Meine AC-Fahrzeugumbauten... Aktuell: BR 95 mit Silberlingen

#1 von Max H , 07.02.2022 12:09

Hallo liebe Stummianer,

nun bin ich schon seit über 10 Jahren Mitglied hier im Forum, und nachdem ich zu Beginn recht regelmäßig über meine damalige Anlage berichtet habe, bin ich in den letzten Jahren eher stiller Mitleser geworden. Dabei ist mein Interesse an der Modellbahn in dieser Zeit keinesfalls verloren gegangen. Nach 2 Umzügen und einigen beruflichen Veränderungen fehlt mir jedoch mittlerweile die Zeit für eine "richtige" Modellbahnanlage. Daher verschoben sich meine Prioritäten in letzter Zeit eher in Richtung des Rollmaterials und so ist mittlerweile schon eine ganz ansehnliche Sammlung zusammengekommen. Ganz aufgeben wollte ich das Basteln aber nicht und so fing ich an, einige meiner Fahrzeuge umzubauen, zu verfeinern, den Sound zu verändern und sie so meinen Wünschen anzupassen. Das ganze geschieht zwar schon mit dem Hintergrund, die Fahrzeuge weiter an das Vorbild anzugleichen, jedoch mache ich hier und da auch gern einige Kompromisse, einfach weil es mir so besser gefällt.

Ich arbeite hierbei oft mit einfachen Mitteln und versuche die Umbauten gleichzeitig recht kostengünstig zu halten. So möchte ich auch für jeden Umbau, welchen ich hier vorstelle, eine kleine Materialübersicht mit einstellen. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen von euch auch eine Idee dabei. Gern könnt ihr natürlich auch noch Verbesserungsvorschläge schreiben, welche ich gerne umzusetzen gedenke.
Eine kleine Vorschau auf das was ich mit euch so vorhabe gibt es hier:

Übersicht Fahrzeugumbauten:

Dampfloks:
Märklin BR 01.5
Märklin BR 38
Märklin BR 74
Märklin BR 75.4
Roco BR 86
Märklin BR 89
Märklin BR 92
Märklin BR 95
Gützold BR 98

Dieselloks:
Märklin Köf II
Piko BR 106
Roco BR 112
Piko BR 118
Piko BR 119
Märklin BR 132
Märklin SVT BR 183
Piko BR 612
Märklin BR 640
Piko BR 642
Piko BR 646

Elektroloks:

Märklin BR 101
Piko BR 112
Märklin BR 114
Märklin BR 143
Piko BR 143
Märklin BR 146.5
Märklin BR 187 Teil 1
Märklin BR 189
Märklin Serie 1600

Wagen:

Märklin BD3yg
Tillig BDghwe
Piko DBmq
Roco WLABme

Noch sind nicht alle dieser Fahrzeugumbauten vollständig abgeschlossen. Ich werde schrittweise diese Liste durch Links zu den entsprechenden Beiträgen ergänzen und vielleicht kommt ja auch noch das eine oder andere Fahrzeug dazu.
Ich freue mich sehr, mit euch allen gemeinsam wieder hier im Forum aktiv zu sein.

Lasst es euch alle gut gehen.

Freundliche Grüße
Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 09.09.2022 | Top

Umbau: Märklin/Trix BR 74

#2 von Max H , 07.02.2022 13:37

Liebe Leute,

ich möchte gleich mit einem meiner ersten Projekte starten. Es geht um das Märklin Start-Up Modell der Baureihe 74.
Diese Maschine habe ich bereits vor 2 Jahren umgebaut und es ist gleichzeitig der Umbau, welchen ich am umfassendsten dokumentiert habe.
Zur Lok selber kam ich wie die Jungfrau zum Kind: Ich habe sie bei einer Verlosung gewonnen.
Da bei mir jedoch ausnahmslos Soundloks unterwegs sind und ich zu diesem Zeitpunkt nicht an einen solchen Umbau herantraute, blieb sie lange Zeit einfach in der Verpackung. Zudem störte mich der DB-Keks auf der Maschine, da ich für die Epochen III und IV hauptsächlich DR-Lokomotiven und in Ausnahmefällen DB-Dampfloks ohne Keks besitze. Als letztendlich Trix die Startpackung 21532 ankündigte, nahm ich die Gelegenheit für einen Hütchentausch wahr und erwarb die Packung. Letztendlich blieb es aber nicht nur beim Hütchentausch. Aber der Reihe nach.

Meine Ausgangssituation war folgende:
- Eine analoge Reichsbahn-74 von Trix
- Eine digitale Bundesbahn-74 von Märklin
- Ein ESU LokSound 5 mikro

Mein Ziel war:
- Eine Reichsbahn-74 in AC mit Sound
- aus den restlichen Teilen eine zweite Maschine zusammenbauen, welche verkauft wird

Zunächst wurden beide Maschinen in einzelne Baugruppen zerlegt. Die Teile habe ich in zwei Kisten, jeweils für Märklin und Trix, sortiert. So wusste ich beim Zusammenbau, welches Teil von welcher Lok stammt.

Los ging es mit "meiner" DR-Maschine. Sie besitzt den Rahmen und das Fahrwerk der Märklin-Lok. Beim Zusammenbau wurden Radreifen und Radsterne zusätzlich rot lackiert.


Während des Zusammenbaus und der Recherche zur Maschine stieß ich auf diesen Umbaubericht aus dem Nachbarforum, welcher mich dazu inspirierte, den Rahmenvorschuh meiner 74 auch noch etwas aufzuwerten.
Auf das in diesem Beitrag gezeigte Kürzen der Deichsel der Vorlaufachse habe ich verzichtet, ebenso auf die Schmälerung des vorderen Bereichs des Rahmens. Ansonsten wurde der neue Rahmenvorschuh genau so gebaut. Er besteht aus Polystyrolstreifen von Evergreen, wurde mit Skalpell, Handbohrer und heißem Wasser bearbeitet und mit UV-Kleber in den Rahmen eingeklebt.


Eine erste Passprobe



Der Ausschnitt für die Dampfeinströmrohre



Die Heizerseite, hier bereits mit Rohr. Diese Rohre wurden zusätzlich rot lackiert.



Auf diesem Bild erkennt man gut die Polystyrolprofile, welche für den richtigen Abstand zum Rahmen sorgen.

Anschließend wurden die neuen Teile ganz klassisch mit dem Pinsel rot eingefärbt.



Kontrolle, ob das Gehäuse noch draufpasst



Hier ein Vergleich mit der zweiten Maschine, welche diese Behandlung nicht bekam.
Der etwas eigenwillig anmutende messingfarbene Ring an der Luftpumpe ist übrigens zwischenzeitlich wieder entfernt.

Apropos Gehäuse: Damit ging es weiter. Der Führerstand wurde farblich vollständig überarbeitet. Orientiert habe ich mich dabei an Bildern der 74 1230. Er hat Glasscheiben aus Fensterfolie von Auhagen bekommen. Außerdem habe ich eine Führerstandsbeleuchtung eingebaut. Zuletzt wurde der Lautsprecher, Ein ESU Zuckerwürfel, auf den Führerstandsboden geklebt und mit Lokführer- und Heizerfigur getarnt.





