RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#251 von Stader Gleisbauer , 05.04.2022 17:02

Moin Wolfgang,

bezieht sich das mit den Federzungen nur auf 1:7- Weichen oder generell auf alle?
Nachsehen kann ich mal, aber das wird gerade wieder schwer da eine Zeitangabe dazu zu machen.

Christoph


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#252 von kpev , 05.04.2022 17:17

Hallo Christoph,

also ich glaube, 1:7 Weichen gab es nie mit Federzungen seitens der Preußen, denn ohne Musterblatt haben die in Preußen ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr gemacht. Ich glaube auch, dass es die 1:7 Weichen zu Reichsbahnzeiten nicht mit Federzungen gab, denn wahrscheinlich lagen die 1:7 Weichen nur in Bereichen, die keinem großen Verschleiß unterworfen waren, so dass da kein Bedarf war. Im übrigen ist mir noch nie ein Gleisplan untergekommen, wo eine 1:7 Weiche eingezeichnet war! Eventuell wurden die 1:7 Weichen später "musterblattlos" auf Federzungen umgebaut, oder eben durch 1:9 getauscht. Ich glaube wir haben im Preßnitztal 1:7 Weichen mit Federzungen, aber die sind S49. Aber woher die stammen weiß ich nicht. Und die preußische Weiche im Preßnitztal hat Gelenkzungen und noch 6d Profil glaube ich.

Du hast aber ein Musterblatt einer Federzungenweiche glaube ich. Aber ob das 1:9 oder 1:10 ist weiß ich nicht. Hattest du mir mal per PN geschrieben.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#253 von kpev , 06.04.2022 08:18

Liebe Stummis,

das Ende ist nah und die Doppelweiche 1:7 fast fertig.

Die zwölfte und dreizehnte Schiene sind die Flügelschienen vom zweiten Herzstück 1:7

Die vierzehnte Schiene sind die lange Beispitze des ersten Herzstücks 1:7

Die Herstellung der Schienen ist einfach und bis auf das Ablängen von Schiene Nr. 14 identisch wie bei der Einfachen Weiche 1:7. Die beiden Stummelflügelschienen des zweiten Herzstücks werden in Teil 5 eingeschoben und dieses mit der Weiche verbunden. Die beiden Schienen "wackeln" genug, so dass sie sich problemlos in die Schienenlaschen einfädeln lassen. Man kann sie auch andersherum einbauen, also zuerst in die Schienenlaschen setzen und dann in Teil 5 einschieben. Dann werden die langen Außenschienen Nr. 10 und Nr. 11 in Teil 5 eingeschoben. Die untere (bezogen auf die Bildfolge) lange Schiene Nr. 11 liegt dann in Endlage, die obere lange Schiene Nr. 10 noch nicht.

Dann kommt Teil 6 und Schiene Nr. 14 ins Spiel. Frästechnisch eine überlange Beispitze. Elektrisch gehört die Schiene zum ersten Herzstück! Teil 6 wird eingehängt und durch Durchschieben der Schiene Nr. 14 und zurückschieben der oberen langen Schiene Nr. 11 gesichert. Noch sieben Schienen und wir haben's.

Viele Grüße

Wolfgang












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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#254 von Joschu , 06.04.2022 09:41

Hallo Wolfgang, hallo Stummis,

ich habe mal beim "Weichen-Papst" Wulfert, "Die Weichen der deutschen Reichsbahn, Gruppe Preussen" von 1928 hinsichtlich der Verwendung welcher Zungen bei den einzelnen Bauarten vorgesehen war.

Wie Wolfgang schon richtig vermutete, waren für 6d ausschliesslich Gelenkzungen, bei 8a jedoch sowohl Gelenk als auch Federzungen (Vorform der späteren Federschienenzungen) vorgesehen. Dazu habe ich mal die entsprechenden Stellen des Wulferts gescannt und der geneigten Leserschaft zur Kenntnis gebracht.

