Hallo liebe Elektrik-Experten der Spur Z, ich habe eine 8871 (ICE Experimental) gebraucht erworben, Modelljahr ca. 1985 oder 1986 (laut Rechnung, die noch dabei war). War stark verharzt, habe den ersten Triebkopf zerlegt und gereinigt (Ultraschallbad mit SR24). Stellt man die Lok auf die Gleise und gibt Strom drauf, brennt das Licht, aber der Motor rührt sich überhaupt nicht, auch kein "Zucken" oder so. Er rührt sich auch nicht, wenn ich die Lok vom Gleis nehme und die 2 Stromkabel direkt an die Räder rechts/links halte. Auch nach Abnahme des Drehgestells dreht der Motor nicht, wenn ich die Kabel an die Kontaktplatten "Drehgestell -> Gehäuse" halte. Wenn ich die Stromkabel aber oben auf die Platine in der Nähe des Motors rechts und links halte (dort wo der Strom dann über die 2 kleinen angelöteten "Nadeln" an den Kondensator(?) des Motors geht), läuft der Motor und schnurrt wie ein Kätzchen (schon mal gut, der ist demnach also nicht kaputt und bekommt offenbar auch über die Platine ja dann doch den Strom). Aber wo kommt dann die "Strom-Unterbrechung" her? An der Platine kann ich keinen Defekt erkennen. Auch die 2 kleinen silbrigen Kontaktlaschen, welche den Stromfluss von den Drehgestellen durch das Aufschrauben der Platine dann an die Unterseite der Platine weitergeben, sehen in Ordnung aus. Die Stromaufnahme von den Rädern scheint ja grundsätzlich auch zu funktionieren, sondern würde das Licht nicht brennen. Jetzt bin ich mit dem Latein am Ende, warum der Motor nur dann läuft, wenn die Stromkabel direkt an die Oberseite der Platine gehalten werden. Ich bin leider kein ausgebildeter Elektriker/Elektroniker, bin daher für jeden Tipp - bitte für "Laien" verständlich - sehr dankbar!
Ja, danke, ich denke dass die Schraube korrekt auf "Schiene" steht - die Bedienungsanleitung ist da für mich nicht gut verständlich, wie die Schraube gedreht sein muss. Habe das aber auch schon ausprobiert - wenn ich die Schraube auf Oberleitungsbetrieb (vermutlich) drehe, brennt auch kein Licht mehr, wenn die Lok auf dem Gleis steht. Das hatte ich probiert. Also ist die Schraube korrekt auf "Schiene" eingestellt, nach meinem Verständnis - wenn zumindest das Licht brennt. Eine Oberleitung ist nicht auf der Anlage verbaut. Anbei noch ein Foto der Lok. Trotzdem danke dafür! VG Peter
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Ja, stimmt, das war vom erneuten Probieren, gerade eben, als ich das Foto gemacht habe. Schraube steht schon wieder in die andere Richtung, dann brennt das Licht auf dem Gleis. Habe es mehrfach mit beiden Schrauben-Stellungen probiert. VG Peter
Zitat von Loki1409 im Beitrag #1War stark verharzt, habe den ersten Triebkopf zerlegt und gereinigt (Ultraschallbad mit SR24).
Hat der zweite Triebkopf auch einen Motor? Wenn ja, könnte es sein, dass der Zug nur fährt, wenn er gekuppelt ist weil der führende Kopf für die Stromabnahme zuständig ist? Dein Bild zeigt Oberleitungsbetrieb. Volker
Hallo Volker, das klingt auf jeden Fall nach einer spannenden Idee! Ja, der zweite Triebkopf hat auch einen Motor. Ich hätte allerdings erwartet, dass der eine Triebkopf für sich alleine auch läuft. Für diese meine Erwartungshaltung spricht, dass in der Bedienungsanleitung die Reinigung der Räder gezeigt wird - indem man die 2 Kabel vom Trafo direkt an die Räder hält, so dass sie sich drehen (das steht in jeder Anleitung drin, die ich bisher gesehen habe). Da wird nur EIN Triebkopf alleine gezeigt, also müsste demnach auch ein Triebkopf alleine laufen. Ich werde aber auf jeden Fall die Reinigung des zweiten Triebkopfs in Angriff nehmen, und dann auch noch mal mit dem vollständigen Zug testen. Erstmal danke für diese Idee! VG Peter
Hallo Peter, ich hoffe jetzt, dass du auch mal wechselweise die Polarität der Fahrspannung an die Schienen geschaltet hast. Mit Plus an der in Fahrtrichtung rechten Schiene sollte sich der Triebkopf vorwärts bewegen. (für Rückwärtsfahrt kommt dann die Fahrspannung vom anderen Triebkopf). Auch solltest du mal testweise die linke schwarze Schraube (auf deinem Bild) lösen und erneut anziehen. Verzinnte Leiterbahnen neigen dazu an der Oberfläche zu oxidieren. Volker
ein einzelner Triebkopf kann nur vorwärts fahren, dafür sorgen die beiden Dioden, die am vorderen Ende der Platine zu sehen sind. Es nimmt immer nur der vordere Triebkopf den Strom auf und leitet ihn über die stromführenden Verbindungen zum hinteren Triebkopf.
