LiPo Ladegerät

#1 von Claus60 , 11.03.2023 12:33

Hi.
Nach längerer Zeit habe ich mir kürzlich endlich ein anständiges Ladegerät für LiPo und so ziemlich alle anderen Akkus (von Blei- bis NiCd geht eigentlich alles) zugelegt. Denn von den bei meinen Akkus öfter mal mitgelieferten Mini- USB Ladegeräten ist eines nach dem anderen abgeraucht. Ich hab zwar noch ein paar davon, aber das wurde mir dann doch zu unsicher.



Es ist einer der zahlreichen B6 Klons geworden. Dieses Ladegerät gibt es in unzähligen Ausführungen. Das, was ich mir ausgesucht habe, war nicht das Billigste, aber grade im Angebot. Regulär kostet es ca 45€. Ich habe es für ca. 30€ bei Amazon bekommen. Dafür hat es eine 100-250 Volt Stromversorgung gleich eingebaut.



Daneben kann man es auch mit 11- 18 Volt Gleichstrom (z.B. aus einer Auto- Batterie) betreiben.



Der eigentliche Ladestrom wird über zwei normale Bananenstecker abgegeben. Bei LiPo Akkus mit mehr als einer Zelle ist ein sogenannter “Balancer” Anschluss unerlässlich. LiPo Akkus reagieren extrem empfindlich auf Überladung, weswegen jede Akku- Zelle einzeln überwacht werden muss. Dazu ist eben für mehrzellige Akkus der Balancer da. Der Anschluss von 2-6-zelligen LiPo Akkus ist standardisiert. Natürlich besitzt mein Ladegerät solch einen Anschluss (das weiße Teil neben den Bananenstecker- Buchsen). Somit kann man alle gängigen Modellbau- Akkus damit laden.



Es gibt dutzende von Einstellmöglichkeiten. Neben dem eigentlichen Akku Typ kann man die Lade- Spannung und die Stromstärke einstellen. Es gibt auch Entlade- und Refresh Modi. Etwas kompliziert war es ohne Anleitung den eigentlichen Ladevorgang zu starten. Die mitgelieferte Anleitung ist zum einen extrem winzig gedruckt und zum Anderen nur auf Englisch. Ich habe dann aber doch raus gefunden, das man dazu länger auf “Start” drücken muss und sich nicht von der blinkenden Anzeige zur Einstellung des Ladestroms irritieren lassen darf. Davon abgesehen ist die Bedienung aber recht intuitiv möglich.



Neben einem Schuko Netzkabel und einem mit Krokodilklemmen für 11- 18 Volt Gleichstrom sind auch einige der gängigsten Akku- Anschlüsse mitgeliefert worden. Was mir fehlt (und ich mir somit später man selbst anfertige) ist ein Kabel,, um das Ladegerät am Zigarettenanzünder zu betreiben (Ja, mein Auto hat sowas noch). Ich fürchte nämlich, die Krokodilklemmen sind zu zierlich, um das Ladegerät direkt an die Autobatterie anklemmen zu können. Auch wenn ich aktuell weder ein Elektro Flieger noch ein Auto der Boot habe, für das man eventuelle Akkus “outdoor” laden müsste. Aber da ich als junger Mensch intensiv Modellflug betrieben habe, juckt es mich doch immer wieder mal, für den Sommer einen einfachen Segler anzuschaffen..



Für meine RC Modellbahn- Loks habe ich mir zwei verschiedene Ladekabel selbst gebastelt. Als Ladebuchse kommen eigentlich immer die 2,54mm Stiftleisten zum Einsatz.



Es gibt davon aber zwei Ausführungen, die leider nicht wirklich kompatibel sind. Zum einen die etwas teureren gedrehten runden Stifte (links) und zum anderen die aus Blech gestanzten flachen Stifte (rechts). Bei meinen Loks kommen leider beide Sorten vor, weswegen ich auch beide Sorten Ladekabel benötige. Mit dem “runden” Kabel kann man auch noch nicht konfigurierte Akkus laden, da man diese meist in den Original- Stecker der Drohnen- Ersatz Akkus rein bekommt. Bei den bisherigen USB Ladegeräten musste man immer höllisch aufpassen, um das Ladekabel nicht zu verpolen. Jetzt besteht da keine Gefahr mehr. Schließt man einen Akku tatsächlich mal verpolt an das Ladegerät an, macht es einen Höllenspektakel und quittiert so lange seinen Dienst, bis man die Polarität richtig geregelt hat.

Beim Laden wird sowohl die vergangene Zeit als auch der bereits eingespeiste Strom angezeigt. So kann man den Verbrauch seiner Loks genau messen.

Bisher habe ich mit dem Ladegerät nur kleine einzellige LiPo Akkus geladen, wie sie halt in meinen RC Loks vorkommen. Das klappt super, wirklich. Wie sich das Ladegerät mit “fetten” mehrzelligen Akkus schlägt, kann ich aktuell mangels Masse noch nicht beurteilen. Aber bisher macht das Ladegerät einen soliden und vertrauenerweckenden Eindruck auf mich.


Danke fürs Lesen, Claus


Schwanck und klein.uhu haben sich bedankt!
 
Claus60
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RE: LiPo Ladegerät

#2 von volkerS , 11.03.2023 14:33

Hallo Claus,
ich benutze dieses Ladegerät schon seit Jahren erfolgreich. Vor kurzem sind allerdings die silberfarbenen Tastenkappen abgefallen, der Klebstoff hielt nach Jahren nicht mehr. Mit einem Tropfen Klebstoff, kein Sekundenkleber da zu dünnflüssig, war der Schaden schnell behoben.
Volker


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RE: LiPo Ladegerät

#3 von md95129 , 12.03.2023 09:56

Gegen Verpolung (auf der Batterieseite) gibt es einen einfachen Trick, wie ihn Faller beim Car-System anwendet. Man macht den Stecker 3-polig mit "+" in der Mitte und "-" an den beiden Aussenanschlüssen. Damit kann der Stecker in beiden Richtungen eingesteckt werden, hilfreich bei schlecht zugänglichen Ladebuchsen. Ich mache solche Steckverbindungen aus IC-Sockeln mit gedrehten Kontakten.
Gruss


Henner,
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klein.uhu, RC und Piccolo und andré chapelon haben sich bedankt!
 
md95129
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