Gruss
Achim

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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#255 von kpev , 07.04.2022 08:38

Liebe Stummis,

der Aufbau der Doppelweiche 1:7 ist hiermit beendet.

Die fünfzehnte und sechzehnte Schiene sind die Hauptspitze und die Beispitze vom zweiten Herzstück 1:7

Die siebzehnte Schiene sind ein kurzes gerades Schienenstück

Die Herstellung der Herzstück-Schienen ist einfach und bei der Einfachen Weiche 1:7 beschrieben (siehe Post 25) bzw. besteht aus dem banalen Ablängen des Profils auf 55,5 mm. Sämtliche Schienenstücke können einfach eingeschoben werden. Am Ende kommen noch 4x 138 mm Schienenstücke als normale 12 m Schienen dran.







Die restlichen Teile nach Teil Nr. 6 im folgenden Bild sind von der normalen Einfachen Weiche 1:7. Die Doppelweiche 1:7 kann demnach auch an alle Langschwellen-Teile wie die Einfache Gleiseverbindung 1:7 angeschlossen werden (siehe Post 142) bzw. an eine Abzweigung einer zweigleisigen Strecke von einer zweigleisigen Strecke 1:7 (siehe Post 169). Wirklich schön, die Möglichkeiten die man hat und traurig, dass so etwas bei den käuflichen Gleissystemen nicht vorgesehen ist, was doch die möglichen Gleisfiguren unnötig limitiert.



Heute nachmittag reiche ich noch ein paar Fotos von der Weiche nach, bevor ich mich für einige Zeit hier "abmelde". Über den Sommer gibt es nur die geometrische Entwicklung des 1:9 Gleissystems in sketchup Schritt für Schritt und vielleicht einige Detailverbesserungen an denen ich arbeitete. Vielleicht auch etwas zum ersten Weichenantrieb. Die folgenden drei Bilder lassen sich vergrößern.

Viele Grüße

Wolfgang






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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#256 von Frank1969 , 07.04.2022 08:55

Hallo Achim, Wolfgang und Stummis,

mich würde interessieren, ab wann Federzungen in Preußen verwendet wurden. In meinen Musterblättern von 1924 sind bereits Federzungen für die Schiene 8a eingezeichnet.
Wolfgang, die neuen Bilder sind wie immer ein Gedicht. Die wohl detaillierteste preußische DW 1:7 in 1:87!

Viele Grüße
Frank


Die Werrabahn - Bahnhof Grimmenthal:
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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#257 von Joschu , 07.04.2022 13:37

Hallo Frank, Hallo Wolfgang,

auch auf Franks Frage hin, ab wann in Preussen Federzungen eingeführt wurden, gibt der Wulfert (siehe Anhang) Auskunft, nämlich ab 1902 für 8a Weichen.

Zu Wolfgangs neuestem Streich kann mann nur sagen "Chapeau". Auch die Ankündigung eines 1:9-Gleissystems lässt aufhorchen, denn nur damit lässt sich GLAUBHAFT ein Bahnhof im Modell nachbilden, weil Zugfahrten den R 190 vorschrieben.
Grüsse
Achim

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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Doppelweiche 1:7

#258 von kpev , 07.04.2022 16:14

Liebe Stummis,

wie versprochen, zum Abschluss ein paar Bilder vom Rolltest mit zwei Wagen aus dem mutmaßlich schönsten Fleischmann Epoche I Set 87 4904 der Sonderserie "120 Jahre Fleischmann" von 2007. Die Laufruhe über die Weichenzungen und die Herzstücke ist beeindruckend und ich glaube, die Pseudogelenke sind wirklich die Lösung für mich.

Die Weiche wird nun wieder in zwei Teile zerlegt und findet bei allen anderen Weichen und Gleisen Platz. Dafür nutze ich aus weißem Doppelwellkarton hergestellte Einlagen mit passgenauen Ausschnitten, die mit 450g Graukarton hinterklebt sind. Diese Einlagen landen in einem formschönen Musterkoffer, den ich mir aus einem Schuhkarton meiner Frau gebastelt habe, unter Ausnutzung einer leicht abgewandelten Seite 1 des Buches von Max Wehr. Mir gefällt der Karton so sehr, dass er hier eine würdige Erwähnung bekommen soll.

