MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#1 von MiniModulBahner , 05.01.2022 17:22

Hallo,

in diesem Forumsbeitrag möchte ich euch das Konzept und den Baufortschritt meiner modularen H0e Waldbahn vorstellen. Diese folgt dem Grundkonzept des Waldbahners welches jedoch leicht abgewandelt/erweitert wurde.
Siehe auch:
https://waldbahner.de/die-waldbahn-eusserthal/

Ich werde diese Module auf vorgefertigten Kästen ("Casani"-Malgründe) hier als „Mini-Module“ bezeichnen.

Als Thema habe ich mir eine Waldbahn in den Bergen ausgesucht, ohne konkretes Vorbild. Aktuell tendiere ich dazu, die Bahn in der Alpenregion zu verorten, irgendwo zwischen Österreich, Italien und der Schweiz. Möglicherweise Südtirol…
Natürlich können Berge in der gewählten Mini-Modul Bauweise allenfalls angedeutet werden, und müssen später mit entsprechenden Hintergründen ergänzt werden.

Viele Anregungen und Ideen habe ich beim Recherchieren in Forums-, Blog- und Video-Beiträgen gesammelt, was für mich eine Motivation ist, wiederum meine Ideen / Umsetzungen zu teilen.

Übersicht
Hier ein Überblick zum aktuellen Stand meiner Module:


Ich muss dazu sagen, dass sich die Module der Anlage zurzeit noch größtenteils im Rohbau-Zustand befinden. Wie man sieht, sind auch die begrünten Module noch nicht vollständig mit Bäumen bepflanzt. Das Gesamtkonzept scheint mir aber mittlerweile „reif“ genug, um hier ein paar Einblicke zu geben.

Eine kleine Test-Fahrt über die zu einem Kreis zusammengesteckten Module ist hier zu sehen:


Kommentare und Anregungen sind immer gerne willkommen!

Das genaue Konzept und der Baufortschritt wird in den folgenden Beiträgen vorgestellt.

Gruß,
Christian

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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#2 von MiniModulBahner , 05.01.2022 17:35

Konzept

Meine Waldbahn folgt wie erwähnt dem Grundkonzept vom Waldbahner:
https://waldbahner.de/2014/09/ein-video-...e-h0e-waldbahn/

Einige wichtige Punkte zu diesem Konzept (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
• Als Basis dienen vorgefertigte Kästen aus Buchenholz (typ. 40 x 20 x 6 cm), auch bekannt als „Casani“ Malgründe von Bösner (siehe auch https://waldbahner.de/2016/01/bezugsquel...ine-h0e-module/)
• Die elektrische und mechanische Verbindung erfolgt mittels 4mm „Bananenstecker“ (Büschelstecker / Laborstecker)
• Für den Modulübergang gibt es einige klar definierte (kurvige) Gleisverläufe. Dadurch lässt sich eine große Anzahl an möglichen Kombinationen / Variationen erreichen
• Die Anlage kann auf einem Tisch oder auf dem Boden aufgebaut, und auch während des Fahrbetriebs verändert werden


Zusätzlich zu diesen Eigenschaften habe ich bei meinen Mini-Modulen folgende Dinge neu eingeführt:
• Als Modulübergang gibt es nur einen Gleisverlauf (gerade, 15° Winkel), dadurch lassen sich Module auch „verkehrt herum“ andocken
• Es kommen an den Modulen nur noch 4mm Buchsen zum Einsatz, keine Stecker. Die Verbindung erfolgt über 4mm Doppelstecker. Dadurch wird das „verkehrt herum“ andocken erst möglich

• Die Steck-Verbindung erfolgt zentriert zum Gleis. Das Gleis ist am Übergang innerhalb eines Moduls mit 20cm Breite bei 5cm zentriert. Eine klar definierte Bergkontur verläuft auf der anderen Seite des Modulübergangs bis 10cm.
◦ Dadurch „wandert“ die Bergkontur beim „verkehrt herum“ andocken von links nach rechts, bzw. es entsteht der Eindruck eines Tals

Aus den Modulen stehen seitlich keine Teile heraus, bzw. herausstehende Teile müssen abmontiert werden können. Schalter müssen immer von mehreren Seiten aus erreichbar sein. Dadurch lassen sich Module in verschiedenen Richtungen auch nebeneinander platzieren, was eine höhere Variationsvielfalt ermöglicht.
◦ Zur Verstellung der Weichen wird auf die vom Waldbahner vorgeschlagene Mechanik zurückgegriffen (siehe https://waldbahner.de/2016/02/h0e-videos-zur-anlagentechnik/), allerdings setze ich hier 3mm Gewindestangen ein, die durchgehend ausgeführt sind. Die Stellknöpfe sind abschraubbar.

