RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#101 von Frank1969 , 31.12.2021 10:06

Hallo Wolfgang,

die Kreuzung ist traumhaft geworden!

Zitat von kpev im Beitrag #99



Mit der „Abzweigung einer zweigleisigen Strecke von einer zweigleisigen Strecke" und den anderen Kreuzungsvarianten ist das preußische Gleissystem eigentlich ideal für die Modellbahn. So schön ein Überwerfungsbauwerk auch aussieht wie Felix es gerade baut:


RE: Modulbau norddeutsche Tiefebene und Naturschutzgebiet, preiswert Baumbau (13)

Es kostet viel Platz und der ist mehr oder weniger bei den meisten von uns irgendwie Mangelware. Egal wie viel Platz man hat
In meinen vorherigen Plänen mit einem Kopfbahnhof hatte ich sogar eine „Abzweigung einer zweigleisigen Strecke von einer zweigleisigen Strecke" mit eingeplant.

Viele Grüße
Frank


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#102 von kpev , 31.12.2021 12:30

Hallo Frank,

Zitat von Frank1969 im Beitrag #101
die Kreuzung ist traumhaft geworden!


Lob motiviert, das kann man immer gebrauchen, vielen Dank! Jetzt brauche ich nur noch ein Anlagenkonzept, wo man die Sachen dann auch verwenden können wird. Das wird noch was werden.

Aber was die "Abzweigung einer doppelgleisigen Strecke von einer doppelgleisigen Strecke" angeht, so gab es diese Schwellenanordnung auch vielfach ohne dass eine "zweigleisige Strecke von einer zweigleisigen Strecke abzweigen" musste. Mir ist diese Baugruppe auch vor dem Anhalterbahnhof Lokschuppen aufgefallen, dort in Kombination mit DKW statt Weiche und EKW statt K, siehe auch das unverschandelte Bild in Post 42 (Bildquelle: Sammlung Knothe auf der Seite www.berliner-stellwerke.de).

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#103 von kpev , 31.12.2021 13:53

Liebe Stummis,

und hier nun die angekündigten restlichen Daten zur Kreuzung 1:7. Zuerst der Anschluss an die doppelte Gleiseverbindung. Da die Kreuzung symmetrisch ist, gibt es anders als bei EW und EKW keine zwei Einbausituationen und dementsprechend ist das alles sehr überschaubar. In der Zeichnung finden sich viele Daten, die ich in mein Fake Musterblatt 90 der Kreuzung 1:7 eingebaut habe.

Die Schwellen Nr. 1153 und 1152 sind vergleichbar wie bei der EW und der EKW durch verkürzte Schwellen – hier bei der K mit den Nr. 1387 und 1388 – ersetzt. Die Schwellen 1383 und 1384, jeweils in R und L Ausführung sind dieselben wie bei EKW und DKW, nur eben mit entsprechenden Klemmplatten für die Spurerweiterung, bzw. im Fall der Kreuzung eben mit keiner Erweiterung, siehe Post Nr. 84



Und natürlich hat auch die Kreuzung 1:3,43 eine Möglichkeit gehabt, die Kreuzung 1:7 direkt anzuschließen. Von dort habe ich die noch fehlenden Angaben geholt, um mein Fake Musterblatt Nr. 90 zu zeichnen, nämlich die Schwellen Nr. 1150, 1151 und 1152. Die konnte man natürlich erahnen, aber das Musterblatt 113 beweist das. Und so sehen die relevanten Ausschnitte aus, Musterblatt 113 (ex 116) für den Anschluss der Kreuzung 1:7. Wie bei der EW und der EKW braucht es hier nur eine verkürzte Schwelle Nr. 1387. Statt verkürzter Schwelle Nr. 1388 bei der Doppelten Gleiseverbindung passt hier noch die normale Schwelle Nr. 1153 der Kreuzung 1:7. Die Langschwellen Nr. 1405 und 1406 in R und L sind wieder wie bei der EKW und DKW, auch hier mit Klemmplatten Nr. 2, 4 und 5 zum Einstellen der exakten Spurweite, hier leider vergessen einzuzeichnen im Original von Musterblatt 113 (ex 116). Die Klemmplatten Nrn. sind aber aus Musterblatt 116 (ex 118) ersichtlich. Damit hätten wir EW, EKW und K in 1:7 erledigt, praktisch als auch theoretisch. Danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben!

Als nächstes möchte ich das "Schnellzuggleis" Oberbau 15c von 1907 vorstellen. Denn schon 1907 gab es in Preußen Doppel-Eisenschwellen für Schienenstöße. Den Druck habe ich schon beauftragt. Bin gespannt, wann der fertig ist und ich die Teile bekomme. In der 3D Darstellung sieht das jedenfalls richtig toll aus.

Feiert schön und bis nächstes Jahr!

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#104 von kpev , 03.01.2022 08:47

Liebe Stummis,

neben preußischen Weichen brauche ich natürlich auch Schienen und ich möchte jetzt hier einige Bauarten vorstellen, die ich gerne verwenden würde. Wenn, dann möchte ich auf alle Fälle verschiedene Bauformen haben und nicht überall das gleiche Material. Z.B. auf einer oder zwei Hauptstrecken neueres Material für besonders beanspruchte Gleise, die Überholgleise vielleicht etwas älter mit weiterem Schwellenabstand und Bereiche die "neu gebaut" wurden. Einige Rangiergleise und die Lokschuppengleise dürfen noch eine ältere Bauart mit noch größerem Schwellenabstand und nochmal kleineren Schienenlaschen aufweisen. Die Änderungen sind teilweise wirklich so groß, dass man das ohne Probleme erkennen kann.

