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Die "neue" Diesellok der Bessunger Kreisbahn

#1 von Bessunger , 11.09.2021 00:19

Hallo liebe Forengemeinde,

mir ist ein BEMO-Startset zugelaufen, schätzungsweise aus den 80er Jahren, der Personenzug "Neustädter Kreisbahn", leider in der roten Ausführung (die grüne entspricht genau dem Farbschema der BKB), aber egal, wofür gibt's Airbrushes und wo ist sonst der Spaß? Der Zustand der Wagen ist im Übrigen super, sieht nicht nach allzu hartem Anlageneinsatz aus...



Die Lok allerdings ist ein bißchen merkwürdig, nicht nur wegen ihrer Lackierung, aber später mehr dazu. Es ist die HOm-Ausführung, also eine V52. Nicht schlimm, es liegt ein kompletter Satz HOe-Achsen für alle Fahrzeuge bei. Aber farblich ist das gute Stück jenseits jedes Vorbildes. Das Gehäuse ist orange lackiert, keine schlechte Arbeit, könnte man so lassen, aber ich hätte halt gerne alles in BKB-Grün. Umlackieren war also von Anfang an fest eingeplant. Die Drehgestelle der Lok sind hellgrau bemalt und auf den Seiten des Führerhauses prangen schwarze DB-Kekse - klarlackierte Schiebebilder. Die Scheiben sind etwas lose (DHL?), aber die müssen eh raus. Ein paar Griffstangen fehlen, kein Beinbruch. Na gut, dann eben runter mit der Farbe, umachsen, Glockenankermotor von der Tramfabriek, Sounddecoder, Pufferspeicher. Das volle Verwöhnprogramm. Ach ja: Wenn jemand 6 BEMO Wagenachsen, 4 Lokachsen für die V 52 und einen Gleiskreis mit zwei Geraden in HOm benötigt, die Teile sind preiswert abzugeben...





Bei den Drehgestellen habe ich aus Kostendämpfungsgründen darüber nachgedacht, die HOm-Drehgestellblenden entweder erstmal zu lassen oder selbst zu verschmälern. Lassen sieht aber aus, kommt nicht in Frage. Also schmaler machen, denn wer weiß, ob man neue Blenden in HOe bekommen kann und wenn kosten die bestimmt jede Menge Geld, BEMO halt... ok, ich frage nur der Form halber bei BEMO nach. Och joh, lieferbar ab Werk. Und 7 Euro das Stück, aha. Gut, dass ich noch nicht die Säge geschwungen hatte. Lieferzeit bis zu 6 Wochen, warnt die nette Dame von BEMO mich vor. Null Problemo, probefahren kann ich auch mit zu großen Schuhen. Sehr guter Service für eine 44 Jahre alte Lokkonstruktion, alle Achtung. Einen Zurüstteilesatz habe ich auch gleich mitgeordert. Haben ist besser als brauchen.

Schritt eins: Das gute Stück wird zerlegt und im Inneren zeigt sich - nur erfreuliches. Kein Zahnrad leidet an Karies, das Fett sieht nach Werksausrüstung aus. Der Motor ist blitzeblank. Diese Lok hat noch nicht allzu viele Kilometer runtergerissen.

Jetzt also runter mit der orangen Pelle. Obacht, jetzt nichts falsch machen. Der Kunststoff hat schätzungweise mindestens 35 Jahre auf dem Buckel und ein neues Gehäuse dürfte deutlich mehr kosten als 7 Euro. Wäre also schön, wenn es das Entlacken überleben würde. Ein vorsichtiger Test mit Elita-Verdünner zeitigt sehr gute Ergebnisse, der Lack löst sich. Das Führerhaus bekommt eine sanfte Abreibung mit dem Zeug mit Hilfe eines Pinsels, danach ist es blankes, schwarzes Plastik. Ich werde mutig und beschließe, für die Vorbauten mal was neues auszuprobieren. Bremsflüssigkeit soll ja Wunder wirken. Oder das Teil komplett zerstören. Nach abermals einem vorsichtigen Versuch "an unsichbarer Stelle" pinsele ich - professionell geschützt mit entsprechender Schutzkleidung und Gummihandschuhen - das Gehäuse satt ein und lasse wirken. Ich nehme bewusst Abstand von einem stundenlangen Tauchbad und das ist auch gar nicht nötig. Die Orangenschale beginnt schnell, Risse zu bekommen und lässt sich schließlich mit einem alten Borstenpinsel weitestgehend abbürsten. Danach gehts ins Ultraschallbad mit Allzweckreiniger.

