Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#1 von Benoit , 02.04.2022 21:16

Hallo zusammen,

nach dem ich mich bei meiner Anlagenplanung aus optischen Gründen langsam aber sicher im sichtbaren Bereich vom C-Gleis verabschieden möchte, bin ich gerade am Suchen von Alternativen, die evtl. eine Mehrsystemfähigkeit ermöglicht und optisch keine Abstriche macht.

Habe hier das Peco Code 75 Gleis verwendet, da ich es noch da hatte, bei der Anlage werde ich mich für Tillig Elite entscheiden und die inneren Gleisschrauben abtrennen.

Bei der Suche von Mittelleitermaterial, war ich von den käuflichen Möglichkeiten nie so ganz happy, bis ich dann auf kantiges Eisengranulat gestossen bin, das auch in der Korngrösse von 0,4-1mm erhältlich ist. Beim Vergleich mit H0 Modellbauschotter passt die Grösse im Grossen und Ganzen.

Den Unterbau mit Kupferklebeband habe ich von "Rottweil" übernommen und habe probeweise Eisengranulat mit dem Wasser-Leimgemisch in die Zwischenräume geklebt. Um mit den Schienen keinen Kurzschluss zu erzeugen, habe ich mir zwei 5 x 3mm Balsaleisten abgeschnitten, die auch leicht biegbar sind und habe unten dran eine Moosgummischicht drauf geklebt. Zum Schottern reicht ein leichtes anpressen auf die Schienen, um durch den zusammengepressten Moosgummi die Schwellenzwischenräume nach aussen hin abzudichten.

Rein optisch ist das Eisengranulat im Vergleich zu normalem Gleisschotter leicht zu dunkel, ich gehe aber davon aus, dass man dies in dem jetzigen Zustand zusammen mit den Gleisprofilen entsprechend mit der Airbrush mit altern könnte und es sich somit gut in den anderen Schotter integrieren lässt.
Als Korrosionsschutz werde ich das ganze dann alles mit mattem Klarlack überziehen und die leitenden Kanten dann entsprechen frei reiben.


Im Grossen und Ganzen funktioniert alles, die Stromversorgung könnte allerdings besser sein, an ein paar Stellen bleiben die Loks noch stehen. Ich denke es liegt nicht an der Oberfläche, da ja im Vergleich zu den Pukos, viel mehr leitende Oberfläche vorhanden ist, ich denke, dass der Leim zu sehr isoliert. Ich werde vermutlich nicht drum rum kommen, das Eisengranulat auf das Kupferband zu löten.

Bin aber zuversichtlich, dass das Ganze funktioniert, für die Weichen habe ich mir auch schon etwas pukofreies ausgedacht, da mache ich mich ans Ausprobieren, sobald mein leitender "Schotter" funktioniert...

Hier die Bilder:

Balsa-Moosgummileisten, um Schotter von Schienen fern zu halten:


Gleis Eisengranulat "schottern":


optischer Vergleich zum C-Gleis:


Erste Testfahrten, die Zwischenräume werden dann noch mit gewöhnlichem Gleisschotter aufgefüllt:


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#2 von Benoit , 02.04.2022 22:30

Hat jemand von euch noch eine Idee, wie man das Granulat am besten leitend mit dem Kupfer verbinden kann?

Für die Weichen habe ich mir auf alle Fälle leitendes Schienenprofil gedacht, den Schleifer müsste man magnetisch mit Gleichpolabstossung auf das Schienenprofil gehoben bekommen, habe im Netz Mini-Scheibenmagnete (d= 1,5mm, h=0.5mm, 33g Haltekraft) gefunden, die man unten direkt hinter die Aufhängung in den Schleifer kleben könnte, die dann den Schleifer auf das Profil anheben. Natürlich müssen alle Magnete in gleicher Richtung verklebet werden. Unter der Weiche kommen dann die Gegenmagnete auf jeder Seite.

Bin zuversichtlich, dass wir den Mittelleiter optisch salonfähig bekommen!

