An Aus


RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#126 von kpev , 07.01.2022 19:44

Hallo Heiko,

Zitat von der Wedeler im Beitrag #123
es ist gar nicht so einfach, die 15c-Schwellen beim Vorbild zu finden. Aktuell ist man da wohl chancenlos, außer vielleicht bei Museumsbahnen. Den Original-15c-Oberbau wird es in der Nachkriegszeit ohnehin kaum mehr gegeben haben. Die Schwellen eventuell schon, wie diese Bilder hoffentlich belegen können:


das sieht eher wie normaler Reichsbahnoberbau, Breitschwelle SW11 aus, also ohne die angewalzten Rippen. Allerdings kann ich mich auch täuschen, das Bild hat vielleicht etwas zu wenig Pixel für eine abschließende Feststellung. Ich habe solche 15c Schwellen bisher auch nur in Etzelhausen, Schierke und Wasserburg Stadt gefunden.



Zitat von der Wedeler im Beitrag #123
Im Juli 1988 bin ich mal zum Hasselborner Tunnel gelaufen, Strecke Weilburg - Grävenwiesbach, damals fuhr da nichts. Und da liegen sie, wenn auch die Kleineisen eher Reichsbahn sind.


Genau so wurde das gemacht. Die Schwellen wurden hergenommen, "Entwässerungslöcher" gebohrt und Oberbau K Rippenplatte draufgeschweißt.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#127 von kpev , 09.01.2022 13:15

Liebe Stummis,

heute wieder ein bisschen "bunte Theorie" aus sketchup. So sehen die Oberbauteile für 7e mit 18m Schienen dann gezeichnet und strategisch sinnvoll? zerlegt aus. Ich muss zugeben, dass ich mich mit den 18m Teilen wirklich schwer getan habe, diese sinnvoll für die Druckplattengröße aufzuarbeiten, da man diese in jedem Fall irgendwie aufteilen muss. Ich werde das möglicherweise noch anpassen müssen später. Im Moment habe ich es so gelöst, dass beim Oberbau 7e / 25 ein langes Mittelteil herausgekommen ist, welches die Druckplattenlänge komplett ausnutzt. Beim Oberbau 7e / 26 habe ich das Mittelteil symmetrisch geteilt. Bei 8 abgebildeten Teilen handelt es sich daher nur um 5 verschiedene.




Im Übersichtsbild sieht man die notwenigen Teile. Das kurze graue Teil ist für den Übergang auf 12m 6d von den Weichen. Ich habe dort vorbildgerecht die eine Schraube weggelassen. Mal schauen wie das im Druck rauskommt. Das lange graue Teil ist das Standardteil mit den Stemmlaschen und dem Schwellenabstand 600 - 700 - 600 - 500 - 600 - 700 -600 welches bei so vielen Oberbauarten immer gleich ist. Die Stemmlaschen haben auf der Innenseite auch die Muttern erhalten, die versteckt durch die Klemmplatte der Schwellenschraube gehalten werden. Das hat auch bei den Weichen super funktioniert und ist nur mit Lupe zu erkennen. Ist mir sympatischer, als das von Hand aufzukleben unter dem Mikroskop. Man muss halt beim Einbau der Profile ein bisschen aufpassen, aber sobald das Profil eingefädelt ist, kann da in der Regel nichts mehr abbrechen. Von den geraden Teilen habe ich nur eines abgebildet, da es unspektakulär ist. Der Druck ist beauftragt und ich bin gespannt, wann ich die Teile bekomme. In der Zwischenzeit werde ich die 6e / 12m und 6e / 10m zeichnen.

Viele Grüße

Wolfgang






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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#128 von Stader Gleisbauer , 13.01.2022 12:32

Moin,

interessantes Projekt.
Bei uns liegt noch im Industriegebiet ne alte Stahlschwellenweiche mit Gelenkzungen und preußischen Schienen rum, und irgendwo in meinen Unterlagen noch Zeichnungen aus den 20er Jahren.
Ansonsten werden Hakenplatten und Co langsam echt selten (obwohl, eine Hakenplatte liegt auf dem Dachboden komplett mit Schrauben und Klemmplatte).
Schön so etwas im Modell zu sehen (und Gleise für Minimax-P wären echt cool). Aktuell bin ich ja noch am überlegen wie ich für den Rangierstern das Bm-Gleis möglichst alt aussehen lasse.

