🇨🇭 Vision 1990

#1 von sbbfan , 26.03.2023 12:15

Hallo Freunde des schönsten Hobbys der Welt!
Heute möchte ich einen zweiten Thread aufmachen in dem ich über mein Schaffen, Kleinbastelleien und wieder mit kurzweiligen Geschichten rund um das Thema berichten will.
Hintergrund:
Mein Diorama beschäftigt sich mit einer Zukunftsvision die in der Vergangenheit spielt.
Aufklärung:
1990 war es um die Liberalisierung im Schienenverkehr in der Schweiz noch nicht weit her und die Staatsbahn wehrte vehement den Anfängen.
Aber es sollte anders kommen wie man sich das bei den SBB so vorstellt hat!
1995 ging die:
CHEMINS DE FER SUISSES SA
in Gründung.
Die CFS.SA erwirkte per Gerichtsbeschluss die Zulassung als erstes privates EVU als Konsortium internationaler Geldgeber.
Sitz der SA ist in Yverdon.
Meine Beiträge spielen in der Zeit um 2010.
(Was 1995 Zukunft war ist heute Vergangenheit)
Die CFS ist vorrangig im Gütertransit durch die Schweiz tätig und übernimmt Züge in La Plaine, Vallorbe, Pontarlier und Delle von der SNCF.
In Basel, Schaffhausen/Singen und Konstanz von den DB.
Die Übergaben mit der FS erfolgen in Domodossola, Luino und Chiasso.
Die CFS ist ein sehr bodenständiges und schweizer Werten verbundenes Unternehmen und fühlt sich der Erhaltung und Pflege des historischen Erbes der schweizer Eisenbahnkultur verpflichtet. Es geht also nicht nur um Kommerz!
Nicht nur Transportleistungen gehören zum Portfolio der CFS sondern auch umfangreiche Arbeiten im Fahrzeugunterhalt und Aufarbeitung älterer Triebfahrzeuge.
Zum Jahreswechsel 1999 haben die CFS die HW Yverdon von den SBB übernommen und zu ihrem betrieblichen Mittelpunkt gemacht.
Die neue HW der CFS übernimmt auch vielfältige Aufträge anderer Bahngesellschaften.
Viele Mitarbeiter konnten aus traditionellen Gesellschaften wie der SLM oder der SAAS übernommenen werden. Somit konnte ein entsprechendes Kompetenzzentrum geschaffen werden.
Wissen und können welches für den Betrieb und die Erhaltung älterer Triebfahrzeuge uner ist.

Soviel als Einleitung zu meinem Thema.
Freue mich auf Anregungen und rege Kommunikation.

Zum Abschluss ein kleines Rätsel:Bild entfernt (keine Rechte)
Dieses Zahnrad hat in echt 840mm Durchmesser und 22 Zähne.
FÜR WAS WIRD DIESES ZAHNRAD BENÖTIGT UND WO WIRD ES EINGEBAUT? Es wurde in meiner fiktiven Werkstatt in Yverdon gefertigt.
Vorbereitet zum Verlad.
Gleich kommt der schwere Stapler um die Palette in einen Hbis-t Schiebewandwagen zu verladen
Bild entfernt (keine Rechte)
...schon kommt er über denHof angefahren.
Bild entfernt (keine Rechte)
... Palette geschnappt, los geht's!
Bild entfernt (keine Rechte)
... wenn jetzt noch jemand die Seitenwand aufmachen könnte... bitte ...
Nö! ... absteigen, bei der CFS herrscht eine flache Hierarchie und keiner ist sich zu schade auch mal was zu machen für was er normal nicht zuständig ist! Ein Grund für den Erfolg der CFS!

Auflösung im nächsten Beitrag!
Gruß Uwe


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RE: 🇨🇭 Vision 1990

#2 von RC-Flieger , 26.03.2023 12:26

Hi Uwe
Aufgrund der versetzten Zähne und der Größe, dem Umstand das es in der Schweiz ist, würde ich darauf tippen das das Zahnrad das Antriebsrad einer Zahnradbahn ist.

