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AC-Umbau und Digitalisierung Jouef Loisirs CC 72000 (HJ2600)

#1 von 11652 , 27.09.2021 21:08

Hallo zusammen

Die neue CC 72034 wollte natürlich noch für den Einsatz auf meiner K-Gleis-Anlage ertüchtigt werden (Hier die Vorstellung: Vorstellung SNCF CC 72034 - Hornby Jouef Loisirs HJ2600).

Vor kurzem ist bei DSO ein Thema mit einer Frage zur Lok erschienen/gestellt worden, die mich auch noch beschäftigen sollte (https://www.drehscheibe-online.de/foren/...760#msg-9826760).
Dazu beschrieb der dortige Thread-Ersteller sein AC-Umbau, er wendete dabei eine für mich interessante Möglichkeit der Schleiferbefestigung an (https://www.drehscheibe-online.de/foren/...886#msg-9828886).

Neben der Form und der ganzen Erscheinung der Lok haben es mir vor allem der Sound und natürlich die Erinnerungen an die Lok angetan. Deshalb sollte es bei diesem Umbau wieder eine Soundlok werden.

So wurde aus der DC Lok eine AC-Sound Lok:

- AC Umbau mit Anbau eines Märklin Schleifers E144133 (diesen erhielt ich von einem lieben Forumskollegen - Danke sehr)
- Einbau eines ESU Doppellautsprechers 50340
- Einbau eines ESU Loksound 5 Decoders mit mtc21 Schnittstelle (die Lok ist mit einer solchen bereits ausgerüstet), 58419
- Einbau eines ESU PowerPack mini, 54670

Der Umbau gestaltete sich schlussendlich "relativ" einfach, jedoch mit immer neuen Herausforderungen. Alles in allem muss er wohl mit "anspruchsvoll" bezeichnet werden - doch es ist eigentlich nichts daran eine - Zitterpartie...

Zuerst muss das Gehäuse demontiert werden - gedacht, dass sei einfach und schnell erledigt, weit gefehlt... Das Gehäuse wird wohl nur durch vier Rastnasen gehalten, doch sitzt es in der Längsrichtung sehr stramm/passgenau und ist/war wohl in meinem Fall an den Führerständen bzw. Inneneinrichtungen unabsichtlich verklebt.

Dann ging es daran, den Schleifer zu befestigen (Das tat ich im Prinzip so wie bei DSO beschrieben). Nach der Demontage feilte ich den Getriebeboden soweit dünner, dass dieser noch nicht auseinander fiel - jedoch gegen das Licht gehalten, wird sichtbar wie dünn das ganze noch ist. Ebenfalls mit 8 Bohrungen führte ich die vier Schlitze für die Kupferlaschen aus. Das Kunststoffteil des Schleifers demontierte ich, steckte die Laschen durch die Platte und bog sie innen um - der Schleifer hält so sehr fest. Anders als der Kollege bohrte ich seitlich ein kleines Loch und lötete das Schleierkabel dann innen an - Platz zu den Zahnrädern ist reichlich vorhanden!
Die Schleifer-Enden drückte ich leicht zusammen und bog sie flacher - so passen sie auch zu dem längeren Getriebeboden.

Die Kabel der Radschleifer müssen neu zusammengefügt und alle auf einen Kontakt gelegt werden - der andere, frei werdende TR-Anschluss nimmt den Schleiferanschluss auf.

Der Lautsprecher lässt sich doch recht gross zusammenbauen - er findet über der Kardanwelle des hinteren Drehgestells Platz (zum Glück ist die Lok so hoch!). "Hinten" habe ich einfach so bestimmt, dass der Decoder vorne ist, der Schleifer unterhalb des Decoders.
Die Kabel der Lautsprecher sind unter diesem zusammengelötet, die beiden Anschlusskabel dann an der Hauptplatine. So bliebe der Decoder leicht ausbaubar...

Erste Fahrversuche waren vielversprechend (mit dem Testdecoder und nicht passenden Motorparameter...), dann mit dem LS5 in Werkseinstellung passte das bestens. Der Sound war ebenfalls schon unheimlich gut, richtig beeindruckend!
Wehrmutstropfen war, dass der Sound Aussetzer hatte und die Lok in langsamer Fahrt bei den Problemstellen stehen blieb (die Anlage bzw. Schienen sind aktuell eher schmutzig).
Da ich noch zwei ältere ESU PowerPacks vorrätig hatte, wollte ich ein solches einbauen - "traute mich angesichts des Alter" aber nicht so recht - nun, ich bekam hier umgehend Hilfe (Besten Dank!): ? ESU Power Pack 54670 vs. 54671

Das PowerPack fand zwischen Motor und Decoder auf der Hauptplatine Platz. Ich packte es aus dem Schrumpfschlauch aus und lötete den Kondensator an Kabel, damit ich das Volumen verkleinern und besser verteilen konnte. Die Lok hat zwar Platz innen, doch es war ja einiges Einzubauen...

Das Programmieren des Packs war etwas umständlich. Trotz Programmer ging das nicht auf Anhieb - erst der WEg über die direkte CV-Programmierung führte zum Erfolg (die Dauer der Überbrückung konnte ich dann im Programmer einstellen - aufs Maximum).

