Guten Morgen liebe Modellbahnfreunde, Ich konnte mir kürzlich eine Märklin CS3 zulegen und habe natürlich auch einen Link S88 zugelegt. Meine Frage diesbezüglich wird evtl. wieder so ne Glaubensfrage sein, aber ich kann mich entscheiden mangels Erfahrung mit solchen Geschichten. Ich habe einige Kontaktgleise und auch einige Schaltgleise, alles in M-Gleisausführung, ist ja mein Gleissystem. Jetzt Also die Frage an Euch : Was könnt Ihr mir empfehlen zu verbauen?? Habe noch nicht angefangen, möchte erst Eure Meinungen lesen.
Übrigens, alles Andere rund um die CS3 läuft bei mir anstandslos.
Noch ne andere Frage nebenbei: kann man irgendwo im System der CS3 die Reaktionszeit bei einem Kurzschluß verändern? Sie sollte etwas träger werden.
Weiterhin viel Spaß gewünscht und ich freue mich auf Eure Meinungen. GLG Jojo
Märklin C-Gleis-Bahner mit digitaler Steuerung CS3 und Zwei MS2 95% Märklin Anlage ist Betriebsfertig aber noch ohne Landschaft CS3 und Kontakte am testen, es gibt 1000 Möglichkeiten
Ich habe auch eine CS3 mit 60883 und setze daran überwiegend die Märklin Orginalmodule 60881 und 60882 ein. Diese sind gut und auch günstig. Beim 60881 findet man sicherlich am Markt S88 AC Module, die etwas billiger sind, aber das 60882 ist das günstigste 16 fach Stromfühlermodul, was ich gefunden habe!
Bei einem früheren Modellbahn-Wiedereinstiegsversuch hatte ich erst eine Intellibox und dann die erste Version der ECoS. Für diese hatte ich mir ein paar Tams S88-3 Module besorgt, die an den beiden genannten Zentralen auch gut funktioniert haben. Leider machen aber manche der Tams Module (nicht alle) an der CS3 (respektive 60883 bzw. Link88) Probleme und "verschlucken" einzelne Rückmeldeleitungen. Märklin nutzt wohl inzwischen seine S88 Spezifikation weiter aus und S88 Nachbaumodule sind dazu wohl nicht immer ganz kompatibel.
Übrigens leite ich ALLE Stromabschnitte, auch zusätzlich zu 60881, über Kontakte von 60882 Stromfühlern. Dadurch habe ich überall eine generelle Strombegrenzung auf 2-2,5A und kann damit das 5A 60101 Schaltnetzteil auch für H0 einsetzen.
Alles ganz interessant, habe ich alles gelesen. Nur leider betrifft das nicht meine Frage. Aber trotzdem vielen Dank, das kann ich mir mal im Hinterkopf halten. LG Jojo
Märklin C-Gleis-Bahner mit digitaler Steuerung CS3 und Zwei MS2 95% Märklin Anlage ist Betriebsfertig aber noch ohne Landschaft CS3 und Kontakte am testen, es gibt 1000 Möglichkeiten
Hallo, bei M-Gleis gibt es mehrere Einsatz Möglichkeiten und ist abhängig von der Anwendung. 1. Schaltgleis macht nur Sinn, wenn im Zug nicht mehrere Schleifer vorhanden sind. Sonst wird von jedem Schleifer ein Kontakt auslöst. Dies kann da benutzt werden wo mehrere Impulse hintereinander nicht stören, z.B. über Ereignisse zu Schalten. 2. Bei Kontaktgleisen muss die Strecke mindestens 1,5x so lang sein wie der längste Radstand ist, damit der Zug nur einen Kontakt auslöst. Diese Variante ist bei der Besetztanzeige zu empfehlen.