Gruß Thomas

P.S. Den zugehörigen Loktyp weiß ich leider nicht


RE: " Einmal rund um die Werkstatt " Dioramen mit Verbindungsgleisen
Vorbildloser Eigenbau in H0
" Langenauer Museums Bahn "


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RE: 🇨🇭 Vision 1990

#3 von lernkern , 26.03.2023 12:34

Moin Uwe.

Das Zahnrad dient der Kraftübertragung und wird in einem Getriebe eingebaut.
Mit anderen Worten: ich weiß es nicht. A ber deine Geschichte mit der Zukunft in der Vergangenheit ist genau nach meinem Geschmack. Da freue ich mich schon auf mehr.

Welcher Maßstab ist das?

Viele Grüße

Jörg


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RE: ���� Vision 1990

#4 von Elokfahrer160 , 26.03.2023 17:57

Moin, Uwe

ich darf an deiner Geschichte der Chemins de Fer Suisse SA etwas ergänzen. Zu deiner CFS kommen ab dem Jahr 1989 doch nun kompetente Mitarbeiter der BBC Secheron hinzu.

https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/041910/2020-04-23/

Die Kompetenz Träger der Secheron ( Hauptlieferant der BLS ) waren mit der Firmen-Abspaltung " ihrer Secheron " von BBC nicht einverstanden, vor allen Dingen wurde der Einstieg des schwedischen Investors M. Wallenberg von Asea bei BBC sehr kritisch beäugt. Durch die Vermittlung des Berner Bundesrates - W. Ruetliberger - wechselten alle Motoren und Lokspezialisten von BBC Secheron zur Chemins de Fer Suissse, der von der Hauptwerkstätte Yverdon-les-Bains auch aktiv unterstützt wurde. So entstand ein einmaliges Lokomotiv Kompetenz-Zentrum in der Westschweiz, das auf das gebündelte Wissen vieler Schweizer Lokkonstruktionen zurückgreifen konnte.

Nach dem Wechsel der kompetenten BBC Spezialisten von der Secheron gingen dort fast alle Lok-Aufträge verloren, die BLS und die SBB zogen ihre Bestellungen dort ab. Berühmte Lokomotiven der SAAS waren die Ae 4/7, die Be 4/7 und die Ae 3/5, hier in diesem Buch verewigt. ( https://bahnbuch.de/die-sbb-loks-typ-s%C3%A9cheron )

Grüsse - Elokfahrer160/Rainer


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RE: ���� Vision 1990

#5 von sbbfan , 26.03.2023 19:11

Ein herzliches Sali an alle Freunde der CFS,
eine ganz besondere Freude für mich ist das Insiderwissen von Rainer und dass er dieses hier mit uns teilt!
Ja es war eine ganz, ganz schwierige Zeit für die schweizer Bahnindustrie. Eigentlich wusste jeder und jede dass die fetten Jahre vorbei waren und dass sie von den Sünden der Vergangenheit und Gegenwart hinweg gefegt würden.
Nach Ablieferung der letzten 460er wird flächendeckend in dieser Industrie das Licht ausgeschaltet. Das war seit vielen Jahren absehbar. Die Staatsbahn bestellte, die Industrie baute und lieferte egal was, Hauptsache teuer!
Ohne einen Blick über den Zaun zu werfen was rund um das schweizer Eiland geschah.
Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland waren einfach in der Beschaffung neuer Triebfahrzeuge Lichtjahre enteilt.
Bombardier und Siemens hatten seit Jahren Konzepte am Start die zwar nur 90% 460 waren aber auch nur 10% kosteten!
Vor allem die letzten 10% brauchte eh kein Mensch da die 460 und 465 deutlich überzogen waren.
(... das erinnert mich an die Landilok 11 852,
die war auch doppelt so stark als es die Kupplungssysteme ihrer Zeit zuließen. O.k. im Nachhinein vielleicht doch nicht soviel zuviel.
Bei der 11 852 waren so oft Motoren und vor allem Getriebe ausgefallen dass es nicht weiter tragisch war wenn dann das Eine oder Andere Motorenpaar nicht am Start war...)
Diese Zeit spielt eine entscheidende Rolle in meiner Geschichte zur CFS.
Beschreibt sie doch Umstände wie sie heute im Internationalen Transitverkehr gängige Praxis sind. Bahngesellschaften sind zu Gesellschaften geworden die sich an betriebswirtschaftlichen Regeln messen lassen müssen.
Auch wenn das nicht nur von Vorteil für die Kundschaft ist.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...