Viele Grüsse

Benoit


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#3 von Benoit , 03.04.2022 23:05

Bin heute noch dazu gekommen das ganze mit Koemo-Schotter zu mixen, hier kam dabei raus, dass man besser als erstes aussen mit normalem Schotter schottert, in der Mitte dann mit Eisengranulat-Koemo-Mix

Hier noch ein Bild, langsam wird's, so wie ich mir das vorstelle, bin aber noch nicht zufrieden:



Da Leim-Wasser-Mix doch etwas Korrosion am Eisen verursacht, bin ich noch auf der Suche nach Schotter-Kleber, der das Eisen nicht so angreift.

Beste Grüsse

Benoit


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#4 von oliwel , 04.04.2022 21:04

Zitat von Benoit im Beitrag #3
Da Leim-Wasser-Mix doch etwas Korrosion am Eisen verursacht, bin ich noch auf der Suche nach Schotter-Kleber, der das Eisen nicht so angreift.


Ich habe mit dem Kleber von Spurenwelten gute Erfahrungen gemacht, da ist leider keine Inhaltsliste dabei aber ich vermute das der auf Latexbasis ist.

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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#5 von Elch , 05.04.2022 09:22

Coole Idee.

Interessant wird mit Sicherheit wie betriebssicher das ganze über eine gewisse Zeit ist. Ich habe mit verkupferten und dann von mir brünierten Schweißdraht einen Mittelleiter auf Peco Betonschwellen-Schienen gelegt (als LZB-Draht). Das Ergebnis ist nach einem Jahr sehr ernüchternd, weil gerade Flugrost hier ein nicht zu unterschätzendes Thema ist. Zum einen habe ich die Brünierung im Verdacht und an den Stellen an denen ich gelötet habe ist die Korrosion noch schlimmer und dieser Sch(w)eissdraht lässt sich nicht wirklich löten. Hier muss eine andere Lösung her, daher bleibe ich bei deinem Thema. :)


Gruß

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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#6 von Benoit , 07.04.2022 21:20

Besten Dank für euer Feedback! Habe mich auch schon dem Eisengranulat verabschiedet, es ist bereits Edelstahlgranulat in ähnlicher Korngrösse auf dem Weg zu mir. Da Edelstahl doch von allen Metallen der schlechteste elektrische Leiter (deshalb auch nicht favorisiert) ist, habe ich mir überlegt, die elektrische Verbindung vom Kupferband zur Oberkante mit Silberleitlack zu unterstützen. Da es nur ca. 2,5mm Edelstahl sind und auch elektrische Weidezäune zum Teil aus Edelstahl bestehen, bin ich trotz allem weiterhin zuversichtlich! :) Damit wäre dann ja das Problem mit der Korrosion auch optimiert.

Dass Schweissdraht grausames Material ist, weiss ich, aber dass es auch so anfällig für Korrosion ist, war mir so nicht bewusst….
Hoffe, bis zum Wochenende kommt das Material, dann wird weiter getestet! 💪🏻


Viele Grüsse

Benoit


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#7 von HansKuster , 07.04.2022 23:28

Hallo Benoit,
ich hatte mir vor einigen Jahren etwas ähnliches überlegt: Ich hätte zwischen die Schwellen feine Stahlstifte geschlagen, welche dann den Strom auch über ein Kupferband unter den Schwellen bekäme.
Durch das freihändische einschlagen der Stahlstifte wären sie im Gleisbett nicht mehr gut zu sehen gewesen.
Inspiriert wurde ich von der genialen Modeleisenbahnanlage von Hugo Schwilch ( Bei Google "Hugo Schwilch" suchen, Link "Die Holzheimerbahn")
Die Mittelleiterkontakte sind in der Industrie zu sehen. Der Rest der Anlage wurde vermutlich durch die Oberleitung gespiesen.

Grüsse, Hans Kuster


 
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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#8 von Benoit , 02.05.2022 16:34

Hallo zusammen,

nach einer kleinen Pause durch Erkältung und nicht kinderfreien Abende, der Zeitumstellung geschuldet, kam ich endlich dazu, das Edelstahlgranulat zu testen.

Das Schottern geht sehr gut von der Hand, ist nur ein klein wenig umständlicher, weil das Eisengranulat nachträglich noch eingefüllt werden muss, sonst hält sich der zusätzliche Aufwand absolut in Grenzen, also kein 1000... Stifte einklopfen und verlöten, etc. ;)

Eingeklebt wieder ohne Probleme mit dem Leim-Wasser-Spülimix.

