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Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#1 von maxpower , 08.11.2021 23:15

Moin,


während meiner kompletten Planungsphase für meine MoBa bin ich bisher immer dem Credo „Ein SBF unter der Anlage ist zu kompliziert und macht alles nur schwieriger.“ gefolgt.
Ergo laufen alle meine Konzepte auf Zugspeicher neben der Anlage hinaus, da ich den notwendigen Platz habe. Im Gegenzug befindet sich unterhalb der Anlage nichts. Ein Nachteil ist freilich, dass mir somit mehrere Meter (ca. 10) dadurch als Nutzfläche für eine mögliche Fahrebene verloren gehen (was bei einer Fahranlage schon blöd ist, denn da könnte man so schön Züge gucken).

In meiner laienhaften Vorstellung schwebte mir immer vor, dass das Werkeln an der Fahrebene unglaublich kompliziert wird, wenn darunter (ca. 40 cm) ein SBF ist. Alleine weil man ja nicht mehr wirklich gut an alles rankommt.

Nun ist es aber so, dass ein Großteil der Modellbahner SBFs nutzt und so schlimm scheint es wohl gar nicht zu sein.

Wie viel macht man denn wirklich „von unten“ und sind meine Vorbehalte vielleicht völlig unbegründet?


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#2 von PhilippJ_YD , 08.11.2021 23:41

Die Wesentlichen Arbeiten von der Unterseite betreffen doch eigentlich Verkabelung und Stellantriebe für Weichen. Da geht es sicher etwas schwieriger zu, wenn der Eingriff eingeschränkt wird. Ansonsten findet ja fast Alles von oben statt (Landschaftsbau, Gleisreinigung etc)

Mögliche Erleichterungen dafür wären zum Beispiel Antriebe, die weit an die Vordere Anlagenkante gezogen sind und ihre Stellkraft mit Gestängen übertragen. Beim Schattenbahnhof gab es den Bauvorschlag, die Weichengruppen als herausnehmbare Module zu gestalten, die zur einfachen Wartung der Anlage entnommen werden können.

Insgesamt denke ich, ist ein gut gebauter Schattenbahnhof eine Bereicherung und wie du geschrieben hast auch bei großen Anlagen noch ein Gewinn.


Gruß, Philipp


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#3 von Beschwa , 08.11.2021 23:43

Hallo Max,

da ich wenig Platz habe, habe ich unter der Anlage SBF's über 2 Stockwerke.
Wichtig ist wie du schreibst, dass die Ebenen weit auseinander liegen und
das da unten absolut sauber gearbeitet wird.
Da muss man sich die Zeit nehmen und auch viel verschiedenes Rollmaterial drüberlassen.
Auch die Verkabelung sollte Tipp Topp sein.
Kann bei mir jedes Gleis einzeln abschalten, falls der hinterste Zug einen Kurzschluss macht
kann ich die vorderen Gleise Leerfahren.


Grüßle
Bernd


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#4 von Stummilein , 09.11.2021 10:26

Zitat von maxpower im Beitrag #1
Moin,


während meiner kompletten Planungsphase für meine MoBa bin ich bisher immer dem Credo „Ein SBF unter der Anlage ist zu kompliziert und macht alles nur schwieriger.“ gefolgt.
Ergo laufen alle meine Konzepte auf Zugspeicher neben der Anlage hinaus, da ich den notwendigen Platz habe. Im Gegenzug befindet sich unterhalb der Anlage nichts. Ein Nachteil ist freilich, dass mir somit mehrere Meter (ca. 10) dadurch als Nutzfläche für eine mögliche Fahrebene verloren gehen (was bei einer Fahranlage schon blöd ist, denn da könnte man so schön Züge gucken).

In meiner laienhaften Vorstellung schwebte mir immer vor, dass das Werkeln an der Fahrebene unglaublich kompliziert wird, wenn darunter (ca. 40 cm) ein SBF ist. Alleine weil man ja nicht mehr wirklich gut an alles rankommt.

Nun ist es aber so, dass ein Großteil der Modellbahner SBFs nutzt und so schlimm scheint es wohl gar nicht zu sein.

Wie viel macht man denn wirklich „von unten“ und sind meine Vorbehalte vielleicht völlig unbegründet?


