How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#1 von MoBaFahrer216 , 13.04.2022 19:55

Hallo Stummis,

ich trage heute mal alle vier mir bekannten Methoden zusammen, wie man Märklin-Loks mit den klassischen Kollektor-Motoren auf digital umbauen kann. Dabei konzentriere ich mich in erster Linie auf den Motorumbau, weniger auf die vollumfängliche, dann dafür geeignete Decoder-Auswahl. Allerdings nenne ich auch einige Beispiel-Decoder, mit denen ich in der Praxis bereits Erfahrungen sammeln konnte. Ebenfalls bewerte ich die Umbauten nach der (subjektiv gefärbten) Kategorie Fahrverhalten und dem finanziellen Aufwand für den Umbau. Auf diese Weise möchte ich jedem Digitalinteressierten und auch jedem Digitalfahrer einen schnellen Überblick geben, welche Möglichkeiten er für den Umbau seiner Loks hat.


Kategorie 1: Allstromdecoder

Die einfachste Methode der Digitalisierung ist, den analogen Fahrtrichtungsumschalter durch einen Digitaldecoder zu ersetzen, der Allstrommotoren ansteuern kann. In diesem Fall wird nur das Umschaltrelais ausgebaut und die Lok im Inneren neu verkabelt, wobei der Decoder die Stromversorgung aller Verbraucher übernimmt. Dabei ist zum einen zu beachten, dass das Fahrverhalten je nach verwendetem Motor und Decoder stark schwanken kann. Ebenso ermöglichen manche möglichst einfache Decoder wie Märklins alte Delta-Decoder kein digitales Ansteuern der versorgten Funktionen. Bei den Delta-Decodern werden die Lichtausgänge synchron mit der Fahrspannung gespeist, sodass eine angeschlossene Lampe erst mit zunehmender Geschwindigkeit an Helligkeit zunimmt.
Die Decoderauswahl ist ebenfalls deutlich spärlicher als im Segment der Decoder für Gleichstrommotoren. Neben den alten c80- und Delta-Decodern und Märklins modernem Allstromdecoder 60906 stellt meines Wissens nach aktuell nur noch die Firma Tams Decoder für den Wechselstrombetrieb her (deren zwei, die bei mir verbaut waren, aber nach ein paar Jahren, in denen die Loks ein Schrankdasein fristeten, die Grätsche gemacht haben).


Digitalumbau mit Märklin c80-Allstromdecoder in einer V200 (3021).

- Fahrverhalten: durchwachsen, von durchaus gut (Märklin c80-Decoder mit großem Scheibenkollektor) bis nicht berauschend (Märklin Delta-Decoder, Tams-Wechselstromdecoder)
- Kosten: mittel bis gering (gerade alte Märklin-Decoder vom Typ c80 und Delta sind bereits für wenige Euro erhältlich).

Kategorie 2: Gleichstromdecoder
Ohne Motorumbau:

Die zweite Methode macht sich die bereits in den 70er Jahren angewandte Methode zum Dreileiter-Gleichstromfahren zunutze: der Motor bleibt unverändert, aber die Feldspule erhält zwei in entgegengesetzer Richtung verbaute Dioden, die zusammengeführt und auf den einen Motoranschluss des Decoders gelegt werden. Der andere Anschluss wird auf den freien Anschluss des Motorschildes gelegt (der zweite Kontakt der Motorschlides bleibt mit der Feldspule verbunden). Auf diese Weise wird die Feldspule wie ein Permanentmagnet angesteuert. Ich nutze 1000 V/1 A-Dioden für meine Umbauten.
Der User @SAH hat diesen Umbau in einem Dokument genau beschrieben (https://www.sheyn.de/Modellbahn/Elektronik/Regelung.php). Die Lastregelung mittels zweier Kondensatoren konnte ich selbst allerdings noch nicht nachvollziehen. Nach eigenen Erfahrungen fahren Loks mit diesem Umbau aber mit vielen verschiedenen Gleichstromdecodern wie Märklin c90, 60760, Tams-Gleichstrom oder auch ESU so gut, wie mit einem Hamo-Magneten (siehe nächster Abschnitt).


Digitalumbau mit Dioden und Märklin Mini-c90 in einer 212 (3072).

