Zitat von Gurkenfein007 im Beitrag #3444
Moin Paul,
wenn auch etwas spät, erst mal Glückwunsch zu deiner neunen V100 in Spur 1!




Das Modell sieht doch für ihr Alter recht gut aus, wie ich es auf dem Foto sehe.
Und tröste dich, ich und das Programmieren auf meiner CS3 fällt auch mehr unter die Rubrik: Jugend forscht.
Na ja, das mit der Jugend lassen wir lieber, ist lange her.....
Tja, und wenn man die noch ältere Dame, auch wenn man über das Alter nicht spricht, mit 40 Jahren sieht.
Da kann man ja wirklich gefahrlos daran üben.
Hauptsache, sie fährt.
...
Moin Carsten,
danke für Deinen Glückwunsch zur V100. Sie steht immer noch auf meinem Basteltisch und ich freue mich, sie da stehen zu sehen. Märklin hat die Ersatzteile (Klauenkupplung, Kardanwelle) vorbildlich verpackt und schnell geliefert. Bei der V100 wird die Motorkraft über ein zentrales Stirnradgetriebe zu den Drehgestellen per Kardanwellen übertragen. Ich hatte die Wahl, entweder ein Drehgestell abzuschrauben oder den Getriebekasten zu öffnen. Der Getriebekastendeckel ließ sich von unten leicht öffnen (zwei Schrauben) und ich konnte mir dabei gleich den Zustand der Zahnräder und des Fetts ansehen. Alles ist in einem neuwertigen Zustand. Die Lok war definitiv ein Vitrinensteher

. Nach dem Anheben des letzten Zahnrads ging der Einbau der Kardanwelle innerhalb von Sekunden.
Weniger schnell war der Austausch des originalgetreuen Kupplungshakens gegen die Klauenkupplung. Der Kupplungshaken wird mit einer Feder auf seiner Position gehalten. Nach etwas hin und her hatte ich die Feder ausrasten können, wobei die Spannkraft der Feder für eine Entfernung derselben vom Basteltisch sorgte. Ich hörte nur ein Pling, gefolgt von Plock, Plock. Pling war vermutlich die Scheibe und Plock, Plock der Fußboden (zum Glück kein Teppich). Die Feder tauchte wieder auf, nachdem ich ganz systematisch den Fußboden mit einem Besen abgekehrt hatte.
Das nächste Hindernis war die Montage der Klauenkupplung. Die Klauenkuplung wird mittels einer Schraube mit Unterlegscheibe und Distanzhülse am Chassis befestigt. Diese drei zusätzlichen Teile hat Märklin nicht mitgeschickt und ich hatte sie auch nicht bestellt. Auf der Explosionszeichnung aus dem Internet habe ich diese Teile übersehen. Ich hätte die noch vorhandene Klauenkupplung auf der anderen Seite zur Probe vor der Bestellung abnehmen sollen. Aber meine rote Bastelkiste, die ich seit nunmehr 40 Jahren hüte und pflege, wusste Rat. In ihr verborgen war eine passende Schraube (dieselbe Länge, dasselbe Gewinde) und eine Distanzhülse in derselben Länge, aber mit einem unbedeutend größeren Durchmesser. Eine passende Unterlegscheibe war kein Problem bei der schönen Auswahl, die die Kiste vorhält. Nach dem Finden der Teile war die Montage ein Kinderspiel und nun steht dem Einsatz der V100 auf der Mole von Norddeich technisch nichts mehr im Weg.
Heute erwarte ich die Griffstangen. Der Austausch der defekten Stangen wird schnell gehen, weil die Stangen gesteckt und nicht verklebt sind.
Viele Grüße
Paul
Die große V100 von unten mit geöffnetem Getriebedeckel. In der Mitte seht Ihr das weiße Kunststoffzahnrad und rechts und links die Kardanwellen, die das Getriebe mit den Drehgestellen verbinden. Ganz links ist die neue Klauenkupplung mit der Schraube aus meiner Bastelkiste.

Die kleine V100 in H0 läuft hervorragend. Sie muss tatsächlich nur noch in die Schminke

. Hier ist das Antriebsprinzip etwas anders. Um die vier Achsen anzutreiben, wird ein Drehgestell vom Motor über ein Schneckengetriebe mit den Achsen verbunden (rechts) und von dort aus geht es dann weiter mit einer Kardanwelle von dem rechten Drehgestell zum Linken.