Gruß
Max


Hallo Max,

genau aus dem Grund, dass man bei einem Schattennbahnhof im Aufbau permanent zwischen den Ebenen herumwurschteln muss, hat ein Freund von mir seine komplette Anlage abgerissen und baut jetzt auf einer Ebene eine neue Anlage mit dem Schwerpunkt lange Züge auf langen Strecken (ca. 8,5 mtr.) zu fahren.

Ich plane gerade ähnliches um einfach nur in Ruhe lange Züge fahren zu sehen (nur 7 mtr).


Beste Grüße Ralf


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#5 von Doktor Fäustchen , 09.11.2021 10:48

Hi,

OK, bei meiner Mini-Anlage ist das nicht das Thema,
aber,
kann man den Schattenbahnhof nicht so bauen, das man ihn drunter haraus ziehen,fahren,schieben kann/könnte ??
Ähnlich einem Modul/Segment.

Frägt sich
Stephan


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#6 von Stummilein , 09.11.2021 11:24

Hallo,

bei mir sieht es aktuell so aus:

leerer Raum ca. 4,70 x 7,00 mtr.
Bild entfernt (keine Rechte)

Tischgestelle von IKEA (je 20 Euro)
Bild entfernt (keine Rechte)

alles aus Stahl; sieht sehr robust aus.
Bild entfernt (keine Rechte)

OSB-Platten, die schon ca. 10 Jahre in diesem Raum auf Nutzung warteten.
Bild entfernt (keine Rechte)

erster Plan der Gleisführung 3,70 x 6,90 x 3,00 mtr.
Bild entfernt (keine Rechte)

Zum Abstellen ist ja etwas vorhanden.


Beste Grüße Ralf


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#7 von Emmentaler , 09.11.2021 12:03

Hallo Ralf

Das gibt dann so etwas wie eine permanente Tischbahn?
Persönlich finde ich Konzepte mit "Sonnenbahnhof" auch irgendwie besser.
Damit meine ich einen sichtbaren Zugspeicher, kann auch ein Fiddle-Yard sein, aber eben auch was wo die Züge durchfahren können, sichtbar, aber ohne Ausschmückung, rein funktionel.

Grüsse
Walter


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#8 von EC6 , 09.11.2021 13:10

Zitat von maxpower im Beitrag #1

Wie viel macht man denn wirklich „von unten“ und sind meine Vorbehalte vielleicht völlig unbegründet?


Gruß
Max



Hallo Max,

zu Deiner Frage würde ich ein klares Jein antworten...

Wenn ich den Thread der Anlagenplanung richtig interpretieren, planst Du eine Zugabstellung für 2+3 =5 Züge, richtig?
Das ist nicht viel und wenn die Anlage irgendwann mal fertig sein sollte, wächst die Sammlung an rollendem Material vermutlich noch schneller. Aus diesem Grund würde ich die Anlage so planen, dass ein nachträglicher Einbau eines Schattenbahnhofs trotzdem möglich ist. Also auf Ebene 0 auf jeden Fall Platz lassen für einen Gleisanschluss zum Wendel oder Rampe nach unten, auch wenn er erstmal "blind" liegt.

Meine Vorbehalte gegen Schattenbahnhöfe liegen eher in der finanziellen Hinsicht. Wenn ich mir bei den meisten Anlagen das verarbeitete Gleismaterial anschaue, liegt das meiste Geld im SBH unter der Anlage und sieht nicht sehr schmuck aus, außerdem ist dort dann vermutlich auch die meiste Action, wenn man einfach nur seinen Zügen zugucken will.

Momentan rutsche ich ja nur auf dem Boden oder Tisch rum, aber für mein eigene zukünfitge Anlage schwirrt mir zum Beispiel ein Tiefbahnhof vor, 4-5 Gleise auf 50-60cm Breite. Dort müsste man dann zwecks Zugänglichkeit wohl auf Oberleitung verzichten, aber schöner als ein reiner Schattenbahnhof wäre es allemal. Außerdem hat man dann einen zweiten Fernbahnhof auf der Anlage ohne großen "Mehraufwand".
Wenn man diesen Bahnhof möglicherweise auf Rollen oder auf einer "Schublade" verschiebbar lagert, kommt man auch noch von unten an die Ebene 0. Damit man den Tiefbahnhof dann auch sehen kann, würde ich diesen 40cm unter der Ebene 0 ansiedeln. Bei 4-5 Gleisen ist auch der Wartungsaufwand bzgl. Weichen etc. überschaubar.
Vielleicht wäre das ja auch eine Idee für Dich?