- Fahrverhalten: gut, etwa auf einem Niveau mit einem Hamo-Magneten.
- Kosten: verhältnismäßig gering, es fallen faktisch nur die Kosten für den Gleichstromdecoder an. Die Dioden fallen preismäßig nicht ins Gewicht (Centpreise). Und - was auch für den Hamo-Magneten gilt - auch mit einem alten c90-Decoder von Märklin erhält man auf diese Weise eine Lok mit akzeptablen und betriebstauglichen Fahreigenschaften.


Mit geringem Motorumbau:

Diese Methode lässt sich in wenigen Sätzen abhandeln: In diesem Fall wird die Feldspule des Motors durch einen Permanentmagneten ersetzt. Der Motor wird zum Gleichstrommotor und der Gleichstromdecoder wird mit den beiden Motoranschlüssen an die Kontakte des Motorschildes gelötet. Der Name des Magneten rührt übrigens daher, dass Märklin in seiner früheren Hamo-Reihe für Zweileiter-Gleichstromfahrer die Feldspule durch exakt solche Magneten ersetzt hatte.


Digitalumbau mit Hamo-Magnet und ESU LoPi V4 in einer 24 (3003).

- Fahrverhalten: gut, doch darf man nicht vergessen, dass weiterhin nur ein dreipoliger Magnet im Motor werkelt. Für den normalen Streckendienst jedoch meist völlig ausreichend.
- Kosten: mittel. Seitdem ESU mit Einstellung des LoPi V4 seine praktischen all-in-One-Sets eingestellt hat, liegen die Kosten auf einem Niveau mit dem einfachen 60760-HLA-Set von Märklin.

Mit komplettem Motorumbau:

Diese Methode dürfte die Bekannteste sein: beim Umbau auf den Hochleistungsantrieb (HLA) werden die Feldspule gegen einen Permanentmagneten, der dreipolige Anker gegen einen fünfpoligen sowie das Motorschild getauscht. Die Verkabelung ist ansonsten identlisch mit der beim Hamo-Magneten. Durch die zwei Ankerpole mehr fährt die Lok spürbar ruhiger, selbst wenn die Ansteuerung durch einen einfachen Decoder mit nur 14 Fahrstufen wie dem 60760er erfolgt.
Übrigens ein Tipp: Loks aus Märklins 35xxer-Serie verfügen ab Werk über einen fünfpoligen Motor mit Feldspule. Ersetzt man diese durch einen Hamo-Magneten, haben auch diese Loks einen HLA.


Digitalumbau mit Märklin 60760-Set in einer 141 (3037).

- Fahrverhalten: sehr gut. Natürlich, besser und feiner geht immer. Doch mit einem hochwertigen Decoder sind auch die Langsamfahreigenschaften nichts, worüber man klagen könnte.
- Preis: hoch. Mit Umbausatz und einem guten Decoder ist man mit Sicherheit über den fünfzig Euro. Die einzige Ausnahme bildet das Set 60760, was aber mit einer alten Decoder-Konstruktion ohne mfx oder DCC und nur 14 Fahrstufen erkauft wird. Nichts für den Kriechgang.

Ich hoffe, ich kann dem einen oder anderen mit diesem Beitrag eine Übersicht und Entscheidungshilfe an die Hand geben.


Viele Grüße
Richard


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#2 von 189 917-8 , 13.04.2022 21:06

Hallo Richard,

Märklin bietet mit den Umbausets 60941 (Trommelkollektor), 60943 (kleiner Scheibenkollektor) und 60944 (großer Scheibenkollektor, jedoch nicht unbedingt für jedes Modell geeignet) weiterhin für jeden Motortyp eine Umrüstmöglichkeit. Diese Sets werden auch ganz rege genutzt. Mit einem ZIMO MX600 zum Beispiel kann man preiswert beste Fahreigenschaften aus dem Motor raus holen.

Grüße
189 917-8


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#3 von MoBaFahrer216 , 13.04.2022 21:17

Zitat von 189 917-8 im Beitrag #2
Hallo Richard,

Märklin bietet mit den Umbausets 60941 (Trommelkollektor), 60943 (kleiner Scheibenkollektor) und 60944 (großer Scheibenkollektor, jedoch nicht unbedingt für jedes Modell geeignet) weiterhin für jeden Motortyp eine Umrüstmöglichkeit. Diese Sets werden auch ganz rege genutzt. Mit einem ZIMO MX600 zum Beispiel kann man preiswert beste Fahreigenschaften aus dem Motor raus holen.

