Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#1 von trapper.hardy , 01.06.2022 22:32

Hallo zusammen,
ich habe eine Frage an die Elektronik-Spezialisten:
Ursprüngliche Planung war, Personenwagen mit einem Funktionsdecoder zu versehen und über einen Schleifer (Pickelbahner) und stromführende Kupplungen zu versorgen.
Nachdem ich eine Ladeschaltung mit Gleichrichter samt Pufferelko eingebaut hatte, gab's in einem "Brainstorming" den Hinweis
"wenn Du eh schon zweipolige stromführende Kupplungen verbaust, dann hol Dir doch die Versorgung von einem Funktionsausgang des
Lokdecoders". Der hat ja auch schon den Gleichstromausgang... wird also "doppelt gemoppelt". Eigentlich dürfte dem Gleichrichter das egal doch egal sein,
oder bin ich auf dem Holzweg?. Last wird etwa pro Wagen 20mA x 7 Wagen = 140mA. Der LoPi 5 verträgt am Ausgang bis zu 250mA pro verstärktem Ausgang, also
auf dieser Seite alles im Rahmen.
Danke für Aufklärung
Schönen Abend
Gruß
Hardy


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RE: Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#2 von moppe , 01.06.2022 23:29

Zitat von trapper.hardy im Beitrag #1

"wenn Du eh schon zweipolige stromführende Kupplungen verbaust, dann hol Dir doch die Versorgung von einem Funktionsausgang des
Lokdecoders".


Erste mal einer deiner wagen entgleisen und einer die zwei Polen ihren Kupplung kommt in Kontakt mit der Mittelleiter hab du ein zerstörtes Decoder.......
Du fahren Dreileiter, hier sind die Punktkontakten höher als der Gleis in weichen - und in weichen passiert die meisten Entgleisungen.

In meiner Augen sind der Universalanleitung für Wagenbeleuchtung (zu mindestens für Dreileiterfahrer) hier:
https://www.ingomoegling.de/ledbeleuchtung.html

Für Zweileiter kommt der Anleitung mit jeder ESU 50708.......


Klaus


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RE: Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#3 von Martin Lutz , 02.06.2022 09:49

Zitat von trapper.hardy im Beitrag #1
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage an die Elektronik-Spezialisten:
Ursprüngliche Planung war, Personenwagen mit einem Funktionsdecoder zu versehen und über einen Schleifer (Pickelbahner) und stromführende Kupplungen zu versorgen.
Nachdem ich eine Ladeschaltung mit Gleichrichter samt Pufferelko eingebaut hatte, gab's in einem "Brainstorming" den Hinweis
"wenn Du eh schon zweipolige stromführende Kupplungen verbaust, dann hol Dir doch die Versorgung von einem Funktionsausgang des
Lokdecoders". Der hat ja auch schon den Gleichstromausgang... wird also "doppelt gemoppelt". Eigentlich dürfte dem Gleichrichter das egal doch egal sein,
oder bin ich auf dem Holzweg?. Last wird etwa pro Wagen 20mA x 7 Wagen = 140mA. Der LoPi 5 verträgt am Ausgang bis zu 250mA pro verstärktem Ausgang, also
auf dieser Seite alles im Rahmen.
Danke für Aufklärung
Schönen Abend
Gruß
Hardy

Bezüglich 2 Gleichrichter hintereinander. Ja, das geht schon. Du verlierst halt über jede gerade aktive Diode des Gleichrichters 0.7V. Bei 4 gerade aktiven (gleichzeitig durchgeschalteten Dioden) sind das immerhin 2.8V.

Was die Sache der Decoderspannung auf der Kupplung angeht, hat Klaus (moppe) Recht. Mit einem Relais kann die Schleiferspannung geschaltet werden. Somit ist auf der Kupplung immer Gleisspannung, was den Decoder schützt. Dann aber brauchst du den zweiten Gleichrichter für alle Stromarten.

Den Gleichrichter bei LED Beleuchtungen sollte man dann auch einbauen, wenn man den Wagen mit Analog DC einsetzt. Dann wird der Gleichrichter genutzt um den Wagen auch rückwärts fahen zu lassen (LED leuchten unabhängig von der Gleispolarität.


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RE: Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#4 von volkerS , 02.06.2022 12:50

Hallo Hardy,
den Gleichrichter in jedem Wagen benötigst du für die Beleuchtung. Wenn du z.B. definierst dass bei Blick auf die Kupplung rückseitig der Lok links Funktionsausgang und rechts Rückleiter ist, dann musst du dies konsequent an allen Wagen so umsetzen. Sobald du nur einen Wagen um 180° gedreht in deinen Zug einreihst, fällt in diesem die Beleuchtung aus da plus/minus vertauscht sind. Ein Elko quittiert dies entweder sofort oder nach einer gewissen Zeit entweder mit einem geplatzten Deckel oder Aufsprengen des Gehäuses was dann zu einer ziemlichen Sauerei im Wagen führt. Abgesehen davon dass damit einhergehend auch der Aux des Decoders zerstört werden kann. Ich würde über die 2-polige Kupplung Schienenpotential und über ein Relais in der Lok geschaltet, den Mittelleiter führen.
Volker


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RE: Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#5 von Railstefan , 02.06.2022 16:04

Hallo Volker,

das Schienenpotential kannst du besser in jedem Wagen direkt von den Achsen abgreifen - da gibt es Lösungen, die kaum Reibung verursachen.
Dann reicht eine einpolige Kupplung für den Mittelleiter, egal ob aus der Lok oder aus einem Wagen (Packwagen) - damit bliebe der Wagenpark sogar mit jeder Lok kuppelbar, egal ob diese eine elektrische Kupplung hat.

Viel Erfolg
Railstefan


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Die Erkenroder Straßenbahn - meine Straßenbahn-Anlage mit DC-Car-System hier im Forum: RE: Re: Die Erkenroder Straßenbahn - Alterungen und Beleuchtungen Häuser Teil 6

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RE: Gleichstrom über Brückengleichrichter?

#6 von volkerS , 02.06.2022 19:57

Hallo Railstefan,
das ist mir schon klar, der TE hat aber schon 2-polige Kupplungen. Ein erneutes Umrüsten würde zusätzliche Kosten verursachen.
Mir ging es darum dass, wenn er über den Lokdecoder die Wagen beleuchten will, besser ein Relais den Mittelleiter schaltet und jeder Wagen seine Beleuchtung über einen Gleichrichter von der durchgehenden 2-poligen Sammelschiene aller Wagen abgreift. Ich hätte als Pickelbahner nur einpolige Kupplungen verbaut und entweder via Relais den Puko von der Lok auf die Wagen geschaltet, Rückleiter direkt vom Wagen an die Schienen wie du es beschreibst, oder gleich entweder im Steuerwagen oder Packwagen einen Funktionsdecoder. Ich benutze einen Funktionsdecoder im Steuerwagen.
Volker


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