ich habe eine BR 150 von Märklin #37853 welche out of the Box ruckelt. Es ist schon ein paar Jahre her das ich sie bei Müller in einer 20% Aktion erworben habe. Beim ersten Betreiben der Lok stellte ich ein ruckelndes Fahrverhalten fest. "Nicht so schlimm" dachte ich. Die muss nur eingefahren werden und "Gut is'". Ich habe das Teil eine Weile beiseite gestellt und mich nicht wirklich damit beschäftigt bis Rückgaberecht und Garantie nicht mehr zuständig waren. Wieder auf den Gleisen (Monate später) holte ich das Einfahren nach. Jedoch ohne Erfolg in Bezug auf das Ruckeln. Mir fiel auf das das Ruckeln in der Kurvenfahrt stärker war als auf der Geraden. Ich mache es mal kürzer. Was habe ich bisher unternommen:
• Die Lastregelparameter am MFX-Decoder verändert • Die Lastregelung ausgeschaltet • Das Modell komplett zerlegt, gereinigt und geschmiert • Beide Drehgestelle zerlegt... • Den Decoder gegen einen Lopi4 getauscht und mit dessen Parametern experimentiert • Ohne Decoder den Motor direkt mit dem Schleifer verbunden und mit Labornetzgerät DC gefahren • Einen neuen Märklin-Motor gekauft und getauscht
Alle diese Maßnahmen brachten keinen Erfolg. Wenn ich jedoch ein Drehgestell vom Antrieb trenne (Kardanwelle raus) dann ist das Ruckeln weg. Es ist sogar egal welches Drehgestell ich trenne. Ich kann so ruckelfrei fahren. Ich habe aber die Befürchtung das ich das angetriebene Drehgestell überlaste auf längere Zeit gesehen. Ich würde sie ja gerne was Arbeiten lassen.
Gibt es noch ein Detail welches ich übersehen habe.
Gruß Huby
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
Hast du die Zahnräder des Getriebes auf Beschädigungen kontrolliert? Kann es sein, dass das Ruckeln passiert weil die Zahnräder überspringen, wenn es in die Kurve geht. Bzw. Kann es sein, dass die Kardanwellen zu viel oder zu wenig Spiel haben, wenn sich die Drehgestelle verschränken? Nur so als Idee.
Hallo Huby, bei den Neubauloks hat Märklin m.M.n. zeitweise (?) unpassende Schmiermittel in zu großen Mengen verwendet (ob dies heute noch so ist, weiß ich nicht). Aus einer ruckelnden E 10 habe ich getrocknetes , isolierendes Schmiermittel zwischen Messinglager und Gussblock entfernt. Danach lief die zuvor extrem ruckelnde Lok einwandfrei! Ich würde mir also mal die Masseseite genauer anschauen und hier entfetten (!), reinigen und abschließend sehr sparsam schmieren. Wäre mein simpler Ansatz...
Hallo Huby, wenn du schreibst, dass mit nur einem angetrieben Drehgestell die Lok gut läuft liegt für mich der Verdacht nahe, dass es ein Problem in der Kardanwelle ist. Prüfe, ob sich die Motorwelle, wenn auch nur minimal längs verschieben lässt. Wenn beide Kardanwellen eingebaut sind, lassen sich die Wellen verschieben, auch bei ausgeschwenktem Drehgestell? Ist kein Längsspiel der Kardanwellen gegeben dann: (Vorbemerkung: Ich habe diese Lok nicht.) Daher nur eine Vermutung: Es gibt Kardangelenke, bei denen der Wellenkopf in der Aufnahme einrastet. Hier musst du die Wellenaufnahmen am Motor oder Drehgestell minimal herausziehen. Ich spreche hier von ca. 0,2mm. Bei Schwenkbewegungen des Drehgestells verspannt sich die Kardanwelle, dies führt dann zu dem Ruckeln. Volker
Hallo Elmar, Volker und Volker vielen Dank für Eure schnellen Antworten und Ideen. Die Kardanwellen(chen) hatte ich nicht beachtet. Das werde ich mir mal ansehen. Die Masseverbindung werde ich mir auch noch mal zur Brust nehmen. Das waren für mich nützliche Tips. Vielen Dank dafür.
