Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#1 von prof_falken , 11.09.2021 18:42

Liebe Stummis,

Ich möchte Euch einen Anlagenplan, den ich für meinen Bruder erstellt habe, vorstellen und um Eure Meinung dazu bitten. Doch zuerst möchte ich die Rahmenbedingungen abklären:

  • Es steht eine Ecke in einem Kellerraum von 250 x 340 cm zur Verfügung. Das Ganze soll als L-Anlage entstehen, für den längeren Schenkel steht eine Anlagentiefe von max. 50 cm zur Verfügung.
  • Die Anlage wird für mehrere Familienmitglieder gebaut, die unterschiedliche Ansprüche haben. Auf der Anlage sollen sowohl Züge im Kreis fahren können, als auch realistischer Point to Point Verkehr möglich sein. Außerdem soll abwechslungsreiches Rangieren möglich sein.
  • Fahrzeugmäßig wird von der Dampflok bis zum Mini-IC alles zum Einsatz kommen, konzipiert wird die Anlage aber als eingleisige Nebenbahn der Epoche IV im Osten Österreichs.
  • Die Anlage soll - zumindest in Teilen - während aller Bauphasen bespielbar sein.


Anlagenplan

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Der Bahnhof

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Hauptmotiv der Anlage ist der Bahnhof an der vorderen Kante der Platte. Gleis 1 besteht aus zwei Stummelgleisen und stellt die Ortsgüteranlage mit Güterschuppen mit Laderampe (rechts) und Ladestraße (links) dar.

Gleis 2 ist das Bahnsteiggleis, der einfache Schüttbahnsteig wird von den Fahrgästen nach Überschreiten von Gleis 1 erreicht.

Gleis 3 ist das Umsetz- bzw. Durchfahrgleis.

Gleis 4 hat einen Lokschuppen, in dem die Lok des letzten Zuges am Tag die Nacht verbringt und auf ihren Einsatz am nächsten Tag wartet.

Gleis 5 Dient zum Abstellen der Personenwagen des letzten Abendzuges. Auch der Triebwagen, der als Verstärker außerhalb des Taktes eingesetzt wird, wartet hier auf seine Rückfahrt.

Alternativ kann Gleis 5 auch zum Ladestraßengleis erklärt werden und somit eine zusätzliche Verladestelle darstellen. Die beengte Situation auf Gleis 1 kann damit aufgelöst werden, die Waggons des letzten Zuges am Tag übernachten dann eben am Bahnsteiggleis.

Der Industrieanschluss

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Im rechten, oberen Eck der Platte befindet sich ein Industriebetrieb, der von der Bahn bedient wird. Der Anschluss verfügt über zwei Gleise. Om oberen Gleis liegen zwei Ladestellen (z.B. Wareneingang, Warenausgang, das erlaubt nicht nur Zustellung und Abholung von Wagen sondern auch das Umpositionieren von einer Ladestelle zur anderen, vor allem bei G-Wagen), das untere Gleis dient als Aufstellgleis.

Der Fiddle Yard

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Der Fiddle Yard bietet Platz für drei Züge und einen langen Triebwagen ohne Beiwagen oder einen Schienenbus mit Beiwagen. Das kurze Gleis an der vorderen Schenkelkante dient als Umfahrgleis, denn es wird nicht sehr viel gefiddlet im Fiddle Yard. Züge mit einer Gesamtlänge von max. 90 cm können hier umsetzen.

Aus Platzspargründen wurde die untere Weichenharfe durch eine Drehscheibe ersetzt, was dann auch zu dem Wunsch führte, den Fiddle Yard als (Teil eines) Betriebswerks darzustellen.

Betriebskonzept

Die Anlage kann in zwei Modi betrieben werden: im Spielbetrieb, in dem alles erlaubt ist, z.B. Züge stundenlang im Kreis fahren zu lassen. Im Profimodus tut man so, als ob das Bogenweichenpaar in der linken oberen Ecke nicht vorhanden wäre.

Der Bahnhof stellt dann einen ehemaligen Durchgangsbahnhof dar, an dem der Personenverkehr heute endet. Personenverkehr findet daher als Point to Point Betrieb zwischen Fiddle Yard und Bahnhof statt.