Das letzte kleine Detail vor der Fertigstellung war das Anmalen der Stromverteilkästen auf der Heizerseite mit gelber Farbe.

Damit waren für mich die optischen Arbeiten an der Lok abgeschlossen, jetzt ging es an die Technik.
Die Hauptplatine der Lok wurde entfernt. Die hintere Beleuchtung übernimmt eine LED, welche direkt auf den Lichtleiter geklebt ist. Im Kohlekasten befindet sich jetzt ein Stecker, damit der Führerstand mit Lautsprecher und Beleuchtung weiterhin abnehmbar bleibt. Der Decoder, ein ESU LokSound 5 mikro, Art.Nr. 58813, liegt in der Rauchkammer vor dem Kesselgewicht. Dafür musste die Platine für die vordere Beleuchtung weichen. Da die Lok nur ein Zweilicht-Spitzensignal hat, habe ich die LED für die neue Beleuchtung direkt von unten in die Laternen gesteckt. Bei ausgeschalteter Beleuchtung sind diese zwar sichtbar, aber mich stört es nicht und bei mir ist das Licht sowieso fast immer an.
Danach ging es an den Zusammenbau der Maschine. Das ist ja mal eine Friemelei. Anschließend konnte endlich ausgiebig getestet werden.








Was jetzt noch fehlte, war das Soundprojekt. Basis dafür war das Projekt für die BR 78 von ESU. Ich habe die Funktionstastenbelegung meinen Wünschen angepasst, andere Bahnhofsansagen verwendet und, ähnlich wie bei Zimo-Decodern, die Luftpumpe nach dem Bremsen automatisch anspringen lassen.

Hier gibt es ein kurzes Video mit einigen Soundfunktionen der Lok.



Das wäre er, mein erster Umbau-Beitrag. Weitere Beiträge zu anderen Fahrzeugen werden wohl nicht mehr so ausführlich ausfallen, da ich während des Baus keine Fotos gemacht habe. Dennoch hoffe ich, dass euch meine kleine Serie gefällt.

Ich wünsche einen schönen Tag.
Freundliche Grüße
Max


LG Max

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Umbau: Märklin BR 132

#3 von Max H , 12.02.2022 14:14

Hallo liebe Leute,

heute soll es mir um einen kleinen Umbau an einer Märklin BR 132 gehen.







Basismodell dafür ist der Artikel 36429 aus dem Jahr 2015. Dies ist die erste Märklin Ludmilla, die bereits serienmäßig mit Schlusslicht ausgestattet war. Zudem steckt der Decoder bereits in einer 21mtc Schnittstelle, die Hauptplatine der Lok entspricht in etwa der des Nachrüstsets 60978. All das macht die Lok zu einer guten Basis für weitere optische und technische Verbesserungen.

Zunächst habe ich den Decoder getauscht. Jetzt werkelt ein ESU LokSound 5 21mtc MKL in der Lok. Bei dieser Gelegenheit habe ich das Schlusslicht, welches zuvor nicht separat schaltbar war, auf die freien AUX-Ausgänge 1 und 2 gelötet. Die Lötpads hierfür sind bereits auf der Platine der Lok vorhanden. Anschließend bekam die Lokomotive in jedem Führerstand eine Innenbeleuchtung, hierfür habe ich die ESU Art.Nr. 50704 verwendet. Zum Einbau muss das Dach vom Gehäuse abgeschraubt werden und ein Metallsteg oberhalb des Führerstands entfernt werden. In die so entstandene Lücke habe ich die kleinen ESU-Platinen mit der LED nach unten eingeklebt. (Achtung! Isolierung zum Metallgehäuse nicht vergessen!)
Des Weiteren erhielt die Lok einen Pufferkondensator mit 6800µF Kapazität. Dieser wird von einer Fischer-Ladeschaltung angesteuert. Platziert habe ich den Kondensator im Dach der Lok. Zum Decoder besteht eine 5-polige Steckverbindung, damit das Gehäuse weiterhin abnehmbar bleibt. Sie ist symmetrisch ausgeführt, damit am Kondensator keinesfalls die falsche Polarität anliegt. Am Decoder werden die Kabel der Steckverbindung direkt auf den Lötpads auf der Oberseite des Decoders angelötet.


Ansicht Hauptplatine, die zwei gelben Kabel sind die AUX1/2 Ausgänge für das Schlusslicht

Damit erhielt das Modell folgende technische Verbesserungen:
- Verbesserter Sound, dank ESU-Decoder
- separat schaltbares Schlusslicht
- getrennt ansteuerbare Führerstands-Innenbeleuchtungen
- Pufferspeicher

Auch optisch habe ich an der Lok einiges herauszuholen versucht.

Bei den Märklin-Ludmillas hat man durch die seitlichen Maschinenraumfenster einen ungehinderten Blick auf die Kabel. Daher habe ich eine dünne, graubraune Kunststoffplatte hinter den Fenstern angebracht. Einer Relief-Inneneinrichtung war leider die Hauptplatine der Lok im Weg.

Als größtes optisches Manko der Lok ist mir aber die irgendwie "unfertige" Front aufgefallen. Nach einigem Überlegen habe ich die Lampengehäuse als Schwachpunkt ausgemacht. Glücklicherweise lässt sich hier leicht Abhilfe schaffen. Die Lampeneinsätze kann man von innen mit einem Zahnstocher leicht heraus drücken. Anschließend bekamen die Rückseiten der Lampengehäuse eine Schicht Metallic-Farbe. Auch hierfür eignet sich ein Zahnstocher zum Aufbringen der Farbe. Den Glaseinsätzen habe ich mit einem schwarzen Edding eine Gummidichtung spendiert. Außerdem habe ich die Leuchtkörper, die sich später vor dem Schlusslicht befinden, von hinten mit einem roten Filzstift bearbeitet. Zum Schluss werden, nachdem alles gut durchgetrocknet ist, die Glaskörper wieder in das Gehäuse gesteckt und mit einem weichen Hölzchen eingedrückt, um sie nicht zu zerkratzen.



Zu guter Letzt habe ich die Führerstands-Inneneinrichtungen noch ein wenig mit Farbe bearbeitet und in Führerstand 1 hat ein Lokführer Platz genommen.







Zum Soundprojekt:
Dieses basiert selbstverständlich auf dem ESU-Projekt S0042. Es wurden aber ein paar kleine Anpassungen gemacht.
Die Funktionstasten habe ich nach meinen Vorstellungen belegt. Dabei lässt sich jetzt auch das Licht ähnlich der Märklin-Logik wagenseitig abschalten. Die Führerstandsbeleuchtungen werden über nur eine Funktionstaste geschalten, wechseln mit der Fahrtrichtung und schalten sich bei Fahrt automatisch aus. Auf die manuelle Motordrehzalregelung habe ich verzichtet. Stattdessen hat die Lok jetzt die von anderen neueren ESU-Projekten bekannten Funktionen Lastbetrieb und Leerlauf. Als letztes habe ich wieder einige Ansagen und Nebengeräusche geändert und alle Einzelsound-Lautstärken der Lok angepasst.




