RE: In der Bahnhofshalle

#126 von Xrot , 17.07.2024 05:51



Sali zämme, hallo zusammen,
Inzwischen habe ich vor dem Postaufzug aus Sperrholzresten (5 mm) ein Stückchen Bahnsteig gebastelt. Die Randsteine der Bahnsteigkante sind aus Holzschwellen der Spur Z entstanden. Ausserdem ist der Bahnsteig mit 5 mm über der Platte zu wenig hoch, weshalb dem Sperrholz Holzschwellen der Spur H0 unterlegt werden mussten.



Des Weiteren wurden die Schienen verrostet und eingeschottert.




Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#127 von lernkern , 22.07.2024 22:01

Sali Thomas.

Ich war die letzten paar Tage in der Schweiz, im Val d'Anniviers beim Wandern. Auf dem Rückweg habe ich in St. Gallen bei Zuba-Tech angehalten. Das ist ein prima Laden!

Und in der Bahnhofshalle liegt der Schotter. Das erweckt bei mir immer den Eindruck, dass das Projekt schon weit gediehen ist... Ist das so? Und, magst du mal ein Übersichtsbild zeigen?

Viele Grüße übern Teich!

Jörg


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RE: In der Bahnhofshalle

#128 von Xrot , 24.07.2024 08:58

Hallo Jörg, liebe Mitlesende,

Danke für Deinen Beitrag, Jörg! Schön, dass Du einige Tage mit Wandern verbringen konntest.

Zitat von lernkern im Beitrag #127
Und in der Bahnhofshalle liegt der Schotter. Das erweckt bei mir immer den Eindruck, dass das Projekt schon weit gediehen ist... Ist das so?

Haha, ja es liegt tatsächlich schon etwas Schotter, auf etwa 20 cm Länge:

Zitat von lernkern im Beitrag #127
Und, magst du mal ein Übersichtsbild zeigen?

Okay, ich gebe mal eine Übersicht zum Stand der Dinge. Eines vorweg: ich bin mit diesem Segment noch lange nicht fertig.

Übersichtsfotos:




Zusätzlich gibt es noch einige fertige (oder halb fertige) Kleinigkeiten, die noch nicht eingebaut sind:


Inzwischen habe ich noch weitere Stückchen Holz zu Bahnsteige verbastelt. Diese Stückchen werden zuerst noch bemalt, bevor sie ausgerichtet und verklebt werden.



Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#129 von Richard aus Dülken , 24.07.2024 11:59

Hallo Thomas,

was für tolle Basteleien kann man hier entdecken.



Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn sich jemand so perfekt mit Eigenbau beschäftigt. Dies ist etwas, woran ich mich noch nicht herangetraut habe.

Ich bin schon gespannt, wie es bei Dir weitergeht.

Nun noch etwas in eigener Sache:
Wie Du vielleicht schon in meinem Beitrag über das „California State Railroad Museum“ gelesen hast, durfte ich 2017 Kalifornien besuchen. Diese unvergessene Reise habe ich sehr genossen. Wenn irgend möglich würde ich sie noch einmal wiederholen, jedoch ist meine liebe Gattin nicht dazu zu bewegen.

Liebe Grüße vom Niederrhein.
Martin


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RE: In der Bahnhofshalle

#130 von Xrot , 06.08.2024 07:11

Hallo Martin,
Danke für Deinen Besuch und den netten Kommentar. Schön, dass Dir Kalifornien gefallen hat.

Zitat von Richard aus Dülken im Beitrag #129
was für tolle Basteleien kann man hier entdecken.

Basteln ist halt meine Leidenschaft. Es geht mir darum, etwas zu kreieren, kreativ zu sein; das Niveau, die Qualität des Resultats ist sekundär. Basteln im Massstab der Spur N ist natürlich eine besondere Herausforderung. Ich bin froh, dass ich in H0 unterwegs bin. Die H0-Basteleien sind mir eigentlich schon zu klein.





@All:

Zwischendurch habe ich mir immer wieder mal Gedanken zum Bau eines Signals zur Abfahrerlaubnis gemacht. Die Ausgangssituation ist im Beitrag #18 bereits angedeutet:


Nach mehreren Versuchen habe ich mich für folgenden Entwurf mit einer einzigen weissen SML und einem 3D-gedruckten 5×5-mm-Signalschirm entschieden:


Hier der 3D-gedruckte Kasten, der hinter den Signalschirm kommt:


Und hier mit aufgeklebtem Schirm:


Die SML wurde auf eine Code-40-Schiene aufgelötet (links) und dann das Signal daruntergeklebt (rechts):


Das Vorbild der SBB ist etwas schlanker (Quelle: eigenes Foto):


Dafür ist meine Waldbündner Bummerli-Ausführung so häärzig klein [1], kaum grösser als eine Stecknadel:


Bei dieser Bastelei stosse ich bezüglich Fummelei schon klar an meine Grenzen. Auch mein 3D-Drucker ist an seiner Grenze. Eigentlich mache ich im Allgemeinen ja schon um SMLs einen grossen Bogen (weil zu fummelig), aber hier habe ich mich dazu überwunden.

Fertig verspachtelt und bemalt:


Funktionsprobe:


Das Signal leuchtet und sieht in Natura auch ganz gut aus, aber fotografisch ist das eine Katastrophe: Entweder ist das Bild scharf, aber dann stimmt die Farbe des grünen Lichts nicht, oder die Farbe stimmt, aber das Bild ist nicht fokussiert.

