ich habe eine Frage zu der Nutzung der Mehrfachtraktion mit der z21. Ich habe zwei Roco Loks eine 218 mit Sound und eine Roco 215 mit nachgerüstetem Digitaldecoder. Für beide Loks habe ich die Geschwindigkeit eingemessen und unter Traktion in der z21 hinterlegt. Des Weiteren habe ich die CV für Beschleunigung (ich hoffe, dass ich die richtigen erwischt habe ) auf den gleichen Wert gestellt. Die beiden Loks habe ich in der z21 zu einem Zug zusammengestellt. Das Fahren gefällt mir sehr gut. Nur leider haben die Loks beim Beschleunigen und Bremsen noch eine unterschiedliche Geschwindigkeit. Weiß evtl. jemand was ich anpassen, dass auch das Beschleunigen und Bremsen mit gleicher Geschwindigkeit läuft?
CV 1 = zweistellige, kurze Lokadresse CV 2 = Geschwindigkeit bei FS 1 CV 3 = Anfahrverzögerung CV 4 = Bremsverzögerung CV 5 = Höchstgeschwindigkeit CV 6 = Mittelwert der Geschwindigkeit CV 7 = Version des Decoders CV 8 = Herstellerkennung, Wert 8 = Reset auf Werkeinstellunungen
CV 19 Verbundadresse
CV 29 Auswahl zwischen ,,kurzer" und ,,langer" Dekoderadresse, Wert 5 = Auswahl von 28/128 FS
Hier die wichtigsten CV Werte mit denen du dich einmal beschäftigen solltest.
In der CV 3 wird die Anfahrverzögerung eingestellt und in der CV 4 die Bremsverzögerung, beide Werte sollten bei beiden Loks gleich sein.
Das Anlegen eine Mehrfachtraktion geschieht bei allen Roco Digitalsystemen am Besten als ,,Advanced Consist Address" also als ,,erweiterte Verbundadresse."
Hierzu bestimmst du eine zweistellige Verbundadresse, die noch nicht vergeben wurde.
Für unser Beispiel nehmen wir mal die Adresse 70.
Bei deinen Loks ist Führerstand 1 in Vorwärtsrichtung. Steht die andere Lok rückwärts auf dem Gleis ist das auch kein Problem.
In unserem Beispiel steht die vordere Lok vorwärts und die hintere Lok rückwärts auf dem Gleis.
Nun programmierst du in der CV Programmierung in der CV 19 den Wert 70 in der vorderen Lok. Bei der hinteren Lok programmierst du aber 198 in der CV 19 ein, da diese Lok ja rückwärts fahren soll. (Verbundadresse 70 + 128 für Rückwärtsfahrt = Eingabewert in CV 19)
Die beiden Loks können nun nur noch mit der Verbundadresse angesteuert werden.
Die Verbundadresse wird erst dann aufgelöst, wenn du in der CV 19 der betreffenden Lok den Wert 0 einträgst, erst dann reagiert die Lok wieder azf ihre zuvor programmierte Adresse.
Wichtig ist aber die POM = Programming onto Main aktiviert zu haben...bei der Z21 kann man das einstellen.
Zitat von Dirk75 im Beitrag #1(...)Die beiden Loks habe ich in der z21 zu einem Zug zusammengestellt. Das Fahren gefällt mir sehr gut. Nur leider haben die Loks beim Beschleunigen und Bremsen noch eine unterschiedliche Geschwindigkeit. Weiß evtl. jemand was ich anpassen, dass auch das Beschleunigen und Bremsen mit gleicher Geschwindigkeit läuft?(...)
ganz wirst du es nie hinbekommen, nicht einmal bei zwei identischen Loks aus gleicher Produktion und mit gleicher Laufleistung...
Du wirst dich annähern müssen (da bist du ja schon auf dem richtigen Weg), aber bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten wird immer eine Lok ziehen und die andere bremsen. Anders als bei der realen Bahn benötigst du nicht die kombinierte Zugkraft, sondern es soll nur so aussehen. Da ist dann eine Näherung ausreichend und wenn beide einigermaßen(!) ähnlich parametriert sind, passt das schon. Die Lastregelung solltest du dabei natürlich minimieren oder ganz abschalten, sonst zerrt die eine Lok umso mehr, wie die andere bremst - das wäre keine gute Idee...