Jetzt interessiert mich eure Meinung. Wie gefallen euch die Berichte? Sind sie zu lang, zu kurz oder gibt es etwas anderes, was ich noch verbessern könnte? Ich bin auf euer Feedback gespannt.

Jetzt wünsche ich euch erst einmal ein schönes sonniges Wochenende.
Liebe Grüße Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 18.02.2022 | Top

Preview: Märklin Serie 1600

#4 von Max H , 18.02.2022 14:28

Hallo ihr Lieben,

entgegen meiner üblichen Vorgehensweise habe ich für die Fahrzeuge, welche ich euch diese Woche vorstellen möchte, das Video einmal zuerst fertig. Den Bericht dazu werde ich am Wochenende schreiben. Es geht um eine Zuggarnitur, welche innerhalb meines Fahrzeugparks in vielerlei Hinsicht aus der Reihe tanzt: Eine niederländische Elektrolok der Serie 1600 mit ihrem Reisezug.

Hier ein erstes Foto und, wie angekündigt, das kleine Fahrvideo.




Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.


LG Max

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zuletzt bearbeitet 18.02.2022 | Top

Umbau: Märklin Serie 1600

#5 von Max H , 19.02.2022 18:25

Hallo liebe Forengemeinde,

wie schon im vorherigen Beitrag angekündigt soll heute eine für mich eher ungewöhnliche Zuggarnitur das Thema sein. Es handelt sich um eine niederländische Serie 1600 und Wagen für den IC+ der NS.
Zunächst einmal einige Impressionen:







Auch zu dieser Zuggarnitur gibt es für mich eine kleine Vorgeschichte. Vor vielen Jahren schenkte mir mein Vater zum Geburtstag das Märklin Wagenset 42643. Da ich Verwandtschaft in den Niederlanden habe, bedeutete mir dieses Geschenk sehr viel. Allein zu meinen restlichen Fahrzeugen passt es natürlich nicht, sodass ich beschloss, diesen Zug lediglich in die Vitrine zu stellen. Es fehlte aber noch eine passende Lok mit einfacher Ausstattung. Auserkoren habe ich hierfür die Serie 1600 aus der Startpackung 29256. Wagen, Gleise und MS2 aus der Packung wurden anderweitig verwendet und so stand der Zug mit Lok und 3 Wagen lange Zeit in der Vitrine.
Als ich mich letztes Jahr etwas mit der Umprogrammierung der werkseitig auf Märklin-Decoder eingespielten Sounds beschäftigte, nutzte ich die 1600 als Versuchsobjekt. Dabei fiel mir auf, dass die Lok trotz lediglich einer Soundfunktion einen vollwertigen Sounddecoder besitzt. Dieser Umstand hat mich letztendlich doch dazu veranlasst, die Zuggarnitur anlagentauglich herzurichten und etwas aufzuwerten. Trotzdem hat sie innerhalb meines Fuhrparks weiterhin eine Sonderstellung, was an mehreren Gründen liegt. Zum einen ist es natürlich das Vorbild, was in keiner Hinsicht zu meinen sonstige Fahrzeugen passt. Zum anderen ist die 1600 meine einzige Lok, welche noch einen HLA besitzt und diesen wohl auch behalten wird. Auch die Wagen sind meine einzigen noch verblieben 1:100 Fahrzeuge.

Nun aber zum eigentlichen Umbau. Dieser ist, zumindest was die Wagen angeht, noch nicht vollständig abgeschlossen. Mittlerweile ist der Zug um die Märklin Artikel 42641 und 42642 auf 5 Wagen gewachsen und somit muss ich erst noch alle Wagen an den bereits fertigen BKD-Wagen angleichen. Diesen aber möchte ich hier vorstellen. Als Inspiration diente mir diese Website, welche allerdings auf niederländisch ist. Sie zeigt aber sehr schön die Unterschiede zwischen den einzelnen Wagen, insbesondere im Innenraum.

BKD-Wagen 50 84 82-70 001-2

Los geht es mit dem BKD. Diesen gab es im Original nur ein einziges Mal und er lief meist in der Zugmitte. Durch seinen Gepäckraum eignete er sich aber besser zum Einbau eines Funktionsdecoders als die anderen Wagen, weshalb er bei mir am Zugschluss läuft. Er bekam eine Zugschlussbeleuchtung, Innenbeleuchtung, eine Strom führende Kupplung sowie Stromzuführung und Decoder. Außerdem habe ich die Inneneinrichtung farblich etwas an die Vorbildfotos auf zuvor erwähnter Website angepasst und einfache Figuren eingesetzt.




Die beiden unterschiedlichen Seiten des BKD-Wagens. Hinter den 3 Bullaugen war übrigens im Original das Kinderabteil.



Die Schlussleuchten wurden aufgebohrt, mit UV-Kleber ausgegossen und von hinten mit rotem Filzstift angemalt. Hier im Vergleich mit einem noch nicht umgebauten Wagen. Hinter die Übergangstüren habe ich Fensterfolie von Auhagen geklebt.



Die dem Zug zugewandte Wagenseite.



Ein Blick in den Innenraum.

Kurz ein Wort zur Technik: Der Decoder ist ein mLD3, Art.Nr. 60982. Dieser war vorher in einer anderen Lok als Fahrdecoder eingebaut und wurde bei deren Umbau auf Sound frei. Er liegt flach auf dem Boden des Gepäckraums und ist diesem in der Farbe angepasst. An den Decoder sind Innen- und Schussbeleuchtung direkt angeschlossen. Die Strom führenden Kupplungen und somit die Innenbeleuchtung der restlichen Wagen werden über ein ESU Miniaturrelais geschaltet, welches wiederum vom Decoder geschalten wird. Diese Ansteuerung der Innenbeleuchtung hat sich bei mir bewährt, da hierdurch die Decoder geschützt werden und die Innenbeleuchtung auch durch mehrere Schleifer versorgt werden kann. Auch das Relais sitzt im Gepäckraum und ist mit Farbe getarnt. Stromzuführung und Strom führende Kupplungen sind die von Märklin für diesen Wagentyp vorgesehenen Produkte. Für eine bessere Stromaufnahme besitzt jedes Drehgestell seine eigene Massefeder.
Für die Schlussbeleuchtung habe ich 1,8mm rote LED verwendet, welche von hinten in die ausgebohrten Öffnungen der Schlussleuchten eingeklebt sind. Sie bekamen wieder den obligatorischen Stecker, um das Gehäuse abnehmen zu können.


Die Schlussbeleuchtung in Betrieb.



Der Wagen mit eingeschalteter Innenbeleuchtung.


Lokomotive 1652








An der Lok habe ich äußerlich nichts verändert. Mein Fokus lag hier auf der Technik. Zunächst hat die Maschine eine Führerstandsbeleuchtung erhalten. Sie besteht aus Abschnitten der Waggon-Innenbeleuchungen. Zwar ist die Einrichtung der Führerstände sehr rudimentär, aber mit etwas Farbe und einer einfachen Lokführerfigur macht das schon einen netten Effekt.




Hier noch zwei Bilder mit eingeschalteter Beleuchtung. Die Frontbeleuchtung besitzt gelbe LED, was für diese Lokbaureihe wohl vorbildgerecht ist.