Ich stelle fest: das geht deswegen so gut, weil sich der ursprüngliche Lack, der unter der orangen Schicht schlummert, unter derselben weg auflöst. Der Decklack bröselt eher in Bröckchen runter, als hätte man Abbeizer benutzt. Dabei kommen kurzzeitig sogar die originalen Bedruckungen zum Vorschein. Und hier zeigt sich: Das ist nicht die Lok, die ins Startset "Neustädter Kreisbahn" gehört. Beim Schälen der Orange blitzt kurz eine DB-V52 auf. Ein komischer Mischmasch, gerade im Angesicht der makellosen Waggons...

Am Ende der Kur steht jetzt aber erstmal ein fast blank gemachtes Gehäuse, das ganz leicht angegriffen ist, aber keine Details verloren hat. Meiner Erfahrung nach greift die neue Farbe da sehr gut drauf. Man kann die DB-Zierlinie noch erkennen, aber das ist schon ok. Kleinere Reste werden noch weggezahnstochert.
Black is the new orange.



Aber so bleibt es nicht. Da die Bessunger Kreisbahn ein ähnliches Farbschema wie die Brohltalbahn hat (was mir erst aufgefallen ist, nachdem ich das Farbschema festgelegt habe), bekommt die Lok oberhalb des Umlaufes die Lackierung im Brohltal-Schema der ehemals Alsenzschen Original-MaK mit "Hut" in Hellelfenbein und Rest in BKB-Grün. Zierlinien vermeide ich dann doch lieber. Anders als bei der Brohler Lok bleibt aber das Fahrwerk schwarz, das sollte als Unterscheidungsmerkmal ausreichen.

Jetzt geht's also zum ersten Mal in die Lackierkabine, eine komplette Grundschicht aus Elita-Hellelfenbein, damit das Grün nachher überall gleich wirkt.

Fortsetzung folgt...


Beste Grüße,

Harald

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Elfenbein und grün

#2 von Bessunger , 11.09.2021 18:13

So, schon geht's weiter. Die zwei Aufbauteile sind komplett mit Hellelfenbein vorgespritzt, bei den Vorbauten etwas relaxter, das muss nicht perfekt sein, nur als Grundschicht unter dem Grün.



Dann Abkleben mit Tamiyatape. Bei der MaK-Musterlok verlief die Trennkante genau oberhalb der kleinen, unteren Stirnfenster. Bei dem Modell geht das nicht, aber das ist nicht schlimm. Entweder sitzen die Fenster bei den Gmeinder-Maschinen höher oder BEMO hat sich etwas vertan. Oder ich. Whatever.



Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Dass die Kante nicht absolut perfekt scharf ist, sieht man eigentlich nur auf der Makroaufnahme. Hallo, das Ding ist mit einer No-Name-Airbrush im Bastelkeller lackiert, mehr ist nicht zu erwarten. Egal wie, ich kann damit gut leben.



Als nächstes wird das Dach lackiert und dann kommen die Fenster rein und die Handläufe. Dann ist erstmal Pause, bis die bestellten Teile eintrudeln. In der Zwischenzeit werde ich die Decals angehen.

Ach ja: Ich habe gerade aus berufener Quelle erfahren, dass es überhaupt keine unterschiedlichen Drehgestellblenden für HOm und HOe gibt. Auch ok, dann spare ich mir das Entlacken der alten und habe ein Paar in Reserve...

Fortsetzung folgt...