Anfangen möchte ich mit dem Oberbau 15c von 1907, da dieser seine eigenen Schwellenformen bekommen hat mit angewalzten Rippen um, Zitat Röll 1912 (Stichwort Eisenquerschwellen, Abb. 377a und b) "die Befestigungsmittel von dem Längsschub zu entlasten". Offenbar hat sich dieser Aufwand nicht bewährt, denn die Reichsbahn ist davon wieder abgekommen. Aber der Oberbau 15c hat auch Doppelschwellen an den Schienenstößen bekommen. Es ist gut vorstellbar, dass die guten Erfahrungen mit diesen dazu geführt haben, dass die Reichsbahn später auch die Weichen "doppelschwellisiert" hat. Auch der Schwellenabstand ist beim Oberbau 15c ziemlich eng mit 600 mm, so dass sich ein ganz anderes Bild ergibt, als bei den alten Oberbauarten der Preußen.

Ich habe für diesen Post mal die entsprechenden Ausschnitte aus dem Musterblatt von 1907 aufgearbeitet und zusammengestellt. Oberbau 15c war im Jahr 1907 für 12 m und 15 m Schienen vorgesehen, so dass ich beide Versionen gezeichnet habe. Bei den 12 m Gleisjochen sollen auf den mittleren 5 Schwellen Wanderschutzklemmen, bei 15 m entsprechend bei den mittleren 6 Schwellen Wanderschutzklemmen verwendet werden laut Musterblatt. Welche Wanderschutzklemmen verwendet werden sollten geht leider aus den Zeichnungen nicht hervor. Da man später von den Klemmen eh nicht viel sieht, habe ich jetzt einfach eine von Dorpmüller eingezeichnet, für die es im Röll 1912 eine ganz gute Zeichnung gibt.

Bild 1 zeigt den Querschnitt durch die Schiene und die Schienenlasche. Die Schiene hatte ca. 45 kg/m, war also fast schon in der S49 Gewichtsklasse angekommen. Ich hab das nur der Vollständigkeit hier aufgeführt, da ich ja bei den Schienenprofilen durchgehend Code 83 bzw. 75 verwenden müsste.




Bild 2 zeigt die Doppelschwelle und die Einzelschwelle mit den angewalzten Rippen. Ansonsten ist das Profil identisch mit dem einfachen Schwellenprofil Nr. 51 welches für Oberbau 8a und 6d verwendet wurde. Die Doppelschwelle sieht auf alle Fälle geometrisch interessant aus und wäre zumindest ab 1907 vorbildgerecht. Vielleicht war das ja die Oberbauart, die Andreas (Bügeleisenmann) für das Gleis 1 in Jannowitz gefehlt hat? Jannowitz ist auch so ein Anlagenkonzept, welches ich mir gut als Gleiswüste vorstellen könnte. In jedem Fall habe ich so eine Oberbau 15c Schwelle noch nie im Modell gesehen.




Bild 3 zeigt den Schienenstoß mit der Doppelschwelle und die wahrhaft gigantische Schienenlasche mit 90 cm Länge! Das hat mich beim 3D Modell durchaus vor Schwierigkeiten gestellt, da die Überhang doch ziemlich groß ist und ich keine Stützstruktur wollte. Ob das im Druck klappt werde ich hoffentlich in einigen Tagen wissen.




Bild 4 zeigt schließlich neben der einzeln gezeichneten Lasche auch die Schwellenteilungen bei 12 m und 15 m. Die kleinen, mit a, b und c bezeichneten Löcher kennzeichnen die Ausgleichsschienen. Also müsste man theoretisch im Bogen hin und wieder ein bis drei kleine 0,3 mm Löcher in seine Schienenprofile bohren. Es gibt Tabellen, bei welchem Radius, wie und wieviele der Ausgleichsschienen zu verwenden waren. Detail am Rande, da die Eiserne Doppelschwelle viel schmaler war als die Hölzerne Doppelschwelle mussten die Aussparungen in den Schienenlaschen deutliche Überbreite haben um für Holz- und Stahlschwellen gleichermaßen verwendet werden zu können. Deshalb 155 mm Aussparung für 120 mm Kleineisen.




Bild 5 und 6 sind aus dem Röll 1912 und zeigen die Dorpmüllersche Wanderschutzklemme. Die wird man im eingeschotterten Zustand natürlich nicht wirklich sehen. Die habe ich einfach aus Spaß an der Freude mit aufgenommen. Und morgen kommen erstmal Vorschaubildchen aus sketchup, bis ich Bilder der 3D Druckteile liefern kann.

Viele Grüße

Wolfgang



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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#105 von kpev , 04.01.2022 08:30

Liebe Stummis,

nach der "grauen" Theorie im vorigen Post nun die "bunte" Theorie zum Oberbau 15c aus sketchup. Im ersten Bild seht ihr die notwendigen Komponenten für den Oberbau 15c. Es sind insgesamt 5 Teile die hier nötig sind und so sind sie aufgeteilt. Ein Teil ist doppelt, aber das brauch ich für die Fotos, bzw. für die Logik des Aufbaus ist es gut, da man so sieht, dass dieses Teil für beide Gleisjoche taugt. Ob die Aufteilung schlau ist, kann sich natürlich erst in der Praxis zeigen, aber tendeziell sind kürzere Teile immer besser, da man damit meist die Druckplatten besser befüllen kann. Das Volumen des Kunststoffs macht preislich relativ wenig aus im Vergleich zu der Anzahl der Druckplatten.