Hier Bilder des Umbaus, quasi Schritt für Schritt:

IMG_0303 by Christian Müller, auf Flickr

Hier die Lok von Innen - mit Schallkapsel, wo ein Zuckerwürfel-Lautsprecher wohl ohne Löten eingebaut werden könnte (die graue Box)
IMG_0310 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0313 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0316 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0320 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0333 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0340 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0341 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0345 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0389 by Christian Müller, auf Flickr

IMG_0381 by Christian Müller, auf Flickr

Hier die Lok inmitten der Arlberg-Express-Zugloks"
IMG_0401 by Christian Müller, auf Flickr
(Das Foto zeigt die Lichtsituation hinten; die Lok fährt gerade ganz langsam von uns weg)

(Hier die Situation vorne, ungedimmt...)
IMG_0399 by Christian Müller, auf Flickr

Und zum Abschluss noch der "Charakterkopf im Detail" - Modell-Original und Zeichnung auf der Verpackung
IMG_0395 by Christian Müller, auf Flickr

Der Umbau erfordert aus meiner Sicht schon Erfahrung, braucht Geduld (das Schleifen) und Fingerspitzengefühl, manchmal mit Kraft gepaart (Gehäuse abnehmen). Doch ist es kein Hexenwerk und machbar - für geübte Kollegen empfehle ich den Umbau sehr. Da Ergebnis kann sich sehen und hören lassen - und ist auch preislich eine Alternative zu den ohnehin nur selten angebotenen Roco-Loks.
Die Lok kann ruhigen Gewissens als AC-Digital-Sound Lok bezeichnet werden - sie fährt perfekt über die K-Gleis Anlage (die in der Vorstellung gezeigte REE BB 67359 ist da deutlich heikler, was nicht an REE liegt, sondern an den wohl nicht ganz passenden Radsatzinnenmassen - dort bleibe ich dran). Einzig die Kupplungen trüben das Bild etwas bzw. deren Schächte und Führungen - doch mit der gezeigten Lösung passt auch das sehr gut. Die Lok steht auch sehr eng zum ersten Wagen (so eng, dass das noch nicht richtig funktionierende Rücklicht de facto nicht sichtbar ist.

Nun noch ein Link zum Vorbild: Diesen Sound bringt das Modell recht gut wieder (Auch wenn im Fim die modernisierte CC 72100 auftritt und nicht die ursprüngliche CC 72000): https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=mf0z9e_UmjQ (Der Film ist auch zum Anschauen schön)...

Ein offenes Projekt ist noch das Filmen der Modelllok - dann könnte ich auch eine Fahr-Sound-Probe verlinken. Ich Arbeite dran...


Gruss Christian

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RE: AC-Umbau und Digitalisierung Jouef Loisirs CC 72000 (HJ2600)

#2 von Elokfahrer160 , 29.09.2021 07:38

Hallo, Christian

tolles Projekt und tolle Bilder deiner CC 72000 in AC digital Sound. Danke für`s Zeigen hier im Forum. Das könnte ja auch eine Zuglok für den TEE L`Arbalete werden, da diese Diesellok ja den Zug nach Basel zog, wo er sich dann mit dem TEE Roland verbündete. Ich würde zur Zugbildung die TEE Inox Wagen der SNCF anhängen, auch diese TEE Wagen gibt es bei Jouef und/ oder bei
LS models.

Eine recht preiswerte Jouef Lok HJ 2600 in DC ist ja aktuell schon noch zu bekommen, die anderen Farbvarianten will ja Hornby/Jouef noch ausliefern. Da in meiner Bastelkiste noch einige Märklin Flüsterschleifer liegen und auf ihren Einsatz warten, könnte ich mich auch an einen solchen Umbau wagen.

SNCF Grüsse - Elokfahrer160/Rainer


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RE: AC-Umbau und Digitalisierung Jouef Loisirs CC 72000 (HJ2600)

#3 von Elokfahrer160 , 02.10.2021 10:46

Hallo, Christian

du hast wohl an dem DC Drehgestell (Bild 316, flickr) ziemlich viel Material wegschleifen müssen ?? Nur dann passt der AC Schleifer unter das Drehgestell deiner CC 72000. Kommt die Lok mit dem AC Schleifer über die " hohen " Puko`s des K-Gleises ??

Beste Grüsse - Elokfahrer160 / Rainer


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RE: AC-Umbau und Digitalisierung Jouef Loisirs CC 72000 (HJ2600)

#4 von 11652 , 05.10.2021 13:20

Hallo Rainer

Ich habe es mir einfach und doch herausfordernd gemacht… Ich habe einfach soweit geschleift (mit einer Schlichtfeile), bis noch so viel Material übrig blieb, dass das Ganze noch zusammen hält😎 - also Ausdauer und nicht Probieren.

Die Lok überfährt alle meine schlanken K-Weichen (2271, 2274, 22715/16) ohne Probleme und mit nicht mehr Wackeln als andere AC-Loks.

Sie überraschte mich sehr positiv mit ihrem mechanischen Fahrverhalten, kann dies auf meiner Anlage und mit meiner Lok als sehr sicher bezeichnen.
Elektrisch gibt es seit dem Nachrüsten des PowerPack auch kein Thema mehr.


Gruss Christian

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