RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#1 von Lichtleiter ( gelöscht ) , 27.01.2008 21:38

Hallo Forum,

nachdem ich das schon lange vor mir hergeschoben habe, möchte ich jetzt doch eine, wenn auch sehr kleine, H0 (Märklin K-Gleise) Anlage bauen.

Impressionen...

Wenn ich in den 60er Jahren als (Klein-)Kind mit meiner Mutter aus dem Norden zu meinen Großeltern nach Obersuhl (Nordhessen) gefahren bin, sind wir immer in Bebra von einem Schnellzug, mit mehr oder weniger Aufenthalt, in ein Ferkeltaxi nach Obersuhl umgestiegen. Der Triebwagen verließ den Bahnhof Bebra in Richtung des Nebenbahngleises nach Obersuhl, in dem es den Gleiskörper des BBW Bebra benutzte und mein stärkster Eindruck auf dieser Zeit sind die Dampflokomotiven gewesen, die aufgereiht in den Ringlokschuppen des BBWs aufgestellt waren.

Anlagenzweck...

Ein Bahnhof, der dem Bahnhof von Bebra ähnelt, ist vom Platzbedarf her nicht denkbar. Überhaupt kommt es mir nicht auf Authentizität an, sondern, dass ich Bilder und Impressionen aus meiner Kindheit verarbeite. Die Anlage soll also eher einer abstrakten "kindlichen Sichtweise" entsprechen...

Realisieren möchte ich eine Drehscheibe mit Ringlokschuppen, (einfache) Lokbehandlungsanlagen, eine kleine Wagenhalle (als Lokschuppen und Halle möchte ich POLAs "Freilassing" nehmen) und eine Nebenbahn, die durch das Bahnbetriebswerk führt. Außerdem möchte ich, optisch ein wenig abgetrennt, einen kleinen Haltepunkt, wie ihn Obersuhl damals hatte, darstellen.

Schattenschleifen...

Die Gleise im Schattenbreich sollen die Möglichkeit bieten, dass (ohne gegenseitige Behinderung) die Züge dort wieder erscheinen können, wo sie verschwunden sind, aber auch am jeweils anderen Tunnelportal.

Leider kein Platz

Das alles muß auf einer Fläche von 160cm x 140cm Platz finden. Geplant sind zwei Segmente von jeweils 80cm x 140cm, die später vielleicht mal um weitere Segmente erweitert werden können, auf denen ein Bahnhof, zu dem das BBW gehört, Platz findet.

Es wäre sehr nett, wenn ihr meinen 1. Gleisplanentwurf kommentiert und mir helft, grobe Anfängerfehler zu vermeiden.

Vielen Dank und viele Grüße
Jörn






Lichtleiter

RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#2 von Thilo , 28.01.2008 21:32

Hallo Jörn,

ich finde deinen Gleisplan ziemlich genial! Auf kleinerer Fläche läßt sich dein Thema wohl kaum noch unterbringen.

Als einzigen Haken sehe ich die vielen Bogenweichen, die können (auch mit Märklin-Fahrzeugen) für Entgleisungsfrust sorgen. Aber ohne sie geht es bei dir nicht.

Viele Grüße

Thilo


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RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#3 von Peter Müller , 28.01.2008 21:38

Und die Steigungen. Aber wenn dort nur Lokomotiven hoch müssen, soll es wohl gehen. Für schöne große Dampfloks mit 5 angetriebenen Achsen werden die Kurven grenzwertig sein.


Grüße, Peter


 
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RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#4 von Lichtleiter ( gelöscht ) , 28.01.2008 22:07

Hallo Thilo, hallo Peter,

bei den Steigungen habe ich eigentlich darauf geachtet, dass ich nicht über 5% komme (deshalb fangen die Steigungen bereits in den Kurven an).

Tja und bei den Bogenweichen hoffe ich halt, dass ich mit sehr genau justierten Radlenkern irgendwie in der Lage bin, Entgleisungen zu vermeiden. (gibt es bei der Betriebssicherheit eigentlich Unterschiede zwischen den alten Weichen mit angebauten Weichenantrieben und denen, wo die Antriebe gesteckt werden?)

Wieso ist eigentlich der Kreis aus 2221 etc. für normales Rollmaterial problematisch?

Viele Grüße
Jörn


Lichtleiter

RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#5 von Thilo , 28.01.2008 22:18

Hallo Jörn,

solange du ausschließlich mit Märklin-Loks fährst sollte es mit dem 360mm Radius (theoretisch ) keine Probleme geben. Mit Einschränkungen gilt das auch für Fleischmann. Die größeren Fahrzeuge vieler anderer Hersteller (z. B. Roco, Rivarossi, Liliput usw.) verlangt als Minimalradius R2 (ca. 415mm). Wenn du Glück hast durchfahren sie zwar auch noch R1, aber sie entgleisen doch häufiger. Ich habe inzwischen auch eine Lok (Class J von Bachmann-Spectrum), die als Minimalradius R3 fordert.

Ich weiß nicht, wie weit du schon Gleismaterial besitzt. Betriebssicherer als die K-Gleis-Bogenweichen sind auf jeden Fall die des C-Gleises. Generell kann man sagen, je älter eine Weiche ist, desto störungsanfälliger ist sie dann auch.

Viele Grüße

Thilo


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RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#6 von Peter Müller , 28.01.2008 22:37

Betriebssicherheit geht verloren, wenn:

- die Bögen immer enger werden (360 mm ist der engste Bogen)
- Du die Ebene verlässt. Dabei sind Beginn und Ende der Rampen am kritischsten
- Du Weichen verwendest (ohne geht es nicht, aber schau Dir diese Umfrage an).

Viel mehr kann man eigentlich nicht tun, um Entgleisungen zu provozieren. Oder doch? Ach ja, Du könntest lange Fahrzeuge mit vielen Achsen an einem Rahmen und leicht aufliegenden Vorlaufachsen verwenden. Dampfloks zum Beispiel .

Vielleicht geht es mit ganz sauber verlegten Gleisen. Trotzdem mein Vorschlag, den Aufbau zuerst nur provisorisch vorzunehmen. Dann bist Du nicht all zu grimmig, wenn Du von Deinem Vorhaben absehen musst.


Grüße, Peter


 
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RE: Anfängeranlage "BBW Ultrakompakt" so OK?

#7 von Lichtleiter ( gelöscht ) , 28.01.2008 23:09

Zitat von Peter Müller
...Trotzdem mein Vorschlag, den Aufbau zuerst nur provisorisch vorzunehmen. Dann bist Du nicht all zu grimmig, wenn Du von Deinem Vorhaben absehen musst...



Hallo Peter,

ja, das ist eine sehr gute Idee und das werde ich aus so tun!
Es deckt sich auch mit meiner Beobachtung, dass es bei Weichen sogar Exemplarstreuungen gibt und es, wundersamer Weise, manchmal schon hilft, eine problematische Weiche gegen eine andere Weichen des gleichen Typs auszutauschen.

Viele Grüße
Jörn


Lichtleiter

   


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