für meinen Sohn habe ich gestern erstmals die analoge LGB-Gartenbahn aufgebaut. Ich wollte ursprünglich einen ovalen Kreis mit einem Schienenkreuz in der Mitte als Gleisbild installieren, weil ich es abwechslungsreicher finde. Dabei habe ich nicht bedacht, dass es durch die Kehrtwende zu einem Kurzschluss kommt - ein typischer Anfängerfehler.
Nun habe ich gesehen, dass es von LGB (10151) eine Kehrschleife als Set gibt. Es enthält ein Trenngleis und ein Spezialgleis mit eingebauter Elektronik.
Dazu habe ich ein paar Fragen:
1.) Benötige ich dieses Set für meine analoge Anlage oder gibt es eine bessere Alternative? Wie gesagt, ich möchte einen ovalen Kreis mit einem Schienenkreuz in der Mitte als Gleisbild aufbauen. 2.) Falls das Kehrschleifen-Set geeignet wäre, benötige ich gleich 2 davon, wegen der doppelten Kehrschleife durch das Schienenkreuz? 3.) Ist das technisch überhaupt möglich? Falls ja, wo muss ich Trenngleis und Spezialgleis für die beiden Kehrschleifen, die sich durch das Schienenkreuz queren, einbauen? Sind dafür nicht sogar vier Trenngleise (wegen der vier Gleise, die vom Schienekreuz wegführen) notwendig?
Hallo Phil, du benötigst nur die Kreuzung 13100 / 13200, wenn du eine 8 aufbauen willst. Die sich kreuzenden Gleise sind gegeneinander isoliert. Da gibt es keinen Kurzschluß. Anders bei Verwendung der DKW bzw. wenn du ein Oval mit 4 Weichen und einer Kreuzung planst. Das Kehrschleifenset analog 10151 enthält 2 Trenngleise die beide Schienen trennen. In einem der Trenngleise sind in den Schwellen Dioden für die korekte Polung der Kehrschleife verbaut. Die Kehrschleife kann nur in einer Richtung durchfahren werden. Volker
Leider bin ich Anfänger und habe keine Ahnung, welches MD Modul ich für mein Oval mit Kreuzungsschiene benötige. Genügt ein Modul?
Immerhin sind es vier Weichen und damit Schienen die vom Oval abgehen und zur Kreuzung in der Mitte des Ovals führen. Wie montiere ich ein Modul und was kostet es ungefähr?
Können die beiden Züge dann problemlos von allen Seiten zur Kreuzung fahren?
Da ist die volle Info zum Modul von MD, bei "weitere Produktdetails" alles online lesbar, aber ganz unten dort auch (roter Link) die komplette Bedienungsanleitung. Nicht vom Beginn des Textes abschrecken lassen, der von CV, also von digitalen Einstellungen, berichtet, denn das Modul ist voll analog funktional. Anschlusspläne stehen auch mit dabei.
Ich sehe allerdings beim raschen Drüberlesen, dass das Modul im Analogbetrieb auch nur eine Durchfahrtsrichtung erlaubt, steht da zumindest. Das gilt es natürlich zu beachten.
Nicht nur analog ist so eine "Bretzel" eine gewisse Herausforderung, wenn ich richtig verstanden habe ein äusseres Oval und aus den jeweiligen "Ecken" ein Kreuz durch die Mitte. Das werden vier verschlungene Kehrschleifen mit reichlich Trennstellen. Die handelsüblichen Kehrschleifenmodule sind für eine einfache Kehrschleife ausgelegt, egal ob digital oder analog. Die polen den Ausgang beim erkennen eines Kurzschlusses um. Alternativ werden sie über Reedkontakte o.ä. vom Zug selbst angesteuert. Der Haken an der Gleisfigur ist das es nicht eindeutig eine Strecke und eine Kehrschleife gibt sondern ineinander verschlungene Kehrschleifen, die Strecken dadurch in beide Richtungen befahren werden und im Analogbetrieb die Fahrtrichtung von der Polarität der Gleisspannung abhängt. Mit einer einfachen Lösung wird das nichts, hab gerade eine Wahrheitstabelle mit den möglichen Fahrwegen und den dazu nötigen Schaltvorgängen angefangen und mir raucht nach den ersten zwei mögliche Fahrwegen der Kopf. Mehrer KSM können das Problem lösen, müssen dann aber welche sein die durch die Lok selbst ausgelöst werden, und zwar abhängig von der Fahrtrichtung. Kurzschlußerkennung würde ja alle gleichzeitig ansprechen lassen.
Hallo! Wenn Volker mit der Kreuzung 13100 / 13200 recht hat, dass sie isoliert ist, dann hast du zwei "Kehrschleifen". Deine Hauptstrecke ist dann die 8 mit der Kreuzung in der Mitte. Die beiden "Kehrschleifen" sind dann keine Schleifen sondern die beiden äußeren geraden Stücke des Ovals jeweils zwischen den beiden Weichen, die zur 8 führen. Das sollte machbar sein.
Zitat von Iberia71 im Beitrag #5Noch eine Frage zum Modul: ist es wetterfest?
wie Volker und Anton bereits geschrieben haben, sind bei Kreuzungen im Zweileiterbereich die problematischen kreuzenden Schienenstränge regelhaft gegeneinander isoliert und Du benötigst - im Gegensatz zu einer (Kreuzungs)weiche - gar kein Kehrschleifenmodul, weil Du keine Kehrschleife(n) hast. Bei nicht benötigten Modulen ist die Wetterfestigkeit dann doch egal oder?