Beste Grüße,

Harald

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RE: Elfenbein und grün

#3 von Vorarlberg-Express , 12.09.2021 15:06

Hallo Harald,
Hochinteressant für mich deine Umlackierung. Hier liegt auch noch eine V51 und wartet gelegentlich auf ein neues Farbkleid und einen Decoder. Aber ich hab keine Airbrush.
Woher hast du die Bremsflüssigkeit zum abbeizen?
Und die Drehgestelle von H0e und H0m sind tatsächlich bis auf die unterschiedliche Spurweite vorbildgerecht identisch.
Ich bleibe gespannt, das wird sicher ein kleines Schmuckstück für die Bessunger Kreisbahn.
Viele Grüße

Gerhard


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RE: Elfenbein und grün

#4 von Bessunger , 12.09.2021 16:21

Hallo Gerhard,

ich sehe das Ganze als Lernprozess - manchmal macht man Fortschritte, manchmal probiert man was aus und es geht schief. Es ist halt indisch: mahatma Glück, mahatma Pech... Man lernt aber immer was dabei.

Ein einfaches Airbrush-Set mit kleinem Kompressor und No-Name-Pistole gibt's für überschaubares Geld "in der Bucht" oder bei anderen Onlinern. Es lohnt sich. Farbtechnisch bin ich total begeistert von Elita (nein, ich kriege kein Geld dafür), aber nur wenn man sie mit der Airbrush verarbeitet. Mit dem Pinsel habe ich so meine Probleme damit (das würde ich nicht sagen, wenn ich Geld bekäme...) - Details nachpinseln ist ok, aber flächigen Auftrag mit dem Pinsel kriege ich kaum gescheit hin. Aber gespritzt gibts nix besseres. Deckt wie Sau, wird eigentlich immer gleichmäßig, trocknet wie der Wind. Und die "halbvollen" Farbfläschchen, die man einfach mit Verdünner auffüllt und hat die korrekte Spritzkonsistenz sind einfach genial. Da hat man auch als Anfänger sofort Erfolgserlebnisse.

Die Bremsflüssigkeit (ich glaube DOT4) habe ich in der Autobedarfsecke im großen Supermarkt um die Ecke gekauft, eigentlich weil ich Kunstschnee von Gebäuden runterkriegen wollte. Das hat aber nicht gut funktioniert. Das Zeug hat ja in Modellbauerkreisen recht unterschiedliche Reputation, von "göttlicher Honigseim" bis "übles Dreckszeug".

Tatsache ist: Sie ist giftig, umweltschädlich und man sollte eigentlich nur damit bremsen. Alles andere ist natürlich im Grunde Mißbrauch. Ich habe mit Gummihandschuhen, Kittel, Brille und vorsichtshalber FFP2-Maske (da sind ja genug vorhanden) gearbeitet und wirklich mit der geringstmöglichen Menge und Einwirkzeit. Das hat sehr gut geklappt - in diesem Fall. Das verbrauchte Zeug sammle ich jetzt in einer geeigneten Flasche und gebe es am Ende zum Sondermüll.

Es gibt sehr unschöne Bilder halb von Bremsflüssigkeit zersetzter Lokgehäuse, aber das liegt vielleicht auch daran, dass es unglaublich viele verschiedene Kunststoffmischungen gibt. Kann also gut gehen, muß nicht. Ich würde es aber eh niemals über längere Zeit drin einweichen, wie es manche Kollegen tun (und ja, mit Erfolg...). Es empfiehlt sich, an unsichtbarer Stelle im Gehäuseinnern einfach mal anzutesten. Dass der Kunststoff so leicht weiße Angriffsspuren bekommt, ist kaum zu vermeiden und auch bei Elita-Verdünnung so. Aber diese leicht angegriffene Oberfläche bringt m.E. sehr gute Farbhaftung mit sich.