Auf jeden Fall funktioniert die Stromführung besser als beim Eisengranulat (vermutlich der ausbleibenden Korrosion geschuldet), optisch gefällt mir das Edelstahlgranulat aufgrund er etwas kleineren Körnung auch sehr viel besser.

Das Einschottern geht auch sehr gut von der Hand, man muss nur höllisch aufpassen, dass genügend leitendes Granulat auf dem Kupfer aufliegt, dann funktioniert die Geschichte reibungslos. Auch habe ich festgestellt, dass sich der Schotter durch den feuchten Kleber etwas setzt, was dann dazu führt, dass der Schleifer auf den Schwellen läuft, wenn zu wenig "Schottergranulat" vorhanden ist.
Ein Nachschottern ist so gut wie unmöglich, da der Schotterkleber die Oberflächen versiegelt und somit isolierend wirkt, wenn man nochmal Edelstahlgranulat darüber streut, also wenn dann müsste man das komplette Schotterfeld auskratzen und neu einkleben.

Dies werde ich bei einer Ruckelstelle mal ausprobieren, dann probiere ich auch mal aus, was ein Tropfen Silberleitlack in der unteren Schotterschicht ausmacht.

Hier noch das farblich unbehandelte Testgleis, sobald alles zuverlässig funktioniert, werde ich dann beim Anlagenbau auch das Tillig Elite Gleis mit der Airbrush entsprechend einrosten und behandeln, wenn dann noch eine Bremsstaubdusche und matter Klarlack überlackiert wird, sollte dann das Edelstahlgranulat auch nicht mehr so glänzen, was durch den Schotterkleber schon deutlich besser geworden ist.

Hier noch die Bilder...

Tageslichtaufnahmen vom Gleisbett:








Testfahrt:




Gruss

Benoit


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#9 von Jettaheizer , 26.05.2022 12:34

Hallo Benoit,

da kommt mir doch ganz spontan eine (vielleicht dämliche) Frage: warum nicht einfach Märklin K-Gleis nutzen?
Willst Du nur den "Plastik-look" des C-Gleis nicht mehr haben oder willst Du grundsätzlich keine PuKos mehr?

Gruß,
Franz


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#10 von vikr , 26.05.2022 12:43

Hallo Franz,

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #9
da kommt mir doch ganz spontan eine (vielleicht dämliche) Frage: warum nicht einfach Märklin K-Gleis nutzen?
Willst Du nur den "Plastik-look" des C-Gleis nicht mehr haben oder willst Du grundsätzlich keine PuKos mehr?
ich nehme an, Benoit will keine Pukos sehen, vielleicht insbesondere auch im Weichenbereich...
nicht, wie z.B. hier:
https://abload.de/img/modultreffen_11u8k98.jpg

MfG

vik


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#11 von rmayergfx , 14.06.2022 09:41

Ich verstehe das nicht so ganz. Wenn ich keine PuKos in irgendeiner Variante möchte, egal ob M-,K- oder C-Gleis dann steige ich doch mit dem System gleich auf 2L um und spare mir den ganzen Aufwand mit dem Kupferband und elektrisch leitfähigem Schottermaterial. Alleine der Aufwand wäre mir schon viel zu mühsam. Langzeiterfahrungen gibt es dazu auch noch keine und ich kann mir gut vorstellen das der Verschleiß am Schleifer durch das kantige Material sehr viel höher ist als bei den bewährten Pukos. Der Schleifer muss auf jeden Fall weicher sein als das Edelstahlgranulat, da ja ein Nachbessern am Gleisschotter extrem aufwendig ist.

mfg
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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#12 von Jürgen Flörke , 14.06.2022 10:30

Hallo,

es hatte vor Jahren mal jemand eine Nachbildung der LZB als Mittelleiter AC vorgestellt, was gar nicht mal schlecht aussah. Allerdings geht das glaubwürdig wohl nur in Verbindung mit Betonschwellen-Nachbildung (Holzschwellen haben nur noch den Vorteil, dass man die für Weichen in unterschiedliche Längen sägen kann und dass die an Brücken i. G. zu Stahl Resonanzen nicht verstärken. Der Preis für Buchenholz in der Forstwirtschaft ist seit Jahrzehnten niedrig, weil geteerte Holzschwellen aus Buche einfach nicht mehr gefragt sind).