Was mich aber eigentlich an diesem Umbau der Lok reizte war die Soundprogrammierung. Da der originale Decoder in der Lok verbleiben sollte, war eine Programmierung auf Basis des ursprünglichen Soundprojekts erforderlich. Dazu muss natürlich das Märklin Decodertool mit der entsprechenden Geräuschbibliothek genutzt werden. Hierfür habe ich mir einige Sounds selbst erstellt und der Bibliothek hinzugefügt. Mit ein wenig Übung funktioniert das sogar bei den Motorgeräuschen. Auf diese Weise ist ein komplett neues Decoderprojekt mit 32 Funktionen entstanden, von denen ich auf einige nochmal eingehen möchte:

f2: Fahrgeräusch: Die Märklin Soundbibliothek beinhaltet bereits ein recht gutes Fahrgeräusch der NS Serie 1700, welche mit der 1600 eng verwandt ist. Dieses habe ich als Basis genutzt, das fehlende Pantographengeräusch hinzugefügt und den Lüfter bei Fahrt extrahiert. Dieser lässt sich jetzt mit f1 auch im Stand einschalten, springt aber weiterhin bei Fahrt automatisch an.

f5/f6: SIFA bzw. Totmannschalter: Diese Funktion ist komplett funktionstüchtig, ich werde sie wohl demnächst auch mal in einem eigenen Thread unter Digital vorstellen.

f14: Dynamische Bremse: Die Funkionstaste ist notwendig, damit f15 auch im Führerstandsmodus der CS2/CS3 funktioniert.

f15:Zugbremse: Abgeschaut von der Bremsfunktion der ESU-Decoder. Die Taste bremst den Zug auch bei aufgedrehtem Regler ab. Anlegen und Lösen der Bremse sind im Video gut zu hören.

f17-f19: ATB-Funktionen: In den Niederlanden gibt es das Zugsicherungssystem ATB. Es zeigt dem Lokführer die maximale Geschwindigkeit seines Streckenabschnitts und löst bei deren Überschreitung eine Zwangsbremsung aus. Die drei Funktionen f17-f19 simulieren typische Geräusche, welche das ATB-Gerät von sich gibt.

Die komplette Funktionstabelle ist im Übrigen in der Beschreibung des Videos auf YouTube zu finden.

Der Vollständigkeit halber stelle ich hier nochmal das Video aus dem letzten Beitrag ein.



Das war es für diese Woche von meiner Seite aus. Ich wünsche euch allen einen schönen Abend.

Freundliche Grüße
Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 19.02.2022 | Top

RE: Umbau: Märklin Serie 1600

#6 von Beschwa , 19.02.2022 22:10

Hallo Max,

schöne Artikelserie.
Saubär fotografiert und beschrieben.
Sehr gerne mehr davon.


Grüßle
Bernd


Max H hat sich bedankt!
 
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Umbau: PIKO Senftöpfe

#7 von Max H , 06.03.2022 17:10

Hallo ihr Lieben,

@Beschwa Vielen Dank für deinen Besuch hier. Schön, dass es dir gefällt. Ich bin selbst ein großer Fan solcher Umbau-Threads hier im Forum und hole mir auch oftmals Tipps und Inspirationen daraus. Ein wenig davon möchte ich hier gern wieder zurück geben.

Nachdem ich letzte Woche aufgrund einer Corona-Quarantäne leider keinen Umbaubericht schreiben konnte, möchte ich dieses Wochenende damit wieder einsteigen. Dieses Mal geht es um eine Garnitur PIKO Senftöpfe, Art.Nr. 57622 und 57623. Insbesondere am Steuerwagen wurde dabei eine größere Anzahl an Veränderungen vorgenommen, weshalb ich hauptsächlich auf diesen eingehen möchte. Die Arbeitsschritte, welche auch den Mittelwagen betreffen, wurden analog zu denen am Steuerwagen ausgeführt. Vom Umbau direkt habe ich leider keine Bilder, alle hier gezeigten Fotos zeigen den aktuellen Stand.

Zunächst ein Bild der kompletten Garnitur. Es zieht bzw. schiebt eine PIKO BR 243.

An der Lok wurde bis auf die farblich etwas überarbeiteten Führerstände inklusive Lokführerfigur nichts verändert. Ich habe lediglich noch den Decoder gegen einen ESU LokSound 5 getauscht und das Soundprojekt etwas angepasst.

Nun zu den Wagen:
Basis dazu sind die bereits verlinkten Hobby-Wagen 57622 und 57623. Diese haben ja bekanntlich einige Vereinfachungen, insbesondere bei den Drehgestellen und der Bedruckung. Vor einigen Jahren gekauft, standen sie, wie viele meiner Fahrzeuge, lange in der Vitrine und ich suchte nach einer zündenden Idee um sie zu verbessern. Dann fiel mir die detailliertere Classic-Ausführung dieser Wagen in die Hände. Ein Steuerwagen und ein Mittelwagen, allerdings mit stak beschädigten Gehäusen. Der Vorbesitzer hatte eine Innenbeleuchtung mit Glühlampen eingebaut, welche zur Verformung der Gehäuse führte. Da aber die bedruckten Fenstereinsätze unbeschädigt waren, habe ich die Wagen als Bastelware erworben. Anschließend ging es ans Zerlegen. Da die Fenstereinsätze bei den Hobby-Wagen eingeklebt sind, muss man ganz schön aufpassen um nichts zu beschädigen. Letztendlich sind mir die Einsätze zwar doch an einigen Stellen zerbrochen, allerdings nur die Stege zwischen den Fenstern. War alles zerlegt und gereinigt, habe ich die bedruckten Fenster der Classic-Wagen mit UV-Kleber in die Gehäuse der Hobby-Wagen geklebt.





Anschließend wurden die Drehgestelle der Wagen getauscht. Bei den Classic-Wagen sind die Luftbehälter an den Drehgestellen mit dargestellt und am Steuerwagen findet sich ein Indusimagnet. Beides fehlt an den Hobby-Fahrzeugen. Als Radsätze wurden solche von Märklin eingebaut. Sie haben zwar höhere Spurkränze, dadurch laufen die Wagen aber absolut sicher über jegliche Weichenkombinationen.

