RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#1 von rainer307 , 09.01.2008 22:25

Hallo,
allen ein gutes neues Jahr.

Seit Märklin seine Oberleitung der 7000er-Serie eingestellt hat, gibt es wohl eine Werksvereinbarung mit Viessmann. Dennoch sind die in beiden Katalogen angebotenen Artikel nicht immer gleich. So das Fahrdrahtstück für DKW, dass bei Märklin anders aussieht. Im Märklin-Katalog heisst es , dass immer das 100mm-Ausgleichstück für jedes Ende erforderlich ist. Trifft das auch beim Viessmann-Teil zu?. Auch die Fahrdrahtlängen sind nicht immer in beiden Katalogen vorhanden. (Mä 203 und 253 mm, Vi 190 mm). Wann empfiehlt sich was? Von der uvP her Viessmann, wo bis auf drei Teile alles günstiger ist. Bei der Planung mit WinTrack habe ich Märklin genommen und die identischen Teile durch Viessmann-Nummern ersetzt.

Gruss Rainer


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#2 von Murrrphy , 09.01.2008 22:31

Die Oberleitungen sind vom Prinzip her gleich und auch untereinander kompatibel, d.h. Du kannst ohne Probleme die Märklin-Oberleitung durch Viessmann-Komponenten ergänzen. Oder besser gesagt: die Märklin-Oberleitung kommt von Viessmann.

Unterschiede gibt es IIRC nur in der Farbe der Fahrdrähte und des Befestigungsrasters an den Masten.

Dann gibt es bei Märklin noch einige Sonderbauteile, wie für die DKW, die man bei Viessmann nicht braucht, da Viessmann vom Prinzip her vorbildnäher baut und eine DKW durch zwei echt kreuzende Fahrdrähte überspannt. Überhaupt hat Viessmann wesentlich mehr Varianten und verschiedene Masten um eine vorbildgerechtere Überspannung zu ermöglichen (z.B. Abspannmasten, etc.) Ich kann an der Stelle das Oberleitungsbuch von Viessmann (oder auch von Sommerfeld) empfehlen.


Viele Grüße
Achim



 
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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#3 von kukuk , 09.01.2008 23:22

Zitat von Murrrphy
Dann gibt es bei Märklin noch einige Sonderbauteile, wie für die DKW, die man bei Viessmann nicht braucht, da Viessmann vom Prinzip her vorbildnäher baut und eine DKW durch zwei echt kreuzende Fahrdrähte überspannt.



Stimmt nicht so ganz. Viessmann hat:

- 4145 Fahrdrahtstück für Kreuzungen
- 4146 Fahrdrahtstück für DKW

Zitat
Überhaupt hat Viessmann wesentlich mehr Varianten und verschiedene Masten um eine vorbildgerechtere Überspannung zu ermöglichen (z.B. Abspannmasten, etc.) Ich kann an der Stelle das Oberleitungsbuch von Viessmann (oder auch von Sommerfeld) empfehlen.



Ja, das Oberleitungsbuch von Viessmann ist wirklich gut und sehr hilfreich bei der Plannung und Bau der Oberleitung.

Thorsten


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#4 von Jörg Warrelmann , 10.01.2008 11:59

Hallo Rainer,

bei dem Märklin Bauteil für die DKW brauchst Du NICHT die Ausgleichsstücke, die Hülsen sind an dem Bauteil dran. Dies ist im Katalog falsch beschrieben. Es reicht also, jeweils ein passend abgelängtes Stück Fahrdraht einzuschieben.

Weiterhin ist zu beachten, dass die Viessmann Masten an den Auslegern eine Befestigung aus Kunststoff für die Fahrdrähte haben, die Masten für Märklin habe eine aus Metall. Sollte die Oberleitung funktionsfähig sein, musst Du bei Viessmann noch die Y-Seile einsetzen. (Meine Oberleitung ist ohne elektrische Funktion, ist nur zur Optik da).