Die Strecke existiert aber nach links hin noch weiter bis zum Industrieanschluss, der auch heute noch bedient wird. Güterzüge zum Anschluss kommen also von rechts in den Bahnhof, die Lokomotive setzt hier um und schiebt den Güterzug in den Industrieanschluss. Ist dort der ausgehende Zug komplett zusammengestellt, fährt er zurück in den Bahnhof und von dort, ohne umzusetzen, wieder zurück zum Ausgangsbahnhof (Fiddle Yard).

Im Güterverkehr sind zwei Züge pro Tag eingeplant. Ein Güternahverkehrszug, ein gemischter Zug für die Bedienung der Ortsgüteranlage und ein kurzer Ganz- oder Blockzug für den Industrieanschluss. Welche Waggons zugestellt bzw. abgeholt werden, wird von einer selbst programmierten App ermittelt. Der Güternahverkehr kann auch Durchgangswagen enthalten, die von einem der nicht dargestellten Bahnhöfen gedachterweise abgeholt wurden und auch wieder den Weg zurück zum Ausgangsbahnhof finden.

Mehrspielermodus und der schizophrene Bahnhof

Das Konzept sieht auch einen Zweispielermodus vor. Dabei übernimmt jeder Spieler einen Personenzug des stündlichen Zugpaares. Spieler 1 startet im Fiddle Yard und Spieler 2 im Bahnhof. Spieler 2 fährt nun nach rechts los, einmal im Kreis und fährt wiederum in den Bahnhof auf Gleis 3 ein. Unser Endbahnhof ist nun gedachterweise ein Kreuzungsbahnhof auf halber Strecke unserer Nebenbahn. Spieler 1 fährt vom Fiddle Yard los und von rechts kommend in den fiktiven Kreuzungsbahnhof auf Gleis 2. Spieler 1 verlässt den fiktiven kruzungsbahnhof nun nach rechts und fährt in den Fiddle Yard. Spieler 2 verlässt den Bahnhof nach links, fährt einmal im Kreis und fährt wieder in den Bahnhof ein, der nun wieder ganz er selber sein darf. Beide Spieler setzen nun ihre Lokomotiven um und das Ganze beginnt wieder von vorne.

Weitere Spieler können Verstärkerzüge (z.B. für den Schülerverkehr), die Güterzüge oder die Rollen des Fahrdienstleiters in den 2 bis drei Bahnhöfen übernehmen.

Steuerung

Die Anlage wird mit dem Digital System z21 von Roco digital gesteuert. Die Weichen, Entkuppler und die Drehscheibe werden jedoch analog geschalten. Für den Bahnhofsbereich wird es eventuell ein Gleisbildstellwerk geben.

Entkupplungsgleise sind vor dem Industrieanschluss, direkt bei der EInfahrt zu Gleis 1 (Ortsgüteranlage) und Gleis 5 (Abstellgleis oder Ladestraße) vorgesehen, also ausschließlich für den Güterverkehr. Im Fiddleyard und im Personenverkehr wird manuell entkuppelt.

Baukonzept

Begonnen wird mit der klassischen “Platte”. Es gibt keine Steigungen, damit der Aufbau der Gleise möglichst rasch erfolgen und kann und möglichst bald ein Spielbetrieb möglich ist. Hier befinden sich der “Haupt”-Bahnhof und ein - noch zu bestimmender - Industrieanschluss.

Der linke Schenkel wird in Phase 2 errichtet. Er besteht aus einem kurzen Streckenabschnitt und einem Fiddle Yard. Auf der kurzen Strecke soll die Überquerung eines Flusses zwischen zwei Tunnels dargestellt, damit die Anlage ein wenig 3D Charakter bekommt.

Der Fiddle Yard dient zum Auf- und Abstellen von Zügen sowie zum Umsetzen der Lokomotiven. Gestaltet wird der Fiddle Yard als BW des angedachten Ausgangspunkts der Bahnstrecke.

Die Anlage soll auf Beinen mit feststellbaren Rollen stehen, die Füße am unteren Schenkel sind knapp über der Drehscheibe eingeplant, sodass die Anlage auch einen halben Meter in den Raum gezogen werden kann, um im Bedarfsfall an die hintere Anlagenkante zu gelangen.