Grüße
189 917-8


Da hast du tatsächlich recht. Leider zeigt die Märklin-Seite unter dem Stichwort "Umbausatz" in erster Linie nicht mehr gelistete Umbausets an. Und auch über die Kategorien im normalen Shop scheinen die nicht zu finden zu sein.
Danke für den Hinweis.


Viele Grüße
Richard


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#4 von Running.Wolf , 14.04.2022 01:34

Moin
Schöne Zusammenstellung.
Es beschreibt meine nunmehr 15 Jahre in denen ich rückfällig geworden bin.

Zu Beginn habe ich in der Tat TAMS LD-W eingesetzt, ohne den Motor umzubauen

Nun geht es Zug um Zug in die neue Generation. Die LD-W werden Funktionsdecoder um zB Arduino Actions zu starten.

In die Loks kommen HLA mit TAMS LD-G-3x oder 4x. Alles ohne Probleme.


Gruss Wolfgang

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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#5 von SAH , 14.04.2022 09:02

Moin Richard,

vielen Dank für deine Zusammenstellung!

Zu Deinem Punkt 2 (Gleichstromdekoder ohne Motorumbau):
bevor ich den LRA entwickelt habe, habe ich die von Dir abgebildete Lösung gem. Anleitung zum Kuehn T-125 Dekoder realisiert und ausprobiert. Mit dem 6090-Dekoder und dem 60901-Dekoder erhielt ich kaum bis nicht steuerbare Ergebnisse beim Einsatz von nur zwei Dioden wie bei Dir abgebildet. Mit einem Zimo-Dekoder war eine Steuerung zwar möglich, doch nach 30 Minuten Betrieb war der Dekoder kaputt.
Daraufhin habe ich mir Gedanken zur Messpause und der erforderlichen Rückmeldung der Umlaufspannung (EMK) gemacht und bin auf die Elko-Lösung gekommen. Die Kondensatoren allein (d.h. ohne Dekoder) machen natürlich keine Regelung, sie ermöglichen aber in Verbindung mit Dekoder eine einfache aber gute Einstellmöglichkeit der Regelung, sofern der Dekoder programmierbar ist. Mit den 6090-Dekodern habe ich keine guten Erfahrungen machen können in Verbindung mit dem LRA. Dafür aber mit Tams (damals LD-G 33), Kuehn T-125 und ZIMO MX 63x. Weil die Wirkung zwar erkennbar aber begrenzt ist, habe ich nach einem Hinweis eines Modellbahnkollegen die Schaltung durch einen Vielschichtkondensator erweitert, der die Auswirkung des LRA erheblich verbessert. Damit habe ich nun eine, von mir als LRA+ bezeichnete, praktikable Lösung gefunden. In wiefern diese Schaltung mit Lopi3 oder mLD3 zusammenarbeitet, will ich noch ausproberen. Beim mLD bin ich mit den von mir benutzten Einstellungen im Laufe der Analogisierung einer Märklin BR 96 SNCB (3101) gescheitert. Den mLD werde ich aber in anderem Zusammenhang nochmal mit dem LRA+ ausprobieren.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#6 von alexus , 14.04.2022 10:16

Hallo Richard

Eine wirklich schöne „Zeitreise“ hast du da erstellt.

Mir gehts da wie Running.Wolf, von den Anfängen meiner Digitalisierungen Beginn Ende 80ger fast bis Heute. Auch mit c80 und c81 angefangen, dann die frühen Tamsdecoder (noch mit Registerprogrammierung), die waren aber schon ein Fortschritt.

Inzwischen geh ich immer mehr auf den „Premium“ Umbau mit Glockenanker. Entweder sb-Modellbau oder ähnlich wie vor Jahren in der Miba beschrieben. Das in Verbindung mit guten Decodern (Zimo und Tams) führt dann zu dem Fahrverhalten was ich mir wünsche . Wobei das die „Lärmprobleme“ der Märklingetriebe auch nicht immer löst.

@Stephan-Alexander: Den LRA+ möchte ich auch noch mal ausprobieren, rein aus Neugier.


