Hallo liebes Forum, die kalte Jahreszeit habe ich genutzt um bei meiner Märklin-H0-Bahn die uralten M-Gleise weitgehend durch C-Gleise zu ersetzen. Dabei hatte ich vor die zuvor benutzten M-Schaltgleise durch Reed-Kontakte zu ersetzen. Zur Steuerung der C-Gleis-Weichen habe ich bistabile Relais zwischengeschaltet um die Reed-Kontakte nur gering zu belasten (der Primärkreis wird mit 5V Gleichstrom betrieben und ist gegen induktive Spannungsspitzen abgesichert). Das funktioniert einwandfrei. Nun wollte ich auch meine alten Signale (z.B. Hauptsignal 7039 / 7040) über die Kombination Reed-Kontakt / bistabiles Relais (z.B. Hongfa HFD2/012-S-L2-D) steuern. Das Schalten funktioniert auch, aber die Signale "brummen" nach dem Schalten dauerhaft mehr oder weniger laut. Ich vermute, dass die Signale (im Gegensatz zu den C-Gleis-Weichen) keine Endabschaltung haben und daher im Sekundärkreis dauerhaft ein Strom fließt. Habt Ihr solche Beobachtungen auch gemacht, oder sind die (alten) Signale einfach fehlerhaft?
Nun aber zu der entscheidenden Frage: wie kann ich das "Brummen" abstellen? Kann ich einfach ein entsprechendes monostabiles Relais nutzen ? (das sollte nach dem vom Reed-Kontakt ausgelösten Schaltvorgang den Sekundärkreis öffnen und die Spule des Signals sollte nicht mehr brummen - oder mache ich da einen Denkfehler?) In einem anderen Thread dieses Forums (RE: Märklin-Formsignal mit monostabilem Relais schalten) habe ich gelesen, dass eine Kombination aus Diode / Kondensator den Dauerstrom bzw das Brummen auch verhindern kann. Gibt es dazu Erfahrungen in Verbindung mit Signalsteuerung?
Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfen!! Schöne Zeit Jan
Hallo, du brauchst für die Magnetantriebe deiner Signale ja nur einen Taster, in deinem Fall ein monostabiles Relais. Deine Vermutung, dass diese Signale keine Endabschaltung haben, stimmt. Also: Relais austauschen. Diode(Gleichrichter) und Kondensator sind eine Lösung für andere Probleme. Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Die klassischen Märklin-Signale haben definitiv keine Endabschaltung. Einfach monostabile Relais einsetzen, dann verhält sich die Ansteuerung wie bei den klassischen M-Gleis Schaltgleisen.
die C-Gleis Weichenantriebe haben zwar auch eine Endabschaltung, aber es kann immer mal passieren, daß die nicht funktioniert oder der Antrieb klemmt und die Endlage dann nicht erreicht wird. Das ist aber höchst selten. Viel eher werden die Endabschaltungen der Märklin Weichenantriebe dahingehend kaputt gehen, daß die Weichen gar nicht mehr schalten. Dann muss man hingehen und die Endabschaltungen überbrücken. Wenn man das macht, darf man auf gar keinen Fall mehr mit Dauerstrom schalten, da diese Antriebe dann noch schneller durchbrennen werden, als die der alten Signale.
Wie schon von anderen geschrieben, ersetze ALLE bistabilen Relais durch monostabile Relais, damit Du auch in der Zukunft damit keine Probleme haben wirst.
Die bistabilen Relais kann man dann ja noch für andere Aufgaben nutzen. Z.B. Abstellgleise im Schattenbahnhof, die keine Signale haben. Oder wenn Du Lichtsignale mit Leuchtdioden z.B. von Viessmann nutzt, die ja gar keinen Antrieb haben. Und was Lichtsignale angeht, sind die von Viessmann nicht nur günstiger, als die alten von Märklin, sondern sehen auch besser aus. Auch halten die LED's ewig und beleuchten nicht wie Fernscheinwerfer die Anlage.