Als Gleismaterial wird RocoLine (H0) genutzt. Der kleinste benutzte Radius ist - leider - R2, allerdings nicht im sichtbaren Bereich. Die Bahnhofseinfahrten sind R3, der Bogen in der rechten oberen Ecke ist R4 bis R20 sowie ein großzügig geschwungenes Flex Gleis.

Der gesamte linke Bereich der Platte wird unter einem Berg versteckt. Damit wird das Bogenweichenpaar, das im Profimodus “nicht vorhanden” ist sowie die parallele Führung von Strecke Fiddle Yard - Bahnhof und Bahnhof - Industrieanschluss weggetarnt.

Fahrzeugeinsatz

Die Umsetzlänge im Fiddle Yard sowie die Bahnsteiglänge im Bahnhof beträgt 70 cm. Das reicht für einen typischen österreichischen Epoche IV Nebenbahnzug: eine 2143 mit zwei Schlierenwagen und einem Fahrrad/Gepäckwagen. In Deutschland wäre das vergleichbar mit einer 215/218 mit 2 1:100 Silberlingen und einem zweiachsigen G-Wagen. Etwas kürzer wäre sogar ein Zug mit 4 N28Wagen (vergleichbar mit den deutschen Donnerbüchsen). Diese sehen natürlich besonders gut am Haken einer BR 92 oder 93 aus (ähnlich DB 64 und 86), die bei den ÖBB noch bis 1982 im Einsatz waren.

Für die Verstärker kommen Triebwagen zum Einsatz, gerne auch mit Beiwagen. Klassisch für Epoche IV war hier die Baureihe 5044/5045/5046, der Schienenbus und der moderne 5047.

Die Güterzüge hängen am Haken eine 2067 (vergleichbar DB V60) oder 2068 (DB 290). Die Nahgüterzüge werden vor allem aus G, Rungen- und offenen Waggons der Klasse E bestehen. Für den Industrieanschluss bestehen die Züge aus mehreren Kesselwagen, Staubgutwagen oder gedeckten Wagen / Schiebewandwagen.

Insgesamt soll die Anlage aber von mehreren Personen genutzt werden, die alle unterschiedliche Vorlieben haben, sodass Fahrzeuge aus allen Epochen und vielen verschiedenen Ländern (USA, Osteuropa, Skandinavien) sowie Privatbahnen (Wiener Lokalbahn, GySEV) zum Einsatz kommen werden.

Bin schon gespannt auf eure Meinungen und auch offen für Verbesserungsvorschläge!

lg chris


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#2 von Atlanta , 12.09.2021 14:19

Moin Chris,

du möchtest wohl auch US Fahrzeuge einsetzen, möglicherweise aus US Produktion?

Sollte das der Fall sein, dann kannst du dich als erstes mit dem Lichtraummaß gemäß der NEM 102 verabschieden, das ist zu gering und führt bei US Fahrzeugen aus US Amerikanischer Produktion unweigerlich zu erheblichen Problemen.

Der Grund liegt darin, das US Fahrzeuge zwar exakt maßtablich in H0 in 1:87 gefertigt sind aber die Prototypen insgesamt größer sind, als europäische Prototypen gleicher Spurweite.

Um gefahrlos US Fahrzeuge auf deutschen Modellbahnanlagen fahren lassen zu können orientiere dich an den Lichtraumprofilmaßen der Baugröße 00 in 1:76 und einen Mindestgleisabstand von 62 mm so wie es Peco empfiehlt.

Ordne deinem Abseits gelegen BW im Fidleyard noch einen kleinen Bahnsteig zu, dann hast du sogar einen annähernd vorbildlichen Endbahnhof mit Drehscheibe am Gleisende.

In größeren Kopfbahnhöfen gabs das auch in der Epoche I bei den Gleisen im Ankunftbereich.

Bahnhöfe wurden früher so angelegt, daß man ankommende und abfahrende Reisende von einander getrennt behandeln konnte und davon getrennt der Güterverkehr.

In der Epoche IV gab es noch Expreß- und Eilgutverkehr aber auch noch die Gepäck- und Postverladungen in den Bahnhöfen, entsprechende Zufahrtsbereiche zu den Bahnsteigen solltest du unbedingt mit einplanen.


