe,

danke für dein Feedback. Deine Seite werde ich mir genauer anschauen. Nach einem ersten Eindruck kann von "bescheidenen Basteleien" jedenfalls nicht die Rede sein! Das ist schon hohe Modellbaukunst, die du dort zeigst.


Viele Grüße
Jörg

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Sonnenwalde zur Kaiserzeit in N - Figuren

#75 von jli69 , 16.01.2022 16:59

Hallo zusammen,

derzeit bin ich dabei, einige Figuren für die Ausgestaltung der Straßenseite des Güterschuppens zu bemalen. Da es bereits einige Fotos von länger zurückliegenden Aktionn gibt, steht einer Schilderung meiner Vorgehensweise nichts entgegen.

Grundsätzlich verwende ich unbemalte Preiser-Figuren. Das hat den Vorteil, dass es niemals zwei gleich aussehende Figuren auf meiner Anlage geben wird. Außerdem kann ich direkt die Farbauswahl beeinflussen. Das ist wichtig, weil die Kleidung zu Kaisers Zeiten lange nicht so grell erschien wie das heute der Fall ist. Da in Sonnenwalde ohnehin nicht allzu viel Volk auf den Beinen ist, hält sich der Aufwand in Grenzen. Das Ergebnis überzeugt ohnenhin. Es gibt natürlich auch Ausnahmen: Die Kutscher und Pferde waren bereits bemalt, erhielten aber einen neuen Farbüberzug.

Meine Farbpalette ist recht überschaubar. Im Wesentlichen sind es die Farben Rot, Gelb, Grün, Blau, Braun, Schwarz und Weiß. Dazu kommen Hellgrau, Silber und ein paar Brauntöne. Ergänzt wird alles durch das Set "Holzalterung". Alle Farben sind von vallejo. Bei allem, was ich farblich behandle - auch Loks und Wagen - werden NIE reine Farbtöne aus der Flasche verwendet! Für Farben, die ich öfter benötige, habe ich mir die Mischungsverhältnisse notiert. Die Farbtöne für die Kleidung der Figuren entstehen nach Gefühl. Keine Regel ohne Ausnahme: Die Farbe "German Black Brown" wird gerade im Technikbereich von mir ungemischt benutzt. Das ist so eine Nicht-Farbe. Bevor etwas unlackiert bleibt, erhält es einen Anstrich mit German Black Brown.

Zurück zu den Figuren. Aus einem youtube-Video habe ich den Tipp, die Farben in einem verschließbaren Behältnis anzumischen (Bei mir eine alte Preiser-Schachtel.). Der Boden erhält zwei Lagen Küchenkrepp, worauf eine Lage Backpapier kommt. Das Ganze wird mit Wasser getränkt und überschüssiges Wasser abgegossen. Auf dem Backpapier werden die Farben angemischt. Da in Arbeitspausen der Behälter verschlossen werden kann, wird verhindert, dass die Farben austrocknen und sich so über mehrere Tage hinweg verarbeiten lassen.

Bild entfernt (keine Rechte)

Für die feinen Arbeiten werden gute Pinsel benötigt. Ich verwende Rundpinsel der Größen 10/0, 5/0 und 2/0. Von Zeit zu Zeit reinige ich meine Pinsel mit Azeton. Damit lassen sich auch hartnäckige Farbreste lösen.

Bild entfernt (keine Rechte)

Bevor die Figuren bemalt werden, werden Grate entfernt. Manchmal ist auch eine Kopfbedeckung zu korrigieren. Danach wird die Figur mit Sekundenkleber auf einer Holzleiste fixiert. Die Holzleiste dient als Griff. Die Figur kann so von allen Seiten bemalt und auch mal zur Seite gelegt werden.

Bild entfernt (keine Rechte)

Für das Bemalen muss man sich die Figur gedanklich in Schichten zerlegen. Dann wird schichtweise von innen nach außen gearbeitet. Ich beginne also mit der Haut und ende mit dem Mantel. Zum Abschluss werden die Vertiefungen - auch Gesicht und Hände - mit einem dunklen Washing und eventuell die Erhebungen durch Granieren mit weißer Farbe hervorgehoben. Der Prozess kann sich pro Figur schon mal über zwei Abende hinziehen. Das Ergebnis sind aber individuelle und stimmige Persönlichkeiten.

Opa und Enkelin

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Bahnwärter

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Bäuerin

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Reisender Herr

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Reisende Dame

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Mutter und Kind in Eile

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Hühner

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Für große Anlagen ist diese Arbeit auf Grund des damit verbundenen Aufwandes sicher kein Thema. Aber meine Anlage ist so klein, dass jede Szene direkt vor dem Auge des Betrachters liegt. Deshalb sind mir stimmige Figuren wichtig.


Viele Grüße
Jörg

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