Christoph


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#129 von Stader Gleisbauer , 15.01.2022 19:29

Moin Wolfgang,

ich habe mal meine Zeichnungen durchgesehen, ich habe mehrere Weichen (Gelenkzungen und Federzungen) in Form 8, in den Neigungen 1:9, 1:10 und 1:14 da, überwiegend auf Stahlschwellen, teilweise sowohl für leichte und schwere Belastung. Das Zeichnungsdatum geht von 1902 bis in die Mitte der zwanziger Jahre.
Wenn da Bedarf besteht kann ich gute Fotos machen.

Christoph


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#130 von janl , 15.01.2022 21:43

Hallo Wolfgang,

es ist faszinierend Deinen Prototypen bei der Entstehung zuzusehen. Hast Du vielleicht ein paar Tipps für mich parat, wie der Einstieg in die 3D-Erstellung zu bewerkstelligen ist?

Mir hat es die Badische Bahn angetan, eine Herausforderung für mich ist eine doppelte Gleisverbindung im niedlichen Bahnhof Hasel an der Wehratalbahn. Die Gleisverbindung besteht aus einer EKW in der Geraden sowie zwei EW 1:8, alles badischer Oberbau mit Stahlschwellen.

Wie starte ich am besten bei der Modellierung? Zunächst eine Schwelle erstellen, die dann immer dupliziert und angepasst wird, das kann man ja alles auf den Weichenplan aufbauen. Stahlschwellen sind ja nicht so einfache Blöcke wie die Holzschwellen, kannst Du aufzeigen wie Du eine Schwelle mit SketchUp anfertigst?

Beste Grüße


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#131 von kpev , 17.01.2022 18:32

Hallo Christoph,
klar würden mich die Zeichnungen interessieren. Es gibt sicher noch Musterblätter ohne Ende die ich nicht habe.
Viele Grüße
Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#132 von Stader Gleisbauer , 18.01.2022 09:36

Moin Wolfgang,

ich melde mich die Tage mal in Ruhe dazu.

Christoph


 
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#133 von kpev , 18.01.2022 10:07

Hallo Christoph,
da wäre noch etwas, für mich sind wirklich nur preußische Sachen zu KPEV Zeiten interessant. Sofern die Federzungenweichen schon aus 1920 oder so stammen, also DRG, wäre das nichts mehr für mich. Irgendwo muss man einfach Grenzen setzen, sonst wird das zu viel Material.
Viele Grüße
Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#134 von kpev , 18.01.2022 10:49

Hallo Jan,

Zitat von janl im Beitrag #130
Hast Du vielleicht ein paar Tipps für mich parat, wie der Einstieg in die 3D-Erstellung zu bewerkstelligen ist?


du solltest dich definitiv erstmal auf ein 3D Programm festlegen. Ich habe sketchup genommen, weil ich damit wirklich sau gut arbeiten kann, obwohl es für den Zweck so nicht gedacht ist. Außerdem ist die alte Version umsonst und braucht keine online-Verbindung. Ich habe ansonsten in meinem Leben nie etwas anderes außer sketchup benutzt, daher hat sich die Frage bei mir nicht so gestellt. Da wirst du erstmal beschäftigt sein. Für sketchup gibt es bei youtube schöne tutorials.

Zitat von janl im Beitrag #130
Mir hat es die Badische Bahn angetan, eine Herausforderung für mich ist eine doppelte Gleisverbindung im niedlichen Bahnhof Hasel an der Wehratalbahn. Die Gleisverbindung besteht aus einer EKW in der Geraden sowie zwei EW 1:8, alles badischer Oberbau mit Stahlschwellen.

Wie starte ich am besten bei der Modellierung? Zunächst eine Schwelle erstellen, die dann immer dupliziert und angepasst wird, das kann man ja alles auf den Weichenplan aufbauen. Stahlschwellen sind ja nicht so einfache Blöcke wie die Holzschwellen, kannst Du aufzeigen wie Du eine Schwelle mit SketchUp anfertigst?