Und kurz vor dem Verschwinden in den Karton hat die Weiche noch die Gestänge-Nachbildung bekommen in fast maßstäblichem 0,4 mm Neusilberdraht von H0fine. Und jetzt muss ich am Antrieb weiterarbeiten für diese schöne Weiche.

Viele Grüße

Wolfgang
















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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#259 von kpev , 28.06.2022 10:13

Liebe Stummis,

wie angekündigt werde ich diesen Sommer die Entwicklung des 1:9 Gleissystems der Schienenform 6d beschreiben. So richtig von Anfang an. Los gehts.

Zuerst muss man das Raster festlegen. Ich habe mich zuerst wie beim 1:7 Gleissystem der Schienenform 6d auf 51,7 mm Parallelgleisabstand festgelegt. Dies entspricht 4,50 m und ist der Standardabstand gewesen. Es gibt zwar auch einige Musterblätter für 5,00 m, 5,50 m und sogar 6,00 m Gleisabstand, aber die meisten Gleisfiguren wurden wohl doch für 4,50 m verwendet und daher soll es das sein.

Der genaue Winkel für 1:9 ist 6,340185457348667 Grad usw. Man könnte natürlich jetzt sagen 51,7 mm * 9 = 465,3 mm und das wäre ja genau. Da man 0,3 mm auf eine Länge von 465 mm sowieso nicht sieht, habe ich mich jetzt für 465 mm als Rasterlänge entschieden, da ich ganze Millimeter für mein Raster bevorzuge. Als näherungsweisen Winkel nehme ich dann 51,7 / 465 = 6,344 Grad. Bei sketchup kann man Winkel auf drei Nachkommastellen eingeben. Der Winkel den man wählt sollte mindestens durch 2 teilbar sein, wenn man die Herzstücke als Komponenten zeichnet. Diese muss man dann im Winkel 3,172 Grad platzieren.

Die Teilbarkeit durch 2 ist auch für die Bögen wichtig. Bei 6,344 Grad und 10 Knickwinkeln je 0,500 Grad wird der Restwinkel von 1,344 Grad auch durch 2 geteilt. Sieht man aber alles später, wenn die Bögen dran sind!

Beim 1:7 Gleissystem habe ich den Fehler gemacht und mit der Weiche angefangen. Bei 1:9 fange ich korrekterweise mit der Kreuzung an. Bei der Kreuzung ist die Geometrie streng vorgegeben und man kann dann die universellen Herzstückkomponenten sauber positionieren und arbeitet sich dann später ausgehend von der Herzstückkomponente zur Weichenspitze vor. Weiche geht immer, da dort kein doppeltes Herzstück vorhanden ist, also auch Weiche 1:10, 1:14. Klar irgendwann sinken die alten Fleischmann Radsätze ein weil zu dick und das sieht nicht schön aus, aber entgleisen wird es wohl nicht. Auch deshalb ist es wohl sinnvoll mit der Kreuzung anzufangen. Kriegt man die betriebssicher, ist der Rest nur Fleißarbeit.

Leider ist die Schwellenlage bei der 1:9 Kreuzung Schienenform 6d im Bereich der Doppelherzstücke so, dass man Weinerts Antrieb von der langen DKW hier nicht einsetzen kann. Da ich aufgrund der Maße befürchte, dass eine 1:9 Kreuzung nicht mehr wirklich betriebssicher ist für die alten Fleischmann Radsätze, umgekehrt aber gerade bei den Loks ein Umbau auf RP25 preislich nicht so attraktiv ist wird es spannend, ob man da eine elegante Lösung findet. Gerade bei der Kreuzung auf Holzschwellen wird das interessant, denn dort ist ja dann auch noch die Platte, die ja bei den Eisenschwellen fehlt.

