Kondensator an Lokdecoder !?

#1 von coolfool , 17.02.2022 22:18

Hallo beisammen.
Ein Elektroniklaie hat eine einfache oder komplizierte Frage.

Ausgangslage: ESU 50200, Dreileiter und eine Menge ESU Decoder (um die 80%).

Ich würde gerne einen Kondensator an den Schienen- und Schleiderkabel mit Widerstand löten, um dem Decoder bei Kontaktproblemchen eine kleine Reserve zu geben. (Die ESU Power Packs sind mir zu teuer ...)
Ins Blaue hinein: 470µF + Widerstand = nutze ich auch für meine LED Beleuchtungen in den Wagen ...

Geht das - und wenn ja - wie geht es ODER warum geht es nicht ....

Grüße
Georg


Und es dampft doch ....


 
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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#2 von moppe , 17.02.2022 22:35

Hab du der Anleitung ihren Decoder gelesen?
Bei ESU decoder ist der Schaltung mit Kondensator, Widerstand, Diode, Anschlusspunkte usw.


Klaus


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#3 von alexus , 17.02.2022 23:24

Hallo Georg

Auf keinen Fall einen Elektrolytkondensator an Schienen ind Schleifer anschließen, das ergibt höchstens eine „Dampflok“ (1x) und eine schöne Sauerei.

Den sog. Pufferelko immer an Decoder+ und Decoder GND (richtig gepolt) anschließen.
Wie Klaus schon angemerkt hat, Decoderanleitung beachten. ESU sieht zum Teil sogar 2 Elkos vor, 1x zum puffern des ganzen Decoders und 1x für den Prozessor.

Mit 470microF wirst du allerdings keinen großen Effekt erreichen, da liegt die Pufferwirkung (je nach Motor) unter 1/10 Sek.
So ab 1000microF bemerkt man ein wenig.
Ich verbaue, je nach Platzangebot, bis zu 3300microF. Da ist dann auch mit einem HLA oder Rocomotor eine Wirkung erkennbar.


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#4 von coolfool , 18.02.2022 00:12

Hallo Alexander

Erst einmal Danke!
Welche Voltzahl hat denn dein Kondensator und welchen Widerstand (wenn ja!?) setzt Du dann dazwischen?
Mir sind die ESU Kondensatoren zu teuer
Ich habe in einem bekannten Elektroshop einen Kondensator mit 2200µF und 25V gefunden, welcher von der Größe zunächst akzeptabel erscheint ...
(Ich schaue mir am WE mal die Beschreibungen von ESU an, um den GND zu finden ... )

Grüße und Danke
Georg

P.S. Ich spekuliere, dass der Decoder zu meinen Dampfloks passen könnte, da hier kein reiner Gleichstrim ankommt an den Gleisen?


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#5 von alexus , 18.02.2022 10:28

Hallo Georg

Die benötigte Spannung der Kondensatoren richtet sich nach deiner Gleisspannung. Sollte an einer Ecos einstellbar sein.
Bei meinem früheren Booster kamen bis zu 23V raus (unstabilisierter MM Booster), da habe ich 35V Elkos verwendet.

Heute, mit einem Tams B4 Booster, fahre ich mit 18V Gleisspannung, stabilisiert. Da reichen 25V Spannungsfestigkeit. Dadurch kann die Kapazität entsprechend größer werden. In speziellen Fällen setzte ich auch die Ladeschaltung von Fischer Modellbau ein, der Nachteil ist die niedrigere Spannungsfestigkeit von 20V.
Die übliche Pufferschaltung besteht aus einem Widerstand 150 Ohm und einer Schottkydiode parallel zum Widerstand, Kathode zu Decoder+. Die Diode und den Widerstand, je nach Platz bedrahtet oder smd, meistens direkt am Kondensator angelötet. Zwischen Decoder und Puffer baue ich meistens noch eine Steckverbindung ein, zwecks Programmierung oder Update.

Noch was zur Pufferwirkung, eine BR 120 und eine BR 151, beide mit 3300microF, LED Beleuchtung und Zimodecoder. Die 120ger mit Glockenankermotor läuft etwa 1,5 Sek. nach. Die 151er mit Märklin HLA nur etwa 0,5 Sek.