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
der Grund für das Ruckeln scheint ein Getriebeproblem zu sein. Die Getriebe der beiden Drehgestelle sind wohl nicht identisch gleich und haben schließlich dadurch unterschiedliche Drehzahlen an den Rädern; dazu muss nur eins der Schneckenräder einen Zahn mehr oder weniger als das andere haben. Das würde das Ruckeln erklären, wenn beide Drehgestelle angetrieben sind und auf dem Gleis fahren.
Wo sind überall die Haftreifen ? Kann sein das in Kurven bei ungünstiger Anordnung diese sich gegenseitig etwas blockieren . Genausogut können die Kardanschalen zu weit entfern oder knapp sein . Die Kardan eventuell noch Spritzlingreste , auch wenn noch so klein . Bei einlenken sperren sich diese . Die Motorachse zuviel achsial Spiel hat . Das wären meine Überlegungen .
Die Lok war neu. Das wäre ja schon ein komischer Zufall wenn Märklin die Zahnräder und Haftreifen nicht in der richtigen Größe und Postition verbauen würden. Da hätten sich doch noch mehr Anwender beschwert. Ich werde wohl die Drehgestelle und Antriebswege komplett zerlegen. Bis ins kleinste Teil. Das wird wohl ein etwas aufwändiger Eingriff werden. Wenn sie dann immer noch ruckelt nagele ich sie an die Wand.
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
Nee, im Ernst, für mich hört sich das nach einer Schwergängigkeit im Bereich der Getriebe an, und in Kurven regelt dann der Decoder noch zusätzlich.
Laut Explosionszeichnung sind da im Bereich der Achsen einige Druckfedern verbaut, sitzen die alle richtig? Hast du die Möglichkeit das Chassis mit Motor und Drehgestellen (z. B. auf einem Rollenprüfstand) mit einem Labornetzteil laufen zu lassen (ohne Decoder)? Ruckelts da dann auch?
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
Hallo Alexander, im ersten Post hatte ich erwähnt das ich das Fahren mit Gleichstrom getestet hatte. Ich besitze auch einen Rollenprüfstand aber mit Augen und Ohren ist es fast nicht möglich diese Unregelmäßigkeiten auf dem Prüfstand zu erkennen. Deshalb hatte ich mir aus ein paar Gleisen eine Teststrecke gesteckt und diese mit meinem Netzgerät versorgt. Dort konnte ich dann die Geschwindigkeitsschwankungen gut erkennen. Mit einem Anhänger dran und mit losen Gegenständen beladen konnte ich das hervorragend erkennen. (Es war schlimm ) Die Federn sind mir begegnet und sehen i.O. aus. Grüße in den schönen Allgäu...
Hallo K.F., das mit dem Tauschen ist mir sogar in den Sinn gekommen. Die beiden Drehgestelle sehen sich so ähnlich das vielleicht bei der Montage im Werk genau das pssiert ist.
Leider muss ich noch ein paar Tage warten bis ich die Zeit finde das Biest zu Zerlegen.
Grüße aus dem Rheinland Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
Grundsätzlich sind die Treibgestelle identisch! Was an den Treibgestellen unterschiedlich ist, ist die Ausrüstung mit dem Kontakt für den Mittellschleifer - ggf. auch noch die Nachbildungen von Sandkästen (und ähnlichem) am Drehgestellrahmen.
Aber sie sind, vom Antrieb her betrachtet, von vorne nach hinten tauschbar!
mir erscheint es allerdings so, dass Unterschiede in den Aufhängungen bei den Drehachsen gibt, die eine Art Dreipunktlagerung dadurch möglich machen, dass das eine Gestell um die Lägsachse, das andere um die Querachse beweglich ist; dass sie sich beide um die Hochachse drehen können, ist selbstverständlich.
ich hatte ein ähnliches Problem mit einer BR 218. Durch Zufall hatte ich bei der Fehlersuche festgestellt, dass der Motor trotz fest angezogener Schrauben der oberen Halterung nicht fest saß, sondern Spiel hatte. Ich habe ihn dann mit etwas Klebeband umwickelt, so dass er nun fest in der Halterung sitzt. Danach war alles ok.
HEUREKA! oder wie der Grieche sagt EYPHKA! Ich habe es gefunden.
Ich habe gestern die beiden Drehgestelle aus meiner Lok ausgebaut....