• Die Gleise werden nicht direkt auf den Kästen, sondern auf einer 2mm Korkschicht platziert, wodurch ein kleiner Bahndamm angedeutet wird (und die Fahrgeräusche leicht gedämmt werden)
• Innerhalb des Moduls können kleine Hebungen und Senkungen des Gleises, sowie ein stellenweise schräger Gleisverlauf simuliert werden, was den Waldbahn-Charakter betonen soll
• Eine weitere Feinheit ist die flexible Ausrichtung der Buchsen am Modulende mittels U-Scheiben und Sprengringen, die zur genauen Ausrichtung der Module dient. Diese wird hier genauer beschrieben: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

Grüße,
Christian

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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#3 von MiniModulBahner , 05.01.2022 17:35

Modul "Lokschuppen" im Bilderrahmen

Die hier gezeigte selbstgebaute "Bilderrahmen-Vitrine" soll als Test dienen, um ähnliche Aufbewahrungsmöglichkeiten auch für andere Module zu schaffen:


Das gezeigte Modul misst 20 x 10 cm und wurde mittlerweile noch einmal leicht überarbeitet.

Gruß,
Christian


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#4 von Grummeliger Dachs , 07.01.2022 10:16

Hallo,

mir gefällt deine Abwandlung von Waldbahners Konzept. Ich hatte für meine Bahn mal ähnliche Überlegungen angestellt, bin aber wieder davon abgekommen, da ich gefürchtet habe, dass der Gleisverlauf bei nur einer Form von diagonalem Übergang zu eintönig wird. Insbesondere Betriebsstellen können bei dieser Variante eigentlich nur in einer Richtung angeordnet werden. Auf längeren Modulzusammenstellungen könnte ich mir vorstellen, dass die daraus resultierende Sägezahnform der Strecke zu repetitiv wirkt.
Für meine 40cm breiten Module habe ich darum zwei gerade Übergangsmöglichkeiten je 138,2mm (basierend auf dem Roco Standardradius) von der oberen oder unteren Modulkante entfernt festgelegt.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was für Erfahrungen du mit deinem System machst und was du uns noch so zeigst!

Grüße
Jacques


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#5 von MiniModulBahner , 10.01.2022 08:59

Hallo Jacques,

vielen Dank für dein Feedback. Gut beobachtet. Ich habe auch eine Weile hin und her überlegt, bevor ich zu der Lösung mit einem 15° diagonalen Übergang gekommen bin. Bei einem zu steilen Winkel läuft man in der Tat schnell Gefahr, dass bei gerade aneinander gereihten Modulen ein starker "Sägezahn"-Eindruck entsteht. Ist der Winkel andererseits zu flach, wird es mit den Kurven auf einem 40x20cm Modul schwierig... Ein komplett gerader Übergang ohne Winkel (wie bei Fremo-Modulen) ist meiner Meinung nach wiederum zu monoton für Wald- oder allgemein Schmalspurbahnen.
Deshalb gefiel mir von Anfang an das Konzept des Waldbahners Gerd mit den kurvigen Übergängen. Den Tipp, ein Stück gerade zu lassen, habe ich übrigens von ihm selbst bekommen, in einem kurzen Gespräch vor einigen Jahren auf der Messe in Sinsheim. Mir ging es dabei um die Frage, möglichst gut zwei Kurven-Module zu einer S-Kurve zu verbinden, was nun bei mir möglich ist.
Schlussendlich muss ich also versuchen, mit meinem gewählten Konzept den repetitiven Eindruck bei geraden Strecken möglichst gut zu kaschieren, sei es durch unterschiedliche Länge der geraden Module oder landschaftliche Elemente. Bei Betriebsstellen werde ich mir auch noch etwas überlegen müssen, wobei ich schon ein paar Ideen habe...
Ich schließe es auch nicht aus, doch noch einen zweiten Übergang (z.B. umgekehrter Winkel) einzuführen + "Adapter"-Modul. Auch wird es bei einer Waldbahn in den Bergen definitiv noch Steigungs-Module geben.
Ideen gibt es also noch genug.
Ich bin selber gespannt, wie sich das Konzept weiterentwickelt.
Danke auf jeden Fall für deine Rückmeldung. Mich würden auch deine 40cm breiten Module interessieren. Gibt es dazu schon einen Beitrag?

