ich hatte diese Frage schonmal gestellt und mehrere Antworten bekommen, die sich auch mit meinem Wissensstand nahezu deckten.
Altbau-Eloks hatten rot gefaerbte Scheiben, die auf die Laternen aufgesteckt wurden. Meines Wissens nach wurde nur die in fahrtrichtung rechte Laterne damit bestueckt, wenn die Lok alleine fuhr.
Zitat von Thomas Wyschkony...Altbau-Eloks hatten rot gefaerbte Scheiben, die auf die Laternen aufgesteckt wurden. Meines Wissens nach wurde nur die in fahrtrichtung rechte Laterne damit bestueckt, wenn die Lok alleine fuhr.
Moin, dies habe ich auch so gehört. Eine andre Möglichkeit gibt es bei der Epoche auch nicht, Wendezug war ja nicht.
Vor die alten (ex Reichsbahn-)Lampen wurde wie beschrieben eine rote Scheibe gesteckt. Viele Elektroloks erhielten bei der DB aber auch die von den Dampfloks ebenfalls bekannten Reflexscheinwerfer. Hier ist eine rote Scheibe klappbar im Lampengehäuse angebracht (siehe z.B. http://www.railfaneurope.net/pix/de/elec...94/DSCF2550.jpg ). In beiden Fällen können (nicht müssen !) zwei rote Rücklichter geschaltet werden. Bei denjenigen E94, die vornehmlich im Schiebedienst eingesetzt wurden wurde eine vierte Lampe (rot) am Vorbau befestigt (siehe z.B. http://www.railfaneurope.net/pix/de/elec...94/194579-9.jpg ). Dadurch wurde dem Lokführer das Absteigen bei jedem Fahrtwechsel (z.B. am Ende des Schiebedienstes) erspart.
ZitatMoin, dies habe ich auch so gehört. Eine andre Möglichkeit gibt es bei der Epoche auch nicht, Wendezug war ja nicht.
Irrtum! Bereits 1939 stattete die Deutsche Reichsbahn die E 04 23 mit Wendezugsteuerung aus - allerdings nur für Versuchszwecke und als einzige ihrer Baureihe.
Und wenn wir gerade bei Reichsbahn (nicht LBE oder ähnliche sind), auch eine BR03 (!!) wurde im Wendezugdienst zur Probe eingesetzt. Quelle: Die Baureihe 03, Hansjürgen Wenzel, Eisenbahn-Kurier e.V. 1975 (ich habe keine ISBN notiert) Aber damit wären wir von den Elloks weg und bei den Dampfloks und damit zumindest teilweise OT.
weder bei der DR noch bei der DB wurden die rotleuchtenden Lampen am Ende eins Zuges Rücklichter genannt.
Es heisst bei der Bahn:
Schlußsignal bzw. Zugschluß!
Zum Schlußsignal habe ich vor Monaten in einem anderem Zusammenhang ausführlicher geschrieben.
Noch was:
Bis ca.1955 war als Schlußsignal bei allen Lz fahrenden Loks vorgeschrieben:
bei Tageslicht: rote Scheibe mit weißen Rand
bei Nacht: rote Laterne
Die rote Scheibe bzw. rote Laterne wurde am hinteren Zughaken befestigt.
Bei den 12 mit Wendezugsteuerung ausgerüsteten E44(039G,086G,087G,089G,090G,094G,096G,147G und 184G bis 187G ) waren die beiden unteren Lampen pro Seite so ausgerüstet, dass durch Umklappen eines Hebels die Lampen rot leuchteten. Díese Aufgabe hatte der Zugführer!! händisch bei Richtungswechsel zu erledigen.
Hintergrund ist mein neuester Umbau der aktuellen Märklin E04 (37470). Die hat jetzt rote Rücklichter.
In GP ist ja leider immer noch nicht fähig/willens, so etwas standardmäßig in 199/155 € teure Loks einzubauen.
Nur mich plagt mittlerweile aber doch obige Frage. Nicht dass ich damit die Vorbildhaftigkeit verletze.
Hallo Ruhr - Sider,
na ja.....es gab nur die E04 23 mit Wendezugsteuerung bei der DRG. Die blieb nach Kriegsende auf thüringischen Gebiet stehen. Und kam nicht in den Bestand der DB.
Bei der DR (Ost) wurde die Wendezugsteuerung der E04 23 bzw 204 023 nicht wieder aktiviert.
Märklin nun "Unfähigkeit" vorzuwerfen, weil man keinen roten Zugschluß eingebaut hat ................
Märklin beweist bei wichtigeren Dingen Unfähigkeit.
Zitat von Treibstange.... Märklin nun "Unfähigkeit" vorzuwerfen, weil man keinen roten Zugschluß eingebaut hat ...
das sie das können, weiss ich, da gibt es ja Beispiele. Aber ich würde mir schon wünschen in neue aufgelegten Modellen durchgängig diesen Standard zu haben. Vor allen Dingen dann, wenn man eine bereits tausendfach benutzte Form einfach wieder her nimmt und statt eines analogen Umschalters oder DELTA-Decoders nun das Modell mit einen mfx-Hochleistungsantrieb hochrüstet, diesen dann funktional auf Sparflamme einstellt und auch noch glaubt, diese Lok dann für 199 UvP "marktgerecht" unters Volk bringen zu können.
Da ist schon "heavy".
Zitat von Treibstange Märklin beweist bei wichtigeren Dingen Unfähigkeit