Hallo Jojo, da ich keine Märklin-Rückmelder im Einsatz habe, kann ich direkt dazu keine Aussagen machen. Ich benutze Komponenten von Littfinski (HSI88). Aber folgenden Hinweis: Für die Rückmeldung darf keine elektrische Verbindung zwischen rechtem und linkem Schienenstrang bestehen. Befindet sich auf dem Gleisabschnitt ein Fahrzeug, stellen die Räder über ihre Achsen die notwendige elektrische Verbindung her. Damit wird das Belegsignal erzeugt. Bei M-Gleisen besteht aber permanent eine elektrische Verbindung zwischen den Schienensträngen. Sie eignen sich daher nicht für diese Art der Belegerfassung. Die Funktionsweise z.B. des Moduls 60882 kann man sich auf den Märklinseiten ansehen. Gruß Wulf
Zitat von jojo97514 im Beitrag #1Ich habe einige Kontaktgleise und auch einige Schaltgleise, alles in M-Gleisausführung, ist ja mein Gleissystem. Jetzt Also die Frage an Euch : Was könnt Ihr mir empfehlen zu verbauen?? Habe noch nicht angefangen, möchte erst Eure Meinungen lesen.
wie Eckhard bereits schrieb, bietet sich beim M-Gleis der unkomplizierte Einsatz des Märklin 60882, auch für komplexere Abläufe, an! Die zu hinterlegende Logik unterscheidet sich etwas von Kontaktgleisen. Die Vorteile überwiegen aber m. E. die Nachteile, bei M-Gleisen - nicht zuletzt im Preis pro Abschnitt - von den zusätzlichen Optionen ganz zu schweigen.
Wenn es keine CS3plus, sondern eine CS3 ohne plus ist, benötigst Du zwingend ein Märklin 60883 als Basis.
Meine Empfehlung: eine überschaubare Testanlage aufbauen und die hier genannten Möglichkeiten durchprobieren, und eigene Erfahrungen - Zug um Zug - erfahren!
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Zitat von jojo97514 im Beitrag #3Nur leider betrifft das nicht meine Frage
Hallo Jojo!
Ich glaube, ich hatte dich falsch verstanden! Dir geht es um die Verwendung der Kontakte des Link S88, dass du bereits hast, oder? Das "Link S88" trägt ja "S88" oder "88" nur deswegen im Namen, weil man S88 Module daran anschließen kann. Die eigenen 16 Kontakte, des 60883, haben mit S88 aber nichts zu tun; die sind direkt mit dem Märklin CAN-Bus verbunden!
Natürlich kannst du die M-Schalt- und Kontaktgleise damit benutzen, aber die Lösungen haben die Nachteile, die dir schon beschrieben wurden.
Ich würde die M-Gleis Stromabschnitte ganz klassisch an den Mittelleiterzungen mit einem Stück stabilem Papier (muss nicht das teure Märklin Produkt sein) isolieren und an den isolierten Abschnitten Kabel anlöten. Diese Kabel würde ich an ein zusätzlich anzuschaffendes 60882 Stromfühler Rückmeldemodul anschließen, dass ich mit dem Link S88 verbinde. Das ist die sauberste Lösung für M-Gleise!
Übrigens mildert ein 60882 auch dein latentes Kurzschlussproblem (häufig bei M-Gleisen), denn die Anschlüsse des Moduls haben jeder eine Strombegrenzung. Wenn du diesen Vorteil überall haben willst, müsstest du einfach die gesamte Anlage aufteilen und ALLES über die Anschlüsse des Moduls leiten!
Ja Eckart, damit kann ich was anfangen. Also werde ich mir das alles durch den Kopf gehen lassen und dann eine Entscheidung fällen.
Vielen Dank.
Jürgen Spendel (Jojo)
Märklin C-Gleis-Bahner mit digitaler Steuerung CS3 und Zwei MS2 95% Märklin Anlage ist Betriebsfertig aber noch ohne Landschaft CS3 und Kontakte am testen, es gibt 1000 Möglichkeiten
Hallo Jojo, noch eine Anmerkung, falls Züge mit mehreren Schleifern ihre Runden drehen Ich verwende zwar K-Gleise, aber ein weiteres Problem könnten auf Dauer Kontaktprobleme bei den Schaltgleisen sein. Wie oben beschrieben, sind Kontaktgleise aber auch nicht verwendbar, sobald Züge mit mehr als einem Schleifer laufen. Hier gibt es aber eine Lösung von iek, die anstelle eines Schaltgleises, ein Kontaktgleis einsetzen, das aber nur etwas länger ist als der Schleifer. Sobald der erste Schleifer dieses Stück erreicht, wird eine am zugehörigen Modul einstellbare Zeitverzögerung den folgenden Schleifer „ignorieren“, so die Fa. iek. Gruß, Achim
Zitat: Übrigens mildert ein 60882 auch dein latentes Kurzschlussproblem (häufig bei M-Gleisen), denn die Anschlüsse des Moduls haben jeder eine Strombegrenzung. Wenn du diesen Vorteil überall haben willst, müsstest du einfach die gesamte Anlage aufteilen und ALLES über die Anschlüsse des Moduls leiten! Ende Zitat
Das stimmt so nicht ganz!