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#7 von lojo , 14.04.2022 19:12

Hallo Richard,

Zitat von MoBaFahrer216 im Beitrag #1
- Preis: hoch. Mit Umbausatz und einem guten Decoder ist man meist näher an den hundert Euro als an den fünfzig.


da erlaube ich mir dir zu widersprechen. Ich habe heute einen kleinen Scheibenkollektormotor mit HLA 60943 umgebaut und mit einem Lopi 5 DCC versehen.
Kostet unter 55.- €.


Freundliche Grüße
lojo


 
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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#8 von MoBaFahrer216 , 15.04.2022 08:58

Hallo Jojo,
mit wirklich günstigen Straßenpreisen hast du tatsächlich Recht. Die UvPs ergeben zusammen allerdings über 70€.
Ich passe die Angaben im Ausgangsbeitrag entsprechend an.


Viele Grüße
Richard


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#9 von Zugschubser , 10.06.2022 11:34

Zitat von MoBaFahrer216 im Beitrag #1
Preis: hoch. Mit Umbausatz und einem guten Decoder ist man mit Sicherheit über den fünfzig Euro.

Die Kosten muss man schon in Realation zum Ziel betrachten. Was muss man für eine Neuanschaffung auf den Tisch legen,- was kostet mich ein Umbau.
Daher finde ich es völlig OK in der Bucht analoge Loks für kleineres Geld zu kaufen und diese dann mit HLA und mLD3 auszurüsten.


Grüße aus Frankfurt
Matthias


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#10 von Jürgen Flörke , 10.06.2022 13:00

Hallo,

ich komme bei Umbauten ohne sound im Schnitt auch eher auf das Preisniveau was lojo angibt.

Wobei ich eher am HLA sparen würde als an der Qualität des Decoders. Beim SFCM nehme ich zwar eher 60943 (von gelungenen Ausnahmen wie Mä 3076 und 3032 mal abgesehen). Meine 3060 lief mit SFCM schlecht. Beim SFCM digital muss der Massekontakt meist verbessert werden.

Mit einem an der Kollektorfläche gut polierten LFCM und Hamo-Bügel nebst mld 3 oder ESU ab Lopi 4 kann man zufrieden sein. Umbausatz 60944 lohnt m.E. nur, wenn man mit solo zugekauftem zweiten Permanentmagneten 2 Loks umbaut , z.B. eine 3075 und noch eine 3021/ 3046/3047. Beim DCM entscheide ich nach Getriebequalität.

Unverständlich ist mir, wenn man bei einer 3094/ 3089 oder einer frühen S 3/6 mit LFCM den HLA durch kunstvolle "Bürstenhalterverdrehungen" absolut erzwingen will, obwohl ein LFCM gar nicht schlecht ist. Den speziellen HLA für die 3048/ 3193 braucht man auch nicht unbedingt.

Gruß


Jürgen Flörke  
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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#11 von X2000 , 10.06.2022 13:20

Zitat von Jürgen Flörke im Beitrag #10
Hallo,


Unverständlich ist mir, wenn man bei einer 3094/ 3089 oder einer frühen S 3/6 mit LFCM den HLA durch kunstvolle "Bürstenhalterverdrehungen" absolut erzwingen will, obwohl ein LFCM gar nicht schlecht ist. Den speziellen HLA für die 3048/ 3193 braucht man auch nicht unbedingt.

Gruß


Gar nicht schlecht ist eben anders als sehr gut. Das beste Fahrverhalten bekommt man mit dem HLA. Auch bei der 01.


Gruß

Martin


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#12 von MoBaFahrer216 , 14.06.2022 21:54

Zitat von Zugschubser im Beitrag #9
Zitat von MoBaFahrer216 im Beitrag #1
Preis: hoch. Mit Umbausatz und einem guten Decoder ist man mit Sicherheit über den fünfzig Euro.

Die Kosten muss man schon in Realation zum Ziel betrachten. Was muss man für eine Neuanschaffung auf den Tisch legen,- was kostet mich ein Umbau.
Daher finde ich es völlig OK in der Bucht analoge Loks für kleineres Geld zu kaufen und diese dann mit HLA und mLD3 auszurüsten.