Ein hoher Widerstand stellt sich als geeignet heraus: 87 kΩ bei 9 V (hatte ich gerade zur Hand).


Anmerkung
[1] Bummerli: Schweiz./Baslerisch (liebevoll) f. kleine, rundliche Person oder entsprechender Gegenstand
häärzig: herzig, niedlich


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#131 von hohash , 06.08.2024 07:39

Moin Thomas, ich sehe schon... der Trend zum neuen Werkzeug geht in Richtung Mikroskop. Unglaublich, was du da in Stecknadelkopfgröße zauberst!


LG Andreas
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RE: In der Bahnhofshalle

#132 von Xrot , 08.08.2024 03:59

Hallo Andreas,
Danke für die Rückmeldung! Ich freue mich, dass Du hier aktiv bist. Das kleine Zeugs sagt mir eigentlich nicht so zu, und ich möchte mich eher davon verabschieden. Also kein Mikroskop. Zum Betrachten und Geniessen meiner Anlage, meiner Züge und meiner Basteleien genügt mir das blosse Auge. Die Kamera vergrössert da schon viel zu brutal. Nicht auszudenken, wie meine Basteleien unter dem Mikroskop aussähen.





Liebe Mitlesende,

Noch einige ergänzende Bilder zum letzten Beitrag.
Signale auf dem Segment eingebaut und Stellprobe:




Der Kondukteur (schweiz. f. Schaffner) beobachtet den Bahnsteig und wartet, bis die Abfahrtszeit des Zuges erreicht ist. Dann wird er, wenn alle Türen geschlossen sind, mit seinem Schlüssel beim orangen Kästchen die Abfahrerlaubnis erteilen, worauf das kleine hängende Signal weiss-grün leuchtet.


Und mit gephotoshopptem Hintergrund:



Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#133 von Enztalbahner , 08.08.2024 18:24

Hallo Thomas

„Das kleine Zeugs sagt mir eigentlich nicht so zu, und ich möchte mich eher davon verabschieden.“

Ich hoffe, du machst deine Drohung nicht wahr

Ich finde deine „kleinen“ Basteleien einfach genial Zumal sie mit allerlei hilfreichen Tipps und fundiertem Hintergrundinformationen gepaart sind. Dies möchte ich nicht vermissen.

Viele Grüße aus dem Nordschwarzwald

Rainer


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RE: In der Bahnhofshalle

#134 von it.s_Ronny , 08.08.2024 23:41

Das ist wirklich genial.... 👍🤩

Grüße Ronny


🇨🇭 mit besten Grüßen, Ronny 🇨🇭


Anlagenvorstellung meiner bisherigen Spur Z Anlagen


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RE: In der Bahnhofshalle

#135 von Centralberlin , 09.08.2024 08:02

Guten Morgen Thomas,

auch ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich hier so lese und vorallem Deine Detailverliebtheit sehe, wie akribisch Du vorgehst - gefällt mir sehr!


Ein wunderschönes Wochenende gewünscht vom Jirka


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zuletzt bearbeitet 09.08.2024 | Top

RE: In der Bahnhofshalle

#136 von Xrot , 15.08.2024 04:06

Hallo Rainer (Enztalbahner),
Danke für Deine Rückmeldung und Ermunterung! Keine Angst, gewisse Dinge müssen einfach sein. Bei mir sind das z.B. Signale; die müssen sein. Und da ist dann Fummelei auch aus meiner Sicht durchaus angebracht.
Hintergrundinfos interessieren mich und Recherchieren macht mir Spass. Auch das Verfassen von Berichten mache ich gerne. Im Vordergrund steht immer noch Basteln, aber alle diese anderen Dinge sind inzwischen auch ein Teil meines Hobbys geworden.

Hallo Ronny,
Danke für das Kompliment!

Hallo Jirka,
Es freut mich, dass Dich meine Arbeiten zu begeistern vermögen. Dass Du bei mir Detailverliebtheit siehst, will bei Deiner eigenen Arbeitsweise schon etwas heissen! Bei Dir ist jeder Quadratmillimeter durchgestaltet. Jedenfalls danke, dass Du hier mitliest und kommentierst.



Hallo Bahnhof-Freunde und -Freundinnen,
In kleinen Schritten geht es weiter. Der hintere Bahnsteig, der aus Sperrholz-Reststückchen zusammengeschustert wurde,...



... ist nun farblich vorbehandelt, eingeklebt, verspachtelt...





... und mit einem weiteren Farbauftrag versehen.







Die Randsteine wurden bereits vor dem Einbau farblich gestaltet.


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#137 von Centralberlin , 15.08.2024 08:42

Hallo Thomas,


Du glaubst, bei mir ist jeder Quadratmillimeter sei durchgestaltet? Naja, fast und bisher.

Vor etwa 14 Tagen klebte ich aber meine geplante Anlage (noch habe ich nämlich keine) mal auf dem Boden in der "guten Stube" ab und machte u a. erste Stellversuche mit bereits rekonstruierten Gebäuden, um deren Wirkung zu sehen - pff, von wegen sehen; die kürzeste Entfernung zwischen Anlagenrand und vordersten Gebäuden ist 75cm - da sieht man so gut wie nix mehr von meiner Quadratmillimeterdetailierung. Bei den, dann weiter hinten stehenden, Bauwerken trifft dies erst recht zu.