Grüße Julian


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#9 von PhilippJ_YD , 09.11.2021 13:34

Zitat von EC6 im Beitrag #8

Wenn ich den Thread der Anlagenplanung richtig interpretieren, planst Du eine Zugabstellung für 2+3 =5 Züge, richtig?
Das ist nicht viel und wenn die Anlage irgendwann mal fertig sein sollte, wächst die Sammlung an rollendem Material vermutlich noch schneller. Aus diesem Grund würde ich die Anlage so planen, dass ein nachträglicher Einbau eines Schattenbahnhofs trotzdem möglich ist. Also auf Ebene 0 auf jeden Fall Platz lassen für einen Gleisanschluss zum Wendel oder Rampe nach unten, auch wenn er erstmal "blind" liegt.

Meine Vorbehalte gegen Schattenbahnhöfe liegen eher in der finanziellen Hinsicht. Wenn ich mir bei den meisten Anlagen das verarbeitete Gleismaterial anschaue, liegt das meiste Geld im SBH unter der Anlage und sieht nicht sehr schmuck aus, außerdem ist dort dann vermutlich auch die meiste Action, wenn man einfach nur seinen Zügen zugucken will.



Das ist sicherlich mit einer der wichtigsten Gründe für und wieder: Wie viel Rollmaterial möchte ich auf der Anlage stehen haben. Es gibt ja durchaus Leute, die nach Fahrplan fahren, hierfür ihre 5 Garnituren aufgleisen und entsprechend wenig Platz zum abstellen brauchen. Als Gegenentwurf die berühmte Hauptstrecke, bei der man fährt, was man sehen möchte. Nach diesem Schema werde ich es bei mir auch halten und entsprechend braucht es einfach Platz im Untergrund.

Für mich ist es äußerst nervig, Rollmaterial ein und aus zu packen.

Finanziell kommt es natürlich auch zum tragen. Aktuell rechne ich etwa 40€ für zwei digitalisierte Weichen plus 5€ pro Meter für jedes Schattenbahnhofsgleis. Hinzu kommen Rückmelder, bei denen ich noch nicht sicher bin, welche und was sie kosten. Je nach Komponenten kann es natürlich auch mal das Doppelte bis Dreifache sein, je nachdem, welche Hersteller man bevorzugt. Allerdings: Bei den Zügen kostet der Meter je nachdem ab etwa 100€, meistens eher 200€-300€. Entsprechend macht das Gleismaterial immer noch einen verschwindend geringen Anteil der Kosten aus.


Gruß, Philipp


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#10 von ET 65 , 09.11.2021 13:54

Zitat von maxpower im Beitrag #1
... In meiner laienhaften Vorstellung schwebte mir immer vor, dass das Werkeln an der Fahrebene unglaublich kompliziert wird, wenn darunter (ca. 40 cm) ein SBF ist. Alleine weil man ja nicht mehr wirklich gut an alles rankommt. ...
Hallo Max,

kompliziert von oben wird es nur, wenn der Abstand zur Vorderkante zu groß wird. Teste doch einfach, wie lange Du es in gebückter Haltung aushältst 60 cm von der Anlagenkante entfernt Arbeiten zu verrichten (z.B. zu schottern)? 60 cm ist übrigens meist die Tiefe von Küchenarbeitsplatten. Also einfach die Fuge neu ziehen.
Dreckig wird es von oben für den darunter liegenden Zugspeicher, wenn Du durch die Trassen durchbohrst.
Hohe Objekte an der Anlage vorne können in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn Du weit entfernt von der Anlagenkante arbeitest (außer Du hast eine "Brücke" oder andere Möglichkeit weiter hinten dran zu kommen).

Kompliziert von unten für die obere Trasse wird es für alle Arbeiten darunter:
- Justierung von Weichenmotoren oder Servos
- Verlegen von Kabeln
Um diese Arbeiten rückenschonender zu gestalten, gibt es die Möglichkeit die Platte schräg oder sogar hochkant zu stellen. Alternativ bietet sich auch noch die Möglichkeit, diese abnehmbar oder hochklappbar zu gestalten.

Und Zugspeicher kann man nicht genug auf der Anlage haben...

Die Kosten hat Philipp zusammengefasst.