Also zuerst solltest du mal einen Quader zeichnen, dann sich mit Gruppen, Komponenten, dynamischen Komponenten anfreunden, bevor es daran geht etwas abzuformen und nach 3D zu übertragen. Mal schnell so etwas zu zeichnen sehe ich eher skeptisch. Zusätzlich solltest du natürlich die entsprechenden Schwellenpläne haben um nicht irgendwelche Fantasieweichen zeichnen zu müssen.

Ich habe über 1000 Schwellen als dynamische Komponenten, die wiederum aus verschiedenen Komponenten bestehen können: Support (zum Skalieren in y Richtung), Support für Kopf (darf nicht skaliert werden!), Schwellengrundkörper (zum Skalieren in y Richtung), Schwellenkopfhälfte plus ggf notwendige Kleineisen, die auch anderweitig Verwendung finden können. Da Komponenten in sketchup skaliert werden können ohne andere Komponenten zu beeinflussen, kann man so durch entsprechend kluge Aufteilung auch nachträglich Änderungen an quasi allen Schwellen vornehmen, obwohl man dann nur eine Komponente bearbeitet. Aber das macht wenig Sinn, das so zu erklären fürchte ich zumal du ja noch nie irgendetwas in 3D gezeichnet hast. Das ist erstmal harte Arbeit...

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#135 von janl , 20.01.2022 11:44

Hallo Wolfgang,

ganz herzlichen Dank für Deine Mühe! Genau in diese Richtung ging meine Frage, das wichtigste ist von Beginn an flexible Bauteile zu erstellen die sich für jede Schwelle im Bauplan anpassen lassen.

Das ist mein erstes komplexes 3D-Projekt, simple Sachen habe ich mit SketchUp schon erstellt. Daher bleibe ich dabei, ich bin erstaunt was man mit dem Programm alles machen kann.

Schwellenpläne habe ich - wenn ich etwas weiter bin, mache ich einen Thread auf


---
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#136 von Stader Gleisbauer , 20.01.2022 20:00

Moin Wolfgang,

ich schreibe einfach mal auf was ich so habe:
EW 1:10 r federndere Zungen auf Stahlschwellen Detailzeichnung des Federbereiches (1902)

Übersichtszeichnung EW 1:14 r auf Stahlschwellen (Radius 500m)
dazu die Detailzeichnung des Federbereiches (1908)

Übersichtszeichnung ABW 1:10 l auf Stahlschwellen (Radien 750m/400m)
dazu die Detailzeichnung des Federbereiches sowie des Hz-Bereiches (1908)

Übersichtszeichnung IBW 1:10 l auf Stahlschwellen (Radien 750m/190m)
dazu die Detailzeichnung des Federbereiches sowie des Hz-Bereiches (1905)

Wie vor als IBW 1:10 r (1915) (Radien 1000m/210m)

Übersichtszeichnung IBW 1:14 r auf Stahlschwellen (Radien 750m/300m)
dazu die Detailzeichnung des Federbereiches sowie des Hz-Bereiches (1913)

Übersichtszeichnung IBW 1:14 r auf Stahlschwellen (Radien 500m/250m)
dazu die Detailzeichnung des Federbereiches sowie des Hz-Bereiches (1915)

Zeichnung von Einzelheiten des Zungenvorrichtung (aka Kleineisen) (1902)

Federbereich einer EW 1:9 r auf Stahlschwellen (1902)

Wie vor für 1:10

Übersichtszeichnung EW 1:14 r auf Stahlschwellen
dazu Detailzeichnung des Federbereiches (1908)

Übersichtszeichnung ABW 1:10 l auf Stahlschwellen (Radien 500m/600m)
Dazu Detailzeichnungen des Feder- und des Hz-Bereiches (1907)

Fortsetzung folgt
Christoph


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#137 von kpev , 20.01.2022 20:20

Hallo Christoph,
Das klingt sehr interessant und sofern möglich, könntest du die Bilder hier direkt einbauen in den Thread?
Viele Grüße
Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#138 von kpev , 23.01.2022 16:10

Liebe Stummis,

nachdem ich alle Druckteile schon seit Donnerstag vor einer Woche rumliegen habe, komme ich erst heute dazu ein bisschen was zu fotografieren. Ich musste aber ganz nah ans Fenster ran, die Lichtverhältnisse waren oft zu schlecht in den letzten Tagen.