Für mich war dies logischerweise eine Art langanhaltender Schock und beim letzten Berliner Stummistammtisch kein "fishing for compliments".
Durch die Erfahrungen und das Feedback der anderen hoffte ich, so eine Art Formel bezüglich Detaildarstellungen zur jeweiligen Entfernung zu finden.
Ist natürlich Quark mit der Formel, aber durch die konstruktive Gespräche konnten selbige mich nicht nur wieder motivieren, sondern das ich zukünftig vorab überlegen werde, wo meine gesunde Grenze zwischen Detailverliebtheit und "Detailwahnsinn" bei neuen Projekten sein könnte. 😊


Dir weiterhin viel Spaß bei Deinem Projekt und uns viele Bilder mit dazugehörenden Zeilen gewünscht vom Jirka


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RE: In der Bahnhofshalle

#138 von Xrot , 25.08.2024 05:44

Hallo Jirka,

Ich freue mich für Dich, dass Du kürzlich eine Stellprobe durchführen konntest. Das mache ich immer sehr gerne, da man dann das bereits Erschaffte in grösserem Zusammenhang sehen kann. Ich träume dann immer vor mich hin, wie das dann in Zukunft aussehen könnte, und fülle die fehlenden Elemente in meiner Vorstellung ein. Das sind immer tolle Momente im Anlagenbau.
Bezüglich der Frage des Detaillierungsgrades bin ich selber unsicher. Auf der einen Seite sind mir gewisse Details wichtig, Signale z.B., auf der anderen Seite kann man natürlich auf alle Details verzichten, die man sowieso aus keinem Blickwinkel je sehen kann.
In diesem Beitrag stelle ich im Folgenden ein Detail vor, das man kaum sieht und deshalb auch hätte weglassen können.






Hallo an Alle,

Bei älteren Metallkonstruktionen von Schweizer Bahnhofshallen sieht man immer wieder bei Gleisen, die an tragenden Hallenstützen entlangführen, eine dritte Schiene. Ich kenne das gut vom Bahnhof Basel SBB, habe aber kürzlich dieses Foto in Luzern geknipst:



Diese dritte Schiene dient als Fangschiene [1], wie sie z.T. bei Brücken eingesetzt werden, und soll im Falle eines entgleisten Zuges eine Kollision mit tragenden Elementen der Halle verhindern. Die Fangschiene ist also immer auf der von den Hallenstützen abgewandten Seite angebracht.

Bei meiner Halle bringe ich entsprechend beim hintersten Gleis, beim Gleis 5, eine Fangschiene an:



Auch die Fangschiene kann sich (wie alle anderen Schienen) bei Temperaturschwankungen in der Länge ändern und muss daher gleiten können. Festes Verkleben auf der ganzen Länge könnte zu Problemen (Verwerfung, Lösen des Klebers) führen. Zum Befestigen der Schiene verwendete ich Gleisverbinder und zersägte sie in kleine Stücke,...



... die ich auf den Schwellen aufklebte:



Die Schiene wird von den Schienenverbinderstücken festgehalten, kann aber bei Bedarf darin rutschen. Damit wird die Schiene und der Kleber nie unter Stress gesetzt.



Hier stellt sich nun die Frage, ob der Einbau dieser dritten Schiene überhaupt sinnvoll ist. Man sieht nämlich von vorne, dem normalen Betrachtungswinkel des Segmentes, kaum etwas davon. Die Schiene versteckt sich hinter dem Bahnsteig:



Für den Einsatz dieses Segments schwebt mir neben dem Betrachten mit blossem Auge von vorne aber noch etwas anderes vor: Eine Durchfahrt aus der Sicht des Lokführers. Und aus dieser Sichtweise macht sich die Fangschiene schon gut.

Zitat von Xrot im Beitrag #1
Zur Einstimmung möchte ich auf die Fahrt durch die Bahnhofshalle Basel Rheintor auf Micheals (@Ganzzug) Anlage verweisen [Link]. Seht Euch das bitte an. Wie cool ist das denn?

Zitat von Xrot im Beitrag #6
Mein Ziel ist eben schon, mich qualitativ der Gestaltung von Michaels Rheintor anzunähern, sodass eine Bahnhofsdurchfahrt möglichst ansprechend wird und den Betrachter zur Versetzung in die Position eines Preiserleins animiert.




Quelle
[1] Fangschiene. Wikipedia.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fangschiene


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RE: In der Bahnhofshalle

#139 von maybreeze , 25.08.2024 08:52

Servus Thomas,

Zitat von Xrot im Beitrag #138
Hier stellt sich nun die Frage, ob der Einbau dieser dritten Schiene überhaupt sinnvoll ist. Man sieht nämlich von vorne, dem normalen Betrachtungswinkel des Segmentes, kaum etwas davon. Die Schiene versteckt sich hinter dem Bahnsteig:


Zitat von Xrot im Beitrag #138
Für den Einsatz dieses Segments schwebt mir neben dem Betrachten mit blossem Auge von vorne aber noch etwas anderes vor: Eine Durchfahrt aus der Sicht des Lokführers. Und aus dieser Sichtweise macht sich die Fangschiene schon gut.


das Wichtigste ist: DU weißt, dass die Fangschiene da liegt!

Die von Dir gewählte Durchführung erscheint einfach und könnte Vorbild für eine Ergänzung meines Brückenmoduls sein (siehe Wikipedia-Link). Dazu würde ich Dich bitten, uns die wohl fizzelige Zerschnipselung der Schienenverbinder näher zu erläutern. Alternativ würde ich ein Messingband in entsprechender Breite (Schwellenbreite) zerschneiden und daraus die Laschen biegen. Liegt ja keine Last auf der Fangschiene.