Zitat von Dirk75 im Beitrag #1Das Fahren gefällt mir sehr gut. Nur leider haben die Loks beim Beschleunigen und Bremsen noch eine unterschiedliche Geschwindigkeit. Weiß evtl. jemand was ich anpassen, dass auch das Beschleunigen und Bremsen mit gleicher Geschwindigkeit läuft?
Beschleunigung und Verzögerung sind die Ändeung der Geschwindigkeit pro Zeit, also die erste Ableitung der Geschwindigkeit. Meines Erachtens kannst Du das für bestimmte Lokverbünde nur durch Herumprobieren herausfinden. Die Loks müssen bei gleichen Fahrstufen erstmal gleich schnell fahren. Beide Loks müssen also so eingestellt sein, dass die Loks (ungekuppelt hintereinander fahrend, egal welche vorn ist), praktisch immer im gleichen Abstand bleiben, egal welche Fahrstufe Du über die Consistadresse vorgibst. Im einer zweiten Runde kannst Du versuchen - ausgehend von identischen Werten für CV 3 einerseits und CV 4 andererseits für beide Loks - etwa gleiches Verhalten beim Bescheunigen und Verzögern zu erreichen. Auch da sollten die ungekoppelten Loks dann möglichst nah beieinander bleiben. Leider ändert sich das auch im Betrieb immer mal und Du musst ggf. nachjustieren. Ds geht natürlich am besten über PoM, insbesondere, wenn Du die Werte über RailCom noch kontrollieren kannst. Die gute Nachricht: Erst wenn die Unterschiede groß werden, fällt es im gekuppelten Betrieb auf.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Zitat von Atlanta im Beitrag #2 Das Anlegen eine Mehrfachtraktion geschieht bei allen Roco Digitalsystemen am Besten als ,,Advanced Consist Address" also als ,,erweiterte Verbundadresse."
Warum ist consisting bessere als doppeltraktion mit der App?
Zitat von Dirk75 im Beitrag #1Des Weiteren habe ich die CV für Beschleunigung (ich hoffe, dass ich die richtigen erwischt habe ) auf den gleichen Wert gestellt.
Du muss nicht der selber wert nutzen, sondern, werte wer geben ihren Loks die selber Beschleunigung und bremsen.
Der nächste ist das wenn ei er ein souddecoder ist, kann der decoder die Fahrverhalten Einflüssen. Zb wenn du der regler hochdrehen, kannst der sound der Lok stehen lassen bis der motor(sound) ist hochgedreht, das kann ein non-sound decoder nicht.
Genau welcher Loks? Genau welcher decoder ist drin?
Nicht jeder nutzt die App, ich nutze die Multimaus.
Natürlich ist es mit der App einfacher aber auch dazu gibt es eine einfache Erklärung.
Denn bei der Multitraktionsteuerung gibt es bei DCC drei verschiedene Möglichkeiten, Verbundadressen zu erstellen.
Möglichkeit 1.) Verbundadresse über eine gemeinsame Lokadresse • Programmierung über CV 1
Vorteile: Der Verbund wird im Dekoder abgelegt. Der Verbund ist übertragbar auf andere DCC Anlagen.
Nachteile: • Alle Steuerbefehle der Funktionstasten wie Horn/Pfeife ggfs. Glocke oder Licheffekte werden von allen im Verbund beteiligten Loks ausgeführt. • Alle Loks müssen in gleicher Fahrtrichtung auf dem Gleis stehen.