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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zuletzt bearbeitet 09.11.2021 | Top

RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#11 von maxpower , 09.11.2021 14:02

Zitat von EC6 im Beitrag #8

Hallo Max,

Wenn ich den Thread der Anlagenplanung richtig interpretieren, planst Du eine Zugabstellung für 2+3 =5 Züge, richtig?



Hallo Julian,
nicht ganz. Es sind 50 Züge (25 elektrifiziert, 25 Diesel). Idee war 3 Zugspeicher - einen für das Ende der elektrifizierten Strecke, einen für das Ende der nicht-elektrifizierten Strecke und einen, der nach dem Trennungsbahnhof liegt und Züge beider Strecken aufnehmen kann.


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#12 von MichaS , 09.11.2021 14:02

Hallo zusammen,

ich bin auch kein Freund von Schattenbahnhöfen und einen anderen Weg gegangen. Dazu habe ich meinen Bestand an befahrbaren Plexiglasröhren aufgerüstet und kann jetzt
9 Züge bis 2,10 m Länge stets sichtbar darin aufbewahren.
Auspacken und Aufgleisen entfällt, dies ist vor allem bei meinen Dreifacheinheiten der F7 oder auch Strom-führenden Kupplungen sehr angenehm.

Klar ist, das man dazu entsprechende Wandflächen braucht, aber dafür hat man hat die Züge dann immer im Blick.

Gruß
Michael


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#13 von Badaboba , 09.11.2021 19:32

Hallo zusammen,
für mich ist das eine Frage der Konzeption.

Wenn es darum geht, wiederkehrenden, kompletten Zuggarnituren einen Abstellplatz zu geben, dann ist ein Schattenbahnhof keine schlechte Wahl.

Sollen Züge ständig verändert oder getauscht werden ("fiddeln"), dann ist ein offener Speicher sehr wichtig. Bei unseren Modultreffen ist dies z.B. so.

Geht es darum, Züge nur zeitweise für die nächste Fahrplanperiode zu bilden, dann kann so ein Zugspeicher gut zugänglich auch unterhalb eines gestalteten Bereichs liegen. Das wäre aktuell mein Favorit, um einfach den Raum für mehr gestaltete Fläche und mehr Betrieb zu nutzen.


Liebe Grüße
Volker

Aktuelle Baustelle - Schaukastenanlage Steinweiler:
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Meine Betriebsstelle für unsere Puko-Modultreffen - AWANST Niederweilbach:
viewtopic.php?f=170&t=146964


 
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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#14 von maxpower , 09.11.2021 21:44

Moin,

wenn man einen SBF unter der Fahrebene hat, wäre es dann zumindest eine Erleichterung, die Kabel nicht unter der Fahrebene "zu verarbeiten", sondern zunächst zum Anlagenrand zu führen und sie dort z.B. an vertikal angebrachte Decoder anzuschließen? So müsste man unter der Anlage "nur" Kabelführungen haben - die eigentliche Arbeit würde am Rand stattfinden ohne dass man sich verbiegen muss.


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#15 von Doktor Fäustchen , 09.11.2021 21:51

Hi,
wenn Due einen SBF unter der Fahrplatte anlegst, und Angst vor Platzproblemen bei der Rep. hast.
Mach den SBF doch nur halb so breit/tief wie die Anlage, dann ist mehr platz zum unterkrabbeln.



Stephan


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#16 von Quox , 11.11.2021 02:00

Hallo Maxpower,
bei mir war es genau umgekehrt. Ich habe nachträglich einen Schattenbahnhof ( SB) eingebaut und ich muss sagen, dass war die beste Investition. Hat den Spielbetrieb sehr bereichert.
Denn oben bleibt es zum fahren und abstellen leer. Auch verstauben die Züge nicht mehr so stark. Ein SB ist ein guter Schutz. Er ist auch unten nur über die halbe Breite.
hier erkläre ich es. https://www.youtube.com/watch?v=JysF9TMqw1s&t=135s
Wichtig ist das man unbedingt unter 3 % mit der Steigung bleibt (bei mir Rampe), robust ohne technische Probleme fahren kann und große Radien zur Kehre einbaut. (Dreiwegeweiche unten war der Horror)
Auch ein guter Abstand zur Decke soll vorhanden sein ( auch w g Pantographen) um im Notfall oder bei der Reinigung problemlos eingreifen zu können.
Man wird ja nicht jünger.😉
Jetzt kommt aber was Wichtigste : Ich fahre immer mit der Software Steuerung nach unten und jeder Zug hat sein Heimatgleis.
Immer wird der Zug in der Schleife gewendet und dann im Heimatgleis abgestellt. Die Logik ist totsicher.
Ich habe Zuggarnituren (wie sicher hier einige auch ) die sind schon ordentlich lang, kurzgekoppelt mit stromführenden empfindlichen Kupplungen. Ausgefahrene Pantographen.
Empfindlichste, zerbrechliche hoch detaillierte Märklin- Loks die eigentlich in die Vitrine gehören. Da laufen in einer Garnitur mal 1500 Euro und mehr.
Unfälle sind da ABSOLUT nicht erwünscht. DAs ist der Horror, da wäre ich bei einem Unfall die nächste halbe Stunde unter dem Tisch beschäftigt was zu retten. Da wäre der Hobby Abend für mich gelaufen.