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RE: In der Bahnhofshalle

#140 von Xrot , 27.08.2024 04:20

Hallo Klaus,

Zitat von maybreeze im Beitrag #139
Dazu würde ich Dich bitten, uns die wohl fizzelige Zerschnipselung der Schienenverbinder näher zu erläutern.

Mache ich gerne.
Der Schienenverbinder wird auf ein Stück Schiene aufgesteckt, und mit der Goldschmiedesäge wird ein Stückchen abgeschnitten.



Im ersten Bild oben (links) wurde der Schienenverbinder bereits leicht angesägt. Man sieht die Kerbe des Schnitts, wenn man genau hinschaut.

Und so habe ich es gemacht:
  • oben einschneiden (B - rot, s. Bild unten)
  • auf einer Seite und unten durchsägen (C - rot)
  • auf der anderen Seite aussen an- aber nicht durchsägen (D - blau)
  • von Hand (oder mit Zange) das halb abgetrennte Stückchen mehrmals weg- und zurückbiegen, bis es (entlang der blauen Linie - D) abbricht und man es in der Hand hält

Der letzte Schritt (der des Abbrechens) verhindert, dass das Stückchen wegspringt und sich auf Nimmerwiedersehen verabschiedet, was beim vollen Durchsägen ohne Abbrechen (meiner eigenen Erfahrung entsprechend) öfters vorkommen kann.

  • Schnitt-/Bruchflächen etwas verfeilen.


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RE: In der Bahnhofshalle

#141 von maybreeze , 27.08.2024 08:51

Servus!

Solche Bastelanleitungen machen einfach Freude!


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RE: In der Bahnhofshalle

#142 von Xrot , 06.09.2024 05:47

Liebe Mitlesende,

Vielen Dank für Euren Besuch und besten Dank an alle, die sich hier beteiligen und immer wieder treu die Daumendrückertaste betätigen! Ich freue mich sehr, dass ich der Leserschaft einige Namen zuordnen kann.

Auf dem Segment habe ich inzwischen das hintere Gleis (Gleis 5) fertig geschottert. Die farbliche Behandlung steht noch aus. Bilder werde ich dann nachreichen. Darauf wird dann der Fahrdraht über Gleis 5 gespannt werden können. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange (siehe unten). Die Strategie ist also, das Segment von hinten nach vorne, von der Rückwand zur Vorderkante, fertigzustellen: Rückwand, Gleis 5, Bahnsteig, Gleise 3 und 4, Vordergrund vor den Gleisen 3 und 4.

Die grundsätzlichen Überlegungen zur Abspannung der Fahrleitung wurden bereits bei Baubeginn angestellt (s. Beitrag #18). Was noch fehlt, ist die Vorrichtung zum Anlöten des Drahtes beim rechten Segmentübergang. Wie auf der linken Seite kommt auch rechts ein Brettchen zum Einsatz, das ich am rechten Segmentflansch anschrauben können werde und zwar dort, wo die roten Pfeile hindeuten:



Das Brettchen in Arbeit für die rechte Seite sieht so aus:



Im Bild oben sieht man die dicken Kupferdrähte (Ø2 mm), die im Brett eingebettet sind, und auf die der gespannte Fahrdraht aufgelötet werden kann; je ein Draht für die Gleise 3, 4, 4b und 5. Diese Bauweise habe ich andernorts (beim Segment "Spurwechsel im Bogen") bereits verwendet, und sie hat sich dort bewährt.

Im Bild unten sieht man die Oberseite des Brettchens, wo die beiden Enden der dicken Kupferdrähte umgebogen und jeweils paarweise miteinander verlötet wurden.



Wie auf der linken Seite...



... wird das Brettchen auch rechts Signale, eine beleuchtete Uhr und Bahnsteigleuchten aufnehmen. Entsprechend müssen auf dem Brett auch die elektrischen Installationen für diese Elemente angebracht werden. Im folgenden Bild sieht man ein Stückchen der Brettoberseite, das über der Bahnsteigkante zum Gleis 5 zu liegen kommen wird.



Man sieht

  • eine Messingschraube, auf die ein Messingkabelrohr aufgelötet wird,
  • ein grosses Loch, in das eine LED zur Bahnsteigbeleuchtung gesteckt wird,
  • ein kleines Loch, das den Träger des Signals zur Abfahrerlaubnis aufnehmen wird,
  • eine Schiene, die die Stromversorgung zum Fahrdraht übernehmen wird,
  • ein Loch unter der Schiene zur Unterquerung für eine Leitung vom Signal.
Diese Arbeitsweise, wie z.B. die ausgeklügelte Kabelführung und das aufgelötete Messingrohr als Kabelrohr, ist natürlich totaler Overkill. Das ginge alles viel einfacher. Man könnte die Kabel ohne Rohr verlegen, man könnte kleben statt löten usw. ABER: Es geht ja nicht darum, die Arbeit möglichst einfach zu halten. Es geht darum, das zu tun, was Spass macht. Mir macht es Spass, die Kabelführung durchzuplanen. Mir macht es Spass, an einem Brettchen dieser Grösse zu arbeiten. Das ist grösstenteils grobmotorische Arbeit mit grossen Maschinen/Werkzeugen (Tischkreissäge, Standbohrmaschine, Lötkolben), die ich liebe. Das Teil kann man feste anfassen oder sogar fallen lassen, und nichts geht dabei kaputt. Das sagt mir zu. Also, je länger ich mich mit diesem Teil beschäftigen kann, desto besser.