Grüße
Christian

PS: Hier eine Illustration, was ich mit den Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen geraden Verlauf meine. Die untere Variante mit 40cm Breite könnte ich mit meinen bestehenden Modulen schon realisieren:

Natürlich muss man sich Gedanken machen, wie und wo man die Module so zusammenstellt, da ja aufgrund der Landschaft + Bergkontur eine Vorzugs-Seite existiert. Auch wird man nicht immer eine gerade Kante z.B. für den Hintergrund finden. Das sind also nur Beispiele / Ideen


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#6 von FreddyK , 10.01.2022 10:59

Hallo Christian,
ich war schon von den "Waldbahner Modulen" begeistert und so habe ich direkt mal ein Abo bei dir gelassen.
Was mir störend aufgefallen ist, die Schwungscheibe bei der kleinen Dampflok, versuche die mal komplett schwarz einzufärben.
Ansonsten, schön weitermachen!


Viele Grüße aus Witten
Freddy

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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#7 von MiniModulBahner , 11.01.2022 23:26

Hallo FreddyK,

danke für deinen Kommentar und das Abo
Es freut mich, wenn dir mein Konzept gefällt.

Ja, die bemalte Schwungscheibe in der Lok stört mich auch. Voraussichtlich werde ich sie sogar komplett entfernen, da sie nach der Umrüstung der Lok auf DCC + Supercap wahrscheinlich eher negativen Einfluss auf die Regelung hat. Ich werde das vorher noch an einer anderen Minitrains-Lok ausprobieren.

Trotzdem war die Markierung auf der Schwungscheibe praktisch zum Einstellen der Reglerparameter. Nachdem der Motor gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten vorher sehr ruckelig lief, ist es mir mit entsprechender Einstellung gelungen, dass er nun bei der niedrigsten Geschwindigkeit stabile und ruhige 0,5 Umdrehungen / Sek. bringt. Übrigens habe ich bemerkt, dass neuere Minitrains-Loks dunkle Schwungscheiben ohne sichtbare Markierungen haben. Die Rückmeldung ist offenbar beim Hersteller auch schon angekommen

Zum Umbau der Lok habe ich übrigens eine Schaltung des Forumsmitglieds schumo99 verwendet. Das habe ich im entsprechenden Thema mit folgendem Beitrag beschrieben:
RE: SuperCapLader im Eigenbau: Goldcaps als Pufferspeicher (11)

Grüße,
Christian


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#8 von MiniModulBahner , 12.01.2022 13:20

Hallo,

durch Jacques Kommentar inspiriert habe ich hier doch schon einmal ein paar Ideen vorweggenommen, wie man Betriebsstellen mit dem 15° diagonalen Modulübergang realisieren könnte:



Wie man in meinen bisherigen Bildern sieht, habe ich nur einige der hier aufskizzierten Module bisher auch realisiert/mit deren Bau begonnen. Insbesondere ein Bahnhof fehlt im Moment noch.
Es sind also nur Ideen, mit denen man erst mal "spielen" kann.

Grüße
Christian


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#9 von fbstr , 12.01.2022 15:40

Zitat von FreddyK im Beitrag #6
...ich war schon von den "Waldbahner Modulen" begeistert...


Ich kann mich da Freddy nur anschließen. Diese 15 Grad Anordnung macht das sehr ansprechend. Wenn ich nicht schon genügend Projekte hätte, wäre ich echt versucht....


Gruss
Frank
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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#10 von MiniModulBahner , 13.01.2022 07:46

Zitat von fbstr im Beitrag #9
...Diese 15 Grad Anordnung macht das sehr ansprechend...


Danke, das freut mich, wenn das Konzept zum Nachahmen anregt. Es ist auch nicht gesagt, dass 15° wirklich der beste Winkel ist. Wenn man beispielsweise den Winkel auf einen "schnurgeraden" diagonalen Verlauf bei einem 40 x 20 cm -Modul anpassen will, dann wäre der exakte Winkel: tan^-1 (10cm/40cm) = 14,036°. (im Bild oben z.B. für einen geraden Verlauf innerhalb der schrägen Erweiterung des Bahnhofs).
...da wir hier Wald- und Feldbahnen als Anwendungsgebiet sprechen, wirkt es meiner Meinung nach allerdings sogar realistischer, wenn eben keine schnurgeraden Verläufe entstehen. Also bleiben wir bei 15°


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RE: MiniModul-Waldbahn in den Bergen (H0e)

#11 von MiniModulBahner , 13.01.2022 08:25

Wie angekündigt will ich hier noch einmal etwas genauer erklären, was mit der im Beitrag #2 erwähnten flexiblen Ausrichtung der Buchsen am Modulende gemeint ist.