Demnächst mehr hier!
Gruß Uwe


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RE: ���� Vision 1990

#6 von sbbfan , 27.03.2023 19:08

Also die Resonanz auf meine Rätselfrage ist doch sehr dürftig....
Bild entfernt (keine Rechte)
Dann gebe ich heute noch einen kleinen Tipp:
(RC-Flieger Thomas ist schon mal auf der richtigen Spur ...)
Es handelt sich um ein Schienenfahrzeug das in 2023 seinen 100 jährigen Geburtstag feiert.
In diesem sind zwei solcher Zahnräder eingebaut.
Die neuen Zahnräder fertigte noch die SLM und lieferte diese an die Werkstätten der Eigentümer nach Chur.

Gruß Uwe


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RE: ���� Vision 1990

#7 von Atererus , 29.03.2023 00:02

Hört es auf den Namen Siebennulvier in seiner Familie, geboren in Winterthur?


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RE: ���� Vision 1990

#8 von sbbfan , 29.03.2023 08:01

Hallo Atererus,
Volltreffer!
Das Zahnradpaar gehört zur HG4/4 der DFB.
Seit 2021 wieder am Furka unterwegs.
Die DFB hatte die Maschine zusammen mit den HG3/4 Anfang der 90er aus Vietnam zurückgeholt.
Unter der damals spektakulären Aktion
"Back to Switzerland"
Die DFB hatte ursprünglich ihre Aufarbeitungen in Chur durchgeführt und ist erst vor kurzem nach Utzwil umgezogen.
Die HG4/4 ist ein echtes Erlebnis. Besonders beeindruckend finde ich wenn die Maschine den Zahnradantrieb zuschalten. Nicht nur dass, der Zahnradantrieb mit der doppelten Geschwindigkeit kurbelt, nein er ist auch noch gegenläufig!
...demnächst mehr...
Beste Grüße Uwe


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RE: ���� Vision 1990

#9 von md95129 , 29.03.2023 09:50

Das Vorbild meiner Echtdampfzahnradlok kommt ebenfalls aus der Schweiz und war die erste Schmalspurzahnradlok, die je gebaut wurde. Die Zahnstange ist in diesem Fall allerdings nicht von Abt, sondern Riggenbach.
Gruss


Henner,
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RE: ���� Vision 1990

#10 von Atererus , 29.03.2023 12:37

Hallo Uwe,

Schöne Lok, Danke für das aufmerksam machen. +1 auf meine Liste mit Argumente die Schweiz zu besuchen!

Gruß A.


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RE: ���� Vision 1990

#11 von Elokfahrer160 , 29.03.2023 13:53

Moin, Uwe

also du weisst ja, dass ich in diesem Jahr die Dampfbahn Furka besuchen und fahren will, wir hatten ausgetauscht. Mal sehen , welche der Zahnrad Dampfloks uns über die Furka schleppen werden. Für alle Fans dieser Bahn - die Fahrten beginnen dieses Jahr am 29.06. - 24.09.2023 zweimal /Tag mit Dampf und 2 x Tag mit Diesel ( https://www.dfb.ch/de/ )

Freude herrscht - wir werden berichten. Die Schweiz ist immer eine Reise wert, dass ist für uns das Bahnland Nr. 1 in Europa.