Aber Unfälle finden (fast ) nicht mehr statt dank der Software. Sobald die Automatik oder ich mit einem Start und Zieltaster die Zugfahrt in das SB auslöse wird das zuverlässig und abgesichert von der Software erledigt.
Kein Kopf unter die Platte und keine Kontrolle über eine Kamera (die ich zwar habe) notwendig. Halten cm genau.
Niemals fahre ich da über die zig Weichen manuell runter. Irgendwas vergesse ich immer wenn ich da selbst am Regler drehe. Das geht so leicht das man was übersieht.

Manuell fahre ich oben schon mal gerne im Rangierbetrieb aber nichts ins SB.
Nur abgesichert von der TC Software. ( andere können das sicher auch)
Ich finde ein SB bereichert eher die Anlage mit Abwechslung im Fahrbetrieb. Aber ich bleibe auch bei einer SB Ebene und werde dann eher mal eine Garnitur tauschen. Für meine mittlere Ablage reichen 10 Abstellmöglichkeiten.

Aber jeder hat ja so seine eigenen Erfahrungen. Da gibts halt auch konträre Empfehlungen.
Grüße Peter


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Switchpilot, Digital TC 9 G ,
https://www.youtube.com/watch?v=RE8_eyIA-R0


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zuletzt bearbeitet 11.11.2021 | Top

RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#17 von maxpower , 11.11.2021 09:57

Hallo Peter,

die Vorteile eines SBFs sind schon vorhanden, keine Frage, aber als Laie schreckt mich eben noch ab, dass ich mir dadurch den Untergrund der Fahrebene verbaue, was möglicherweise notwendige Arbeiten dort erschwert.

In meinem derzeitige Grundentwurf der Anlagenform (Nummer 3 hier: Optimale Raumnutzung) könnte tatsächlich der Kompromiss stecken - lange Strecken auf der Fahrebene (oben und unten auf dem Schenkel) ohne Weichen und Signale (bleiben also nur Kabel) und darunter die SBFs (oben zwei über-/untereinander - erreichbar über zwei Gleiswende, einer für die Haupt-, einer für die Nebenstrecke und einer unter dem unteren Schenkel).
Der Bahnhof mit all den Weichen und Signalen käme auf den rechten Schenkel, welcher unten frei bleibt.

Ich versuche diese Anlagenform mal gleistechnisch auszuplanen.


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#18 von Atlanta , 11.11.2021 10:22

Moin Max,

dein Gleisplanentwurf wäre mir persönlich zu langweilig zu dem auch zu extrem mit Gleisen überladend und ,,ermüdend" wirkend.

Wo ist denn da noch Platz für die Landschaft?

Wie wäre es mit einer Hanglage und leicht geschwungener Gleisführung deines dann viergleisigen Hauptbahnhofs?

So hättest du zwei Durchfahrgleise und eine leicht geschwungene zweigleisige Paradestrecke in einer erhöhten Position.

Auf den Seitenschenkeln kannst du jeweils zwei weitere Bahnhöfe darstellen und führst die Hauptstrecke abwärts die dann im Tunnel verschwindet, wo sich dann je zwei oder drei parallele Gleise im Tunnel befinden, so könntest du dann zwei oder vier weitere, lange Züge dort abstellen oder durch weitere Gleisverbindungen auch kürzere Züge.

In der Talsohle könnte sich eine eingleisige Nebenbahn befinden die beide Seitenschenkel Bahnhöfe anbindet und im mittleren Hauptort einen eigen kleinen Begegnungsbahnhof hätte?