Ich werde jetzt mal anfangen in sketchup die ersten Bilder zu malen, denn Bilder sagen ja mehr als 1000 Worte.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#260 von iwii , 28.06.2022 10:22

Hachja, das ist echt schön anzuschauen. Mir fehlt leider der Nerv für so was.



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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#261 von Michael K. , 28.06.2022 11:24

Hallo Wolfgang,

großartig, was Du da baust, die Weiche ist der Hammer! Ich muss trotzdem noch mal eine Frage loswerden, weil es mir oben im Bild aufgefallen ist: Wurde bei den preussischen Weichen der Radlenker entlang des Doppelherzstückes tatsächlich aus 2 Einzelradlenkern zusammengesetzt? Die Reichsbahnweichen hatten da einen durchgehenden 5,95 m Radlenker.
Der "Knick" in der Mitte sieht etwas eigen aus, aber naja, wenn die Preussen das so gebaut haben...

Bis denn
Michael


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#262 von kpev , 28.06.2022 12:17

Hallo iwii, hallo Michael,

Zitat von iwii im Beitrag #260
Hachja, das ist echt schön anzuschauen. Mir fehlt leider der Nerv für so was.

naja iwii, das ist relativ wenn ich mir deine Anlage anschaue. Dach aus 300 Holzleisten zusammensetzen. Da braucht man Nerven wie Drahtseile. Und TT ist ja noch einmal ein bisschen kleiner. Und du hast auch einen Hosenträger und eine Doppelweiche. Würde mich interessieren, wie du die gebaut hast. Solltest du bei dir im Thread unbedingt drauf eingehen.

Zitat von Michael K. im Beitrag #261
Ich muss trotzdem noch mal eine Frage loswerden, weil es mir oben im Bild aufgefallen ist: Wurde bei den preussischen Weichen der Radlenker entlang des Doppelherzstückes tatsächlich aus 2 Einzelradlenkern zusammengesetzt? Die Reichsbahnweichen hatten da einen durchgehenden 5,95 m Radlenker.
Der "Knick" in der Mitte sieht etwas eigen aus, aber naja, wenn die Preussen das so gebaut haben...

Das scheint in der Tat so gemacht worden zu sein Michael, ich habe das zumindest exakt nach Musterblatt gezeichnet, siehe Post 218.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#263 von kpev , 28.06.2022 12:29

Liebe Stummis,

nun ein paar Bildchen, die hoffentlich etwas erklären, wie ich vorgehen werde, bzw. wie ich analog bei 1:7 (Raster dort 362,0 mm / 51,7 mm / Winkel 8,128 Grad) vorgegangen bin.

Zuerst die grundlegenden Hilfslinien für 1:9. In Bild 1 sieht man die Hilfslinien, die man zuerst einzeichnet. Jeweils parallele Hilfslinien zur x-Achse in 25,85 mm und –25,85 mm und dann jeweils von diesen beiden Linien im Abstand von 51,7 mm noch eine Linie. Parallel zur y-Achse dann eine Hilfslinie in 232,5 mm und nochmal 232,5 mm, macht zusammen das Raster von 465 mm.

Da sketchup den Ursprung und die rote, grüne und blaue x, y und z Achse nicht mit ausgibt, habe ich den Ursprung manuell eingezeichnet.

Die beiden langen blauen Doppelpfeile stehen für jeweils 232,5 mm Abstand, die drei kurzen Doppelpfeile jeweils für 51,7 mm Parallelgleisabstand.



Im zweiten Bild fügt man nun die erste Hilfkonstruktion ein, an denen sich dann die Schwellen und Gleisprofile ausrichten werden. Es ist eine einzige Komponente, für absolut alles was man zeichnet. Diese Komponente wird nur in der Länge skaliert und aus zweien dieser Komponenten setzt sich dann ein gerade Gleis zusammen. Die unskalierte Komponente hat die Maße 100 mm x 1,8 mm x 2,460 mm. Warum nun diese Maße?