In Bild 1 rechts oben sieht man das Übergangsteil von 6e (1899, 134 mm Höhe x 58 mm Schienenkopf) auf 15c (1907, 144 mm Höhe x 72 mm Schienenkopf) (Teil Nr. 0), welches in Bild Nr. 2 in 3D Darstellung erscheint. Für die Übergangslasche von 6d/6e/7b/7c/7d/7e auf 15c fehlt mir noch die Zeichnung, da der "Übergang" im Modell aber von Code 83 auf Code 83 erfolgt, beschränkt sich die Umsetzung nur auf die Laschenlänge und den Tausch der Doppelschwelle 15c gegen die einfache Schwelle 15c. Die übrigen Übergangslaschen, für die ich Zeichnungen habe, sind jedenfalls alle aus der entsprechenden Hälfte der jeweils passenden Lasche zusammengesetzt. Und so habe ich das jetzt erstmal gezeichnet. Profil 6d/6e war mit 134 mm gegenüber 144 mm bei 15c genau 10 mm weniger hoch, so dass es umgerechnet nur 10/87 mm = 0,11 mm ausmachen würde in der Höhe, sonst aber die Schieneninnenkante beider Schienentypen fluchtet.

Ob es eine Übergangslasche speziell nur für 6d direkt auf 15c gab mit nur 5 Schrauben weiß ich leider nicht, vermute aber eher nicht. In allen mir vorliegenden Zeichnungen sind die Übergangslaschen immer für die gesamte Schienengruppe 6d/6e/7b/7c/7d/7e gezeichnet und haben 3 Lochbohrungen für die 6d/6e/7b/7c/7d/7e Seite. Allerdings sind die Bohrungen 1 und 2 bei 6d und 6e gleich und man hätte dann wohl nur 2 Schrauben verwendet für den direkten Übergang von 6d auf 15c. Aber das sieht man nur mit der Lupe. Machbar bzw. druckbar wäre es, die eine Schraube wegzulassen und dort nur ein Loch darzustellen. Vielleicht kann man das ja irgendwann wo mitdrucken, wenn noch Platz ist auf der Druckplatte. Im Bild 2 sieht man jedenfalls schön die unterschiedlichen Schwellen der Form 51 ohne die beiden Rippen und der Form 71 mit den beiden Rippen in Teil Nr. 0.




In Bild 3 ist das Teil mit Doppelschwelle für den 15c Schienenstoß mit der 1 cm langen Schienenlasche (Teil Nr. 1 in Bild 1), also das "normale" Verbindungsteil für den Oberbau 15c zu sehen. Die Schienenlasche ist wirklich ziemlich lang. Bin gespannt, wie das in echt aussieht. Die Schienenlasche habe ich zu beiden Seiten hin mit einem dünnen Steg mit der Nachbarschwelle verbunden, damit ich ohne Stützstruktur auskomme. Das sollte dann, wenn die Schiene eingeschoben ist, nicht mehr zu sehen sein.




In der Mitte sind die Teile mit den 15c Schwellen ohne Wanderschutzklemme (Teile Nr. 2 in Bild 1). Davon braucht man für das 12 m und 15 m Gleisjoch jeweils 2. Da die Schwellenabstände beim Vorbild immer 600 mm waren, ist Teil Nr. 2 für beide Gleisjoche verwendbar. Das ist eigentlich nie möglich, da die Schwellenabstände sonst vogelwild verteilt waren bei den verschiedenen Oberbauarten je nach Schienenlänge (10 m / 12 m / 15 m und 18 m). Von der Bauart 6e (1899) gibt es bei 12 m Gleisjoch die Schwellenteilung 16 / 17 und sogar 18 Schwellen bei Halbmessern unter 500 m, also in der Regel Gegenbogen zu Weichen im Bahnhofsbereich bzw. in den Abstellgruppen. Bei allen anderen Gleisjochen ist daher eine Mehrfachverwendung von gedruckten Teilen nicht möglich.

Im allerersten Bild links sieht man die benötigten Teile mit Wanderschutz. Einmal 5 Schwellen für das 12 m Gleisjoch (Teil Nr. 3), und einmal 6 Schwellen plus jeweils 2 normale Schwellen links und rechts (Teil Nr. 4). Gleisjoch 15m wäre dann 172,5 mm lang, das Gleisjoch 12m wäre 138,0 mm lang. Wenn man bei einer Weiche startet und alles 12 m Gleisjoche sein sollen, kommen also die Teile 0, 2, 3, 2, 1, 2, 3, 2, 1 zum Einsatz. Bei 15 m Gleisjochen entsprechend die Teile 0, 2, 4, 2, 1, 2, 4, 2, 1. Quasi echter Gleisbau in klein. Und jetzt bin ich nur gespannt, wie es im Druck herauskommt, bzw. ob sich der Wanderschutz so überhaupt drucken lässt, oder ob das Stützen braucht. Der Wanderschutz ist schön im in dem folgenden Bild zu sehen.




