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187 AK vor Erzzügen

#1 von chrilu , 13.01.2022 11:19

Hallo,

laut diesem Bericht der DBAG (https://www.deutschebahn.com/resource/bl...e-2017-data.pdf; Seite 14) aus dem Jahr 2017 sind als Ersatz für die 151 AK im Erzzugeinsatz die Loks der BR 187 vorgesehen gewesen.

Bislang habe ich tatsächlich noch keinen 187 AK-geführten Erzzug gesehen.

Weiß jemand, was aus dieser Planung geworden ist?


Viele Grüße
Christian


 
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RE: 187 AK vor Erzzügen

#2 von CarstenLB , 13.01.2022 12:13


Viele Grüße

Carsten


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#3 von Hobbyeisenbahner51 , 13.01.2022 16:35

Soviel mir bekannt ist, müssten das 189er sein, die haben eine Leistung von 6.400 kW, sind zwar nur vierachsig gegenüber der 151. Ich habe 2019 in Dillingen (Saar) diese mit paarweise gekuppelten Faals
in Verkehrsrot gesehen


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#4 von Tobias.K , 13.01.2022 19:33

Zitat von chrilu im Beitrag #1
Hallo,

laut diesem Bericht der DBAG (https://www.deutschebahn.com/resource/bl...e-2017-data.pdf; Seite 14) aus dem Jahr 2017 sind als Ersatz für die 151 AK im Erzzugeinsatz die Loks der BR 187 vorgesehen gewesen.

Bislang habe ich tatsächlich noch keinen 187 AK-geführten Erzzug gesehen.

Weiß jemand, was aus dieser Planung geworden ist?




die beiden Testloks der Baureihe 187 für die AK, haben den Belastungstest nicht bestanden! Der Rahmen der beiden Loks hat sich derart verzogen. Das die Loks ausgemustert (Verschrottet) werden mussten. Die Beiden Testlok Nummer waren: 187 195 und 187 196.

Hier noch ein Link mit Bild: BR 187 Verschrottung


Mit freundlichen Grüßen
Tobias


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#5 von CarstenLB , 13.01.2022 23:23

Im "Nachbar-Forum" habe ich gerade noch einige Abhandlungen dazu gefunden:

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,9724117


Viele Grüße

Carsten


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#6 von chrilu , 14.01.2022 09:54

Wow, das Ende ist wirklich eindeutig. Wahnsinn und sehr beeindruckend, wie scheinbar instabil die TRAXX3-Loks in Bezug auf das hohe Zuggewicht sind. Eine wirklich gute Nachfolge für die 151 scheint es ja (bis auf die 189) nicht zu geben und ob die 189 wirklich so zuverlässig ist vor diesen schweren Zügen wie eine 151, müsste man mal in Erfahrung bringen.


Viele Grüße
Christian


 
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RE: 187 AK vor Erzzügen

#7 von Michael Knop , 14.01.2022 12:14

Zitat von chrilu im Beitrag #6
Wow, das Ende ist wirklich eindeutig. Wahnsinn und sehr beeindruckend, wie scheinbar instabil die TRAXX3-Loks in Bezug auf das hohe Zuggewicht sind. Eine wirklich gute Nachfolge für die 151 scheint es ja (bis auf die 189) nicht zu geben und ob die 189 wirklich so zuverlässig ist vor diesen schweren Zügen wie eine 151, müsste man mal in Erfahrung bringen.


Hi Chistian,

die (deine) Bewertung ist falsch!

Die beiden 187er wurden bei Zulassungstest mehr oder weniger ABSICHTLICH zerstört, um die Grenze der Belastbarkeit zu erfahren.

Die Kräfte, die dabei zur Anwendung kamen, liegen deutlich oberhalb dessen, was im normalen Betrieb zu erwarten ist. Und auch deutlich oberhalb der Zulassungsanforderung. Solch zerstörende Test sind nicht unüblich. Ungewöhnlich ist höchstens die Form, dass man dazu vollständige, fertige, Loks dazu benutzt - was aber unvermeidbar ist, wenn man praxisnahe Tests, z.B. Kräfteermittlung bei Aufstoßversuchen, macht.
Und genau das wurde mit den Loks gemacht.


Das die Traxx grundsätzlich keine Problem mit einer AK haben, zeigen die in Nordschweden eingesetzten 185er der BURE - sie befördern dort Züge (in Doppeltraktion) mit Lasten die deutlich oberhalb des in D möglichen liegen, und das auf einer als "Gebirgsbahn" zu bezeichnende Strecke (Steigungen in Lastrichtung bis zu 17,5 Promille, Gefälle in Lastrichtung bis zu 25 Promille).
Zwar sind die Zug- und Bremskräfte auf 600 kN je Zug begrenzt, aber nicht um die Fahrzeuge zu schonen, sondern weil man "Angst" hat, dass die bis zu 6000 to Züge bei höheren Bremskräften in engen Kurven im Gefälle entgleisen könnten.

Die ebenfalls auf der Strecke eingesetzten Traxx-Töchter der Bauform IORE können zwar 1200 kN ziehen, dürfen aber auch nur mit 600 kN bremsen. Die IROE befördern übrigens, nach den letzten Radsatzlasterhöhungen auf 35 to, Züge mit 10000 to Anhängelast (= etwa 10500 to Gesamtzugmasse).