Die 100 mm Länge sind zumindest bei sketchup sinnvoll, denn man skaliert recht einfach und vor allen genau am besten manuell. Sofern man später fiktiv z.B. einen Radius aus 18,5 mm langen Stücken zusammensetzen wollen würde, dann würde man diese Komponente auf 18,5% skalieren in der Länge. Änderungen in der Höhe und Breite würden sich dann auf alle Bestandteile der Unterkonstruktion in der gesamten Datei auswirken, was gewünscht ist. Sofern man versehentlich diese Komponente in der Länge verändert, sieht man das sofort... glaubt mir... und man kann den Fehler sofort rückgängig machen.

Die 1,80 mm Breite entsprechen der Fußbreite von Code 83, Code 75 und Code 70 plus ein bisschen Toleranz. 1,75 mm geht nicht, denn jedes SLA Druckpixel ist 0,05 mm x 0,05 mm und durch Rundungstoleranzen, gerade bei schief liegenden gedruckten Schienen erreicht man dann die 1,72 mm nicht, die das Profil nominell haben soll.

Die 2,460 mm sind historisch bedingt durch diverse Anpassungen als ich ohne Plan nur mit der 1:7 Weiche angefangen habe. ich habe jetzt keine Lust mehr das auf einen "schönen" Wert (2,4 mm, 2,5 mm etc.) anzupassen. Später wird man sehen, was in diesen 2,460 mm alles enthalten ist. Dieser Wert könnte auch viel geringer sein, wenn man z.B. die Schwellen nicht verbinden will und stattdessen alles einzeln auf einem ausgedruckten Plan aufklebt.

Außerdem sieht man noch zwei Teilkreise = die "Ränder" der Drehscheibengruben für Drehscheiben 16,20 m und 20,06 m mit entsprechend Radius 93,1 mm und 115,3 mm angedeutet. Ist noch übrig, als ich Heikos Drehscheibenabgänge gezeichnet habe. Braucht man für normale Schienen nicht, gehört aber zum Gleissystem dazu.

Zwei dieser Komponenten werden nun mit 465% skaliert in der Länge = 465 mm Länge und 17,3 mm zueinander verschoben. Die 17,3 mm ergeben sich aus Spurweite 16,5 mm plus Schienenkopfbreite 0,8 mm. Die Mitte dieses Objektes liegt dann bei x = 232,50 mm und y = –25,85 mm


Das Objekt wird nun kopiert in die Zwischenablage, das vorhandene Objekt um 6,344 Grad gedreht


Das ungedrehte Objekt noch einmal in die Datei kopiert und fertig ist die Unterkonstruktion der Kreuzung. Diese 4 Unterkonstruktionsobjekte habe ich dann als Geometrieobjekt Kreuzung 1:9 in sketchup als Komponente gespeichert. Und das wird dann mit eisernen Schwellen gefüllt demnächst.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#264 von iwii , 28.06.2022 12:29

Zitat von kpev im Beitrag #262
Und du hast auch einen Hosenträger und eine Doppelweiche. Würde mich interessieren, wie du die gebaut hast.


Meine Anlage ist simples Tillig-Modellgleis. In TT sind die Weichen im Standardsortiment - allerdings basierend auf der EW1-(Spielzeug)Weiche. Heute würde ich die nicht mehr verbauen. Es gibt auch in TT High-End-Gleis, damit wäre ich aber allein im sichtbaren Bereich locker 5stellig rausgekommen. Soviel Humor habe selbst ich nicht.

Zitat von kpev im Beitrag #262
Dach aus 300 Holzleisten zusammensetzen. Da braucht man Nerven wie Drahtseile.


Das ist relativ entspannt. Wenn so ein Gebäude nichts wird, dann baut man halt was anderes. Es beeinträchtigt den Spielspaß nicht. Ohne funktionierende Gleise ist man hingegen aufgeschmissen. Ich wollte halt so schnell wie möglich etwas fahren lassen.



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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#265 von kpev , 28.06.2022 14:32

Liebe Stummis,

und so steht dann die Geometrie in Bezug zu den Komponenten.