Bei den Fahrdrähten sind die Märklin Drähte meiner Meinung nach dunkler eloxiert oder beschichtet, die Viessmann glänzen stärker.

Ich habe bei den Masten als Standard Märklin im Einsatz, Spezilitäten stammen aus dem Viessmann Programm (wie Abspannmasten etc.), Fahrdrähte kommen nur von Märklin (wegen der Farbe).

Entscheident war für mich allerdings auch, dass mein Händler vor Ort nur Märklin und kein Viessmann führt. (Märklin auch noch UVP minus 15%), Viesmann kriege ich hier in der Umgebung nur zu UVP, wenn überhaupt vorrätig.

Schöne Grüsse
Jörg


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#5 von rainer307 , 10.01.2008 20:19

Danke an alle für eure Hinweise.

Hallo Jörg,

eine Verwendung der nicht gerade billigen Oberleitung nur zu Dekorationszwecken ist bei mir nicht drin, entweder es funktioniert oder nicht, dann gibt's keinen Fahrdraht. Kurios ist, dass Viessmann selbst mir geschrieben hat(im Digitalbetrieb) einen Oberleitungsbetrieb vorzutäuschen, mit festgerastetem Stromabnehmer. Von einer doch recht teuren Oberleitung darf doch im 21. Jahrhundert erwartet werden, dass diese in allen Betriebsarten funktioniert!
Zum Thema: Im Bahnhof habe ich drei DKW hintereinander, die mit den Kreuzungsstücken überspannt werden sollen. Mit WinTrack habe ich zwischen den DKW Quertragwerke eingesetzt, für den besseren Halt. Wie weit kann ich die Tragwerke auseinandersetzen, ohne das die Kreuzungsstücke durchhängen? Wenn irgend möglich, will ich nichts verlöten oder verschrauben.
Der Planauszug ist leider etwas unübersichtlich. Kann ich was an der Stelle vereinfachen?
Anmerkung: Die nach rechts oben verlaufende zweigleisige Strecke wird mit Sommerfeldt-Material verdrahtet, weil ich davon reichlich habe, daher die 3stelligen Artikelnummern.

Gruss Rainer


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#6 von Jörg Warrelmann , 11.01.2008 09:25

Hallo Rainer,

ich hatte mit den DKW ein ähnliches Problem, bei mir liegen aber nur zwei DKWs hintereinander und nicht drei. Ich habe es genauso gelöst, wie von Dir geplant, zwischen den beiden DKWs steht ein Quertragwerk, für einen Mast war kein Platz. Das führt allerdings dazu, dass sehr kurze Fahrdrahtstücke in das OL-Bauteil für die DKW geführt werden müssen, diese habe ich mit Sekundenkleber fixiert.

Zur Funktionsfähigkeit:

Meine Oberleitung ist elektrisch nicht funktionsfähig, da ich digital fahre und hier die sichere Stromabnahme über den Schleifer, Räder besser funktioniert. Mechanisch ist sie voll funktionsfähig, die Pantographen sind angebügelt und laufen unter dem Fahrdraht. Hier gilt allerdings, viel auszuprobieren. Ich hatte zunächst immer mit einer alten Märklin-Lok ausprobiert, da hier die Stromabnehmer sehr robust sind. Als ich dann die erste Lok mit vorbildgerechten Pantograhen von Sommerfeld angebügelt fahren ließ, geriet dieser gleich an mehreren Stellen aus der Bahn (und er hatte kein schmales schweizer Schleifstück!), insbesondere an den Weichenkombinationen. Da war Nacharbeit angesagt. Jetzt läuft es allerdings mit allen Modellen einwandfrei.