Zunächst einmal die Frage: Warum sollte man überhaupt eine Möglichkeit zum Ausrichten der Module vorsehen?

Natürlich kann man darauf gänzlich verzichten, wenn die Komponenten, die Umgebung und die eigene Arbeit an den Modulen hinreichend perfekt sind.

Allerdings trifft das in meinem Fall nicht zu:
• Die Casani-Kästen sind zwar grundsätzlich solide verarbeitet, weisen jedoch teilweise Toleranzen > 1mm auf, was die Abmessungen angeht
• Da ich in einer Altbauwohnung mit unebenem Fußboden lebe, muss ich dies beim Aufbauen der Bahn auf dem Boden ebenfalls berücksichtigen und ausgleichen können
• Auch meine Werkstattausrüstung, mein Können und meine Erfahrung in diesem Bereich sind im Moment limitiert (dies ist meine erste Anlage)

Was also tun?
Eine Möglichkeit zum minimalen Verschieben zweier verbundener Module am Übergang (im mm-Bereich) muss her!
Auch hier habe ich das Rad nicht neu erfunden, sondern eine existierende Lösung übernommen und für meine Zwecke angepasst:
https://www.1001-digital.de/pages/1001-d.../minimodule.php
Siehe dieses Bild:
https://www.1001-digital.de/media/msfrog...dulkopf-1-l.jpg
(Hier wird übrigens auch der Name “Minimodule” verwendet, wie ich gerade festgestellt habe)


Meine Umsetzung zum flexiblen Ausrichten der Module

Bohren
• Die Bohrlöcher werden markiert. Ich verwende Casani-Kästen mit 6cm Höhe und platziere sie bei 3cm Höhe, sowie 2cm vom Rand entfernt.
• Mit einem Forstner-Bohrer (20 mm) wird bis zu einer Tiefe von 5 mm an den markierten Stellen gebohrt. Wenn keine Standbohrmaschine zur Verfügung steht, kann man sich mit folgender Methode behelfen (geht auch mit einem Akkuschrauber):
◦ Eine Bohrschablone aus dünnem Holz (muss hier nicht stabil sein) wird gemeinsam mit dem Bohrer korrekt ausgerichtet und anschließend mittels Schraubzwingen am Modulrand (gut!) fixiert
◦ Nun wird vorsichtig gebohrt (nur der Anfang ist „kritisch“)
◦ Hat die Bohrung eine gewisse Tiefe erreicht, kann die Bohrschablone entfernt werden
◦ Um die korrekte Tiefe, und vor allem eine ebene Bohrung zu erhalten, kann man drei 2-Cent Münzen als Leere benutzen, und im Wechsel Prüfen und Bohren / Korrigieren


• Anschließend wird mit einem 8 mm Bohrer das eigentliche Loch für die Buchse gebohrt

Einsetzen der Buchsen + Verkabelung
• Die Hauptleitungen zur Stromversorgung sollten an Ringösen / Ringkabelschuhen gelötet / gequetscht werden. Ich verwende unter den Modulen meist eine Leiste mit Lötösen als „Zwischenstation“, an die dann die Stromzuführungen für die Gleise (Klingeldraht) angelötet werden:

◦ Im Bild fehlen innen noch die U-Scheiben und Sprengringe, die hatte ich erst später eingeführt
◦ Die Kabelquerschnitte der Hauptleitungen mögen überdimensioniert wirken, aber evtl. möchte ich künftig weitere Verbraucher wie Anlagenbeleuchtung damit versorgen, man weiß ja nie...
• Die Buchse wird nun wie folgt eingesetzt:

◦ Buchse + U-Scheibe → Loch ← U-Scheibe + Ringkabelschuh + Sprengring + Mutter
◦ Entsprechend fest ziehen (aber nicht zu fest)
◦ Durch den Sprengring sollte einerseits eine (schwergängige) Ausrichtung der Module möglich sein, und andererseits immer eine ausreichende Spannung auf der Mutter, sodass diese sich nicht mit der Zeit von selbst löst

Für mich hat sich dieses „Rezept“ als die praktikabelste Lösung herausgestellt.
Vielleicht hat ja jemand noch eine bessere Idee…
Ich bin immer daran interessiert, gute und einfach umsetzbare Lösungen zu finden. gerade wenn es um Module geht, die ja mehrfach „hergestellt“ werden.

Grüße
Christian


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RE: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Ww1
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