Die Bilder zeigen die Gleisjoche 6e mit jeweils 18 / 17 / 16 Schwellen. Sehr schön zu sehen die einseitigen Stemmlaschen und die innen liegenden fast frei schwebenden Schrauben. Das sieht sehr charakteristisch aus, diese Schwellenverdichtung im Vergleich zum doch recht großen Schwellenabstand in der Mitte der Schiene. Im letzten Bild sieht man noch den Verbinder ohne Schraube und dafür nur mit ovalem Loch für den Übergang von 6d Weichenprofil auf 6e Schienenprofil. Ist nur ne Spielerei, aber das Loch ist echt gut zu sehen. Und das Loch ist vorbildlich oval :-)

Jetzt muss ich mir überlegen, was ich als nächstes mache. Ich tippe es wird die einfache Gleiseverbindung auf Langschwellen. Muss ich aber noch zeichnen, kann daher etwas dauern, bis ich hier wieder mit Bildmaterial auflaufe.

Viele Grüße

Wolfgang










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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#139 von garti62 , 23.01.2022 18:55

Hallo Wolfgang,

ist schon erstaunlich, welche hohe Detailierung mit dem SLA-Druck mittlerweile möglich ist. Da ich durch Deine Beiträge hier, durch Dein Buch und noch einige andere Quellen im Netz so richtig auf den Geschmack bezüglich preußischer Gleise gekommen bin, versuche ich gerade mit dem FDM-Drucker etwas wenigstens im Ansatz Ähnliches selbst herzustellen. Es geht, aber bei der Detailierung muss man schon gewaltige Abstriche machen. Allerdings ist es wirklich so, das nach dem Einsanden oder Einschottern wirklich aus normalem Abstand nur noch zu erkennen ist, das da "irgendwas Kleines" ist.
Ich werde auf jeden Fall weiter interessiert Dein Tun hier verfolgen, in der Hoffnung, noch viele Anregungen zu bekommen.

Schöne Grüße
Ulli


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#140 von Stader Gleisbauer , 24.01.2022 15:42

Moin Wolfgang,

grundsätzlich kann ich Fotos der Zeichnungen einstellen, aber das wird seine Zeit dauern.
Falls was bestimmtes gewünscht wird bitte schreiben.

Erstmal schreibe ich hier den Rest der Liste auf.
Zusätzlich weiß ich noch wo eine kleine Weiche in Form 6 von 1910 auf Holzschwellen liegt. Zwar sind die Teile beim Umspuren teilweise verschoben worden, aber nicht gekürzt worden. Zusätzlich liegen die Schwellen noch in der originalen Lage und der Besitzer hat nichts gegen ein Vermessen. Der Radius ist mir so nicht bekannt, aber die Weiche diente zur Anbindung eines Ladegleises. Mehr per PN.

Übersichtszeichnung ABW 1:10 l federnde Zungen auf Stahlschwellen, Radien 1000m/ 400m
Dazu Detailzeichnung Federbereich und Hz-Bereich 1919

Übersichtszeichnung IBW 1:10 re Form 8a federnde Zungen auf Stahlschwellen, Radien 750m/190m
Dazu Detailzeichnung Federbereich und Hz-Bereich 1905

Übersichtszeichnung IBW 1:10 re Form 8a federnde Zungen auf Stahlschwellen, Radien 1000m/210m
Dazu Detailzeichnung Federbereich und Hz-Bereich. 1915

IBW 1:14 re Form 8a federnde Zungen auf Stahlschwellen, Radien 750m/300m
Dazu Detailzeichnung Federbereich und Hz-Bereich. 1913

IBW 1:14 re Form 8a federnde Zungen auf Stahlschwellen, Radien 500m/250m
Dazu Detailzeichnung Federbereich und Hz-Bereich. 1915

Ende der Liste.


