Ein paar Anmerkungen zum neuen Schi-Stra-Bus von Modellbahn Union. (überarbeitet ex Brekina)
Gestern Nachmittag per Post angekommen und heute schon beim MIST4 unterwegs. Viel Zeit war nicht, sich zwischendurch mit dem Modell zu befassen. Also erst einmal die deutlich zu hohe Geschwindigkeit eingebremst auf Vorbild gerechte 120 km/h und, fast noch wichtiger, den glänzend aus dem vorderen Spurwagen heraus schauenden Schleifer mit mattem grau braunem Lack getarnt.
Danach der erste echte Fahrtest auf der Anlage. Der Bus hatte Probleme, auf Steigungen überhaupt von der Stelle zu kommen und dann auf der ersten Weiche gleich eine heftige Entgleisung. Die Ursache war schnell gefunden, der Anpressdruck des Schleifers war für so ein kleines Fahrzeug viel zu hoch.
Die Federspannung zu reduzieren war keine große Kunst und danach lief er wunderbar.
Beim MIST zeigte sich dann ein weiteres Problem. Bei Rückwärtsfahrt über Standartweichen und DKW entgleiste er. Zu Hause habe ich jetzt festgestellt, dass leichtes Zusammendrücken der hinteren Ausleger des hinteren Spurwagens zumindest auf den von mir ausschließlich verwendeten schlanken Weichen das Problem kuriert. Dort entgleiste er zwar nicht, es hakelte aber auch dort rückwärts am Herzstück etwas.
Letztlich hat es wenig Bedeutung, wann fährt ein Einrichtungsfahrzeug schon mal rückwärts. Ein Test auf Standartweichen wird am Freitag in ca. 2 Wochen beim MIST47 stattfinden. Ich bin aber sicher, dass das Problem behoben ist.
Insgesamt war das Schaulaufen beim MIST4 ein voller Erfolg. Der kleine Bus war der heimliche Star des Tages und der Eingang von Bestellungen bei Modellbahn Union würde mich nicht verwundern.
technisch wurde an dem Bus einiges verändert. Der Antrieb ist neu, er läuft fast geräuschlos, so zu sagen butterweich. Vorne hat er jetzt weißes und rotes Licht im Wechsel, hinten rotes und weißes (liegt auf F2) Licht im Wechsel. Innenbeleuchtung hat er auch und als Option gibt es auch Sound. Rückwärts fährt er nur mit Rangiergeschwindigkeit.
Optisch hat sich wohl nichts wesentliches verändert, es gibt ihn für Epoche 3a und 3b, dann zusätzlich mit Sandkästen vorne im Spurgestell und Schutzblechen hinten auf dem Spurgestell.
Nur einen Schwachpunkt konnte auch Modellbahn Union nicht ändern. Die Hinterräder des Busses laufen nicht auf den Schienen und drehen sich daher nicht mit. Theorisch könnte man der Nadelachse mehr Spiel nach unten verschaffen, so dass die Gummireifen mit dem Eigenwicht der Achse aufliegen. Es würde allerdings nur auf extrem großen Radien funktionieren, weil die Reifen in Kurven nach innen hin den Kontakt mit den Schienen verlieren würden. Beim Einlauf in die nächste Gerade käme es dann wohl zur Entgleisung.
Da die Trilexfelgen dunkelrot sind, fällt es im Schatten unter dem Bus aber nur dann auf, wenn man es unbedingt sehen will.
Jürgen, vielen Dank für den Link. Ludger, danke für die Beschreibung.
Hatte eigentlich mit einem "Nischenprodukt" gerechnet, nicht mit so einem vollständigen Sortiment "auf einen Schlag" - AC und DC, Ep. IIIa und IIIb ...
Zitat von Pauline im Beitrag #3..., Beleuchtung vorn und hinten ...
Ich würde bei dem Preis nicht lange fackeln. Denk dran: Hast Du keiner, hol Dir einer!
Jürgen, da hast du wohl Recht. Aber erstens hab ich schon einer (Brekina Ep. IIIb). Und zweitens hab ich den Punkt, der mich als einziger an meinem Bus gestört hat, erfolgreich selbst behoben: Er hat Licht - vorn und hinten. Auf "rot vorn" und "weiß hinten" hab ich allerdings verzichtet.
Auf den absoluten Knüller hat aber auch Modellbahn Union verzichtet: Das obere Spitzenlicht ist nicht beleuchtet ...
Gruß Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Bringt schon eine Verbesserung. Wenn man ihn nicht sehen will, sieht man ihn jetzt nicht mehr. Es ist wie mit den sich nicht drehenden Hinterräder des Busses. Wenn man nicht gezielt darauf achtet, ist das Problem weg.
