Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit dem Altern von Kühlwagen oder entsprechend hellen/weißen Wagen. Hier kann man schnell viel falsch machen, weil auf diesen Wagen ein Auftragen von Schmutz schnell zu stark wirkt. Auch ist bei den Kühlwagen mit Sicken sehr schwer eine realitätsnahe Verschmutzung aufzubringen. Hier habe ich es bisher nicht vermocht darzustellen, indem die Tiefen der Sicken relativ sauber bleiben, während sich auf den Erhöhungen der Schmutz festsetzen kann.
Vorgehensweise: Nach Demontage des Wagens wird das Gehäuse (ohne Dach, Unterteil, Aufstiege und Kühlaggregat und nach dem Entfetten) zunächst mit einer selbst zusammen gestellten Mischung aus Schmutz mit der AirBrush leicht eingenebelt. Nach dem Trocknen -mindest. 5 Stunden- entferne ich mit Bastelfilzstäbchen in den Tiefen der sicken wieder den Farbauftrag. An den Erhöhungen der Sicken bleibt dann der Schmuitz automatisch stehen. Das ist zwar aufwändig, aber sieht besser aus, als wenn man die gesamte Fläche einnebelt und es einfach dann so belässt.
Hier also die Versuche: Hier ein Kühlwagen von Roco, dessen Modell es in Wirklichkeit nie gegeben hat. Deutlich das Problem, was ich zuvor angesprochen habe. (In einem Nachbarforum wurde ich beschimpft, weil ich einen Waggon gezeigt habe, den es real nicht gibt.)
An den Kanten der Sicken befindet sich die Schmutzablagerung, während die Tiefen relativ sauber geblieben sind.
Ein Nahaufnahme vom "verkleckerten" Kraftstoff am Vorratstank für das Kühlaggregat. Die Verschmitzung des Verschlussgestänges für die Laderaumtür entstand aus schwarzer Tusche, welche ich mit einer kleinen Zeichenfeder aufgebracht habe und soll gleichzeitig Schatten als auch altes Fett darstellen.
Auch den Rand für die Öffnungsklappe für das Trockeneis habe ich mit der Zeichenfeder und schwarzer Tusche bearbeitet.
Der "Frachtbrief" im Zettelkasten ebenfalls mit der in Rede stehenden Feder und weißer Tusche. Auch macht sich der Schattenwurf an den Verschlüssen (schwarze Tusche) gut bemerkbar.
Hier ein Trockeneiskühlwagen mit Flettnerlüftung. Der Hersteller liefert diesen Wagen stets die Flettnerlüftung in weißer Farbe. Das dürfte absoluter Unsinn sein, da diese Lüfterräder den Schmutz regelrecht ansaugen. Also vorsichtig schwärzen....
Ansonsten ist die Arbeitsweise deckungsgleich mit den zuvor gezeigten Kühlwagen.
Der Verschluss der Verrigelung der Laderaumtür sollte entsprechend den realen Vorbildern in rot bemalt werden.
Der Rangiermeister prüft durch Sichkontrolle, ob die Laderaumtür korrekt verschlossen ist, dieses kann er einfach an der roten Markierung erkennen.
Hier nochmals ein "Luftbild" der Verschmutzung der Flettnerlüfter.
Fragen bitte an mich, ich beantworte diese gerne.....
Um alle meine Ideen für die Modelleisenbahn umsetzen zu können, bräuchte ich mindestens ein zweites Leben..... Ich betreibe Eisenbahn-Modellbau seit 1949
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