Ich gebe zu: die Preiseinschätzung ist ein wenig subjektiv gefärbt, gerade, da für mich ein Preis-Leistungs-Umbau eher im Bereich von 30-40 Euro liegt (die Hamo-Lösung)


Viele Grüße
Richard


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#13 von Jürgen Gruber , 02.07.2022 10:19

Hallo,

ein Umbau mit sehr gutem Ergebnis muss nicht teuer sein. Kaufen wenn die Preise stimmen.

Bei mir liegen hier auf Vorrat noch etliche 60972 und 60760.

Der letzte Umbau:

60972 mld/3 für 23,10 €
60760 Set für 33,80 € abzgl. 12,- € für den Erlös des Dekoders.

Lok umgebaut für 44,90 €

Viele Grüße
Jürgen


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#14 von Peter BR44 , 03.07.2022 07:48

Hallo zusammen,

ob ein Umbau 10,00 Euro oder 100,00 Euro kostet, ist völlig irrelevant.
Jeder muss für sich persönlich entscheiden, ob ihm ein Umbau das wert ist.
Dabei spielt es keine Rolle, was andere davon halten oder meinen!
Wichtig ist nur, dass man damit glücklich ist und Freude daran hat.


Viele Grüße Peter


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#15 von Railwolf , 09.07.2022 13:39

Hallo Richard,

zwei Fehler finde ich in deiner Darstellung:

Zitat von MoBaFahrer216 im Beitrag #1
Die Decoderauswahl ist ebenfalls deutlich spärlicher als im Segment der Decoder für Gleichstrommotoren. Neben den alten c80- und Delta-Decodern und Märklins modernem Allstromdecoder 60906 stellt meines Wissens nach aktuell nur noch die Firma Tams Decoder für den Wechselstrombetrieb her (deren zwei, die bei mir verbaut waren, aber nach ein paar Jahren, in denen die Loks ein Schrankdasein fristeten, die Grätsche gemacht haben).


Der Uhlenbrock 76200 ist immer noch erhältlich. Die Technik ist zwar mittlerweile nicht mehr aktuell, aber ich habe einen in einer alten V200 eingebaut, und die geht senkrecht die Wände rauf und fährt - zumindest unter DCC 128 - sehr manierlich. Die hohe Leistung am Radkranz wird freilich durch hohe Energieaufnahme erkauft.

Zitat von MoBaFahrer216 im Beitrag #1
Loks aus Märklins 35xxer-Serie verfügen ab Werk über einen fünfpoligen Motor mit Feldspule. Ersetzt man diese durch einen Hamo-Magneten, haben auch diese Loks einen HLA.



Das ist so nicht richtig. Die Feldstärke des Stators ist ganz anders, weil diese Motoren auch bei relativ niedrigen Spannungen im Analogbetrieb hoch drehen sollten - damit ein Regelungspotential entsteht. @SAH hat sich mit diesen Motoren auseinandergesetzt und seinerzeit, wenn ich mich recht erinnere, feststellen müssen, daß diese Motoren von vielen Decodern nicht anständig geregelt werden können.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#16 von SAH , 09.07.2022 14:43

Moin @Railwolf (Wolf) und @MoBaFahrer216 (Richard),

Bei Märklin sind die Dekoder und der "DDCM1" alias HLA aufeinander abgestimmt. Deshalb kann ein Plug@Play stattfinden. Andere Dekoderhersteller fahren am Besten, wenn sie sich daran orientieren.
Etwas experimentierfreudige probieren andere Motoren aus, auch unter Einbezug einfacher Programmierabläufe und erhalten keine idealen Ergebnisse. Damit wird die ursprüngliche Kombination als ideal bestätigt.
Somit fällt auch der analoge 5*-Läufer (FDCM / 610030) in die Kategorie "unbrauchbar'.
Zum Programmieren dieses leider nicht offiziell dokumentierten Läufers muss man eine streng logisch und aufwändige Prozedur befolgen, deren Umfang die meisten P&P Liebhaber abschreckt.
Wenn man sich nicht von (erfundenen) Konventionen bzgl. sinnvoller CV-Werte abschrecken läßr, kann man diesen Motor auch zähmen und mindestens gut Ergebnisse erzielen.
Das ist schließlich auch @Badaboba (Volker) mit FDCM/HAMO und mir mit FDCM/LRA+
gelungen.
Aus meiner Sicht: bei FDCM mit HAMO die Regelreferenz auf 9V setzen. Das wäre ein guter yAnfang.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#17 von Ludwig47 , 09.07.2022 15:50

Zitat von Jürgen Gruber im Beitrag #13
Der letzte Umbau:

60972 mld/3 für 23,10 €
60760 Set für 33,80 € abzgl. 12,- € für den Erlös des Dekoders.