Es lassen sich so keine Epochen vor Einführung der LZB auf Hauptbahnen und keine Nebenbahnen, die nun mal keine LZB haben, darstellen.

Industriell ließe sich ein Nachfolger des K-Gleises mit Betonschwellennachbildung und LZB-Nachbildung als Mittelleiter vermutlich ganz gut herstellen, evtl. sogar besser als die latent Bruch gefährdeten K-Gleis-Verbinder. Für die Darstellung von Holzschwellen früherer Epochen diente dann eben ein Bettungsgleis.

Dennoch sollte man die Idee mit dem leitenden Gleisschotter nicht gleich verwerfen!

Es gab ja auch mal einen Thomas Ava Edison, der Wechselstrom für Teufelswerk (ganz anders sein Mitbewerber Westinghouse) hielt und seinen Irrtum später zugeben musste .......

Gruß


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#13 von vikr , 14.06.2022 10:37

Hallo Ralf,

Zitat von rmayergfx im Beitrag #11
Alleine der Aufwand wäre mir schon viel zu mühsam. Langzeiterfahrungen gibt es dazu auch noch keine und ich kann mir gut vorstellen das der Verschleiß am Schleifer durch das kantige Material sehr viel höher ist als bei den bewährten Pukos. Der Schleifer muss auf jeden Fall weicher sein als das Edelstahlgranulat, da ja ein Nachbessern am Gleisschotter extrem aufwendig ist.
ich finde es gut, dass jemand soviel Energie hat, das grundsätzlich mal zu probieren.
PuKofahrer scheinen ja eine vom Aussterben bedohte Art, ohne jedee Aussicht auf Artenschutz zu sein. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, das Aussterben zumindest um eine Generation zu verzögern.

Vor fast 30 Jahren hat die EU - auf der Basis von gehäuften Unfallmeldungen - Märklin überzeugt, dass K-Gleise für zumindest für Kinder ungeeignet sind. Märklin hat darauf erfolgreich das C-Gleis eingeführt. Mittlerweile hat Märklin die Pukovariante des C-Gleises aus den MyWorld Einsteigersets verbannt, weil die scharfen Pukos auch hier noch ein Rest-Verletzungs-Risiko für Kinder beinhalteten.

Statt die Einstiegssets für Batteriebetrieb mitTrix-C-Gleisen auszustatten und damit eine Kundenbindung für den Aufstieg auf eine Modellbahn zu bahnen, wurde die metalllosen C-Gleise entwickelt, die mit klassischen elektrischen Modellbahnen nicht nutzbar sind. Eine verpasste Chance die H0-Trix-C-Schienen breiter ins Feld zu bringen. Warum? Weil Trix bei Märklin als eigentlich unerwünschtes Kind bislang immer die zweite Rolle spielte...
Dabei könnte Märklin potentielle Umsteiger von Mittelleiter auf Zweileiter mit einem großen Märklin-C-Gleis-Bestand sogar damit umwerben, dass ein großer Teil ihrer vorhandenen Gleise auch im Zweileiterbetrieb - nach zwei Knipsen - funktionieren würde und damit insbesondere, aber nicht nur, z.B. in Schattenbahnhöfen ohne Funktionsverlust weiterverwendet werden könnten. Nur bei Weichen wird es schwieriger....

MfG

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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#14 von rmayergfx , 16.06.2022 12:43

@vikr
Das ist deine Meinung, was märklin da mit den Einsteigersets aus reinem Kunststoff gemacht hat ist zusätzlich eine Frage der Gewinnoptimierung, da man sich zusätzliche Arbeitsgänge und Material einspart.