Unter der Schwelle die Unterkonstruktion, welche bei Holzschwellen und Stahlschwellen gleich ist. Innerhalb dieser Unterkonstruktion sind die Schwellenverbinder verankert. Darauf dann die eigentliche Stahlschwelle (orange) mit eigener Unterkonstruktion (auch weiß) und Aussparungen für den zu hohen und zu breiten Schienenfuß. Die Aussparungen orientieren sich an der Geometrie. Durch die Aussparungen kann man die zu große Höhe des Schienenfußes zumindest etwas kaschieren, die Schiene hat seitlich sehr guten Halt und auch die Kleineisen können dann zierlicher ausfallen und sind nur noch minimal vergrößert.

Die Kleineisen innen sind grau gefärbt und eigene Komponenten, denn es könnte ja sein, dass man innen die Mutter wegnehmen will oder diese etwas kleiner ausführen muss um z.B. bei Code 75 noch mit Fleischmann fahren zu können. Wer genau hinsieht, erkennt, dass die graue Sechskantmutter nicht ganz so hoch ist wie die Mutter außen. Eine Veränderung des einen grauen Kleineisens würde auch alle anderen 4000 Komponenten des gleichen Kleineisens gleichermaßen verändern.

Die richtige Logik von ineinander verschachtelten Komponenten ist nicht trivial. Da muss jeder ein bisschen üben und Lehrgeld zahlen. Zu viele Ebenen bei den Komponenten bedeuten irgendwann mal Übersichtsverlust bei großer Flexibilität. Zu wenig Ebenen bedeuten sehr sehr viel Arbeit.

Dann werden wir mal bei der Kreuzung die ersten 3,0 m Schwellen in der Mitte einbauen und das hier schön bebildern.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#266 von kpev , 28.06.2022 15:54

Liebe Stummis,

und hier noch einmal schnell der Zusammenhang zwischen Geometrie Kreuzung 1:9 und Geometrie von Heikos Drehscheibenabgängen 1:9.

Im Musterblatt Nr. 130 der Drehscheibenabgänge 1:9 ist auch eine Variante mit 2 Abgängen, allerdings habe ich die hier nicht vorgestellt, da Heiko ja 5 brauchte. Diese entspricht dem Teil der Kreuzung und verwendet die entsprechenden Schwellen mit identischen Nummern. Ganz vorne bei der Drehscheibengrube weichen die Schwellennummern dann ab. So ähnlich für 1:7 habe ich das sogar mal im Bild festgehalten in Post 192. Genau so ist es auch bei 1:9. Anbei zwei Bilder zum Vergleich. Einmal die Geometrie der Kreuzung mit einem Teil von Heikos Drehscheibenabgang und dann im direkten Vergleich drunter die restliche Geometrie der weiteren Abgänge.

Viele Grüße

Wolfgang




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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#267 von kpev , 28.06.2022 16:47

Liebe Stummis,

so und nun zu den ersten Schwellen der Kreuzung. Anbei ein schlechtes Bild des relevanten Teils des Musterblattes 19 der Kreuzung 1:9. Sofern die Kreuzung "funktionieren" wird, werde ich ein schönes Musterblatt nachreichen. Die Umrechnung der Schwellenabstände mache ich anhand der Auflösung des Druckers. Da die Auflösung 0,05 mm beträgt, werden alle Schwellenabstände entsprechend umgerechnet in 0,05 mm Schritten.

Für den Gesamtabstand zwischen Mitte der Kreuzung 1:9 und dem Übergang von Schwelle 556 (erste Kreuzungsschwelle) auf Schwelle 532 (erste Schwelle des universellen Herzstückes 1:9) ergibt sich nach Musterblatt 9930 mm. Das entspricht gerundet auf 0,05 mm insgesamt 114,15 mm. Die Umrechnung der Schwellenabstände 630, 630, 682, 630, 530, 633, 530, 600, 700, 700, 700, 700, 700, 600, 265 ergibt gerundet exakt die Werte um auf 114,15 mm zu kommen. Man kann also sofort loslegen und den ersten Teil zeichnen. Das müsste heute noch zu schaffen sein mit entsprechender Doku im Bild.