.... und das erste zerlegt.
Dann fing ich an alle schmierenden Rückstände an den Zahnradlagern und in den Ecken zu entfernen. Zum Reinigen der Schnecke habe ich mir einfach ein Stück Sternzwirn genommen und in den Gewindegang gewickelt. Dabei stellte ich fest das diese eine 2-gängige Schnecke ist.
Das war gestern.....
Heute zerlegte ich das zweite Drehgestell und beim Umwickeln der Schnecke flutschte der Faden beim Wickeln immer aus der Rille bis ich folgendes feststellte.
Tataaaaa...
Eine 3-gängige Schnecke.
DAS KANN NICHT FUNKTIONIEREN. Denn das jeweilige Gegenstück (Zahnrad) ist bei beiden gleich. Laut BA haben auch Beide die selbe Artikelnummer POS.17 (zusammen mit der Kardanwelle) E192 517 Da wird wohl bei der Montage Jemand*innen in die falsche Box gegriffen haben und bei der Qualitätskontrolle ist es nicht aufgefallen.
Ich werde mir jetzt das Ersatzteil bestellen und schauen welche der zwei Versionen da kommt.
Gewickelte Grüße Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
den Unterschied sieht man ohne Faden allenfalls, wenn einem so ein Beispiel schon mal gezeigt wurde und man explizit auf Steigungsunterschiede bei der Schnecke achtet. Sonst würde ich bestimmt 10-mal oder mehr darüber weg sehen.
Grundsätzlich sind die Treibgestelle identisch! Was an den Treibgestellen unterschiedlich ist, ist die Ausrüstung mit dem Kontakt für den Mittellschleifer - ggf. auch noch die Nachbildungen von Sandkästen (und ähnlichem) am Drehgestellrahmen.
Aber sie sind, vom Antrieb her betrachtet, von vorne nach hinten tauschbar!
Viele Grüße, Michael
Genau so ist es. Die Treibgestelle sind absolut identisch. Man könnte sogar einen zweiten Schleifer einklicken. Es fehlt nur die Kontaktfläche mit dem roten Draht nach innen. Auch das könnte nachmontiert werden.
mir erscheint es allerdings so, dass Unterschiede in den Aufhängungen bei den Drehachsen gibt, die eine Art Dreipunktlagerung dadurch möglich machen, dass das eine Gestell um die Lägsachse, das andere um die Querachse beweglich ist; dass sie sich beide um die Hochachse drehen können, ist selbstverständlich.
Dem ist nicht so. Auch die Lagerpunkte sind gleichartig ausgeführt.
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
da war dann doch meine Vermutung in #6 nicht so ganz unrichtig. Wie sich jetzt gezeigt hat, lag die Ursache nicht in der Zähnezahl der Schneckenräder sondern in den Schnecken selbst. Die Auswirkung war aber am Ende die selbe, die Räder der der beiden Drehgestelle machen Unterschiede in der Drehzahl, was sich für das Fahrzeug insgesamt als Ruckeln darstellt. Ich bin jetzt nur gespannt, ob Märklin nun die richtigen Schnecken kostenfrei liefert. Schließlich ist der Fehler bei ihnen passiert (trotz der so oft als vorbildlich herausgestellten Kontrolle während der einzelnen Produktionsschritte).
Kleine Zwischenmeldung. Ich habe vor zwei Wochen eine Antwort der Firma Märklin zu meinem Ticket erhalten. Darin die Information das zu diesem Ersatzteil-Set eine 2-gängige Schnecke gehört. Allerdings ist leider seitens Märklin dieses Set derzeit nicht verfügbar. Man werde mir bei Verfügbarkeit jedoch eins zukommen lassen.
Nun, so lange werde ich die Lok mit nur einem Antrieb fahren lassen und mit weniger Last.
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
ich hatte neulich mal Zeit und Muße mich nochmals mit dieser Lok zu beschäftigen. Im Märklin Shop ist das Ersatzteil als lieferbar gekennzeichnet. Leider hat sich der Kundendienst nicht gemeldet so habe ich beim Händler meines geringsten Misstrauens das Ersatzteil bestellt. Nach dem Einbau der richtigen Schnecke läuft die Lok zum erstenmal in ihrem Dasein ruckelfrei.
So, Thema durch
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.