Funktioniert übrigens auch beim Liliput ETA, persönlich getestet.
Bin gerade vom MIST47 zurück. Der angekündigte Fahrtest rückwärts über Standart Weichen war erfolgreich, er entgleist im Abzweig jetzt nicht mehr. Das leichte Zusammendrücken der Ausleger am hinteren Spurwagen war die Lösung.
Auch die digitalen Probleme beim MIST4 traten nicht wieder auf. Dort lagen auf dem Gleis zugleich MM, DCC und mfx an, wie auch jetzt in Kamp-Lintfort. In Mülheim fuhr er mit einer langen DCC Adresse nicht, erst nach Umprogrammierung auf eine MM Adresse funktionierte er dann. Zu Hause, nur unter DCC, hatte es keine Probleme gegeben. Mit dem Wert 4 in CV12 hat er jetzt mit langer DCC Adresse funktioniert.
Hallo Schi-Stra-Bus Fans, ich liebäugele auch mit diesem außergewöhlichen Fahrzeug. Da auf meiner Märklin-K-Anlage auch R1 mit Radius = 360mm verbaut ist, bin ich in der Anleitung zum Schi-Stra-Bus über die "Empfehlung" gestolpert, nur auf Mindestradius 420mm zu fahren. Meine Frage: Gibt es "Erfahrungswerte", dass irgendwo versucht wurde, mit dem Schi-Stra-Bus auf R1 (360mm) zu fahren? Geht/"Fährt" das überhaupt?
wirklich beantworten kann ich deine Frage nicht, weil mein Exemplar weder zu Hause, noch bei den beiden MIST, den R1 durchfahren musste. Ich besitze auch keine R1 Gleise, um einen Versuch starten zu können.
Die Angabe von mindestens 420 mm ist aber durchaus begründet. Kritisch ist die Schwenkbarkeit des angetriebenen hinteren Spurwagens, die beim C-Gleis R2 schon fast bis an die Grenze ausgenutzt wird.
ich habe meinen Schi-Stra-Bus gerade mal auf 2 Märklin 5100 = 360mm Radius gestellt und ein bischen hin und her geschoben. Das passt, aber ob er da auch sicher fährt, habe ich nicht getestet.
ich gehe mal davon aus, dass der gezeigte Bus aus der MU Neuauflage stammt. Schön, wenn es also doch zu gehen scheint. Es müsste mal jemand einen Fahrtest machen, auch über den R1 Strang von Bogenweichen.
In jedem Fall zeigt dein erstes Bild deutlich den Sinn meiner Schleifer tarn Aktion. (Bild weiter oben im Thread, #7)
Ich verstehe diese R1 Diskussionen nicht so ganz. Die Hersteller sagen bitte R 420 und man will es in 360 wissen. Jetzt tut es bei einem weil er die Gleise super gut verlegt hat und beim Fragesteller tut es in der R1 Bogenweiche die am Anfang einer Steigung liegt nicht. Und dann ist der Hersteller schuld, dass er zu große Fertigungstoleranzen hat der bekommt dann das Modell das für R1 nicht vorgesehen ist zurück.
Ich habe den SchiStraBus seit Anfang September und bin erst ein paar mal damit gefahren. Langzeiterfahrungen stehen also noch aus...
Fahrten über R1-Gleise und Weichengegenbogen waren aber bisher unauffällig. Wie es bei Bogenweichen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aussieht, muß ich noch ausgiebiger testen. Es war zwar soweit auch alles ok - ich hatte aber den Eindruck, dass da was klemmt. Kann natürlich mit der von Ludger (LHB) in #10 angesprochenen Schwenkbarkeit zu tun haben.
ich gehe mal davon aus, dass der gezeigte Bus aus der MU Neuauflage stammt. Schön, wenn es also doch zu gehen scheint. Es müsste mal jemand einen Fahrtest machen, auch über den R1 Strang von Bogenweichen.
In jedem Fall zeigt dein erstes Bild deutlich den Sinn meiner Schleifer tarn Aktion. (Bild weiter oben im Thread, #7)
Ludger
ja, der Bus stammt aus der aktuellen Neuauflage von MU und das mit der Schleifer-Tarnung steht noch auf der Todo-Liste. Aber zuerst standen ausgiebige Fahrtests auf der Vereinsanlage auf dem Plan und die wurden erfolgreich absolviert - dort ist allerdings mindestens Märklin K Großkreis 1 verbaut.