Möglichkeit 2.) Verbundadresse in der Bibliothek der Zentrale mit Hilfe des Eingabegerätes oder mit Hilfe der z21 App
Vorteil: • Einfache Programmierung
Nachteile: • Verbund wird in der Lokbibliothek der Zentrale durch das Eingabegerät erzeugt und abgelegt und ist nicht auf andere DCC Anlagen übertragbar, dort müßte der Verbund erneut generiert werden. • maximal sind nur 2 Loks kombinierbar • je nach Digitalzentrale ist die Anzahl dieser Art von Verbundadressen begrenzt (üblich ist der Adreßbereich 112 bis 127 also auf maximal 16 Adressen beschränkt) • Beim Anfahren und Abbremsen kommt es zu einer geringen zeitlichen Verzögerung in der Übermittlung der Fahrbefehle durch die Zentrale (Trotz gleicher Werte in den CVs 3 und 4 aber auch in den CVs 2, 5 und 6 kommt es zu dieser zeitlichen Verzögerung)
Möglichkeit 3.) Erweiterte Verbundadresse über CV 19
Vorteile: • Die Verbundadresse wird im Dekoder der beteiligten Loks abgelegt und programmiert • Die Loks sind übertragbar auf andere DCC Anlagen und die Verbundadresse bleibt so lange bestehen, bis sie aufgelöst wird • Die CV 1 bzw. die CV für die lange Lokadresse muß nicht verändert werden • über CV 19 wird nur eine temporäre Lokadresse vergeben • auch rückwärtsfahrende Loks sind möglich im Verbund aufgenommen zu werden (Zur zweistelligen Verbundadresse wird der Wert 128 für die Rückwärtsfahrt hinzuaddiert und als Gesamtwert in der CV 19 programmiert) • einfaches herauslösen von Loks aus dem Verbund durch Eingabe des Wertes 0 in der CV 19 der betreffenden Lok, die Lok läßt sich dann wieder über die zuvor programmierte Lokadresse ansteuern und fahren • direkte Übermittlung der Fahrbefehle • theoretisch keine Begrenzung in der Anzahl der Loks in der Verbundadresse (Begrenzung durch die von der Digitalzentrale eingespeisten Leistung in Ampere)
Funktionen werden nur bei der Führungslok ausgelöst, die als erstes programmiert wurde.
Es gibt natürlich noch verschiedene andere CVs bei denen die Funktionen der im Verbund beteiligten Loks speziell zusamnengestellt und programmiert werden können, dazu kann man bei JMRI (Digitrax) Hilfsprogramme auf deren Webseite nutzen oder bei den jeweiligen Dekoderherstellern,die auch solche ,,Dienste" anbieten.
Natürlich kann man auch die App benutzen und es ist auch empfehlenswert dieses zu tun, wenn man die technischen Möglichkeiten dazu hat und einem die Ansprüche dazu genügen.
Ich selber nutze die kabelgebundene Multimaus an der z21 Start, für mich persönlich ist die ,,Erweiterte Verbundadresse" über CV 19 die beste Wahl.
CV 1 = zweistellige, kurze Lokadresse CV 2 = Geschwindigkeit bei FS 1 CV 3 = Anfahrverzögerung CV 4 = Bremsverzögerung CV 5 = Höchstgeschwindigkeit CV 6 = Mittelwert der Geschwindigkeit CV 7 = Version des Decoders CV 8 = Herstellerkennung, Wert 8 = Reset auf Werkeinstellunungen
CV 19 Verbundadresse
CV 29 Auswahl zwischen ,,kurzer" und ,,langer" Dekoderadresse, Wert 5 = Auswahl von 28/128 FS
Hier die wichtigsten CV Werte mit denen du dich einmal beschäftigen solltest.
In der CV 3 wird die Anfahrverzögerung eingestellt und in der CV 4 die Bremsverzögerung, beide Werte sollten bei beiden Loks gleich sein.
Hallo,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die CV-Werte für Anfahrts- und Bramsverzögerung sollten gleich. Ich werde dies aber noch einmal prüfen. Über die Verbundadresse hatte ich bereits gelesen, mich dann aber für die Mehrfachtraktion der App entschieden. Soweit ich es verstehe, kann die App über die eingemessenen Geschwindigkeiten die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Loks ausgleichen bzw. anpassen. Nur beim Beschleunigen klappt die noch nicht. Kann die Verbundadresse ebenfalls die Geschwindigkeiten anpassen oder müssen hier die Loks gleich schnell sein?
Zitat von Dirk75 im Beitrag #9 Die CV-Werte für Anfahrts- und Bramsverzögerung sollten gleich.
Vielleicht, vielleicht nicht. Du muss nicht die selber werten nutzen, sondern, werte wer geben ihren Loks die selber Beschleunigung und bremsen.
Der nächste ist das wenn in einer die Loks ein souddecoder ist, kann der decoder die Fahrverhalten Einflüssen. Zb wenn du der regler hochdrehen, kannst der sound der Lok stehen lassen bis der motor(sound) ist hochgedreht, das kann ein non-sound decoder nicht.