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#141 von kpev , 24.01.2022 15:49

Hallo Christoph,

kein Problem, das eilt nicht so sehr. Für eine Modellumsetzung würde bei den meisten für eine 1:14 Weiche auch der Platz fehlen. Ich fände es nur schade, wenn die Sachen irgendwann im Nirwana verschwinden, und da das Internet nichts vergisst, finde ich es toll, wenn du mir die Sachen irgendwann wie auch immer zur Verfügung stellst. Eventuell sind es ja echte Musterblätter und die sind als Originale immer am besten. Aber auch wenn das Zeichnungen von Weichenbaufirmen "auf Basis" der Musterblätter sind, ist es immer sehr hilfreich. Vielleicht mache ich ja am Ende doch eine 1:14 Weiche nur als Hinterglasbild :-)

Gerne kannst du mir per PN die Hinweise zur Weiche geben und sofern es sich ergibt, würde ich vor Ort dann Fotos machen. Klar. Artefakte sind immer gut.

Viele Grüße

Wolfgang

(der gerade anfängt, das Oberbaubuch von 1911 Seite für Seite digital zu restaurieren)


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#142 von kpev , 28.01.2022 11:05

Liebe Stummis,

so soll es weitergehen, mit dem einfachen Gleiswechsel bei 450cm Gleismittenabstand. 450 cm deshalb, weil es der am häufigsten benutzte Abstand war und weil ab 500 cm keine Langschwellen mehr benutzt werden mussten. Ein Musterblatt für 1:7 liegt mir leider nicht vor und so habe ich mich an 1:10 orientiert. Dort haben die Langschwellen die Nummern 169, 170 und 171 (jeweils R bzw. L) und es sind insgesamt 5, da 1:10 eben einen deutlich flacheren Winkel als 1:7 hat. Letztlich könnte man sagen, man nimmt bei 1:7 nur die Schwellen 169 und 171 und lässt 170 einfach weg. Das passt von den Abständen bei Schwelle Nr. 171 exakt und bei 169 extrem gut. Es gab aber sicher eigene Schwellennummern dafür.




Und so soll das später ausschauen. Das Bild zeigt nur meinen Planungsbogen, in der Mitte das grüne Teil lasse ich jetzt anfertigen. Daran sollen dann die bereits vorgestellte Kreuzung und die EKW angeschlossen werden. Das wird dann schon fast einen Meter lang werden.




So sieht das mittlere Teil aus. Ein Teil besteht aus drei Langschwellen und zwei anschließenden leicht verkürzten Schwellen der Herzstücke. Danach kommt der vordere (hellgrüne) Teil des normalen Herzstücks. Die vier Kurzschwellen sind absolut identisch wie bei der normalen EW 1:7 und ich kann diese von dort recyclen.

Viele Grüße

Wolfgang




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#143 von Frank1969 , 31.01.2022 15:22

Hallo Wolfgang,

Vor einem Jahr gab es das Problem, überhaupt preußisches Gleis zu bekommen und nun hat man die Qual der Wahl, für welchen Oberbau man sich entscheiden soll. Welch ein Luxus!



Die Schienenlaschen und unterschiedlichen Schwellenabstände faszinieren mich immer wieder am preußischen Gleis und ich weiß schon genau, wo ich deine Gleise verlegen werde :-)
Danke für die Mühe!

Viele Grüße
Frank


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#144 von kpev , 03.02.2022 13:26

Liebe Stummis,

die Teile für die "Einfache Gleiseverbindung, 450cm, rechts abzweigend" sind eingetroffen und daher möchte ich hier wieder ein paar Bildchen zeigen. Bis ich das alles mit den korrekten Profilen gefüllt habe, wird aber etwas Zeit vergehen :-)

Erstmal ein Übersichtsbildchen mit der "Einfachen Gleiseverbindung 450 cm" mit der angeschlossenen Kreuzung 1:7 und der EKW 1:7. Das wird schon ganz schön imposant das Teil. Die meisten Profile der EKW und der Kreuzung sollten sich wieder verwenden lassen..., sofern ich genau gezeichnet habe. Alle Bilder lassen sich anklicken und vergrößern. Leider sind die Lichtverhältnisse heute nicht optimal, aber ich hoffe man kann trotzdem einiges erkennen.