Im folgenden Bild sieht man—unten links im Bild—das aufgelötete Kabelrohr, das von der Segmentrückwand zur Stelle über der Bahnsteigkante beim Gleis 5 führt. Oben im Bild befindet sich ein zweites Kabelrohr, das bei der Bahnsteigkante beim Gleis 4 endet. Das (obere/hintere/längere) Rohr selber wird als Leitung zum Minuspol des DC-Netzgerätes ("Erdung") verwendet. Man sieht 3 dünne Drähte, die an diesem Rohr angelötet sind; einer davon ist rot. Diese Drähte werden zum Stromrückfluss von den Signalen und Lichtern zum Netzgerät dienen. Das kürzere Rohr (das Rohr selber) wird die (ungeschaltete) Spannung (+20 VDC) für die Lichter der Uhr und Perronbeleuchtung tragen.



Das Messingrohr hat einen Aussendurchmesser von 1,5 mm. Die blanken Drähte sind mit Ø0,2 mm recht dünn und von blossem Auge kaum sichtbar. Der rote Draht misst Ø0,3 mm (28 AWG) und ist mit Isolation beschichtet (wie er z.B. für Wicklungen verwendet wird). Im Innern der beiden Messingrohre werden je 2 dieser roten Drähte für die Stromzuführung zu den Signalen verlaufen.


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RE: In der Bahnhofshalle

#143 von Xrot , 10.09.2024 07:49

Hallo,

Wie gesagt, Gleis 5 ist eingeschottert, und die Schienen und Schwellen haben nun etwas Farbe abbekommen. Das könnte man besser machen, aber für mich reicht es so.







Und dann spannte ich den Fahrdraht über Gleis 5. Als Fahrdraht verwende ich normalen Kupferdraht (Ø0,5 mm) von der Rolle.



Die Abspannvorrichtung befindet sich an der linken Seitenwand des Segmentes und wurde bereits in Beitrag #18 vorgestellt. Der Draht wird um 90° umgelenkt und nach oben mit einer Zugfeder abgespannt. Im Bild unten sieht man die Federn zur Abspannung der beiden Drähte über den Gleisen 3 und 4. Um den Zusammenhang zwischen der Federauslenkung und der Zugkraft zu erproben, hängte ich an die linke Feder einen Hammer mit einem Gewicht von knapp einem Kilogramm.



Das passt, aber ich möchte eher noch etwas stärker abspannen. Bei meinem Spurwechsel-Segment spannte ich mit über 2 kg ab.

Zur Befestigung des Fahrdrahtes an der Feder entschied ich mich, einen dickeren Draht mit Ø1 mm zu verwenden. Ich befürchtete, dass eine starke Krümmung des Fahrdrahtes, wie sie bei einer Schlaufe direkt um den Federring entstehen würde, unnötig eine Schwachstelle in den Fahrdraht integriert, bei der der Draht eher bricht als auf einem geraden Stück. Die Bruchkraft des verwendeten Fahrdrahtes (24 AWG) ist übrigens ungefähr 5 kg [1].



Nach dem Verlöten der beiden Kupferdrähte sieht das so aus:



Auf dem nächsten Bild sieht man das Segment kopfüber auf dem Gartentisch liegend. Der Fahrdraht wurde bereits am linken Segmentende durch die 90°-Umlenkung eingefädelt und durch Anschrauben der Feder befestigt. Im Bild sieht man frontal auf die rechte Segmentseitenwand. Der Fahrdraht liegt auf dem im vorigen Beitrag beschriebenen Teil (inzwischen dunkel eingefärbt und im Bild unten rot eingekreist) auf und wird mit einem Hammer gespannt. Der Hammer hängt an einem Seil, das über einen Gartenstuhl umgelenkt wird.



Zur endgültigen Abspannung vor der Verlötung wurde das Gewicht noch auf über 1,5 kg erhöht.



Im Bild oben sieht man die Lötstelle am rechten Segmentende, links im Bild vor und rechts nach dem Verlöten.
Und, tata 𝅘𝅥𝅯𝅘𝅥, Gleis 5 mit Fahrdraht:





Der Stromabnehmer der Lok liegt mit voller Federkraft an.





Der Fahrdraht wird am Ende noch an drei weiteren Stellen mit Seitenhaltern in Position gehalten. Innerhalb der Bahnhofshalle wird es übrigens bei einer Einfachfahrleitung bleiben. Bei diesem Segment möchte ich nur einen eher dezenten Drahtverhau.

Quelle
[1] Breaking Force for Copper Wire. PowerStream Technology.
https://www.powerstream.com/Wire_Size.htm


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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#144 von Xrot , 14.09.2024 07:46

Hallo zusammen,

Heute werde ich drei Themen ansprechen.

1. Musikalischer Fahrdraht
Wenn ich am gespannten Fahrdraht, den ich im vorigen Beitrag beschrieben habe, versehentlich anstosse oder ihn absichtlich zupfe, erzeugt er einen Ton. Der Ton ist tief (Bass-Instrument), nicht rein und eher leise. (Da ist ja auch kein Resonanzkörper dran.) Der Ton, den eine schwingende Saite abgibt, hängt von

  • der Länge,
  • der Stärke der Abspannung
  • dem Material und
  • der Dicke
der Saite ab.

Mich interessierte, welchen Ton meine Fahrleitung abgibt und ob dieser Ton mit dem übereinstimmt, was man theoretisch erwartet. Wen das auch interessiert, kann mit mir off topic gehen.