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Zitat von Iberia71 im Beitrag #5Noch eine Frage zum Modul: ist es wetterfest?
wie Volker und Anton bereits geschrieben haben, sind bei Kreuzungen im Zweileiterbereich die problematischen kreuzenden Schienenstränge regelhaft gegeneinander isoliert und Du benötigst - im Gegensatz zu einer (Kreuzungs)weiche - gar kein Kehrschleifenmodul, weil Du keine Kehrschleife(n) hast. Bei nicht benötigten Modulen ist die Wetterfestigkeit dann doch egal oder?
MfG
vik
Hallo vik - er möchte die beiden "Bäuche" der "8" miteinander verbinden, so dass ein Oval entsteht. Dadurch entstehen ja zwei Kehrschleifen!
Phil möchte folgendes Gleisbild - er erhält praktisch zwei Kehrschleifen, die irgendwie gegen Kurzschluss gesichert werden müssen. Dazu müssten die beiden Verbindungsstrecken (rot) isoliert werden:
Wenn es unbedingt eine "8" und gleichzeitig ein Oval sein soll ohne elektrische Probleme zu bekommen, kann man das Oval auf einer Seite um die "8" herumführen:
Rudi hat Recht, und die Eleganz liegt wie immer in der einfachen Lösung.
Es wäre diese Figur z.B. ganz einfach möglich, wenn zu den höchstwahrscheinlich vorhandenen Bogenschienen 600er einfach ein Satz 750er dazu gekauft wird (für den Parallelkreis rechts). Die Kreuzungen von LGB sind alle tatsächlich isoliert, jedenfalls die welche ich besitze, ob Märklin das heute auch noch so macht weiß ich nicht.
Erstmal denkt man vielleicht, oh, extra Schienen dazukaufen... aber im Vergleich zum Anschaffungspreis für die Kehrschleifenmodule rechnet sich das doch wirklich.
Und, uhm, nicht böse nehmen, lieber Threadersteller, aber es handelt sich ja doch eher um eine Art Carrera-Eisenbahnanlage mit diesen Figuren, also die Kinder sollen spaßig den Zug mal so oder so kreisen sehen, oder? Keine andere modellbahnerische Idee könnte ich dahinter sehen - also da Viele ja sehr vorbildorientiert planen, so etwas beim Vorbild aber so nicht vorkommt, muss es sich doch um eine Spielbahn handeln.
Dann würde ich sagen, ist diese Lösung wirklich die beste. Gut bedacht, Rudi! Ich finde das ist ein wirklich nützlicher Vorschlag für einen Analogbahner mit Spaßbahn in G.
Ja - bei solchen Gleisfiguren handelt es sich um Spaß- und Spielbahnen - was auch vollkommen in Ordnung ist, denn jeder ist wohl so angefangen Wenn man sich dann etwas länger damit beschäftigt, kommt von selbst die Einsicht, dass man für einen halbwegs vorbildgerechten Betrieb eine Strecke von A nach B braucht - also mindestens zwei Bahnhöfe, die räumlich möglichst weit voneinander entfernt liegen
Zitat von Rudi1963 im Beitrag #12Zur Veranschaulichung:
Phil möchte folgendes Gleisbild - er erhält praktisch zwei Kehrschleifen, die irgendwie gegen Kurzschluss gesichert werden müssen. Dazu müssten die beiden Verbindungsstrecken (rot) isoliert werden:
Danke für die Zeichnung, Auch da ist nicht die Kreuzung das Problem sondern die Weiche(n).
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Die Verbindungsstrecken sind das Problem, weil diese die Kurzschlüsse verursachen.
Mit Kehrschleienmodulen werden diese Strecken isoliert und so manipuliert, dass der Strom nur in eine Richtung fließen kann.
Bedenken muss man dabei, dass die Züge diese Bereiche nur in eine Richtung befahren können; außerdem stoppt der Zug jedes Mal - und fährt erst dann weiter, wenn der Drehknopf am Trafo in Gegenrichtung gedreht wird.
Herzlichen Dank für eure fachkundigen Gedanken und den sachlichen Austausch untereinander, um mein Problemchen zu lösen.
Es war eine Freude, eure Anmerkungen und Kommentare zu lesen!
Ich werde den durchdachten Vorschlag von Rudi umsetzen, sobald ich die passenden Schienen dafür besorgt habe.
Mein Sohn ist acht Jahre alt und in der Tat steht der Spielspaß an erster Stelle. Es geht hier nicht um eine vorbildgerechte Modelleisenbahn. Deshalb ist ein unkomplizierter Kompromiss in diesem Fall die beste Lösung!
GuMo Phil, lass mich auch noch einen Groschen in den Rung werfen. So ganz ohne Strom auf den Gleisen und bauen wie du magst , wäre das auch eine Möglichkeit? Da gäbe es Loks mit Akkubetrieb von ganz einfach bis komplizierter. Einfach wäre z.B. Piko (das System lässt sich auch in andere Loks einbauen), oder für den Anfang Playmobil gebraucht. Für später gibt es bessere Lösungen z.B. im englischen Raum oder eine gute Fernbedienung und Umbau von Gartenbahnloks. Echtdampf geht na klar auch https://youtu.be/js4vgFl5ZvI
Da Phil ja 2 Weichen übrig hat, kann er ja die andere Seite des Ovals ebenfalls umrunden - Kurvengleise von LGB sind recht günstig; so können zwei Züge gleichzeitig fahren ohne zusammenzustoßen