Und so sehen solche Schwellen Oberbau 15c in echt aus. Ergiebige Quelle erneut die stillgelegte Strecke nach Wasserburg Stadt. Und genau hier wurde das Bild gemacht. Ich bilde mir ein dort auch Doppelschwellen 15c gesehen zu haben, allerdings habe ich das Bild nicht mehr gefunden.




Exemplarisch noch ein Bild von einer Strecke die in Benutzung ist! Diese Schwelle liegt zusammen mit nur einer weiteren! im Bahnhof von Schierke der Brockenbahn. Ein originales Loch für das preußische Kleineisen ist noch zu sehen, ansonsten ist die Schwelle auf Meterspur gekürzt und es sind Rippenplatten von Oberbau K aufgeschweißt. Und genau hier liegen die beiden Schwellen.

Viele Grüße

Wolfgang



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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#106 von Remo Suriani , 04.01.2022 13:25

Hallo Wolfgang,

ich weiß nicht, ob es bei anderen auch so ist, aber ich sehe Deiner Bilder nicht mehr.
Nur ein kleines Symbol, mit dem ich dann das Bild im neuen Fenster anzeigen lassen kann. Das gilt auch für Bilder, die ich früher schon gesehen habe. Das ist bei mir sowhl on Chrome, in Edge und auf dem Smartphone so, dher vermute ich mal, dass es nicht an mir allein liegt.

Bin ich da alleine mit dem Problem?


Viele Grüße
Dirk

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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#107 von kpev , 04.01.2022 13:38

Hallo Dirk,

danke für den Hinweis. Ich habe bisher kein solches Feedback bekommen. Ich habe alle Bilder separat gehostet auf preussengleis.de, da ich es vorher schade fand, dass man nichts gesehen hat, wenn man nicht bei Stummi angemeldet ist. Eventuell ist es ein Zertifikatsproblem und du musst bei preussengleis.de eine Ausnahme zulassen? Meine Browser zeigen mir solche Fehlermeldungen hin und wieder. Ich habs aber mal an meinen Webmaster weitergeleitet. Vielleicht weiß der was.....wart... wart...

Er sagt, es liegt eventuell daran, dass es nur http ist und nicht https. Eventuell stellen manche Browser / Betriebssystem nur noch Inhalte dar, die verschlüsselt daherkommen? Ich hab jetzt kein https genommen, weil ich brauch ja für preussengleis auch kein Impressum usw. weil dort ja kein "Tracking" etc. stattfindet. Daher auch keine DSGVO usw.

EDIT 3.2.2022: Ich werde alle Verlinkungen auf https umstellen nach und nach und hoffe, dass dann immer alle Bilder zu sehen sind.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#108 von Schienenchaos , 04.01.2022 14:07

Ich kann alle Bilder sehen bestaunen!
Deine Erörterungen sind wie immer sehr lesenswert und interessant!

LG
Benedikt




1/2022: Gipspflaster aus dem Laser


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#109 von Joschu , 04.01.2022 15:27

Hallo Wolfgang,
der positive Wahnsinn erfährt seine Fortsetzung. Herrlich!
Unglaublich das Teil 0 mit und ohne Rippen, oder aber Teil 3 und 4 mit beschriebenen Dorpmüllerschen Wanderschutz. Ich bin sprach- und fassungslos. Jetzt wird es wohl für mich Zeit, dass ich mich um deine Weichenteile bemühe.

Beste Grüsse

Achim


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#110 von Frank1969 , 04.01.2022 15:36

Hallo Wolfgang,

deine letzten Beiträge waren wieder sehr interessant! Waren die Wanderschutzklemmen nur beim 15c oder auch schon bei den älteren Gleisjochen?

Zitat von kpev im Beitrag #105
Die übrigen Übergangslaschen, für die ich Zeichnungen habe, sind jedenfalls alle aus der entsprechenden Hälfte der jeweils passenden Lasche zusammengesetzt. Und so habe ich das jetzt erstmal gezeichnet. Profil 6d/6e war mit 134 mm gegenüber 144 mm bei 15c genau 10 mm weniger hoch, hatte aber die gleiche Kopfform, so dass es umgerechnet nur 10/87 mm = 0,11 mm ausmachen würde in der Höhe, sonst aber die Schieneninnenkante und Schienenaußenkante beider Schienentypen fluchtet.





Bevor ich mich für das Code 60 Profil entschieden habe, habe ich viel Code 55,60,70 und 83 miteinander verglichen. Der Höhenunterschied von Code 60 zu Code 70 ist im direkten Vergleich schon gut zu sehen, sodass man vielleicht für einen vorbildlichen Übergang die beiden benutzen könnte. Allerdings ist der Schienenfuss vom Code 70 leider viel breiter als der des Code 60ziger Profiles.

Das Bild macht richtig Lust darauf, wieder mit dem Gleisbau weiterzumachen:



Viele Grüße,
Frank


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#111 von der Wedeler , 04.01.2022 18:02

Hallo Wolfgang,

erste Sahne, das wird Gleisbau vom Feinsten! Ich habe schnell mal in meinen Bildern von der Wasserburger Strecke nachgesehen, die ich im Oktober 1988 gemacht habe. Den preussischen Oberbau habe ich aber nicht fotografiert.

Bilder sind alle zu sehen, allerdings mit Firefox. Der in meinem Mobilgerät integrierte Samsung-Browser akzeptiert wohl nur https-Adressen.

Viele Grüße
Heiko


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#112 von kpev , 04.01.2022 18:17

Hallo Frank,

vielen Dank für dein motivierendes Feedback. Da ich noch viele Themen beackern muss, hilft mir das sehr!