Zum C-Gleis. Ich habe hier einige Gleise herumliegen, die an der Auflagefläche so scharfkantig sind, das man sie als Säge benutzen könnte.

mfg

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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#15 von vikr , 16.06.2022 13:09

Hallo Ralf,

Zitat von rmayergfx im Beitrag #14
@vikr
Das ist deine Meinung, was märklin da mit den Einsteigersets aus reinem Kunststoff gemacht hat ist zusätzlich eine Frage der Gewinnoptimierung, da man sich zusätzliche Arbeitsgänge und Material einspart.
Ja es ist immer die Frage wann man den Return of Investment erwartet und was man betrachtet. Solange man noch auf die Spielwarenfachhändler setzen konnte, war man sich sicher, dass die die Käufer der Anfangspackungen mündlich darauf hinwiesen, dass man bei bestimmten Produkten in ihrem Geschäft auch jederzeit beliebiges Zubehör erwerben kann, es sich also um erweiterbares Systemspielzeug handelt. Eine Win-Win-Win Situation für Hersteller, Fachhändler und Kunden. Bei Discountern und Versandshops spielt das nur eine sehr untergeordnete Rolle, zumal ein solcher Rat schriftlich erfolgen müsste. Natürlich ist das meine Meinung.
Zitat von rmayergfx im Beitrag #14
Zum C-Gleis. Ich habe hier einige Gleise herumliegen, die an der Auflagefläche so scharfkantig sind, das man sie als Säge benutzen könnte.
Das gilt dann vermutlich auch für die reinen Plastik-C-Gleise und ist nicht im Sinne der EU-Vorgaben, das Verletzungsrisiko bei Spielzeug für Kinder zu minimieren.

MfG

vik


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RE: Mittelleiter Eigenbau: Leitender Gleisschotter

#16 von Benoit , 20.06.2022 18:59

Hallo zusammen,

Besten Dank für das Interesse, am Projekt.

@all
Es gibt keine dämlichen Fragen…. ich möchte eine kleine Anlage( RE: Quadratanlage im Tiny-Stil modifiziert auf 1.95m x 1.30m, angelehnt an die Vorschläge von BJB) mit Mehrsystemfähigkeit bauen, da ich noch „nostalgisches“ Dreileiter-Rollmaterial mit emotionalem Wert für mich habe, aber in Zukunft auf Zweileiter umsteigen möchte, suche ich nach einer bestmöglichen Tarnung der PuKos. Da scheidet das K-Gleis leider aus
Zudem finde ich das Weichengehopse auf den K-Gleis Weichen auch nicht mehr zeitgemäss…

Aber ich finde 3L rein elektrisch die elegantere Lösung (Kehrschleifen, Wagenbeleuchtung mit stromführende Kupplungen, usw.) und stehe eigentlich hinter dem System, wenn es nur nicht so besch… aussehen würde, deshalb versuche ich es zu optimieren

Deshalb kommt im Schattenbereich mein altes C-Gleis mit „Trennknipsen“ zwischen den Schienenverbindern zum Einsatz, die Weichen werde ich dann wie vom Kunstmichi in Unterpreuschwitz angewendet bearbeiten. Im sichtbaren Bereich Tillig Elite.

Den Mittelleiter auf Bahnübergängen und auf Brücken werde ich mit brünierten Neusilberblechen tarnen, oder mit „Holzbohlen“ aus brünierten und mit Pulverfarben bearbeiteten Messingprofilen, in denen ich eine Holzmaserung ritzen werde.

@rmayergfx:
Auch wenn es mega kompliziert vom Vorgang her klingt, suche ich nach einer einfacheren Lösung den Mittelleiter nachzurüsten und bilde mir auch ein, dass es schneller von der Hand geht, als 1000… Messingstifte durchs Gleisbrett zu hauen und einzeln zu verlöten. Habe noch Messingringe für zwischen die Schwellen und Kupferpulver bestellt. Werde mit Silberleitlack und dem Kupferpulver eine leitende „Klebepampe“ anrühren, den Messingring als Flussbegrenzung nehmen und dann in den Ring ein paar Körner Edelstahlgranulat kleben, der Rest wird mit normalem Gleisschotter aufgefüllt und klingt nach weniger Aufwand als es ist, wenn man den Kleber in einer Spritze verarbeitet.

Zum Thema Abrieb habe ich mir auch Gedanken gemacht und gehe davon aus, dass der Verschleiss nicht grösser sein wird, wie mit selbst eingeschlagenen Stiften. Zumal theoretisch die Auflagefläche auf dem Edelstahlgranulat grösser sein müsste, als auf den kleinen PuKos und damit auch der „Anpressdruck“ besser verteilt wird und somit die Gesamtbelastung maximal gleich hoch sein müsste, wie mit PuKos. Und damit auch die mechanischen Einwirkungen.


Gruss Benoit


suprav32 hat sich bedankt!
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