Hallo, im Grossbetrieb war das wohl ein Rohrkrepierer, gab es nicht lange. Wäre mal interessant wie das schon vor der Einführung massiv kritisiert wurde! Was war der Mehrpreis am Bus plus die Radgestelle? Umbauzeit und Personalaufwand? Ein VT95 und Umsteigen in einen richtigen ( kleineren ) Bus dürfte effektiver sein. Fahrer mit Doppelqualifikation?
Hallo, in der Vorführung 1953 hat das Umsetzen wohl nur drei Minuten gedauert, ohne dass jemand aussteigen musste. Außerdem lag die Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h auf der Schiene. Wenn es stimmt was bei Wiki steht: https://de.wikipedia.org/wiki/Schienen-Stra%C3%9Fen-Omnibus Aber es gab in der Praxis Hindernisse und Probleme, wie man lesen kann.
Hallo Jürgen und alle anderen, die sich mit meiner Frage beschäftigt haben;
ich werde den Schi-Stra-Bus bestellen, wobei ich das Risiko jetzt besser einschätzen kann. Nach euren Beiträgen scheint es nicht aussichtslos zu sein, auf meiner Anlage Schi-Stra-Bus zu fahren. Offenbar weiß keiner, nach welchen Kriterien der Hersteller die 420mm-Radius-Empfehlung gibt. Denkbar ist ja auch z.B. der rein optische Eindruck in der engen Kurve. Damit lebe ich bei meinen übrigen Fahrzeugen aber auch. Nur "fahren können" sollte bei mir alles. Und wenn das beim Schi-Stra-Bus (auch "so gerade eben") funktioniert, bin ich zufrieden. Er muss bei mir auch nicht unbedingt mit 120 Sachen über Weichenstraßen unterwegs sein.
Zitat von SET800 im Beitrag #18 ... im Grossbetrieb war das wohl ein Rohrkrepierer, gab es nicht lange.
Sehe ich anders: Wenn das ein Rohrkrepierer gewesen wäre, hätte er sich nicht 14 Jahre im Betrieb gehalten (1953 - 67). In Anbetracht des damaligen Straßen- und Schienennetzes (und nicht zu vergessen der Kriegsschäden) war das m. E. im Gegenteil eine gute Idee.
Gruß Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Zitat von SET800 im Beitrag #18 ... im Grossbetrieb war das wohl ein Rohrkrepierer, gab es nicht lange.
Sehe ich anders: Wenn das ein Rohrkrepierer gewesen wäre, hätte er sich nicht 14 Jahre im Betrieb gehalten (1953 - 67). In Anbetracht des damaligen Straßen- und Schienennetzes (und nicht zu vergessen der Kriegsschäden) war das m. E im Gegenteil eine gute Idee.
Gruß Rainer
Allerdings hatte die Bundesbahn kein Interesse an der verbesserten Version mehr, die anstelle von Drehgestellen die Schienenräder einziehbar dabei hatte. Kein echter Rohrkrepierer, aber ein echter Erfolg war der Schi-Stra-Bus auch nicht. Allerdings wundert mich, dass bisher noch keiner auf die "revolutionär neue Idee" eines Zwei-Wege-Busses für den ÖPNV gekommen ist.
Zitat von gmeier im Beitrag #21... ich werde den Schi-Stra-Bus bestellen, wobei ich das Risiko jetzt besser einschätzen kann. Nach euren Beiträgen scheint es nicht aussichtslos zu sein, auf meiner Anlage Schi-Stra-Bus zu fahren
Hallo Wilhelm,
die Hersteller ziehen sich z. T. "warm an" (was ich gut verstehen kann - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste).
Ich habe den Brekina-Bus in der AC-Ausführung. Und auf dessen Schachtel (nicht erst in der BA!) stehen bereits zwei Warnhinweise:
max. 3% (mit einem Steigungssymbol)
RADIUS > 360 mm
Auf meiner Anlage gibt's eine komplette R1-Wendel (360 mm). Die juckt meinen Bus überhaupt nicht. Und gerade habe ich mal spaßeshalber etwa einen halben Meter M-Gleis mit 5% Steigung aufgebaut. Die schafft der Bus auch (wobei die Steigung schon nach Spielzeugbahn aussieht).
Von daher gehe ich davon aus, dass du keine Probleme haben wirst.
Gruß Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
eine Fahrplantrasse für max. 45 Sitzplätze? Fahrplantrassen, Lokomotiven und Triebfahrzeugführer waren auch 1953 knapp, sonst wäre der VT98 als VT95-Nachfolger nicht mit normalen Kupplungen ausgestattet worden, mal einen Stückgut- oder Postwagen mitgeben können statt einen Extrazug auf der Strecke.