Zitat von Frank1969 im Beitrag #110
...Waren die Wanderschutzklemmen nur beim 15c oder auch schon bei den älteren Gleisjochen?


die Wanderschutzklemmen wurden wohl auch nachträglich montiert an bestimmten Gleisen älterer Bauart, wenn die Schwellen und Gleise noch in Ordnung waren. Typische Strecken waren wohl u.a. Gefälle wo gebremst wurde. Das ist im Röll ganz gut erklärt. Es gab ja auch verschiedene Bauarten von Wanderschutzklemmen. Im Musterblatt zu 15c ist die Bauart der Klemme auch nicht spezifiziert, so dass wohl jede der diversen Verwaltungen / Direktionen selbst geordert hat und daher alles mögliche verbaut wurde und dann sicher auch in Kombination mit älteren Bauarten.

Die Dorpmüllersche Wanderschutzklemme war laut Röll aber angeblich die am meisten verbaute und sie ist am besten sichtbar und damit für den 3D Druck quasi prädestiniert. Eventuell baue ich die auch in eine andere Oberbauart ein. Ich werde später aber auch Oberbau 6e vorstellen und da gab es wiederum extra einseitige "Wanderschutzlaschen". Sieht auch in Verbindung mit der abenteuerlichen Schwellenlage interessant aus.

Ich glaube um 1900 war unheimlich viel "Trial and Error". Die Reichsbahn hat das dann alles um 1930 zusammengefasst und ausgemistet. Die Schwellenformen 66 und 71 haben sich ja auch nicht wirklich überall bewährt, da sich im Trog zwischen den Verstärkungsrippen bei ungünstigem Einbau Wasser gesammelt hat und diese Schwellen schneller verrostet sind. Auch die später gebohrten "Abflusslöcher" haben wohl nicht viel geholfen. Aber scheinbar sind die Eisernen Schwellen nicht überall so schnell verrostet und da es viel 15c gab, gibt es auch heute noch hier und da Schwellenformen 66 und 71 in Benutzung.

Zitat von Frank1969 im Beitrag #110
Bevor ich mich für das Code 60 Profil entschieden habe, habe ich viel Code 55,60,70 und 83 miteinander verglichen. Der Höhenunterschied von Code 60 zu Code 70 ist im direkten Vergleich schon gut zu sehen, sodass man vielleicht für einen vorbildlichen Übergang die beiden benutzen könnte. Allerdings ist der Schienenfuß vom Code 70 leider viel breiter als der des Code 60ziger Profiles.


Es wäre kein Problem das für dich umzusetzen, wenn du das darstellen willst. Mich juckt es ja auch, die eine Schraube noch wegzulassen und nur das ovale Loch darzustellen für den direkten Übergang 6d auf 15c, auch wenn kaum zu sehen sein dürfte :-)

Viele Grüße

Wolfgang


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#113 von kpev , 05.01.2022 13:12

Liebe Stummis,

nachdem Heiko meinen Uraltentwurf auf 6m x 1m der preußischen Gleiswüste mit "gekürzten" Roco 10° Weichen hier in Post 4 nicht mal so schlecht fand, habe ich einfach mal alle Teile die ich fertig gezeichnet habe (noch nicht alle gedruckt und getestet!) eingebaut und Roco Line ersetzt. Klar, "vorbildwidrig" sind die Weichenbereiche in den 4 Streckengleisen auch mit 1:7 Weichen gefüllt, aber es wäre ja durchaus ok, diese eben als verkürzte 1:9 Weichen durchgehend zu verwenden, egal ob im Rangierbereich nun 1:9 oder 1:7 lag. Trotz Winkelunterschied von 10-8,1 = 1,9 Grad hätte ich in der neuen Gleiswüste nur ein Gleis verloren weil man durch die Langschwellenbereiche und Doppelweichen wieder ein bisschen Platz schinden kann.

Da es nur ein alter Entwurf ist, wird die Anordnung der Gleise wahrscheinlich betrieblich nicht 100% sinnvoll sein, Bekohlung eventuell nicht gut genug zugänglich etc. was weiß ich, aber, da 6qm Modellbahn auch viel zu groß ist, macht es im Moment leider wenig Sinn den Gleisplan im Detail zu diskutieren. Das muss noch ziemlich schrumpfen um irgendwann Realität zu werden, fürchte ich. Grau eingezeichnet jedenfalls wäre dann eine sinnvolle Position für Oberbau 15c. Sozusagen "Neubaustrecke 1908". Das Gesamtgleisplanbild lässt sich vergrößern. Und heute abend dann hoffentlich schon die Bilder von den Druckteilen von Oberbau 15c.

Viele Grüße

Wolfgang








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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#114 von Der Spreewälder , 05.01.2022 17:44

Ich kann auch keine Bilder mehr sehen obwohl dies vorher möglich war.

Gruß Berti


 
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#115 von der Wedeler , 05.01.2022 18:24

Moin Berti,

schau Dir dazu bitte meinen Post #111 an und probiere einmal einen anderen Browser. Bei mir ist alles sichtbar.