Durch Vergleich mit den Tönen auf dem Klavier würde ich den Ton der Fahrleitung in der Nähe eines C auf der untersten Oktave (C1) vermuten, bin mir da aber sehr unsicher, da der Ton sehr tief und unrein ist. Deshalb installierte ich ein App (Pitch Finder) auf dem Handy, das den Ton (via Mikrofon) erkennen kann. Das App zeigt C♯1 an.

Nun, welchen Ton erwartet man denn theoretisch? Die Frequenz f einer gespannten Saite berechnet sich für den Grundton (n=1) und Obertöne (n>1) nach folgender Formel [1]

wobei L der Länge der Saite, T der Spannungskraft (Tension) und μ der linearen Dichte (Masse pro Länge) der Saite entsprechen. Für meinen Fahrdraht messe ich L = 154 cm als frei schwingende Länge zwischen den Befestigungspunkten. Für Kupfer mit einer Dichte von 8.96 g/cm³ [2] und einem Drahtdurchmesser von 0.51 mm ergibt sich eine Masse von 1.84 g pro Meter, d.h. μ = 1.84 g/m. Die Abspannkraft wurde mit 2 kg Gewicht erzielt (die angehängten Gewichte habe ich nachträglich noch einmal sorgfältig gewogen), was einer Kraft von etwa T = 20 N entspricht [3]. Jetzt kann man alle diese Grössen in der Formel einsetzen und erhält für die Grundfrequenz f = 34 Hz:

Das entspricht tatsächlich dem Ton C♯ der ersten Oktave, C♯1 [4]. Wahnsinn, dass das so hinhaut. Der experimentell ermittelte Ton stimmt mit dem theoretisch erwarteten überein.

Quellen
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/String_vibration
[2] https://physics.nist.gov/cgi-bin/Star/compos.pl?029
[3] https://sengpielaudio.com/ConvForce.htm#...F%20%3D%201%20N.
[4] https://www.flutopedia.com/pitch_to_frequency.htm


2. Seitenwände des Hallensegmentes
Beim Hallensegment beschäftige ich mich gegenwärtig mit den beiden Seitenwänden des Segmentes. Während die linke Wand mit einem Brettchen abgedeckt wird, ist rechts alles ziemlich offen. Zwischen der linken Segmentwand und seinem Abdeckbrett verstecken sich die Federn der Fahrdrahtabspannung und die Verkabelung. Hier Bilder der linken Seitenwand und des Abdeckbrettes:







Und hier die rechte Seitenwand:



Der Unterschied erklärt sich so: Links der Halle werden die Gleise in einem nicht einsehbaren Bereich in den Schattenbahnhof führen. Rechts der Halle wird sich meine durchgestaltete Anlage anschliessen. Die Halle wird sich sogar auf dem anschliessenden Segment noch ein kleines Stückchen weiter nach rechts fortsetzen. Im Gegensatz zum gegenwärtigen Segment wird dieses kleine Stückchen Halle nicht von innen, sondern von aussen sichtbar sein. Ausserdem wird die Halle beim Segmentübergang die Kulisse durchstossen. So muss man sich das etwa vorstellen (Raumplan, Vogelperspektive):




3. Fahrtstellungsmelder
Neben dem Signal zur Abfahrerlaubnis wird es auf der rechten Seite des Segmentes auch einen Fahrtstellungsmelder geben. Dieser ist notwendig, da der Lokführer eines kurzen Zuges, der in der Halle anhält, das Hauptsignal ausserhalb der Halle nicht sehen kann. Der Fahrtstellungsmelder zeigt mittels eines Pfeiles an, ob das Hauptsignal Halt oder einen Fahrbegriff zeigt. Dieses Bild zeigt das Signal eines Fahrtstellungsmelders (Quelle: Gleis 3a ).

Hier zeige ich mal eine Machbarkeitsstudie für einen selbst gebastelten Fahrtstellungsmelder. Schwarzes Klebeband auf weisse Styrolplatte geklebt, sodass ein Pfeil entsteht.



LED dahinter zur Beleuchtung:



Der Pfeil ist etwa 4 mm lang. Das geht auch noch kleiner.


Edit: Laut Fahrdienstvorschriften muss es Fahrtstellungsmelder (anstatt Fahrstellungsmelder) heissen. Text wurde entsprechend geändert.


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#145 von Durbacher , 14.09.2024 08:38

Ich bin begeistert!!!


LG Mike

Hier gehts zum Diorama "Steinbruch Michelnau"

Alle sagten: "Das geht nicht!" Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht.


Xrot hat sich bedankt!
 
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RE: In der Bahnhofshalle

#146 von Xrot , 18.09.2024 06:11

Hallo Mike,
Vielen Dank für Deinen Besuch. Freut mich, dass Du begeistert bist. Deine Arbeiten gefallen mir auch ganz ausgezeichnet, und als Uhrenmacher bist Du mir natürlich um einiges voraus.





Liebe Stummi-Gemeinschaft,

Weiter geht's mit der Gestaltung der Seitenwände. Hier einige Bilder der elektrischen Installationen an der rechten Wand.
In der Ecke zur Rückwand liefert ein sechs-adriges Kabel den Anschluss.



Am Ende des Kabels habe ich an vier Leitungen ein kleines Stückchen Prototype PC Board angelötet.