Als zweites Bild nur die Teile der "Einfachen Gleiseverbindung", also das Teil mit den Langschwellen, die beiden um 5 Schwellen verkürzten Herzstücke, an die dann entsprechend EKW, DKW, K, EW (gerade und diagonal) angeschlossen werden können. Ein schönes modulares System, was sich die Preußen da ausgedacht haben. Schade dass es so etwas von keinem der großen Hersteller gibt.




Als drittes Bild mal eine Nahaufname der drei Langschwellen. Das dürften vielleicht die ersten Langschwellen in Stahl sein, die das Licht der Modellbahnwelt erblicken? Ich glaube RST hat keine Langschwellenteile im Programm. Egal. Gefühlt mein erster kleiner "Weichen-Walter" Moment.




Und schließlich noch ein Bildchen, wie die Teile getrennt sind. Auch da sieht man schön das modulare System. Die Teile mit den 4 Kurzschwellen werden auch bei der EKW, DKW, K, EW, DWW usw. verwendet, das Teil ist immer gleich. Auch das anschließende Teil wird immer wieder verwendet, es stellt das Ausgleichsstück dar um auf die 12m des Gleisjochs zu kommen und dieses Ausgleichsstück hat keine Weichenschwellen mehr. In der Mitte das Langschwellenteil, wobei die drei Langschwellen quasi die letzten drei Schwellen des normalen Herzstücks repräsentieren und die zwei verkürzten Schwellen an beiden Enden des Langschwellenstücks die Schwellen 4 und 5 des normalen Herzstücks. Diese sind symmetrisch leicht verkürzt bei allen "Einfachen Gleiseverbindungen". Da das Langschwellenteil nicht symmetrisch ist, muss man es spiegeln im Bedarfsfall um die "andere" Verbindungsrichtung zu bekommen. Da ich alle Schwellen rechtwinklig gedruckt haben möchte, sind die 4 Kurzschwellen separat und nicht beide zusammen mit dem Langschwellenteil als ein Teil gedruckt.

Viele Grüße

Wolfgang



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#145 von der Wedeler , 03.02.2022 14:30

Hallo Wolfgang,

Wahnsinnsteile, die Du mit Sicherheit derzeit exklusiv besitzt. RST produziert nichts dergleichen, solche Schwellensätze gibt es nirgendwo zu kaufen!
Bin höchst gespannt darauf, wie das mit Schienen aussieht!

Lieben Gruß
Heiko


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#146 von Joschu , 06.02.2022 10:18

Hallo Wolfgang,

Tatsächlich ist Dank deines modularen Aufbaus der Gleisteile ein inzwischen einzigartiges Gleissystem entstanden das seinesgleichen sucht. Da kann man anschaulich betrachten, was bei konsequenter Anwendung der Vorbilddaten möglich ist.

Durch die 3d-Drucktechnik hat jedermann die Möglichkeit solche Leistungen zu vollbringen mit dem Ergebnis, dass solche Modelle industriellen Produkten qualitativ in nichts nachstehen, wie ich mich jetzt anhand von dir gelieferter Ware selbst überzeugen konnte.

Danke für diesen wunderbaren Thread.

Achim


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#147 von kpev , 07.02.2022 10:24

Hallo Achim,

Zitat von Joschu im Beitrag #146
Hallo Wolfgang,

Tatsächlich ist Dank deines modularen Aufbaus der Gleisteile ein inzwischen einzigartiges Gleissystem entstanden das seinesgleichen sucht. Da kann man anschaulich betrachten, was bei konsequenter Anwendung der Vorbilddaten möglich ist.

Durch die 3d-Drucktechnik hat jedermann die Möglichkeit solche Leistungen zu vollbringen mit dem Ergebnis, dass solche Modelle industriellen Produkten qualitativ in nichts nachstehen, wie ich mich jetzt anhand von dir gelieferter Ware selbst überzeugen konnte.

Danke für diesen wunderbaren Thread.