Weiter geht es mit den Stirnseiten. An der Seite mit der Gummiwulst habe ich einige farbliche Anpassungen vorgenommen. Die Schlusslichtattrappen, welche ich übrigens vom Hobby-Wagen beibehalten habe, wurden mit rotem Filzstift von hinten bemalt. Wo diese Teile einmal ausgebaut waren, habe ich den Türfenstern an den Wagenübergängen schwarze Gummidichtungen mittels Edding verpasst. Die Griffe an den Türen wurden silbern lackiert. Auch die Fuge zwischen den Türflügeln wurde schwarz eingefärbt. Zu guter Letzt habe ich noch das Kabel der Zugsammelschiene in schwarz abgesetzt.
Die Führerstandsseite hat ebenfalls einige Veränderungen erfahren. Neben der kompletten Zurüstung mit Bremsschläuchen, Griffstangen und Scheibenwischern habe ich die klobigen, ursprünglich silbernen Lampenringe des PIKO-Modells in Wagenkastenfarbe lackiert. Diese sind nämlich bei einigen Wagen ebenfalls mit lackiert gewesen. Hierfür ist übrigens Ocker matt, Revell Nr. 88 der perfekte Farbton.
Generell habe ich mich beim Umbau der Senftöpfe nicht an die absolut korrekte Darstellung einer bestimmten Lieferserie dieses Wagentyps gehalten. Vielmehr habe ich mir aus den vielen Details der Vorbilder meinen "individuellen" Wagen zusammengestellt.
Bestes Beispiel hierfür ist wohl das Signalhorn, welches ich dem Wagen verpasst habe. Dieses gab es meines Wissens nach nur bei einigen wenigen Fahrzeugen der älteren Lieferserien. Ich habe bisher jedenfalls nur ein einziges Foto davon gefunden. Jedoch wirkt das Fahrzeug meines Erachtens dadurch etwas filigraner und unterscheidet sich einfach von einem im Handel erhältlichen Modell. Das Horn selbst stammt übrigens von einer ROCO V100 Ost.







Nun möchte ich zum Innenleben des Wagens kommen. Noch bevor irgendwelche Technik eingebaut wurde, habe ich die Inneneinrichtung farblich angepasst.
Das betrifft auch den Führerstand. Darin hat anschließend auch ein Lokführer Platz genommen.




Bitte entschuldigt die Fingerabdrücke auf den Fenstern, die Kamera ist bei so etwas bekanntlich erbarmungslos.

Das war's mit dem Sichtbaren, weiter geht's mit der Technik. Zunächst musste der Wagen vermärklinisiert werden. Der verwendete Schleifer stammt von einem Hobbytrade Dosto und passt perfekt unter das hintere Drehgestell. Genauso verhält es sich mit den Massefedern, welche der Fachhändler meines Vertrauens paarweise anbietet und von denen ich daher den Hersteller nicht kenne. Vielleicht kann da ja jemand anhand der Bilder weiterhelfen. Die schwarzen Kunststoffplatten auf den Massefedern stammen übrigens vom originalen Beleuchtungsset von PIKO, welches ich für die Spitzen- und Schlusslicht verwendet habe.



Diesen Beleuchtungssatz kann man relativ einfach digitalisieren. Auf der Platine muss nur die Analogbrücke rausgebrochen werden, hierfür gibt es sogar eine Sollbruchstelle. Der Funktionsdecoder, in meinem Fall ein ESU LoPi 5 FX, Art.Nr. 59210, wird dann nur noch an den reichlich vorhandenen Lötpads auf der Platine angeschlossen.
Neben der Spitzen- und Schlussbeleuchtung hat der Wagen noch weitere Lichtfunktionen erhalten. Er bekam eine Führerstandsbeleuchtung, Innenbeleuchtung und eine Strom führende Kupplung. Diese wird wieder über das Miniaturrelais 51963 geschalten. Zuletzt habe ich noch das Licht in der Toilette an einem separaten Funktionsausgang angeschlossen. Inwieweit dieses Licht beim Original einzeln schaltbar war, kann ich nicht beurteilen. Zur Zeit liegt es auf der selben Funktionstaste wie die Innenbeleuchtung, aber zumindest halte ich mir so die Option für später frei.

Hier noch ein paar Bilder des Steuerwagens auf dem Testgleis im Wohnzimmer:








Wie auf dem letzten Bild zu sehen ist, muss der Wagen noch mit Fahrgästen bevölkert werden.

Das soll es für heute gewesen sein von mir. Ich wünsche euch allen noch ein schönes Rest-Wochenende.
Nächste Woche wird es wieder etwas moderner, geplant ist die Vorstellung meines LINT 27 von Märklin.

Bis dahin, bleibt gesund
LG Max


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Umbau: Märklin BR 640 mit FIS-Ansagen

#8 von Max H , 23.03.2022 11:17

Guten Morgen ihr Lieben,

nun ist es doch schon wieder über 2 Wochen her, dass ich in meinem letzten Beitrag den Umbau meines Märklin LINT 27 angekündigt habe.
Genau um dieses Fahrzeug soll sich jetzt aber der heutige Bericht drehen. Ganz fertig ist der Umbau allerdings noch nicht, es fehlen noch ein paar kleine Details. Aber dazu später mehr.
Noch eine kleine Vorwarnung: Da ich an der Optik des Zuges kaum etwas verändert habe, wird dieser Bericht diesmal sehr textlastig.

Zunächst einmal wieder eine kleine Vorgeschichte:
Ich bin in den 2000er Jahren aufgewachsen und daher ist verkehrsrot natürlich die Farbe, welche meine jugendlichen Erfahrungen mit der Eisenbahn nachhaltig geprägt hat. Daher sind neben dem Sammelschwerpunkt "Deutsche Reichsbahn" mittlerweile auch einige Fahrzeuge der Epochen V und VI zusammengekommen. Nachdem ich früher die Fahrzeuge etwas willkürlich ausgesucht habe, versuche ich seit ein paar Jahren ein System hineinzubekommen und auch die Sammlung moderner Züge auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren. Und was würde sich da besser anbieten, als die Region in der ich lebe. Daher beschränke ich mein modernes Rollmaterial seit einigen Jahren auf Fahrzeuge, welche im Zeitraum von 2000-2015 in Sachsen unterwegs waren. Dabei steht meine Heimatstadt Dresden natürlich im Mittelpunkt, aber ab und an sind auch Ausreißer aus anderen sächsischen Regionen und dem südlichen Brandenburg mit dabei.

Jetzt kann man sich fragen, was dieses Thema mit einem LINT 27 zu tun hat. Ursprünglich wollte ich dieses Fahrzeug gar nicht behalten. Es hat eine sehr einfache Ausstattung, keine Inneneinrichtung und passt auch nicht zum von mir gewählten Thema. Ich dachte immer, dass in Sachsen keine 640er eingesetzt wurden, aber dann fand ich Fotos, die neben einigen Überführungsfahrten im Raum Chemnitz auch einen Planeinsatz der 640er zwischen Leipzig und Geithain zeigten. So hat mich dieses Bild dazu bewegt, den LINT zu behalten und etwas zu verändern.

Nun aber zum Modell:
Ausgangsprodukt ist der Märklin-Artikel 36640. Es ist ein Modell aus dem StartUp-Segment, welches aber in Form und Bedruckung wirklich was her macht. Nur die getönten Scheiben, bedingt durch die Technik im Innenraum, sind natürlich ein Kompromiss, den man eingehen muss. Allerdings hat auch das Vorbild recht stark getönte Scheiben, sodass das Fehlen einer Inneneinrichtung und -beleuchtung nur bei einem möglichen Nachtbetrieb auffällt. Ich habe jedoch schon sehr früh entschieden, dass der Fokus beim Umbau eher auf dem Sound und dem digitalen Spielwert als auf der Optik liegen soll.
Hier kommt der Punkt, an dem der Umbau noch nicht abgeschlossen ist. Analog zu dem oben verlinkten Bild soll das Fahrzeug ein neues Zugziel (RB Geithain) und das sächsische Wappen unter dem Führerstandsfenster erhalten, was es dann endgültig zu einem Leipziger Fahrzeug machen soll. Dafür werde ich mir aber noch Decals erstellen lassen müssen.
Das Einzige, was optisch bereits verändert wurde, sind die Führerstände. Sie haben wieder ein wenig Farbe bekommen, Bildschirme und Bedienelemente sind farblich abgesetzt und auf einer Seite sitzt ein Triebfahrzeugführer.