Grüsse - Elokfahrer160/Rainer


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RE: ���� Vision 1990

#12 von sbbfan , 29.03.2023 21:42

Yverdon les Bains, Freitag den 14 April 1995.
Parallel zu den Gebäuden der ehemaligen HW Yverdon und jetzigem Betriebsmittelpunkt der CFS liegt das Gleis das über ein Rolltor die Schienenwelt mit den Werkstätten verbindet.
Einfahrende Triebfahrzeuge gelangen direkt auf eine Schiebebühne. Mit dieser werden die Fahrzeuge auf die verschiedenen Arbeitsgleise verteilt. Ab hier endet auch die Fahrleitung und die mächtigen Maschinen sind ohne eigene Versorgung...
Also erstmal tot.
Heute ist ein ganz besonderer Tag für alle Mitarbeiter der CFS.
In wenigen Minuten wird sich das große Rolltor zur Ausenwelt öffnen, alle sind gekommen und harren dem Ereignis.
Die Werker aus den Hallen, die Mitarbeiter der Verwaltung und der ganze Vorstand alle, alle sind gekommen!
Bunt gemischt mit sichtlicher Anspannung ...
Minute um Minute verrint.
Das Blicklicht neben dem Tor, noch immer ist es dunkel und auch das Signal für den Warnton ist stumpf.
Warten kann so entsetzlich lang sein...
Alfred Gauthier, der Vorstandsvorsotzende geht unruhig die wenigen Schritte zu Renè Braun hinüber. Renè ist der Leiter der Werkstätten. Er beruhigt seinen Chef Chef dass alles vorbereitet sei und er sich entspannen könne...
Blinklicht geht an und Signalhorn mit seinen markigen Tönen reißt die Menge aus ihrer Anspannung.
Ratternd hebt sich das Tor, noch ist nichts zu sehen und zu hören...
Ein langgezogener Pfiff durchdringt die nervenden Töne des Signalhorns.
Ruhe kehrt ein einzig das Blinklicht streut noch sein gelb/orangene Licht auf die wartende Menge.
Brrzzzl ... ein Stromabnehmer legt sich an die Fahrleitung, ein Hauptschalter wird betätigt.
Klack, Klack ... Stufenschalter...
Knarzen und Quietscht dringt durch das offene Tor.
Metall auf Metall ... für die Wartenden wie Musik...
Puffer schieben sich durch die Öffnung, leuchtend gelbe Aufstiegsstangen, ein niedriger Vorbau, Tannengrün blitze blank.
Graues Fahrwerk... Treibstangen...
Begeisterung und Jubel brandet auf.
Die erste eigene Lokomotive der CFS verlässt nach der Generalüberholung das Werk.
Es ist wie 1919, dieses Wunderwerk der Technik hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt.
Es ist eine Be6/8ll, wie aus dem Ei gepällt.
Die 13 254!
Erst vor wenigen Jahren aus dem Kies ausgeschieden und dann im Verkehrshaus ausgestellt.
Alle strahlen um die Wette, stolz sind sie... alle
... ihre Lok! Unser Kroko!
Was für ein Bild!
In langen, zähen Verhandlungen, konnten die Verantwortlichen im Verkehrshaus in Luzern überzeugt werden dass so ein wertvolles Stück nicht als toter Saurier eingesperrt werden darf. So ein Zeugnis schweizerischer Lokomotivbaukunst muss leben!
Ab heute ist die CFS einen wichtigen Schritt nach vorne gegangen, ein Schritt in die Zukunft. Nicht nur für Sonderfahrten soll das gute Stück Verwendung finden. Im Gleisfeld der weitläufigen Anlagen von Yverdon gibt es für die CFS umfangreiche Rangieraufgaben und das ist eine Aufgabe die beherrschen Stangenloks wie keine Anderen.
Bild entfernt (keine Rechte)
Für den Streckendienst muss sich die CFS die ersten Jahre noch mit von den SBB gemieteten Lokomotiven behelfen. Aber schon laufen Verhandlungen mit den SBB zur Übernahme von ersten Ae6/6 Maschinen die zur Ausmusterung anstehen.

Im nächsten Beitrag werde ich euch über die erfolgten Revisionsatbeiten an der Be6/8ll unterrichten.