So umgehe ich die Verwendung von eher sperrigem Schrumpfschlauch (oder anderer Isolation), ohne dass eine Gefahr eines Kurzschlusses zwischen zwei Lötstellen besteht. D.h., zwei Lötstellen werden durch das PC-Board starr in einem Abstand von 2,5 mm voneinander entfernt gehalten, ohne sich berühren zu können. Die beiden äusseren Kabel (orange und braun), die nicht am PC-Board angelötet sind, werden direkt an den beiden fest verankerten Messingrohren angelötet, ohne dass eine Kurzschlussgefahr besteht (wie im ersten Bild ersichtlich).

In die unteren 4 Löcher des PC-Boards werden 4 dünne rote Kabel eingelötet und jeweils mit den entsprechenden Kabeln in den oberen Löchern elektrisch verbunden.



Die 4 roten Kabel verlaufen dann im Innern der Messingrohre auf dem dunkel gefärbten Querträger über den Geleisen der Segementseitenwand entlang Richtung Stromverbraucher.



Die roten Kabel enden schliesslich jeweils bei einem kleinen "Verteilerkasten" auf dem Querträger. Dieser Verteilerkasten ist ein ganz kleines Stück PC-Board, ein Teil einer PC-Eisenbahnschwelle der Spur Z. An diesen Verteilerkasten werden schliesslich die Kabel der Signale angelötet werden (hellblau im Bild unten).



P.S. Wie gesagt, das ginge alles viel einfacher, aber ich will es halt so machen, wie hier gezeigt.


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


fbstr, Elokfahrer160, Settebello, maybreeze und lernkern haben sich bedankt!
 
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RE: In der Bahnhofshalle

#147 von Xrot , 30.09.2024 07:49

Hallo zusammen,

Es geht nur langsam voran, aber ich kann immerhin mit der Vorstellung einiger kleinen Basteleien entlang der rechten Seitenwand des Segmentes dienen.

Hier die Ausgangslage:


Der schwarz gefärbte Querträger, an dem die Fahrdrähte angelötet sind bzw. sein werden, ist bereits vorhanden.


1. Backsteinwand. In der rechten hinteren Ecke wurde unter dem Querträger
eine Backsteinwand an die Rückwand geklebt.




2. Bahnsteig. Vor dieser Backsteinwand wurde der Dienstbahnsteig fertig gestellt.




3. Bemalung Seitenwand. Die Seitenwand wurde grau bemalt und mit braunen und dunklen Farbtönen weiter gestaltet.




4. Ɪ-Träger. Auf die Vorderseite des schwarzen Querträgers wurde ein halber Ɪ-Träger, also ein ]-Träger, aus Karton aufgeklebt.



Die farbliche Gestaltung dieses Kartonträgers mit Grau, Hellgrau und Graubraun ist mir besonders gut gelungen, finde ich:



Auf dem nächsten Bild sieht man den Querträger in seiner ganzen Pracht und Breite: Sperrholzseitenwand (gelb), Fahrdrahthalterbrettchen (orange) und ]-Träger aus Karton (rot).




5. Dach. Ein winziges Stückchen Dach wurde bereits mal der Seitenwand entlang eingeklebt.




6. Genieteter Ɪ-Träger. An der höchsten Stelle der Halle wurde ein weiterer Ɪ-Träger gebastelt,...



... der der ganzen Länge der Halle entlanglaufen wird. Dieser Träger besteht aus der L-Aluminiumschiene,...



... die zusätzlich mit Kartonteilen ausgestaltet wurde.



Die Nieten sind nur aufgemalt: Mit einem Zahnstocher wurden zuerst die schwarzen Punkte aufgetragen, und nach Durchtrocknen wurden wieder per Zahnstocher die weissen Akzente gesetzt. Im Bild oben sieht man auch nochmals die im Punkt 3. aufgeführte farbliche Gestaltung des Sperrholzes der Segmentseitenwand mit den Grau- und Brauntönen aus nächster Nähe.












Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#148 von Gurkenfein007 , 03.10.2024 18:09

Moinsen Thomas,

ja, auch wenn es nur langsam vorangeht, es geht voran....

Schon beeindruckend, was du da auf die Beine stellst. Vor allem das Bild 5 mit deiner Dachkonstruktion ist dir echt gelungen !!
Und clevere Idee, wir du mit mit den Zahnstochern zugange gewesen bist.



Schöne Grüße nach Kalifornien.

In diesem Sinne....

Und damit verabschiede ich mich mit besten Grüßen aus dem hohen Norden

der Carsten

meine Anlage: Eckernförde ?......der alte Bahnhof schon...

mein Lebensmotto: Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden . Franz Kafka


Und hiermit verabschiede ich mich

der Carsten

Eckernförde ?......der alte Bahnhof schon...


Xrot hat sich bedankt!
 
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RE: In der Bahnhofshalle

#149 von Xrot , 07.10.2024 06:56

Hallo Carsten,
Vielen Dank für den Ausdruck Deiner Begeisterung (mit gleich 6fachem Gefällt-mir)!
Ich gebe Dir recht, so ein Stückchen Dach erzeugt gleich mal das Feeling einer Halle. Ich möchte aber klarstellen,

  • dass zwar viele Dinge wie die Ɪ-Träger inclusive gemalter Nieten selber von Grund auf aus Karton gebastelt wurden,
  • dass ich aber andererseits auch auf fertige Teile aus dem MKB-Bausatz Hamburg Sternschanze zurückgreife. Zu diesen fertigen Teilen gehören das Bretterdach in Hellbraun und die Fachwerk-Stahlträger des Hallengewölbes in Grau.