So viel zur Optik, weiter mit der Technik.
Wie auch schon die Serie 1600 hat der 640 werkseitig einen mSD3 Seriendecoder, den man nach einem Firmware-Update mittels CS2/CS3 auch soundmäßig verändern kann. Daher befindet sich im Fahrzeug immer noch der Originaldecoder. Auch den ursprünglichen Lautsprecher habe ich, nachdem ich die Schallkapsel zum Gehäuse hin abgedichtet habe, im Fahrzeug belassen. Hardwaremäßig hinzugekommen ist ein Powerpack, welches dank der fehlenden Inneneinrichtung recht groß ausfallen konnte. Neben der verbesserten Stromaufnahme sorgt dieses zeitgleich noch für ein etwas ausbalancierteres Fahrzeuggewicht.
Darüber hinaus wurden, wieder anhand des Vorbildfotos, die gelben LED der Zugzielanzeige gegen baugleiche Grüne getauscht.



Alle weiteren Änderungen betreffen ausschließlich die Einstellungen des Decoders.

Das mDT-Soundprojekt basiert natürlich auf dem 36640-Projekt von der Märklin Website. Anders lässt es sich ja nicht auf den Originaldecoder übertragen.
Bis auf das Geräusch der Türen ist jedoch davon nichts übriggeblieben, ich habe viele Sounds verändert oder neu erstellt.
Wie bei der 1600 möchte ich hier zu einigen Funktionen noch etwas ins Detail gehen:

f1: Zugzielanzeige: Die Zugzielanzeige ist bereits werkseitig an einen eigenen Funktionsausgang (AUX 3) angeschlossen, jedoch nur gemeinsam mit dem Spitzenlicht schaltbar. Das kann man mittels Central Station relativ einfach ändern und hat ohne großen Aufwand eine schaltbare Lichtfunktion mehr.

f2: Fahrgeräusch: Im Märklin-Werkszustand hört man beim Motorstart fälschlicherweise 2 Motoren, obwohl der 640 ein einmotoriges Fahrzeug ist. Ich habe ein wenig mit der Soundbibliothek herumprobiert und dies korrigieren können.

f6: Türen öffnen/schließen: Die Funktion ist nur im Stand aktiv und sperrt gleichzeitig den Motor gegen unbeabsichtigtes Losfahren mit geöffneten Türen.

f12-f19: Fahrgast-Informationssystem: Diese Funktionen bringen dem Fahrzeug den angesprochenen Spielwert. Sie basieren auf den von Märklin schon einige Male verwendeten Multibahnhofsansagen, ergänzt durch einige Sonderansagen. Für einen Dieseltriebwagen im Leipziger Raum eignet sich hierfür die RB113 Leipzig-Bad Lausick-Geithain ideal. Diese Linie wird zwar im Vorbild mit BR 641 bedient, dies ist aber einer dieser im ersten Beitrag angesprochenen Kompromisse, welche ich gerne eingehe. Die 640er sind u.a. auf der Strecke Leipzig-Borna-Geithain unterwegs gewesen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Max Berger für die Erlaubnis zur Nutzung seiner FIS-Aufnahmen.

Einen Link zum YouTube-Kanal von Max findet ihr hier.

Das FIS setzt sich wie folgt zusammen:
- f12: Begrüßungsansage
- f13: fortlaufende Stationsansage mit Zusatzansage Bedarfshalt
- f14: fortlaufende Stationsansage mit Ansage Ausstieg links
- f15: fortlaufende Stationsansage mit Ansage Ausstieg rechts
- f16: Zusatzansage Höhenunterschied zwischen Zug und Bahnsteig
- f17: Zusatzansage Verzögerung durch Anschlussreisende
- f18: Zusatzansage Verzögerung durch außerplanmäßigen Halt
- f19: Zusatzansage Schienenersatzverkehr durch Bauarbeiten

Alle FIS-Funktionen meines Modells könnt ihr in diesem Video hören:



Die vollständige Funktionstabelle ist wieder in der Videobeschreibung hinterlegt.

Soweit zum LINT 27.
Als nächstes kommt mal wieder eine Dampflok, es wird um die BR 75.4 gehen.

Bis dahin, liebe Grüße

Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 28.03.2022 | Top

Umbau: Märklin BR 75.4

#9 von Max H , 25.03.2022 08:40

Guten Morgen,

nachdem vor ein paar Wochen bei Märklin die neue Bundesbahn-75.4 ausgeliefert wurde, möchte ich euch heute das Reichsbahn-Pendant vorstellen. Das Modell der 75 1116 ist im Jahr 2020 erschienen und hat die Artikelnummer 39758. Es entspricht bis auf die Bedruckung exakt der dieses Jahr vorgestellten BR 75.
Unterwegs ist die Reichsbahn-75 mit dem von Märklin zur Lok vorgesehenen Einheits-Abteilwagenset 46395, ergänzt durch einen Fleischmann Pwi-23, welchen ich wie auch die Lok ein wenig verändert habe. Diesen Wagenpark teilt sich die Maschine bei mir mit der hier bereits vorgestellten BR 74.



Bevor es um die Lok geht noch ein kurzes Wort zu den Wagen:
Der Fleischmann-Pwi entspricht in der Farbe des Wagenkastens und des Daches fast exakt der Farbe der Märklin Wagen. Was allerdings störte, waren die goldenen Umrahmungen an einigen Fenstern. Diese habe ich mit einem Skalpell abgeschabt. Weil ich den Wagen schon einmal zerlegt hatte. habe ich auch gleich die Inneneinrichtung etwas aufgemotzt.
Zudem habe ich bei allen Wagen die Griff- und Haltestangen mit schwarzem Edding nachgezogen, was sie etwas plastischer wirken lässt. Bei den Sitzwagen habe ich außerdem die Stirnkanten der Dächer mit Revell Panzergrau eingefärbt. Noch zu erledigen ist der Umbau der Fenstereinsätze an den Sitzwagen, damit nicht bei allen Wagen das gleiche Fenster offen steht.