Zitat von volkerS im Beitrag #8Hallo Peter, ich hoffe jetzt, dass du auch mal wechselweise die Polarität der Fahrspannung an die Schienen geschaltet hast. Mit Plus an der in Fahrtrichtung rechten Schiene sollte sich der Triebkopf vorwärts bewegen. (für Rückwärtsfahrt kommt dann die Fahrspannung vom anderen Triebkopf). Auch solltest du mal testweise die linke schwarze Schraube (auf deinem Bild) lösen und erneut anziehen. Verzinnte Leiterbahnen neigen dazu an der Oberfläche zu oxidieren. Volker
Mach auch mal das Loch von der Schraube im Gehäuse sauber, oft ist das verdreckt und es gibt keinen Kontakt. Etwas SR-24 reinträufeln und dann mit einem Zahnzwischenraumreiniger sauber machen.
Viele Grüße
Joachim
Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)
Hallo an alle, vielen lieben Dank für die wertvollen Tipps und Hinweise! Der Hinweis von Klaus "ein einzelner Triebkopf kann nur vorwärts fahren, dafür sorgen die beiden Dioden, die am vorderen Ende der Platine zu sehen sind. Es nimmt immer nur der vordere Triebkopf den Strom auf und leitet ihn über die stromführenden Verbindungen zum hinteren Triebkopf." war schon mal sehr hilfreich für mich - zu verstehen, wie die Stromaufnahme bei diesem Zug funktioniert - Märklin erklärt so etwas ja leider nicht. Ich habe inzwischen BEIDE Triebköpfe gereinigt, gekoppelt, und dann fuhr der Zug sogar los. Zunächst nur in die eine Richtung, seltsamerweise. Am nächsten Tag noch mal probiert, jetzt funktionierten beide Richtungen - aber leider nur kurz. Die Triebköpfe fahren auch einzeln - ohne Kupplung. Jeder nur in "seine" eine Richtung - gut dass ich das jetzt weiß. Der eine (der erste von mir gereinigte) Triebkopf hat irgendein Problem mit der Stromaufnahme. Mal drehen sich die Räder sogar kurz, wenn ich beide Kabel direkt an die Räder halte - und dann bleiben Sie stehen. Stromaufnahme mit den Kabeln direkt am Motor funktioniert. Erkennen kann ich nichts - die beiden leicht hochstehenden Metallzungen am Triebgestell haben Kontakt zu den Metallflächen am Lokgehäuse, soweit ich das erkennen kann. Halte ich bei abmontiertem Drehgestell die Kabel an die Kontaktplatten des Gehäuses, läuft der Motor ebenfalls. Da muss ich noch mal weiter auf die Suche gehen - falls jemand dafür noch einen Tipp hat, gerne!
Auch danke an Aki für den Hinweis mit den evtl. defekten Dioden. Ich werde das mal von einem Elektronik-Experten prüfen lassen - ich habe leider überhaupt keine Ahnung von Dioden, Widerständen und Co. und weiß auch nicht, wie die auf Funktion prüfen kann. Ich bin da noch Anfänger, aber der Experte kann mir das vielleicht erklären. Da die Stromaufnahme über die Kontaktplatten am Gehäuse funktioniert, wird es vermutlich nicht an defekten Dioden liegen (nach meinem laienhaften Verständnis) - aber ich gehe auch dieser Spur nach.
Nochmals Danke an alle, und gerne noch Tipps für das vermutete Stromaufnahme-Problem zwischen Drehgestell und Gehäuse erbeten!
Hallo, also die 2 Dioden vorne sind nur für die Beleuchtung zuständig, die anderen 2 in der Mitte und ende sind für den Motor zuständig. Wenn du nun einen Triebkopf Fahren lassen willst würde ich die Raussschmeißsen und dort nee Brücke mit Etwas Kabel oder Draht Bauen
Ich hatte auch mal ein solches Problem, allerdings nicht beim ICE, und wäre daran fast verzweifelt. Bei mir war es die Stromaufnahme vom Übergang Drehgestell/ Rahmen zur Unterseite der Platine. Ich habe dann die kleine Metallzunge (direkt unter der Platine) etwas mehr hochdrückt damit sie kräftiger auf die Platinenunterseite drückt und das Problem war weg.
Zitat von Stonecutter im Beitrag #14Ich hatte auch mal ein solches Problem, allerdings nicht beim ICE, und wäre daran fast verzweifelt. Bei mir war es die Stromaufnahme vom Übergang Drehgestell/ Rahmen zur Unterseite der Platine. Ich habe dann die kleine Metallzunge (direkt unter der Platine) etwas mehr hochdrückt damit sie kräftiger auf die Platinenunterseite drückt und das Problem war weg.
Zitat von Ryuu0815 im Beitrag #16Du hast den Motor in SR24 gereinigt? (Ja steht ja oben) Wie sehen die Kohlen des Motors aus? Bestehen da evtl die Kontaktprobleme?
Hallo, nein, das denke ich nicht. Die Kohlen sahen für mich gut aus, der Motor läuft ja auch, wenn er den Strom "direkt" an der Oberseite der Platine bekommt (durch Anhalten der 2 Kabel). VG Peter