So könntest du viel interessanteren Zugverkehr gestalten und würdest nicht jeden cm² mit Gleisen ,,zupflastern," die zu allem Überfluß noch im sichtbaren Bereich parallel zur Anlagenkante liegen.


LG Ingo

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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#19 von E-Lok-Muffel , 11.11.2021 13:19

Hallo Max,

Ein Schattenbahnhof in einer Ebene ist das Non-Plus-Ultra! Kommt aber eben immer auf den sichtbaren Teil und die Spielidee an...
Bei viel Platz auf jeden Fall zu empfehlen!

Ich bringe gerne die Analogie zum Strassenverkehr: Beim Supermarkt auf den grünen Wiese gibt es auch immer einen riesigen Parkplatz, In den vollgepackten Innenstädten müssen die Autos dann halt unter die Erde...

Genauso ist das auch bei der Modellbahn: Ist ausreichend Platz für Deine Ideen vorhanden, kann der SBF auch offen nebenan gebaut werden, Du sparst an Rampen/Wendeln und hast viel weniger Überwachungsaufwand. Wer mit jedem Quadratzentimeter rechnen muss und bebauen will, der muss halt in den sauren Apfel beißen und für seinen Zugspeicher eine Tiefgarage bauen.

Wenn dann die Anlage doch noch wachsen soll, kannst Du den bislang "ebenerdigen" Parkplatz doch noch "tieferlegen", Du musst nur Platz für die Wendel einplanen und bei genügend Abstand zur Oberfläche sollte das Nachrüsten auch kein Problem sein.

Gruß
uLi


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#20 von maxpower , 11.11.2021 17:21

Zitat von Atlanta im Beitrag #18
Moin Max,

dein Gleisplanentwurf wäre mir persönlich zu langweilig zu dem auch zu extrem mit Gleisen überladend und ,,ermüdend" wirkend.

Wo ist denn da noch Platz für die Landschaft?



Hallo Ingo,

das hatte mir an meinen Ideen auch gefehlt, da werde ich sicher nachbessern.


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#21 von hubedi , 22.11.2021 09:33

Hallo Max,

Ich teile die Bedenken zum Bau und Betrieb eines unterirdischen Schattenbahnhofs. Die Erfahrung lehrt, irgendwas ist immer ... stecken gebliebene Fahrzeuge, Defekte beim elektrischen oder mechanischen Aufbau unter der Erde, das mühsame Reinigen nicht offen zugänglicher Gleisanlagen usw..Mit zunehmendem Alter werden Arbeiten in schwer zugänglichen Anlagenbereichen immer schwieriger. Wenn Du an einen längerfristigen Anlagenbetrieb denkst, solltest Du diesen Aspekt berücksichtigen.

Eine Alternative zum SBF wurde hier noch nicht erwähnt ... der Zuglift. Zugegeben, der Bau einer solchen vertikal verfahrbaren Vitrine hat seine Tücken und ist sicher schwieriger als das Auslegen von Abstellgleisen. Der Kauf einer fertig montierten Lösung oder auch eines Bausatzes reißt ein ansehnliches Loch in die Bastelkasse. Ich verspreche mir dennoch von meinem gerade im Bau befindlichen Zuglift erhebliche Vorteile gegenüber einem Schattenbahnhof. Die schönen Modelle bleiben im Blick, Wartungsarbeiten sind auch mit steifen Gelenken relativ bequem durchzuführen und der Platzbedarf ist überschaubar.

Die in diesem Zusamnenhang stehenden Paternoster- oder gar die drehbaren Revolverbahnhöfe sind mechanisch und elektronisch nochmal eine andere Herausforderung. Solche technisch aufwändigen Aufbewahrungen sind für mich ein Leckerbissen der Modellbaukunst und für Besucher sicher eine besondere Attraktion. Ob sich dieser Aufwand aus betrieblicher Sicht lohnt, glaube ich persönlich weniger. Der einfachere Zuglift scheint mir in dieser Hinsicht ein guter Kompromiss zu sein.

Wer den Bauaufwand automatischer Zuglagersysteme scheut, könnte z.B. auf die hier schon erwähnte Plexiglasröhren zurückgreifen, die in einem Wandregal gelagert werden könnten. Nun muss man allerdings selbst seine Modelle bei Bedarf aus dem Regal holen und via Andockstelle mit der Anlage verbinden. Mit etwas Bastelaufwand ist der Selbstbau m.E. gut zu bewältigen und erheblich günstiger zu haben, als gekaufte Systeme.