Achim


freut mich, wenn die Weiche wohlbehalten bei dir angekommen ist und ich hoffe du kannst hier bald Bilder der aufgebauten Weiche zeigen. Ich bin sehr gespannt, wie du die Zungen als echte Gelenkzungen umsetzt. Und vor allem bin ich gespannt, ob ich alles korrekt auf RP25/88 umgesetzt habe. Für die Druckqualität müsstest du dich aber eigentlich beim Druckdienstleister bedanken, denn ich habs ja nicht gedruckt und geliefert :-)

Viele Grüße

Wolfgang


Preußische Gleiswüste in Epoche I: Preußischer Oberbau aus dem 3D Drucker
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zuletzt bearbeitet 07.02.2022 | Top

RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#148 von kpev , 07.02.2022 12:16

Liebe Stummis,

bevor ich mich an die fehlenden Schienenprofile mache für die Einfache Gleiseverbindung muss ich noch eine Kleinigkeit einschieben, die vielleicht für den ein oder anderen wichtig sein könnte, der seine eigenen Gleise machen möchte: Den Verbinder.

Der Verbinder hat mich in den letzten 2 Jahren einiges an Geld gekostet, denn es war eine Odyssee, diesen in vielen (Fehl)-Drucken zu optimieren. Entweder waren die Teile nachher nicht mehr lösbar, oder es ist bei gestrengem Anschauen von selbst auseinander gegangen, usw. Ich will euch die Bilder der diversen Verbinder hier ersparen, aber ich habe sie alle in einem dicken Ordner abgeheftet. Ich hatte zwischendrin auch nur Abstandhalter, allerdings bin ich doch ein Fan der korrekten Schwellenabstände (gerade bei Weichen) geworden, seit ich weiß, wie genau beim Bahnhofsgleisebau in Jöhstadt die Schwellen mit leichten Hammerschlägen auf den halben Zentimeter genau ausgerichtet wurden.

Für die Einfache Gleiseverbindung kommt zum ersten Mal ein neuer, minimal geänderter Verbinder zur Anwendung, der glaube ich nun nach ziemlich genau 2 Jahren der Optimierung nicht mehr weiter verändert werden muss.

Hier ein Bild des Verbinderteils in der Eisernen Schwelle. In der Holzschwelle sieht es genau so aus. Das entscheidende für die Präzision des Verbinders ist, dass man ihn leicht in der Luft druckt, also hier 0,2 mm. Beim SLA Druck sind die ersten Schichten immer irgendwie anders, aber in 0,2 mm Höhe herrscht nur noch die pure Präzision.




An der Abbildung seht ihr, dass meine Schwellen auf einer 2 mm breiten Unterkonstruktion liegen. Dies ist breit genug, damit man genügend Wandstärke rund um das Loch hat. Breiter sollte es nicht werden, sonst kann man nicht leicht unter die Schwelle schottern. Das sieht im Weichenbereich nicht so schön aus, wenn die Stahlschwellen einfach endlos gerade runtergehen, wie es bei Spritzguss eben meist sein muss aufgrund der Form.

Für den Verbinder (zwischen zwei Teilen) sind 3,0 mm x 2,0 mm die besagten 0,2 mm abgesenkt. Der grüne Schwellenverbinder (zwischen den Schwellen eines Teils) liegt auch in der Luft und hat die Maße 0,7 mm x 1,8 mm. 0,7 mm ist noch stabil genug, aber doch auch soweit flexibel, dass es nicht so schnell bricht. Auch die müssen natürlich 0,2 mm in der Luft gedruckt werden. Das Loch in der Schwelle hat die Maße 0,9 mm x 1,8 mm und ist 1,3 mm tief für die "Nase". Das 1,3 mm tiefe Loch ist mittig zur Schwellenunterkonstruktion ausgerichtet und entsprechend des notwendigen Winkels gedreht, hier im Herzstückteil die Hälfte von 1:7 = 4,064 Grad in meiner Geometrie.

Auf der Rückseite, wo der grüne Schwellenverbinder an die letzte Schwelle ansetzt, ist noch eine Verstärkung angebracht. Diese ist nötig, da ansonsten die Wandstärke im Bereich der Unterkonstruktion nicht ausreicht und der Verbinder hier bricht. Da das Verbinderloch je nach Winkel leicht gedreht ist, ist die Wandstärke mit 0,4 mm bei diesem Winkel bereits zu gering. Die Verstärkung ist 0,7 mm dick und dann ist es mit insgesamt 1,1 mm wieder stabil genug. So und jetzt werde ich noch den Haken entsprechend mit Maßen aufbereiten und dann gleich auch hier einstellen.