P.S. Digitalspannung ist eine unregelmäßige, hochfrequente Rechteckspannung, teilweise nicht symmetrisch. Ganz gut beschrieben und gezeigt bei Heise.


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#6 von Akustikus , 18.02.2022 10:43

Guten Morgen

dann schau Dir mal diesen Stummi Thread an.
Hab nur positive Erfahrung. Und die Wirkung ist deutlich mehr als bei Deinem Vorhaben.

RE: SuperCapLader im Eigenbau: Goldcaps als Pufferspeicher

Gruß
Götz


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#7 von Bessunger , 18.02.2022 11:36

Meine Erfahrung: Kondensator alleine (am Decoder) bringt nur was, um (kurze!) Tonunterbrechungen bei Sounddecodern und Lichtflackern zu reduzieren. Wenn Du fahrtechnisch was bewegen willst (im wahrsten Sinne...), benötigst Du ein Powerpack mit einem Goldcap. Der von Götz angesprochene Thread zeigt, wie man die Dinger zum überschaubaren Tarif bekommen kann, dann muss man sich aber in die Löterei winziger Bauteile reinfuchsen oder jemanden haben, der es kann. Für die Produkte der Industrie gilt: Geiz ist leider nicht wirklich geil bei dem Thema, am billigsten kommst Du mit der Schaltung von Fischer weg, die hat aber auch höchstens bei kleinen Glockenanker-Motoren eine spürbare Wirkung aufs Fahrverhalten. Insgesamt sind Kondensatoren aber kein ganz unheikles Thema, da sollte man als Elektroniklaie vorsichtig sein. Die Dinger beherrschen bei Fehlverschaltung die warme Selbstzerstörung ziemlich gut.


Ganz liebe Grüße,

Harald

Ironie gegen die Verdummung einzusetzen, ist wie mit Steinen auf einen Panzer zu werfen. Kann man machen, bringt aber nix.


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#8 von rmayergfx , 18.02.2022 11:45

Zitat von coolfool im Beitrag #1
Hallo beisammen.
Ein Elektroniklaie hat eine einfache oder komplizierte Frage.

Ausgangslage: ESU 50200, Dreileiter und eine Menge ESU Decoder (um die 80%).

Ich würde gerne einen Kondensator an den Schienen- und Schleiderkabel mit Widerstand löten, um dem Decoder bei Kontaktproblemchen eine kleine Reserve zu geben. (Die ESU Power Packs sind mir zu teuer ...)
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Grüße
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Hallo Georg,
Die ESU 50200 ist eine Zentrale, das hast du auch schon im Profil stehen. Die interessiert es nicht ob du in einer Lok einen PowerPack verbaut hast oder nicht!

Wenn dir die PowerPacks von ESU zu teuer sind hilft dir nur der Selbstbau. Wobei das Hobby doch sowieso schon teuer ist. Vielleicht solltest du erst einmal prüfen, warum ein PowerPack überhaupt benötigt wird! Der PowerPack ist aus meiner Sicht eine Notlösung der ein Problem bei der Stromaufnahme kaschiert. Eine gute Stromversorgung ersetzt den PowerPack. Und wenn du es mit der Leistung übertreibst, dann rauscht die Lok auch im stromlos geschalteten Sicherheitsbereich ohne zu bremsen durch und du bekommst die Lok nicht mehr rechtzeitig zum stehen.

Je nach Decoder musst du auch dafür sorgen das der PowerPack bei der Programmierung inaktiv ist, sonst funktioniert das nicht.

mfg
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zuletzt bearbeitet 18.02.2022 | Top

RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#9 von coolfool , 18.02.2022 22:10

Moin zusammen

Das ist eine Menge Information, welche ich erst einmal sondieren und ggf, verstehen möchte.
(Und das wird Tage dauern, da ich u.a. auch noch arbeiten muss)

D A N K E allen für die ersten Spuren für mein Verstehen!