Viele Grüße
Heiko


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#116 von Der Spreewälder , 06.01.2022 08:25

Moin Heiko,
mit dem empfohlenen Browser ist wieder alles sichtbar. Danke für den Tipp.
Gruß Berti


 
Der Spreewälder
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#117 von kpev , 06.01.2022 08:41

Liebe Stummis,

und hier nun die Bilder von Oberbau 15c gedruckt. Zuerst eine Übersicht des 15m Gleisjochs. Man sieht sehr schön die Doppelschwelle, die eng stehenden Schwellen und den Übergang auf 6e/6d mit Einzelschwelle. Die Rippen kann man zumindest auf der Doppelschwelle auch aus gewisser Entfernung erahnen und mit Alterung etc. lässt sich das sicher noch hervorheben. Sieht auf alle Fälle – im wahrsten Sinne des Wortes – "massiv" anders aus, als alle sonstigen preußischen Oberbauarten und hat definitiv die Darstellung im Modell verdient.




Im nächsten Bild sieht man die Keilklemmen vom Wanderschutz. Ich denke mal, dass man das auch im eingeschotterten Zustand noch sieht und daher völlig ok, das nachzubilden.




Die Rippen und die monströsen breiten Kleineisen kann man im folgenden Bild schon sehr schön sehen, auch die Doppelschwelle und die Aussparungen in der Schienenlasche. Hätte nicht gedacht, dass der 0,1 mm Spalt offen bleibt. Da die Doppelstahlschwelle schmaler war als die Doppelholzschwelle sind die Spalte am Kleineisen hier außen, bei der Holzversion entsprechend innen. Allerdings muss ich hier nochmal ran, denn hier habe ich den Spalt nicht breit genug gemacht. Die Schienenlasche liegt hier noch 0,05 mm auf der angesetzten Rippe auf, weil ich dem Verbindungssteg nicht getraut habe. In Wirklichkeit war der Spalt mit 35mm in echt bzw. 0,4mm 4x größer. Auch das werde ich noch probieren. Der schmale Verbindungssteg vom Gleislaschenende zur nächsten Schwelle hat perfekt funktioniert. Das Kleineisen ist absolut gerade gedruckt worden und zu sehen ist von dem 0,2 mm hohen und 1 mm breiten Steg nach Einbau der Schiene nichts.




Und hier Achims Lieblingsteil, der Übergang von Oberbau 15c auf Oberbau 6e, also Schwellen mit Rippen auf Schwellen ohne Rippen. Bei Oberbau 6d müsste die Schraube ganz links durch ein Loch ersetzt werden, z.B. wenn man Oberbau 15c direkt an eine Weiche 6d anschließt, da die 6d Schiene ja nur 2 Löcher für die Lasche hat. Ich hab das Teil schon gezeichnet mit Loch :-) Das reiche ich nach!



Und zu guter Letzt noch ein Blick auf die Wanderschutzklemme, bzw. auf das, was alles beim Einschottern verschwindet. Die Rippen sind 0,10 mm breit, was den 10 mm beim Vorbild sehr gut entspricht.

Viele Grüße

Wolfgang


Preußische Gleiswüste in Epoche I: Preußischer Oberbau aus dem 3D Drucker


 
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#118 von Frank1969 , 06.01.2022 23:21

Hallo Wolfgang,



Einfach perfekt! Was soll man noch dazu schreiben? Das Bild spricht für sich selbst!

Viele Grüße
Frank


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#119 von kpev , 07.01.2022 10:48

Liebe Stummis,

der Oberbau 6e / 7d / 7e / 9d von 1899/1902 ist der nächste, den ich bearbeiten möchte. Im Rahmen der Entwicklung der entsprechenden 3D Druckteile möchte ich das hier ein bisschen zusammenfassend im Rahmen der "grauen" Theorie aufarbeiten, was diese ganzen Bezeichnungen bedeuten.

Die erste Publikation zu diesen 1899 bzw. 1902 gezeichneten Gleisbauordnungen die mir vorliegt ist "Das Oberbaubuch der Preußischen Staatseisenbahnen, Ausgabe 1902". Dort findet sich auf Seite 15 unter §13 eine Übersichtstabelle. Ich habe hier die Tabelle mal soweit vereinfacht, dass nur noch die Oberbauarten mit der identischen Schwellenfolge 600-700-600-500-600-700-600 auftauchen, denn das ist das, was am meisten im Modell auffällt. Und das lässt sich zu einem universellen Druckteil zusammenfassen.




Worin unterscheiden sich nun 6e / 7d / 7e / 9d außer in den Schienenlängen und Schwellenteilungen und welche Konsequenzen hätte das auf die Nachbildung im Modell:

Schienenprofil:
6e hat 33,4kg/m, 105mm Schienenfuß, 11mm Steg, 58mm Kopfbreite, 134 mm Gesamthöhe,
7d hat 37,2kg/m, 105mm Schienenfuß, 18mm Steg, 58mm Kopfbreite, 134 mm Gesamthöhe, Blattstoß
7e hat 37,2kg/m, 105mm Schienenfuß, 18mm Steg, 58mm Kopfbreite, 134 mm Gesamthöhe
9d hat 43,4kg/m, 110mm Schienenfuß, 18mm Steg, 72mm Kopfbreite, 138 mm Gesamthöhe, Blattstoß

Laschenlänge und Laschenbohrungen:
6e: 790mm / 150 - 120 -130 -120 -150
7d: 760mm / 150 - 120 -100 -120 -150
7e: 790mm / 150 - 120 -130 -120 -150
9d: 780mm / 160 - 120 -100 -120 -160

Man könnte jetzt hergehen und Mittelwerte berechnen und alle Bauarten mit einer "Fantasielasche" erschlagen, z.B. 780mm / 150 - 120 - 120 - 120 - 150. Man könnte noch weiter vereinfachen und sogar alle Oberbauarten 8b und 9e mit dazu nehmen, die statt 500 mm Stoßschwellenabstand 530 mm aufweisen und alles mit einer fiktiven Schwellenteilung 600-700-600-515-600-700-600 abdecken. Ein Großserienhersteller würde das wohl zu Recht so machen, denn die Abweichungen sind im Bereich plus minus 0,2 mm eigentlich vernachlässigbar.