Jetzt aber zur Lok:
Die meisten Veränderungen habe ich hier im Bereich des Führerstandes und der Technik vorgenommen. Äußerlich ist die Lok wieder mal fast unberührt. Hier ein paar Impressionen:

















Auf dem letzten Bild sieht man gut, was im Bereich des Führerstandes verändert wurde. Ich habe die Bedienelemente und Armaturen farblich gestaltet, Lokführer und Heizer eingebaut und die Maschine bekam eine Führerstandsbeleuchtung.
Nun aber zur wichtigsten Veränderung: Dem Sound! Hier war von Anfang an klar, dass etwas getan werden muss. Zuerst habe ich den Lautsprecher getauscht. Der winzige Originallautsprecher, der zudem keine Schallkapsel besitzt, ist wirklich eine Frechheit für eine Dampflok mit einer UVP von fast 400€. Nach etwas Herumprobieren habe ich mich dazu entschieden, an die Stelle des alten Lautsprechers einen Zuckerwürfel von ESU einzubauen. Dazu habe ich eine Öffnung in die Abdeckplatte im Führerstand geschnitten und die Schallkapsel so zusammengebaut, dass sie knapp unterhalb des Führerstandsfensters endet. Kaschiert wurde das ganze mit der Heizerfigur, welche ich direkt auf die Schallkapsel geklebt habe. Das Ergebnis allein dieses Schrittes ist absolut lohnenswert, wenngleich der kleine Zuckerwürfel nicht die Tiefen größerer Lautsprecher wiedergeben kann. Verglichen mit dem Ursprungszustand ist aber auch dies eine große Verbesserung.
Neben dem Lautsprecher habe ich auch wieder das Soundprojekt verändert. Der Originaldecoder verblieb wieder in der Lok.
Außer der Lokpfeife sind alle Geräuschdateien aus der Märklin Soundbibliothek. Auch das in meinen Augen sehr schöne Fahrgeräusch ist direkt von Märklin, obwohl ich nicht nachvollziehen kann, warum es bei Serienmodellen nicht öfter genutzt wird. Ausgewählt habe ich die Geräusche, indem ich mir Filme der Museumslok 75 1118 anschaut und für die jeweiligen Betriebsgeräusche das am besten passende Soundfile gewählt habe. Nur bei der Pfeife habe ich nichts passendes gefunden, daher habe ich eine Originalaufnahme der sehr ähnlich klingenden 99 6001 bearbeitet und eingefügt.
Abschießend natürlich noch das Video mit einer kleinen Sounddemonstration. Die Funktionstabelle ist wie üblich in der Videobeschreibung.



Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Euer Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 25.03.2022 | Top

Umbau: Märklin BR 187 - Teil 1

#10 von Max H , 28.03.2022 13:17

Märklin BR 187 - Teil 1: Optik und Hardware

Hallo ihr Lieben,

wie ihr anhand des Titels des Beitrags schon erkennen könnt, dreht sich bei meinem Umbaubericht für diese Woche alles um Märklins BR 187. Da die vorgenommenen Veränderungen an der Lok doch etwas umfangreicher ausgefallen sind, werde ich euch den Umbau in zwei Teilen präsentieren. Beginnen werde ich mit der Optik und den technischen Veränderungen, welche die Hardware der Lok betreffen. Im zweiten Teil geht es dann um das Decoderprojekt, welches wieder eine besondere Spielfunktion enthält.




Mit diesem Zug wird die Lok bei mir unterwegs sein. (Märklin 48063/48052/48065)


Optik:

Ausgangsmodell ist die 187 109-4 mit der Märklin Artikelnummer 36630. Die gezeigten Umbauten funktionieren aber selbstverständlich bei allen Märklin 187/147 der 36XXXer Serie.
Als "Einsteigermodell" schaut die Maschine schon werkseitig gar nicht mal schlecht aus. Vor allem die Lackierung und Bedruckung kann sich sehen lassen. Ich bin allerdings kein Fahrzeugexperte, sodass ich eventuelle Abweichungen vom Vorbild sowieso nicht entdecken würde.
Andererseits entspricht die technische Ausstattung natürlich nicht dem Stand eines Profi-Modells. Zu Bemängeln sind hier insbesondere die etwas klobigen Pantographen und die fehlende Kurzkupplungskinematik. Zudem ist die Maschine - im Vergleich zu heutigen E-Lok Neukonstruktionen - eher spärlich mit Lichtfunktionen ausgestattet.

All diese Punkte kann man aber mit durchaus einfachen Mitteln verbessern, dabei ist es ja jedem selbst überlassen, wie viel an der Lok verändert wird. Ich habe mit meinem Umbau versucht, das Gesamtbild der Lok ein wenig zu verbessern, den Spielspaß weiter zu erhöhen, die Betriebssicherheit und Robustheit dieser Lok jedoch nicht zu beeinträchtigen. Besonders aufgrund des letzten Punktes habe ich mich dazu entschieden, die originalen Stromabnehmer auf der Lok zu belassen. Gegebenenfalls werde ich zu einem späteren Zeitpunkt die Federspannung der Pantos reduzieren, damit sie im abgesenkten Zustand etwas tiefer liegen.







Einen anderen der oben angesprochenen Makel habe ich mir jedoch zu Herzen genommen. Die Lok hat werkseitig in gekuppeltem Zustand einen riesigen Pufferabstand zum nächsten Fahrzeug. Dies liegt zum einen an der fehlenden Kurzkupplungskinematik, zum anderen wurde von Märklin eine recht lange Kupplungsaufnahme verbaut. Da der Einbau einer Kinematik natürlich sehr aufwändig wäre, habe ich mich dazu entschieden, die Kupplungsaufnahme nach dem Vorbild des Umbaus von HGH gegen das Ersatzteil E345760 zu tauschen. Die Anleitung auf der Website von HGH findet ihr hier. Durch diese kleine Maßnahme ergibt sich bereits ein bedeutend kleinerer Kuppelabstand, mit dem sogar die Fahrt durch R1 problemlos möglich ist. Zu erwähnen ist nur noch, dass man an dem in den Schacht eingesteckten Kurzkupplungskopf die Rastnasen um ca. 0,5mm hinten abfeilen muss, damit sich die Kupplungsaufnahme problemlos um ihren Drehpunkt bewegen kann.





Kommen wir neben dem Kuppelabstand zu weiteren optischen Veränderungen:
Wie bei allen bisher hier vorgestellten Modellen habe ich die Führerstandsinneneinrichtungen neu eingefärbt und ein paar Details farblich hervorgehoben. Außerdem sitzt wieder ein Lokführer in Führerstand 1. Auf eine Führerstandsbeleuchtung habe ich bei diesem Modell verzichtet, da man die LED aufgrund der niedrigen Dachhöhe durch die Frontscheibe hindurch sehen würde.
Weiterhin hat der Indusimagnet deinen silbernen Anstrich erhalten. Wer möchte, kann auch noch die Bremsscheiben an den Rädern farblich hervorheben. Dies werde ich bei meiner Maschine zu einem späteren Zeitpunkt wohl auch noch umsetzen.

Hardware:

Wie schon bei anderen Fahrzeuge habe ich auch bei dieser Lok einen neuen Lautsprecher verbaut. Diesmal handelt es sich um einen Zimo LS26X20X08, welchen ich mit ein wenig Fräsen und viel UV-Kleber in den Kasten zwischen den Drehgestellen eingebaut habe. Außerdem habe ich die Maschine um eine weitere Lichtfunkion ergänzt. Da eine Führerstandsbeleuchtung nur schwer zu realisieren wäre, habe ich mich für den Einbau des Fernlichts entschieden. Inspiration dazu gab mir dieses Video, bei dem man auch Lichtfarbe und -intensität sehr gut sehen kann.





Tatsächlich sind beim Märklin-Modell sowohl auf den Beleuchtungsplatinen als auch auf der Hauptplatine die Lötpads für LEDs und Widerstände schon vorgesehen, man muss sie nur noch bestücken. Angeschlossen habe ich das Fernlicht auf AUX 3 bzw. 4 und die Funktion in Abhängigkeit vom normalen Spitzenlicht und der Fahrtrichtung auf f1 gemappt.