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#10 von gabli , 20.02.2022 11:18

Hallo,

99% meiner Loks sind mit Energiespeichern versehen (über 130 Stk). Verwendet habe ich Kondensatoren mit Diode und Widerstand, ESU-Power, Schumacher Tantal Lösung, D&H Energiespeicher an SUSI-Decoderschnittstelle angeschlossen), PuffN und PuffH0 von Fichtelbahn und ganz neu die neue und äusserst kleine Lösung mit den D&H SP16A Energiespeichern (Abmessung: 13,0 * 9,0 * 2,6 mm, Kapazität 470 uF - Erweiterbar, bis 30 V Spannung).

- Die beste und teuerste Lösung ist der D&H Energiespeicher an der SUSI-Schnittstelle. Benötigt aber recht viel Platz.
- Ebenfalls gut sind die Lösungen von Fichtelbahn und Schumacher. Nachteil bei den Fichtelbahn-Energiespeichern ist, dass für das Programmieren der Loks manchmal der Puffer abgelötet werden muss.
- Normale Kondensatoren brauchen sehr viel Platz, je nach Kapazität
- Am besten gefällt mir der neue Energiespeicher von D&H. Dieser hat meistens auch noch in der kleinsten Lok Platz und die Kapazität von 470uF reicht bei den meisten Loks vollkommen.

Hier ein Beispiel einer Trix-Lok (BR 232-9) mit D&H Next18 Adapter und Decoder DH18A (links) und Energiespeicher SP16A (rechts). In dieser Lok hätte es natürlich Platz für riesige Elkos und grosse Lokdecoder, aber ich wollte einmal möglichst wenig Platz für Decoder und Energiespeicher verwenden in einer grossen, starken Lok. 1,5A Leistung bei max. 30V des Next18 Decoders von D&H reichen auch für diese grosse H0-Lok bei Weitem aus.



Diese Kombination bringt man auch in sehr kleinen Loks (z.B. H0m von Bemo) unter die Haube. Lieber "nur" 470uF als eine stotternde Lok und wenn Platz vorhanden ist, kann man noch jede Menge uF an den SP16A Energiespeicher anschliessen! Diese Lösung ist preiswert und echt gut.

...und weils so schön ist, hier noch ein Beispiel mit einem PuffN-Energiespeicher und einem D&H Decoder im Breuer-Schienentraktor von Rivarossi. Dieses Modell stand bis zur Aufrüstung mit einem Energiespeicher nur auf einem Absztellgleis zur Dekoration. Nun kann dieser auch die ganze Anlage befahren, ohne Aussetzer, dank dem Energiespeicher. Auch die Beleuchtung flackert nicht mehr. Dies alles mit nur 400 uF!







Man muss sich merken, dass auch der grösste Energiespeicher nichts nutzt, wenn eine Lok zufälligerweise auf einem Schmutzstück anhält. Bis die Lok wieder anfahren soll, ist die Elkoladung verpufft und sie fährt trotz Energiespeicher nicht los. Darum sind auch mit Energiespeicher saubere Schienen ein MUSS, aber mind. 470uF helfen, kleine stromlose Stellen während der Fahrt zu überbrücken (z.B. die Kunststoff-Weichenherzen beim Piko A Gleis).

Freundliche Grüsse

Gian


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#11 von Heinzi , 21.02.2022 17:43

guten Tag

Zitat von rmayergfx im Beitrag #8
Der PowerPack ist aus meiner Sicht eine Notlösung der ein Problem bei der Stromaufnahme kaschiert.

Grundsätzlich hast du mit dieser Aussage natürlich recht.
Nur: nach ca 15 jähriger Moba-Erfahrung mag ich keinem so recht glauben, der sagt, er hätte keine Kontaktprobleme.
Entweder er treibt einen mehr oder weniger grossen Aufwand beim Reinhalten der Geleise oder (Betonung auf "grossen Aufwand") oder ich mache irgend etwas grundlegend verkehrt.


Gruss Heinzi
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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#12 von Michael Knop , 21.02.2022 19:45

Zitat von Heinzi im Beitrag #11
guten Tag
Zitat von rmayergfx im Beitrag #8
Der PowerPack ist aus meiner Sicht eine Notlösung der ein Problem bei der Stromaufnahme kaschiert.