Viele Grüße, Michael


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#8 von chrilu , 14.01.2022 15:27

Zitat von Michael Knop im Beitrag #7

Die beiden 187er wurden bei Zulassungstest mehr oder weniger ABSICHTLICH zerstört, um die Grenze der Belastbarkeit zu erfahren.


Hallo Michael,

das war mir nicht bekannt, dass das im Grunde Erprobungsfahrten waren!


Viele Grüße
Christian


 
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RE: 187 AK vor Erzzügen

#9 von Krokodil , 14.01.2022 15:40

Zitat von Michael Knop im Beitrag #7

Das die Traxx grundsätzlich keine Problem mit einer AK haben, zeigen die in Nordschweden eingesetzten 185er der BURE - sie befördern dort Züge (in Doppeltraktion) mit Lasten die deutlich oberhalb des in D möglichen liegen, und das auf einer als "Gebirgsbahn" zu bezeichnende Strecke (Steigungen in Lastrichtung bis zu 17,5 Promille, Gefälle in Lastrichtung bis zu 25 Promille).
Zwar sind die Zug- und Bremskräfte auf 600 kN je Zug begrenzt, aber nicht um die Fahrzeuge zu schonen, sondern weil man "Angst" hat, dass die bis zu 6000 to Züge bei höheren Bremskräften in engen Kurven im Gefälle entgleisen könnten.

Die ebenfalls auf der Strecke eingesetzten Traxx-Töchter der Bauform IORE können zwar 1200 kN ziehen, dürfen aber auch nur mit 600 kN bremsen. Die IROE befördern übrigens, nach den letzten Radsatzlasterhöhungen auf 35 to, Züge mit 10000 to Anhängelast (= etwa 10500 to Gesamtzugmasse).

Viele Grüße, Michael


Und genau da liegt der Fehler in deiner Aussage, denn die 185er und die IORE haben nichts mit der 187er zu tun. Daher hat die 187er ein grundsätzliches Problem mit der Mittelpufferkupplung im Gegensatz zu den beiden anderen. Außerdem wurden die Loks eben nicht planmäßig überbelastet und zerstört - denn wenn das der Fall wäre, hätte der Hersteller dazu Vorführloks genommen und keine für die DB AG schon fest voirgesehenen und beschrifteten Maschinen "wie vorgesehen zerstört".

-> Fakt ist, dass die BR 187 nicht zukunftssicher ist, da der Rahmen nicht für Mittelpufferkupplung geeignet.


Niemals ein selbstfahrender Tender mit geschobenem Plastik auf meiner Anlage!

C-Sinus und Glockenanker Fan


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RE: 187 AK vor Erzzügen

#10 von DE2700 , 14.01.2022 18:22

Moin
haben nicht alle TRAXX (nicht nur die 187) nur 2 Längsträger und sind damit für AK eigentlich ungeeignet ?


Vielen Dank Chris

(Schwerlast)-Marzibahner


 
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RE: 187 AK vor Erzzügen

#11 von DeMorpheus , 14.01.2022 20:32

Moin!

Zitat von Michael Knop im Beitrag #7
Die beiden 187er wurden bei Zulassungstest mehr oder weniger ABSICHTLICH zerstört, um die Grenze der Belastbarkeit zu erfahren.

Und als Erkenntnis aus der Erprobung hat man beschlossen, keine weiteren BR 187 für die schweren Erzzüge mit AK auszurüsten, da die Schäden auch im regulären Betrieb zu erwarten sind.


Zitat von Michael Knop im Beitrag #7
Das die Traxx grundsätzlich keine Problem mit einer AK haben, zeigen die in Nordschweden eingesetzten 185er der BURE - sie befördern dort Züge (in Doppeltraktion) mit Lasten die deutlich oberhalb des in D möglichen liegen, und das auf einer als "Gebirgsbahn" zu bezeichnende Strecke (Steigungen in Lastrichtung bis zu 17,5 Promille, Gefälle in Lastrichtung bis zu 25 Promille).
Zwar sind die Zug- und Bremskräfte auf 600 kN je Zug begrenzt, aber nicht um die Fahrzeuge zu schonen, sondern weil man "Angst" hat, dass die bis zu 6000 to Züge bei höheren Bremskräften in engen Kurven im Gefälle entgleisen könnten.


Da vergleichst du Äpfel mit Birnen. Die Loks der BURE haben für diesen speziellen Einsatz einen massiven Querbalken vorgebaut bekommen, der die Druckkräfte der AK an der Position der Puffer in den Rahmen einleitet. Ohne befürchtet man wohl das gleiche Problem wie es die 187er haben.


Zitat von DE2700 im Beitrag #10
haben nicht alle TRAXX (nicht nur die 187) nur 2 Längsträger und sind damit für AK eigentlich ungeeignet?

Ja, die TRAXX sind alle so konstruiert. Direkt ungeeignet für AK sind sie damit nicht unbedingt, immerhin sind sie wie nahezu alle Fahrzeuge seit Ende der 70er für die Aufnahme einer AK vorbereitet. Aber konstruktiv ist da die Einleitung der Kräfte natürlich problematischer als bei einem Fahrzeug mit (zusätzlichem) mittigen Längsträger.


Viele Grüße,
Moritz

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