Aus der Zeichnung kann man außerdem sehen, dass von der Mitte der Kreuzung gesehen, die 12 m Gleisjoche bei 4,635 m + 12,955 m = 17,590 m beginnen. Umgerechnet auf 1:87 sind das 202,18 mm und gerundet dann bei 202 mm. Die Kreuzung hätte damit 138 mm + 404 mm + 138 mm Länge. Mal schauen, wie das alles aufgeht.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#268 von kpev , 28.06.2022 17:27

Liebe Stummis,

und so wächst dann die Kreuzung. Leider habe ich nicht die genaue Anordnung der Kleineisen vom mittleren Teil, aber das macht nichts. Das wird später nachgebessert. So würde es zumindest für einen Probedruck und Fahrversuche reichen. Die Schwellen sind immer als halbe Schwellen angelegt und dann gespiegelt. Im Bild gerade die halbe Schwelle Nr. 569. Das Teil mit allen Schwellen ist wieder eine Komponente, diesmal mit Namen K 1:9 Teil 1 und die Komponente ist mit 3,172 Grad gedreht, gegenüber der Geometrie. Den Schwellen fehlen auch noch sämtliche Verbinder und "strategische Trennungen. Das macht man dann alles im Nachgang.

Viele Grüße

Wolfgang


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#269 von kpev , 28.06.2022 23:08

Liebe Stummis,

so das wäre der Endzustand heute. Eine Schwelle dauert ca. 10 Minuten, Positionieren, neue Komponente anlegen und benennen, neue Breite ausrechnen, Schwellenkopf verschieben, Schienenprofile neu zeichnen usw.. Die Schienenlaschen sind zusammen mit den Klemmplatten und den Muttern ebenfalls Komponenten. Das Positionieren erfolgt über weitere Hilfslinien 6,10 mm / 2 = 3,05 mm zwischen den beiden Schwellenmitten (sind im Bild gut zu sehen) und den Schnittpunkt mit der Schienenkopfinnenkante (nicht zu sehen), welche auf der Geometrieeinheit angebracht sind.

Morgen soll schlechtes Wetter sein, also kein Garten und kein Pool angesagt, also geht es morgen sicher weiter hier.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#270 von kpev , 29.06.2022 22:10

Liebe Stummis,

so das wäre der Endzustand heute am 29.06.2022. Ich habe 50 Minuten gebraucht plus Aufbereitung fürs Forum. Nicht schlecht finde ich, man kommt schnell voran, wenn das System einmal steht.

Ich nähere mich Heikos Drehscheibenabgängen, von denen ich das komplette Herzstück mit Schienen und die Radlenker (nach Drehung um den Ursprung der Kreuzung) weiterverwenden bzw. übernehmen kann. Die Komponenten werden in den Kreuzungsteil übernommen als Kopie und verbleiben auch im Drehscheibenabgang.

Morgen abend werde ich weitermalen.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#271 von der Wedeler , 30.06.2022 22:07

Hallo Wolfgang,

schön, dass es hier wieder losgeht. Da ich inzwischen die ersten Anschlüsse an die Drehscheibe hergestellt habe wird es nun auch nicht mehr so lange dauern, bis Frank die Herzstücke gefräst hat und ich die voll ausgerüsteten Abfahrten präsentieren kann.