Grundsätzlich hast du mit dieser Aussage natürlich recht.
Nur: nach ca 15 jähriger Moba-Erfahrung mag ich keinem so recht glauben, der sagt, er hätte keine Kontaktprobleme.
Entweder er treibt einen mehr oder weniger grossen Aufwand beim Reinhalten der Geleise oder (Betonung auf "grossen Aufwand") oder ich mache irgend etwas grundlegend verkehrt.






Hi heinzi,

Hier, ich!

Bei halbwegs gepflegten Gleisen und Fahrzeugen sind zumindest beim Märklin mit c-Gleis „System“ abfahren unserer Tischbahnen mit fahrstufe 1 ohne stehenbleiben kein Problem - und unsere tischbahnen sind beileibe nicht klein - die Seite Mist47.de zeigt den monatlichen „Wahnsinn“ - und zu den jährlichen Treffen sind Streckenlängen von einigen hundert Metern üblich - die auch Problemlos mit niedrigster Geschwindigkeit befahrbar sind.



Viele Grüße, Michael


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#13 von Heinzi , 21.02.2022 21:31

Hallo Michael
Ist zwar Offtopic hier , aber da wir nun schon mal dabei sind:

Zitat von Michael Knop im Beitrag #12

Bei halbwegs gepflegten Gleisen und Fahrzeugen sind zumindest beim Märklin mit c-Gleis „System“ abfahren unserer Tischbahnen mit fahrstufe 1 ohne stehenbleiben kein Problem


Wie gesagt mir fehlt etwas der Glaube...... nicht an deiner Aussage sondern grundsätzlich
Nun meine C-Gleis Bahn steht zwar im Keller, der ist im Winter aber beheitz und im Sommer läuft ein Entfeuchter.
An Gleisreinigungsmittel habe ich mittlerweile fast alles was es gibt.
Angefangen von den LUX Wagen (Sauger und Filzrondelle) Mittelleiterreinigungswagen von KPF-Zeller, NOCH Reinigungszwerge Reinigungszug mit 6Schleifern die ich mit POST-IT beklebe und jede Menge Lappen, von alten T-Shirts.
Im Schlimmsten Falle sehen meine PUKOs mal etwas Poliertuch.
Trotzdem kämpfe ich mit einigen spezifischen Problemen die da wären:

a) An manchen meiner Loks bilden sich an den Schleifern, die ab und zu auch von Kollegen hier im Forum erwähnten, ominösen schwarzen Punkte. Eine Erklährung wodurch diese Punkte entstehen habe ich noch nicht gelesen. Es ist ganz klar ein Materialauftrag, kein Lochfrass (z.B durch Funken), denn diese Punkte lassen sich mit einer Klinge wegschaben (da kommt auch wirklich Material weg) und mit Poliertuch rückstandslos entfernen. Diese Punkte verursachen dann meisten an spezifischen Stellen (Z.B auf Radien links R1) massive Probleme.

b) Steht eine Lok unbewegt längere Zeit im SBH kann es sein, dass sie bei Abruf kein Kontakt hat und angeschubst werden muss.

c) Einige meiner Loks haben immer an genau einer Stelle (milimetergenau) einen Kontaktunterbruch. Die Stelle ist aber für alle diese Lok eine andere. Die ganze übrige Anlage kann ohne Probleme befahren werden. Keine andere Lok hat an diesen Stellen ein Problem. . Durch mehrmaliges Überfahren wird es zwar besser und durch intensives reinigen der Geleise, Pukos und des Schleifers lässt sich das auch beheben. Am nächsten Abend ist es aber wieder da.


Gruss Heinzi
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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#14 von Michael Knop , 21.02.2022 21:55

Hi Heini,

Punkt c von Dir zeigt eindeutig das du ein „Korrosionsproblem“ hast. Auch b passt in die Richtung. Und in dem Zusammenhang vermute ich, dass auch a ein Korrosionserscheinung ist.

Auch wenn du angibst, zu heizen bzw. Zu entfeuchten, scheint es zu lokalen Überschreitungen der kritischen relativen Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60 % zu kommen.


Daher möchte ich dir raten, den mittelleiter mal mit Öl zu konservieren - mir würde dazu entweder Ballistol oder ATF einfallen. Mit einem leicht Ölfeuchten Lappen die pukos abreiben.
Ggf. Nur einen begrenzten Abschnitt, und dann beobachten, ob das Problem in dem Bereich geringer wird.




