Für Güter die Bahn – das Sorgenkind [Wagenladungsverkehr] der SBB steht am Scheideweg Die SBB wollen einen Teil des Güterverkehrs einstellen, wenn sie dafür keine Subventionen erhalten.
Ich hatte hier auch schon einmal eine passende Reportag in YouTube verlinkt, aber ich finde sie leider nicht mehr... Was ich noch im Gedächtnis habe: - Veraltete Fahrzeuge - Persoalabbau - Kurze Strecken in der "kleinen" Schweiz mit jeweils Aufwand für das Umladen - LKW Spediteur im Cargo-Vorstand
Wenn man Tausende, ja sogar Millionen von Stunden und Gelder für Personalbeurteilungen und Workshops für Nebenthemen wie "Kollegiales- Teamcoucing" und anderen Unsinn aufwendet ( beschäftigung Sozialarbeiter und andere ) , muss man sich nicht wundern, wenn das Kerngeschäft kein Geld abwirft. Bei SBB- Cargo würde ein kräftiger Personalabbau in der sogenannten "Führungsebene " nicht schaden!
Es ist ein Wunder, dass es Einzelwagen-Ladungsverkehr in der Schweiz überhaupt noch gibt! Das liegt selbstverständlich auch an den politischen Vorgaben (Nachtfahrverbot LKW), aber auch am politischen Willen ("Güter auf die Schiene"). Aber selbstverständlich ist die Bahn im Stückgutverkehr nicht konkurrenzfähig gegenüber dem LKW, allein schon deshalb, weil bei An- und Ablieferung 2x mehr umgeladen werden muss. Diesen zusätzlichen Aufwand muss irgendwer bezahlen. Es ist aber schon eine Leistung der schweizer Bundesregierung, dass sie eine Euro-Palette über Nacht von Basel nach Zürich mit dem Zug statt mit dem Auto transportieren lassen kann. In Deutschland ist DB-Cargo bzw. DB-Schenker dazu gar nicht mehr in der Lage.
Aber auch die Schweiz hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie wir auch, wenngleich es bei den Eidgenossen eher wie "jammern auf hohem Niveau" klingt (von hier aus zumindest): Durch die Streckenauslastung und die Beschleunigung des Personenverkehrs und durch Zunahme des Güter-Transitverkehrs (Ganzzüge auf der Nord-Süd-Achse) bleiben immer weniger Slots für den Einzelwagenladungsverkehr als Nahgüterzug für die Versorgung der kleinen Ladestellen v.a. an den Magistralen übrig, d.h. die Palette von Basel nach Zürich muss slotmäßig mit einem Containerzug von Rotterdam nach Mailand konkurrieren (das ist jetzt übertrieben, da die Palette ja in der Regel nicht "allein" transportiert wird, aber in Einzelfällen durchaus möglich).
Gruß uLi
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