LG Ingo

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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#3 von prof_falken , 12.09.2021 15:45

Hallo Ingo,

danke für dein Feedback. Das mit dem Lichtraumprofil für US Material habe ich nicht gewusst. Allerdings hab ich jetzt nachgesehen: der Gleisabstand von RocoLine beträgt in der Standardgemoetrie, an die ich mich großteils gehalten habe, 61,6mm. Ich denke mal, die 0,4mm die da noch fehlen, sollten kein Problem sein.

An den Bahnsteig habe ich auch schon gedacht. Er soll aber eben als BW eines viel größeren Bahnhofs gestaltet werden, nicht als kleiner Bahnhof mit Drehscheibe. Ich werde es aber dem Erbauer als Alternative vorschlagen.

Zitat
Bahnhöfe wurden früher so angelegt, daß man ankommende und abfahrende Reisende von einander getrennt behandeln konnte und davon getrennt der Güterverkehr.

In der Epoche IV gab es noch Expreß- und Eilgutverkehr aber auch noch die Gepäck- und Postverladungen in den Bahnhöfen, entsprechende Zufahrtsbereiche zu den Bahnsteigen solltest du unbedingt mit einplanen.



Damit kann ich jetzt leider nichts anfangen. Kannst du vielleicht einen Gleisplan verlinken, wo das berücksichtigt ist oder eine Skizze anfertigen?


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#4 von Atlanta , 12.09.2021 23:48

Moin Chris,

daß du die schöne Alpenrepublik das Österreich darstellen willst hatte ich überlesen, Schande über mich.

Bis wann in Österreich noch Gepäckdienst im Reiseverkehr gemacht wurde entzieht sich meiner Kenntnis, in Westdeutschland bei der DB Behörde war damit bis kurz vor der Wiedervereinigung Schluß und im Osten bei der DR bis zu deren Übernahme durch Schaffung der DB AG 1993.

An die Fahrradselbstverladungen in den Zügen der ÖBB kann ich mich aber noch erinnern, im Winter waren es Schier die in Gepäckwagen verladen wurden oder in mitgeführten Güterwagen.

Schi = Ski, ersteres die deutsche Schreibweise

Das Konzept mit mehreren Mitspielern Bahnstationen zu bedienen und Züge an den jeweiligen Stellwerken abzufertigen hatte ich auch schon mal so angedacht, man übernimmt den jeweiligen Zug am ESig = Einfahrsignal und leitet in durch die Bahnstation und übergibt ihn ab dem ASig = Ausfahrsignal der freien Strecke.
Im analogen Verkehr problemlos möglich, beim Digitalbetrieb muß man den betreffenden Zug am Steuergerät z.B. der MultiMaus erst auswählen, das kostet wertvolle Zeit.

Besser wäre jeweils ein Steuergerät für jeden Zug bereitzustellen und die Mitspieler wandern dann mit ihrem Zug durch die Gegend und stöpseln sich mit ihrer Multimaus in entsprechende Buchsen ein oder verwenden über die z21 das Smartphone als Steuergerät ihres Zuges.

Die Stellwerke können ja weiterhin mit Wärtern besetzt sein, so hätte man noch mehr Mitspieler?


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#5 von nordlicht83 , 16.09.2021 14:34

Moin auch von mir,

ein interessantes Konzept das schon eine sehr gute Kombination von Spiel- und Modellbahn erlaubt! Das einzige, was mir auffiele, betrifft den Industrieanschluss und den Bereich des Fiddle Yard:

Industrieanschluss:
Für "mein" Empfinden würde ich hier noch eine Umfahrung einplanen? Mit einem Gleis mehr hätte man ggf. noch viel mehr Möglichkeiten? Also z.B. vom rechten Ende des südlichen Gleises (Platz nur für die Lok) eine Verbindung nach links, links von der Weiche zum Ladegleis? Damit müsste man nicht im südlichen Bahnhof umsetzen (kann man natürlich weiterhin).