Ich werde die Blattstoßbauarten weglassen und kann mich somit erfolgreich um die Entscheidung drücken, ob ich Mittelwerte nehme oder nicht, denn 6e und 7e sind wirklich identisch. Also bleibe ich erstmal bei möglichst genauer Darstellung des Vorbildes soweit es drucktechnisch möglich ist. Ich werde mich also auf die folgenden Oberbauarten 1899/1902 fokussieren:

  • 6e 12m mit 16 / 17 / 18 Schwellen
  • 6e 10m mit 14 / 15 Schwellen
  • 7e 18m mit 25 / 26 Schwellen

was insgesamt 7 verschiedene Gleisjoche und mehr als genug Abwechslung ergibt.

Der Oberbau 7e mit 25 Schwellen (in der Gerade) oder 26 Schwellen (im Bogen) könnte gut in dem Überholgleis der preußischen Gleiswüste liegen, der 6e Oberbau z.B. in den langen 3 Gütergleisen, die von den Streckengleisen angefahren werden können. Die Nachbildung von 15m Gleisjochen würde dann entfallen, denn die gab es 1899/1902 erstmal nur mit Blattstoß.

Und hier noch Ausschnitte der relevanten Musterblätter, nach denen ich gezeichnet habe. Aufgrund der außen liegenden Stemmlaschen wird das sehr charakteristisch aussehen, da bin ich mir jetzt schon sicher.

Viele Grüße

Wolfgang














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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#120 von der Wedeler , 07.01.2022 14:16

Hallo Wolfgang,

sieht bisher schon mal fantastisch aus, und ich werde zwei der 15 m-15c-Gleisroste in meinem Bw unterbringen, das geht auf jeden Fall, ich kann ja Code75 einziehen.

Angesichts der Zeichnungen aus Deinem Beitrag #119 habe ich mir mal überlegt, wie man diesen Oberbau zusammengepfriemelt haben mag. Mit meinen bescheidenen bautechnischen Fähigkeiten kann ich mir erklären, dass die Haltenase der Hakenplatte in die quadratische Öffnung in der Schwelle geschoben wurde. Mit einer Schaftlänge von 10 mm für die Nase und 9 mm Materialstärke für die Schwelle war da schon mal 1 mm Luft zum "Klappern". Dann wird die Schiene unter den Haken geschoben und von oben die Klemmplatte aufgesetzt, so dass deren Haltebolzen in die rechteckige Aussparung passt. Seitliche Verschiebungen der Klemmplatte nach außen sind durch die Knagge auf der Hakenplatte begrenzt. Zum Schluss wird noch verschraubt, sonst hält der ganze Klapperatismus nicht. Dazu gibt es eine Schraube mit Quadratischem Schaft und kurzem Gewinde, eine Unterlegscheibe und die von oben sichtbare Mutter. Aber wie zum Teufel hat man die Schraube unter die Schwelle bekommen? Vielleicht seitlich im Schwellenfach untergreifen und die Schraube reinfummeln, während der Kollege von oben Scheibe und Mutter draufdreht. Dazu musste der Gleisrost aber etwas "schweben", sonst wird das nichts!


Es bleibt spannend!
Lieben Gruß aus Wedel,
Heiko


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#121 von Frank1969 , 07.01.2022 17:43

Hallo Heiko,

ich habe eine Reihe alter Photos, auf denen Gleisarbeiter damit beschäftigt waren, beim fertig verlegtem Gleis, den Gleiszwischenraum und den Hohlraum unter der Stahlschwelle mit Kies zu stopfen. Man konnte also wohl noch während des Verlegens unter die Stahlschwelle greifen.

Hallo Wolfgang,

vor ein paar Jahren habe ich noch lange das Internet durchforstet und war überglücklich, als ich endlich auf der Website der Uni Krakau den Strohmeyer downloaden konnte. Darin hatte ich endlich Zeichnungen mit den verschiedenen Gleisjochen gefunden. Nun hast du hier alles sehr schön zusammengefasst.
Gehst du irgendwann noch auf die Schienenform 8a ein?

Viele Grüße
Frank


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Oberbau 6e / 7e aus dem 3D Drucker

#122 von kpev , 07.01.2022 19:26

Hallo Heiko,

Zitat von der Wedeler im Beitrag #120
sieht bisher schon mal fantastisch aus, und ich werde zwei der 15 m-15c-Gleisroste in meinem Bw unterbringen, das geht auf jeden Fall, ich kann ja Code75 einziehen.


Ja, das geht auf alle Fälle, der Schienenfuß ist identisch. Allerdings gehen dann nur noch RP25/88 ohne Anpassungen. Was die Vorbildtreue angeht, so könnten die Schwellen als altbrauchbares Material später auch im BW zu finden gewesen sein.