Lok umgebaut für 44,90 €

Hallo Zusammen,

das konnte man mit dem HLA Motorset 60941 für 22,50€ beim selben Anbieter für <1€ mehr auch einfacher haben.

Gruß,
Ludwig47


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#18 von Ludwig47 , 09.07.2022 16:01

Zitat von SAH im Beitrag #16
Somit fällt auch der analoge 5*-Läufer (FDCM / 610030) in die Kategorie "unbrauchbar'.
Zum Programmieren dieses leider nicht offiziell dokumentierten Läufers muss man eine streng logisch und aufwändige Prozedur befolgen, deren Umfang die meisten P&P Liebhaber abschreckt.

Der 610030 kann sehr wohl brauchbar sein! Es kommt eben wie immer drauf an für was.
Als P&P Liebhaber (der trotzdem auch das Equipment und Wissen für aufwändigere Umbauten hat) sind bei mir bisher zwei 610030 in digitalisierten Modellen verbaut - aus gutem Grund - die eine ist die ALPHA F1 und die andere die Rennsau von 2000; beide Modelle perfekt prädestiniert für Highspeed Betrieb, speziell im R1 oder auch Industriekreis. In Verbindung mit den weltberühmten DELTA Stop-Go Decodern und bei den Fliehkräften auf nur noch zwei Rädern würden Hamilton & Co. glatt vor Neid erblassen!

Gruß,
Ludwig47


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zuletzt bearbeitet 09.07.2022 | Top

RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#19 von Jürgen Flörke , 09.07.2022 16:18

Hallo,

der Anker 610030 ist am Besten für Delta Loks mit DCM geeignet:

Schnellfahrloks erhalten dann den 5pol 610030, Universalloks behalten den roten Dreipoler DCM 2, den diese ab Werk ohnehin haben, langsame Güterzugloks erhalten den grünen DCM 1 aus den 70ern.

Die Verwendung des Ankers 610030 zusammen mit Hamo-Bügeln wäre mir im Dauerbetrieb thermisch zu riskant, erst recht bei teuren Sound Decodern.

Das der Anker 610030 nicht "unbrauchbar" ist, erkennt man daran, dass er in der Bucht gebraucht für 16 € gehandelt wird, den DCM 2 mit rotem Punkt gibt es gebraucht oft schon für 3 €!

Bei Verwendung von Hamo-Bügeln ist der DCM 2 mit rotem Punkt m. E. die bessere Wahl als 610030, wenn man denn den 60941 absolut nicht kaufen will.

Gruß


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#20 von Jürgen Gruber , 10.07.2022 09:22

Zitat von Ludwig47 im Beitrag #17
Zitat von Jürgen Gruber im Beitrag #13
Der letzte Umbau:

60972 mld/3 für 23,10 €
60760 Set für 33,80 € abzgl. 12,- € für den Erlös des Dekoders.

Lok umgebaut für 44,90 €

Hallo Zusammen,

das konnte man mit dem HLA Motorset 60941 für 22,50€ beim selben Anbieter für <1€ mehr auch einfacher haben.

Gruß,
Ludwig47



Hallo Lutzwig,

schon klar, aber die 60760 liegen bei mir teilweise schon 2-3 Jahre rum. Habe doch geschrieben, kaufen wenn der Preis passt

Und teilweise baue ich die einfachen Dekoder aus 60760 auch ein. So gibt mir das Set mehr Flexibilität.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: How to... Digitalisieren von Märklin-Loks

#21 von SAH , 10.07.2022 12:57

Moin @Jürgen Gruber , @Jürgen Flörke und @Ludwig47 ,

die Eignung des 610030 für Delta, El.U. usw stand hier nicht zur Debatte, sondern die Eignung zur Umrüstung auf Dekoder mit elektronisch unterstütztem Lastausgleich alias Regelung und die erfolgreiche Einstellung der dazugehörigen Parameter.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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