Die Drehgestellblenden bei BEMO sind wohl für HOm und HOe gleich, wie mir stolze Besitzer beider Ausführungen (V51 und 52) versichert haben. Im Original sind sie technisch gleich, aber wohl unterschiedlich breit. Anders als die Modellok lässt sich das Original (wie ich aus berufenem Munde erfahren habe) nicht durch simplen Achsentausch umspuren. Ich dachte, es gäbe schmalere Blenden für HOe, weil in der BEMO-Ersatzteilliste ausdrücklich "Drehgestellblenden, HOe" steht. Im Moment gibt es aber keine HOm-Variante der Lok ab Werk, vielleicht deswegen. Egal, ein paar Ersatzteile im Regal sind nie falsch (denn die Teile, für die man Ersatzteile da hat, gehen garantiert nie kaputt.)


Beste Grüße,

Harald

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RE: Elfenbein und grün

#5 von Vorarlberg-Express , 14.09.2021 20:53

Hallo Harald,
Danke für die Lackiertips. Ich lackiere auch mit Elitafarben, (hab damit nur gute Erfahrungen) aber bisher nur pinselnd. Hast du Erfahrungen mit dem Glockenankerantrieb von Tramfabriek? Weil, das überlege ich mir auch.
Gerne freue ich mich auf weitere Bilder
Viele Grüße

Gerhard


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RE: Elfenbein und grün

#6 von Bessunger , 15.09.2021 08:28

Hallo Gerhard,

ich habe den "fliegenden Spreewälder" mit einem Tramfabriek-Motor umgerüstet, der Motor läuft gut, aber das Getriebe des VT nervt jetzt mit Gejaule, das man vorher wegen der Motorgeräusche nicht so gehört hat. Außerdem hat er wohl ein Stromabnahmeproblem. Aber da kann ja der Motor nix dafür.

Die V51 ist also der zweite Versuch. Klar, da gibt's auch was von SB Modellbau, aber das ist natürlich eine ganz andere Preisklasse, vor allem wegen der notwendigen Fräsarbeiten. Wobei sich an der Übersetzung auch nichts ändert. Der SB-Motor ist erheblich größer. Ich bin gespannt, wie sich der kleine Kerl von der Tramfabriek schlägt. Mir gefällt bei der Lösung der günstige Preis und dass man sie ganz gut wieder rückgängig machen kann. Meine Erfahrungen werde ich hier berichten.


Beste Grüße,

Harald

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Ich fühle mich leicht "faraged"

#7 von Bessunger , 18.09.2021 19:51

Es geht weiter mit der V540-01 (so wird sie bei der BKB heißen), allerdings mit ein bißchen Brexit-Ärger.
Heute stand der Postbote auf der Matte und verlangte Zollgebühren. Hä?

Nachdem ich die geforderten 11,13 Euro bezahlt hatte, hielt ich diese Sendung in der Hand:



Tatsächlich handelt es sich um das kürzlich bestellte Motorset von der Tramfabriek, die ja nun mal leider ihren Geschäftssitz im Königreich der vereinigten Populistenopfer hat. Deswegen fühle ich mich jetzt natürlich ein wenig "faraged", denn dank der spinnerten Idee (nicht nur) von Nigel und der Bräsigkeit seiner Landsleute ist jetzt wieder Zoll fällig.



Selig sind die Armen im Geiste.
Für mich bedeutet die neue britische "Freiheit", dass sich die Kosten in diesem Fall um flotte 41 Prozent erhöht haben! Und ich kann noch froh sein, dass DHL das Ganze hier in Deutschland übernommen hat, die nehmen (anders als andere Transporteure) "nur" 6 Euro für den Zollservice.

Wohlgemerkt: Ich mache Sven von der Tramfabriek keinerlei Vorwurf und bin sehr froh über seine günstigen Preise. Für ihn ist das sicher kein so toller Spaß wie für Nigel Farage.

Aber zurück zum lustigen Teil. Gut verpackt im Innern des Umschläge finde ich das erwartete Set



Jenes besteht aus dem Motor in der Halterung und zwei Wellenhülsen für die Zahnräder.