Hoffe dass sich viele Freunde der CFS hier versammeln werden Freude an meimen Geschichten, Bildern und Bauberichten haben werden.
Bis bald!
Uwe


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RE: ���� Vision 1990

#13 von sbbfan , 04.04.2023 18:38

Yverdon les Bains, Samstag den 15 April 1995:
Nach dem gestrigen Rollout der 13254 vor den begeisterten Mitarbeitern und der Vorstandsetage sind heute die Tore der Werkstätten für Besucher geöffnet.
Auch heute wird die Be6/8ll der umlagerte Star sein.
1000de Bilder werden geschossen und jeder Besucher hätte gerne ein Porträt mit dem Star der CFS.
Werkstattleiter Renè Braun hat die Maschine in bestem Fotolicht und Postkartenansicht positioniert.
Bis zum Mittag ist die Lok in großzügigem Abstand abgeriegelt um den Fotografen beste Bildmöglichkeiten zu geben. Bild entfernt (keine Rechte)
Ab 12 Uhr ist ein professionelles Film und Fototeam vor Ort um entsprechende Dokumentationen zu erstellen.
Für sfr.10,- gibt es die Möglichkeit Kinderbilder auf dem Rangiertritt von den Profis machen zu lassen.
Bild entfernt (keine Rechte)
Mit angemaltem Schnurrbart, in der längsgestreiften SBB Lokführerkutte und passender Kopfbedeckung im Retrodesigne.
Mit leuchtenden Augen und in einer endlosen Schlange standen die Knirpse an... geduldig!
Ab 14 Uhr gab es Führerstandsmitfahrgelegenheit. Auch für 10,-sfr. Die Einnahmen werden von der CFS verdoppelt und dann dem örtlichen Seniorenstift für ehemalige Eisenbahner gestiftet.
Zu diesem Anlass sind auch einige der Alten herübergekommen. Auch deren Augen leuchten, genau wie die der Kinder!
Unter ihnen Franck Simone, er ist lange Jahre selbst die C-Kläppere im RB gefahren.
Was für ein Moment für Franck, mit 93 noch einmal im Führerstand eines Krokodils!
Fast zärtlich streicht er über die ganzen Schalter und Hebel... Tränen steigen in seinen matten Augen auf...
Draußen erklärt Renè Braun den interessierten Besuchern viel über die Technik und die Geschichte der Lok und die Vorteile einer Stangenlok im schweren Verschub.
In der Halle sind großformatige Bilder zu sehen die, die Aufarbeitung dokumentieren und den Besuchern ausführlich beschreibt.Bild entfernt (keine Rechte)
Ein neuer Bodenbelag aus Eichenholz wurde von der Werksschreinerei angefertigt. Nicht lackiert nur geölt! Die Schalter und Hebel sind blitze blank poliert.Bild entfernt (keine Rechte)
Aufstiegsstangen erneuert, auch auf Hochglanz gewienert.Bild entfernt (keine Rechte)
Scheibenwischer erneuert!
... was für ein Bild, die schier unendliche Länge der Vorbauten...Bild entfernt (keine Rechte)
Alle Aufstiegsbügel für das Rangierpersonal komplett ausgetauscht auch alles wie aus dem Ei gepällt!
Bild entfernt (keine Rechte)
Lampenringe... Messing... Hochglanz...
Sonderwunsch von Alfred Gauthier, Vorstanfsvorsitzendem der CFS.
Mit guter Laune, herlichem Wetter, Gaumenfreuden der regionalen Küche, unzähligen Besuchern und einer stolzen Belegschaft geht ein erfüllter Tag zu Ende.
Die CFS hat ihre erste eigene Lok!
Ab Montag beginnt der neue Lebensabschnitt für die Be6/8ll 13254 ... schwerer Verschub im RB.
Für die Rangierer wird das Hart! Nicht wegen der Arbeit sondern: Mit die Dreckschuh komsch du mir nüt hier eini!
... soviel zum neuen Wohnzimmerboden im Führerstand...
Demnächst mehr von der CFS und der Zukunft die in der Vergangenheit spielt.
Beste Grüße aus meinem Yverdon 1990
Uwe


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Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen

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