Liebes Forum,
Heute präsentiere ich eine weitere kleine Bastelei zur Ausgestaltung der rechten Segmentseite. Ich bin ein Fan von Signalen, und bei dieser Bastelei komme ich auf meine Rechnung. Das Ziel ist, einen Fahrtstellungsmelder neben einem Signal zur Abfahrerleubnis zu basteln, so etwas [1].

Als Trägerarm für die Signale wurde aus Code-40-Schienenprofil ein T gebastelt. Zuerst sägte ich einen Einschnitt in ein Stück Schiene, so:


Dann wurde ein zweites Stück Schiene im Zwischenraum eingeklemmt...


... und verlötet.

Im folgenden Bild sieht man eine Stellprobe mit einem 3D-gedruckten Signalgehäuse für das Signal der Abfahrerlaubnis und einer SML als Lichtquelle. Wie ich ein solches Signal herstelle, beschreibe ich im Beitrag #130.



Am Träger wird die Position der SML markiert, und anschliessend wird die SML am Träger angelötet. Wie immer fixiere ich vor dem Löten alle Teile mit Klebband. Die SML wird mit einem Zündhölzchen in einer stehenden Position gehalten:


Im Bild oben ist noch nichts verlötet, aber die zukünftige Lötstelle ist als solche beschriftet. Im Bild unten ist die SML dann angelötet. Eine zweite SML für den Fahrtstellungsmelder (die linke SML) ist auch bereits vorhanden. Beide SML sind an der Minusseite (Kathode) mit dem Träger verbunden. An den Anoden sind jeweils (rote) Kabel angelötet.



Für den Fahrtstellungsmelder wurde ein Gehäuse entworfen und 3D-gedruckt:


Der Pfeil wurde aus schwarzem Isolierband auf weissem Polystyrol hergestellt, wie im Beitrag #144 beschrieben. Damit der weisse Pfeil im unbeleuchteten Zustand weniger deutlich sichtbar ist, und somit das beleuchtete Signal besser vom unbeleuchteten unterschieden werden kann, wurde ein rechteckiges Stückchen Pergamentpapier oben auf den Pfeil drauf in den Gehäuserahmen gepresst.

Das fertige Signal sieht dann unbeleuchtet und beleuchtet so aus:


Das Signal in der Form eines Hauses mit der Zahl 15 zeigt den Halteort für Reisezüge der Länge von bis zu 150 m an. In Liestal habe ich kürzlich (sowohl im April in Natura als auch auf diesem Bild [2]) eine ganze Serie dieser Tafeln gesehen. Das Modell des Schildes ist ein Ausdruck auf Fotopapier.

Im folgenden Bild sieht man die Signale auf dem Segment eingebaut und angeschlossen:


Der Pfeil leuchtet. Der Schaffner wartet ab, bis die planmässige Abfahrtszeit erreicht ist, und erteilt anschliessend die Abfahrerlaubnis via der ortsfesten Einrichtung. In diesem System wird dem Lokführer die Abfahrerlaubnis mit dem weiss-grün leuchtenden Signal angezeigt:


150 m entsprechen etwa der Länge einer Lok plus 5 Wagen. Diese kurzen Reisezüge werden in meiner Halle (wenn von links nach rechts fahrend) bei der oben erwähnten 15-Halteorttafel beim rechten Segmentende halten. Die Lok längerer Reisezüge (mit im Bahnhof geplantem Halt) wird durch die Halle durchfahren und draussen jenseits der Halle bei einer weiteren (der Zuglänge entsprechenden) Halteorttafel oder spätestens beim Hauptsignal anhalten. In meinem Bahnhof werden die Gleise rechts ausserhalb der Halle leicht nach rechts abbiegen, weshalb vom Halteort 15 innerhalb der Halle die direkte Sicht auf das Hauptsignal nicht garantiert ist. Deshalb werden der Lokführer und das Zugbegleitpersonal von kurzen Zügen mittels der Anzeige des Fahrtstellungsmelders (dunkel oder beleuchteter Pfeil) beim 15-Schild über die Stellung des Hauptsignals (Halt oder Fahrbegriff) orientiert.


Quellenverzeichnis
[1] Signalsystem in der Schweiz. Gleis 3a.
https://gleis3a.de/threads/signalsystemschweiz
[2] Lucia Hunziker, Bahnhof Liestal - Neues Gleis 1 geht in Betrieb. BaZ, 2024.
https://www.bazonline.ch/sbb-informiert-...eb-702252339924


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


 
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RE: In der Bahnhofshalle

#150 von GrenzBahnhofer , 07.10.2024 13:59

Hallo Thomas

Vielen Dank für das Berichten über Dein grossartiges Bahnhofhallen - Projekt.
Zum einen ermutigt es mich, meine "skizzierte" Bahnhofhalle zu verfeinern.

Insbesondere deine Fachwerksbögen haben es mir angetan.
Wie hast Du das nur hingekriegt? Material gefräst oder Laserschnitt oder...?

Andererseits zeigen Deine Ausführungen auch, dass Abhängigkeiten zwischen Hallenstruktur und Fahrleitung, Anzeigen, Beleuchtungen usw. bestehen. Da braucht es viel Geduld und Überlegung, auch für eine geeignete Reihenfolge der einzelnen Montageschritte.

Freue mich weiterhin Dir dabei über die Schultern zu gucken.

Viele Grüsse über den Atlantik
Peter


Xrot und dlok haben sich bedankt!
 
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zuletzt bearbeitet 07.10.2024 | Top

   

RE: mein 1. Modul: Raffeisen - Traventaller Getreidemühle
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