Genau welcher Loks? Genau welcher decoder ist drin? Ist der endgeschwindigkeit gleich von die zwei Loks?
Zitat von Dirk75 im Beitrag #9 Kann die Verbundadresse ebenfalls die Geschwindigkeiten anpassen
Ihr fragtet, ob ich die App schonmal genutzt hätte?
Persönlich noch nicht, da ich kein WLAN Paket bei meiner z21 Start zur Verfügung habe und ich die Eingabe mit der Multimaus bevorzuge.
Das heißt aber nicht, daß ich es grundsätzlich ablehne ein Tablet oder Handy zu nutzen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet.
Mangels dieser technischen Voraussetzung kann ich nur über Eingabefunktionen mit der Multimaus berichten.
Wer seine Modellbahn auch mit dem PC oder Laptop bevorzugt soll dieses gerne machen, die Programmierung per PC und diversen Lokprogrammern ist durchaus sinnvoll und vereinfacht so einiges.
Ich nutze die DCC Technik nur zum Fahren, das Schalten erfolgt bei mir analog und/oder mechanisch. Ich baue mir auch zwei verschiedene Arten von Verschlußregistern für meine Stellwerke, einmal nach der Bauart Jüdel und einmal nach der Bauart Saxby & Farmer.
Zitat von moppe im Beitrag #8Hab du der app probiert?
ja, das Fahren des Triebfahrzeug-Verbundes mit der Multimaus oder per PC mit einem Modellbahnsteuerprogramm klappt einfach nicht. Mit im Decoder hinterlegter Consistadresse funktioniert es dagegen sowohl mit der Z21APP, als auch mit allen anderen Fahrgeräten gleich gut.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Zitat von Atlanta im Beitrag #11 Persönlich noch nicht, da ich kein WLAN Paket bei meiner z21 Start zur Verfügung habe und ich die Eingabe mit der Multimaus bevorzuge.
Okay, so wenn du schreiben: „Das Anlegen eine Mehrfachtraktion geschieht bei allen Roco Digitalsystemen am Besten als ,,Advanced Consist Address" also als ,,erweiterte Verbundadresse."“ Hab du kein Ahnung ob es der beste Methode ist, weil du nicht in der app probiert hab.
Ich nutze aber auch das ,,alte" Roco/Fleischmann Digitalsystem also jenes bevor die ,,Z21 Familie" populär wurde und man den, nicht CV auslesefähigen Verstärker (Roco 10764) zusammen mit einer als Master gestöpselten Multimaus als Zentrale verwendete.
Da bewährte sich das Programmieren von erweiterten Verbundadressen über CV 19 für mich am Einfachsten und folglich am Besten. Das sind aber rein subjektive Ansichten.
Ich werde mir aber noch das WLanpaket zulegen und auch die Digikeijs die DR 5000 zulegen und dann kann ich auch davon demnächst bestimmt noch berichten.
Zunächst ist aber erst einmal etwas Geld ansparen angesagt, da mein Modellbahnbudget so ziemlich erschöpft ist.
vielen Dank für die vielen Antworten. Nun möchte ich euch eine Rückmeldung geben, wie ich es umgesetzt habe. Für die Mehrfachtraktion habe ich die Geschwindigkeiten der beiden Loks gemessen und in der z21 unter Traktion bei der jeweiligen Lok hinterlegt. Dann die beiden Loks zu einem Zug zusammengefasst. Die App gleicht die Unterschiede in den Geschwindigkeiten gut aus. Nur das Bremsen und Beschleunigen passt noch nicht richtig. Ich habe bei den Loks zunächst die gleichen CV-Werte eingetragen. Dies hat leider nicht gepasst. Danach habe ich die manuell die CV Werte geändert. Es wurde leider nur geringfügig besser. Eine Lok braucht immer noch etwas länger, um zum Stehen zu kommen. hier muss ich wohl noch nacharbeiten.
Kleiner Tipp noch: die Steuerung per App via virtuellen Führerstand macht Spaß. Es sind zwar erst wenige Führerstände vorhanden. Aber die 218 und 103 kann ich bereits nutzen.