Jetzt kann es also auch unter der Haube weitergehen. Vor dem Einbau des neuen Motors müssen aber noch alle notwendigen Arbeiten am Chassis erledigt werden.


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Kurzes Lebenszeichen mit Fräsergebnis

#8 von Bessunger , 27.09.2021 14:39

Hallo liebe Freunde der Bessunger Kreisbahn,

nach dem ganzen Gedöns um das "Drumherum" jetzt mal wieder ein konkreter Arbeitsschritt an der Lok.

Eben kam der Chassisblock der Lok vom Fräsen zurück. Ich habe beidseitig Platz für Einbauten schaffen lassen. An einem Ende wird der "Brüllwürfel" Platz nehmen, am anderen Ende sollten die Kondensatoren des Powerpacks eine angemessene Heimat finden. Der Decoder wird seitlich am Motorhalter montiert, die Powerpack-Elektronik eventuell auf der anderen Seite. Mal sehen.



Dabei sind natürlich die ursprünglichen Lampenhalterungen und die Lichtleiter den Weg alles Irdischen gegangen. Das sollte aber nicht allzu viel Verdruß bereiten, da ich die Lichter eh auf SMD-LEDs umstellen wollte. Ich tüftle nur noch an der Befestigungslösung...

Die wichtigsten Teile der neuen Elektronik sind auf dem Weg oder liegen bereits im "Bw-Lager". Nach Eintreffen derselben gibt's wieder ein größeres Update.


Beste Grüße,

Harald

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RE: Kurzes Lebenszeichen mit Fräsergebnis

#9 von lernkern , 27.09.2021 22:16

Moin Harald.

Klasse Umbau, da bleibe ich dran!

krass das mit den Zollgebühren aus GB. Wenn man bedenkt, dass sie großen Briten das auch offensichtlich so wollten...

Viel Erfolg weiterhin.

Grüße

Jorg


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RE: Kurzes Lebenszeichen mit Fräsergebnis

#10 von Bessunger , 03.10.2021 19:19

Zitat von lernkern im Beitrag #9


krass das mit den Zollgebühren aus GB. Wenn man bedenkt, dass sie großen Briten das auch offensichtlich so wollten...



Populisten. Die Menschheit ist offensichtlich inzwischen dämlich genug, alles zu wollen, was diese Großmäuler ihr unterjubeln. Nachher hat man dann alles so nicht gewollt. Und Schuld sind eh immer die anderen.


Beste Grüße,

Harald

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I'm going slightly mad...

#11 von Bessunger , 03.10.2021 19:20

Hallo Freunde.

Es ist schön hier. Mein Zimmer hat einen tollen Blick auf den Park, die Wände sind schön weich und sie haben mir die Schnallen an der Jacke ein Loch weiter eingestellt. Alle sind voll nett.

Was ist passiert? Ich hatte die ziemlich alberne Idee, ein paar selbstgedruckte Zierlinien auf meine V540 aufzubringen. Easy, peasy, lemon squeezy. Ausschneiden, draufmachen. Decals halt. Bißchen Weichmacher... sitzt. Tausendmal gemacht. gerade Linien. Ich mein nur.
Die eine Seite ging auch echt prima. Zweiter Versuch, sitzt. Naja, ich bin kein Profi. Aber ich bin zufrieden. Also, zweite Seite noch und gut ist.

SECHSMAL! Ich habe die Linie SECHSMAL neu draufgemacht. Und mindestens ZWEIMAL war es eigentlich ok, hätte ich nicht irgend eine saudumme Bewegung gemacht, nochmal hingefasst oder versucht noch gaanz zart nachzujustieren. AAAAAAAAHHHHHHHRG!!!!!!

Na schön, es sieht ganz gut aus, denke ich... besser wird's auch nicht. Ich rühre das nicht mehr an.