Viele Grüße

Wolfgang


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Frank1969, Stader Gleisbauer und andreasheckt haben sich bedankt!
 
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#149 von kpev , 07.02.2022 13:23

Liebe Stummis,

und hier das Gegenstück zum Verbinderteil aus dem vorherigen Post.

Letztlich besteht er unten aus einem Quader mit den Maßen 1,8 mm x 1,8 mm x 0,2 mm Höhe. Die 0,2 mm habe ich nicht eingezeichnet sehe ich gerade, aber sie ergeben sich als Differenz aus den 0,9 mm und den 0,7 mm. Dieses Teil liegt auf dem Boden der Druckplatte auf, da man Endstück nicht in die Luft drucken kann bei so viel Überhang.

Darauf liegt dann der Verbinder, der zur nächsten Schwelle geht. Die Maße sind hier als Querschnitt entsprechend 1,8 mm x 0,7 mm und die Länge eben so viel wie nötig. Dieses Teil ist im vorigen Post dunkelgrün (Farbe für die letzten 5 Schwellen des Herzstücks 1:7). Die Farben dieser Teile variiere ich immer, damit ich in sketchup sehe, wo ein Teil aufhört und das nächste anfängt.

Der Haken oben besteht aus einem Quader mit den Maßen 0,8 mm x 1,8 mm x 1,0 mm Höhe. Die Gesamthöhe des Hakens mit Unterbau ist 0,9 mm + 1,0 mm = 1,9 mm. Die Gesamthöhe des Gegenstücks (siehe vorheriger Post) ist 0,2 mm + 0,8 mm + 1,3 mm = 2,3 mm. Also 0,4 mm Luft nach oben bezogen auf das Gegenstück. Der rechte Winkel ist in der Zeichnung eingezeichnet, die drei Kanten oben, werden dann jeweils 0,1 mm zur Mitte geschoben, so dass die obere Fläche nur noch 0,7 mm x 1,6 mm groß ist.




Und zum Abschluss noch ein Bildchen, wie die Teile vom Druckdienstleister geliefert wurden und wie sie dann zusammengesteckt aussehen. Die Teile wackeln absolut nicht wenn sie verbunden sind und lassen sich durch Anheben der nichtverbundenen Seite leicht lösen. Die beiden Bilder lassen sich vergrößern.






Sind Schienen eingeschoben, so lassen sie sich durch eine parallel zur Schwelle eingeschobene zusätzliche Schiene sauber anheben ohne zu brechen, siehe Bilderfolge. Das alleine ging bisher nie, weil die Teile so bombenfest zusammenhingen. Alle bisherigen Verbinder hätten so eine Aktion nur mit Selbstzerstörung quittiert. Die drei Bilder lassen sich ziemlich stark vergrößern und sprechen für sich. Aber, das geht natürlich nur, wenn man sich die Teile vom Druckdienstleister auch ungehärtet liefern lassen kann und sie zuhause nicht in der Sonne liegen lässt. Leute, wenn ihr wüsstet, was das für ein Theater war mit diesen Verbindern in den letzten Jahren, dann würdet ihr verstehen, wie begeistert ich gerade bin!!!!! Um 15 Uhr wird der Esstisch frei und dann werde ich ein wenig fräsen.

Viele Grüße

Wolfgang







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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Teil 1: Weichen und Gleiseverbindungen der KPEV

#150 von Frank1969 , 07.02.2022 14:05

Hallo Wolfgang,

was für ein präzises und durchdachtes Arbeiten! Bei der KPEV hättest du sicher eine steile Karriere gemacht und wir hätten heute keinen „Der Eisenbahnbau“ von Kurt Strohmeyer Bd. 1-6 sondern einen von Wolfgang E. Bd. 1-6😉
Die vorherige Fassung deiner Verbinder fand ich schon sehr gut und nun hast du das noch verbessert.

Viel Spaß beim Fräsen,
Frank


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kpev hat sich bedankt!
 
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