Zitat von der Wedeler im Beitrag #120
Angesichts der Zeichnungen aus Deinem Beitrag #119 habe ich mir mal überlegt, wie man diesen Oberbau zusammengepfriemelt haben mag. Mit meinen bescheidenen bautechnischen Fähigkeiten kann ich mir erklären, dass die Haltenase der Hakenplatte in die quadratische Öffnung in der Schwelle geschoben wurde. Mit einer Schaftlänge von 10 mm für die Nase und 9 mm Materialstärke für die Schwelle war da schon mal 1 mm Luft zum "Klappern". Dann wird die Schiene unter den Haken geschoben und von oben die Klemmplatte aufgesetzt, so dass deren Haltebolzen in die rechteckige Aussparung passt. Seitliche Verschiebungen der Klemmplatte nach außen sind durch die Knagge auf der Hakenplatte begrenzt. Zum Schluss wird noch verschraubt, sonst hält der ganze Klapperatismus nicht. Dazu gibt es eine Schraube mit Quadratischem Schaft und kurzem Gewinde, eine Unterlegscheibe und die von oben sichtbare Mutter. Aber wie zum Teufel hat man die Schraube unter die Schwelle bekommen? Vielleicht seitlich im Schwellenfach untergreifen und die Schraube reinfummeln, während der Kollege von oben Scheibe und Mutter draufdreht. Dazu musste der Gleisrost aber etwas "schweben", sonst wird das nichts!



In den Oberbauordnungen steht etwas, dass beim Verlegen der Stahlschwellen vorher ein Trog aufgelegt wurde und dieser wurde mit Schotter gefüllt. Darauf wurde dann die Stahlschwelle gelegt, was bedeutet, dass man sich nicht mit jeder Schwelle eine Stunde mit Stopfen antun musste. Wurde ja von Hand gestopft. Das würde aber bedeuten, dass die Schraube nicht mehr durchfallen konnte. Aber trotzdem, das Prinzip war Murks. Oberbau K ist da viel intuitiver beim Zusammenbauen.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#123 von der Wedeler , 07.01.2022 19:31

Guten Abend zusammen,

es ist gar nicht so einfach, die 15c-Schwellen beim Vorbild zu finden. Aktuell ist man da wohl chancenlos, außer vielleicht bei Museumsbahnen. Den Original-15c-Oberbau wird es in der Nachkriegszeit ohnehin kaum mehr gegeben haben. Die Schwellen eventuell schon, wie diese Bilder hoffentlich belegen können:



Im Juli 1988 bin ich mal zum Hasselborner Tunnel gelaufen, Strecke Weilburg - Grävenwiesbach, damals fuhr da nichts. Und da liegen sie, wenn auch die Kleineisen eher Reichsbahn sind.



Auch im Bahnhof Heimbach (Eifel), wo ich im August 1988 war, liegen links auf beiden Nebengleisen passende Schwellen und vielleicht auch passende Laschen, so genau ist das nicht zu erkennen.

Das nur mal am Rande zur Auflockerung, ich hoffe, das geht in Ordnung.

Lieben Gruß aus Wedel,
Heiko


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#124 von kpev , 07.01.2022 19:32

Hallo Frank,

Zitat von Frank1969 im Beitrag #121
Gehst du irgendwann noch auf die Schienenform 8a ein?


ja, 6d und 8a kommen noch, 8a für die beiden Streckengleise und 6d für BW und vor den Güterschuppen. Mehr brauche ich nicht. Und falls man wirklich irgendwo noch was spezielles verlegen will, es ist ja eher eine Fleißarbeit. Holzschwellen auf Brücken sahen auch vogelwild aus. Quadratische Holzschwellen, seitlich nochmal Holz, in der Mitte noch mehr Holz und noch eine Schiene...

Ich habe heute das Oberbaubuch 1911 im Original bekommen. Wahnsinn. Immer mehr Oberbauarten. Die haben sich gar nicht eingekriegt die Preußen. Ständig wurde nachgebessert :-)

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Oberbau 6e / 7e aus dem 3D Drucker

#125 von der Wedeler , 07.01.2022 19:37

Hallo Wolfgang,

Zitat von kpev im Beitrag #122

In den Oberbauordnungen steht etwas, dass beim Verlegen der Stahlschwellen vorher ein Trog aufgelegt wurde und dieser wurde mit Schotter gefüllt. Darauf wurde dann die Stahlschwelle gelegt, was bedeutet, dass man sich nicht mit jeder Schwelle eine Stunde mit Stopfen antun musste. Wurde ja von Hand gestopft. Das würde aber bedeuten, dass die Schraube nicht mehr durchfallen konnte. Aber trotzdem, das Prinzip war Murks. Oberbau K ist da viel intuitiver beim Zusammenbauen.



ich verstehe das so, dass zunächst nur Schotter unter den Schwellenköpfen vorhanden war und die Mitte hohl lag, dann kann man auch druntergreifen, mit rund 10 cm ist die Schwelle auch nicht allzu hoch gewesen. Am Ende werden die Fächer verfüllt und man versucht, auch die Schwellen so gut es geht zu unterstopfen. Muss man aber irgendwann mnal Kleineisen wechseln geht das Theater los, denn die Schraube könnte durchaus durchfallen, wenn gerade dort nicht genügend Kies oder Schottersteine liegen. Von Hand wird das nie einwandfrei funktioniert haben. Die Stopfpickel der heutigen Stopfmaschinen sind da schon wesentlich effizienter.

Lieben Gruß aus Wedel,
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