Schöne Grüsse
Joerg


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#7 von rainer307 , 11.01.2008 14:22

Hallo Jörg,

sollte als Anschlußstück für das DKW-Teil stets das empfohlene Ausgleichstück verwendet werden oder lässt sich das anders(sprich: billiger) genau so gut machen?
Als "Erblast" kenne ich nur die alte Märklin-Oberleitung und Sommerfeldt, die mir mein Vater hinterlassen hat. Das vorhandene Sommerfeldt-Material kommt nur noch auf den langen Geraden zum Einsatz, weil ich mehr als genug davon habe. Im Bahnhof und auf den kurvenreichen Bergstrecken will ich Viessmann/Märklin, weil der Aufbau einfacher ist. Auf Vorbildtreue lege ich bei meiner Oberleitung keinen grossen Wert, sie soll funktionieren. Sommerfeldt ist mir zu aufwändig, wegen der Abspannerei und den Quertragwerken. Apropos Quertragwerke: An drei Stellen musste ich mit WinTrack Quertragwerke aus Einzelteilen(Turmmasten 4115 und 4116 mit Bausatz 4176) zusammensetzen, weil sonst ein Mast im Gleis steht. Ist es ein Problem, die Fertig-Tragwerke aufzuschneiden und um ca. 1 bis 2 cm zu verlängern? Die Fahrdrahtaufhängung ist doch ohnehin flexibel, dann kann ich mir die Bausätze sparen, das wäre einfacher vom Aufbau her.

SCHÖNES WOCHENENDE!
Rainer


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#8 von Jörg Warrelmann , 11.01.2008 17:08

Hi Rainer,

für das Märklin Bauteil 70131 brauchst Du die Ausgleichsstücke 70231 NICHT. Das ist im Katalog falsch beschrieben. Wenn Du Dir die Bilder im Onlineshop von Märklin ansiehst, erkennst Du, dass die Hülsen, in die der Fahrdraht eingebracht wird am Bauteil 70131 befestigt sind. Es reichen also ganz normale Fahrdrahtstücke. Wie das bei Viessmann ist, weiss ich nicht.

Die fertigen Quertragwerke kannst Du auch selber kürzen, genauso einfach (oder fummelig, je nach Fingerfertigkeit) wie der auch Bausatz funktioniert. Hier kannst Du Dich für die preiswertere Variante entscheiden.

Schönen Gruss
Jörg


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#9 von rainer307 , 11.01.2008 17:50

Hallo Jörg,

[quote="Jörg Warrelmann"]
für das Märklin Bauteil 70131 brauchst Du die Ausgleichsstücke 70231 NICHT. Das ist im Katalog falsch beschrieben. Wenn Du Dir die Bilder im Onlineshop von Märklin ansiehst, erkennst Du, dass die Hülsen, in die der Fahrdraht eingebracht wird am Bauteil 70131 befestigt sind. Es reichen also ganz normale Fahrdrahtstücke. Wie das bei Viessmann ist, weiss ich nicht.

Das muss ich demnächst sehen, ich habe soeben die Viessmann-Teile bestellt. Die gibt's billiger und der Zweck ist der selbe.

Die fertigen Quertragwerke kannst Du auch selber kürzen, genauso einfach (oder fummelig, je nach Fingerfertigkeit) wie der auch Bausatz funktioniert. Hier kannst Du Dich für die preiswertere Variante entscheiden.

Ich muss verlängern, was brauche ich dazu? Im Webkatalog habe ich nichts für den Selbstbau gefunden, ausser dem Bausatz 4176. Der enthält aber keine Steckhülsen. Eventuell können die von Sommerfeldt brauchbar sein.

Gruss Rainer


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RE: Oberleitung Märklin-Viessmann: gleich und doch nicht gleich?

#10 von Jörg Warrelmann , 12.01.2008 13:54

Hi,

'tschuldigung, hatte ich falsch gelesen:

Die fertigen Märklin Quertragwerke kannst Du nicht verlängern. Dann sind die quer gespannten Drähte von Mast zu Mast einfach zu kurz. Das Tragseil ist aus Gummi, das kann man eventuell etwas länger ziehen.

Schönes Wochenende
Jörg


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