Beim Innenleben bin ich auch etwas weitergekommen. Da die alte Platine der Lok ausgedient hat, habe ich versucht, ein Teil zu entwickeln, das den Decoder aufnimmt und eine rudimentäre Inneneinrichtung zeigt. Dabei hat dann auch noch Sketchup angefangen, auf meinen Nerven rumzutrampeln. So ein Teil damit zu konstruieren ist schnell erledigt, aber wehe man will nachträglich eine Kleinigkeit ändern. Plötzlich werden aus glatten Flächen Polygone, nichts passt mehr so richtig und nachdem man ewig daran rumgefrokelt hat, motzt am Ende Cura und sagt das Teil (eigentlich dasselbe, das man schon ganz ordentlich gedruckt hat, nur mit ein paar winzigen Anpassungen) wäre jetzt echt fehlerhaft. Die Vorschau unterstreicht es dann eindrucksvoll: Es funktioniert einfach nicht mehr...


Ok, damit ihr mal seht, wohin die Reise grundsätzlich gehen soll...



Inzwischen habe ich versucht, das Ding ein bißchen anzupassen - und schließlich nochmal neu konstruiert.

So. Jetzt kriege ich gleich meine bunten Pillen und darf dann noch ein bißchen fernsehen. Sobald ich das Sanatorium "Nervenruh" wieder verlassen darf, geht's weiter. Dann wird es ernst, mit Brüllwürfel und Decoder.


Beste Grüße,

Harald

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zuletzt bearbeitet 04.10.2021 | Top

GAU in der Dieselzentrale

#12 von Bessunger , 18.10.2021 13:45

Hallo liebe Schmalspurdiesel-Fans,

eine Weile war es ruhig um die Baustelle, inzwischen hat das Oberteil eine schützende Schicht aus Klarlack erhalten. Am Wochenende wollte ich das Ganze nun zusammenführen: Fahrgestell, ZIMO-Decoder, STACO aus dem selben Haus, ein Bündel SMD-LEDs, Glockenankermotor von der Tramfabriek und ein paar selbstentwickelte 3D-Druck-Teile. Inzwischen waren auch die Drehgestelle und der Beschlagteilesatz von BEMO eingetroffen.

Also, rein mit der Elektronik und Deckel drauf! Alles schön in mein selbstkonstruiertes "Rückgrat" eingefädelt...



und dann...

Pustekuchen. Erstmal irgendwo ein versteckter Kurzschluss. Also nach und nach alles wieder auseinandergepfriemelt, Kurzschluss nicht gefunden, alles wieder probehalber zusammengesetzt - Kurzschluss weg. Naja. Das wirklich gut gemachte Soundfile auf dem Decoder mit sehr ordentlicher Klangqualität entschädigt doch für einiges. WIe die zwei Motoren der Lok nacheinander starten - sehr geil.

Dann aber der Super-GAU. Beim erneuten Einbau des Decoders mache ich irgendeine falsche Bewegung, der Decoder verkantet sich und - zwei Lötpads inklusive Kabel verabschieden sich vom Decoder....
Das eine hätte nur die geplante Zugschlußlampen-Funktion betroffen, auf die könnte ich verzichten. Aber das andere ist der Staco-Anschluss - das ist dann doch wesentlich.

Damit ist das Ganze jetzt erstmal in der Zwangspause. Der Decoder muß nach Wien, da sehe ich wenig Alternativen. Der Zeitaufwand dürfte erheblich sein, die Kosten lassen wir mal außen vor (Strafe muß sein...)

Vielleicht altere ich die Lok in der Zwischenzeit noch dezent... Ansonsten werde ich mich wohl anderen Baustellen zuwenden.
Wobei es da an allen Fronten etwas schräg aussieht: Von Weichen-Walter keinerlei Nachrichten, mit den Bruchbuden komme ich (aus Zeitgründen) nicht so richtig voran und noch vier Wochen bis Saisonbeginn. Aber da ich das schon geahnt hatte, bin ich relativ entspannt.
Trotzdem zwiebelt mich die Decoder-Geschichte erheblich....


Beste Grüße,

Harald

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Sound und Decoder für BR 18-201
RE: Bemo CFm 2/2 Umbau bzw Neubau (Aufbau)

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