Das war schon ein erster kleiner Blick in Richtung Decoderprojekt. Mit diesem geht es dann im nächsten Beitrag weiter.
Ich wünsche euch allen eine schöne Woche und bleibt gesund.

Liebe Grüße
Max


LG Max

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zuletzt bearbeitet 28.03.2022 | Top

Umbau: Märklin BR 95 & Silberlinge

#11 von Max H , 13.05.2022 09:55

Guten Morgen liebes Forum,

jetzt hat es doch über einen Monat gedauert bis ich wieder einen Beitrag hier veröffentliche. Ursprünglich war ja der zweite Teil zur BR 187 geplant, jedoch hatte ich einfach keine Muße das Soundprojekt für die Lok endgültig fertigzustellen. Untätig war ich aber dennoch nicht und so musste im letzten Monat meine BR 95 einiges über sich ergehen lassen. Hier mein Bericht zu den vorgenommenen Veränderungen:



Eine Märklin-95er ist bei mir schon seit dem Erscheinen des Clubmodells 2016 heimisch. Das war natürlich die Bundesbahn-Variante und der damalige Plan war es, diese Maschine zur Museumslok 95 027 umzubauen. Da hierfür aber zu viele Details (Rauchkammertür, Luftpumpe etc.) nicht gestimmt hätten, habe ich dieses Vorhaben erstmal auf Eis gelegt. Mit Ankündigung der Öl-95 im Jahr 2019 wurde dann ein neuer Versuch unternommen. Man könne ja Führerhaus und Tenderaufsatz gegen die Teile der kohlegefeuerten Maschine tauschen, so dachte ich damals. Allerdings verging bekanntlich von der Ankündigung bis zur Auslieferung der Lok über ein Jahr und genau in dieser Zeit schwankte mein Interesse weg von Museumsdampfloks und hin zu den "echten" Maschinen der Epochen III und IV. Somit kam es, wie es kommen musste: Ich verkaufte das Insidermodell und holte mir stattdessen die Reichsbahn-Maschine. Und ab da stand sie nun bei mir in der Vitrine und wartete vergebens auf einen Anlageneinsatz. Ganz still stand die Maschine in dieser Zeit allerdings nicht, denn sie war mein Versuchskaninchen für das Verändern der Märklin-Werkssounds. Glücklicherweise hat der Decoder diese Prozedur unbeschadet überstanden und seit 3 Wochen hat die Lok nun ihr (hoffentlich) endgültiges Soundprojekt.
Übrigens habe ich das dazu angebotene Wagenset 43147 damals nicht mit gekauft. Ich fand es albern, dass Märklin zu einer DR-Maschine ein Set mit DB-Wagen empfiehlt. Eine kleine Internetrecherche hat mich allerdings eines Besseren belehrt, das Vorbild des E 2002 ist tatsächlich regelmäßig in dieser Konstellation unterwegs gewesen, sowohl mit 2 Silberlingen als auch nur mit einem. Auch habe ich Fotos von einer BR 119 vor dem Zug gefunden und da ich auch ein Modell dieser Baureihe besitze, hat das Set mit ein paar Jahren Verspätung doch noch seinen Weg zu mir gefunden.

Und damit bin ich an dem Punkt wo ich hin wollte: Ausgangsmodelle für den beschriebenen Umbau sind die Märklin Artikel 39097 und 43147.



Zunächst zu den Wagen:
Diese sind ab Werk bereits mit einer LED-Innenbeleuchtung ausgestattet, welche den Wagen eine wirklich schöne und gleichmäßige Ausleuchtung verleiht. Auch Lichtfarbe und Helligkeit empfinde ich als gut getroffen. Trotzdem wurden die Wagen technisch ein wenig verändert. Als erstes bekamen beide Wagen eine zweite Massefeder. Diese gibt es als Ersatzteil unter der Artikelnummer E201696. Sie erhöht zwar den Rollwiderstand, aber die 95 wird mit den zwei Wägelchen natürlich spielend fertig. Zur weiteren Verbesserung der Stromversorgung habe ich in beide Wagen einen kleinen Pufferkondensator eingebaut. Dieser wird einfach hinter dem Gleichrichter parallel zu den LED geschalten.



Der Wagen, welcher den Schleifer trägt, bekam anschließend auf einer Seite die Schlussbeleuchtung 73409. Sie ist wie auch die Innenbeleuchtung dauerhaft eingeschaltet, daher trägt der Wagen auf der Schlusslichtseite auch keine Strom führende Kupplung. Da die beiden Wagen zukünftig aber auch in einem Interzonenzug eingesetzt werden sollen, hat der zweite Wagen auf beiden Seiten Strom führende Kupplungen.



Die wichtigste an den Wagen vorgenommene Veränderung betrifft die Inneneinrichtung. Das originale Rot ist nur noch an den Sitzen zu finden. Trennwände und Fußböden habe ich auf Basis von Vorbildfotos farblich angepasst. Ich finde, dass die farbliche Gestaltung der Inneneinrichtung eine sehr wirkungsvolle und zugleich preiswerte Methode ist, den Gesamteindruck beleuchteter Wagen enorm zu steigern.
Zuletzt habe ich noch einige Figuren platziert, unter anderem auch einige Zollbeamte.








Nun zur BR 95:











Auch hier habe ich versucht mit Farbe einiges zu verbessern und wieder einmal war der Führerstand das oberste Ziel. Vor allen das Einfärben der Innenwände mit Weiß hat viel verändert, Dadurch kommt auch die Führerstandsbeleuchtung der Maschine besser zur Geltung. Außerdem habe ich wieder Regler, Wasserstandsanzeiger und Handräder mit dem Zahnstocher angemalt. Natürlich verrichten auf der Maschine wieder Lokführer und Heizer ihren Dienst. Bei der Recherche habe ich dann noch dieses Bild gefunden, woraufhin ich dem Lokpersonal auch einen Gehörschutz, bestehend aus einem Klecks UV-Kleber und Farbe, aufgesetzt habe.





Weiter geht es mit den Decodereinstellungen und dem Sound. Dieser ist werkseitig, im Gegensatz z.B. zur BR 75.4, recht gut gelungen. Trotzdem wollte ich noch ein paar eigene Ideen verwirklichen und so ist am Ende doch ein völlig neues Soundprojekt herausgekommen. Unter anderem kann ich mittels einer Funktionstaste die Riggenbach-Gegendruckbremse simulieren. Auch habe ich, passend zu den Wagen, das Gespräch einer Ausweis- und Zollkontrolle aufgespielt.
Mehr Worte möchte ich zum Soundprojekt gar nicht verlieren. Abschließend gibt es noch das obligatorische Video, wie immer mit der Funktionstabelle in der Videobeschreibung.



Damit möchte ich für heute abschließen. Ich hoffe euch hat es gefallen und vielleicht sind für einige von euch ein paar Ideen dabei.

Habt einen schönen Tag
Euer Max


LG Max

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intermodal, etr 401 und 11652 haben sich bedankt!
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