An dem gemeinsamen Anschluss mit dem umgedrehten "T" ist eine einzige PolyFuse drin, die bei einem Summenstrom von >2,5A auslöst. Die Abgänge selber haben keine eigene Strombegrenzung nur die antiparallel geschalteten 3A-SMD-Dioden und dazu parallel einen 22Ohm Widerstand.
Leider hat die Eingangsschaltung noch einen Design-Fehler. Bei einem satten Kurzschluss auf irgend einem Abgang lösen alle 8 Stromfühlereingänge für mind. einen Auslesezyklus gemeinsam aus. Das tritt ab einem Strom von >6A auf. Selbst mit einem 60VA-Netzteil treten Kurzschlusströme bis zu 8A auf (kurzzeitig). Das ist dann das Ende der Automatisierung, weil es bei M-Gleisen immer wieder mal solche Kurzschlüsse speziell mit den Relex-Kupplungen auf den Weichen-Pukos gibt. Ob von Seiten des Herstellers mittlerweile Abhilfe durch ein neues Schaltungsdesign angegangen wird, habe ich bisher nicht erfahren. Die Problematik ist aber dort bekannt.
Man könnte das Problem umgehen, wenn man eine echte sehr schnelle Strombegrenzung bei ca. 5A bis max. 6A in die Zuleitung einbaut. Wie die aber auszusehen hat, da habe ich keine Ahnung und würde das selber gerne auch wissen.
Zitat von est2fe im Beitrag #10Leider hat die Eingangsschaltung noch einen Design-Fehler. Bei einem satten Kurzschluss auf irgend einem Abgang lösen alle 8 Stromfühlereingänge für mind. einen Auslesezyklus gemeinsam aus. Das tritt ab einem Strom von >6A auf. Selbst mit einem 60VA-Netzteil treten Kurzschlusströme bis zu 8A auf (kurzzeitig). Das ist dann das Ende der Automatisierung, weil es bei M-Gleisen immer wieder mal solche Kurzschlüsse speziell mit den Relex-Kupplungen auf den Weichen-Pukos gibt. Ob von Seiten des Herstellers mittlerweile Abhilfe durch ein neues Schaltungsdesign angegangen wird, habe ich bisher nicht erfahren.
das ist für Mittelleiterfahrer wirklich sehr ärgerlich. ist die Kurzschlussgefahr bei Verwendung des 60882 in Verbindung mit K- oder C-Gleisen und auf "0" liegenden Metall-Kupplungen anders? M. E. hängt das eher von der Generation des Fahrzeugmaterials, als des Schienenmaterials ab.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
leider habe ich die KS-Problematik sogar bei Fahrzeugen mit Sounddecoder, die eine kurze Unterbrechung des Rad- Schienekontakts hatten, auch schon bemerkt. Der Lade-Strom zum Aufladen aller Kapazitäten der Decoder führt manchmal auch dazu, dass alle 8 Kontakte auslösen. Bei mir ist da die Raildox 232-er anfällig dafür. Die Gefahr der Kurzschlüsse bei neuerem Rollmaterial ist nicht mehr so hoch, weil da die Kupplungsaufnahmen aus Plastik und daher nichtleitend sind.
Gruß est2fe
P.S.: Ich habe noch so einen "alten" 10A-Edits-Booster mit geregelter Ausgangsspannung und sehr guter Versorgung mit 2,5² zu den Modulen. Da ist die Inrush-Current- Problematik vielleicht noch ausgeprägter. Mit reinen Systemkomponenten der Göppinger habe ich das mit dem Einschaltstromstoß bei Decodern noch nicht beobachtet.