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Fiddle Yard:
Wäre ich der Erbauer dieses Abschnitts (es klingt so, dass du nicht dafür zuständig bist), würde ich tatsächlich etwas mehr dort für den eigentlichen Betrieb noch unterbringen. Die Drehscheibe könnte ggf. etwas kleineren Durchmesser haben (anderer Hersteller? Ich kenne mich mit H0 da wenig aus). Wenn man die ganzen Gleise etwas nach "links" zum Anlagenende schiebt (oder nochmals 10 cm in der Tiefe gewinnt), könnte man vorne noch ein Bahnsteiggleis einbauen? Man könnte von der zuleitenden Strecke dieses abzweigen, thematisch wäre das eine vorbeilaufende (Haupt-)Strecke nahe des (hier nicht vorhandenen) größeren Bahnhofs des BW. Mit etwas mehr Platz könnte man das Bahnsteiggleis auch nochmals ausfädeln, sodass hier der "Nebenbahnbetrieb" endet? Der Hintergrund des BW müsste dann natürlich recht "eng" mit einer flachen baulichen Kulisse enden (Fabrikgebäude, Lokhalle?).

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Betrieblich wäre dann wirklich ein Punkt-zu-Punkt-Verkehr möglich.

Alternativ: Die Kohle und das Stummelgleis nach links spiegeln, und dann parallel ein weiteres Gleis dran vorbei, Bahnsteig nahe des Weichenfelds, und dann eine Weiche zur Drehscheibe. Hätte den Vorteil, z.B. einen Triebwagen direkt dort auszusetzen, ohne nochmals rangieren zu müssen.

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Oder (kein Screenshot): die von mir ge-x-te Verbindung belassen, den Bahnsteig weiter "nördlich", unten auf den Abzweig zur Drehscheibe verzichten. Dann muss man mit dem Triebwagen nicht immer über die Drehscheibe. Und das Gleis "vorne" kann man auch für IC nutzen: man muss nur per Hand die Lok umsetzen, aber der Fährt dann halt fiktiv da von der Platte runter.

Nebenbei könnte der südlich "blind" endende Zweig auch eine spätere Erweiterung ermöglichen? (dazu fehlt aber das Wissen zum Raum; ggf. aber auch bei neuem Aufstellort)


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#6 von prof_falken , 19.09.2021 12:59

Hallo nordlicht,

vielen Dank für deine Ideen. Das dritte Gleis beim Industrieanschluss werde ich nicht so machen, da wäre dann die Umsetzlänge schon sehr kurz, speziell, wenn man auch längere Lokomotiven für die Güterzüge einsetzen möchte.

Deine zweite Variante für den Fiddle Yard gefällt mir aber sehr gut. Wirkt für mich wie ein Haltepunkt am BW, kurz vor dem größeren Hauptbahnhof, zu dem das BW gehört. Einziger Wermutstropfen: die Strecke zwischen den beiden Tunnels, wo die Abzweigung nötig wäre, da soll eine Talquerung mit einer Brücke oder einem Viadukt hin. Aber ich plan mal weiter, ob man das beides hinbekommt.


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#7 von Dreispur , 19.09.2021 19:22

Hallo !

Ene Idee



Die rot gezeichneten Gleise ermöglichen eine Spielbahn die rechts wie links Verkehr erlauben . Bei geschickter Landschaft läßt sich eine kurze Paradestrecke bei Drehscheibeseite machen .
Im anderen Teil rechts überlege dir ob beim Güüterbahnhof noch ein Gleis Platz hat .
Da könnte auch ein Pzug abgestellt werde . oder Schienenbus ...


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RE: Familenanlage Retzendorf - Kreisverkehr und realistischer Betrieb auf 3,4 x 2,5m

#8 von prof_falken , 19.09.2021 22:19

Interessanter Ansatz, der wirklich viel Spielmöglichkeiten gibt. Für den Kreis unter/hinter der Drehscheibe gibt es aber keinen Platz. Der gesamte linke Schenkel soll über einem 40cm tiefen Regal gelagert werden und die Anlage soll da nicht oder nicht viel überstehen. Die maximal 50cm sind schon hart erkämpft.

Aber dennoch eine Frage zur Kreuzung: hast du da an eine niveaugleiche Kreuzung gedacht? Oder soll da eine Über-/Unterführung stattfinden? Im zweiten Fall habe ich ernsthafte Zweifel, dass sich das mit halbwegs vernünftigen Steigungen ausgeht.


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