Viele Grüße
Heiko


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#272 von kpev , 30.06.2022 23:00

Liebe Stummis,

so das wäre der Endzustand heute am 30.06.2022. Natürlich in beide Richtungen gleich weit. Die Kreuzung ist schon 34 cm lang sagt das Maßband. Heikos Drehscheibenabgänge haben ihr Herzstück und ihre Radlenker erfolgreich spendiert und waren also auch für mich hilfreich... und ich bin natürlich auch schon gespannt, ob Frank die Herzstücke gefräst bekommt.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#273 von Joschu , 01.07.2022 14:42

Hallo Wolfgang,

endlich geht der Thread weiter und zwar diesmal mit der Regelneigung 1:9. Diese Serie kommt ja ALLEN am Vorbild interessierten Modellbahnern zugute, denn damit sind dann auch Zugfahrten glaubwürdig möglich und nicht nur Rangierfahrten. In bewährter Weise wirst du, lieber Wolfgang, genauestens beschreiben, wie diese Weichen ins System eingebettet sind und wie sie im Modell umgesetzt werden können. Ich freue mich also schon auf Kommendes.

Eine Frage ist meiner Meinung nach noch offen, nämlich die, wie du die Weichen jetzt vorbildgerecht antreibst. Ich frage deshalb nach, weil ich selbst die nach Musterblatt angebenen Zungen- und Antriebsstangen im Bau habe (inclusive Verschlussstück und Zungenkloben). Zu diesem Zweck habe ich mir extra 0,2-mm-Bohrer besorgt.

Bleib bitte weiter so produktiv

Achim


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#274 von kpev , 01.07.2022 22:12

Hallo Achim,

Zitat von Joschu im Beitrag #273
Eine Frage ist meiner Meinung nach noch offen, nämlich die, wie du die Weichen jetzt vorbildgerecht antreibst. Ich frage deshalb nach, weil ich selbst die nach Musterblatt angebenen Zungen- und Antriebsstangen im Bau habe (inclusive Verschlussstück und Zungenkloben). Zu diesem Zweck habe ich mir extra 0,2-mm-Bohrer besorgt.



nur eine Frage... puh, also ich habe da ein paar mehr Fragen an mich.

Also vorbildgerecht ist so eine Sache. Der Weichenantrieb für Hakenweichenschloss ist schon fertig, beide Zungen bewegen sich schön separat, die Weichenlaterne dreht so stabil, dass sie auch für die hohe Form geeignet ist und leuchten tut sie auch wie ne eins. Diesen Antrieb wird Frank hier vorstellen hoffentlich.. 2023? Den habe ich ja für ihn gemacht nach seiner Idee. Den würde ich dann auch für mich nehmen. Die beiden Zungen lassen sich einzeln einstellen, wie weit sie abliegen sollen, also der Antrieb ist richtig gelungen finde ich. Frank hatte einen zum Testen bestellt. Er hat da mehr Wissen aktuell. Video habe ich irgendwo auf dem Handy, aber ich wollte Frank da nicht vorgreifen.

Für Weichen ohne Weichenschloss bin ich noch am Überlegen. Eventuell kann man den vorhandenen Hakenweichenschlossantrieb dafür modifizieren. Sorge bereitet mir eher das doppelte Herzstück bei 1:9. Ohne einen Mittelantrieb a la Weinert wird man da nicht betriebssicher werden glaube ich.

So jetzt muss ich in die Heia. Morgen früh ist wieder Gleispflege im Preßnitztal.

Viele Grüße

Wolfgang


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RE: Preußische Gleiswüste in Epoche I - Kreuzung 1:9

#275 von jzipp , 01.07.2022 23:12

Boah, jetzt bin ich gerade erstmals auf diesen Thread gestoßen und komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Hut ab Wolfgang, was du hier produzierst und zeigst. Das ist höchste Modellbahnkunst!

Bei deinen kompakten Weichen- und Gleisverbindungen lacht einem das Modellbahnerherz und ich bin schon sehr auf die ersten eingefärbten und eingeschotterten Gleise gespannt. Ganz besonders gefällt mir deine Dreiwegweiche, weil genau sowas tät ich natürlich auch auf meiner Modellbahn brauchen. Allerdings nicht in preußischer Norm, sondern als kkStB-Bauart... (wär aber auch mit einer Reichsbahnbauart schon zufrieden...).

Übrigens interessant, dass du den alten Röwa-Katalog zitierst. Mich hat auch immer gewundert, dass dieses Konzept keinen Nachhall gefunden hat. Erst jetzt ...


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