Wie auch immer, es gibt m.E. durchaus attraktive Alternativen zum klassischen SBF.

LG
Hubert


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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#22 von maxpower , 22.11.2021 15:12

Hallo Hubert,

diese Lösung wäre schon fein, aber leider fehlen mir für sowas die handwerklichen und vermutlich benötigten IT-Kenntnisse. Klar, man kann alles lernen, aber das summiert sich so langsam alles. Allein die Thematik digitale MoBa bringt schon sehr viel Zeugs mit, womit ich mich befassen muss. Als Belastung empfinde ich das nicht, die Zeit habe ich auch (als Berufswochenpendler habe ich 4 Abende lang Zeit nur für mich und meine Hobbys - da kann man lesen und lernen).

Ich überlege mal etwas drauf rum...


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#23 von -me- , 25.11.2021 20:38

Hallo Max,
ich bin über deine Fragen zum C-Gleis auf den Link zu deiner Planung gestoßen und habe dann auch dies hier entdeckt.

Ich denke, dass du mit deiner Planung einfach fest steckst und nicht so recht weißt, wie es werden soll. Ich hatte das bei meinen ersten Versuchen auch und wollte einfach zu viel!

Du möchtest gerne eine Fahranlage mit langen Zügen. Dabei stellt sich mir die Frage, was für dich wichtig ist? Reicht dir eine Anlage wie von unserem Oberstummi Ralf, der seine C-Gleise einfach auf Rasenteppich gelegt hat (keine Wertung, so ein Konzept hat auch seinen Reiz) oder soll das richtig durchgestaltet werden? Ich frage einfach mal nach, weil du dir da ein riesiges Projekt aufhalst, was von einem Anfänger vermutlich kaum zu stemmen ist und nur zu Frust führt!
Ich sehe das bei meinen Kollegen Normen (TimseinPapa), der so überhaupt nicht voran kommt und gerade noch bei Ebene 1 von seinen 3 Ebenen festhängt.

Mein Raum ist kleiner wie deiner, aber mit 4,90 m X 5,40 m auch nicht gerade klein.
Was wollte ich haben? Eine Fahranlage, auf der Züge bis 2,50 m Länge fahren können. Den Zahn mit den 2,50 m musste ich mir ziehen, bei 2,10 m ist Schluss!
Möchte ich den kompletten Raum mit einer MoBa füllen? Nein, never ever! Das muss ich ja auch alles gebaut und gestaltet bekommen!
Außerdem haben wir hier auch einen wunderbaren Fernsehraum und neben der MoBa kann ich hier (auf dem Sofa) Filme in Kinoqualität (fast, Bild (55Zoll) könnte größer sein, aber der Sound ist gewaltig) genießen.

Worauf ich hinaus will ist eines: du verbaust unzählige Meter an Gleismaterial auf Ebene 0 und stellst irgendwann fest: ich komme hier nicht ran, ich komme da nicht ran!
Um dir deinen Raum nicht zuzubauen, würde ich auf jeden Fall die Anlage an die Außenwand legen, so als "an der Wand Anlage". Tiefe: nicht mehr als 70 cm, in den Raumecken hast du dann schon recht ordentliche Eingrifftiefen.
In der Mitte machst du dir einen Tisch oder (zeitbegrenzt ein Podest, wo du ein paar C-Gleise hinschmeißt und die Kinder puzzeln lässt!

Beim Konzept würde ich mal eines raten: reduce to the maxx!
Das soll heißen, dass du dich auf deine Fahranlage reduzierst, Züge fahren in einer schönen Landschaft und du hast Gestaltungsmöglichkeiten.
Braucht man wirklich einen gr0ßen Bahnhof? Reicht nicht einfach vielleicht irgendwo ein Haltepunkt? Die Regionalzüge fahren auf ein Nebengleis mit Bahnsteig, die Fernzüge rauschen durch.
Was braucht man dafür: einen Schattennbahnhof unter der Hauptebene (bei mir leider viel zu klein) für einen abwechslungsreichen Fahrbetrieb.
Bei deiner Anlagengröße bekommst du da mächtig viel Züge unter, auch bei nur 70 cm Anlagentiefe. Ich tippe jetzt mal auf 50 und mehr Züge.

Schau mal am Ponyhof vorbei, vielleicht kannst du dir da ein paar In Inspirationen abholen.
Bei einem Neubau würde ich meine Anlage allerdings noch weiter reduzieren, mein Kopfbahnhof würde dann entfallen.


Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

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maxpower, greythom und Bergstolz haben sich bedankt!
 
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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#24 von maxpower , 26.11.2021 08:30

Moin Michael,

da sprichst Du mir voll aus der Seele. Ich werde mir sehr wohl jeden Tag mehr bewusst, dass ich zusehens reduzieren muss. Vieles von meinen ursprünglichen Plänen ist schon vor Langem von der Liste geflogen. Ich plane entsprechend immer mal wieder neue Anlagenkonzepte.
Gerade bin ich ausgehend von Tipps von Cs67 planerisch bei einem recht großen G gelandet, aber obwohl oder auch weil da tolle und weitläufige Strecken entstehen können, ist das in meinem Entwurf schon wieder ein Monster geworden.

An eine ADW-Anlage habe ich auch schonmal nachgedacht, gerade weil man bei den Wandlängen wie schon angemekt auch prima eine Schattenebene darunter haben kann und somit viele Züge unterbringen kann.
Ich hatte auch mal eine Konzeptskizze, wo ich zusätzlich zu der C-Form (die sich aus dem ADW-Konzept ergibt) noch eine Mittelzunge für einen "Ausreißerboge" für die Nebenbahn hatte (mit kleinem Haltepunkt).

Im Grunde wäre der nächste Reduktionsschrit vmtl. genau diese E-Variante - 70 cm breite ADW mit Mittelzunge. Am Ende des Cs würde ich ggf. einen Reiterbahnhof bauen - da würden die Züge verdeckt wieder zusammen laufen und im SBF verschwinden.

Die Aversion gegen SBFs muss man dann auch über Bord werfen, aber mit 40-45 cm Platz nach oben, sollte das glaub unproblematisch sein, gerade auch, wenn man oben überwiegend Strecke hat und nur wenig Weichenfelder.

Ich denke mal auf der Idee rum...


Gruß
Max


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RE: Aversion gegen SBFs - begründet oder nicht?

#25 von Funkmaster17 , 26.11.2021 10:30

Hallo Max,

Ich bin in der gleiche Situation wie du und kenne deine "Schmerzen". Ich habe zuerst eine Anlage in der Wohnung gebaut und jetzt Platz im Keller bekommen. Es ist einfach so unfassbar schwieig sich einzuschränken.
Ich bin weit davon entfernt alles vorbildgerecht bauen zu wollen, möchte mit meiner Modellbahn spielen und mich an den schönen Zügen ergötzen. Aber alles vollzustopfen und auf die Anlage zu quetschen ergibt ja auch keinen Sinn.
Und wenn das dein erstes Projekt ist (wie bei mir auch), macht es das alles umso schwieriger. Man kann sich hier ja Tipps und Ratschläge holen ohne Ende aber ich denke am meisten lernt man durch eigene Fehler. Für mich persönlich ist Fahrsicherheit und Zugänglichkeit das aller wichtigste, bei allem anderen kann man Kompromisse eingehen. Natürlich kann man mit Luken oder klappbaren Brücken arbeiten aber ich denke wenn die Anlage dann mal eine gewisse Zeit steht nervt das nur noch. Das habe ich bei meiner kleinen Anlage in der Wohnung schon falsch gemacht und möchte diesen Fehler nicht wiederholen. Was noch dazu kommt ist der Kostenfaktor. Eine große Anlage verbrennt das Geld ja förmlich. Und wenn man die dann als erstes baut und viele Ecken hat die einem am Schluss nicht gefallen ist es umso ärgerlicher.

Was ist nun die Moral von der Geschicht:
Ich überlege aktuell meine kleine Anlage zuerst mal in den Keller zu verfrachten und diese fertig zu bauen. Oder ein neues kleines Projekt in Angriff nehmen um damit zu üben. Auch in der Landschaftsgestaltung lernt man immer dazu und wird besser je mehr man es macht. Zeitgleich noch eine Schauplatte wie Ralf sie gerade plant, dann kann ich auf der einen Seite im Keller die langen Züge begutachten und auf der anderen Seite basteln und üben. Die Schienen die ich dann noch kaufe werde ich für das Großprojekt eh brauchen und die kosten für das zusätzliche Holz sind denke ich zu verschmerzen.

Gruß
Stephan


Schaut gerne bei meiner Anlage vorbei :-)
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