Viele Grüße, Michael


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#15 von alexus , 21.02.2022 22:18

hallo Heinzi

Wie Michael schon schreibt, ziemlich sicher ein Korrosionsproblem (Mittelleiter rostet).
Das kenn ich durch Nutzung des altem M-Gleises sehr gut.
Meine Lösung: Das ATF-(Automatik-Getriebe) Öl. Für die Pukos ein wenig auf einen langen Schleifer und durch Fahren verteilen.
Da ich auch die Gleise behandeln muß, Microfasertuch auf einen Schleifklotz gespannt, ein ganz wenig ATF darauf, sehr gut verteilen, mit einem Küchentuch fast trocken machen und die Schienen abreiben. Tut den Haftreifen nichts und die Loks ziehen trotzdem gehörig was weg.

Seitdem ich das so mache (ca. alle 1 1/2 bis 2 Jahre) hab ich Ruhe, auch gibt es keine Einbrennstellen oder andere Probleme mit den Schleifern. Auch wenn eine Lok länger (ca. 4-5 Wochen) an derselben Stelle gestanden hat fährt sie sofort los. So habe ich seit ca. 5 Jahren nahezu störungsfreien Betrieb auf dem Boden. Die meisten Störungen liegen zwischen den Ohren

Meine sonstige Reinigung sind einige Reinigungszwerge und ein Dapol Sauger, fertig.

Wenn du die, speziell die Pukos, Gleise immer stark reinigst, liegt da das reine "Blech" an der Luft und das fängt sofort das anlaufen, korrodieren an.


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#16 von coolfool , 21.02.2022 22:33

wooow

aus einer Frage nach Kondensatoren wird eine Anleitung zur Pflege der Schienen.
Hochinteressant und eine Menge zum Lernen. (Da müsste ich eigentlich die Überschrift wechseln ...)

Ich würde ja gerne den hauchdünnen "Ölschutz" ausprobieren.
Und ich habe Ballistoöl im Hause - spricht was dagegen?

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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#17 von Heinzi , 22.02.2022 08:52

Guten Morgen

Zitat von coolfool im Beitrag #16
aus einer Frage nach Kondensatoren wird eine Anleitung zur Pflege der Schienen.
Ja ich weiss, wir sind abgeschweift. aber das ergibt sich manchmal einfach so. Die Krux ist leider, dass man so die Themen nur schwer wiederfindet.

Zitat von coolfool im Beitrag #16
ch würde ja gerne den hauchdünnen "Ölschutz" ausprobieren.
Und ich habe Ballistoöl im Hause - spricht was dagegen?
das wurde doch jetzt gerade 2 mal empfohlen....... geht mir aber auch so....Öl auf die Geleise....da braucht es schon etwas Überwindung. Ich sollte auch noch Balistol rumliegen haben.


Gruss Heinzi
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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#18 von Michael Knop , 22.02.2022 08:56

Zitat von Heinzi im Beitrag #17


Zitat von coolfool im Beitrag #16
ch würde ja gerne den hauchdünnen "Ölschutz" ausprobieren.
Und ich habe Ballistoöl im Hause - spricht was dagegen?
das wurde doch jetzt gerade 2 mal empfohlen....... geht mir aber auch so....Öl auf die Geleise....da braucht es schon etwas Überwindung. Ich sollte auch noch Balistol rumliegen haben.



Hi,

NICHT auf die GLEISE - auf die Pukos!

Die Gleise (Schienen) sind (bei C-Gleis und K-Gleis) aus Edelstahl rostfrei, da muss nichts konserviert werden - nur sauber muss es sein.



Viele Grüße, Michael


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RE: Kondensator an Lokdecoder !?

#19 von rmayergfx , 22.02.2022 10:43

Und immer schön daran denken, Öl ist ein Isolator, darum wurde es auch bei Transformatoren mit zur Kühlung und Isolation eingesetzt. Daher nur gezielt und in Maßen einsetzen, sonst erreicht ihr das Gegenteil.

mfg
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