ich habe ein paar Schwierigkeiten mit einem Umrüstsatz von Märklin. Und zwar habe ich das Problem, dass der Motor immer wieder Anfahrprobleme und Ruckler bekommt, so nach ca. 3 Stunden Betriebszeit. Jedes Mal sind die Zwischenräume der Leiterplatten des Kollektors verschmutzt mit Abnutzungen der Kohlen. Ich frag mich nur woher das andauernd kommt? Ein ähnliches Problem hatte ich mit einer anderen Lok bereits, nach einer gründlichen Reinigung und ich glaube neuen Kohlen war das Problem dort aber erledigt.
Gibt es aktuell Probleme mit der Qualität der Kohlen oder woran könnte der massive Abrieb denn sonst noch liegen? Andere Loks mit diesem Typ Motor laufen bis zum Abwinken. Den Motorumbau hatte ich allerdings schon vor langer Zeit getätigt, die Lok dann nie gefahren und erst kürzlich kam der Einbau eines MFX Dekoders mit Lautsprecher. Konkret handelt es sich um eine BR80 33043: https://www.youtube.com/watch?v=3g-I4NT-hf8 Ein Anreiz hatte mir die "neue Version" der BR80 von Märklin gegeben, welche ja mechanisch 1zu1 identisch geblieben ist (abgesehen von einer angesetzten Glocke).
Zu hart eingestellte Andruckfedern sind die wahrscheinlichste Ursache, meiner Meinung. Andere Möglichkeiten: Schau dir doch mal den Kollektor des 5 Polers an, nicht das da an den Trennfugen Grate sind, Kohlenfräse. Oder es waren sehr weiche Kohlen mit dabei, soll es auch mal gegeben haben.
Auch die Stellung der Kohlenführung zum Kollektor ist beim HLA manchmal nicht ideal.
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
zu großer Bürstenandruck bremst den Läufer aus, erhöht die Zugmasse und verlängert die Lebensdauer. Zu niedriger Bürstenandruck erhöht das Bürstenfeuer und fördert deren Abnutzung.
also es handelt sich um den schwarzen Anker. Ich habe die Lok heute mal geöffnet und damit es vorerst das letzte Mal gewesen war, habe ich Motorschild, Anker und Kohlen mit einer zweiten BR80 ausgetauscht. Die zweite, schwarze BR80 hatte ich auch mal auf HLA und FX Dekoder umgebaut, die Teile stammten allerdings aus einer stark bespielten Lokomotive, der Motor ist also schon gut eingeschliffen und hat auch nie Probleme gemacht.
Vorerst läuft meine BR80 wieder einwandfrei. Die zweite BR80 fährt bei mir aktuell sowieso nicht.
Bei dem Anker und Motorschild konnte ich allerdings keinerlei Probleme feststellen. Die Kohlen rutschen sauber in ihre Führung, die Federn klemmen wie sie sollen und keine scharfen Kanten am Kollektor. Da bleibt dann vielleicht nur der Austausch ?
Ein paar Fotos hab ich vor dem Ausbau/Umtausch noch gemacht siehe Anhang.
Der Anker aus der zweiten Lok ist übrigens auch schwarz!
Liebe Grüße, Patrick
Angefügte Bilder:
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Sind das auf dem letzten Bild Schmelzspuren auf dem Kollektor?
Moin, ne ne das ist dieses Trix-Spezialfett für Schneckengetriebe etc. was ich da reingeschmiert habe. Meiner Meinung nach laufen die Motoren damit dauerhaft ruhiger und schreien nicht ständig nach Öl, weil das für gewöhnlich überall hin kriecht, nur nicht da, wo es soll.
deine Lok ist eine fettige Angelegenheit! Würde mal alles reinigen und dann mit einem Zahnstocher das Fett verteilen. Hauch dünn reicht vollkommen aus. Es verteilt sich von selbst auf Lager und auf die Zahnräder Auch wenn Du das Gefühl hast, da ist nichts drauf. Da ist mehr drauf als Du glaubst. Somit versifft nicht alles und der Kollektor samt Kohlen funktionieren noch einmal so gut.
Würde auf jeden Fall die Kohlen erneuern, weil man nicht weiß, wie viel Fett die sich schon reingezogen haben. Und wie die Kollegen schon angemerkt haben, auf den richtigen Bürstenfederdruck achten.
Viele Grüße Peter
Wenn Du Gott zum lachen bringen willst, schmiede Pläne!
Öl und Fett, und jeweils zuviel davon, ist zumeist das Problem mit den Trommelkollektor-Motoren.
Das Öl/Fett weicht zum einen die Kohlen auf, welche dann mehr abrieb erzeugen, gleichzeitig mach das Öl/Fett aus dem Abrieb der Kohlen eine gut leitfähige Paste, die sich auf dem Kollektor sammelt, und die Kollektor-Spalten ausfüllt.
Abhilfe ist erstmal vollständiges reinigen/entfetten des Motors, Ersatz der Kohlen gegen neue, und wirklich sparsames Ölen/Fetten. Oder der Einbau von Kugellager (für mehr hinweise die Forensuche benutzen), denn damit entfällt die Notwendigkeit direkt am Anker mit Öl/Fett zu hantieren. Der dann entstehende Kohlenabrieb ist staubtrocken, und wird (ohne weitere Probleme zu verursachen) aus dem Motor ausgeblasen.